Heute gibt es die (hoffentlich) etwas schöneren Bilder vom fertigen Churchill.
Der Bausatz ist von AFC-Club und auf dem ersten Blick gibt es nix zu meckern. Sauber gegossene Teile ohne Fischhäute, Metallrohr, eine kleine PE-Platine und echte Federn. Nur bei den Seitenlüftern gab es ein paar Sinkstellen und die Teile waren leicht verzogen. Ansonsten ist die Detaillierung der Teile sehr gut und kommt schon fasst an PE-Teilen ran. Die Vinylkette war bei mir nicht zu gebrauchen da sie eine Menge sehr weiche Fischhäute aufwies die ich nicht vernünftig entfernen konnte (dabei ist das einer der wenigen Panzer wo das Vinyl nicht stören würde weil man die Kette sowieso zu 2/3 verkleiden kann) - also habe ich mir noch die Einzelgliederkette von AFC-Club gekauft.
Beim Bauen sind mir dann doch noch ein paar kleine Schönheitsfehler aufgefallen: Auf der einen Seiten sind um jedes der 11 Federbeine 4 Schraubenköpfe zu sehen auf der anderen Seite fehlen dieses Schraubenköpfe komplett . Also habe ich mir aus einen 6-eckig gefeilten Gießast auf passenden Durchmesser gezogen und dann 44 Schraubenköpfe abgeschnitten und angeklebt. Wenn das Modell fertig würde man aber die fehlenden Schraubenköpfe praktisch nicht sehen.
Die Periskope und der Turmscheinwerfer sind aus durchsichtigen Kunststoff aber die Scheibe in der Fahrer Lucke und die die 2 Spiegel an der Kommandantenlucke sind es nicht - also musste ich sie zugeklappt darstellen - Schade.
In der Anleitung taucht für das vordere Abschleppteil irgendwann ein eingebauter Schäckel auf aber einen Bauschritt dafür gibt es nicht und sonst habe ich auch keinen 3. Schäckel bei den Teilen gefunden.
Als Scratchbau habe ich noch eine Trennwand zum Moterraum eingefügt. Versucht ein Anschlussstück für den Abwurftank darzustellen, 4 Bügel links und rechts am Turm angebraucht, bei den vorderen Kettenverkleidung habe ich aus aus Zellstoff 2 "Staubfänger" gebaut und die Abschleppseile sind selbst gedreht.
Und jetzt die Bilder (auf die Rampe habe ich diesmal verzichtet auch wenn die mir auch besonders gut gefallen hat

):

Hier Sieht man die "Staubfänger" gut. Es lagen zwar auch welche aus Plaste bei aber bei dem Bild bei Wikipedia sieht man ja gut das sie (zumindest teilweise) aus Stoff waren.

Für die Fahne hatte ich mir aus extra Revell Decall Soft mitgenommen aber nach dem Auftragen habe ich keinerlei Reaktion gemerkt

. So habe ich dann versucht die Fahne so gut es geht an die Oberfläche anzupassen und die Risse als Farbabnutzungen zu tarnen. Leider sieht man am oberen Rand, dass das Decall doch leicht in sich verzogen ist weil der Höhenunterschied zu groß war.

Mit der Klarlackversiegelung hat sich der schwarze Staub (Ruß) leicht ins blaue verfärbt. Warum auch immer

. Unter den Spaten sieht man auch das Anschlussstück für den Schlauch für den Zusatztank.

Hier sieht man auch das ich versucht habe mit der Schwammmethode Farbabnutzung und dann teilweise leichte Rostspuren darzustellen. Die meisten Stellen verschwinden aber mehr oder weniger stark unterm Schmutz.

Die schönen Federn.

Ist der DUKW so groß oder der Churchill so klein?
Alles in allen hat mir der Bau der sehr viel Spass gemacht. Wenn ich den Fahrer und die 2 Aufsitzer noch hinkriegen sollte (was ich an ein paar anderen "Freiwilligen" erst noch üben muss) gibt es hier vielleicht noch eine kleine Vignette.
Ich muss an dieser Stelle auch mal drauf hinweisen, dass das Fahrwerk auch ca. 150 und die Einzelgliederketten aus über 300 Teilen besteht - das war ein ziemlicher kampf.
Weil ich den Churchill für einen der schönsten Panzer aller Zeiten halte, denke ich dass ich früher oder Später noch einen bauen werde.
Und weil der Bau so viel Spass gemacht hat drohe ich hiermit schon mal an, dass ich mich beim nächsten Modell an einen Baubericht versuchen werde!