Herstellung von Metallbeschlägen für die Carronadenlafetten
Auf Grund des schönen Wetters bringe ich derzeit nicht viel für das Modell zu Stande. Trotzdem ein paar Fortschritte beim Herstellen der Carronadenlafetten.
Der untere Lafettenschlitten der La Créole besaß am halbrunden Kopfende ein Eisenband, wo in der Mitte eine Bohrung für den Pivot-Zapfen vorgesehen war. Offensichtlich diente dieses Eisenband der Stabilisierung der Pivotierung am Kopf der Holzlafette, damit diese bei extremen Belastungen nicht ausbrechen konnte. Denn dieser drehbar gelagerte Eisenzapfen, die sogenannte Pivotierung, konzentrierte den Rückstoß beim Abfeuern der Carronade auf diesen Punkt. Insofern war hier am Kopt der Holzlafette eine höchste Festigkeit gefordert.
Für das Modell werden auch diese Teile aus Messing hergestellt. Hierzu findet ein Messingblech von 0,3 mm Verwendung. Nach dem Aufzeichnen der Form mit einer Reisnadel wurden diese Messingbögen mit einer Juweliersäge mit einem Sägeblatt mit 32 Zähnen ausgesägt. Bei etwas Übung funktioniert das problemlos, und wie bereits schon mehrfach erwähnt, würde ich jedem Modellbauer empfehlen, sich diese kleine Säge zu kaufen. Sie ist sehr vielfältig zu verwenden, auch für Holz und für mich unentbehrlich. Mit den Spezialsägeblättern lässt sich Messing ganz leicht sägen. Diese Sägen werden auch, wie der Name schon vermuten lässt, von Goldschmieden verwendet.
Die ausgesägten Messingbögen, 20 an der Zahl, müssen dann anschließend in Form geschliffen werden. Das erfolgt im ersten Schritt am Bohrständer von Proxxon mit einem Zylinderschleifer, wie auf dem Bild zu sehen ist.
Im nächsten Schritt werden diese Teile in den Feilkolben eingespannt und mit Nadelfeilen in die exakte Form gefeilt.
Auf dem letzten Bild sind fertig gefeilte Messingbögen zu sehen. Im Hintergrund ist der von mir gefertigte Planausschnitt mit der Pivotierung der unteren Holzlafette zu erkennen.
OK, zugegeben, nicht sonderlich spektakulär was ich zurzeit für mein Modell fertigen muss.
Mit dem derzeit schönen Wetter habe ich mich arrangiert. Dazu verlegte ich meinen Arbeitsplatz von der Werft im Keller auf die Terrasse unters Sonnensegel, und schon macht das ganze wieder einen riesen Spaß.
Fortsetzung folgt … dann kommen auch wieder sehenswertere Details, versprochen!