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  • »Dominik« ist der Autor dieses Themas

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Realname: Dominik

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1

Dienstag, 1. November 2011, 18:43

Chevrolet Impala SS (1996)

Hallo werte Gemeinde :wink:

Startschuß frei zum Thema "Back to the Roots"!

Was will ich damit sagen? Nun, mir ist zugetragen worden das Anfänger oder Neueinsteiger in unser Hobby in den Bauberichte die Basics "vermissen". Der Lerninhalt bei den Bauberichten hier im Forum im Allgemeinen ist gigantisch! Wir "Profis" (<- ich hasse den Ausdruck!) werden bewundert, was wir aus den Kisten zaubern - keine Frage. Jedoch, das ist auch meine Selbsterfahrung ständigen Schaffens, wird auf die Basics eher weniger Wert gelegt. Schnell mal lackiert, schnell mal BMF Folie angebracht und den Motor verkabelt. Schnell mal die Karosserie mit diversen Materialien angepaßt, nachdem die Unstimmigkeiten des Bausatzes im Netz abgeglichen wurde. Und was viele auch vergessen: nicht jeder hat entsprechendes Equipment zu Hause, um auch nur annähernd an die fantastischen Ergebnisse hier heran zu kommen!

Mein Ziel dieses Bauberichtes soll sein:
Wie komme ich an ein gutes Ergebnis beim Modellbau! Ich möchte mich hier auf das wesentliche beschränken, in Abschnitten sortiert.

Ohne viel Umwege mit ein wenig handwerklichem Geschick ein ansehliches Modell auf die Räder stellen...Back to the Roots!

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Realname: Martin

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2

Dienstag, 1. November 2011, 18:48

Hallo Dominik :wink:

Find ich einfach super das du hier so einen BB beginnst. :ok:
Baue zwar schon einige Zeit Modelle, aber ich denke das so mancher Routinier ( ich mag auch den Begriff Profi nicht ) noch etwas lernen kann.
Bin schon gespannt darauf.

Viele Grüße Martin
Aktuelles Projekt: ???
Zuletzt gebaut:Ferrari F1 87/88c Fujimi, Studio 27, Tabu Design 1:20


3

Dienstag, 1. November 2011, 19:10

Hey Dominik,

da bin ich dabei! :ok: Finde ich gut, dass Du so einen BB starten willst!! Wer noch nicht so lange dabei ist hat da auf jeden Fall was von, und die Routiniers (schönes Wort!) können, wie Martin ganz richtig sagt, sicher auch noch was lernen.

Und noch einmal schnell auf "Abonnieren" geklickt ...

Viele Grüße,
Uli
Leben ist wie Sex. Wenn man es richtig gut will, muss man es selber tun.

Aktuell im Bau:
Mercedes Benz L 3000 von Italeri

Zuletzt gebaut:
Mercedes-Benz 190 SL Roadster von Revell

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4

Dienstag, 1. November 2011, 19:12

Abschnitt 1 - das Handwerkszeug

Bevor ich zum kleben, schneiden, staunen komme, möchte ich einen Blick auf das Handwerkszeug legen. Das Minimum!

Werkzeug

Kleber - Schere - Pinzetten - Bastelmesser und Unterlage

Pinsel

Hier verwende ich zweierlei:
Oben im Bild die stinknormalen aus dem Bastelgeschäft, unten Pinsel aus dem Nailart-Bereich.
Die Pinsel aus dem Bastelgeschäft sind für die Grobarbeiten:

die linken drei Weichhaarpinsel für großflächige Bemalungen, die rechten zwei Borstenpinsel für washings.

Diese Pinsel aus dem Nailart-Bereich...

...sind sehr gut für Detailarbeiten geeignet. Augen bei Figuren malen? Kein Problem! Kostenpunkt? Nicht mal 5 Euros in der Bucht! Und da sind nicht alle, die im Lieferumfang enthalten sind abgebildet.

Verbrauchsmaterial.
Dazu zählen bei mir immer Schleifpapier und Farben.
Als Schleifpapier sind bei mir immer im Einsatz:

Lose oben abgebildet, auf Schleifklotz und Wäscheklammer unten abgebildet

Umfang an Spraydosen (ich bin ein Spraydosenkind):

1 - schwarzmatt * 2 - Felgensilber * 3 - Füller * 4 - Grundierung * 5 - Klarlack
...und die Farben, die sich ansammeln...

Dazwischen versteckt sich noch ein matter Klarlack

Der Arbeitsplatz
...sollte aufgeräumt und übersichtlich gestaltet sein. Natürlich auch ausreichend beleuchtet ;)

Nein, der ist nicht extra aufgeräumt! Nach jedem fertigen Modell wird sauber gemacht, jeden Abend nach dem basteln die Werkzeuge an ihren Platz, Farben und Stifte zurück in die Boxen! Auch ein Wassermalkasten ist eine Anschaffung wert

Abschnitt 2 - Lohnenswertes Zubehör für kleines Geld

Hier möchte ich Euch Material und Werkzeug vorstellen, das als lohnende Investition immer wieder mal benötigt wird.

Klammern

als dritte Hand oder um Bauteile fest zu verkleben und...

...auf Schaschlickstäben aufgesteckt ein guter Halter für Teile, die einzeln lackiert werden. Das darunterliegende etwas ist ein Styroporstück, das ich verwende, um die Spieße einzustecken -> Hände frei und Trockenplatz ;)

Zusätzliche Kleber

Klar aushärtender Bastelleim und Sekundenkleber

Schlüsselfeilen

Diesen Satz habe ich für 7 Euro bei Norma erstanden. Sehr Empfehlenswert!

Allgemeines Zubehör

Messing-, Silberdraht in 0,4mm, Kupferdraht in 0,25mm aus dem Bastelgeschäft.
Kabel aus dem Eisenbahnbereich. Farben schwarz und rot (nicht abgebildet).


Exemplarisch mein meist benutzter Handbohrer 0,4mm für Zündkabeleien. Gelegentlich gibt es größere Sets beim Discounter


BMF-Folie, weiches Tuch, Wattestäbchen, angeschliffener Schaschlickstab, Extra Bastelmesser nur für die BMF-Arbeiten!


Was zum Naschen für die Geduld, was zum Trinken und Musik ^^


EDITIERT 03/11/2011: Ergänzung Arbeitsplatz, Verbrauchsmaterial, 2. Abschnitt

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5

Dienstag, 1. November 2011, 19:29

Abschnitt 3 - Die Bausatzwahl

...artet schon mal zur Qual der Wahl aus!

Ich habe mich nach langem hin und her für diesen Entschieden:

Chevrolet Impala SS der 90er.

Die Entscheidung entgegen einem meiner "Lieblingsbausätze" a la 67er Charger, 66er Impala oder 66er Olds aus gleichem Hause traf ich aus folgenden Gründen:

-> Die Bauanleitung ist übersichtlich gehalten und die Farbtöne sind an den Bauteilen mit angeschrieben.
-> Sauber gegossene Karosserie, glatte Oberfläche und auf den näheren Blick keine Gießgrate dran.
-> An den Spritzlingen überzeugt mich die Detaillierung von Amaturenbrett und Türverkleidungen. Das was man später zusammengebaut sieht ist sehr gut ausgeführt.
-> Der Innenraum ist als Wanne gegossen. Glücklicherweise sind die Seitenverkleidungen separat gespritzt, so daß eine fummlerei bei der Bemalung wie bei manchen Curbsidemodellen ausbleibt.
-> Der Motor ist etwas ungewöhnlich in der Zusammenbauweise, jedoch durch die moderne Ausführung nicht so offen gelegt wie ein Musclecar. Man kann also weitestgehend auf eine Verkabelung bis ins Detail verzichten
-> Unterboden und Motorraum gefallen ebenfalls durch die Verwendung von Einzelteilen wie Auspuff, Achsen, Dämpfer.
Und der Hauptgrund:
-> ich kenne mich. Bei "Lieblingsbausätzen" artet die Detailierung aus und ich verliere den Sinn dieses Bauberichts!

Eine Bausatzvorstellung findet Ihr hier: >>>:dafür:<<<

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6

Dienstag, 1. November 2011, 19:43

Danke Martin und Uli, schön das Ihr dabei seid :ok:

Routinier hört sich gut an!

7

Dienstag, 1. November 2011, 19:50

Da werd ich auch mal ein Abo starten, kann ich bestimmt noch einiges lernen,
obwohl ...... beim schneidewerkzeug ..........

..... kann ich schon mal mithalten :abhau:

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Realname: Maik

Wohnort: irgendwo im Wald

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8

Dienstag, 1. November 2011, 19:55

sehr gute idee das diesen baubericht werde ich genaustens verfolgen
vielleicht kriege ich dann auch mal ne saubere kiste ohne dreck und rost hin... :D
weil beim lackieren und sauber kleben tu ich mich noch schwer... ;(

gruß maik

9

Dienstag, 1. November 2011, 20:10

............. äh zeigste da auch wie silberne Fensterumrandung (BMF?) gemacht wird

DominiksBruder

unregistriert

10

Dienstag, 1. November 2011, 20:42

Wie langweilig *pff* ;) Trotzdem schaue ich da hin und wieder rein, was Du mit dem Chevy anstellst.

Eigentlich könnte ich einen Baubericht von mir amchen - denn mein Detailierungsgrad geht immer noch nicht über ein paar Motorkabel und BMF hinaus.

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Realname: Heiko

Wohnort: Stuhr bei Bremen

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11

Dienstag, 1. November 2011, 21:06

Klasse Idee, Dominik! Da bin ich auf jeden Fall dabei! :ok: Mein Weg zum "Routinier" (schönes Wort) ist nämlich noch verdammt lang.

Gruß, Heiko.

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Realname: Dominik

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12

Dienstag, 1. November 2011, 22:41

Hallo zusammen und danke für Euer interesse!

@Marcus: Du hast sogar eine neue Klinge drin! Besser als meins :ok:
Ja, das basteln mit BMF werde ich ebenso Schritt für Schritt zeigen. Aber das dauert! Wie in der Bauanleitung zu entnehmen, folgt die Karosserie ziiiiemlich am Schluß. Da ich nach BA vorgehe, werde ich "meinen Regeln" trotzen und nicht mit der Karo anfangen :du: .

@Maik: ab und zu verpatze auch ich (eigentlich immer :rot: ) im Endspurt irgendwas am Modell. Glücklicherweise so, das man es nicht immer sieht ^^ Da sind rostige, abgewrackte Kisten etwas dankbarer :abhau:

@Christian: Na, :trost:

@Heiko: ist miener auch - der Weg zum Routinier. Klar, geht manches leichter von der Hand - aber "perfekt" ist eine Kunst, die ich nicht beherrsche.

13

Dienstag, 1. November 2011, 22:59

Hallo Dominik!

Dann hau mal rein! :ok:

Ich bin dabei beim Lernen,weil mein Lehrmeister vor langer Zeit zu uns damaligen Lehrlinge immer gesagt hat:Wenn ihr aufhört zu Lernen habt ihr verloren!

In diesem Sinne Gruss Ralf

14

Mittwoch, 2. November 2011, 13:48

Vielen Dank schon mal für deine Mühe bei diesem Baubericht.

Ich werde den auch mit großem Interesse verfolgen.
Ich baue zwar schon seit 20 Jahren immer mal wieder Autobausaätze, aber bin dabei nie über OOB und Standard-Techniken hinausgekommen.
Werde mir von daher bestimmt einiges abschauen können.

Der Tipp mit den Nail-Art-Pinseln ist schon mal echt super.
Hab mir gerade einen 15-teiligen Satz für 3,29 € bestellt.
Gruß aus Berlin
Jérôme


Im Bau --> Revell Sauber-Mercedes C9

15

Mittwoch, 2. November 2011, 15:19

Mein Ziel dieses Bauberichtes soll sein:
Wie komme ich an ein gutes Ergebnis beim Modellbau! Ich möchte mich hier auf das wesentliche beschränken, in Abschnitten sortiert.

Ohne viel Umwege mit ein wenig handwerklichem Geschick ein ansehliches Modell auf die Räder stellen...Back to the Roots!
Als Neuling freue ich mich besonders über so einen Baubericht.

Danke :ok:

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Realname: Clemens

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16

Mittwoch, 2. November 2011, 16:29

Hallo Dominik,

das finde ich ja super dass du meiner Anregung gefolgt bist und einen "Anfänger"-Baubericht startest ;-)
Habe ihn schon abboniert, und bin mal gespannt wie es weiter geht. Wirst du die Karosserie mit der Dose lackieren?

@extralite: ja der Tipp mit den Pinseln ist sehr gut, ich hab mir gerade eben auch welche bestellt ;-)
The "Earth" without "Art" is just "Eh".

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Realname: Dominik

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17

Mittwoch, 2. November 2011, 18:24

Hallo Leute, :wink:
danke das Ihr dabei seit.
Wirst du die Karosserie mit der Dose lackieren?

Jap - mach ich immer.
Ich lackiere ebenfalls den Innenraum, Chassis und Motor mit Spraydosen. "Gewohnheitstier"... und etwas die Faulheit :pfeif:

Ich bitte noch um etwas Geduld, bis der erste Bauabschnitt beginnt. Das will sauber dokumentiert und durchdacht gearbeitet sein ;)

Beiträge: 3 438

Realname: Heiko

Wohnort: Stuhr bei Bremen

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18

Mittwoch, 2. November 2011, 18:34

Ich bitte noch um etwas Geduld, bis der erste Bauabschnitt beginnt.

Ist das nicht die Grundlage eines jeden Bauvorhabens? ;)

Gruß, Heiko.

Beiträge: 1 126

Realname: Axel

Wohnort: Oberhausen Rhld.

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19

Mittwoch, 2. November 2011, 18:35

Ich bitte noch um etwas Geduld, bis der erste Bauabschnitt beginnt. Das will sauber dokumentiert und durchdacht gearbeitet sein


Hallo Dominik,

ich hab jede Menge Zeit und Geduld mitgebracht, hab ja jetzt auch ein Abo :grins: . Obwohl ich das Hobby auch schon X-Jahre betreibe, bin ich gespannt wie ein Kind am ersten Schultag was es wohl hier zu lernen gibt 8o . Der Pinseltip lässt aber schon viele kleine Schweinereien erahnen :ok: .

Gruß :wink:
Axel
Man kann nicht alles haben, wo sollte man auch hin damit?? :nixweis:

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20

Donnerstag, 3. November 2011, 01:25

Der Pinseltip lässt aber schon viele kleine Schweinereien erahnen :ok: .

Keine, versprochen ;)

Ich habe nochmals meine Abschnitte oben überarbeitet bzw. ergänzt. Da habe ich doch ein paar Kleinigkeiten vergessen, die sonst im Verlauf des bauens auftauchen würden... :pfeif:
Den Einsatz des Materials zeige ich jedenfalls genauer.

Abschnitt 4 - Arbeitsvorbereitungen

Ich habe nochmal die Bauanleitung studiert, um festzulegen, welche Teile am Gußast und welche zusammengebaut und dann lackiert werden.
Die Bauteile sind sehr übersichtlich:


Als vorbereitende Arbeiten werde ich folgende Teile lackieren, um recht verzugsfrei arbeiten zu können:
Es verbleiben diese Bauteile an den Gießästen zur Lackierung:

Und diese werden separat, vom Gießast getrennt lackiert:

Die roten Linien kennzeichnen ungefähr meine Trennpunkte der Spritzlinge. So sind die einzelnen Farben (schwarz matt, schwarz glänzend, Alufarben und grau) vorgesehen und ein hantieren mit der Spraydose einfach - ohne groß abkleben zu müssen. Faulheit siegt ;)

Diese Teile werden gemäß Bauanleitung folgend zusammengebaut und anschließend lackiert:


Die Karosserieteile wie Haube, Spoiler und Spiegel werde ich separat zu gekommener Zeit behandeln ud lackieren.

Erfreulicherweise sieht man beim Original keine Zündkabel! Nun ist es eine Überlegung wert, die Schläuche im vorderen Bereich darzustellen? Hmmm....werden wir sehen.

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Realname: Clemens

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21

Donnerstag, 3. November 2011, 15:23

Schöne Vorstellung bisher :smilie:
Aber oben, wo du das Schleifpapier gezeigt hast, ist nur bis 400er dabei, benutzt du kein feineres? Um den Lack zu schleifen etc.?

MfG, Clemens
The "Earth" without "Art" is just "Eh".

22

Donnerstag, 3. November 2011, 21:11

Hi Dominik,

den Fred hier finde ich eine tolle Idee und für viele ist das bestimmt eine gute Hilfe. Schön finde ich, dass du die ganzen Werkzeuge, die du benutzt, vorstellst. Und den Bastelkleber hast du dir doch nur wegen dem kleinen Pony gekauft :pfeif:
Wenn du nichts dagegen hast, dann würde ich noch etwas an hilfreichem Werkzeug hinzufügen, auch wenn du jetzt keine gebrauch davon machen kannst, könnte es für den ein oder anderen ein Tipp sein, vielleicht ja auch für dich.

Als kleine Lackierhilfe nehm ich Krokoklemmen, die ich auf Zahnstocher anbringe. So kann man auch schön kleine Teile von jeder Seite mit der Airbrush lackieren.


Ich benutzte z.B. kein Bastelmesser sonder außschließlich Skalpelle oder Skalpellklingen. Die sind gerade bei BMF sehr nützlich, da sie sehr handlich sind.


Als Farbständer eignen sich die Pappboxen für Brausetabletten aus dem Lidl oder Aldi.


Bei den Pinseln würde ich nicht sparen. Gute Pinsel halten länger und bleiben lange in Form. Ich kann da die Marke Da Vinci empfehlen.


So sehen die Spitzen immer noch aus und das sind Pinsel, die ich ständig benutze. Vorrausgesetzt, dass man sie nach dem bemalen immer schon sauber macht :grins:


Ich will dir jetzt auch nicht zuviel reinpfuschen und mach mich auch schon wieder vom Acker und bin gespannt, wie dein 101 weitergeht.

Gruß
Gregor
Nukular, das Wort heißt Nukular.

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Realname: Dominik

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23

Freitag, 4. November 2011, 01:43

Guten Abend zusammen :wink:
Aber oben, wo du das Schleifpapier gezeigt hast, ist nur bis 400er dabei, benutzt du kein feineres? Um den Lack zu schleifen etc.?
Danke für den Hinweis Clemens.
Das abgebildete nehme ich, um Gießgrate, Gußreste etc. von den Bauteilen vor dem Zusammenbau / Lackieren zu entfernen. Für die Lackiervorbereitungen der Karosserie nutze ich 1000er Naßschleifpapier. Dazu komme ich aber später beim Lackaufbau der Karosserie. ;)

Und den Bastelkleber hast du dir doch nur wegen dem kleinen Pony gekauft :pfeif:
:rot: Süüüüüß gell? :rot:

Wenn du nichts dagegen hast, dann würde ich noch etwas an hilfreichem Werkzeug hinzufügen, auch wenn du jetzt keine gebrauch davon machen kannst, könnte es für den ein oder anderen ein Tipp sein, vielleicht ja auch für dich.
Gerne Ted! Die Skalpelle hab ich auch herum liegen - damit komme ich nicht klar. Wohl zu "ungeschickt" :nixweis:. Aber wenn ich sehe, das Du einzelne Klingen eingewickelt hast und ohne Griffstück verwendest, dann muß ich das mal soherum probieren...und die Krokoklemmen auch ein guter Tip! :prost:

Arbeitsvorbereitungen - Teil II

Ich habe heute morgen als erstes die Spraydosen auf die Heizung gelegt, das die Farbe bis zum Arbeitsbeginn (Nachmittag / Spätnachmittag) handwarm ist.
Handwarm bedeutet:
-> sie trocknet auf jedenfall schneller,
-> ist feiner zerstäubt und - das wichtigste -
-> es gibt eine saubere, glatte Oberfläche.
Bei den momentanen Temperaturen (um die + 13 Grad) unabdingbar. Wird es Kälter (ich lackiere immer im freien!), werden die Spraydosen [i]und [/i]das Modell noch mehr erwärmt - meist schon 24 Stunden vorher.

Danach habe ich die Gießäste wie Oben gezeigt getrennt, um sie separat in den entsprechenden Farben schwarz matt, silber und ein paar Achsteile schwarz glänzend zu lackieren.
Als Einzelteile sind - wir erinnern uns? - die Auspuffanlage und Innenraumwanne zu lackieren. Die Innenraum- und Karosserieteile selbst habe ich zur Seite gelegt. Diese folgen später.
Beim Heraustrennen des Auspuff sind wie fast immer diese Gießgrate...

...zu entfernen.
So. Und diese Bilder haben einen Speicherfehler "0 Bytes" :bang: So muß das sein...
Das Entfernen des Grates...

...habe ich nur mit dem Bastelmesser "in flachem, gezogenem Winkel" :verrückt: vollzogen. Diesen Arbeitsschritt in Bildern hole ich nach.
Hier ist der Grat schon entfernt:

Nun ich nehme mir diese Pins (meist an Abgasanlagen vorhanden) zur Hilfe, ...

...um die Auspuffrohre mit den Halteklammern...

...zu greifen und auf meinen Styropor zu stecken:

Hier bieten sich auch die von Gregor erwähnten Krokoklemmen an ;)
Die restlichen, am Gießast befindlichen Teile haben keine Bearbeitung über sich ergehen lassen - keine auffälligen Grate :ok:

Das schnelle lackieren

Das schnelle lackieren deshalb, weil ich nun den Großteil der Teile am Stück lackiere. Dann komme ich recht zügig im Bau voran und muß nicht jedes Bauteil am Platz anpinseln. Faulheit siegt!
So denn bin ich nachmittags mit meiner Lackierunterlage, den Bauteilen und der ersten Dose unterm Arm ins freie gelascht...

...was fällt auf?
Die Innenraumwanne habe ich abgeklebt...

...weil ich erst den Motorraum lackiere. Später, der Bauanleitung folgend, lackiere ich den Innenraum und die Seitenverkleidungen, wenn die Sitze und Amaturenbrett zusammengebaut sind.

Ich beginne mal mit dem Auspuff.
Hier habe ich nun die Möglichkeit, die Teile aufgesteckt im Styropor zu lackieren:

Oder - so mache ich das - ich nehme sie in die Hand. Dann kann ich sie -beliebig drehen und komme überall mit Farbe ran :) uuuund: ich laufe nicht Gefahr, das andere Teile ungewünschten Spritznebel ab bekommen.
Aber meine Fingerchen trotz Verlängerung mit dem Schaschlickspieß lackieren?!? Und Farbe immer an den Händen abwaschen?!?
Na, ;) wer wird denn... :du:
Ich nehme immer eine Mülltüte, ziehe sie durch die Henkel "an"...

...und die geht mit den Henkeln immer bis über den Ellbogen :D . So weit reicht kein Spritznebel :abhau:
Die Müllbeutel auf der Rolle (6Liter) hole ich in so nem Euroladen ...

Grundsätzliches zum Lackieren mit Spraydosen.
Ich sprühe immer
-> mit dem Rücken im Wind, das der Farbnebel von mir weg zieht
-> aus ca zwanzig cm Entfernung
-> in zügiger Bewegung von links nach rechts
-> mit rytmischen Sprühgeräuschen, synchron zur Bewegung.
Dabei lasse ich den Sprühknopf am "Wendepunkt" außerhalb(!) der Bauteile kurz los und spraye wieder zurück:
* ->pfft * <-pfft * ->pfft * <-pfft usw
:cracy: .
-> in mehreren dünnen Schichten, um Läufer zu vermeiden

Jetzt das Teil zur Hand...

...die Spraydose silber geschwungen, mal gedreht, das ich von allen Seiten heran komme...

...bin ich auch schon fertig. Die Teile stecke ich zum Trocknen wieder zurück ins Styropor.
Die Dose schlließlich auf den Kopf gedreht und den Sprühkopf gereinigt:


Diese Schritte wiederhole an den nächsten Kleinteilen mit Schwarzmatt - nachdem ich die Spraydose getauscht habe! Im Sommer lasse ich alle benötigten Farben in der Sonne stehen.
Vorder- oder auch "Sichtseite" der Bauteile...

...Rück-/ "Klebe"seite...

...alles in der Hand und noch nicht trocken. Zurück gesteckt ins Styropor.

Nächstes Bauteil ist die Innenraumwanne:

In die Hand genommen an der Hutablage, beginne ich mit der Unterbodenseite...

...den ich in diesem Bereich...

...mit dem Pinsel nachmalen werde. Hier habe ich ein Sprühen durch die Schlitze in den Innenraum (die ich nicht abgeklebt habe) vermeiden wollen.
Dann fix gedreht für den Motorraum...

...fertig! Die Wanne hab ich dann auf dem Kopf liegend zum Trocknen weg gelegt.

Nächstes Teil, die Bodengruppe:

Am Spritzling direkt angegrabscht- Kann ja nix passieren - hab ja ne Tüte drüber ^^ .
Hier wieder auf der Oberseite begonnen...

...gedreht...
...Unterseite lackiert und nach Begutachtung noch helle Stellen festgestellt:

Diese habe ich mit gezielten, kurzen "Feuerstößen" aus ungefähr zehn cm nachgebessert:


Zum Trocknen habe ich den verblieben Gießast auf dem Styropor (grüner Pfeil) abgelegt...

...damit das vordere Rahmenteil (Rote Linie) in der Luft bleibt und nicht auf dem Karton festpappt. Hinten liegt die Bodengruppe auf dem Radhaus auf.

Nach getaner Arbeit:

Was ich an den Spraydosen mag, ist die schnelle "Griffeste" Trockenzeit. Man kann sie wieder in die Hand nehmen und bei Seite schaffen. Ich stelle alles wieder auf die Heizung.

Werfen wir mal eine Blick auf die Teile.
Der Auspuff:
Diese Stellen...

....hat das Felgensilber ansich, wenn es doch etwas zu frisch war. Hier stört es nicht - im Gegenteil. Das könnte man mit einer erneuten, wärmeren Schicht beheben.

Die Innenraumwanne wieder des Klebebandes befreit:

Apropos Klebeband:
Für diese Arbeiten reicht ein billiges völlig aus. Ich hole es immer im Billigposten Baumarkt oder wenn es bei Lidl/Aldi im Dreierpack im Angebot ist.

Wenn die Teile soweit getrocknet sind...

...landen sie bis zur weiteren Verwendung in der Modellschachtel:


Phuuu....das war es mal für Heute. Ganz schön viel zu schreiben für einen kurzen Lackier"job".
Bisherige Arbeitszeit: 1Std 35min

Das schließt den Abschnitt der Arbeitsvorbereitungen ab.
Als nächstes:
der Bau ansich, beginnend mit dem Motor.

Danke für die Aufmerksamkeit,

:cu:

24

Freitag, 4. November 2011, 10:43

Zum Anfassen verwende ich immer Einmalhandschuhe, die kosten bei den großen Drogerieketten recht wenig und lassen sich locker bis zu zehnmal benutzen. Da hab ich einfach ein besseres Gefühl in den Fingern wenn ich mal umgreifen muss. Und ich laufe auch nicht Gefahr, dass die Mülltüte mal aus Versehen an die frisch gelackten Teile kommt ...

Sach ma, wie hältst Du es mit dem Abwaschen in Seifenlauge vor dem Lackieren? Nur bei der Karosserie? Bei den Kleinteilen nicht? Hast Du in dem Fall keine Probleme beim Pinseln? Bei mir haftet die Farbe regelmäßig NICHT, was zu a) Nervenzusammenbrüchen und b) übermäßig dicken Farbschichten führt :evil:
Leben ist wie Sex. Wenn man es richtig gut will, muss man es selber tun.

Aktuell im Bau:
Mercedes Benz L 3000 von Italeri

Zuletzt gebaut:
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25

Freitag, 4. November 2011, 12:16

Guten Morgen Uli,

Einweghandschuhe... :idee: ....hmmm. Klar, kann man auch machen :ok:

Ich mag den Geruch der Hände nach dem Verwenden von Einweghandschuhen nicht. Wenn ich welche verwende, dann nur einmal, nie ein weiteres. Bislang bin ich nicht an die Teile gekommen, auch wenn Wind gegangen ist. Die Tüte geht ja bis über den Ellbogen mit den Henkeln ;)
Das klappt auch bei der Karosserie. Dazu kom ich ja noch.

Zu Deiner Frage:
Nein, ich habe die Bauteile von Innenraum/Unterboden/Motor noch nie in Seifenlauge abgespült.
Bisher (nach ca. 200 gebauten Modellen) hatte ich nur ein Modell, an dem keine Farbe gehaftet hat. Da löste sich binnen kürzester Zeit jeder Lack - egal ob die Karosserie inkl. Grundieren oder die schwarzmatten Teile. Das war mein Ford Torino - den bekam ich nur durch entlacken mit Dovanol in Griff, das anscheinend ein bischen den Lack willig machte.

Die Karosserie behandele ich anders. Sie sticht ja sofort ins Auge und da sollte das Hauptaugenmerk liegen :D

26

Freitag, 4. November 2011, 13:58

Den Effeckt beim Felgensilber kenne ich auch sehr gut. Ich finde aber, dass das oft ganz gut passt und realistischer rüberkommt.

Aber sag mal, nutzt du keinerlei Grundierung? Ich nutze auch für alle Kleinteile wie Auspuff, Fahrwerk und dergleichen zumindest farblosen Plastik Primer. Selbst beim Unterboden, da es mir gerade da schon oft passiert ist, wenn ich nicht grundiert hatte, dass mir Farbe abgeplatzt ist. Sei es durch Stoß oder Klebeband.

27

Freitag, 4. November 2011, 14:24

Hallo Dominik,

erst einmal vielen Dank für den "Kurs" ! Klasse ! :thumbup:
Zwei Fragen zum Lackieren : die Sprühdosen enthlten ja ein Treibmittel, das ja sicher auch einen netten Duft "entfaltet".
Wie lange dauert es nach Deinen reichhaltigen (200 Modelle !!! Wahnsinn !) kenntnissen, bis dieser aus den Teiulen raus ist ?
Und was für Farben verwendest du dort ?

Gruß und danke
Andreas

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28

Freitag, 4. November 2011, 15:40

Zum Anfassen verwende ich immer Einmalhandschuhe
Ich auch, als Krankenpfleger sitze ich ja quasi an der Quelle... ;)

Sehr schöne Anleitung bisher, Dominik. Du nimmst Deinen Auftrag, die Basics zu vermitteln wirklich sehr ernst, find ich gut!

Kurze Zwischenfrage: Lackierst Du auch bei Minusgraden draußen? Reicht da das Anwärmen von Lack und Bauteilen? Ich lackiere im Wintergarten, es bleibt aber nicht aus, dass es dort im Winter extrem kalt drin wird und bisher habe ich mich nicht wirklich getraut, bei diesen Umständen zu lackieren.

Gruß, Heiko.

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29

Freitag, 4. November 2011, 19:12

Danke für Euer Lob!
Ja, ich nehme das ernst aber mache das gerne.
Ich habe schon gemerkt, das ich manche Schritte wirklich wiederholen muß, wenn man zuviel "routine" beim Bau hat und einfach mal ein Bild zu machen vergißt. Öfters muß ich die Schritte vorher überlegen, wie ich sie am besten rüber bringe...Na, eine gute Planung ist alles ;)

Lackieren ist ein Fall für sich und jeder hat seine Angewohnheiten.
Gregor, bislang hatte ich wie gesagt nur ein mal Probleme, das der Lack nicht haftete. Ich denke, da kommt es auf den Kunststoff und Hersteller an. Keine Ahnung. Bei Unterboden / Motor oder Innenraum grundiere ich wie gesagt nicht.
Andererseits: wenn der Lack ohne Grundierung nicht hält, ist dann automatisch gewährleistet, das er mit Grundierung hält?!? Hmmmmm.....ich denke nicht. Ein Beispiel hab ich auf dem Tisch, meine Beach Bonanza. Da hab ich bisher alles probiert - ohne Erfolg. Ich lichte sie mal heute Abend ab und schreib ein, zwei Zeilen dazu.

Andreas, ich verstehe Deine Frage nicht ganz? Die Dosen riechen recht "angenehm". Was das Treibgas angeht: verflüchtigt sich das nicht beim Verlassen des Sprühkopfes? Ich meine, das es nur für die Zerstäubung und als "Transport- bzw. Druckmittel" im Einsatz ist :nixweis:
Und was für Farben verwendest du dort ?
Wie meinst Du das?

@Heiko: Ja, ich lackiere im Freien, solange es das Wetter zuläßt. Zur Not, wenn ich spätabends lackiere und Licht brauche oder zu viel Wind herrscht, weiche ich zwischen Scheune und Wohnhaus aus. Ich kann mich ehrlich gesagt nicht daran erinnern, das ich wegen des Wetters Rücksicht darauf genommen hätte...einzig bei Regen (hohe Luftfeuchtigkeit). Wenn es doch zu kalt sein sollte (Grauschleier, wie beim Auspuff), dann verschiebe ich das Lackieren.
Wenn die Teile angewärmt sind und nach dem Lackieren gleich wieder ins Warme kommen klappt das eigentlich. Ich habe ungefähr 15 Meter Weg durch die Scheune und dann noch ein Stockwerk runter in "mein Reich".

  • »Dominik« ist der Autor dieses Themas

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30

Freitag, 4. November 2011, 19:17

Hab noch was vergessen...
Hast Du in dem Fall keine Probleme beim Pinseln? Bei mir haftet die Farbe regelmäßig NICHT, was zu a) Nervenzusammenbrüchen und b) übermäßig dicken Farbschichten führt :evil:
Meist lackiere ich Innenräume mit zumindest einem abgestimmten Farbton auf den Außenlack. Wenn ich keinen passenden Matten im Bestand habe, dann eben Glanzlack und anschließend Matter Klarlack drüber :ok:
Ab und zu habe ich Probleme mit den Tamiya Farben (die ich verwende), das ich keine Deckung hinbekomme, weil sich die Farbe wieder löst beim überpinseln. Das aber nur vereinzelt bei matten Grautönen :nixweis: und auf pures Plastik!
Wie ich das mit dem Grau hier löse, kommt später ;)

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