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931

Dienstag, 4. März 2025, 11:01

Bei den französischen Flaggen gibt es noch die weiße Variante mit goldenen Lilien, die waren aber glaube ich nur den königlichen Schiffen vorbehalten.
Steffen

Soweit ich weiß auch dann nur, wenn der König oder ein Stellvetreter anwesend war. Ansonsten weißer Reichsadler auf weißem Grund. Oder war es das weiße Kaninchen? Hat glaube ich niemand so recht nachgeschaut ...

XXXDAn
... keine Angst, der will doch nur spielen ...



Feinste Ätzteile für HMS Victory 1:100
http://www.dafinismus.de

932

Dienstag, 4. März 2025, 11:03

PS: Wenn ich mich recht erinnere war das Weiß in diesem Zusammenhang die göttliche Farbe und die Jungs hatten ja immer etwas Hybris.

XXXADn
... keine Angst, der will doch nur spielen ...



Feinste Ätzteile für HMS Victory 1:100
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933

Montag, 21. April 2025, 18:20

An der frischen Luft:




Schöne Restostern: Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
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Realname: Christian

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934

Montag, 21. April 2025, 21:01

Krass sieht verdammt cool aus.
mfg Christian
Der Nachbar hört AC/DC ob er will oder nicht :cracy:

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Realname: Matthias

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935

Montag, 21. April 2025, 23:08

Spektakulär :thumbup:
Einfach mal machen! Könnte ja gut werden.


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Soleil Royal Holzmodell 1:140

936

Dienstag, 22. April 2025, 16:34

Es fehlen die Wassertropfen auf der Kameralinse..
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

937

Mittwoch, 23. April 2025, 08:33

Vielen Dank für den freundlichen Respons. Für Wassertropfen auf der Kameralinse gibt es sicher einen Filter.
Vielleicht noch ein paar Worte zur Entstehung des Fotos.

Fotos, die die ganze Weite des Himmels zeigen sollen, kann ich nicht in unserem kleinen Garten machen. Steil in den Himmel fotografiert, bekäme ich als Hintergrund viel zu große Wolken in falscher Perspektive. Möglich sind allerdings Aufnahmen vor bedecktem Himmel oder, wie in diesem Fall, Aufnahmen in ein diffuses Licht hinein. Man braucht dazu unbedingt zwei Personen. Und man braucht den richtigen Moment. In diesem Fall war ein sehr großgewachsener Bekannter von mir zu Besuch, wir saßen mehrere Stunden im Garten, und immer dann, wenn Sonne und Licht gerade passten, hat er für mich Wasserbett und Modell in die Höhe gehoben. Kam dabei das Licht von hinten, konnte ich auf dem Display des Smartphones einigermaßen erkennen, was ich da fotografierte. Bei der oben gezeigten Gegenlichtaufnahme war das absolut nicht der Fall. Ich habe praktisch blind fotografiert, immer ein Dutzend Mal mindestens für jede Einstellung, in der Hoffnung, es wird schon was dabei sein. Klingt unprofessionell, aber professionelle Fotografen machen es im Grunde ähnlich. Die Zeiten, da man Sorge hatte, eines der 36 wertvollen Bilder auf dem Rollfilm zu verschwenden, sind ja nun wirklich lange vorbei.
Leider ist das Wasserbett für den Phoenix immer noch zu klein, und bei den meisten Einstellungen fehlt am Rand etwas „Wasser“. Das Wasserbett müsste mindestens doppelt, wenn nicht dreimal so groß sein, um das zu vermeiden. Dann würde es allerdings als Präsentation für das Modell im Regal viel zu viel Platz wegnehmen. Ein Dilemma. Also kommt Photoshop ins Spiel.
Hier die Aufnahme im Original.





Zuerst musste das Bild natürlich freigestellt werden, dann habe ich durch Kopieren von Wasserelementen den Rand ergänzt.





Und hier eine andere Bearbeitung, bei der das Foto im Ganzen zusätzlich um 3° nach links gekippt worden ist. Ich habe mir damit sehr viel mehr Mühe gegeben als mit der ersten, weiß aber nicht, ob sie wirklich eine Verbesserung darstellt.





Es wäre untertrieben zu sagen, die Technik stecke noch in den Kinderschuhen. Aber ausbaufähig ist sie allemal. Wobei es aber immer bleiben wird, ist das Problem, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort ausreichend Hilfe zu haben. Die Fotos oben wären ohne einen längeren Nachmittags-Garten-Kaffee-Besuch nicht möglich gewesen!


Schmidt
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938

Mittwoch, 23. April 2025, 13:09

Glückwunsch zu dem gelungenen Bild!
Ganz große Klasse.

939

Dienstag, 29. April 2025, 09:38

Die Foto-Session am vorletzten Wochenende war außerordentlich ertragreich, weil die beiden wichtigsten Voraussetzungen erfüllt waren: passender Himmel und eine Assistenz, die über längere Zeit zur Verfügung steht. Seitdem nehme ich mir jeden Tag eines der Bilder vor. Hier jetzt eine Aufnahme mitschiffs mit der Sonne im Rücken.



Schmidt
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940

Dienstag, 29. April 2025, 09:43

Wow!

941

Dienstag, 20. Januar 2026, 15:50

Hier hat sich lange nichts mehr getan. Liegt es daran, dass mir Phoenix Nummer X und Nummer X+1 jetzt doch nicht mehr gefallen, nachdem ich so viel Mühe in die Überarbeitung von Rumpf und Dekoration gesteckt habe? Nö. Es sind mir bloß andere Projekte in die Quere gekommen, die ein ganz kleines bisschen attraktiver waren. Aber demnächst werde ich mich den Vögeln wieder widmen, um dieses inzwischen über zehn Jahre alte Projekt endlich abzuschließen.
Über zehn Jahre? Nein. Denn den ersten Phenix habe ich im Jahr 1972 gebaut, ziemlich am Ende meiner ersten Karriere als leidenschaftlicher Zusammenkleber von Segelschiffsmodellen aus Plastikbausätzen. An dieses Modell hatte ich alles angewendet, was ich mir bislang selbst beigebracht hatte, aber ich hatte auch eine ganze Reihe von Fehlern gemacht, die ich seit meinem ersten Modell etwa anderthalb Jahre zuvor nicht hatte abstellen können. Erstaunlicherweise hat sich das Modell erhalten, zuerst über viele Jahre bei einer Nachbarin, der ich es abgetreten hatte, später bei mir. Seit mindestens zehn Jahren guckt es mich an und bettelt darum, es zu reparieren, obwohl es ja nun wirklich nicht mehr meinen Standards entspricht.



Jetzt habe ich mich endlich breitschlagen lassen. Aber reparieren? – Das ist einfacher gesagt als getan. Das laufende Gut, damals aus der Nähseite meiner Mutter hergestellt, zerfällt bei Berührung. Die einstmals beweglichen Plastiksegel sind zu brüchigem Pergament geworden, das man ebenfalls bei Berührung zerfällt. Ein Großteil der Geschütze ist ins Rumpfinnere gefallen, und viele Klebungen lösen sich auf, weil ich damals nicht die Geduld hatte, zu verklebende Teile von Farbe zu befreien. Und ihr kennt das vielleicht auch: Man beginnt mit einem begrenzten Vorsatz, dies und jenes und nur dies und jenes zu reparieren, und nach kurzer Zeit liegt das ganze Objekt in sämtlichen Einzelteilen vor einem und hat seinen historischen Charakter verloren, den man doch eigentlich erhalten wollte.
Also habe ich mich mal mit dem Erbauer zusammengesetzt. Ich nenne ihn Uli, er ist 15 Jahre alt, und er wird demnächst seine Bastelei zugunsten eines Tanzkurses und sämtlicher Folgeunternehmungen dramatisch reduzieren. Ich habe ihm meine Werkzeuge und meine aktuellen technischen Möglichkeiten gezeigt. Er war beeindruckt, hat mir aber das Versprechen abgerungen, dass sich am allgemeinen Erscheinungsbild des Modells nichts ändern soll. Also von wegen abschleifen, Planken eingravieren, avancierte Bemalungstechniken anwenden etc. etc. „Hast du doch schon X mal gemacht“, hat er gesagt und damit natürlich Recht gehabt. Wir haben uns dann angesichts des teilweise schlampigen und teilweise inkonsequenten Farbauftrags sowie für die Rekonstruktion der Takelage darauf geeinigt, die Bauanleitung der Firma Heller von 1968 als Richtschnur zu verwenden. Außerdem habe ich Uli die Erlaubnis abgeschwatzt, den Rumpf wenigstens seidenmatt überbrushen zu dürfen, um den Speckglanz von Humbrol Nr. 9 ein wenig zu brechen.
Wer jetzt Lust hat, mit mir auf diese sentimentale Zeitreise zu gehen, der sei herzlich eingeladen.
Schmidt
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942

Dienstag, 20. Januar 2026, 18:10

Diesem jungen talentierten Modellbauer schaue ich gern zu, hat er doch auch einem Modell der Prince zu neuem Glanz verholfen :ok:

Daniel
Aus dem Wasser kommt das Leben, zum Wasser zieht es wieder hin..


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943

Dienstag, 20. Januar 2026, 23:29


Ja da bin ich auch dabei. Gerade weil ich auch gerne das einzige Segelschiffmodell aus meiner Jugend wieder herrichten würde. Das war übrigens auch eine Prince. Nur leider habe ich es damals, in einem Anfall von jugendlicher Geistesumnachtung, abgefackelt :pinch: :heul: :doof:
Naja, wenigstens habe ich jetzt eine aus Holz :D und falls der Bausatz tatsächlich wieder aufgelegt werden sollte - wer weiß? :nixweis:

Aber so ein kleiner nostalgischer Ausflug ist immer was Schönes, viel Spaß dabei.

Einfach mal machen! Könnte ja gut werden.


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944

Freitag, 23. Januar 2026, 14:23

Uli und ich haben jetzt schon ein paar Stunden in der Werkstatt verbracht. Anfangs wollte er seine „schöne“ Takelage retten, aber als er sah, dass die Segel ebenso wie die Taue bei Berührung zerbröselten, war er damit einverstanden, dass wir mit Masten und Segeln noch einmal von vorne beginnen. Ziemlich belämmert hat er auch aus der Wäsche geschaut, als sich zeigte, dass die Decks überraschend leicht herauszulösen waren. Sein alter Fehler: Nie hat er die Klebekanten sorgfältig genug von Farbe befreit. (Wenn er das überhaupt gemacht hat.) Jetzt hat er sich damit herausgeredet, das sei geschehen, weil irgend so ein alter Typ in 54 Jahren den Kasten unbedingt auseinandernehmen wolle. Naja, habe ich gesagt.

Hier sieht man das Ergebnis von weniger als einer halben Stunde brutaler Aufräumarbeiten. Nachdem die lose im Unterdeck herum kollernden Geschütze geborgen waren, wurde selbiges unter Zuhilfenahme moderner Klebstoffe erst einmal wieder befestigt. Für die nächsten 54 Jahre.






Vom Heck purzelten die Einzelteile nur so herunter. Der ganze Bereich, so Uli, sei ein einziger Konstruktionsfehler gewesen. Unmöglich für einen Bastler, das absolut korrekt zusammenzusetzen. Ich musste ihm Recht geben. Dann habe ich ihm meine Um- und Neubauten mit selbst konstruierten Teilen gezeigt. Er war in Maßen beeindruckt. 15-jährige sind nicht gerade Weltmeister im Komplimente-Verteilen.


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Es folgt eine Nahaufnahme des Rumpfes. Niemand hat Uli damals davon abgehalten, seine Modelle samt und sonders mit glänzenden Farben zu bemalen. Sehen wir einmal von der Vorbildtreue ab, war das für ihn selbst eine Zumutung, weil er immer stundenlang warten musste, bis die Farben getrocknet waren. Quizfrage: Hat er immer stundenlang gewartet, oder finden sich an einigen Stellen noch seine wohlkonservierten Fingerabdrücke? – Wie man sieht, sind die Rüsten, die definitiv nicht zu retten waren, durch Ersatzteile – naja – ersetzt worden. Die Originale hatte Uli bei dem Versuch, die aus dickem Nähgarn gewebten Wanten anzubringen, komplett ruiniert. Er hat gegen die neuen Teile protestiert, das sei gegen die Regeln, also haben Captain Sparrow und ich ihm nochmal das mit den Regeln und den Richtlinien erklärt.



Und dann haben wir zusammen meine Bausatzbestände daraufhin durchgesehen, was ich noch an Artillerie für den Phoenix besitze. Als das preislich noch erschwinglich war, habe ich mehrere, teilweise angebastelte Bausätze gekauft – für Fälle wie diesen. Uli fand das langweilig. Wart's ab, habe ich zu ihm gesagt, in 54 Jahren findest du das richtig spannend. Und dann haben wir sortiert und geklebt und gemalt und besitzen jetzt genug Feuerkraft für mehrere Aschenvögel.





Schmidt hält euch auf dem Laufenden
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945

Samstag, 24. Januar 2026, 13:20

Ich halte einmal kurz inne. Dieser Baubericht (begonnen vor 11 Jahren, über 160.000 Aufrufe) dokumentiert meine Irrwege ebenso wie meine Erfolge im Umgang mit Plastikmodellen von Segelschiffen anhand des Modells (der Modelle) des Phenix. Das Modell ist mein erklärter Liebling unter den Bausätzen, es markiert zwar nicht den Beginn der besonders authentisch gestalteten Modelle (da war Revell mit der Constitution viel früher), aber ich schätze die Bezugnahme der Firma Heller auf die Modelle im Pariser Marinemuseum. Tatsächlich habe ich jetzt acht Exemplare davon ganz oder teilweise gebaut, das erste 1972, die anderen zwischen 2016 und heute. Es folgt eine kurz gehaltene Parade der Feuervögel mit einer ab jetzt offiziellen Nummerierung.


Nr. 1, erbaut 1972 und im Gegensatz zu fast allen anderen Modellen von damals erhalten geblieben. Befindet sich jetzt in enger Absprache mit seinem Erbauer in einer dringend nötigen Renovierung.



Nr. 2, begonnen 2016 unter Anwendung der bislang erworbenen Techniken bei Bau und insbesondere bei der Bemalung von Plastikmodellen. Soll gemäß dem Album Colbert den Zustand während der Ausrüstung darstellen. Unlängst erst zum Wasserlinienmodell für den Diorameneinsatz gemacht.



Nr. 3, erbaut aus ruinierten Proberümpfen, die ich (damals noch billig) gekauft hatte, um Farben und Gravurtechniken zu üben. Stellt, ebenfalls nach einer Vorlage aus dem Album Colbert, das Schiff im Zustand der Krängung dar. Durfte ich 2023 auf der Ausstellung in Amsterdam zeigen.



Nr. 4, ebenfalls aus ruinierten Rümpfen gebaut, zeigt das Schiff im Sturm in Anlehnung an zeitgenössische Gemälde. Gezeigt in Amsterdam 2025.



Nr. 5, zu meiner Schande sei es gesagt, ebenfalls aus einem Proberumpf aufgebaut, soll das Schiff im "gebrauchten" Zustand mit gestrichenen Stengen und Wetterschutzplanen im Winterschlaf zeigen.



Nr. 6, das Exemplar, dem eigentlich alle Umbauten galten und für das die besagten Proberümpfe beinahe geopfert worden wären. Soll das Schiff brandneu und im Paradezustand (Segel, Fahnen, Geschütze etc.) zeigen.



Nr. 7, ein sehr ambitionierter Versuch, aus dem Phenix so etwas wie eine kleine Soleil Royal zu machen. Bin aber am kompletten Neuaufbau des Hecks gescheitert. Ich erwäge, die Aufstockung des Achterschiffes zurückzubauen, aber die erhöhte Back und die zusätzlichen Geschütze auf dem Oberdeck zu belassen und als späteren Refit auszugeben.



Nr. 8, ein Sammelsurium von Original- und Gussteilen rund um einen besonders verhunzten Proberumpf, der damals für Silikonformen (für den Umbau Nr. 7) seine Geländer opfern musste. Da die Formen noch intakt sind, könnte ich hier noch einmal versuchen, was für das Schiff besonders angemessen ist: es aus seiner Asche wieder erstehen lassen. Die Mühe, die ich damals in die Formen gesteckt habe, würde sich dann in einem weiteren Modell auszahlen.



Das war's. Wer mich jetzt für verrückt erklärt - bitte. Aber ich muss ihn warnen. Er wäre damit nicht der erste. ;)


Schmidt
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946

Sonntag, 25. Januar 2026, 00:24


Verrückt? Ja aber im positiven Sinne :cracy: :thumbsup:

Die daraus entstandenen Modelle sind super und man konnte jede Menge lernen. :respekt:

Einfach mal machen! Könnte ja gut werden.


Fertig:
H.M.S. Prince 1670 , Millenium Falcon von mpc

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Soleil Royal Holzmodell 1:140

947

Sonntag, 25. Januar 2026, 14:03

Der Kommentar freut mich sehr!
Schmidt
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948

Montag, 26. Januar 2026, 12:19

Es geht erst einmal weiter mit Phenix Nr. 7, den ich im Kommenden auch als Refit ansprechen möchte.

Als erstes drei Fotos aus der ersten Bauzeit, die im Frühjahr 2017 (!!) nur wenige Wochen betrug. Ich hatte dem Heck einen steilen Bürzel angebaut, die Back gewissermaßen überdacht und den Bereich zwischen Back und Achterschiff mit einem Schanzkleid und zusätzlichen Stückpforten versehen.











Aufgegeben hatte ich den Bau, als mir klar wurde, dass ich nicht in der Lage wäre, ein Heck im Stil der Soleil Royal frei zu gestalten. Heute würde ich mir das möglicherweise zutrauen, es sind ja immerhin neun Jahre vergangen. Aber ich möchte das Modell eigentlich lieber in der Reihe der Feuervögel belassen, die jetzt ja schon drei fertiggestellte (!) und mehrere fortgeschrittenen Varianten aufweist. Am Wochenende habe ich mich um den Refit gekümmert. Ergebnisse: Der Bürzel ist wieder verschwunden. Das Backdeck, das mir entschieden zu lang geraten war, ist um einiges verkürzt. Das Achterdeck ist jetzt zwar länger als beim Ursprungsmodell, aber nicht so lang wie zuerst geplant und im vorderen Bereich etwas barocker gestaltet. Bei einem vergrößerten Poopdeck ist es allerdings geblieben. Ich erkläre das Modell zu einem Umbau des Phoenix, der um 1700 vorgenommen wurde. Das überdachte Backdeck ist ein Tribut an die Mannschaft, die dort bei schwerem Wetter einen denkbar schweren Stand hatte. Die Verlängerung von Achterdeck und Poop geschah auf Drängen der Offiziere, die mehr Platz für sich bei der Führung des Schiffes beanspruchten. Zu überlegen ist, inwieweit ein anderes Farbschema genutzt werden soll. Eventuell ohne Blau und mit verbreiterten schwarzen Streifen zwischen den Barkhölzern die Fotos unten zeigen den Vergleich zu einem oob (na ja) gebauten Modell.











Und dann habe ich noch das Unterdeck mit dem Dremel geöffnet, um Zugang zum gesamten Inneren des Rumpfes zu haben.




Schmidt
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949

Dienstag, 27. Januar 2026, 18:44

Switch to Phenix 1 (1972), made by Uli (19)



Wenngleich er von der Vielzahl meiner Werkzeuge und Materialien ziemlich beeindruckt ist, hat Uli doch ständig über meine Eingriffe an seinem Modell gemosert. Von wegen alte weiße Männer wissen alles besser. Ich hab nicht besonders dagegen gehalten, denn wenn man bedenkt, welche Werkzeuge er damals zur Verfügung hatte (in der Hauptsache Mamas Nagelschere), ist sein Ergebnis doch eigentlich höchst respektabel. Ganz zufrieden aber war er jetzt damit, dass das Heck, nachdem ich die einzelnen Teile wieder befestigt und ein bisschen besser aufeinander ausgerichtet hatte, in eitel Gold bepinselt wurde. Ich hatte ihm gesagt, dass mir die 53 Jahre Patina auf der Revell Farbe eigentlich ganz gut gefielen, aber die Jugend liebt nun mal den Glanz und die Übertreibung. Ich habe seine Begeisterung genutzt und ihm die Erlaubnis abgerungen, den Unterwasserrumpf, den er mit bescheidenem Ergebnis ebenfalls mit einer glänzenden Farbe (weiß) gestrichen hatte, sanft anschleifen und matt streichen zu dürfen. Meine Konzession: Das Deck und die Masten bleiben in dem selben Holzbraun (Humbrol Nr 9), das er damals dafür gewählt hatte. Hoffentlich vergisst er nicht, dass er mir erlaubt hat, das Ganze am Schluss mit seidenmattem Klarlack überhauchen zu dürfen.
Schmidt
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950

Sonntag, 1. Februar 2026, 17:04

Switch to Phenix 8 (2026, Resteverwertung)

Diese Reste bestanden eigentlich nur aus zwei Rumpfschalen, denen die oberen Zentimeter ebenso hemmungslos wie schief abgeschnitten waren, um daraus Formen für die Geländer herzustellen. Da ich aber auch den Bereich zwischen Geländer und Schnittkante neu aufbauen muss, habe ich es einmal mit einer ganz neuen Form des Formenbaus versucht. Ich habe über meinen allerletzten Notrumpf (er stammt von einer Sirene), nachdem ich ihn passend aufgebaut hatte, Silikon laufen lassen. Das macht zwar, was es will, aber eine zweite und erst recht eine dritte Lage blieben dann doch so ungefähr da, wo ich sie haben wollte.





Resultat waren zwei dünne flächige Formen ohne Ränder.




Ich musste sie auf einer Papierunterlage mit Kunstharz „fluten" und anschließend die benötigten Teile vorsichtig herauslösen. Fazit: das geht, aber ich kann es nun wirklich nicht empfehlen. Andererseits wäre es sehr zeitaufwendig gewesen, die Rümpfe so zu präparieren, dass man eine konventionelle Form aus flüssigem Silikon mit Rändern hinbekommen hätte. Dazu braucht man neben sehr viel Geduld auch eine Menge von Knetgummi, um damit Dämme für das Silikon zu bauen. Ein Versuch mit Knetsilikon hat leider nicht funktioniert. Man läuft immer Gefahr, beim Andrücken eines abzuformenden Teils in das "Massive" Knetsilikon die Formen zu verwischen. Die Gussteile sind dann entsprechend schwammig.

Ich kürze mal ab: Hier sitzen die entstandenen Gussteile bereits an Ort und Stelle. Für das obere Teil des Hecks besaß ich noch eine Form. Das untere, nicht besonders detailliert, ließ sich ganz gut mit Knetsilikon abformen. Auf dem Unterdeck (ein Originalteil!) sind bereits Streben für das Oberdeck montiert, unschön aber stabil! Für das Oberdeck besitze ich noch eine Form.








Noch unentschieden bin ich, was Nr. 8 darstellen soll. Ich besitze ja unter anderem bereits einen Phoenix im Ausrüstungszustand, im Zustand der Reparatur und bei Sturm, geplant sind Modelle im Winterschlaf und in Paradestellung. Vielleicht wage ich mich also mal an ein Modell mit mittleren bis schweren Gefechtsschäden. Das dürfte eine besondere Herausforderung sein, nicht nur bei der Gestaltung des Rumpfes, sondern insbesondere auch bei der der Takelage. Vorbilder gibt es in der zeitgenössischen Malerei ja genug. Trotzdem dürfte es nicht ganz einfach sein, das überzeugend hinzubekommen. Genug Material zum Nachdenken, wenn abends Freund Schlaf sich nicht pünktlich einstellen will.
Schmidt
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951

Samstag, 7. Februar 2026, 14:38

Von großer Wichtigkeit ist bei Umbauten von Segelschiffsmodellen ein Test, ob die Rüsten breit bzw. tief genug sind, damit die Wanten nicht an der Bordwand scheuern. Das geht natürlich nur, wenn die Befestigung der Masten korrekt positioniert ist und man genug Masten der richtigen Größe zur Hand hat. Als beides bei mir der Fall war, konnte ich den Test für Phenix Nummer 8 (Resteverwertung) durchführen. Das Modell bestand ihn, ebenso wie Nummer 7 (der Refit, ohne Foto). Es ist ganz schlimm, wenn man beim Zusammenbau feststellt, dass irgendein konstruktives Teil nicht passt und man es abreißen muss, obwohl der Farbauftrag bereits beendet ist. Das führt im leichtesten Fall zu starkem Fluchen, im schlimmsten – aber das sage ich nicht.
Schmidt
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952

Samstag, 7. Februar 2026, 17:01

Foto vergessen


Schmidt
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953

Gestern, 10:44

Ich habe hier fast einen Monat lang nichts mehr gepostet. Und bis zu meinem nächsten Beitrag wird es auch noch etwas dauern. Denn ich arbeite ja tatsächlich an sage und schreibe fünf (5) Phenix-Modellen gleichzeitig, und da muss ich schon selbst aufpassen, dass ich nicht durcheinanderkomme. Hier werde ich die einzelnen Modelle erst zeigen, wenn es substantielle Fortschritte gibt.
Nur eine Kleinigkeit zwischendurch, die allerdings keine Kleinigkeit ist. An jedem Rumpf müssen fünf Barghölzer in einer anderen, dunkleren Farbe gestrichen werden – so man dieses Farbschema realisieren möchte. Da es auf jeder Rumpfseite fünf Stück gibt und sie eine Ober- und eine Unterkante haben, müssen 2 × 5 × 2 x 30 cm gerade Linien gezogen werden. Das sind 6 m ohne eine distinkte Farbtrennkante. Ich arbeite mit einer speziellen Nahsicht-Brille, darüber trage ich eine Lupenbrille mit Leuchte. Und ich benutze einen neuen Pinsel der Stärke zwei sowie verschiedene kleine Böcke, auf denen ich den Rumpf in der stets bestmöglichen Position lagern kann. Der Werktisch ist mit mehreren Neonröhren und verstellbaren Lampen geflutet. Trotzdem bleibt es schwierig, und so habe ich mir vor geraumer Zeit einen Trick einfallen lassen. Ich ziehe nach der Lackierung mit einem Scaler einen Ritz an der Ober- und Unterseite der Barghölzer. Scaler sind Zahnarztwerkzeuge, die man im Netz für wenig Geld bekommt. Wenn man sie mit leichtem Druck an der Ober- und Unterkante der Hölzer entlang führt, finden Sie gewissermaßen automatisch ihren richtigen Weg entlang der Stelle, wo das Bargholz auf den Rumpf trifft. Ja, ich habe das mit Bastelschrott geübt, aber es ist kein Hexenwerk. Sind diese Ritze gelungen und tief genug, dienen sie als eine Art Überflutungsbecken beim Anstrich der Barghölzer, in dem sich die Farbe sammeln kann. Man erzielt dann erstaunlich gerade Farbtrennkanten. Voraussetzung dafür ist, dass die Farbe „richtig“ verdünnt ist. Sie muss „laufen“, aber nicht zu sehr. Ist sie zu wenig verdünnt, „bockt“ der Pinsel, was zu Unsauberkeiten führt. Ist sie zu dünn, läuft sie über den Ritz hinaus.





Schmidt
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Beiträge: 439

Realname: Holger

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954

Gestern, 15:44

Letztes Jahr kam das Thema um die Flaggen auf, und dass die französische zu der Zeit ein wenig öde ist.
Das möchte ich nochmal aufgreifen. Es gibt ein Gemälde von Bonaventura Peeters mit zwei französischen Schiffen.
Sollte eher Ludwig XIII statt XIV sein, inspiriert vielleicht trotzdem.
Bonaventura Peeters
und in groß
:wink:
Holger
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Fertig: holländische Fregatte "Wapen van Edam" 1644 in 1/160
Im Bau: englisches Linienschiff "Royal Katherine" 1664 in 1/160

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