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151

Samstag, 18. Juli 2015, 11:08

Hallo Mickey,

hier wie versprochen die Infos:

Abmessungen der Spanten mittschiffs:

Floor futtock: 12.5'' (12.5'')
First futtock: 13'' (13'')
Second futtock: 11'' (11'')
Third futtock: 10.75'' (10.5'')
Fourth Futtock: 10.5'' (10.25'')
Top timber: 10.25 (10.25)

Die Maße stammen aus Elements of Naval Architecture (Steel), 1805 und Shipbuilders Repository, 1788
Quelle: Allan Yedlinsky: Scantlings of Royal Navy Ships 1719-1805; Seawatch Books, 2014

Zu Deinen Spanttests. Die Ergebnisse sehen richtig klasse aus. Mir sind jedoch einige kleine Fehler aufgefallen, die Du problemlos bei den richtigen Spanten berücksichtigen kannst.

Floor Futtock: die Aussparung für das Keelson gibt es bei echten Spanten nicht. Sie ist eine Hilfe für die Ausrichtung der Spanten am Querschnitt, die man theoretisch auch mit einer zweistufigen Helling erreichen kann.
Ich weiß nicht, ob Du auch für das Full Hull Project freigeschaltet bist, wenn ja, verwende für Dein Modell die Spantzeichnungen. Sie sind korrekt.

Chocks: Deine Chocks sind viel zu klein; den gleichen Fehler hatte ich bei meinen ersten Tests auch gemacht. Antscherl gibt für die Swan Class Sloops 2ft (24') an. Die Länge solltest Du min. anhalten, da die Sloops deutlich kleiner als eine 28 Kanonen Fregatte waren. Die Dicke beträgt 2/3 der Spantsärke.
Die Dübelung ist nicht korrekt, diese wurden diagonal angeordnet. Der Abstand zwischen den Dübeln beträgt 1/3 der Sapntbreite und jew. für den halben Chock 1/3 der halben länge (4'').

Spacing Chocks: Diese sitzen bei meiner Sloop 7'' über und 9'' unter der Verbindung zwischen zwei Futtocks. Wie lang sie waren, habe ich nicht herausgefunden. Ich würde mich an der Darstellung des Originalplans orientieren.

Weiter so, ich freue mich schon auf Deine Fortschritte. Wenn ich genug Holz habe, baue ich zu meiner Sloop auch noch einen Querschnitt, da viele Details am fertigen Modell fast nicht mehr sichtbar sind.

P.S.:
Ich würde mir nach den Studien doch noch mal überlegen, ob Birne oder Elsbeere nicht besser aussehen. Du steckst so viel Zeit, Geduld, Mühe und auch Teuros in das Projekt, dass die paar Cent sich lohnen.
Gruß Christian

in der Werft: im Moment nichts


"Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

152

Sonntag, 19. Juli 2015, 00:53

Hallo ihr Lieben. :wink:

Zunächst danke ich Euch für Lob und Tadel. :hand:

@ Johann:

Das hast Du ganz richtig gelesen. Im Großen und Ganzen geht es mir bei dem Bau hauptsächlich um die technische Umsetzung. Also korrekt erfasst: Studienobjekt.
Ebenso korrekt ist es, die Schnitte besser in Elsbeere, Birne, oder eines der anderen Idealhölzer zu bauen.
Dem kann und will ich auch gar nicht widersprechen. Von daher gibt es auch absolut keinen Grund, etwas übel zu nehmen.
Gute und auch gut gemeinte Ratschläge kann man ja gar nicht oft genug bekommen - selbst wenn man schon eine Weile dabei ist, denkt sicher Niemand immer an Alles, richtig?

@ Bernd:

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, bist Du wohl der einzige hier, dem die Buche sogar ein wenig zusagt?
Natürlich gefällt mir die Elsbeere ebenso gut, allerdings ist die Beschaffung wie auch der Preis leicht problematisch.

@ Christian (jollyroger):

Was Du nicht sagst. Ich habe da auch immer einen riesen Respekt vor - nach wie vor! :D

@ Heiko:

Nunja, wenn man es Arbeit nennen möchte...Arbeit ist das doch immer. Ob ich nun akriebisch einen Plastik- oder Holzbausatz baue oder Dies hier.
Und ist es nicht gerade das, was unser geliebtes Hobby ausmacht?

@ Christian (Holzwurm):

Dir ganz besonderen Dank!
Das sind genau die Info's die ich gesucht habe. Vielen Dank für's nach schauen.

Ich habe im MSW den vollen Zugang und daher also auch zu dem Full Hull Project.
Ich werde also alle Spanten aus diesem Projekt neu zeichnen. Die Chocks werde ich bei der Gelegenheit auch gleich noch vergrößern.

Zu den Spacing Chocks möchte ich darauf hinweisen, dass ich die Maße vom Originalplan abgenommen habe. :nixweis:

Ich habe vorhin auch gleich einen Spant umgezeichnet unter der Berücksichtigung Deiner Info's und Hinweise.





Nicht wundern, dass die Top Futtocks so kurz sind! Dieser Spant trägt noch eine Stüclpforte!
Weiter habe auch noch den Cross Chock eingezeichnet.

Wegen der Dübelung schaue ich dann bei Zeiten - habe ja eh noch keine Fortschritte bei der Fertigung gemacht.

Bin gespannt, was Du / Ihr dazu sagt. 8o

lg Mickey
Im Bau: Black Pearl
Im Bau: H.M.S. Triton

153

Sonntag, 19. Juli 2015, 09:02

Der Übergang zum Top Timber passt noch nicht. Die 1/3 Teilung des Spants gilt auch hier. Bei der Länge muss ich passen. Ich hatte dazu mal etwas gelesen, finde es aber nicht mehr.
Wenn Du auch nach dem Querschnitt in der Richtung basteln möchtest, kann ich Dir nur die Bücher von David Antscherl und/oder Edward Tosti empfehlen.

Ansonsten wünsche ich Dir viel Spaß beim Bau. Deine Vorarbeiten und Überlegungen haben sich gelohnt.
Mir juckt es auch schon gewaltig in den Fingern. Doch bis dahin muss ich erst noch eine Menge zeichnen :heul:
Gruß Christian

in der Werft: im Moment nichts


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154

Sonntag, 19. Juli 2015, 13:05

Stimmt.

Habe das beim Umzeichnen nicht berücksichtigt - ist aber auch eigentlich logisch. :bang:
Vielen Dank für den aufmerksamen Hinweis.

Bei der Länge dieser Laschung orientiere ich mich an anderen Plänen in Relation zur Größe.
Nach den Büchern werde ich gerne Ausschau halten. Von solcher Literatur kann man ja eigentlich nie genug haben.

Nach der "Triton" soll es aber eigentlich erstmal bei der "Black Pearl" weiter gehen.
Danach steht noch alles offen. Aber vermutlich ist es keine Überraschung, wenn ich bei dieser Richtung bleibe. Habe jedenfalls unheimlich Blut geleckt! :roll:

Was das Zeichnen angeht, so habe ich hier ja auch erstmal wieder reichlich vor der Brust. Ich quäle mich aber nicht von Anfang bis Ende da durch. Ich zeichne meist immer erst eine Weile, gehe an's Bauen und zeichne später einfach weiter, wenn das bisherige verbaut habe.
So bleibt die Abwechslung erhalten.

Ganz kritisch sehe ich bislang eigentlich nur noch die Dübelung. Wenn ich keine Lösung finde, muss ich den Querschnitt womöglich ganz ohne Dübelung bauen...was aber auch traurig und ein Armutszeugnis wäre.
Da achte ich auf jedes Detail, betreibe riesen Aufwand und dann scheitert es an soetwas Essentiellem wie den Dübeln. :verrückt:

lg Mickey
Im Bau: Black Pearl
Im Bau: H.M.S. Triton

155

Sonntag, 19. Juli 2015, 15:09

Woran scheitert das Dübeln? Ich finde es nur aufwendig, aber nicht wirklich schwer.
Gruß Christian

in der Werft: im Moment nichts


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156

Sonntag, 19. Juli 2015, 15:25

Hallo Christian, das hatte ich hier bereits erläutert.

Der Aufwand macht mir da keine Sorgen - wenn denn auch Etwas dabei rum kommt.

Worauf ja viele schwören, wäre das Byrnes-Zieheisen aus Übersee. Hier komme ich aber in die Problematik, dass die USA kein metrisches System verwenden, was bedeutet, dass ich mir auch noch passende Bohrer zulegen müsste.
Derzeit experimentiere ich noch damit, die Dübel mithilfe einer passenden Kanüle auszufräsen...mit durchwachsenem Erfolg.

lg Mickey
Im Bau: Black Pearl
Im Bau: H.M.S. Triton

157

Sonntag, 19. Juli 2015, 17:52

Es gibt aus Bambus bereits fertige Zahnstocher mit 0.8-0.9mm Durchmesser. Da musst Du dann gar nichts mehr ziehen.
Ich nutze Furnier in entsprechender Stärke und schneide mir quadratische Streifen, zwei, drei Mal durch das Zieheisen fertig. Richtig rund wird der Dübel beim Einschlagen ins Bohrloch.
Gruß Christian

in der Werft: im Moment nichts


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158

Sonntag, 19. Juli 2015, 20:56

Guten Abend Mickey,

das hast du richtig analysiert :smilie: Ich hatte - wie gesagt - allerdings erhebliche Probleme durch das Splittern des Holzes. :huh:

Beste Grüße

Bernd

159

Montag, 20. Juli 2015, 22:15

Hallo ihr Lieben.

@ Bernd:

Das mit dem Splittern lag sicherlich auch daran, dass bei deinem Maßstab nun wirklich nicht mehr viel Holz übrig war. Ehrlich gesagt frage ich mich auch, was an EINEM Splitter Buche noch weiter splittern kann... 8|
Aber Du hast schon recht. Für solche Arbeiten ist Buche eher ungeeignet.
Für meine Zwecke, mal vom ästhetischen Standpunkt abgesehen, ist die Buche eigentlich völlig ausreichend. Es ist hart genug um saubere Kanten zu erzielen und bislang ist bei der Bearbeitung auch noch kein Unfall passiert.
Mal abgesehen von den Versuchen mit dem Beitel. Das ist aber meiner Ungeübtheit mit dem Beitel geschuldet.
Auch die Bedenken über die Neigung zum Verziehen kann ich beruhigt zerstreuen. Mein Testspant, Welcher ja nun der Älteste ist - entstanden in Januar - hat nach wie vor die selbe Form und liegt auch noch genau auf der Schablone.
Spricht - Er hat die Form behalten. Und ich habe diesen Spant eigentlich nicht sonderlich geschont. Weder hat der Spant immer auf ebener Fläche gelegen noch sonst etwas. Im Gegenteil!

@ Christian:

Deine Literaturvorschläge habe ich mir angeschaut. Mein Lieber Herr Gesankgsverein!
Leicht erhältlich ist etwas Anderes. :rolleyes:

Bambus Zahnstocher und auch Furnier werde ich weiter verfolgen. Wobei 0,8mm noch zu groß ist, aber dann nicht mehr weit entfernt von 0,5mm

Zum Abschluss dann noch ein Update zu den Laschungen am Top Timber:



Ich denke, das kann man nun so lassen!?
Dein Hinweis auf die Full Hull Pläne hat mich aber ziemlich aus der Bahn geworfen.
Diese sind ohne Zweifel weit besser als die Pläne der Cross Sektion! Was aber erschreckend ist, Sie weichen voneinander ab!
Nehme ich z.B. Spant 0 von der Cross Sektion und lege Diesen über den Spant 0 des Full Hull sind die Beiden nichtmal annähernd gleich. Und ich rede nun nicht von der Abweichung beim Kielschwein.
Sie variieren in Höhe, Breite und Wölbung. Sogar der Kiel hat andere Abmessungen.
Bedeutet nun also, dass ich mit den Zeichnungen komplett bei Null beginne, denn das Umzeichnen der CS-Pläne würde mehr Aufwand bedeuten und am Ende passt dann doch wieder irgendetwas nicht weil Konvolut zweier Plangruppen.

Den Bau des ersten Spants werde ich dann wieder wie gewohnt ausführlich dokumentieren.


lg Mickey
Im Bau: Black Pearl
Im Bau: H.M.S. Triton

160

Dienstag, 21. Juli 2015, 11:09

Hallo ihr Lieben.
Deine Literaturvorschläge habe ich mir angeschaut. Mein Lieber Herr Gesankgsverein!
Leicht erhältlich ist etwas Anderes.

Wenn Du Spaß an dieser Art Modellbau hast, dann lohnen sich Aufwand und Anschafffung

Zitat


Zum Abschluss dann noch ein Update zu den Laschungen am Top Timber: [...]
Ich denke, das kann man nun so lassen!?


Jupp. Das Ergebnis sieht stimmig aus.

Zitat


Dein Hinweis auf die Full Hull Pläne hat mich aber ziemlich aus der Bahn geworfen.
Diese sind ohne Zweifel weit besser als die Pläne der Cross Sektion! Was aber erschreckend ist, Sie weichen voneinander ab!
Nehme ich z.B. Spant 0 von der Cross Sektion und lege Diesen über den Spant 0 des Full Hull sind die Beiden nichtmal annähernd gleich. Und ich rede nun nicht von der Abweichung beim Kielschwein.
Sie variieren in Höhe, Breite und Wölbung. Sogar der Kiel hat andere Abmessungen.
Bedeutet nun also, dass ich mit den Zeichnungen komplett bei Null beginne, denn das Umzeichnen der CS-Pläne würde mehr Aufwand bedeuten und am Ende passt dann doch wieder irgendetwas nicht weil Konvolut zweier Plangruppen.


Das tut mir leid.
Ich hatte die Pläne nie verglichen. Als ich mich mit dem Full Hull Modell beschäftigt habe, hatte ich nur festgestellt, dass es Abweichungen zum Originalplan gibt und die Kantspanten nicht problemlos geändert werden können. Damals fehlte mir noch das Wissen, um eine Rekonstruktion anhand des Originalplans zu erstellen. Da ich mit der Swan Class noch eine Alternative hatte, habe ich mich für ein Modell der Klasse entschieden. Vielleicht, wenn in ferner Zukunft die Fly fertig ist ... aber es gibt zu viele interessante Vorbilder.
Gruß Christian

in der Werft: im Moment nichts


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161

Samstag, 25. Juli 2015, 20:28

Guten Abend zusammen! :wink:

Christian, das braucht dir aber gar nicht leid zu tun. Ich beschäftige mich ja auch bereits seit Monaten damit und erst jetzt fällt mir das Ganze auf.
Zudem habe ich auch noch Unstimmigkeiten zu den Original Plänen gefunden. Sowohl bei den Cross Section- als auch bei den Full Hull-Plänen.

Das wird sicher noch richtig Lustig. Inzwischen versuche ich aus den beiden MSW-Plansätzen einen Angleich an die Originalpläne zu zeichnen.
Hätte ich eigentlich auch gleich eine komplette Rekonstruktion vornehmen können.

Aber was soll's? :D
Was ich allein schon beim Zeichnen darüber gelernt habe ist unbezahlbar. Und inzwischen sind auch gleich wieer soviele Fragen aufgekommen...da bin ich doch recht glücklich, dass eben diese Fragen nicht erst beim bau auftreten.
Von daher - kein Grund für Leid oder Bedauern! Alles richtig gemacht. :rolleyes:

Um ein wenig Abwechslung zum Spant zeichnen zu bekommen, habe ich mich auch noch an die Zeichnung für die zweistufige Helling und an den Disposition of Frames Plan gesetzt.

Augenkrebs garantiert!
Ausgangsmaterial war der Originalplan oder Etwas, dass ene schlecht aufgelöste Kopie Dessen sein soll.



Da weiß man zunächst gar nicht, ob man links, rechts oder ein paar Linien aus der Mitte als Anhaltspunkt nehmen soll.
Aber nach viel Rechnerei und vielen vielen Korrekturen bin ich zu einem ansehnlichem Ergebnis gekommen.



Denn auch bei beliebiger Vergrößerung bleiben die Linien dank Vektorgrafik scharf!



Und dank der Angaben zur Spantstärke von Christian, haben alle Spanten nun auch die korrekten Abmessungen.
Es fehlen noch einige Details wie z.B. die Spacing Chocks und auch die Dübelung möchte ich bereits einzeichnen.
Aber bei der Dübelung suche ich noch nach brauchbaren Angaben, wie Diese auf dem Spant verteilt sind.

Ausserdem, was auf dem Originalplan nicht eingezeichnet ist und auch auf den MSW-Plänen fehlt - sollten doch zwischen den Floor Futtocks - also zwischen den jeweiligen Spantenpaaren noch Füllhölzer liegen um die Bilge möglichst frei von Wasser zu halten.
Da weiß ich aber bislang nur, dass es das gab, jedoch nicht von wo bis wo, wie diese ausgesehen haben usw.

Soviel also zu dem Geleisteten der letzten Tage. In der nächsten Zeit werde ich wohl erstmal die Helling zusammen klöppeln damit wenigstens endlich mal wieder ein wenig Holzstaub durch die Wohnung weht... :cracy:

Die Admiralität vermisst das sicher bereits. :pfeif:

Falls Jemand, z.B. Christian nähere Infos zu meinen Fragen hat, würde ich mich sehr darüber freuen. :love:

lg Mickey
Im Bau: Black Pearl
Im Bau: H.M.S. Triton

162

Samstag, 25. Juli 2015, 20:46

Zitat

Da weiß man zunächst gar nicht, ob man links, rechts oder ein paar Linien aus der Mitte als Anhaltspunkt nehmen soll.


Als Ausgangspunkt benötigst Du nur die gestrichelten Linien, die Station-Lines. Diese definieren den Abstand zwischen den Spanten.

Meinst Du die Dübelung bei den chocks? Da hatten wir doch schon drüber gesprochen?

Zitat

Ausserdem, was auf dem Originalplan nicht eingezeichnet ist und auch auf den MSW-Plänen fehlt - sollten doch zwischen den Floor Futtocks - also zwischen den jeweiligen Spantenpaaren noch Füllhölzer liegen um die Bilge möglichst frei von Wasser zu halten.
Da weiß ich aber bislang nur, dass es das gab, jedoch nicht von wo bis wo, wie diese ausgesehen haben usw.


Yupp die Hölzer gab es, da sie kein statisches Element waren, werden sie nicht dargestellt. Sie füllen den Bereich bis zur Höhe des Floor Futtock aus. Ansonsten gab es nur noch Dübel für die Chocks zwischen den Spanten, die kannst Du getrost weglassen, da man sie am Modell nicht oder fast nicht sieht.

Deine Disposition of Frames sieht gut aus. Mich irritiert jedoch die Kieldarstellung. False Keel, Keel, Rising Wood. Die Spanten sitzen nur auf dem Rising Wood und gehen bis OK Kiel.
Gruß Christian

in der Werft: im Moment nichts


"Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

163

Sonntag, 26. Juli 2015, 13:14

Hallo Christian,

Als Ausgangspunkt benötigst Du nur die gestrichelten Linien, die Station-Lines. Diese definieren den Abstand zwischen den Spanten.

Nunja, günstigerweise liegen die Stations bei der Mermaid-Class ja immer genau zwischen den Doppelspanten. Aber welches Maß haben die Station-Lines?
Mag vlt. eine blöde Frage sein...aber über die Triton gibt es so wenig Informationen online...und entsprechende Bücher, welche so sehr in's Detail gehen, habe ich noch nicht.
Ich habe auch gelesen, dass bei britischen Kriegsschiffen der Abstand zwischen den Spanten immer = Breite der Spanten hätte.
Trifft aber auf diese Schiffsklasse leider nicht zu. War die Mermaid-Class ja ein völlig neues Experiment...daher sind allgemeingültige Aussagen leider nicht immer übertragbar.

Meinst Du die Dübelung bei den chocks? Da hatten wir doch schon drüber gesprochen?

Ja haben wir! Nicht aufregen! :D
Ich meine allgemein die Dübelung. Chocks (wie besprochen), Spacing Chocks und auch die Dübel zwischen Floor- und First Futtock.

Yupp die Hölzer gab es, da sie kein statisches Element waren, werden sie nicht dargestellt. Sie füllen den Bereich bis zur Höhe des Floor Futtock aus.

Aaaah! Das macht Sinn. Danke!
Ich werde mal noch eine Zeichnung dazu eistellen, damit du das für mich absegnen kannst, ja?

Deine Disposition of Frames sieht gut aus. Mich irritiert jedoch die Kieldarstellung. False Keel, Keel, Rising Wood. Die Spanten sitzen nur auf dem Rising Wood und gehen bis OK Kiel.
Aber ich habe die Anordnung vom Originalplan übernommen. Dort enden die Spanten ebenfalls auf dem Kiel.
War für mich nun auch nicht weiter von Interesse, da dieser Plan für mich nur die Position und Stärke der Spanten hergibt.
Falls ich hier nun völlig falsch liege oder etwas Entscheidendes fehlt, dass ich übersehen oder falsch verstanden habe, müsstest du das etwas näher erläutern. :nixweis:
Ich warte dann mal lieber so lange bis ich mit dem Bau der Helling beginne. Wollte ich eigentlich heut emit anfangen, ausgedruckt ist schon alles, aber bevor hier nun doch noch Fehler enthalten sind...


lg Mickey
Im Bau: Black Pearl
Im Bau: H.M.S. Triton

164

Sonntag, 26. Juli 2015, 20:26

Und gleich noch Etwas hinterher...der Mickey hat noch etwas Recherche betrieben.

Christian, zu deiner Irritation:
Soweit ich in Erfahrung bringen konnte, wurden auf solchen Plänen kein Keelson eingezeichnet.
Die Oberkante der Sponung diente als Oberkante vom Kiel worauf dann die Spanten aufgesetzt wurden.

Ich habe mich aber nun heute hauptsächlich darum gekümmert, die korrekten Abstände im Disposition of Frames zu ermitteln.
Als Grundlage habe ich deinen Hinweis auf die Stations verwendet.

Ab hier wird es nun also lustig:

Da der Profilplan der Triton selbst nur in sehr kontrastarmer Version im NMM zur verfügung steht habe ich auf den Plan der modifizierten Mermaid Class zurück gegriffen.



Hier kann man gut erkennen, dass zwischen den Loten 27 Stationen eingezeichnet sind. Mittschiffs, was ja der interessante Bereich ist, endet oder beginnt jede Station exakt zwischen den Doppelspanten.

Im folgenden Bild auch noch etwas besser zu erkennen an den vertikalen getrichelten Linien:



Bis zu diesem Punkt ist ja noch alles klar.

Daten Wikipedia: Länge Gundeck

- 124 ft 1 In - "H.M.S. Triton" 1771, modifizierte Mermaid-Class
- 124 ft 2 In - "H.M.S. Greyhound" 1773, modifizierte Mermaid-Class
- 124 ft 6 In - "H.M.S. Boreas" 1774, modifizierte Mermaid-Class
- 124 ft 0 In - Mermaid-Class Frigate

Leider sind die Längenangaben der Mermaid-Class nicht befriedigend.
Die Längenangabe des Gundeck sind auf die Klasse bezogen nur für den ersten Schwung angegeben.
Längenangaben für den Ersten und zweiten Schwung, also die drei Schiffe der modifizierten Version, existieren nur auf den Kiel bezogen.
Ist aber erstmal noch nicht tragisch.
Schlimmer ist da der Unterschied zwischen der Triton, Greyhound und der Boreas. Alles Schiffe der modifizierten Version und doch ganze 5 Inch Unterschied. Das sind beinahe 13cm.
Nun bin ich nicht ganz sicher, ob Dies zu der Zeit unter normaler Fertigunstoleranz fällt, die Daten Planwerte sind oder ob die Daten aus Wikipedia falsch und somit nicht belastbar sind.

Aber machen wir doch eifach mal mit den gegebenen Daten weiter!


Laut Wikipedia hat die "H.M.S. Triton" auf dem Gundeck eine Länge von 124 ft 1 Inch.
Schaue ich mir allerdings den Wikipedia-Eintrag der modifizierten Mermaid-Class an, steht dort als Länge des Gundeck

Ich ziehe hier die Länge des Gundeck zu Rate, da das Gundeck genau zwischen den beiden Loten liegt.

Berechnung:

Nun, 124 ft und 1 Inch entsprechen 37,82m oder etwas genauer 3782,54cm.
Wie oben erwähnt, ist die Triton zwischen den Loten in 27 Stationen unterteilt.
Also teilen wir die Gundecklänge durch die 27 Stationen und erhalten eine reale Länge von 140,09cm pro Station.
Diesen Wert rechnen wir dann noch schnell herunter auf den Maßstab von 1:48 und erhalten ein Maß von 2,92cm oder 29,2mm.

Prüfung:

Nun habe ich meinen herausgezeichneten sauberen Disposition of Frames-Plan herangezogen und dort eine Markierung mit der Breite von 29,2mm eingefügt.
Diese an einer Stationline ausgerichtet und das folgende Bild als Ergebnis erhalten:



Zu sehen dind die Spanten 1, 0 und A.
Die hellblaue Markierung entspricht den errechneten 29,2mm, die gestrichelte rote Markierung liegt an den Stationlines.

Hier stimmt also etwas nicht!

Gegenprüfung:

Ich habe nun den originalen Disposition of Frames-Plan in ein Programm namens "BigPrint" geladen.
Dieses Programm ermöglicht es zwei Punkte auf einem Bild anzugeben und die entsprechend bekannte Entfernung zwischen diesen Punkten einzutragen, woraufhin das Programm das gesamte Bild auf Grundlage dieses Wertes skaliert.
Tatsächlich bekannt ist z.B. die Breite des Spants 0. Gut zu lesen auf dem Plan selbst. Angegeben mit 1 Feet und 4 Inch.
Umgerechnet auf das metrische System und dem Maßstab enspricht Dies 8,47mm.
Diese rund 8,5mm habe ich also in BigPrint als Breite für den Hauptspant eingegeben. Nun wurde der Plan so skaliert, dass er exakt auf den Maßstab 1:48 zugeschnitten ist.
weiter kann man nun in diesem Programm zwischen beliebigen Punkten Messungen vornehmen. Man gibt wieder zwei Punkte an, z.B. zwischen den beiden Staionlines und erhält die exakte Strecke zwischen diesen beiden Linien im Maßstab 1:48.
BigPrint gab diesen Wert mit 28,5mm aus.

Nun war ich noch unzufriedener. Nicht nur, dass hierbei ein völlig anderer Wert heraus kam, Dieser war auch noch kürzer als mein zuvor Errechneter und somit stimmt mein neu herausgezeichneter Plan nicht (29,2mm) oder gar nicht (28,5mm)!

Fazit:

Immer wieder schön, am Ende des Tages festzustellen, dass man seine Zeit ohne konkretes Ergebnis verbrannt hat. :cracy:

lg Mickey
Im Bau: Black Pearl
Im Bau: H.M.S. Triton

165

Montag, 27. Juli 2015, 08:58

Die 13cm kannst Du getrost vernachlässigen. Die Schiffe wurden aus Holz gebaut und da sind 13cm Unterschied nicht wirklich viel. 1/10mm kannte man noch nicht ;)

Zu den Abständen der Station Lines:
Das Thema ist eigentlich einfach und trotzdem relativ kompliziert. Bei Steel und ich glaube auch im Rpository findest Du Angaben für die theoretischen Abstände der Station Lines. Kompliziert wird ew dadurch, dass die Angaben nicht für jedes Schiff stimmen müssen.
Hinzu kommt dass die Originalpläne -zwar sehr sorgfältig, aber- von Hand gezeichnet wurden und Abweichungen von 0.5mm durchaus normal sind.
Um einen plausiblen Abstand der Station Lines zu ermitteln, habe ich bei der Fly den Gesamtabstand zwischen den Station Lines an Bug und Heck ermittelt und dann durch die Anzahl der Spantpaare geteilt und mit der Theorie verglichen. Bei den einfachen Abständen an Bug und Heck habe ich größere Abweichungen festgestellt und dann den Vorgang mit anderen Paaren wiederholt.

Ein definiertes Maß von den Loten zur ersten Station Line kenne ich jetzt nicht. Bei der Fly musste ich das vordere Lot ändern, da es leider nicht rechtwinklig aud der Grundlinie (>2mm) stand.

Für den Querschnitt würde ich nur die mittleren Spanten berücksichtigen und so vorgehen.
Gruß Christian

in der Werft: im Moment nichts


"Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

166

Dienstag, 28. Juli 2015, 11:57

Genau! Das meinte ich ja auch mit Fertigungstoleranz.
Im Übrigen ist bei den drei Vorgängern eine ebenso große Toleranz in den Längen vorhanden.

Was die Abweichungen auf den Plänen betrifft, so habe ich ja in den letzen Wochen so einiges darüber gelesen.
Im Grunde habe ich beim Herauszeichnen festgestellt, dass immer wieder Fragen aufkamen, wie das denn nun eigentlich auszusehen hat und wie die Eine oder Andere Regel aussieht.
So habe ich mich aufgemacht, Seitenweise Text zu lesen, wie man die Pläne richtig liest und zeichnet. In Verbindung mit deinen Tipps und Informationen bin dahingehend schon ein gutes Stück weiter.
Das also Abweichungen auf den Plänen normal sind, war mir bekannt und ist ja auch vollkommen logisch.
Diese Pläne wurden vor vielen hundert Jahren von Hand gezeichnet und trotz aller Sorgfalt waren ein paar Milimeter hier oder dort nicht von großer Tragweite.
Zudem unterliegt Papier ja auch immer wieder, je nach Umgebung, leichten Veränderungen.
Es ist schon ulkig und auch ein wenig krank was wir hier heutzutage mit unserem Verständnis und Möglichkeiten daraus machen.
Dank CAD muss alles unbedingt auf das 1/10 oder besser auf 1/100 genau sein... :cracy:

Das selbe Vorgehen wie du bei der Fly habe ich ja auch nun auch schon auf die Triton angewandt.
Länge zwischen den Loten durch die Stationen geteilt um das Maß zu ermitteln.

Ein definiertes Maß von den Loten zur ersten Station Line kenne ich jetzt nicht. Bei der Fly musste ich das vordere Lot ändern, da es leider nicht rechtwinklig aud der Grundlinie (>2mm) stand.

Dies ist ein ganz normales Problem - liegt aber weniger an den Ungenauigkeiten des Zeichners oder am Alter des Papiers.
Diese alten Originalpläne werden leider nicht eingescannt sondern abfotografiert. Auf manchen Plänen erkennt man ja sogar noch die Fixierungen.
Und eben darauf begründet sich das Problem mit den nicht rechtwinkligen Linien. Durch die Krümmung der Kameralinsen kommen zwangsläufig keine absolut geraden Linien zustande.
Dies macht sich sogar schon auf dem kurzen Abschnitt meines Querschnitts bemerkbar obwohl gerade im mittleren Bereich die Krümmung am geringsten ausfällt.

Ich habe den Plan nun nochmal in die Mangel genommen und besagte Krümmung heraus gerechnet um einen korrigierten Plan zu erhalten.
Anschliesend habe ich auf Basis der letzten Rechenübungen die Station Lines heraus gearbeitet. Diese liegen nun sehr genau auf dem Originalplan mit Ausnahme von Einer im mittleren Bereich.
Ich korrigiere also nun noch meine letzte Zeichnung des Disposition of Frames-Plans, mache den Übertrag auf meine Helling und kann diese dann ausdrucken und auf's Holz bringen.

Mit den Spanten ansich bin ich noch nicht weiter. Da stehen noch einige Fragen im Raum bzgl. der Chocks und der Dübelung.

Es ist doch schon erstaunlich wie man meint im Grunde das Ganze verstanden zu haben, aber dann, wenn man sich näher damit befasst, dann doch feststellt, wie wenig man eigentlich über die Materie wusste.
Es bleibt also, zumindest für mich, hoch interessant.

Für die Zuschauer hier tut es mir im Augenblick sehr leid dass nur wenig bis gar keine Fortschritte zu sehen sind. ;(

lg Mickey
Im Bau: Black Pearl
Im Bau: H.M.S. Triton

167

Dienstag, 28. Juli 2015, 20:53

Hmm, bei den neuen Kopien die das NMM verkauft, glaube ich das nicht. Diese scheinen professionell gescannt worden zu sein. Die Maßhaltigkeit ist absolut beeindruckend.

Die Chocks werden mit jew. zwei Nägeln an den Futtocks befestigt = 4 treenails insgesamt. Die Nägel sind diagonal angeordnet. Bei den Spacing Chocks habe ich noch nichts gefunden. Bei den Floor Timbern und First Futtocks siehst Du am Modell nur die Befestigung des Keelson. Dabei handelt es sich um einen großen Nagel.

Welche Quellen hast Du bei deinen Studien herangezogen? Ich lerne auch gerne dazu.

Zitat

Es ist doch schon erstaunlich wie man meint im Grunde das Ganze verstanden zu haben, aber dann, wenn man sich näher damit befasst, dann doch feststellt, wie wenig man eigentlich über die Materie wusste.
Es bleibt also, zumindest für mich, hoch interessant.


Das kann ich nur unterschreiben. So geht es mir auch andauernd.
Gruß Christian

in der Werft: im Moment nichts


"Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

168

Mittwoch, 29. Juli 2015, 15:44

Okay, das mag sein, dass die Pläne mittlerweile auch eingescannt werden.
Auf den Äteren ist es allerdings noch der Fall, dass durch das abfotografieren aufgrund der Krümmung der Kameralinse eine Krümmung vorhanden ist.

Die Nagelung der Chocks hattest du ja bereits an meinen Testspanten bemängelt und erläutert, wie das auszusehen hat.
Was mir noch fehlt, ist das Nagelmuster bei den Spacing Chocks - wozu du ja leider auch noch nichts finden konntest, und das Nagelmuster mit dem die Floor- und First Futtocks verbunden werden.

Nochmal zurück zu den Füllhölzern in der Bilge - dazu hatte ich noch eine Zeichnung angefertigt um sie von dir abnicken zu lassen:



Ist das so korrekt?

Quellen:
Da meine Literatur nicht so tief in die Materie geht musste ich mich hauptsächelich auf online beziehbare Quellen stützen.
Auch hier war die Nautical Research Guild wieder eine gute Quelle!

In der Database of Articles and Downloads findet sich zu den Unterschiedlichsten Themen ein Sammelsurium an Artikeln und Tutorials.
Unter Anderem auch der Bereich:Plans and Research
Hier lese ich mich zur Zeit durch diverse PDF's was schon ein paar hundert Seiten Text sind.
Dabei sind besonders interessant:

Interpreting Line Drawings - Russell Barnes
Starting a Scratch-build Using The Anatomy of the Ship Books - Rich Brayshaw
Drafting Ship Plans in CAD - Wayne Kempson

Das Letzte von Wayne Kempson ist sehr passend, da Er Co-Autor des Buches "Frigates of the Royal Navy" des SeaWacht-Verlags ist.
In diesem Text behandelt Er das Herauszeichnen der Pläne der "H.M.S. Boreas", welche ein Schwesterschiff der "H.M.S. Triton" war.

Als Kurzeinführung eignen sich auch zwei seiner Videos zu diesem Thema:

Frames and Sweeps 01
Frames and Sweeps 02

lg Mickey
Im Bau: Black Pearl
Im Bau: H.M.S. Triton

169

Donnerstag, 30. Juli 2015, 08:10

Wenn Du die Filling Pieces einsetzen willst, brauchst Du nichts nageln. Man sieht es einfach nicht. Die Höhe passt in etwa. Bei der horizontalen Kanten bin ich mir nicht sicher.
Such mal im MSW nach dem Baubericht der HMS Vulture von Dan Vadas. Da kannst Du viele Details nachvollziehen.

Jupp die Artikel kenne ich. Nach den Methoden hatte ich vor zwei, drei Jahren meine ersten Zeichnungen erstellt. Im Nachhinein, bin ich froh, dass ich den steinigen Weg weitergegangen bin, und die Rekonstruktion anhand der Definitionen probiert habe. Ich kann so deutlich besser auf Ungenauigkeiten im Plan reagieren.
Gruß Christian

in der Werft: im Moment nichts


"Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

170

Freitag, 31. Juli 2015, 14:34

Den Baubericht von Dan zur "Vulture" kenne ich natürlich. Habe aber dennoch nocheinmal nachgeschaut.
Leider sagt Dan nur sehr wenig dazu und die Bilder sind auch wenig aussagekräftig.

Allerdings bin ich, ebenfalls im MSW, im Baubericht von EdT zur "Young America" fündig geworden...daher...

Richtigstellung:



Die Filling Pieces liegen vollflächig auf dem Floor Futtock auf und fallen rechtwinklig auf Höhe des Futtockheads oder eben mittig des Chocks ab.
Wunderbar! Wieder eine im Raum stehende Frage geklärt. Es geht voran! :tanz:

Zu den Artikeln:
Ich verstehe mittlerweile genau, was du meinst.
Pläne richtig lesen, verstehen und auch zeichnen zu können ist eine unglaubliche Hilfe. Nicht, dass ich jetzt schon behaupten würde, Dies zu können... :rolleyes:

Ich habe aber schon viele Erkenntnisse in die "Triton" einfliessen lassen und auch viele Ungenauigkeiten beseitigen können.
Wenn es die anderen Mitleser interessiert, kann ich ja die ersten Ansätze dazu mal hier dokumentieren? Christian werde ich wohl kaum etwas Neues dazu erzählen können.

lg Mickey
Im Bau: Black Pearl
Im Bau: H.M.S. Triton

171

Samstag, 1. August 2015, 10:06

So möchte ich das Detail auch bei meiner kleinen Lady umsetzen. Denk bei Deinem Freudentanz daran, dass es nationale Unterschiede gab. Du kannst besser bei seiner Naiad schauen.
Gruß Christian

in der Werft: im Moment nichts


"Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

172

Mittwoch, 5. August 2015, 18:02

Es ist ja nicht nur ein hübsches Detail, sondern auch ungemein nützlich beim aufrichten der Spanten.
Darüber hinaus gibt es dem Ganzen auch noch ein viel höhere Stabilität.

Über nationale Unterschiede bin ich mir sehrwohl bewusst. Ich habe mich auch nur im Bezug auf die Filling Pieces dort orientiert, da ich nur dort aussagekräftige Bilder gefunden habe.
Im Großen und Ganzen entspricht es aber den anderen Darstellungen, welche weniger gut zu sehen waren.

Dennoch, danke für's aufpassen und darauf hinweisen. :ok:

Den Baubericht zur "Naiad" kenne ich auch bereits. Sie ist allerdings über 20 Jahre jünger als die "Triton" und so muss ich dahingehend auch aufpassen.

Am Wochenende habe ich aber noch einen Glückstreffer auf einem Flohmarkt gemacht, welcher sicher noch hilfreich sein wird.

lg Mickey
Im Bau: Black Pearl
Im Bau: H.M.S. Triton

173

Mittwoch, 5. August 2015, 21:40

Nachtrag und Update:

Ich darf dann auch verkünden, dass der Disposition of Frames-Plan nun endlich (wieder) fertig ist! :tanz:

Mittels Extrapolation ist es mir gelungen aus dem Originalplan die Stöße der Futtockheads korrekt auszumachen. Die MSW-Pläne waren hier ebenfalls zu stark vereinfacht.
Meine genaue vorgehensweise erspare ich euch aber - da, wie vorher erfragt, kein Interesse besteht.

Auch die neu gewonnenen genauen Abmessungen der Futtocks, sowie die Positionen der Spacing Chocks sind bereits mit in den Plan eingeflossen.



Kleinkarriert wie ich ja manchmal bin, ist es für mich ein beruhigendes Gefühl nun auf einem Plan aufbauen zu können, welcher mit großer Wahrscheinlichkeit sehr exakte Maße und Positionen wiedergibt. :D



Hieraus abgeleitet, habe ich auch bereits den Plan für die Zweistufige Helling fertig gestellt.
Hierfür muss ich aber noch in den Baumarkt um mich mit dem Material wie z.B. Gewindestangen einzudecken.

lg Mickey
Im Bau: Black Pearl
Im Bau: H.M.S. Triton

174

Donnerstag, 6. August 2015, 11:05

Well done :ok:
Gruß Christian

in der Werft: im Moment nichts


"Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

175

Samstag, 8. August 2015, 13:05

Hallo ihr Lieben. :wink:

Vielen Dank Christian. :hand:

Ich freue mich auch, dass da doch noch etwas so vielversprechendes bei rum gekommen ist.
Ist ja nunmal das erste Mal. ^^

Weniger "well done" war dann aber sogleich der nächste Schritt.
Ich habe mich gleich wieder an das heraus zeichnen der Spanten gemacht. Nun, da ja alle Größenverhältnisse und Positionen bekannt sind, habe ich die Stöße der Futtocks mit in die Spantenrisse übernommen.
Somit ergab sich ja unschwer die Position der Chocks - folgend der 1/3 Regel.



Anschliessend habe ich die Treenails eingefügt - Durchmesser im Maßstab = 1mm.



Ausserdem kamen auch gleich die Positionen der Spacing Chocks hinzu. Position und Dimension waren vom Disposition of Frames übernommen - Neigung liegt im rechten Winkel zum Futtock.



Auch hier habe ich folgend der 1/3 Regel die Treenails eingezeichnet.



Lege ich nun den Layer mit den Treenails der Chocks über den Layer der Spacing Chocks ergibt sich folgendes Bild:



Alles noch in Ordnung...aber...lege ich nun die Treenails der Spacing Chocks darüber, welche ja Quer durch die Doppelspanten gehen, bekomme ich Probleme.



Manche Treenails kommen verdächtig nahe an die Stoßkante zwischen Futtock und Chock - andere durchbrechen sogar die Treenails der Chocks.
Ob das nun so gut oder richtig ist, ist sicher eine gute Frage. Ich bin nun wieder verunsichert. Auch wenn ich den Regeln gefolgt bin.

Um so kritischer wird das Ganze aber noch, wenn ich die Treenails der Spacing Chocks auf die eigentliche Größe einstelle.
Im obigen Beispiel haben Diese nur einen Durchmesser von maßstäblichen 0,6mm - es sollte aber 0,8mm sein wie im folgenden Bild zu sehen.



Hat da jemand einen Rat? Liegt bei mir ein Fehler vor? Oder ist das eigentlich egal wenn die Treenails durch Stöße und andere Treenails gehen?
Mache ich mir wieder zu sehr 'nen Kopp? :nixweis:

lg Mickey
Im Bau: Black Pearl
Im Bau: H.M.S. Triton

BP_Dirk

unregistriert

176

Samstag, 8. August 2015, 17:13

Hi Mickey, :wink:

ich verfolge ja Deine Fortschritte weiterhin aufmerksam. Wenn ich nicht irre, hast Du in Deiner Zeichnung einen Fehler im Bezug auf die Aufteilungen der Drittel. Ich habe mir mal erlaubt, eines Deiner Bilder zu klauen, um Dir zu zeigen was ich meine.

Guckst Du hier:




Um so zu Dritteln, muss der Ausgangspunkt (= Mittelpunkt) auch der Ausgangspunkt der Basis sein. Dieser Mittelpunkt der Basis wäre in Deinem Fall die eingezeichnete rote Linie. Die grünen Linien verdeutlichen wie Du irgendwie aus der Mitte gekommen bist. Wenn Du die rote Linie rechtwinklig zum Schnittpunkt der beiden Spanthölzer ziehst, und von dort ausgehend Drittelst, sollten deine Treenails dann halbwegs passen.

Grüße Dirk

177

Samstag, 8. August 2015, 20:25

Guten Abend Mickey :wink:

Respekt, Respekt, du brichst hier wirklich in neue Spähren auf :ok:

Moment, zu heiß hier, muss erst Mal an der Caipirinha nuckeln....

Und auch an dich Dirk der Dank, das bestätigt wieder mal, wie breit aufgestellt das Forum hier ist. :smilie:

Beste Grüße übern Teich.

Bernd

178

Sonntag, 9. August 2015, 08:05

:D

Sorry aber ich kann gerade nicht anders. Exakt das gleiche ist mir bei meinen ersten Versuchen auch passiert.

Die Chocks sitzen nicht symmetrisch zur Joint Line, wie Dirk vermutet hat. Antscherl gibt für die Swan Class eine Breite von 7'', und die Lage mit 7'' oberhalb und 9'' unterhalb der Joint Line an. Wie ich seine Angaben interpretiere handelt es sich aber auch um ein Annhme "I would place them [...]"
Ich denke Du hast hier etwas Freiheit, um sie so zu positionieren, dass die Dübelung praktisch funktioniert.

Denk dran, dass sich die Maße auf die Swan Class, zu der meine Sloop gehört, beziehen und diese kleiner als die Triton ist. Wenn Du sie etwas größer machst, passt es auch. Wo hast Du die Info her, dass zwei Dübel verwendet wurden? Ich habe dazu bisher nichts gefunden.
Gruß Christian

in der Werft: im Moment nichts


"Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

179

Sonntag, 9. August 2015, 17:37

Hallo Mickey,
Mit grossem Interesse verfolge ich das auf und ab bei deiner Triton zumal es sich hier um ein Schiff der Swan Class handelt (wie meine Pegasus). Was du hier an Argumenten hin und her bewegst bis es endlich irgendwie der Realität am nächsten kommst ist schon beeindruckend - ganz abgesehen von deinen grossen handwerklichen Fähigkeiten.
Bei dir schaue ich geren zu !

Jürgen
In Bau: HMS Pegasus

180

Montag, 10. August 2015, 10:15

Moin Moin, ihr Lieben!

Da schaut man mal einen Tag lang nicht hier rein und es sprudelt nur so vor Antworten. ^^

@ Dirk: Schön, mal wieder von dir zu hören und auch vielen Dank für deine aufmerksamen Mühen.
Zu deinem Verdacht schreibe ich heute Abend noch etwas ausführlicher, okay?

@ Bernd: Ein spätes Prosit für dich! :party: Schön, dass du nun wieder da bist.

@ Christian: Ja lach du nur! :D
Das ist ja im Grunde genau das, was du bereits im Wo hast Du die Info her, dass zwei Dübel verwendet wurden? Ich habe dazu bisher nichts gefunden.
Ich habe dahingehend auch nichts gefunden sondern nur eine Vermutung angestellt. Konstruktionstechnisch macht es Sinn, zwei Dübel zu verwenden, da man bei einem Dübel quasi eine Achse hat, auf der sich der Chock drehen könnte.
Okay, andererseits besteht bei der Verdübelung eine solch hohe Friktion, dass eine Verdrehung eher unwahrscheinlich ist... :cracy:

Meine neueste Errungenschaft , welche eine Glücksfund auf einem Flohmarkt war, hat eigentlich nur noch mehr Verwirrung gestiftet anstatt klarheit zu schaffen.
Konstruktionszeichnungen, welche genau in den Zeitraum der "Triton" passen, zeigen einen vollkommen anderen Aufbau. Das liegt dann aber wohl daran, dass die "Triton" und ihre Schwestern ein völlig neues Experiment waren.
Darüber werde ich später einmal noch ein wenig berichten.

@ Jürgen: Vielen Dank für dein Interesse und auch dein Lob!
Leider bist du aber einem Irrtum erlegen. Die "H.M.S. Triton" war keineswegs ein Schiff der Swan Class!
Die Swan Class war eine Sloop - also ein wenig kleiner als die "Triton", welche eine Fregatte der (modified) Mermaid Class war.

Möchtest du eine Swan Class Sloop im Aufbau sehen, bist du bei Christian (Anobium Punctatum) hervorragend aufgehoben. Seinen Baubericht zur "H.M.S. Fly" findest du >hier< .

lg Mickey
Im Bau: Black Pearl
Im Bau: H.M.S. Triton

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