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  • »Daniel D.« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 10

Realname: Daniel Diefenthal

Wohnort: 52382 Niederzier Stadt Düren Raum Köln/Aachen

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1

Sonntag, 31. Dezember 2017, 14:30

Karosserie Vertiefungen betonen

Hallo Modellbau Freunde,
möchte ein neues Projekt angehen!
Meinen DTM Pro-Markt Mercedes, wollte mich vorher ein wenig schlau machen bezüglich der Karosserie Kanten! Habe schon oft gesehen dass einige hier diese Kanten schwarz gemacht haben! Deshalb meine Frage hier: Wie geht man dabei vor!? Schleifen, lackieren...
Würde mich für eure Hilfe freuen.
Gruß Daniel

Beiträge: 20

Realname: Sebastian

Wohnort: Bayerischer Wald

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2

Sonntag, 31. Dezember 2017, 16:01

Hallo Daniel,

du machst dir da unnötige Sorgen, die Sicken zu betonen ist ganz einfach.

Zunächst ist es ratsam, diese beim Modell mit Hilfe eines Gravierwerkzeugs zu vertiefen,
damit sie nicht durch den Lackauftrag verschwinden. Das ist aber individuell.

Der Lackiervorgang selbst ist unspektakulär, alles wie gewohnt, also grundieren, anschleifen,
Farbe drauf, ggf. anschleifen, Klarlack, polieren. Ich denke, das sollte dir bekannt sein.

Die Sicken werden mit einem sog. "Washing" betont, bei dem dünnflüssige, dunkle Farbe in jene
gepinselt wird und der Überschuss weggewischt wird, wobei nur die Farbe in der Sicke verbleibt.
Jeder hat da sein eigenes Rezept, Beispiele wären Ölfarben, Acryl- oder Emailfarben oder
Deckmalkastenfarben, die mit Terpentinersatz, Nitroverdünnung, Spiritus, mit Wasser oder mit
allem erdenklichem verdünnt werden, um eine Brühe zu erhalten, die gut in die Sicken läuft,
den Lack nicht angreift (!) und sich gut wegwischen lässt.

Mein Rezept sind entweder Revells Aqua Farben, mit Spiritus verdünnt auf Revells Email Klarlack
bzw. Deckmalkastenfarben, mit Wasser verdünnt auf selbigen. Beides kann mit in das entsprechende Lösungsmittel
getunkten Papier(taschen)tüchern oder Wattestäbchen (Q-Tip) recht einfach abgewischt werden und ist,
wenn zügig und nicht zu grob gearbeitet wird, schonend zum Lack, was vor Allem für die Deckfarben gilt.

Wie immer gilt, mit einem Probestück zu üben, aber das ist wirklich kein Hexenwerk.
Nachfolgender Link besagt im Grunde das Gleiche, hat aber Anschauungsmaterial.
Diese Technik ist übrigens universal für jede Modellbausparte einsetzbar.

https://www.youtube.com/watch?v=FXerpuOthXk


Gruß Sebastian
"Wenn du den Baum siehst, in den du rein fährst, hast du untersteuern. Wenn du ihn nur hörst, hast du übersteuern" Walter Röhrl


Grüße aus dem schönen Bayerischen Wald

  • »Daniel D.« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 10

Realname: Daniel Diefenthal

Wohnort: 52382 Niederzier Stadt Düren Raum Köln/Aachen

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3

Montag, 1. Januar 2018, 11:01

Vielen Dank

Hallo Sebastian,
ich danke dir für die Ausführliche Beschreibung wie man diese Arbeit ausführt! Habe bis jetzt fast nur 1/12 Race Bikes gebaut. Deshalb brauche ich hier und da ein paar Tipps für die 1/24 Autos.
Ich war jetzt einfach mal so frech dich als Freund zu speichern.
Frohes neues Jahr wünsche ich dir.
Gruß Daniel

Beiträge: 20

Realname: Sebastian

Wohnort: Bayerischer Wald

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4

Montag, 1. Januar 2018, 16:15

Keine Ursache, für sowas sind Foren ja da.
Die Anfrage nehme ich gerne an, und dir auch
ein gutes neues Jahr.

Gruß Sebastian
"Wenn du den Baum siehst, in den du rein fährst, hast du untersteuern. Wenn du ihn nur hörst, hast du übersteuern" Walter Röhrl


Grüße aus dem schönen Bayerischen Wald

5

Montag, 1. Januar 2018, 19:09

Die Türsicken deutlich zu vertiefen ist immer angebracht, aber kann ins Auge gehen, bzw. daneben, wenn man mit einem feinen Scalpell ausrutscht!!
Farblich betonen würde ich diese, (nicht wie ich das früher machte, einfach nur mit schwarzer Farbe), sondern, falls das Modell heller lackiert wier, diese helle Farbe nehmen und dunkle dazumischen. Das wirkt etwas realistischer.

Der Lackiervorgang selbst ist unspektakulär, alles wie gewohnt, also grundieren, anschleifen,
Farbe drauf, ggf. anschleifen, Klarlack, polieren. Ich denke, das sollte dir bekannt sein.
Gerade das Lackieren gehört zum Schwierigsten, also das Aufbringen eines sauberen gleichmäßigen Lackkleides, ohne Macken.
Ich habe stets mehrere Modelle im Bau, oft gibt es längere Pausen. Aktuell im Bau, bzw. in den letzten Monaten immer mal etwas dran gemacht: mehrere Duesenberg, Mercedes 540K, Cadillac Eldorado Caddy Racer, Rolls Royce Phantom II 1:16, Bugatti Royale-Umbau, diverse 1:32-Modelle usw ........ :wink:

6

Montag, 1. Januar 2018, 20:44

Statt Skalpell haben sich auch sogenannte Scriber sehr bewährt ... die sehen aus wie die Kratzhaken beim Zahnarzt ... haben sich sehr wahrscheinlich auch aus denen entwickelt.
Ein guter Scriber holt Material aus der Rille bzw Tiefe und nur wenig vom Rand ... macht also nicht unnötig breite Rillen.

Generell geht es aber auch da tatsächlich nur mit gut Übung an ein paar Schrottteilen oder Plastikresten ... sind alle höllisch scharf und schneiden gnadenlos unerwünschte Linien ins Plastik, die man dann mühsam spachteln muß.
Lieber viele kleine Ritzer als auf einmal ... insbesondere um Ecken und Kurven
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

"When all else fails ... Read the instructions" ( LINDBERG 1965 )

Youth, talent, hard work, and enthusiasm are no match for old age and treachery !
( In memoriam Prof. John A. Tilley, † 20.07.2017 )

7

Dienstag, 2. Januar 2018, 16:21

Zum Thema Panel Lines verweise ich gern mal wieder auf das Tutorial des (hier ja im Forum auch bekannten) Cruz.
Siehe hier: http://public.fotki.com/MCRUZ1/panel-lines-tutorial/
(Es geht um die Scans aus der Modellbau-Zeitschrift.)
Statt Skalpell haben sich auch sogenannte Scriber sehr bewährt

Es geht auch beides hintereinander... ;)
Zur Verwendung kommt bei Cruz neben dem Exacto Knife mit 11er Klinge auch ein Scriber von BMF (ja, die mit der Folie). Siehe z.B. hier: https://www.dersockelshop.de/bare-metal-…etal_bm003.html. Der ist wesentlich weniger klobig als der Scriber von Tamiya und auch handlicher als der von Trumpeter.

Als Farbe zur optischen Darstellung der Vertiefung von Panel Lines kann neben den erwähnten Produkten von MiG z.B. auch Tamiya Panel Line Accent Color oder andere ölbasierende, dünnflüssige Farben verwendet werden.

8

Mittwoch, 3. Januar 2018, 22:38

Kann ich nur bestätigen ... der von BMF ist einer von den sehr guten
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

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