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Donnerstag, 22. Februar 2018, 20:25

Velocette Thruxton - Rarität aus Weißmetall - RAE Models - 1/8

Hallo allerseits,

nach reiflicher Überlegung habe ich mich dazu entschlossen,meine Schatzkiste zu öffnen und eine meiner „Juwelen“ zu realisieren.
Ausgewählt habe ich einen alten Bausatz der Velocette Thruxton, der vor vielen Jahren von der britischen Firma RAE Models in Kleinserie
produziert wurde.

Der Kit ist extrem selten - im Internet finden sich weder Fotos noch sonstige Hinweise über diesen Bausatz. Die Schachtel ist – genau wie
bei den Schwestermodellen – äußerst schlicht gestaltet und verrät wenig über den Inhalt:


Der Blick auf den noch verpackten Inhalt lässt das Kennerherz aber höher schlagen:


Sehr schematisch - einige der Skizzen aus der unvollständigen Bauanleitung:


Das Vorbild des Bausatzes zählt für mich zu den schönsten Eintöpfen von der Insel. Es handelt sich um die Sportversion der „Venom“. Die
Thruxton unterscheidet sich von dieser in vielen Details. Sichtbare Merkmale sind unter anderem der Stummellenker, der unverkleidete
Scheinwerfer, auf der oberen Gabelbrücke befestigte Instrumente, die sportliche Sitzbank, der modifizierte Werkzeugbehälter, zurückverlegte
Fußrasten mit den angepassten Brems- und Schalthebeln, die belüftete Duplex-Vorderradbremse und der große schwimmerlose Vergaser mit
dem auffälligen Ansaugrohr, das eine Modifizierung der Benzintanks erforderlich machte. Das Original über verfügt dazu über eine schärfere
Nockenwelle und größere Ventile.

Hier ist ein Foto der Thruxton, das sich sich neben anderen auf der Webseite
http://blog.wheels-and-waves.com/2013/02…s-of-rider.html befindet:


Und so sieht die Venom aus (Quelle: http://www.bikesrestored.com/1175/veloce…enom500-1957-5/):


Ich habe den Kit vor vielen Jahren von einem Engländer gekauft, der seinerzeit bei RAE Models gearbeitet hat. Der Bausatz ist angeblich
bei der Werksauflösung aus Restbeständen zusammengestellt worden. Die Bauanleitung für die Thruxton fehlt leider. Dafür ist die Anleitung
der Venom beigefügt; im Text erwähnte Referenzfotos fehlen jedoch ebenfalls. Das Internet biete aber ausreichendes Referenzmaterial.
Außerdem habe ich mir das Buch „Velocette Motorcycles“ von Rod Burris zugelegt. Weitere Schwachpunkte: Der Decalbogen und vorhandene
Kopiervorlage sind unvollständig (beides ist vernachlässigbar), Schrauben fehlen ebenso wie das Scheinwerferglas (beides kein Problem). Die
aus Messing gedrehten Felgenhälften sind noch „roh“; ich habe sie allerdings schon zu einem Galvanikbetrieb zum Glanzvernickeln gebracht.
Die Reifen weisen große, durch Lufteinschlüsse entstandene Löcher auf, die sich mit Gummimasse reparieren lassen sollten.

Andere Bauteile sind dafür gleich mehrfach und/oder in zweierlei Ausführung (für Venom und Thruxton) vorhanden. Fall nicht noch weitere
Fehlteile evident werden sollten, sehe ich der Realisierung zuversichtlich und mit großer Vorfreude entgegen.

So präsentieren sich die Felgenhälften vor der galvanischen Behandlung:




Auf eine Bausatzvorstellung habe ich verzichtet, werde aber im Baubericht auf alle Details eingehen. Der Bau selbst wird – verglichen mit
der ansonsten üblichen Vorgehensweise – vermutlich etwas unstrukturiert erscheinen, da viele „Anproben“ erforderlich sein werden, bevor
bestimmte Baugruppen endgültig zusammengefügt werden können. Dementsprechend wird auch der Baubericht wohl etwas holprig zu Euch
rüberkommen.

Dafür entschädigt das Konzept des Kits, der überwiegend aus Weißmetall besteht. Dieses Material erfordert einige Nacharbeiten, die aber
für mich einen ganz besonderen Reiz ausmachen, zumal sich gerade bei Motorradmodellen viele Details und Oberflächen hiermit authentischer
gestalten lassen, als dies mit beschichtetem oder lackiertem Kunststoff möglich ist. Außerdem sind etliche Teile verchromt. Tank, Batterie,
Sitzbank und Werkzeugkastendeckel sind aus Resine, die Radspeichen aus fotogeätztem Feinblech.

Los geht es mit dem Rahmen, der von Gußgraten befreit und mit passenden Bohrlöchern versehen werden muss. Er ist in seinen Grundzügen
identisch mit dem der Thruxton. Die Aufnahmen für die Fahrer- und Soziusfußrasten bleiben allerdings ungenutzt. Bei der Thruxton befinden
sich diese auf einer Halteplatte, die mit der Schwingenlagerachse und der Hauptänderbefestigung verschraubt wird. Hierauf komme ich später
zurück.


Bauteile im obigen Bild: Steuerkopf mit Ober- und Unterrohr, Sattelrohr, Unterohrrahmen, Heckrahmenhälften, Arme der Hinterradschwinge
und Seitenständeraufnahme.

Los geht's -auf bald!
Beste Grüße vom Plastinator

keramh

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2

Donnerstag, 22. Februar 2018, 20:31

moin,

oh da bin ich aber bei, die Thruxton mag ich sehr, wenn ich die Bauanleitung sehe sehe ich den Schalldämpfer der Venom.
Welche ist der Kit nun. Den Thruxton Endtopf habe ich auch auf meinem Eintop drauf.


keramh

Moderator

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3

Donnerstag, 22. Februar 2018, 20:35

man sollte erst lesen ....
Du hast ja geschrieben das die Anleitung für die Venom ist .... :pfeif:

4

Donnerstag, 22. Februar 2018, 20:45

Hallo Peter,
da wird mein "Blanko"Abo ja ein echter Hammer.Der Vorteil beim Abo ist halt das ich bequem vom eigenen Sofa aus zusehen kann und nicht immer um einen Patz in deiner Werkstatt kämpfen muss ;) Es ist echt unglaublich welche Schätze du in deinem Lager hast.Aber gut das sie bei dir lagern denn dann werden sie auf jeden Fall zu wahren Kunstwerken.Ich freue mich jedenfalls schon auf einen spannenden und hochkarätigen Baubericht.
Gruss,Rudi
Strohsterne werden gebastelt-Modelle werden gebaut

Ich bin der,der nicht bei Facebook ist!!!! :abhau: :baeh:

5

Donnerstag, 22. Februar 2018, 22:57

Na, wenn das keine nette Begrüßung ist - vielen Dank.

@ Marek:
Die Enfield gefällt mir generell sehr gut, Deine aber ganz besonders, weil Du den extrem langen TÜV-konformen
Schalldämpfer, aber ausgesprochen hässlichen Seriendämpfer so stilvoll ersetzt hast. Ich würde mich sehr freuen, wenn Du auch
noch ein "Ganzkörperfoto" von der Schokoseite Deines Motorrades hier noch einstellen würdest (Thema: schöne bitische Singles).

Übrigens: Die Schalldämpfer von Venom und Thruxton unterscheiden sich bei identischem Baujahr in Form und Ausführung nicht
voneinander. Lediglich die Lasche für die Befestigung am Rahmen kann leicht abweichen.
Beste Grüße vom Plastinator

keramh

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6

Freitag, 23. Februar 2018, 07:23

moin,

ja, der Unterschied ist nur die Befestigung.

Hier noch schnell 3 Bilder meiner Enni, dann ist aber auch gut und ich bin voller Erwartung auf diesen Baubericht.






7

Freitag, 23. Februar 2018, 16:22

Hallo Peter,
Das klingt interssant und fällt in mein Metier. Da bin ich dabei,
auch wenn es ein Bausatz ist. Sicher wirst du das eine oder andere verändern oder hinzufügen. Ich bin gespannt.
Gruß Peter (oldisegler)
"Möglich daß für Kapitäne und Steuerleute eine Romantik einmal bestanden hat, für die Mannschaft nie. Die Romantik der Mannschaft ist immer nur gewesen: unmenschlich harte Arbeit und eine tierische Behandlung." B.Traven

8

Freitag, 23. Februar 2018, 22:54

Hallo allerseits,

und erst einmal Dir, lieber Marek, danke für das Zeigen Deiner Enfield: sie gefällt mir ausgesprochen gut. Außerdem freue ich mich sehr,
dass Du, lieber Oldisegler Peter, hier ebenfalls Platz genommen hast. Ich bin ein großer Bewunderer Deiner Arbeit, und mir ist fast die Luft
weggeblieben, als ich sah, dass Du selbst vor der Herstellung von Reifen nicht zurückschreckst.

Den Rahmen habe ich inzwischen von Graten befreit und mit Bohrlöchern versehen. Grob zusammengesteckt sieht das so aus:




Zur Anprobe habe ich außerdem den Hilfsrahmen zur Befestigung des hinteren Schutzbleches aufbereitet und eingepasst. Dabei zeigte sich,
dass der Lochabstand in den Heckrahmen zu kurz war (alle Bohrlöcher sind werksseitig mit einer Vertiefung im Guss markiert). Dies ließ sich
in dieser Phase noch leicht korrigieren. Hier ist das gute Stück:


A-pro-pos Bohrlöcher nicht vergessen: Auch die obere Aufnahme des Federbeins ist später nur sehr schwer zu erreichen:


Die Ausleger, an denen die Federbeine befestigt sind, haben beim Original eine Abdeckung aus poliertem Aluminium. Bei Bausatz sind sie
angedeutet. Ich habe die bestreffenden Stellen poliert und werde sie nach dem Lackieren wieder freilegen:


Über die Befestigung des Hauptständers lässt sich die Bauanleitung nicht aus. Ich habe den Rahmen an der betreffenden Stelle durchgebohrt,
so dass ich ein Messingrohr hindurchführen kann. Es schließt bündig mit dem Haupständer ab. Die Rohröffnungen dienen später zur Befestigung
der Halteplatte für die Fußrastenanlage.






Der zweite Fixpunkt für die Halterung der Fußrastenanlage ist die Schwingenachse. Die Schwingarme habe ich daher schon mit einem
einer Bohrung versehen und diese in der Mitte der Schingenlagerabdeckung platziert:


Fortsetzung folgt ;-)
Beste Grüße vom Plastinator

9

Samstag, 24. Februar 2018, 11:20

Hallo Peter,
spannend dir zuzusehen wie du alles strukturiert und vorausschauend angehst.Bei Weissmetall finde ich es als Plastebauer faszinierend wie schön sich durch polieren der Aluefeffekt darstellen läst.Ich bin immer noch am grübeln wie ich das z.B. bei Hellers Laverda oder Norton Comando bei den Kurbelgehäuseabdeckungen hinkriegen soll.Denn ich finde das das in Chrom einfach nicht passt,evt müsste ich mal nach gutem polished Alu suchen.
Gruss,Rudi
Strohsterne werden gebastelt-Modelle werden gebaut

Ich bin der,der nicht bei Facebook ist!!!! :abhau: :baeh:

10

Samstag, 24. Februar 2018, 14:48

Hallo Peter,

schön, dass du uns hier mal wieder an einem Motorrad-Highlight teilhaben lässt, da schaue ich gerne zu! Ist das eigentlich
der Hersteller, welcher auch einen Vincent-Twin im Angebot hatte?

Zur Thruxton hätte ich noch eine Frage: die oberen Federbeinaufnahmen sind ja beim Original gewaltige Langlöcher, damit sich
der Anstellwinkel und somit die Federhärte über einen weiten Spielraum einstellen lässt. Wirst du die Langlöcher beim Modell
freilegen, oder ist das zu viel Aufwand?

Ansonsten: weiter so und frohes Polieren!

Martin

11

Samstag, 24. Februar 2018, 16:36

Hallo Peter,

Danke!
Das du uns so ein Schätzchen zeigst, und es dann auch gleich noch in einen Baubericht verpackst.
Also ich werde hier definitiv dabei bleiben, und freue mich schon wieder mal viel von dir zu lernen :ok:
Ciao
Patrick
DUCATI FAHRER SIND HÖRBARER

12

Samstag, 24. Februar 2018, 18:44

Vielen Dank Euch allen für Eure netten Beiträge.

@ Rudi:
Ich weiß,was Du meinst. Bei den Nortons habe ich die Gehäuseteile - wenn ich mich recht entsinne - mit mattem Klarlack überzogen.
So sieht Chrom dann eher wie poliertes Alu aus. Hier ein paar Bilder der Modelle, die sicher schon 30 Jahre alt sind (die Fotos sind leider
nicht die besten, da ebenfalls schon alt und der Scheinwerfer der Straßenversion ist auf den Nordstern gerichtet :-)








Bei der SFC waren die Chromteile ohnehin mattverchromt. Das habe ich dann so gelassen:




Also - nur Mut, Rudi ;-)

@ Martin:
Schön, dass Du dabei bist. Du sprichst das Alleinstellungsmerkmal der Velocette an: Ich habe auch überlegt - werde den Schlitz aber nicht
öffnen, zumal dahinter nichts zu sehen sein wird. Die Gefahr, dass ich - ohne Oberfräse (die ich nicht besitze) - hier mehr versaue als
verbessere ist groß. Deshalb wird hier Mattschwarz zum Einsatz kommen.

@ Patrick
Dein Kompliment ehrt mich :-)
Beste Grüße vom Plastinator

13

Samstag, 24. Februar 2018, 19:31

Hallo Peter,
das mattlackieren könnte mir auch gefallen,wäre auf jeden Fall besser als der Glanzchrom.Hast du bei der schwarzen Norton das hintere Schutzblech silber lackiert und vorher die Längsklebenaht verspachtelt?Weil die Idee von Heller das Schutzblech in 2 Längshälften zu spritzen ja nicht gerade die glücklichste Lösung ist.Ich hab sie übrigens in der Airfixversion knapp ein Jahr bevor Heller die Neuauflage rausgebracht hat von meiner liebsten zum Geburtstag bekommen.Hat mutmasslich wohl nen dreistelligen Betrag gekostet :roll: .Bei meiner SF (ohne C ) sind die Seitendeckel in Hochglanz.
Gruss,Rudi
Strohsterne werden gebastelt-Modelle werden gebaut

Ich bin der,der nicht bei Facebook ist!!!! :abhau: :baeh:

14

Sonntag, 25. Februar 2018, 11:02

Hallo Rudi,

ich habe die Hälften nur sauber und bündig verklebt - ohne zu spachteln.

Beste Grüße
Peter
Beste Grüße vom Plastinator

Beiträge: 445

Realname: Burkhard Peters

Wohnort: Schashagen anne Ostseeküste

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15

Dienstag, 27. Februar 2018, 22:23

:wink: Moin Peter !

Na , da muß ich doch gleich zwei Glückwünsche loslassen :

Erstmal gratuliere ich dir zu diesem megaseltenen und fantastischen Kit . Weißmetall zu bearbeiten hat ja irgendwie etwas ganz besonderes , trotz des Mehraufwandes macht es einfach mehr Spaß als schnödes Plastik .
Zweitens möchte ich diesem ultraseltenen Kit (hab` ich vorher noch nie was von gehört geschweige denn gesehen...) ebenfalls gratulieren , weil er in Deinen begnadeten Händen mit absoluter Sicherheit genau richtig gelandet ist. Da kommt zusammen was zusammengehört.
Ich werde Dir gerne über die Schulter schauen wenn die Teile des Bikes zueinanderfinden .

Viele Grüße , Burkhard

P.S.: 1 .: Die Nortons sind klasse ; so ein alter Engländer war für mich immer die einzig in Frage kommende Alternative zu italienischen Motorrädern .
2.: Bezüglich des mattierens verchromter Teile: Ich benutze dazu gerne eine Mischung aus Revell matt 2/3 ,Revell glanz 1/3 und einem kleinen Schuß Schwarz glanz.
Stark verdünnt ,trage ich diese Brühe mit einem Pinsel satt auf und nehme die überschüssige Flüssigkeit ander Unterkante des Bauteils mit einem saugfähigen Papiertuch
auf. Ist bei fast allen meinen Mopeds so gemacht.

16

Dienstag, 27. Februar 2018, 23:05

Sagt mal Jungs

Von welchem Hersteller sind den die Norton's? Kann man die noch bekommen? :love:
DANKE
Ciao
Patrick
DUCATI FAHRER SIND HÖRBARER

17

Mittwoch, 28. Februar 2018, 04:44

Hallo Patrick,
die Norton Roadster,die schwarze ist aktuell im Programm von Heller in 1:8 .
Gruss,Rudi
Strohsterne werden gebastelt-Modelle werden gebaut

Ich bin der,der nicht bei Facebook ist!!!! :abhau: :baeh:

18

Mittwoch, 28. Februar 2018, 22:12

Hallo allerseits,

sorry, Martin: habe ja noch nicht alle Deine Fragen beantwortet:
Ist das eigentlich
der Hersteller, welcher auch einen Vincent-Twin im Angebot hatte?
Ja, genau. Außerdem hatte RAE Models - neben Vincent Black Shadow, Velocette Thruxton und Venom - von BSA die Rocket und die
Gold Star, von Norton die Fastback und die Commando Interstate und von Triumph die Bonneville und die Tiger 110 im Programm.
Beste Grüße aus
Hallo Burkhard, Du weißt schon, dass Du mir mit Deinem Lob ganz schön Druck machst, oder? (ich kann es aber gut einordnen - danke
dafür :)).

zum Baufortschritt:

Die 3 Hauptteile des Rahmens habe ich mit 2K-Kleber zusammengeklebt und mit Hilfe von 2 Gewindestangen ausgerichtet:




Diese Konstellation ist erforderlich, um die Halteplatten, mit denen Motor und Getriebe ("pre-unit") mit im Rahmen befestigt werden,
genau einpassen zu können. Vorher müssen Motor und Getriebe natürlich noch gebaut werden.

Das sind die Teile, aus denen Zylinder und Zylinderkopf entstehen sollen:


Außerdem im Bild (oben rechts) die Stehbolzen für die Verschraubung des Zylinders mit dem Kurbelgehäuse, ein Stück Hartfaserplatte mit
einem Messingrohr als Montagehilfe und ein 2-Eurostück (lag dem Bauatz leider nicht bei).

Alle Bauteile sind mit Körnermarkierungen oder Schlagzahlen markiert, um die richtige Reihenfolge beim Aufbau sicherzustellen.

Um eine korrekte Flucht sicherzustellen, habe ich das Messingrohr mit Maskierband umwickelt und so das zu große Spiel zu den Bohrungen
in den Zylinderplättchen reduziert. 4 Bohrer á 1,2mm gewährleisten zudem die exakte Ausrichtung der Bohrlöcher, in den später die
Stehbolzen sitzen:


Nicht alle Bauteile sind in ihrem Guss ganz makellos, was aber kein Beinruch ist:


Der Gesamteindruck des fertigen Zylinders ist dennoch sehr ordentlich (die Stehbolzen sind nur lose eingesteckt):




Soviel für heute.

Beste Grüße - Peter
Beste Grüße vom Plastinator

19

Mittwoch, 28. Februar 2018, 23:01

Superschön :thumbup:
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

20

Sonntag, 11. März 2018, 17:31

Danke, Ray.

---

Hallo allerseits,

als nächstes habe ich die Bohrungen am Motor vorgenommen, die später nicht mehr oder nur schwer zu erreichen sind. Hier im Bild die Zündkerze
mit Stecker (Stecknadel wird noch abgeknipst, so dass sich das Zündkabel aufstecken lässt) und die Ölleitungen im Roh- und im bearbeitetenden
Zustand (sehr viele Teile sind - wie ich schon schrieb - doppelt vorhanden). Die leicht gebogene Leitung (= Zulauf) führt von der Ölpumpe zum
Zylinderkopf, das symetrische Teil (= Rücklauf) sitzt auf Höhe der Kipphebelwellen und entlässt das Öl in das Stößelstangenschutzrohr:



Das sind die Kurbelgehäusehälften mit dem Schild zur Abdeckung des Antriebs für den Zündmagnet:




Der quadratische Deckel sitzt über der Ölpumpe:




Hier sind die Zu- und -ablauffittings zur Versorgung von Kurbelwellen- und Pleuellager mit Öl:


Außerdem erhält auch der Zylinderkopf noch eine Bohrung zur Aufnahme einer Strebe, die den Motor mit dem Rahmen (etwa auf Höhe des
Sattelrohres) verbindet. Leider fehlt diese Strebe - ebenso wie der Seitenständer. Eine Nachfertigung beider Teile aus Messing dürfte jedoch
unproblematisch sein, sobald die Maße genommen werden können.



Soviel für heute. Fortsetzung folgt.
Beste Grüße vom Plastinator

21

Dienstag, 13. März 2018, 20:07

Hallo allerseits,

die Felgenhälften sind aus der Galvanik zurück und das Ergebnis des galvanischen Verzinkens kann sich sehen lassen:


Zudem sind noch einige Kleinarbeiten nachzureichen. Die Kurbelgehäusehälften habe ich mit den Bohrungen versehen, die erforderlich sind,
um den Motor später mit den Halteplatten am Rahmen zu verschrauben. Zudem habe ich beide Gehäusehäften über eine Bohrung in der
Verlängerung der (nicht vorhandenen) Kurbelwelle miteinander verschraubt. In Bild zu sehen sind außerdem das Stößelstangenschutzrohr
(mit Bohrung zum Anschluss der Ölrücklaufleitung) und eine kleine federbelastete Welle, die später den Ventilausheber bedient.


Hier im Bild ist die Lichtmaschine (bearbeitet) mit dem Befestigungsbügel (Rohzustand zu sehen):


Zur Befestigung vor dem Kurbelgehäuse sind zwei Bohrungen erforderlich:


Das untere Ende des Bügels wird eingeklebt. Die obere Befestigung erfolgt mittels M1,2-Schraube mit passender Schlüsselweite. Hier sind
die Bauteile nur zusammengesteckt:




Von der oberen Schraube bleibt später - wie beim Original - ein gutes Stück Gewinde sichtbar.

Das sind die schon mehrfach erwähnten Befestigungsplatten für Motor, Getriebe etc. Die große Platte an der rechten Seite weist eine
Vorrichtung auf, mit der der Abstand zwischen Motor und Getriebe justiert und so die Primärkette gespannt werden kann:


Leider sind einige Bohrungen nicht korrekt angebracht. Bei dem kleinen Teil sitzt die Bohrung oben rechts zu weit am Rand, bei dem
großen Teil ist eine Bohrung zu weit außen und die benachbarte zu weit innen angebracht:


Ich habe die betreffenden Stellen zugelötet und korrekte Bohrungen angebracht. Dabei musste ich sehr vorsichtig vorgehen, da der
Schmelzpunkt des Weißmetalls nur unwesentlich über dem des Lots liegt:




Das soll es für heute sein.
Beste Grüße vom Plastinator

22

Dienstag, 13. März 2018, 20:40

Hallo Peter,
meinen vollen Respekt für deine modellbauerische Leistung an diesem wohl sehr anspruchsvollen Bausatz.Das ist ja doch ganz was anderes als beim Plastikmodellbau.Und die galvanisierten Felgen sehen fantastisch aus.
Gruss,Rudi
Strohsterne werden gebastelt-Modelle werden gebaut

Ich bin der,der nicht bei Facebook ist!!!! :abhau: :baeh:

23

Freitag, 16. März 2018, 19:43

Danke Dir, Du treue Seele :-)
LG Peter
Beste Grüße vom Plastinator

24

Sonntag, 18. März 2018, 14:27

Hallo allerseits,

zunächst hier einige weitere Bauteile vor der Be- und Verarbeitung. Hier die Abdeckungen von Kurbelgehäuse und Zylinderkopf rechts:


Das sind die Haupteile des Getriebes; beim Original bilden die großen Teile unten links und in der Mitte eine Einheit; außerdem im Bild der
rechte Getriebegehäusedeckel, das Kickstartergehäuse und eine Abdeckung:


Zur Überprüfung der korrekten Fluchtung der Befestiugungsbohrung und zur Ermittlung der benötigten Schraubenlängen (M1,2 Gewindestäbe
mit Stahlmuttern) Einpassung von Kurbel- und Getriebegehäuse inden Rahmen - siehe da es "fluchtet":




Jetzt kann der Motor weiter vormontiert werden. Das ist nötig, um die Maße der fehlenden Zylinderkopfhalterung für den Nachbau zu ermitteln:


Das fehlende Bauteil habe ich aus 1,5mm starkem Messingrohr gefertigt:


Und so sieht das Ganze jetzt aus:








Später wird das alles für die Lackierung wieder demontiert. Wichtig ist es, dann vorher die Lichtmaschine am Motor zu befestigen, da dies
nach dem Einbau in den Rahmen nicht mehr möglich ist.
Beste Grüße vom Plastinator

25

Sonntag, 18. März 2018, 16:22

Das sieht auch ohne Lack jetzt schon alles sehr bedeutend aus :ok:
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

26

Montag, 26. März 2018, 20:09

Vielen Dank, Ray :ok:
--

Hallo allerseits,

weiter geht es mit weiteren Anproben. Hier die beiden Teile des Zündmagnets und der Antrieb für den Drehzahlmesser:


Der Drehzahlmesserantrieb sitzt auf der selben Welle wie der Zündmagnet, allerdings auf der rechten Seite:


So sieht man es besser:


Hier der bearbeitete Magnet auf der gegenüberliegenden Seite (nur lose eingesteckt):


Das sind die Hauptteile des Öltanks:


Die Thuxton hat - anders als ihr braveres Schwestermodell - auf der seitlichen Tankfläche ein Lochblech zur Oberflächenvergrößerung und
zur besseren Kühlung im Fahrtwind:


Das sieht dann später etwa so aus (nur lose aufgelegt; ich werde diese Teile separat lackieren und dann es verkleben):


Zum Abschluss Vergaser (AMAL GP), Anschlusstück und Manifold. Die bei der Thruxton separat ausgeführte Schwimmerkammer ("remote float
chamber") fehlt als Bauteil. Hier werde ich mir noch was einfallen lassen:


Bis die Tage.
Beste Grüße vom Plastinator

Beiträge: 445

Realname: Burkhard Peters

Wohnort: Schashagen anne Ostseeküste

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27

Montag, 26. März 2018, 20:31

:wink: Moin Peter!

Die Weißmetallsachen sehen ja sowas von lecker aus ; da juckt`s mich regelrecht in den Fingern auch mal wieder etwas anderes als schnödes Plastik zu verarbeiten .
Werde auf jeden Fall öfters mal `reinschauen um ja nichts zu verpassen... :ok:

Sind die Felgen vernickelt oder verchromt?

Grüße , Burkhard

28

Montag, 26. März 2018, 21:03

Hallo Burghard,

schön dass Du auch dabei bist :) . Die Felgen sind vernickelt (Chrom kann mein Galvanikbetrieb nicht, da fahr ich dann nach Holland).
Beste Grüße vom Plastinator

29

Dienstag, 27. März 2018, 10:50

Hallo Peter,
bin gerade etwas verwirrt. :??? Du schreibst " zum Abschluss Vergaser (AMAL GB ) Anschlußstück und Manifold..... zeigst aber das selbe Bild vom Öltank noch einmal oder sehe ich da was falsch ??? Ansonsten immer wieder interessant so ein Weißmetallmodell. Da sieht man was noch möglich ist.
Gruß Peter
"Möglich daß für Kapitäne und Steuerleute eine Romantik einmal bestanden hat, für die Mannschaft nie. Die Romantik der Mannschaft ist immer nur gewesen: unmenschlich harte Arbeit und eine tierische Behandlung." B.Traven

30

Dienstag, 27. März 2018, 18:31

Hallo Peter,

Recht hast Du - danke für den Hinweis. Wir umgehend korrigiert.

Beste Grüße - Peter
Beste Grüße vom Plastinator

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