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Dienstag, 5. September 2017, 21:51

Postshading vs. Preshading

Hallo ihr lieben,

heute habe ich mich an meine ersten Gehversuche im Bereich Postshading gewagt. Vorher habe ich immer nur mit Preshading gearbeitet und es dabei belassen. Ich will aber immer wieder etwas neues lernen. Das Ergebnis ist... ganz okay, für den ersten Versuch, deshalb möchte ich mich mit euch auf Fehlersuche machen. Hier erstmal das Ergebnis. Ich habe die Arado 555 noch liegen gehabt und den relativ simplen Bausatz als Basis für neue Techniken genommen (auch chipping habe ich getestet).










Den ersten Fehler habe ich schon beim testen festgestellt: Ich hatte vorher die Grundlackierung mit glänzendem Klarlack von Tamyia versiegelt. Dies hat dazu geführt, dass mir viel Farbe beim Postshading verlaufen ist. Merken: Nächstes mal vor dem Klarlacken ausführen. Klingt auch logisch.

Meine Vorgehensweise:

- Schwarzer Lack von Vallejo 10 % Lack 90 % Verdünnung plus Flussverbesserer gemischt. Hier werde ich nächstes mal minimal weniger stark verdünnen, da der Flussverbesserer auch noch für Verdünnung sorgt.
- Hoher Druck, wenig Farbe gegeben => hat ganz gut funktioniert. Habe ich jedoch auch nur minimal zu viel Farbe gegeben, ist das ganze sofort verlaufen
- Wenig Druck, wenig Farbe => so konnte ich zwar das Farbe verlaufen eher in den Griff bekommen, die Linien wurden aber Kugelschreiber-Dünn, sodass vom Effekt nicht mehr all zu viel übrig war.

Hier die erste Frage: Macht es eher Sinn, die Linien mit schwarz nachzuziehen oder mit abgedunkelter Grundfarbe? Manche machen es so, andere so...

Zur Ausrüstung:

Airbrush: Harder & Steenbeck Ultra mit 0,2 mm Düsensatz
Noname-Kompressor mit 0,3 l Zwischentank
Druckminderer via. Bypass am Schlauch ohne Anzeige, heisst der nicht gewünschte Druck wird einfach über ein Ventil abgeführt.

Airbrush ist Top, Kompressor sagen wir mal... herausfordernd.

Vielleicht hat ja jemand ein paar Kommentare, Ideen oder DEN Tipp, wie ich das ganze optimieren kann. Komm mir nur keiner mit "Du brauchst einen besseren Kompressor mit Druckregelung", das ist mir bewusst. :P :D

Danke! :)
Beste Grüße aus Varel!



"Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim alten zu belassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert" - Albert Einstein
"Ich bin so klug... K - L - U - K" - Homer Simpson

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Sonntag, 10. September 2017, 15:48

Ich habe Preshading bisher nur einmal gut hinbekommen. Daher habe ich mich eher auf Postshading verlagert, bin aber weit davon entfernt, wirklich zu wissen, was ich tue. Mein Vorgehen unterscheidet sich zumindest von deiner Herangehensweise. Um die Panellines kümmere ich mich praktisch gar nicht. Ich lackiere die ganzen Flächen mit etwas abgedunkelter Farbe fertig. Danach helle ich die Farbe auf und fülle die Flächen (wolkig) auf. Das hat den Vorteil, dass ich mich nicht zu genau an irgendwelchen Linien entlang hangeln muss, sondern nähere mich diesen nur. Und ich nehme idR fürs Aufhellen/Abdunkeln nicht Weiß/Schwarz, sondern eine hellere/dunklere Farbe der Farbe, die ich haben will. Dann bleibt der Ton besser erhalten.

Zur Technik kann ich nicht viel beitragen. Druck/Verdünner/Farbe...jedesmal herantasten. 1zu9 erscheint mir aber wirklich sehr dünn. Ich puste Vallejos auch aus Noname Kompressor und Gun bei 0,8-1,2 durch 0,3er Düse und fahre mit 50/50 bis 70Farbe/30Verdünner meist ganz gut. Aber das macht eh jeder anders und DAS Rezept gibt es nicht.
Lernen durch Mißerfolg!

Mein Erstling in der Galerie: F4U-1A

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Sonntag, 10. September 2017, 16:26

Hier kannst du vielleicht erkennen, was ich meinte:



Ich habe erst das ganze Flugzeug mit dem recht dunklen Blau direkt aus der Vallejo-Flaschelackiert und dann mit aufgehelltem Blau (hier recht stark) die Panele ausgemalt.
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Mein Erstling in der Galerie: F4U-1A

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Montag, 11. September 2017, 08:26

Sieht sehr gut aus. Denke ich werde das mal versuchen, bei weniger starker Verdünnung. Komme mit Pre-Shading an sich sehr gut zurecht, allerdings ist mir der Effekt manchmal nicht stark genug. Und deine Hellcat(?) sieht so aus, wie ich meine Spitfire nachher haben möchte. Problem ist einfach die Angst, etwas zu versauen und deshalb nachher alles in die Tonne zu kloppen. :D
Beste Grüße aus Varel!



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Montag, 11. September 2017, 08:43

PS: Gehst du da im nachhinein nochmal dünn mit Grundfarbe rüber? Denke, das meiste wird sich noch etwas relativieren sobald mal Washing und Alterung drauf sind.
Beste Grüße aus Varel!



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Montag, 11. September 2017, 09:03

Ah, jetzt habe ich gesehen, dass die Kiste ja aus deinem BB stammt. :)
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Dienstag, 12. September 2017, 17:01

Genau, das ist eine meiner beuden Katzen. Ich hatte auch immer Angst, der Effekt könnte am Ende zu stark sein und habe ihn dann immer wieder mit stark verdünnter Grundfarbe abgedämpft. Nur um dann festzustellen, das alle Maßnahmen nach dem Lackieren dann gar nichts mehr übrig lassen. Und da ich sehr gern mit Öl-Washings arbeite, habe ich es diesmal so stark gelassen. Mal sehen, was diesmal noch zu sehen sein wird.
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Mein Erstling in der Galerie: F4U-1A

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Donnerstag, 14. September 2017, 02:06

Wieso die Sisyphos-Arbeit mit extremer Risikobehaftung (Farbverlauf, Ausfransen, ungerade Linien)?

In Graustufen vorlackieren. Angefangen bei Weiß/Schwarz 1:9 bis hin zu W/S 9:1, von dunkel nach hell. Kein reines Weiß und kein reines Schwarz. Wenn ein Panel endet, klebt man ab und erzeugt einen hard-edge-Übergang mit höherem Kontrast (hier etwa die Zusatzpanzerungen an der Wanne oder der obere seitliche Wannenrand). Am Ende mit semitransparenter Grundfarbe, auf keinen Fall deckend, überlackieren. Wie man sieht, bleiben Lichter und Schatten gut erhalten. Das S/W muß vor der Basisfarbe satiniert sein - semitransparenter Decklack auf Matt ist aufgrund der Mikrofugen des Mattlacks ziemlich problematisch.

Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better.

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Donnerstag, 14. September 2017, 09:04

Ich habe daheim noch einen billigen Revell - Seafire Bausatz liegen. Werde mal die Flügel da raus nehmen, in Sektionen unterteilen und die hier angesprochenen Methoden ganz in Ruhe testen und Vergleichsbilder einstellen.

Varianten wären dann Pre-Shading, Post-Shading und diese Graustufenmethode (Blackbashing?). Und frei-hand mit mehreren Farben unterlegen um eine etwas unruhigere Oberfläche zu erhalten nehme ich auch nochmal mit rein.
Beste Grüße aus Varel!



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Donnerstag, 14. September 2017, 12:10

Interessante Methode, casaubon. Bei meinen Fähigkeiten seh ich alelrdings Probleme mit dem semitransparenten Farbüberzug. Ich habe es bisher nicht wirlich geschafft, lasierend zu brushen. Ich decke immer schon fast mit dem ersten Farbüberzug. Da werd ich mal noch üben müssen.
Lernen durch Mißerfolg!

Mein Erstling in der Galerie: F4U-1A

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