Überraschung! Wegen einer abgesagten Reise habe ich noch ein paar Sonder-Schichten in der Werft gefahren.
Was sich geändert hat: Der Heckspiegel mit dem preußischen Flattermann hat mir nicht mehr gefallen. Und die preußischen Flaggen und Flammen fand ich auch zu düster. Ich habe mich darauf besonnen, dass der „Rode Leeuw“ ein niederländisches Schiff war, bis es 1601 als „junger Gebrauchter“ den Eigentümer wechselte. Der Heckspiegel zeigt jetzt ein Wappen mit einem zeitgenössischen roten Löwen. Heimatprovinz ist Südholland, das ebenfalls einen roten Löwen in der Flagge führte.






Für die Mannschaft habe ich den Bausatz „Carabelas und Galeones“ von Artesania Latina verwendet. Ist nicht ganz stilecht, aber passt fast genau zum Maßstab 1:60.


Der Sailor auf der Galion ist leider etwas zu groß. Da er aber eine sitzende Tätigkeit ausübt, fällt das vielleicht nicht so auf. Nach Art des Geschäftes ist er ohnehin nur temporär dort im Einsatz.


Die Drehbassen auf der Heckgalerie habe ich aus Zahnstochern, Takelgarn und Glasperlen gebaut.

Fazit: Mein Ziel war es, aus dem unvollständigen Uraltbausatz „Berlin“ 1. ein eigenständiges Modell zu bauen und 2. dabei möglichst viel vorhandenes Material zu verwenden. Punkt 1 habe ich m. E. realisiert, Punkt 2 nicht so ganz, denn ich habe doch einiges Material zukaufen müssen.
Und ja, heute würde ich das eine oder andere anders bauen, z. B. würde ich die Großrüsten etwa einen cm weiter nach hinten setzen, denn so wie es jetzt ist „schamfilt“ die Großrah an den vorderen Wanten. Die Heckgalerie würde ich wahrscheinlich etwas schwungvoller gestalten und den Besanmast mehr nach achtern neigen. Beste Grüße Klaus