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31

Sonntag, 18. März 2018, 21:01

Wow.Sieht ja Hammer aus mit den gelben LEDs. Sogar wenn die nur stetig leuchten. Würde aber Variante drei wählen. Nicht zu viel flackern, Aber schon so, dass man es sieht. Top Bau bisher! Will auch noch mal eine bauen. Hab aber bisher keine in 1:48 gefunden.
Beste Grüße aus Varel!



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32

Sonntag, 18. März 2018, 22:29

man kann es sich schwer vorstellen, das Geflacker. Kannst du das nicht mal probieren und auf Video bannen? Ansonsten würde ich nicht zuviel Spielereien machen und eher Variante 1 wählen.

33

Montag, 19. März 2018, 19:04

Hallo,

habe mal schnell ein Video gemacht von der Triebwerkssektion mit teilweiser Flacker-Beleuchtung. Ist nicht besonders schön geworden (musste Handy nehmen, da meine Kameras ständig mit dem Fokus herumgerudert haben), aber ich denke, einen Eindruck bekommt man schon.

Hier ist jede 2. Faser des inneren Ringes an die Flacker-LED angeschlossen, die anderen alle an eine normale gelbe "Dauerstrich"-LED:



Ich find's gar nicht so schlecht, kommt etwas Bewegung in die Sache, ohne dass es gleich nach Schaufelbruch aussieht... :abhau:

Oder doch lieber nur 2 normale LEDs? :nixweis: Was meint Ihr :?:
Liebe Grüße von nochsonBastler.

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34

Montag, 19. März 2018, 20:56

sieht gut aus , mach das mal ruhig so. :thumbsup:

35

Mittwoch, 21. März 2018, 12:29

Heute ein kurzes Update.

Habe die Triebwerksausrüstung fertig gemacht. Dazu eine Flacker- (die kleine) und eine Dauerstrich- (die große) LED zusammengelötet sowie die 5mm-LED mit Vorwiderstand versehen.



Spannung angelegt und es wurde Licht:



Das Ganze 2 mal. Und dann die LEDs mit den LWLs "verheiratet". Am Ende Triebwerkstest:



Aha, mit Nachbrenner je 150 kN Schub, passt. 8)
Liebe Grüße von nochsonBastler.

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36

Mittwoch, 21. März 2018, 13:53

kreativ und technisch einwandfrei umgesetzt. Klasse :thumbsup: Braucht die kleine LED echt keinen Vorwiderstand oder seh ich da was falsch?

37

Mittwoch, 21. März 2018, 18:52

Hallo

Gefällt mir sehr gut deine Triebwerksbeleuchtung.
Ser schön umgesetzt
:respekt:

Paddy
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Paddybilt :ok: :)

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38

Mittwoch, 21. März 2018, 19:54

Hallo Dirk,

ich sehe das ähnlich wie du. Wenn so ein Triebwerk erstmal richtig läuft flackert da ja nicht mehr viel (zumindest wenn die Leistung nicht verändert wird). Deshalb denke ich auch 1 oder 3 (tendiere zu 3, ein bisschen Flackern sieht bestimmt gut aus). Vielleicht könntest du ja ein blaues LED (nehmen), denn wenn ich mich recht erinnere sieht so ein Nachbrenner ja oft wie ein Flamme am Gasherd aus.

Gruß Knut

39

Freitag, 23. März 2018, 17:15

Hallo Jungs,

erstmal danke!

@ Hans Juergen:
Gut beobachtet! Aber das muss so sein. Die große LED ist ein ganz normale LED, daher hat sie einen VoWi bekommen. Die kleine LED ist genau genommen keine klassische LED, sondern dort ist die Flacker-Elektronik mit dem eigentlichen LED-Chip schon fertig in den Kunststoffkopf integriert. Man muss also nichts weiter tun als eine passende Spannung (habe 3,3V gewählt) anlegen und das Ding flackert los. Du kannst Dir ja mal so ein Teelicht mit LED-Flackereffekt nehmen und auseinanderbauen: da ist, neben einem an/aus-Schalter, nur die LED (mit ebenfalls integrierter Flacker-Elektronik) und eine Batterie (meist Li-Knopfzelle) verbaut und die Anschlüsse der LED gehen direkt an die Batterie.

@ Knut:
Du hast sicher so ein Bild (es soll sich hierbei tatsächlich um ein J58 handeln) vor Augen: klick.

Als bläulich kenne ich eigentlich nur den heißen Gasstrahl hinter dem Triebwerk. Was ich mit der Beleuchtung nachempfunden habe, ist aber die Situation im Triebwerk. Ich habe im Netz, Büchern und Zeitschriften etwas recherchiert und leider keine schönen Bilder von genau hinten und laufenden Triebwerken gefunden. Könnte mir vorstellen, dass, bevor das Bild richtig belichtet ist, die Kamera bereits weggeschmolzen ist. :D Dieses Bild ist wohl ein CGI und daher nicht ganz so aussagekräftig, aber zusammen mit den Bildern hier, hier und hier scheint mir ein "Gelblicht" wahrscheinlicher zu sein, wie gesagt im Triebwerk. Nichtsdestotrotz ließe sich vielleicht auf einem Foto der Abgastrahl rötlich-bläulich leuchtend (oder eher glimmend) darstellen, muss mal drüber nachdenken.

Übrigens ist es die 3. Variante geworden...
Liebe Grüße von nochsonBastler.

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40

Freitag, 23. März 2018, 20:22

Genau Dirk, so ein Bild hatte ich vor Augen! Kann mir vorstellen, dass man das Blau nur sieht wenn es wirklich Stockfinster ist. Sowie ein bisschen Licht da ist, wir dann wahrscheinlich das blaue Licht zuerst geschluckt. Deine anderen Bilder zeigen aber ganz eindeutig, dass im Triebwerk alles Gelb bis weiß glühend ist.

Gruß Knut

41

Montag, 26. März 2018, 18:26

Liebe Mitbastler,

ich hoffe, Ihr seid nicht enttäuscht, es wird in diesem Beitrag mehr um Elektr(on)ik als um den eigentlichen Modellbau gehen. Aber es muss sein.

Was ist denn das Problem?

Als Energiequelle für die ganzen LEDs möchte ich gern SuperCaps verwenden. Ich hasse es, wenn ich, Triebwerksgeräusche imitierend, durch die Bude flitze und dabei laufend über das Stromkabel hinschlage. Im Ernst: ich will kein Kabel dran haben, wenn's leuchten soll. Daher also ein interner Energiespeicher. Akkus scheiden für mich aus, da die gängigen NiMH- oder Li-Typen nur eine begrenzte Anzahl von Ladezyklen mitmachen und ein Wechseln im Modell (bspw. durch zusätzliche Klappen oder Deckel) nicht in Frage kommt. Also SuperCaps.



Grundsätzlich habe ich sie hier schon einmal nebst Ladegerät, das ich auch hier verwenden werde, vorgestellt.
In die SR-71 passen 2 von diesen SuperCaps (50F, 3V), die ich für den Betrieb mit je 2,5V laden werde.



Zu überlegen ist nun, ob man die beiden SuperCaps besser in Reihen- oder Parallelschaltung einsetzt und welche Schaltung man am besten nutzt, um aus einer variablen SuperCap-Spannung (0V..5V) eine konstante von 3,3V (für die Flacker-LEDs, die anderen "Dauerstrich"-LEDs kann man dann mit richtig gewähltem Vorwiderstand einfach dranhängen) zu machen.

Schlechte Lösungen

  • Reihenschaltung und Widerstand: Keine konstante Ausgangsspannung erreichbar; kann nur den Teil der SuperCap-Ladung nutzen, bei dem die Spannung über der Ausgangsspannung liegt (5V..3,3V; nutzbar ist damit nur 12% der in den SuperCaps gespeicherten Energie); Widerstand "verbrät" den nicht benötigten Teil der Leistung
  • Reihenschaltung und 3-Bein-Spannungsregler: Konstante Ausgangsspannung; kann nur den Teil der SuperCap-Ladung nutzen, bei dem die Spannung über der Ausgangsspannung plus Drop-Out-Spannung (Mindestspannung über Ein- und Ausgang des Reglers, die er braucht, um zu arbeiten; typisch 1,5V, kann mit speziellen ICs aber auch unter 1V liegen) liegt (5V..3,3V+x; nutzbar sind weniger als 12% der in den SuperCaps gespeicherten Energie); Regler "verbrät" den nicht benötigten Teil der Leistung
  • Reihenschaltung und Step-Down ("Buck")-Regler oder Parallelschaltung mit Step-Up ("Boost")-Regler: Konstante Ausgangsspannung; Eingangsspannung muss 4V oder mehr betragen (daher würde die Boost-Variante mit parallel geschalteten SuperCaps erst gar nicht funktionieren); nutzbarer Spannungsbereich daher 5V..4V, das ist nur 4% der Energie der SuperCaps! Hinzu kommt, dass ideale Step-Regler Eingangsleistung zu 100% in Ausgangsleistung wandeln, reale aber auch selbst etwas brauchen, um arbeiten zu können. Bei diesem hier



    habe ich 6,6mA Eingangsstrom gemessen (Eingangsspannung 5V, Ausgangsspannung 3,3V, Ausgangsstrom 0mA), die Schaltung hat also 5V * 6,6mA = 33mW "gefressen". Wenn man nun nicht 0mA am Ausgang zieht, sondern 1A (d.h. 3,3V * 1A = 3,3W), ist das nicht tragisch, der Wandler hat dann eine Effizienz von 3,3W/(3,3W + 33mW) = 99,0% - nicht schlecht! Bei 10mA (3,3V * 10mA = 33mW) sähe das schon anders aus: 33mW/(33mW + 33mW) = 50,0%! Von wegen, Schaltregler sind immer die beste Wahl! Es kommt auch auf die Einsatzbedingungen an. Um es zusammenzufassen: wenn ich mit diesem Regler bei 5V Eingangsspannung eine LED mit 3,3V und 10mA versorge, kommen von der gesamten in den beiden SuperCaps gespeicherten Energie gerade einmal 4% * 50% = 2% bei der LED an! Alles andere als ideal also.
Was nun?

Vor einiger Zeit ist mir der sogenannte "Solar-Boost-Converter SBC 300" über den Weg gelaufen:



Es ist ein, wie zu sehen, kleiner Baustein, der für kleine Leistungen optimiert wurde, mit Eingangsspannungen von 0,3V (gemessen: 0,5V) bis 5,5V zurecht kommt, bis zu 300mA liefern kann und selbst erkennt, wann er vom Spannungs-Heruntersetzmodus in den -Heraufsetzmodus umschalten muss. Einzige Herausforderung ist, dass, falls eine andere Ausgangsspannung als 5V gwünscht ist, man einen SMD-Widerstand tauschen muss (s. R3 auf dem Bild). Ein SMD-Einstellregler war den Entwicklern offenbar zu teuer... Naja, kann man machen.

Für meinen geplanten Einsatzfall bleibt die Frage: Ist die Reihen- oder Parallelschaltung beider SuperCaps besser, d.h. führt zu längeren Leuchtzeiten?
Die nutzbare SuperCap-Energie sieht so aus:
Reihenschaltung: 5V..0,5V => 81,0%
Parallelschaltung: 2,5..0,5V => 64,0%
Das sieht nach einem Punkt für die Reihenschaltung aus. ABER: So lange die Eingangsspannung bei der Reihenschaltung über der Ausgangsspannung liegt, läuft der Schaltkreis in einem sog. "Down Conversion mode". Was das genau bedeutet, darüber schweigt sich das Datenblatt des hier verbauten ICs TPS61200 aus. Ich vermute, der Schaltkreis macht sowas wie die o.g. 3-Bein-Regler und "verbrät" die nicht benötigte Leistung, so sieht jedenfalls auch die Kennlinie aus, die ich aufgenommen habe. Da das alles etwas nebulös ist, ich aber eine Entscheidung haben will, hilft nur noch eins: ein Experiment mit den vorbereiteten LEDs des Modells. Dazu verwende ich aber nicht die 50F-SuperCaps, sondern 2 mit 10F, es würde sonst einfach zu lange dauern. Übrigens bietet das SBC 300-Modul noch eine Power Save-Funktion an (anwählbar über einen Jumper, aus: 1-2, an: 2-3), mal sehen, ob das noch was zusätzlich bringt. Hier nun die gemessenen Leuchtzeiten:

1) Reihenschaltung, Jumper 1-2: 2min 22,40s
2) Reihenschaltung, Jumper 2-3: 2min 10,79s
3) Parallelschaltung, Jumper 1-2: 2min 38,46s
4) Parallelschaltung, Jumper 2-3: 2min 12,92s

Damit ist die Entscheidung gefallen. Bleibt mir nur anzumerken, dass ins Modell ja die 5x "größeren" SuperCaps kommen und die Leuchtzeiten dann im Modell bei etwa dem 5-fachen Wert liegen dürften.

So, ich hoffe, dass das nicht zu trocken war und der eine oder die andere diese Erkenntnisse für eigene Projekte nutzen kann. Wenn etwas unklar geblieben ist, fragt einfach nach.

Und in den nächsten Beiträgen wird es wieder um Modellbau gehen, versprochen! :thumbsup:

Liebe Grüße von nochsonBastler.

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42

Montag, 26. März 2018, 20:23

Elektronik ist dir auch nicht fremd ; schöner Beitrag :ok: der natürlich was mit Modellbau zu tun hat

43

Dienstag, 27. März 2018, 08:10

Hallo :wink:

finde ich sehr gut, dass du auch den elektronik Teil deines Projektes zeigst.
Sehr interresant.

Paddy
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44

Dienstag, 27. März 2018, 13:42

Hi Dirk!

Dein Bb. ist doch immerwieder zum Fingerlecken.
Ich als Elektrik-Laie bin doch immerwieder verblüfft, was es nicht alles gibt und was man drehen kann, bis es so funzt wie man es haben will.
Wie oft kann man denn eigentlich diese SuperCaps laden (Ladezyklen) und wie ist die Lebensdauer bei geladenen und ungeladenen Caps?
Denn so ein LiPo-Akku sollte man ja nie ganz entladen.
Entgegen der NiMh-Akku es nicht mag, noch bei genügend Restkapazität nicht voll geladen werden möchte.
So habe ich schlicht aus Unwissenheit schon beide Akkuarten kaputt bekommen.

Gruß Mike

45

Dienstag, 27. März 2018, 18:29

Hallo Jungs :wink: ,

danke für Eure netten Kommentare! :rot:

@ Mike:
Nach dem Datenblatt sollen die von mir ausgewählten SuperCaps etwa eine halbe Million Lade-/Entladezyklen durchhalten (wenn man sie gut behandelt - also nicht mit zu hohen Spannungen oder Temperaturen traktiert). Gemeint ist hier, er ist dann nicht kaputt, sondern hat 30% seiner Kapazität verloren. Der ESR ist dann maximal der doppelte Wert aus dem Datenblatt (Anm.: der ESR, sowas wie der Innnewiderstand, spielt für die Anwendung hier keine so wichtige Rolle, er ist eher zu beachten, wenn man mit großen Strömen oder schnellen Spannungs- oder Stromänderungen hantiert). Das genaue Zyklenprocedere ist auch kurz benannt.

Akkus, und dabei ist die konkrete Chemie fast egal, schaffen ca. 1.000 Zyklen (plusminus irgendwas). Ausnahme sind lediglich NiFe(Nickel-Eisen)-Akkus, die 3.000 Zyklen erreichen. In "freier Wildbahn" sind sie mir aber noch nicht begegnet. Auf dieser Seite sind die Akkutypen ganz gut beschrieben, man beachte die Tabelle ganz unten.

Die Lebensdauer der SuperCaps sind z.T. direkt im o.g. Datenblatt ablesbar - shelf life (also Lagerung ohne Ladung) beträgt 2 Jahre, dann hat der SuperCap 10% seiner Kapazität eingebüßt und der ESR hat sich um bis zu 50% geändert. Und nach meinen Erfahrungen kann man dann durch Lade-/Entladezyklen durchaus gegensteuern. Für den auf Nennspannung (hier: 3V) geladenen SuperCap findet man die Angabe, dass nach 1.000h bei 65°C bis zu 30% der Kapaziät verloren gegangen sind und der ESR bis zu dem doppelten Ursprungswert erreicht. Als Faustregel verdoppelt sich die Lebensdauer, wenn die Temperatur um 10°C geringer wird. Bei 25°C komme ich dann auf 16.000h, das sind etwa 2 Jahre.

Im Prinzip sind SuperCaps spezielle Kondensatoren, denen der Ladezustand fast egal ist und die kein aufwändiges Ladegerät benötigen. Solange die Ladespannung nur unter der Nennspanunug bleibt, ist alles im grünen Bereich! Als Nachteile kann ich nur die, im Vergleich zu Akkus, höhere Selbstentladung sehen (wobei man beim Handling auch nicht hektisch werden muss) sowie den höheren Anschaffungspreis. Aber gut, was ich bis jetzt gekauft habe, war immer im einstelliggen Eurobereich. also kein Luxusgut! ;)
Liebe Grüße von nochsonBastler.

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46

Dienstag, 27. März 2018, 23:23

Danke für den Link und die ausführliche und zügige Erläuterung, Dirk! :ok:

Gruß Mike

47

Samstag, 31. März 2018, 10:43

Gern geschehen!
Liebe Grüße von nochsonBastler.

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48

Sonntag, 1. April 2018, 18:34

Hallo Dirk,
Zunächst mal finde ich den Effekt mit dem leichten flackern super!! Damit wirkt das Ganze nicht so statisch und verleiht dem Modell mehr leben!
Und ich finde den Elekronikteil überhaupt nicht uninteressant! Im Gegenteil ich beneide hier alle, die sich auch nur halbwegs mit so etwas auskennen.
Meine Kenntnis beschränkt sich, zu meinem Leidwesen, ausschließlich auf's Ein- und Ausschalten von Elektroniksachen

49

Montag, 2. April 2018, 15:18

Hallo Phillippe, hallo auch an alle anderen Mitleser,

zum Ende der Osterfeiertage habe ich auch wieder ein paar Minuten für meine "Amsel" gefunden. Es war Arbeit an und mit den Messingteilen angesagt. Zunächst etwas Interieur für die Hauptfahrwerksschächte:



(Wie dekadent, dass Lockheed so viel Gold verbaut hat, Titan hat den Herren offenbar nicht gereicht! Man möchte den Entwicklern zurufen: Sieht man doch gar nicht, wenn die Fahrwerksklappen zu sind! :lol: Darum also war der Vogel so teuer...)

Und so soll's mal eingebaut aussehen, im Moment ist alles nur zur Passprobe gesteckt:



Dann habe ich mich der Nase, also der von dem Flieger natürlich, gewidmet. Dazu dieser Bausatz:



Und hier nochmal größer:



Also die drei Teile sind echt winzig. Und ob Ihr's glaubt oder nicht, in den grauen Kunsstoffteilen (es liegen 2 bei, man braucht aber nur eins - es sei denn, das Teppichmonster hatte wieder Hunger) sind kleine Löcher für die Messingteile zum "Auffädeln"! Trotzdem musste ich sie mit einem 0,3mm-Bohrer aufbohren, aber das ging ganz gut



und führte zu diesem Pitotrohr (-nachbau):



Angebaut - das habe ich lieber gleich gemacht, nicht dass das Minizeugs nach einem Nieser oder so auf Nimmerwiedersehen verschwindet - sieht's nun so aus



Ist noch nicht fertig verschliffen, weil das CA erst noch richtig durchtrocknen muss.

So, dann seid Ihr wieder auf dem aktuellen Stand. Freue mich auf weitere Kommentare von Euch und bis demnächst!
Liebe Grüße von nochsonBastler.

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50

Montag, 2. April 2018, 20:09

Ich glaub ja daß das Rohr dran ist , man siehts aber nicht :lol:

51

Dienstag, 3. April 2018, 19:10

Na das güldene nadelartige Dingens (also nix mit "Rohr"), das auf dem letzten Bilde der schwarzen Flugzeugnase rechts herauswächst, befestigt mit einem kleinen Klecks CA am Übergang schwarz-gold (Rot gab's hier nicht, habe tunlichst einen Stich in den Finger vermieden, sonst wäre doch noch der Prinz gekommen und hätte mich, nach jahrelangem Schlaf, wachküssen wollen. Dann hätte aber erstens der Baubericht ewig auf Eis gelegen und überhaupt stehe ich zweitens doch eher auf Prinzessinnen! Aber das ist wohl eine andere Geschichte. :P )

Und jetzt habe ich noch zu allem Überfluss feststellen müssen, dass die Druckdosen für das Pitot gar nicht mitgeliefert wurden. Wie soll ich denn jetze die Geschwindigkeit messen?! Man, man, man, auf j-e-d-e-s Detail musste aufpassen, sonst wirste nur besch***piep***! :D
Liebe Grüße von nochsonBastler.

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52

Dienstag, 3. April 2018, 20:08

Dein Rohr wächst rechts aus meinem Bildschirm he raus da das Foto so raumfüllend ist :nixweis:. Gehts denn nur mir so? liegts an meinem PC ? ;(

53

Dienstag, 3. April 2018, 21:31

Hallo Hans Juergen,

jetzt weiß ich, was Du meinst. Wahrscheinlich hast Du den Zoom-Faktor in Deinem Browser zu hoch eingestellt. Dann wird der Text schön groß und auch am rechten Rand richtig umgebrochen, leider werden die Bilder dann ggf. auch so groß, dass sie rechts über den Rand ragen. Da werden sie einfach abgeschnitten und man kann sie nicht "erscrollen". Hab' ich jetzt mit Firefox, Opera und IE auf PC sowie auf'm Handy ausprobiert. Auf meinen Bildern müsstest Du rechts unten im Logo die vollständige Jahreszahl "2018" sehen, sonst fehlt was.

Wenn Du am PC sitzt und die Maus (die vom Computer!) in der Hand hast - <STRG>-Taste gedrückt halten und Mausrad nach unten drehen. Oder <STRG>-Taste halten und "Bild nach unten blättern" tasten. Ansonsten Menü "Ansicht" -> "Zoom" und einen Eintrag mit "Verkleinern" oder so suchen.
Liebe Grüße von nochsonBastler.

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54

Mittwoch, 4. April 2018, 22:19

Mann oh Mann :bang: :bang: :bang: , klar.... es lag am Zoom Faktor, jetzt ist alles gut . Danke für den Tip.

Beiträge: 779

Realname: Ralf

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55

Donnerstag, 5. April 2018, 19:21

:thumbup: den hier gibt's für dein Tun hier von mir! Interessante Arbeiten und sehr ansprechender Bericht!

Grüße,
Ralf
Aktuelles Spezialprojekt: Modell der "Nautilus" aus "20000 Meilen unter dem Meer"

Sonstige: Vulcania Shipyard: Kapitän Nemos "Nautilus" (aus Disneys "20000 Meilen unter dem Meer" nach Jules Verne)

56

Dienstag, 10. April 2018, 19:38

Hallo, liebe Mitleser,

heute ein kleines Update. So ganz untätig war ich die letzte Zeit ja nicht... 8)

@ Hans Juergen: Gern geschehen!

@ Ralf: Dankeschön!

Nun aber zum Baugeschehen. Also ich habe mich mit dem Hauptfahrwerk befasst. Während die Passgenauigkeit der Fahrwerksklappen sehr gut ist,

,

sind die Schächte entschieden zu flach. Selbst mit Schuhanzieher passt das Fahrwerk nicht rein:



Also meinen kleinen Freund, den Mini-Säger, angesetzt und, ritzeratz, Platz geschaffen:



Das ausgesägte Zeil wird natürlich nicht weggeschmissen, sondern kommt wieder an seinen Platz, nur eben etwas tiefer, um mehr Stauraum für die Räder zu lassen.



Jaaaaa, so muss das aussehen:



Die Klappen, hier die beiden inneren, sind zwar im Bausatz schon leicht detailliert, aber ich habe sie innen beschliffen und mit den Ätzis beklebt. Im folgenden Bild von rechts nach links: Ätzteil, Bausatzklappe und beklebte Klappe.



Am Ende dieses Arbeitsschrittes sahen die Teile so aus:



Ich denke, die schöne geätzte Nietenstruktur ist gut zu sehen.

Die Klappen sollen klappbar sein, deshalb heißen sie ja so. Dazu habe ich alle um je 0,8mm gekürzt, um Platz für ein Stück Kanüle - als Teil eines Schwenkscharniers - zu schaffen. Die Kanüle habe ich außen etwas angeraut, damit der Sekundenkleber besser hält. Und ein Tipp nebenbei: Ich empfehle, Kanülen mit Dremel und Diamantscheibe zu trennen, Säge o.Ä. funktioniert mit dem Edelstahl nicht.



Dann eine Passprobe. Jetzt wird, glaube ich, klarer, wo ich hin will:



In die Kanülen sollen 0,5mm-Messingdrähte, die die Klappen am Modell halten, aber beweglich lassen. Aaahhh... :D

Dann habe ich die Kanülenstücken mit Sekundenkleber an den Klappen befestigt

,

wobei die am Modell äußeren Klappen (die länglichen, im Bild rechts) anstatt des Bausatzteiles aus 2 Messingteilen zusammengeklebt werden sollten. Das habe ich nicht gemacht, weil ich mir dachte, die Kanülen haben mehr Klebfläche, wenn ich die Plastikteile dünner schleife und dann die Messingteile oben und unten draufklebe. So habe ich es dann auch gemacht. Jetzt muss alles in Ruhe trocknen und dann kommt der Feinschliff.

Vielleicht noch eine Bemerkung am Rande: Also das schwarze Plastikzeugs aus dem Bausatz ist echt die Pest. Der Schleifstaub ist wie Kohle - an den Händen und den Klamotten. Echt, als hätte man Briketts gefeilt... Egal, muss ich durch. :huh:

Bis demnächst dann!
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57

Dienstag, 10. April 2018, 22:52

da ist auch Grafitt drin verarbeitet, sonst wärs nicht so schön schwarz :D

58

Montag, 16. April 2018, 17:38

Hallo, liebe Mitleser,

es geht weiter. Am Wochenende habe ich mich mit den Fahrwerken befasst. Wie Ihr Euch bei meinen Ausführungen zu den Klappen schon sicherlich gedacht habt, möchte ich sie einziebar gestalten, weil ich mich nie entscheiden kann, ob ich sie aus- oder eingefahren haben möchte. Für den Schwenkmechanismus bekommen sie ein Stück Kanüle verpasst, sodass ich einen Messingdraht hindurchschieben und fest mit dem Flieger verkleben kann.

Zunächst habe ich die Fahrwerke passend verschliffen (folgendes Bild, linke Seite, rechts im Originalzustand zum Vergleich)



Man könnte nun die Kanülenstücke einfach auf die "obere Kante" der Fahrwerke kleben, aber das hat mir zu wenig Halt. Daher kam mir die Idee, ein Stück dünnes Blech, u-förmig gebogen, darüber zu pappen. Das sollte deutlich mehr Halt geben.

Aber welches Blech nehmen?

Da fiel mir meine Restekiste ein, dort habe ich noch die Rahmen von meinen geätzten Sägen. Das Material ist ideal; 0,1mm dünn, gut schneid-, feil- und biegbar:



Daraus habe ich mir die passenden Stücke geschnitten und gebogen (aber leider kein Foto von :S ) . Als Kleber wollte ich ursprünglich CA verwenden, doch per Zufall ist mir neulich im Baumarkt wieder "Flüssigmetall" in die Hände gefallen. Wer's nicht kennt: das ist ein 2K-Kleber, der sich besonders gut zum Verkleben von metallischen Teilen (und auch mit Kunststoffe) eignet. Er härtet wasserfest, schleif- und bohrbar aus. Habe früher viel damit gearbeitet. Wenn Ihr ihn auch mal ausprobieren wollt - hier ein Tipp: Lasst bloß die Finger von den Tuben, wo Harz und Härter durch ein gemeinsames Röhrchen im Tubenboden gepresst werden. Gedacht ist das so, dass eine Mischkanüle dort befestigt werden soll. In der Praxis funktioniert das aber nur mit einer Tubenpresse (die man extra kaufen muss) und zum anderen verschleppt man immer Harz in Härter oder umgekehrt, sodass das Zeugs innerhalb von wenigen Tagen in den Kartuschen hart wird. Ein Schelm, der auf die Idee kommt, da will die Industrie nur ihren Absatz ankurbeln... Also die Tuben mit den einzelnen Düsen sind zu empfehlen:



Links seht Ihr übrigens oben das Bugfahrwerk und unten den Rest der Kanüle (da passt ein Draht mit 0,8mm genau durch).
Wenn Ihr Euch fragt, was da für Stabchen aus den Blechen hervorgucken - nun, das sind Stücken einer 0,75mm-Lichtleitfaser, mit denen ich verhindern wollte, dass der Kleber in die Kanülen suppt (die Fasern stecken also in den Kanülenstücken). Außerdem konnte ich so die korrekte Ausrichtung der Kanülen (also der späteren Schwenkachsen) besser kontrollieren. Nach dem Entfernen der Fasern sieht das Ganze so aus



und die Kanüle ist innen schön frei



Nur noch sauber verschleifen und dann ist das auch erledigt.
Liebe Grüße von nochsonBastler.

"Das erinnert mich an den Mann, der sich splitternackt auszog und in einen Kaktus sprang."
"Warum hat er das getan?"
"Er hielt das damals für eine blendende Idee!"

("Die glorreichen Sieben", Mirisch/Alpha, 1960)

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59

Montag, 16. April 2018, 20:02

gute Lösung eines heiklen Problems :ok:

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60

Dienstag, 17. April 2018, 07:22

Einziehfahrwerk in 1/72? Äh ... ich bin jetzt etwas baff ... manuell hoffe ich (ansonsten stürzt Du mich in eine Krise) ... aber wie machst Du das mit der "Verriegelung" damit es im Stand nicht unfreiwillig/unkontrolliert einklappt?

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