Sie sind nicht angemeldet.

541

Donnerstag, 19. Februar 2026, 15:43

Hallo zusammen.

Was soll ich sagen, es gibt neues aus der Schäfer Werft zu berichten, aber leider keine Fortschritte.
Es kommt jetzt die Zeit, wo sich Modellbauschritte die ich vollendet habe mit neuen verzahnen. Und da ich viele Sachen untereinander vermischt habe, sei es die zwei Zurüstsätze von Pontos und Ka-Models oder auch die gedruckte Sachen von Micro Master, sieht man nun was passt und was nicht.

In diesem Fall geht es um die Abspannseile der Masten. Diese habe ich an ihren Befestigungspunkten kontrolliert, da ich ein komisches Gefühl bei ihnen hatte. Den mittleren Teil der Masten zur Probe angebracht und die Pardunen durch dünne Styrol Rundstäbe simuliert. Leider musste ich feststellen, das mein Gefühl mich nicht getäuscht hatte. Die kleine Dampf Barkasse sitz zu weit hinten und ist im Weg.



Oh Schreck was tun.
Erst habe ich versucht, die Anschlagpunkte der Seile zu verlegen. Das funktioniert aber nicht, es ist einfach zu wenig Platz und wäre auch nicht richtig. Auf den alten Bildern der Mikasa ist gut zu sehen, das sie Pardunen genau dort befestigt waren, wo die Decksaugen jetzt sitzen. Es blieb also nur die Möglichkeit, die Barkasse in ihrer Position zu verlegen.
Also vorsichtig runter damit. Ich bin so froh, das ich Sekunden Kleber nur noch sehr selten benutze. Der Acrylkleber hat wirklich eine gute Festigkeit, lässt sich aber wesentlich besser wider lösen. Vorsichtig mit dem Skalpell die Wiegen gelockert und ohne Bruch entfernt. Ein bisschen Farbe musste dran glauben, kann aber gut wieder nachgearbeitet werden.



Dann die Barkasse testweise nach vorne gelegt.



Und siehe da, jetzt passt das auch mit den Spannseilen wieder. Alle anderen Kutter können bleiben wo sie sind, da habe ich keine Probleme mit den Pardunen.



Puh, das ging gerade noch mal gut.
Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram:

542

Freitag, 20. Februar 2026, 18:36

Hallo liebe Foren-Gemeinschaft.

Ich brauche mal wieder den Rat der maritimen Experten.
Ich näher mich langsam den letzten Details und dazu gehören auch die restlichen vier Cutter die in den Davits am Heck hingen. Zumindest in der schwarz-weißen Friedens Lackierung.
Nun kommen mir aber Zweifel auf ob diese auch an Bord waren, als sie zur Kriegszeit im Einsatz war.
Zum einen habe ich die wenigen Fotos studiert auf der sie in grau abgelichtet wurde, und darauf erkenne ich keine Cutter.
Und dann gibt es hier noch die Mikasa von Jochen, die hat am Heck auch keine Beiboote.

Kann mir dazu jemand was sagen?
Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram:

543

Samstag, 21. Februar 2026, 06:03

Noch ein Nachtrag.
Ich stelle sie nicht während eines Gefechtes da. Das hatten wir ja schon geklärt, das Schiffe dann entholzt werden. Mein Schiff soll nach 1905 und nach der Schlacht von Tsushima dargestellt werden.

Die Frage ist also eher, hat man die Boote anschließend wieder an Bord gebracht.
Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram:

544

Sonntag, 22. Februar 2026, 12:58

Meine Frage nach den Beibooten am Heck, ist denke ich mal geklärt.
Meine Infos, die ich in anderen Foren erhalten habe besagen, das ich mich im Prinzip frei entscheiden kann ob ich sie darstelle oder nicht. Ich begehe in keinem Fall einen historischen Fauxpas.
Aber am wahrscheinlichsten dürfte es sein dass diese Boote, wenn ein Kampfeinsatz drohte nicht in den Davits hingen und sie wohl nach Tsushima permanent von Bord genommen wurden.
Und so werde ich sie auch weg lassen, was das ganze enorm vereinfacht. Diese Diva von Schiff hat mich schon bis hier her extrem gefordert.

Zunächst habe ich mich aber ein letztes mal um das Hauptdeck mittschiffs gekümmert.
Ich habe einen neuen Hersteller für 3D Drucksachen gefunden und bin mit dem Besitzer in Kontakt getreten. Es hat einen sehr netten und fruchtsamen Gedankenaustausch gegeben und nun gibt es bei ihm, in meinem Maßstab Kisten und Fracht zu kaufen.
Diese sind vornehmlich für ein Hafendiorama bestimmt, aber es fallen genug einzelne Kisten und Fässer an, um mein Modell damit zu bestücken. Außerdem bietet er auch Figuren an.

Hier mal der Link zu Modellbauray

Und so habe ich mir eine kleine Auswahl zusammengestellt.



Angemalt und gealtert machen sie einen sehr guten Eindruck.



Also ab aufs Schiff damit. Es muss noch Proviant gebunkert werden.



Auch von Backbord ist noch gut was zu erkennen.



Unter der Pinasse hat es mich einige Versuche gekostet, die Kisten und Fässer abgelichtet zu bekommen. Aber ich denke mal, das ich wieder an Tiefe beim dem Modell dazu gewonnen habe.



Auch die Bücke hat noch eine Kiste bekommen, in der die Persenning gelagert wird.



Und einer muss ja den Dreck aufkehren....



Jetzt bekommt der Schornstein noch seine Krone und dann geht es an den Ankerbereich.
Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram:

545

Sonntag, 22. Februar 2026, 14:28

Moin,

sieht verdammt gut aus, die Kisten und Figuren :ok:

Vielen Dank auch für den Link, der ist direkt gespeichert :hand: Ich hab ja noch die 1:200 Trumpeter Scharnhorst im Regal, da kann ich sicherlich was gebrauchen.

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


Liste meiner Modellbau-Projekte im Portfolio

546

Montag, 23. Februar 2026, 04:51

Danke Ingo.

Ja, Kisten wahren wirklich etwas das mir fehlte, sie lockern die ganzen Szenen noch mal auf. Und bei den Figuren war es toll, das ich mit dem neuen Anbieter ein paar extra Körperhaltungen dazu gewonnen habe

Eine Scharnhorst in meinem Maßstab?!
Sehr cool, ich hoffe ich sehe bald einen Baubericht hier davon im Forum. :)
Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram:

547

Montag, 23. Februar 2026, 07:41

Moin,

Sehr cool, ich hoffe ich sehe bald einen Baubericht hier davon im Forum. :)
Das wird auf jeden Fall noch dauern bis es soweit ist ...
Ich habe ja noch das ein oder andere offene Projekt und vor dem Bau muss auf jeden Fall geklärt werden, wo die Dame dann Platz nehmen darf ;)

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


Liste meiner Modellbau-Projekte im Portfolio

Beiträge: 374

Realname: Markus

Wohnort: Lkrs. Mühldorf am Inn

  • Nachricht senden

548

Dienstag, 24. Februar 2026, 20:10

Und Das in 1:200

Ja, l... mich, unglaublich wenn ich es nicht sehen dürfte....danke dafür. Davon bin ich Lichtjahre entfernt. Ich liebe die erste Panzerschiffgeneration Aufgrund ihrer etwas, aus heutiger Sicht, archaischen Bauweise.
Mit besten Grüßen,
Markus


Bedenke stets, dass alles vergänglich ist, dann wirst du im Glück nicht zu fröhlich und im Leid nicht zu traurig sein.
Socrates (470-399 BC)


549

Donnerstag, 26. Februar 2026, 09:32

Ahoi Markus.

Danke für die Blumen. ^^

Ich liebe die erste Panzerschiffgeneration Aufgrund ihrer etwas, aus heutiger Sicht, archaischen Bauweise.
Absolut, daher habe ich mich vor nunmehr fast genau zwei Jahren, auch besonders auf dieses Projekt gefreut.
Die Form des Rumpfes erinnert mich durch den angedeuteten Rammsporn an eine griechische Trireme, was ich besonders reizvoll fand. Sie ist so ganz anders als zum Beispiel die Bismarck die ich davor gebaut habe.

Allerdings fordert das Modell mich auch extrem, da alles sehr filigran und verschachtelt aufgebaut ist. Eine Herausforderung ohne Zweifel, aber dieses wunderschöne Schiffes ist es wert. ;)
Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram:

Beiträge: 870

Realname: Danny

Wohnort: Neustadt/Orla Thüringen

  • Nachricht senden

550

Samstag, 28. Februar 2026, 22:28

Hallo Jölle,

auch wenn Schiffe nicht mein Baugebiet sind, interessieren mich Miniaturmodelle doch im allgemeinen. Besonders wenn, wie bei dir, so ein hoher Detailgrad zu sehen ist. Dein Schiff wirkt schon eher wie ein Diorama und ich habe mir jetzt deinen Baubericht in letzten 3,5 Stunden zu Gemüte geführt.
Meinen vollen Respekt für deine tolle Arbeit, ich werde dir weiter zuschauen.
Grüße Danny

Wie Mutti, stets sagte... Hätteste Tauben als Hobby... würdest du auch voller Freude im Dreck stehen!


3D-Druck - was ist möglich

Modellbauer in Ostthüringen

551

Sonntag, 1. März 2026, 10:12

Das ist sehr nett von dir, danke Danny.

Es freut mich zu lesen, dass du dir so viel Zeit genommen hast meinen Baubericht zu studieren und dir mein Ergebnis zusagt. Ich bin immer besonders erfreut, wenn ich jemanden außerhalb des maritimen Dunstkreises hier mit meinen Modellen erreiche.
Das das Modell schon wie ein kleines Diorama wirkt ist natürlich auch der modernen 3D Drucktechnik geschuldet. So kleine Figuren in solch lebendigen Posen ermöglichen es erst, Schiffsmodelle in diesen Maßstäben lebendig erscheinen zu lassen.

Schön, das du mir weiter über die Schulter schauen willst.
Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram:

552

Montag, 2. März 2026, 10:39

Ahoi zusammen.

Kommen wir zu einem weiteren Detail, das ich schon ziemlich zu Anfang geplant und vorbereitet hatte. Den Auslösemechanismus für die Anker.
Vielleicht erinnert ihr euch noch, dass ich am Rumpf drei Aussparungen erstellt habe um dieses Detail einzufügen.



Dazu erst mal wieder die Einzelteile vorbereiten. Profile, Messingröhrchen und ein Auslösehebel, der aus einer Relingstütze angefertigt wurde.



Alles mit viel Geduld zusammengefügt und fertig zum Einbau.



Es passt wunderbar zusammen und ich bin zufrieden. Der Auslösehebel wird erst angebracht, wenn die Reling verbaut ist.



Dann zur Probe eine Kette eingehangen, die später den Anker an seiner Liegeposition halten wird.



Was mich zum Selbigen bringt.
Ein weiteres mal muss ich auf die künstlerische Freiheit zurückgreifen und historische Fakten ein wenig zurechtbiegen. Und das aus folgendem Grund.
Drei…



Das sind die Anker die mir zur Verfügung stehen.
In der Mitte das original Bauteil welches auch so von der Firma Pontos zum Einbau vorgesehen wäre, ohne irgendeine Verbesserung. Erneut hat mich Pontos hier enttäuscht, da hätte ich mehr erwartet.
Rechts außen versucht es KA-Modells besser zu machen, mit einem Anker aus Zinn. Netter Versuch, aber sehr schlecht umgesetzt.
Was bleibt mir also, ihr ahnt es schon.
Zwei…



Ich werde also den Anker der nicht der richtige ist, von Micro Master benutzen. Ich setze hier wahrlich auf die Detailtiefe, die in diesem Fall vor der historischen Akkuratesse für mich steht.
Darum werde ich den Anker modifizieren und um es mit dem alten Ebay Slogan zu sagen,
Eins, meins…



Mann, ist dieser Anker klasse.
Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram:

553

Montag, 2. März 2026, 12:27

Moin,

ich kenne dein Problem. Verschiedene Bauteile, alle passen irgendwie, aber keines so richtig zu 100%. Den besten Anker nehmen und dann pimpen ist sicherlich keine schlechte Entscheidung. Ich bin gespannt was Du daraus dann wieder zaubern wirst.
Alternative: Selber in 3D konstruieren und dann drucken. Glaub mir, das macht fast genauso viel Spaß 8)

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


Liste meiner Modellbau-Projekte im Portfolio

554

Montag, 2. März 2026, 13:32

Ja Ingo, das ist für mich denke ich der beste Weg. Der Anker von Micro Master ist einfach zu gut um ihn außen vor zu lassen.

Deine Alternative wäre eine Möglichkeit, aber da gibt es zwei Punkte die bei mir dagegen sprechen.
Erstens, ich habe einen Filament- und keinen Resindrucker. Der ist bekanntlich nicht für so feines Zeug gedacht.
Und zweitens, ich müsste den Anker erst mal konstruieren. Dazu fehlt mir aber das Talent, die Lust und Schlussendlich auch die Zeit, um mich damit auseinander zu setzen. ;)
Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram:

Beiträge: 374

Realname: Markus

Wohnort: Lkrs. Mühldorf am Inn

  • Nachricht senden

555

Montag, 2. März 2026, 15:04

Na da hab ich auchmal

eine bescheidene Meinung;
1. Was Du da baust ist der totale Wahnsinn, ein optisches Highlight vor dem Herrn.
2. Der gewählte Anker ist einfach der Schönste, historisch hin oder her.
Ich muß leider immerwieder in den letzten knapp 50 Jahren Modellbauerei feststellen, es ändert sich eigentlich nichts...am Erbauer. Man strebt irgendwie nach absoluter Präzension und historischer Korrektheit, aber letztendlich stehen einfach nur Alle zum Schluß davor und sind dermaßen begeistert und kein Aas, das nicht so tief in der Materie drinsteckt wie Du, wird den "falschen" Anker bemerken oder ob die Anzahl der Nieten stimmt, 2mm zu lang/zu kurz......ppppffffff, es schaut einfach genial aus. Und mehr soll es auch nicht. Und glaube mir Jölle, Du bist sowas von nahe an der Perfektion, wie man als Modellbauer nur sein kann und ich kann nur immerwieder staunen.
Mit besten Grüßen,
Markus


Bedenke stets, dass alles vergänglich ist, dann wirst du im Glück nicht zu fröhlich und im Leid nicht zu traurig sein.
Socrates (470-399 BC)


Beiträge: 145

Realname: Armin

Wohnort: Reichenau

  • Nachricht senden

556

Montag, 2. März 2026, 23:06

Moin Jölle,

der auf dem Bild der "original"-Mikasa zu sehende Anker könnte ein Inglefield-Anker sein. Der von dir gezeigte Modell-Anker von Micro Master scheint aber eine andere Bauform zu haben. Ich habe auf meiner SACHSEN und auch auf der SIEGFRIED einen Inglefield Anker verbaut. Ich könnte dir diesen in deinem Maßstab drucken, so du mir die von dir benötigten Maße durchgibst (Länge des Stocks und breite des Ankers). Der von mir konstruierte Anker ist voll beweglich, sodass du ihn auch in die passende Stellung bringen kannst.


Es ist der linke Anker, er ist gut skalierbar und problemlos auch in 1:200 druckbar.

LG, Armin

557

Dienstag, 3. März 2026, 06:27

Guten morgen ihr beiden.

@unduli
Das ist sehr nett geschrieben von dir, Markus.
Das Problem mit dem Nieten zählen ist genau so wie du es beschreibst. Man ist oft selbst sein größter Kritiker und die wenigsten werden den Unterschied wie zum Beispiel bei den Ankern erkennen.
Aber man sollte bei einem Schiff das existiert hat schon versuchen, es so historisch korrekt zu bauen wie es einem möglich ist. Das hat gerade ein so geschichtsträchtiges Schiff wie dieses hier, verdient.
Darum sind die Übergänge zwischen dem künstlerischen Aspekt und der historischen Genauigkeit oft fließend. Was bei der Mikasa durch die wenigen verlässlichen Informationen die ich von ihr habe, noch zusätzlich erschwert wird.

Was mich zum Armin bringt.

Wow, das ist echt nett von dir. :love:
Aber ich befürchte, das auch dein Inglefield-Anker nicht der richtige ist. Ich habe hier deinen Anker mal ausgeschnitten und vergößert, damit wir uns auf das wesentliche konzentrieren können.



Und hier das Bild von meinem vorigen Beitrag. Ich habe das mal gedreht und gespiegelt um eine ähnliche Position zu deinem Bild zu erlangen. Also meines Erachtens haben die Schaufeln doch eine etwas andere Form und auch der, ich nenne ihn mal Schnabel, in der Mitte ist anders geformt und aufgebaut als bei deinem Anker. Und einen Schäkel hat er da auch nicht.



Hier ist der Anker vom Museumsschiff noch mal in einer anderen Perspektive. Ich befürchte, das ist noch mal ein ganz anderer Anker als dein Inglefield-Anker.



Ich weiß dein Angebot wirklich zu schätzen Armin aber ich denke, dann kann ich auch bei dem Anker von Micro Master bleiben. Was übrigens ein Byers Stockless Anker ist.

Und noch was, es freut mich sehr zu sehen was hier für eine tolle Forengemeinschaft existiert, da der Ingo mir auch schon seine Hilfe angeboten hat.
Bin echt geflasht, Männers. :respekt:
Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram:

Beiträge: 145

Realname: Armin

Wohnort: Reichenau

  • Nachricht senden

558

Dienstag, 3. März 2026, 08:00

Moin Jölle,

du hast recht, der MIKASA-Anker hat in der Tat eine komplett andere Bauform. Ich habe mal flüchtig in meinem Archiv nachgeschaut, aber für diese Ankerform keine Zeichnung gefunden. es wäre schon interessant, diesen Anker als parametrisiertes Modell in einem CAD nachzubauen. Das sind ja Bauteile, die wir unabhängig von einem bestimmten Schiff im Modellbau verwenden können. Hast du ggf. eine entsprechende Zeichnung von diesem Ankertyp?

Für mich ist das selbstverständlich, anderen Modellbauern die dieses mittlerweile seltene Hobby betreiben, soweit ich das kann, zu helfen. Wir haben am Ende ja alle etwas davon.

LG, Armin

559

Dienstag, 3. März 2026, 08:24

Moin Armin.

Für mich ist das selbstverständlich, anderen Modellbauern die dieses mittlerweile seltene Hobby betreiben, soweit ich das kann, zu helfen. Wir haben am Ende ja alle etwas davon.


Ich glaube tatsächlich das ist einer der Merkmale, die Modellbauer so besonders macht und vielleicht von anderen Interessengruppen unterscheidet. ;)

Leider habe ich nichts anderes als die Bilder des Ankers, der noch auf dem Museumsschiff liegt. Auf den original Bildern des Schiffes sind sie nur schlecht zu erkennen, aber die Form scheint zu stimmen.



Und auch bei der Firma Micro Master, die sehr viel Produkte der Royal Navy aus WW1 und WW2 vertreibt ist kein Anker zu finden, der annähernd so aussieht.
Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram:

560

Freitag, 6. März 2026, 05:24

Es ist also der Detailreiche, aber nicht ganz korrekte Byers Stockless Anker geworden den ich modifiziert habe und euch in diesem Mini-Update zeigen möchte.
Der Anker ist zu lang um ihn auf die vorgesehen Liegefläche zu bekommen. Außerdem fehlt ihm der Ankerstock. Daher habe ich den Anker vom original Bausatz zerschnitten, um einen Stock zu erhalten und den gedruckten Anker gekürzt.



Den Schaft verlängere ich mit einem Styrolprofil und den Schäkel erstelle ich mit Kupferdraht neu.
Das war auch eine Sache die mir am Bausatz-Anker nicht gefiel. Der Schäkel stand waagerecht zum Schaft. Das würde Herr Newton nicht zulassen und auf seine newtonschen Gesetze beharren. Darum sollte der Schäkel auch nach unten zeigen. Der Stock bekam noch ein Loch was auch beim Original so war.



Und so habe ich alles zusammen gefügt und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die Schäkel kommen dann erst beim befestigen der Ankerkette hinzu, da ich diese einfädeln muss.



Danach auf ihren Liegeplätzen kontrolliert, ob ich kein Murks gemacht habe. Scheint aber alles zu passen. Fertig zum altern.



Und hier seht ihr die feinen Anker bemalt aber noch lose auf dem Schiff liegen.
Also ich finde der Aufwand hat sich gelohnt. Auch wenn es nicht die richtigen Anker sind, geben sie dem Modell erneut eine Tiefe, die ich mit den originalen Bauteilen nie erreicht hätte.
Darum mögen mir der historisch bewanderte Modellbauer verzeihen.

Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram:

561

Freitag, 6. März 2026, 07:15

Moin,

AWESOME!!! :love:

Hier zeigt sich mal wieder, was man mit ein bisschen Geschick und Liebe zum Detail erreichen kann ;)

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


Liste meiner Modellbau-Projekte im Portfolio

562

Samstag, 7. März 2026, 06:36

Moin Ingo.
Vielen Dank und schön das du das so siehst. :)
Ich bin auch der Meinung das mein Modell durch den erstklassigen, aber falschen Anker, einen Zugewinn erhalten hat.
War ein wenig holperig der Weg zum Lieblingsanker, aber ich bin jetzt sehr zufrieden. :D
Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram:

563

Samstag, 7. März 2026, 08:17

Moin Jölle,

deine Anker mögen historisch nicht ganz korrekt sein.
Aber auf dem Schiff wirken sie trotzdem absolut stimmig.
Daher stimme ich dir bei "Zugewinn" klar zu.

Gruß
George

564

Samstag, 7. März 2026, 10:48

Vielen Dank George.
Darum habe ich auch gleich weiter gemacht um zu sehen wie das ganze im fertigen Zustand wirkt.
Zuerst ein Haufen kleiner Decksaugen vorbereitet und befestigt.



Zum Anbringen der Halteketten habe ich das Modell wieder auf die Seite gelegt. Das vereinfacht das Zuführen der Ketten enorm. Durch die Schwerkraft gleiten sie einfach unter die Anker.



Klasse, genau so habe ich mir das mit der Auslöseeinrichtung vorgestellt. Nach dem ablängen und verkleben der Ketten hängen sie nicht durch. Sie sehen aus, als ob sie unter Spannung die Anker in ihrer Position halten würden. Genau wie es sein soll.



Der Liegeplatz wurde noch einmal kräftig gealtert, da sich unter den Ankern eine Menge Schmutz angesammelt haben dürfte.
Und so bin ich mit dem Ergebnis fürs erste zufrieden.

Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram:

565

Samstag, 7. März 2026, 18:21

Moin,

Der Liegeplatz wurde noch einmal kräftig gealtert, da sich unter den Ankern eine Menge Schmutz angesammelt haben dürfte.
Einspruch!
Liegt das Schiff vor Anker, wird die Gelegenheit sofort genutzt, um Reinschiff zu machen. Auf See sammelt sich dort genauso viel Dreck wie in jeder anderen Ecke ;)

Das Ganze schmälert aber in keinster Weise das Ergebnis deiner Anker! :love:

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


Liste meiner Modellbau-Projekte im Portfolio

566

Sonntag, 8. März 2026, 07:34

Oh Mann, ich habe vergessen das wir hier einen sehr peniblen und blitzsauberen Kameraden der Marine mit an Bord haben. Ein grober Schnitzer meinerseits das ich vergessen habe, wie sehr die Marine auf Reinschiff machen besteht. :D
Man möge mir das verzeihen, das ich die Sache oft nur von der künstlerischen Seite her betrachte und liebend gerne meine Alterungsfarbe über das Modell verteilen will.

Wahrscheinlich zwanghaft…. Spaß beiseite, danke Ingo. ;)

Kleiner Nachtrag am Sonntag Morgen, die beiden Ketten Steuerbord sind auch verbaut.

Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram:

567

Montag, 9. März 2026, 14:34

Moin,

Alles gut :five:

Man darf nicht außer acht lassen, dass diese Schiffe auch immer eine repräsentative Aufgabe übernommen haben. Sie waren, und sind es auch heute noch, Vertreter des jeweiligen Landes. Ein heruntergekommener, verdreckter Zosse macht weniger her als ein gepflegtes, sauberes Schiff!
Auch ich habe mir früher erlaubt entsprechende Rückschlüsse vom Zustand der Schiffe, auf die Leistungsfähigkeit der Marine des entsprechenden Landes zu ziehen. Oft wurden diese bestätigt, oft aber auch in die ein oder andere Richtung widerlegt.

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


Liste meiner Modellbau-Projekte im Portfolio

568

Sonntag, 15. März 2026, 09:36

Immer wieder schön von einem Profi in Sachen Marine, Aufschlussreiches zu lesen.
Aber ich kann nicht aus meiner Haut Ingo und haue ordentlich Schmutz auf den Kahn. :D
Der nämlich jetzt so aussieht.
Es ist zu einem kleinen Baustopp gekommen da ich überlegen muss, wie ich weiter vorgehe.
Am Bugbereich möchte ich im Moment nicht weiter machen. Die Ketten und den Davit will ich erst später befestigen und die Beiboote am Hecken werden ja nicht installiert. Ich denke also das es an der Zeit ist, mich um die Torpedonetz Auflagen und die Kasemattenklappen zu kümmern.
Dazu habe ich das Modell aus seinem Montageständer geholt, da ich ihn für die weiteren Arbeitsschritte am Rumpf, noch ein wenig modifizieren möchte.
Diese Gelegenheit wurde genutzt, um mal ein paar Fotos vom fast fertigen Modell auf seinem endgültigen Ständer zu machen.



Bei der Firma ModelMonkey habe ich noch ein sehr schönes Namensschild anfertigen lassen, das auch mal zur Probe angeheftet wurde.



Außen am Rumpf ist doch noch einiges zu tun. Am Heck fürchte ich mich schon vor der Montage der Galerie.



Mann, die Silhouette von dem Schiff ist wirklich toll.



Besonders gefällt mir die Mikasa von vorne. Als wollte sie den Gegner aufspießen.



So liebe Gemeinschafft, ich passe jetzt noch meinen Montageständer an und dann mache ich eine kleine Pause, da ich mich um etwas privates kümmern muss.
Aber danach geht es hier wieder frisch weiter in meinem kleinen Baubericht.
Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram:

569

Sonntag, 12. April 2026, 09:23

Hallo ihr Modellbauer.
Ich melde mich zurück an den Basteltisch.
Die kleine Pause ist beendet und ich freue mich jetzt, die finale Runde einzuleiten.
Dazu gehören als erstes, die noch fehlenden Details am äußeren Rumpf. Um das besser bewerkstelligen zu können, habe ich meinen Montageständer noch mal ein wenig abgeändert und erweitert.



Ich werde ihn in nächster Zeit oft einseitig öffnen müssen, um Bauteile am Rumpf anbringen zu können. Dazu habe ich mir Hülsenmuttern besorgt und diese anstelle der normalen Muttern in den Ständer eingeklebt. Das erleichtert das Öffnen doch sehr, da ich die Muttern nicht mehr kontern muss.



Außerdem habe ich den Schutz erweitert. Das Anbringen der Torpedonetze nebst Auflagen liegt an. Diese reichen gerade am Heck sehr weit nach hinten. Und so habe ich einen weiteren Winkel, zum Schutz der selbigen montiert.



Doch kommen wir zum eigentlichen Modell.
Zunächst die kleinen Anker in ihren Halterungen zusammen gebaut. Dazu habe ich die Ätzteile auf einen Klebestreifen geheftet und den Anker in die Halterungen eingesetzt. So ist es einfacher, da die Schwerkraft mir hilft. Oben auf dann noch die Schließer angebracht und trocknen lassen.



Das gleiche System beim befestigen des Ankers am Rumpf. Liegt das Modell auf der Seite, kann der Acrylkleber wunderbar anziehen, da die Schwerkraft das Bauteil an Ort und Stelle hält.



Und schon ist er da wo er hinsoll.



Es fehlten noch die seitlichen Deckel der oberen Kasematten Geschütze. Auch hier hilft es ungemein, wenn das Modell auf der Seite liegt und man die Deckel in aller Ruhe ausrichten kann.



Damit ist Backbord abgeschlossen und ich kann die Seite durch die neuen Hülsenmuttern, einfach schnell wieder schließen und das gleiche auf Steuerbord verbauen.



Der Wiedereinstieg ist also vollzogen. :ok:
Grüße, der Jölle.

Folgt mir auf Instagram:

570

Sonntag, 12. April 2026, 12:06

Moin,

schön das es bei dir weiter geht, ich hatte mir schon Sorgen gemacht, ob du auch plötzlich abgetaucht bist ...

Dein Montageständer ist echt genial :ok: Für meine 1/200 Scharnhorst, die ich irgendwann in Angriff nehme, werde ich mir definitiv auch so ein Teil bauen!

Über deine Fortschritte muss man keine Worte mehr verlieren. Auch hier gehen mir so langsam die Superlative aus. Einfach nur Modellbau in einer ganz anderen Liga :love:

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


Liste meiner Modellbau-Projekte im Portfolio

Zur Zeit sind neben Ihnen 2 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

2 Besucher

Verwendete Tags

merit, Mikasa, mk.1 design, Pontos, Scratch

Werbung