Steinschalen/Brunnen sind in der Regel so flach, dass (frisches) Wasser tatsächlich farblos drin erscheint. Nur ist der Stein dunkler (eben nass) und evtl. ein paar Algen auf der Oberfläche des Steins, wenn er eine Weile nicht gereinigt wurde.
So sieht klares Wasser in einer sauberen Steinschale aus: Farbton innen ist einfach nur "nass", vgl. die Stellen am Rand wo Tropfen den Stein befeuchtet haben.
https://www.fressnapf.de/uploads/bilder/…-pumpe-1-xl.jpg
Algen - Hier z.B. schätze ich die Originalfarbe des Bodens auf einen ähnlichen Ton wie der Boden der Umgebung (Sandstein-Gelb), nur lange nicht gereinigt:
https://www.lautringer.de/Brunnen-in-Kai…am-Altenhof.jpg
In Trögen, Vogeltränken, Fischbecken etc. (überall wo "Dünger" reinfällt) kanns grün bis schmutzigbraun werden, wenn sich niemand drum kümmert.
Bei schmalen, tiefen Trögen fällt zudem weniger Licht hinein, und die Wasserschichten schlucken ebenfalls. Zusammen mit dem vorgenannten Effekt und je nach Untergrund kann das sogar Schwarz wirken:
https://www.brunnenbraeu-flacht.de/bilde…ht-Brunnen1.jpg
Da sich durch den Modellbaumaßstab ja kein großartiger Abdunklungseffekt ergibt, muss man da nachhelfen. Sprich tiefliegende Innenflächen nach unten dunkler schattieren und Wasser tönen. Die richtige Farbe für "tiefes" sauberes Wasser wäre dann etwa so ein Türkisgrün, wie wenn man eine Glasscheibe von der Seite betrachtet.
Wenn ein Brunnen himmelblau oder karibisch Türkis erscheint, ist in der Regel der Boden in Schwimmbeckenfarbe bemalt, so wie hier über dem Wasserspiegel gut zu sehen:
https://www.lautringer.de/Brunnen-in-Kai…ennedyplatz.jpg
Auch hier gilt: wenn nicht gereinigt, wirds irgendwann Oliv -> Dunkelgrün -> Grünbraun -> Schwarz (man sieht schon ein paar Flecken am Grund).
Die Spiegelung von blauem Himmel imitieren würde ich nicht (außer bei Meeresdioramen, dann aber eher Tanne bis Dunkelblau, nicht Himmelblau). Unsere Farbwahrnehmung gleicht sich der restlichen Umgebung und der Erfahrung an. Es wird kein blaues Wasser erwartet, wo auch kein blauer Himmel ist. Und wenn letzterer vorhanden, reicht ja die spiegelnde Oberfläche.
Um eigene Versuche und kritische Vergleiche mit der Realität kommst du aber nicht herum. Gerade das "nass" wirken lassen - diesen Farbton zu treffen finde ich immer besonders schwierig.
Ich würde es demnach so probieren:
Das Gefäßmaterial innen etwas dunkler, kräftiger als außen und je nach Algengrad ggf. Olivgrün bis Grünbraun washen. Wenn tief, dann unten dunkler als oben.
Transparenz-Wasser evtl. mit Türkis- bis Olivstich leicht tönen, aber auch farblos probieren. Für z.B. Sandstrand mit klarem Wasser würde ich zum Tönen transparentes Türkis nehmen, stehende Gewässer vertragen dagegen eine leichte Trübung mit deckenden Pigmenten in schmutzigeren Tönen.