. Ich werde mich zu gegebener Zeit revanchieren! Deine Mayflower ist übrigens die gleiche, die ich grad baue! Da hat Heller eine alte Revellgußform aufgekauft. Der Maßstab ist natürlich Kokolores! Übrigens werde ich vermutlich auch -nach meinem momentanene Projekt- noch ein weiteres Plastikschiff bauen und mich dann mal versuchsweise an Holz probieren. Vielleicht werd ich Dir dann zustimmen können. Wenn's nicht hinhaut oder ich nicht so viel Spaß daran haben sollte (glaub ich aber nicht!), mach ich eben weiter "in Plastik". Wir werden sehen...
. Das ist zwar nichts wirklich innovatives hier im Forum, hat aber im vorliegenden Fall schon mal schön stabile und irgendwie „massive“ Untermasten ergeben. Im weiteren Bauverlauf musste ich jedoch wieder Folgendes kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen: Die Marsstengen (nächste Etage im Mast) sollten mittels angegossener Eselshäupter (das sind die horizontalen Verbindungsteile der einzelnen Mastabschnitte) befestigt werden. Doof nur, dass die Eselshäupter seitliche eckige Öffnungen hatten, in denen seitlich die mehr oder weniger runden Zapfen der Untermasten eingeklebt werden sollten: Dass das natürlich nicht unbedingt elegant ineinander fluchtet, erschliesst sich wohl sogar dem Nichtmodellbauer. Hier musste also gespachtelt und anschliessend geschliffen werden. Was denkt sich Revell bei so was (außer vielleicht „dehs passt scho“) nur??
), ohne unrealistische Nahtstelle. Aber um eine gleichmäßige nahtlose und zylindrische Mastoberfläche zu bekommen, ging’s letztlich nicht anders. Im Anschluss habe ich alles wieder ergänzt: Kunststoffklampen von Graupner (nehm ich immer und sehen viel besser aus!), und dann die Wuhlinge aus „Tauwerk“ in 0,4mm. Im Bausatz und komischerweise auch auf Bildern des Nachbaus sind keinerlei „Holz-“reifen vorgesehen, die die Wuhlinge ober- und unterhalb begrenzen, obwohl –glaubt man Fachliteratur und Referenzgemälden- bereits spätenstens Anfang des 17. Jahrhunderts en vogue waren. Also wurden diese ebenfalls aus Plastiksheetstreifen in 0,3x1mm ergänzt. Eine „nahtlose Naht“ erhält man übrigens, wenn man die Streifen punktuell an den Mast klebt, dann herumlegt, überlappen lässt und dann durch beide Lagen mit dem Cutter einen beherzten Schnitt macht: Danach passt das wie angegossen!





die Masten sind saustark geworden.



). In der Summe schafft man so relativ viel, ohne in Stress zu kommen. Aber die eigentliche Arbeit kommt jetzt ja erst noch und ich denke bis Weihnachten schaff ich das nicht. Aber mal schauen, ich lass mir jedenfalls die nötige Zeit dabei.





Zitat
Was meinst Du, wieviel Bruch ich speziell beim Anbringen der Bohrungen produziert habe- selbst beim behutsamen Vorkörnen mit eine Stecknadel sind mir die Dinger reihenweise gespalten, weil sie so dünn sind!
...)
Bei mir liegt noch ein Büchlein mit den Titel Sevententh Century Rigging von R.C. Anderson rum, diesem Autoren nach gab es Racktaljen in einer frühen Form bereits im 16 Jahrhundert. Allerdings wurde die ältere Variante (ties and halliards) über einen recht langen Zeitraum abgelöst. Beide Varianten sind für englische Schiffe bis weit ins 17. Jahrhundert belegt. Durch stöber doch mal dieses Buch von Anderson https://books.google.de/books?id=c_sJIeR…lliards&f=false
Zitat
Und: Meine Literatur sagt nichts bezüglich eventueller Racktaljen aus.
Laut Mondfeld waren die aber schon lange vor der Mayflower bekannt und
in Gebrauch. Ich habe mich nun dafür entschieden, diese auch am
aktuellen Modell darzustellen. Hat da jemand eventuell noch
brachliegendes Wissen diesbezüglich, so möge er sprechen!

...und genau das ist auch der Grund, warum ich mich mit dem Buch bisher nicht eingehender beschäftigt hatte. Aber ich sollte -glaub ich- mal ein wenig an meiner epochenmäßigen Engstirnigkeit arbeiten, merk ich mal wieder...
Zitat
auch wenn der Kernbereich des Buches etwas nach der Maiblume liegt, da es die Periode der Bugspriet-Topmasten behandelt.
Morgen!![]()
Ich hatte heute mal etwas mehr Zeit, und deshalb habe ich heute schon mal begonnen, mich auf die bevorstehende Takleorgie vorzubereiten. Das bedeutet erstmal, die nicht vorhandene, aber dringend benötigte Riggkomponenten selbst herzustellen.
Zur Herstellungsweise:
Aus einer Nussbaumleiste habe ich sowohl Jungfern als auch Rackschlieten hergstellt. Erstere durch Dreieckkigfeilen einer Vierkantleiste, die anschliessend in Scheiben geschnitten wurde. Anschliessend habe ich die umlaufende Kerpe reingefeilt und die Löcher gebohrt. Die Schlieten habe ich ebenfalls im gewohnten "Christstollenverfahren" hergestellt: Erst ein Leistenstück in Länge der benötigten Teile mit dem Schlietenprofil versehen und anschliessend mit dem Cutter Scheibe für Scheibe abgeschnitten, geschmirgelt und anschliessend zusammen mit den Jungfern auf Klebeband fixiert und lackiert. Ich habe mich diesmal gegen Beizen entschieden, da die Beize diese filigranen Teile aufquellen lässt und beschädigt.Die andere Seite wird morgen lackiert u d dann alles schon mal gedraket. Als Klotjes werde ich wieder meine kleinen Schmuckperlen aus dem Bastelbedarf nehmen. Frage: Dunkelbraune Schlieten und schwarze Korallen- denkt ihr das stimmt von der Farbgebung her? Ich habe diesbezüglich nichts gefunden, denke aber, dass diese mechanisch hochbeanspruchten Teile lediglich stark mit Teer gegen Witterungseinflüsse behandelt worden sind. Oder?![]()
Und: Meine Literatur sagt nichts bezüglich eventueller Racktaljen aus. Laut Mondfeld waren die aber schon lange vor der Mayflower bekannt und in Gebrauch. Ich habe mich nun dafür entschieden, diese auch am aktuellen Modell darzustellen. Hat da jemand eventuell noch brachliegendes Wissen diesbezüglich, so möge er sprechen!
Nein, das ist jetzt nicht mein vorverlegtes Weihnachtsplätzchenbacken, sondern die Herstellung von Rackschlieten und Stagjungfern. Weil ich
dabei eine ganze Menge Ausschuss produziert habe, habe ich an den paar Teilen doch echt einen ganzen Nachmittag bis in den Abend hinein
drangesessen! Die Makroaufnahmen sind wie immer gnadenlos, bei mir auf der Werft sehen die Teile eigentlich ganz passabel aus. Aber
spätenstens, wenn alles eingebunden oder aufgefädelt ist, werden Unegalitäten nicht mehr unbedingt zu sehen sein, hoffe ich.
Die Stagungfern sind unterschiedlich groß, jeweils paarweise: Vorstag, Großstag, Besanstag und Großstengestag.
Ebenso die Schlieten: dreilöchrige große für das Grossuntermastsegel, dreilöchrige kleinere für das Fockuntermastsegel und jeweils zweilöchrige für Fockmars-, Großmars-, Blinde und Besansegel.
Mit solchem Kleinscheiss werd ich mich jetzt demnächst dann öfters bei Euch hier melden, okay?![]()
Schöne Grüße
Chris![]()
Ja ich weiss,





. Diese waren aber lediglich schmale Ringe, so sehen sie dem Original entsprechender aus.
, dann kommt er zurück und hat das Dschunkenfieber.
Nix da
und viel Vergnügen im Urlaub, hast Du dir verdient.
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