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91

Montag, 9. Juli 2018, 09:37

Auch das wird wieder ein Meisterstück! Ich bin auf das gedrakte Endergebnis gespannt.

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


92

Montag, 9. Juli 2018, 09:57

Was für ein Glück, dass sie sich aus 2 Hälften zusammensetzt und innen hohl war.


Stimmt. eine andere Möglichkeit wäre es daher gewesen, die beiden Schalen mit glasklarem Kunstharz abzugießen, zusammenzufügen und zu bemalen. Leider gelingen mir unerklärlicherweise Abgüsse mit klarem Gießharz immer noch nicht zu meiner Zufriedenheit. Blasenbildung und vor allem nicht komplett aushärtende Oberflächen. Sollte hier jemand ein Produkt empfehlen können, wäre ich für einen Hinweis sehr dankbar.

Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

93

Dienstag, 10. Juli 2018, 10:23

Und da ist sie, die fertige Lampe. Man beachte auf dem zweiten Foto das geometrische Lichtspiel in ihrem Inneren!





Ich habe mich noch einmal auf die Suche nach klarem Giessharz gemacht. Nicht, dass es dergleichen nicht gäbe. Eher ist es das Problem, eines herauszufinden, das für die spezifischen Zwecke des miniaturistischen Modellbauers geeignet sein könnte. Und natürlich muss man wählen, ohne vorher zu testen. Auch brauche ich sehr kleine Mengen. Ich will ja keinen Babyschuh für ewige Zeiten in Kunstglas gießen. Mein letztes Gebinde (1 kg) ist mir in der Dose zu geronnen. Ein Problem sind auch die teilweise komplizierten Mischungsverhältnisse zwischen Harz und Härter. Tatsächlich bin ich ja schon bei 2:1 mathematisch stark herausgefordert.
Heute erwarte ich ein kleines Paket, dann wird es demnächst neue Versuche in Modellglas geben.

Schmidt
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94

Dienstag, 10. Juli 2018, 15:21

Die Lampe ist der Hammer, vor allem das letzte Bild zeigt eigentlich alle Vorteile von KristalClear.
Besser wird es mit transparentem Gießharz sicher nicht, aber das Ergebnis Deiner neuen Versuche
interessieren mich dennoch sehr, da nicht immer ein Hohlkörper zur Verfügung steht.
:ok:
Schönen Gruß, Steffen

Im Bau: Le Glorieux 1:150 von Heller
Fertig: HMS Beagle 1:96, Gorch Fock 1:253, HMS Victory 1:225, Cutty Sark 1:350
Nach dem Modell ist vor dem Modell: USS Constitution 1:96 von Revell, in Warteposition.


95

Dienstag, 10. Juli 2018, 17:24

Moin Schmidt,

Deine Laterne ist großartig geworden :respekt:
Ich hätte vielleicht noch eine Idee, die vielleicht für Dich von Interesse sein könnte. Versuche doch mal, ob sich der transparente, UV-härtende Epoxyd-Kleber wie z.B. Bondic von Deinen Silikonformen trennen lässt. Wenn ja, könntest Du die Scheiben der Laterne in der Form einzeln füllen, härten, etwas weiter drehen, füllen, härten usw. Im Ergebnis hättest Du dann eine sehr dünnwandige und möglicherweise nicht klebrige Halbschale. Ich hoffe, mich einigermaßen verständlich ausgedrückt zu haben... :nixweis:

Viele Grüße
Lars

96

Dienstag, 10. Juli 2018, 18:33

Absolut verständlich ausgedrückt. Wie schnell härtet denn dieses Zauberzeug?
Schmidt
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97

Mittwoch, 11. Juli 2018, 07:54

Moin Schmidt,
Unter UV-LED-Beleuchtung sofort - sonst hast Du alle Zeit der Welt.
Beste Grüße
Lars

98

Mittwoch, 11. Juli 2018, 10:42

Bondic ist gut ... aber bei so feinen Anwendungen habe ich meine Zweifel ... zumindest härtet es bei mir nicht im Sinne von "hart" , wie Styreneplastik, aus sondern bleibt mit einer gewissen Restflexibilität ... was für Klebeverbindungen ja gut ist ...
Auch die Aushärtung mit der beiliegenden UV-LED dauerte schon einige Zeit ... deutlich länger als angegeben.
Vielleicht hatte ich Pech und habe ein überlagertes Produkt erwischt ? Obwohl es angeblich ohne UV nicht aushärtet.

Die Laterne sieht so um Welten besser aus als das ursprüngliche Bausatzteil ! Ein richtiges Schmuckstück.
Hast Du sie vorher von innen her ausgedremelt ?
Ich frage deshalb weil ausgerechnet diese Rundteile manchmal irre dicke Wandstärken haben.

Durch die Makrobilder sieht das alles so leicht aus ... tatsächlich ist der Laternenkörper kleiner als ein Centstück .. und die freigestellten Stege vermutlich nur einen halben Millimeter stark.
Da solltest Du mal einen Referenzcent daneben stellen um zu zeigen wie filigran diese Arbeit wirklich ist.

Durch Deine Frage bin ich wieder mal auf die Suche nach klarem Gießharz gegangen ....
bin bei dieser Adresse gelandet weil sie klare Gießharze aus unterschiedlichen Basismaterialien anbieten.
https://www.harzspezialisten.de/Harze/glasklare-Giessharze/

Die haben eine Hotline ... vielleicht haben sie ja eine gute Idee für Dich.
Die Produkte scheinen mir in brauchbaren Gebindegrößen, so daß man nicht gerade eine Kuh kaufen muß um einen Liter Milch zu trinken.
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

"When all else fails ... Read the instructions" ( LINDBERG 1965 )

Youth, talent, hard work, and enthusiasm are no match for old age and treachery !
( In memoriam Prof. John A. Tilley, † 20.07.2017 )

99

Mittwoch, 11. Juli 2018, 11:51

Zunächst vielen Dank für die interessanten Produktinformationen. Ich werde dem nachgehen. Gestern blieb die Post verschollen. Heute sollte dann das erste Ergebnis meiner eigenen Gießharz-Recherchen hier eintreffen.
Ein Foto mit Referenz-Cent (Referencent?) folgt auch.
Die Wandstärke der Lampe war wirklich enorm. Leider hatte ich sie schon zusammengeklebt. Es wäre ansonsten wirklich anzuraten gewesen, etwas Material wegzunehmen. Das ist allerdings keine so einfache Maßnahme, man sieht ja von innen nicht, wann man „durch“ ist. Keine schlechte Idee wäre es vielleicht auch gewesen, Abgüsse herzustellen und die mit Resin "auszuschwenken". Ich habe das allerdings bis jetzt nur mit wesentlich größeren Teilen gemacht.
Bei der Gelegenheit: Ich besitze leider keine Originale mehr von den Hecklaternen der Prince. Wenn mir die jemand ausleihen könnte, wäre ich ihm sehr verbunden.
Schmidt
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100

Mittwoch, 11. Juli 2018, 13:09

Die ketzerische Frage ist, ob in diesem Zeitalter die Laternen mit klarem Glas ausgestattet waren. Es könnte eher sein, dass damals auf Glimmer/Mica zurückgegriffen wurde, welches billig, schlagfester und vor allem wärmeunempfindlich ist. Das ganze wäre dann transluszent aber nicht transparent. Glas war zwar schon bekannt, aber das Herstellen großer Scheiben im Schleuderguss noch extrem aufwendig und dann auch mit der Butze in der Mitte. Oder als Platte gegossen sehr dick und auch die Oberfläche wie gesandstrahlt. Selbst um 18hundert war das noch nicht so wie wir es uns immer vorstellen. Von den Glasscheiben eines Wracks eines britischen Linienschiffes war nur die Hälfte mehr oder weniger transparent, verschiedene Färbungen, teilweise weiß-milchig und alles sehr uneinheitlich. Und hier sind wir nochmals 200 Jahre früher dran.
https://de.wikipedia.org/wiki/Glimmergruppe:
Aufgrund der leichten Spaltbarkeit entlang der Schichtebenen lassen sich Glimmer in dünne transparente Scheiben aufspalten. Wo Glimmer leicht und zu günstigen Preisen erhältlich, Glas dagegen zu teuer war, wurde das Mineral insbesondere in ländlichen Gegenden für Fensterscheiben verwendet.
Aufgrund des hohen Schmelzpunktes des Minerals fand es vor Verbreitung des feuerfesten Glases unter anderem Anwendung als Sichtfenster in Zimmeröfen, als Glasersatz für Inspektionsfenster in industriellen Schmelzöfen oder als Schutzglas von Laternen.


Wenn es trotzdem transparent sein soll damit es geil aussieht, dann ist das aber auch ok.

Lieber Gruß, Daniel
... keine Angst, der will doch nur spielen ...



Feinste Ätzteile für HMS Victory 1:100
http://www.dafinismus.de

101

Mittwoch, 11. Juli 2018, 14:41

Ein bedenkenswerter Einwand! Wäre das Modell im Maßstab 1:50, würde ich mich jetzt auf die Suche nach Glimmer machen, aber bei 1:150 bleibe ich wohl besser bei Als-ob-Glas, um die Illusion zu befördern.
Eben ist übrigens das neue Klarsichtharz eingetroffen.
Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
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102

Mittwoch, 11. Juli 2018, 16:11

Moin,
Ich habe vor einiger Zeit in Venedig eine Hecklaterne aus dem 17. Jhd. gesehen, die eindeutig verglast war. Beeindruckend fand ich besonders die Größe. Eigene Abbildungen habe ich leider keine zur Hand. Wer ein wenig im Internet sucht, findet drei venezianische Hecklaternen einer Galeere aus dem 17. Jhd. die ebenfalls verglast sind. Den Link stelle ich aus Gründen des Urheberrechts hier lieber nicht an...
Beste Grüße
Lars

Beiträge: 3 343

Realname: Franz Holzhauser

Wohnort: Bad Hönningen

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103

Mittwoch, 11. Juli 2018, 16:38

Wobei sicher keiner sagen kann, ob in diesen Hecklaternen heute noch
das Original"glas" von damals drinne ist...
der Franz :abhau:


im Bau: Nao Victoria 1:50





104

Mittwoch, 11. Juli 2018, 19:58

Hey Schmidt,
die gewünschte Lampe kannst du von mir bekommen.
Grüße, Marcus
Im Bau: Plastik: Airfix HMS Prince 1:180

105

Mittwoch, 11. Juli 2018, 21:13

Moin,
Glas ist nicht immer leicht zu datieren - bei der Fassung ist es aber nicht ganz so schwer. Fenstergläser kannten schon die Römer, in den gotischen Kirchen gab es auch den einen oder anderen Quadratmeter (da allerdings aus kleineren Segmenten zusammengesetzt). Und zeitlich und räumlich recht nah zur Royal Louis wurden in Versailles sehr große Glasflächen für Fenster und Spiegel verbaut. Für eine Hecklaterne sollte das auch gereicht haben.
Viele Grüße
Lars

106

Mittwoch, 11. Juli 2018, 21:15

Mahlzeit!
Ich habe vor einiger Zeit in Venedig eine Hecklaterne aus dem 17. Jhd. gesehen, die eindeutig verglast war.

Venedig war damals das europäische Zentrum der Glasherstellung, ein guter Teil des Reichtums basierte darauf, kann gut sein, das man da für den eigenen Exportartikel Reklame gefahren ist und es bei den anderen nicht so war.
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

107

Donnerstag, 12. Juli 2018, 11:20

Moin,

Die Hecklaternen aus dem Amsterdamer Rijksmuseum bzw. dem Depot in Lelystad sind auch verglast. Entstammen allerdings eher dem späten 17. Jhd.
Gibt es denn überhaupt erhaltene Hecklaternen mit Glimmer-Fenstern?

Viele Grüße
Lars

108

Donnerstag, 12. Juli 2018, 12:18

Danke Daniel, daß Du das Thema angestoßen hast .. hochinteressant und vollkommen unerwartet weil man hinter Glimmer immer was "steinartiges" vermutet.
( Wobei es ja auch sehr feine graue Glimmerplatten in elektrischen Geräten gibt ... zum Beispiel Toaster. )

Ich glaube wir haben eine vollkommen falsche Vorstellung von Glimmer, dessen Durchsichtigkeit und damit Verwendbarkeit als Glas in Scheiben. ( Auf englisch übrigens Mica ... kennen wir sonst nur von Farben. )



Das ist ein Beispiel für eine "Verglasung" mit Glimmer in einer schweizer Armeelaterne ... voll klappbar, stabil, beweglich .. kann nach noch immer kaufen.



Gut, es ist in diesem Fall leicht gelblich-braun ... das hängt vermutlich von minimalen Beimengungen im Glimmer ab ... aber beim Betrachten wäre ich niemals auf die Idee gekommen, daß es sich um Glimmer handelt.

Vielleicht sind sogar noch weit mehr vermeintliche Glas-Scheiben eigentlich Glimmer.

Hier noch eine Fenster"verglasung" mit Glimmer in der Provence.

https://st3.depositphotos.com/2067097/14…in-provence.jpg

Auf die Distanz merkt man dann schon deutlich optische Verzerrungen durch das andere Material. Im Gegensatz zur Armeelaterne, bei der wohl nur sehr ausgewählt gute Qualitäten zum Einsatz kommen, sind hier die vielen unterschiedlichen Qualitätsstufen innerhalb des Glimmers erkennbar. Aber auch hier überrascht trotz der Verzerrungen die doch sehr hohe Klarheit, Durchsichtigkeit und hohe Lichtdurchlässigkeit.

Mehr Informationen in folgenden Links:
https://www.scherning.de/Lampen/Kerzenlaterne.htm
https://www.pelam-forum.de/thread/18033-…aterne-endlich/

Auf den Einsatz als Lampen- oder Fensterglas bei Modellen kann ich daraus aber nur schließen, daß im Grunde jede Art durchsichtiges Plastik, Harz als eine akzeptable Wiedergabe verwendbar ist.

DIe jetzt mit KristalClear versehene Laterne ist vom "Glas"eindruck eigentlich perfekt nah am Original ... soweit man das vermuten kann.
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

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109

Donnerstag, 12. Juli 2018, 12:46

Hallo zusammen! :wink:

Ich habe mich bereits vor einiger Zeit mit einem befreundeten Kunsthistoriker über das Thema unterhalten. Er sagte mir damals schon, dass es sich bei Schiffsfenstern relativ wahrscheinlich häufig um Glimmer gehandelt hat. Zum einen, da stabiler, zum anderen da billiger. Beim Hausbau und den Fenstern kam es ebenso zum Einsatz. Wobei ich Glas aber nicht ausschließen möchte, vermutlich je nach Bezugsmöglichkeit oder finanziellem Rahmen hat man auch dieses verwendet. Dass man bereits im Mittelalter sehr schönes und sogar auch klares planes Fensterglas herzustellen vermochte, habe ich bei einer Führung in der Kathedrale von Salisbury gerade aus nächster Nähe gesehen: Die Scheibenstücke der Bleiverglasungen waren teilweise noch original, es wurden von außen später zum Schutz moderne Fenster vorgesetzt. Die alten dahinter sind aber noch gut erhalten, selbst die Bemalungen. :ok:

Schöne Grüße
Chris :ahoi:
"Go and tell Lord Grenville that the tide is on the turn. It's time to haul the anchor up and leave the land astern. We'll be gone before the dawn returns. Like voices on the wind..." (A. S.)

"Mayflower"

"La Santissima Madre"



110

Montag, 16. Juli 2018, 10:30

Im Moment kommen die Nachteile der Ölbehandlung zum Tragen, die viele Modellbauer davon abhalten, sich mit dem Material zu befassen. Beim normalen Öldraken wird die aufgetragene Farbe ja beinahe vollständig wieder abgewischt, so das das Modell praktisch unmittelbar nach der Behandlung wieder berührt werden kann. Ich selbst hatte beim Ludwig mit nachträglichen Lasuren (Auftrag stark verdünnter Ölfarbe OHNE abwischen) gearbeitet muss jetzt die Folgen tragen: Erst nach zwei Wochen ist die Farbe einigermaßen angetrocknet und das Modell glänzt nicht mehr wie die allseits zitierte Speckschwarte. Hier zwei Aufnahmen, die die Oberflächenstruktur und die zusätzlichen Ornamente an der Galion und am Heck nach der Farbbehandlung zeigen.





Schmidt
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111

Montag, 16. Juli 2018, 10:53

Sehr schöne warme, und vor allem sehr weich wirkende Farbtöne.

Dieser besondere Effekt ist wohl wirlich bloß mit dieser speziellen Methode zu erzielen.

Immer wieder ein Genuss!
:schrei: "Kleine Schiffe zu bauen führt bloß zur Vergeudung von Jungholz"
(Gustav II. Adolf, König von Schweden; 1611 - 1632)

Eine großartige Modellbauzeit wünscht
Ray

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112

Montag, 16. Juli 2018, 10:58

Kompliment und ansonsten sprachlos...
der Franz :abhau:


im Bau: Nao Victoria 1:50





113

Dienstag, 17. Juli 2018, 12:28

Thema glasklar Gießen
Die folgenden Beitrag hätte ich auch in einem anderen Baubericht oder in einer anderen Rubrik posten können, denn das Problem und seine eventuelle Lösung sind ja nicht auf ein einzelnes Modell beschränkt.
Zunächst mal die gute Nachricht. Es IST möglich, mit überschaubarem Aufwand einwandfreie glasklare Teile zu gießen.
Hier das Produkt, mit dem mir das gelungen ist. Alle Sachinformationen und Bezugsquellen sind dem Foto zu entnehmen.



Es gibt dieses Produkt, von dem wir in der Regel nur sehr wenig brauchen, in einem passenden Gebinde für unter zwanzig Euro. Das Mischungsverhältnis beträgt leicht bekloppte 100:55, aber mit einer Feinwaage, die man im Netz für deutlich unter zehn Euro bekommt, lassen sich auch solche Mischung Verhältnisse bewerkstelligen. Gewöhnungsbedürftig ist, dass die Abindezeit nicht wenige Minuten, sondern mindestens einen Tag, besser sogar mehrere Tage beträgt. Man darf auch die Form nicht mit einer Polystyrol-Platte „deckeln“, denn daran bleibt das Gussteil kleben. Ich habe dann stattdessen die Rückseite einer anderen, passenden Form genommen.
Hier ein erster Versuch mit den Hecklaternen der Prince von Airfix. Die Lampe rechts ist in Analogie zu dem Modell im Londoner Museum bemalt, links ein Abguss in klarem Resin. Natürlich müsste die Lampe noch weiter bemalt werden.
Was ist nun schöner? Die große Frage, nachdem die sogenannten technischen Probleme geklärt sind.



Auf dem Foto unten die Fensterzeile der kleinen Staatenjacht von Pyro. Die sehr sehr feinen, leicht erhabenen, rautenförmigen Leisten sind deutlich abgeformt. Damit hatte ich kaum gerechnet, da das Material im flüssigen Zustand erheblich weniger „beweglich“ wirkt als das Resin, mit dem ich ansonsten immer arbeite.



Und hier ist eine der Scheiben heraus getrennt und ins Heck des Ludwig eingesetzt. Die Kanten und die diagonalen Leisten müssten noch hervorgehoben werden.



Und wieder die böse Frage: Ist das schön?

Zum Vergleich die selben Fenster, in Resin abgegossen und bemalt.



Schmidt
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114

Dienstag, 17. Juli 2018, 12:54

Moin,
Und wieder die böse Frage: Ist das schön?
Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters.
Die Frage die sich mir stellt ist, kann man die klaren Abgüsse überhaupt sauber bemalen (geht bestimmt) aber wie öldraken ohne die Scheiben zu zu schmieren? Ist es dann nicht besser ein sauber gebautes, bemaltes und abschließend geöldraktes Fenster-Rahmenteil mit Kristal-Clear zu verglasten?
Ansonsten handwerklich wieder Top und gut erklärt!

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


115

Dienstag, 17. Juli 2018, 12:55

Hi Schmidt,
Mir gefallen die Lampe und das gegossene Fenster gut.
In der Ludwig eingesetzt wirkt es zu dick für mich. Bleibt abzuwarten wie es fertig bearbeitet wirkt.
Die Resinvariante finde ich hier noch am Besten.

Bei diesen Rautenfenstern würde ich wieder mein Fliegengitter vorschlagen. Zu Rauten verbogen kommt die Gitterstruktur nicht so stark zur Geltung. Dann bemalen und anschließend mit dem neuen Gießharz hauchdünn drüber.
Meine Versuche mit CC für die Prince waren nicht überzeugend.
Nur so als Idee.
Grüße, Marcus
Im Bau: Plastik: Airfix HMS Prince 1:180

116

Dienstag, 17. Juli 2018, 15:45

Im Moment sind das die ersten Schritte mit dem Material ... muß erst noch ein wenig getestet werden.

Beide Klarsichtteile finde ich deutlich besser ... die farbliche Gestaltung ist bisher noch nicht auf dem Level des bemalten Originalteils ... also nur schwer vergleichbar. Zum Beispiel die Schmuckelemente auf dem Glas der Laterne.

Eine weitere Möglichkeit wäre es noch die Laternenhalbkörper einzeln abzuformen ... ob das eventuell eher einen Hohlkörper wiedergibt ?

Die Möglichkeiten der Laterne könnten sich an entsprechenden Verstrebungen der Verglasungen bei Flugzeugkanzeln orientieren ... da ist noch enorm viel drin ... bin überzeugt, daß das letztendlich wesentlich besser wird als das Plastikteil.

Gleiches gilt für die Scheiben ... wenn da erst mal die gleichen Verstrebungen draufgemalt sind, es dann eingebaut ist und einen dunklen Hintergrund hat ... dann wird sich durch die teiltransparenten Bereiche voraussichtlich ein wesentlich tieferes räumliches Erscheinungsbild ergeben als es das Bausatzrumpfteil je könnte.
( könnte auch bei der Staatenyacht noch eine Ecke Realismus oben draufsetzen ... ohne dabei das nächste Plastikgemetzel in Gang setzen zu wollen )

Ich kann überhaupt keinen Grund erkennen warum eine Technik, die bei Autos, Flugzeugen und Modelleisenbahnen schon seit Jahrzehnten überzeugend funktioniert, ausgerechnet bei Schiffen nicht funktionieren sollte ... ich freu mich richtig drauf ! Es gibt ja schon einige Schiffsmodelle, die das eindrucksvoll zeigen. Wenn ich mir zum Beispiel die feinen Decksaufbauten der Fauvette ansehe ist das mehr als überzeugend.
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

"When all else fails ... Read the instructions" ( LINDBERG 1965 )

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( In memoriam Prof. John A. Tilley, † 20.07.2017 )

117

Dienstag, 17. Juli 2018, 17:06

Moin! :wink:

Sehr, sehr spannend, und ich freu mich erstmal, dass Du -so scheint es- endlich das passende Material gefunden hast :five: . Übrigens ist Revell/ Zvedzda bei der Pearl/ Pirate Ship bereits den "Flugzeugkanzelweg" gegangen und hat die Hecklaternen, zumindest den Glasteil, als Klarteil im Bausatz. Allerdings war das dann auch eine fast (für mich) unlösbare Aufgabe, die Metallstreben auf dem Gußteil sauber zu bemalen. Hier (Post 384) mal der erste Versuch. Da ich damit aber nicht sonderlich zufrieden war, hatte ich die Teile dann nachbestellt und dann mit schwarzem wasserfesten Stift aufgemalt, das ging deutlich besser, anschließend mit Klarlack versiegelt.
Und hier (Post 66) einfach nochmal kurz zur Ergänzung, welche Technik mir schon häufig gute Ergebnisse beim Herstellen von Fenstern geliefert hatte. Nur so, da es mir gerade wieder einfiel... ;)

Bin gespannt, was Du da noch zaubern wirst! 8o

Schöne Grüße
Chris :ahoi:
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"Mayflower"

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118

Mittwoch, 18. Juli 2018, 20:46

Scheibchen, Scheibchen in der Wand,
welch' ist das Schönste im ganzen Land?



Schmidt
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119

Mittwoch, 18. Juli 2018, 21:08

Für mich eindeutig die rechte Scheibe :ok:
:schrei: "Kleine Schiffe zu bauen führt bloß zur Vergeudung von Jungholz"
(Gustav II. Adolf, König von Schweden; 1611 - 1632)

Eine großartige Modellbauzeit wünscht
Ray

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Wohnort: Bad Hönningen

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120

Mittwoch, 18. Juli 2018, 22:02

Für mich auch...
der Franz :abhau:


im Bau: Nao Victoria 1:50





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