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1

Sonntag, 10. März 2019, 13:53

Wie ist das denn jetzt wirklich mit dem Lackieren und der Airbrush?

Hallo zusammen,
als Anfänger mit der Airbrush gibt es jede Menge Stolperfallen. Da ist die richtige konsistens der Farbe, der richtige Druck, die richtige Düse und dass alles steht auch noch in Abhängigkeit.
Aber eines fällt mir grds. auf wenn ich im Web unterwegs bin und nach Hinweisen zum Umgang mit der Airbrush schaue und lese.

Auf der einen Seite sind da die Kollegen die sagen, immer mit ganz leichten Schüben das Model einnebeln bis die Farbe deckt. Die anderen sagen, um es glatt und glänzend hinzubekommen, muss da Farbe drauf die ineinander läuft mit wenig Druck, näher an Model ran.
Ich für mich kann der zweiten Aussage nur zustimmen. Bisher habe ich versucht immer mit leichtem einnebeln die Farbe aufzubringen, was dazu führt, dass die ersten Schichten trocknen und man eine rauhe, nicht glänzende Oberfläche bekommt. An den Stellen wo ich die Pistole "aus versehen" länger drauf hielt war das Spritzbild besser und kam dem Ausdruck "glänzend" schon deutich näher, da hier die Farbe nass in ineinander laufen konnte. Ergo, ich werde es in den nächsten Tests anders machen. Denn ich will glatte und glänzende Oberflächen.
Die Frage daher ist, warum gibt es auch hier Kolegen die sagen, immer mit mehreren leichten Schüben das Model einnebeln? Ich will das nur verstehen? Letztendlich wollen doch alle tolle, glänzende Oberflächen haben. Oder ist das mit dem einnebeln doch richtig und ich bin noch zu dämlich?
Welche Weg ist denn nun der Richtige. Aktuell denke ich der zweite. Danke für eure Erfahrugnen und Hinweise.
VG, Christian

Beiträge: 117

Realname: Konstantin

Wohnort: Taufkirchen

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2

Sonntag, 10. März 2019, 18:47

Die Farbe muß nass auf dem Modell ankommen.

Was du bei "einnebeln" feststellt ist Farbe die schon mehr oder weniger trocken auf dem Modell ankommt.

Du bringst das möglicherweise mit "mehrere dünnen Farbschichten" durcheinander.
Das ist schon richtig, aber die Farbe muß trotzdem noch nass auf dem Modell ankommen.

Alle anderen Faktoren - Abstand, Druck, Konsistenz sind Faktoren an die du dich selbst rantasten muß - ist von Farbe und Gun abhängig.

Beiträge: 267

Realname: Peter

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3

Sonntag, 10. März 2019, 18:50

Hallo Christian,

die Beantwortung deiner Frage ist der Art komplex, dass du für dich die ideale Vorgehensweise beim Airbrushen selbst finden muss.
Besorg dir eine hochwertige Gun, irgendeinen Kompressor und verschiedene Grundfarben, einschließlich der entsprechenden Verdünnern, von div. Herstellern.
Und dann: probieren, probieren, probieren, ... .
"Try and error" hat mir persönlich sehr viel gebracht.

Gruß Peter

4

Sonntag, 10. März 2019, 20:21

Da bin ich gerade bei. Das Problem ist nur langsam wohin sprühen :D Mir gehen die Plastiklöffel aus.
Dass das wirklich alles sehr komplex ist, merke ich jetzt langsam auch. Mal ein paar Youtubern über die Schulter schauen, kann helfen, aber die Fehler muss man einfach selber machen. Wie bei allem.
Habe gerade mit dem Valejo Surface Primer gearbeitet, 0,2 mm Düse und ca. 1,2 Bar. Plötzlich war die Pistole zu und nix ging mehr. Dabei hatte ich schon verdünnt. Der Hersteller sagt, man kan das Zeug direkt aus der Flasche benutzen. Von wegen :!!
Als Pistole habe ich mir gleich was ordentliches geholt. Ich nutze die Evolution. Auf jedenfall ist jetzt nach der Zwangsreinigung blitze blank.

Beiträge: 1 649

Realname: Marcel

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5

Sonntag, 10. März 2019, 20:47

0,2 mm Düse und ca. 1,2 Bar

Das ist schon sehr hoch, ich hab mit 0,4er Düse nur 0,7-0,8 bar drauf. Das ist m.E. schon sehr hoch weil viel Farbe raus kommt. Selbst bei kleineren Düsen erhöhe ich den Druck nicht.
Ich komme damit gut zurecht.
Marcel

Ich kann nichts dafür, ich bin so!

6

Sonntag, 10. März 2019, 20:53

Danke für den Hinweis Marcel, ich werde das ausprobieren.

7

Sonntag, 10. März 2019, 22:24

Moin Namensvetter,
als Übungsobjekt verwende ich CD-Hüllen.
Gruss
Christian

Beiträge: 117

Realname: Konstantin

Wohnort: Taufkirchen

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8

Montag, 11. März 2019, 06:27

Da bin ich gerade bei. Das Problem ist nur langsam wohin sprühen :D Mir gehen die Plastiklöffel aus.
Dass das wirklich alles sehr komplex ist, merke ich jetzt langsam auch. Mal ein paar Youtubern über die Schulter schauen, kann helfen, aber die Fehler muss man einfach selber machen. Wie bei allem.
Habe gerade mit dem Valejo Surface Primer gearbeitet, 0,2 mm Düse und ca. 1,2 Bar. Plötzlich war die Pistole zu und nix ging mehr. Dabei hatte ich schon verdünnt. Der Hersteller sagt, man kan das Zeug direkt aus der Flasche benutzen. Von wegen :!!
Als Pistole habe ich mir gleich was ordentliches geholt. Ich nutze die Evolution. Auf jedenfall ist jetzt nach der Zwangsreinigung blitze blank.


Ich nutze eine Gabbert Triplex auch mit 0.2 und 1,2 bar und Vallejos

Hatte auch immer wieder das Problem, daß sich die Düse irgendwann zusetzt.

Hab viel ausprobiert an Tipps - es gibt da ja alles mögliche.

Dauerhaft Verbesserung nach 1 Jahr dies und das probieren brachte mir dann der Flowimprover oder der Verdünner von Vallejo. Dabei bin ich nun geblieben.
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https://www.amazon.de/gp/product/B002X6D…e?ie=UTF8&psc=1

9

Montag, 11. März 2019, 07:42

Hallo,lass Dir nicht zuviel von you-Tube sagen-vergiss nicht das meisten ,,alte Hasen,,sind und Jahrelange Erfahrung haben.Soll heissen-sie haben schon im Gefühl,wieviel Verdünner,wieviel Druck,welcher Abstand usw.Einen Notbehelf könnte ich Dir geben.Wenn du das Modell lackiert hast und die Farbe ,,nur,,rauh ist-trocknen lassen.Fein abziehen und Klarlack drüber.Zum üben kannst Du Dir zb in der Bucht Bastelschrott billig an Land ziehen.Dann hast du gleich noch ein Opfer für Spachtelversuche,neue lacke,Patina,Beulen usw.

Viele Grüsse Staubanbeter

10

Montag, 11. März 2019, 08:36

Ich möchte diese Trocknungsverzögerer ausprobieren. Jetzt habe ich Farben von Revell, Tamiya und Valejo.

Benötige ich für alle Farben den Retarder des jeweiligen Herstellers? Das geht ja ganz schön ins Geld. Oder geht auch einer für alle?
Ist denn der Valejo Retarder das selbe wie der Flow Improver?

Beiträge: 117

Realname: Konstantin

Wohnort: Taufkirchen

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11

Montag, 11. März 2019, 10:38

Wenn alles Acrylfarben auf Wasserbasis sind geht der Vallejo-Verzögerer prinzipiell auch für die Farben der anderen Marken.
Ich hab ja auch noch Revell Aqua Color - die sind ja deutlich dicker als die Vallejo und nehme sie eigentlich nur noch für Pinselauftrag (Tamiya kenn ich nicht) --> aber mit denen benutze prinzipiell ich auch den Vallejo-FlowImprover.
Einfach ausprobieren wie es mit Tamiya funktioniert.

Ich konnte in der Wirkung bei beiden keinen großen Unterschied erkennen - hatte den Verdünner damals aus Versehen bestellt, wollte eigentlich den Retarder.
Wenn du neu bestellst nimm den Flow Improver.

Beiträge: 1 649

Realname: Marcel

Wohnort: Burgau, Schwaben

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12

Dienstag, 12. März 2019, 07:40

Hallo,

ich benutze zum verdünnen von lösungsmittelhaltigen Lacken immer normale Nitroverdünnung aus dem Baumarkt.
Für Farben auf Wasserbasis nehme ich destilliertes Wasser.
Marcel

Ich kann nichts dafür, ich bin so!

Beiträge: 31

Realname: Sebastian

Wohnort: Bayerischer Wald

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13

Dienstag, 12. März 2019, 12:59

Servus,

bei der Nitroverdünnung stimme ich Marcel zu, das destillierte Wasser würde ich aber durch (Brenn-) Spiritus ersetzen,
da er dünnflüssiger als Wasser ist und so ein besseres Spritzbild gibt, und er ist in jedem Baumarkt zu haben.


Zugegeben, meine Erfahrung beziehen sich hier nur auf Leitungswasser, das ist bei mir aber recht weich, was dann insgesamt
keinen Unterschied zum Destillat machen dürfte, was Fließfähigkeit angeht. (Oder?)

Grüße,
Sebastian
"Wenn du den Baum siehst, in den du rein fährst, hast du untersteuern. Wenn du ihn nur hörst, hast du übersteuern" Walter Röhrl


Grüße aus dem schönen Bayerischen Wald

14

Dienstag, 12. März 2019, 13:17

Auch im weichen Leitungswasser sind noch Kalk, ggf. Chlor, Schwebstoffe aus der Leitung und anderes enthalten. Wer einen Kondenswäschetrockner hat, kann das dort aufgefangen Wasser nutzen, das ist schon sehr sauber.
P.S.: das eignet sich auch hervorragend für das Dampfbügeleisen der besseren Hälfte.
Gruß, Olaf

Im Bau Zerstörer Mölders 1:100 scratch
Fertig: Hachette U96 1:48, Academy Graf Spee 1:350, VIIc 1:350

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Mittwoch, 13. März 2019, 11:17

Wer einen Kondenswäschetrockner hat, kann das dort aufgefangen Wasser nutzen, das ist schon sehr sauber.
Tja, da hätte ich wiederum Bedenken. Wenn ich das Prinzip des Kondenswäschetrockner richtig verstehe, wird doch das in der Wäsche vom Waschvorgang verbliebene Wasser kondensiert. Es würde mich nicht wundern, wenn dieses noch Spuren von Waschmittel, Weichspüler etc. enthielte. Zum anderen las ich auch, dass sogar von der Verwendung im besagten Dampfbügeleisen abzuraten sei, da das Kondenswasser immer noch kleinste Flusen enthält. Was ich mir durchaus vorstellen kann, denn das Flusensieb im Trockner wird mit Sicherheit keine vollen 100% rausfiltern.
Meine Methode für die Verdünnung der Revell Aquas: destilliertes Wasser (aus der Drogerie, 1 l kostet weniger als 1 EUR) und Brennspiritus 1:1 mischen, und zum Verdünnen verwenden - fertig. Allerdings verwende ich die Aquas kaum noch. Ich habe für mich die Tamiya-Acrylfarben wiederentdeckt. Und dafür geht dann handelsübliches Isopropanol 99%.

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Samstag, 16. März 2019, 20:37

Vielleicht könnt ihr an dieser Stelle noch eure Erfahrungen zum Thema Grundierung preisgeben. Also grundiert habe ich. Frage dazu, wie schleift ihr die Grundierung? Ich würde mit 3000er dran gehen für eine schöne glatte Oberläche für die Lackierung. Oder ist das schon zu fein und die Farbe hält nicht gut? Danke für eure Meinungen.

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