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Farben: Tamiya Klarlack

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dagmar bumper

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1

Mittwoch, 19. Juli 2017, 14:35

Tamiya Klarlack

Howdy Modelers :wink:,

erklärt mir bitte mal den Unterschied zwischen TS65 pearlclear und TS13 klar.

Beide sind aber geeignet, um farbige TS Lacke zu versiegeln?

Danke im Voraus

Matze

2

Mittwoch, 19. Juli 2017, 16:53

erklärt mir bitte mal den Unterschied zwischen TS65 pearlclear und TS13 klar.

Beide sind aber geeignet, um farbige TS Lacke zu versiegeln?

Gute Frage. Da ich selbst ein Döschen TS65 in meinem Lager habe, habe ich mal etwas recherchiert.
Das sagt Tamiya dazu:
"TS65 Pearl Clear gives the underlying paint of a model a pearlescent final finish. This is especially useful when painting automotive subjects.
Allow the paint to be clear-coated to fully cure before applying TS65. This will prevent the clear coat from cracking due to different cure rates from the paint underneath. For best results allow up to one week."

Dem rot gekennzeichnete Satz entnehme ich, dass TS65 in der Tat ein "finaler" Klarlack, nur eben unter Zusatz von "Perl-Flakes" ist.
Über die SuFu hier im Forum habe ich dann auch noch ein paar Beispiele für unterschiedliche Anwendungen gefunden. Der Eine hat es eben als Klarlack verwendet, ein Anderer hat nach dem TS65 noch 2k-Klarlack draufgebracht.
Zudem kann man über die Auftragsmenge bzw. die Anzahl der Schichten beim TS65 wohl auch den "Wirkungsgrad" des Perleffektes beeinflussen.

3

Freitag, 21. Juli 2017, 00:08

Ich würde sagen, TS 65 ist eine Perl-Lasur, die zum Beispiel über einen weissen Uni - Grundlack gespritzt wird, um eine entsprechende Perleffekt-Lackierung zu erhalten. Im Anschluss und nach Durchtrocknung wird dann mit einem normalen Klarlack versiegelt.

So wird es zumindest bei realen Fahrzeugen gehandhabt, man spricht dann von einer Dreischichtlackierung (Deckender Grundton - Effektlasur - Klarlack).
MfG,

Jürgen

4

Freitag, 21. Juli 2017, 10:19

Nun ja, lt. der o.g. Info von Tamiya finde ich es ist schon relativ offenkundig, dass es eben nicht nur eine Lasur, sondern ein Klarlack unter Zusatz von Perl-Flakes ist.
Hier auch mal ein Beispiel eine Modells, welches nach Auftrag von TS65 keinen weiteren Klarlack mehr bekommen hat und trotzdem Glanz aufweist.

dagmar bumper

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5

Samstag, 22. Juli 2017, 00:01

Howdy Modelers :wink: ,

ich bedanke mich herzlich für eure Hinweise. Meine Frage wurde beantwortet :ok:

So long

Matze

dagmar bumper

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6

Mittwoch, 30. August 2017, 13:05

Howdy Modelers :wink: ,

in der Zwischenzeit hat sich eine neue Fragestellung ergeben. Da ich kein gesondertes Thema eröffnen will, stell ich meine Frage einfach hier.

Nach dreissig Jahren Modellbau bin ich, wie oben zu merken war, auf die TS Lacke gestossen. Und somit auch auf die Grundierung, da diese Lacke offensichtlich sehr dünnflüssig sind.

Als Grundierungsneuling ( ich grundiere prinzipiell nicht - bis jetzt :D ) frage ich also: muss die Grundierung ( Tamiya Grundier Spray fein ) vor dem eigentlichen Lackieren zwingend geschliffen werden? Die Oberfläche sieht für mich absolut einwandfrei aus. Dennoch, schleifen? Ja oder nein. Und wenn, dann wohl eher nass?

Vielen Dank im Voraus

So long

Matze

7

Mittwoch, 30. August 2017, 13:19

Hey Matze,

ich schleife die Grundierung nur dann, wenn sie zu grob ist. Am Anfang habe ich oft zu viel Grundierung aufgetragen und dann neigt die dazu etwas grobkörnig zu werden. Mittlerweise grundiere ich dünner, dann schleife ich garnicht. In letzter Zeit habe ich die Modelle nicht grundiert, sondern mit Moc (Scheuermilch) und einer alten Zahnbürste bearbeitet. Dadurch kommt man in alle Ecken und die Karo ist leicht angeraut, so dass der Lack auch gut hält.

Bei dem Hamlin Chevy hab ich z.b etwas zu viel grundiert und dann nass geschliffen: Hamlin Die Bilder sind etwas weiter unten auf der ersten Seite.
Nukular, das Wort heißt Nukular.

8

Donnerstag, 31. August 2017, 15:09

Moin,
ich schleife die Grundierung nur dann, wenn sie zu grob ist
ja, so handhabe ich das auch. Tamiya-Grundierung ist ja ziemlich fein (heißt deshalb ja wohl auch so :idee: ) und muss m.E. normalerweise nicht weiter bearbeitet werden.

Zum Thema TS-Farben im Allgemeinen kann ich noch den nachfolgenden Link wärmstens empfehlen, welcher die beiden "Lackier-Varianten" TS-Farbe & Polieren und 2k-Klarlack im Detail erläutert:
http://www.britmodeller.com/forums/index…-painting-cars/

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9

Donnerstag, 31. August 2017, 22:11

Abend :wink:

Also ich schleif Karosserie vor und nach dem Grundierung. Weil der Basislack besser auf der Grundierung haftet.
Hatte die Erfahrung gemacht ,das ich nach dem Basislack was abkleben wollte (Zierstreifen) .Nach dem lackieren klebte der Basislack am Abdeckband. :heul:

Gruß Fredl

10

Donnerstag, 31. August 2017, 22:29

Grundsätzlich sollte man jede Grundierung vor dem Auftrag des Basislackes anschleifen, bzw. leicht anrauhen. Nach der Trocknung härtet die Oberfläche der Grundierung zu einer geschlossenen Schicht aus. Rauht man die Oberfläche mit einem Schleifpad oder feinem Schleifpapier an, so vergrößert man durch minimale Schleifriefen (mikroskopisch betrachtet) die Oberfläche der Lackschicht und die Haftung der folgenden Schichten steigert sich enorm. (wie zum Beispiel ein Klettverschluss, der haftet auch nur wegen seiner großen Haftungsfläche)
Klar, geht es im Modellbau theoretisch auch ohne Schleifen (wir fahren ja damit keine 200 Sachen und müssen Steinschläge und Vogelkot abkönnen), aber wenn man auf Nummer Sicher gehen will, sollte man wenigstens kurz mit einem feinen Schleifpad über die Grundierung gehen.

Anders ist es bei "Nass-in-Nass" Grundierungen bzw. Füllern, da kann man unmittelbar nach dem Ablüften der Grundierungsschicht mit dem Basislack fortfahren ohne es anschleifen zu müssen, hier spart man sich auch die Trocknung der Grundierung. Soweit ich weis gibts das Zeug aber nur in 2K Form.

11

Freitag, 1. September 2017, 11:07

Rauht man die Oberfläche mit einem Schleifpad oder feinem Schleifpapier an, so vergrößert man durch minimale Schleifriefen (mikroskopisch betrachtet) die Oberfläche der Lackschicht und die Haftung der folgenden Schichten steigert sich enorm.
Danke für die Infos. Ich nehme an, diese basieren vorwiegend auf Deinem Fachwissen im Maßstab 1:1. Ist es denn sicher, dass sich die in 1:1 verwendeten Grundierungen wirklich mit den speziell für den Modellbau hergestellten (z.B. Tamiya Fine Primer) vergleichen lassen? Das kann ich mir offen gestanden nicht vorstellen, zumal ich selbst schon ziemliche Unterschiede bei der testweisen Verwendung von "echter" Auto-Grundierung festgestellt zu haben meine.

Aber selbst wenn es so ist, wäre die Frage (zumindest in der Anwendung Modellbau) ja die, was die Grundierung an sich denn ausmacht, wenn sie ohne weitere Bearbeitung noch nicht die optimalen Eigenschaften für den Auftrag des Basislacks bietet? Dann könnte ich doch eigentlich statt teurem Tamiya-Primer auch zu einem normalen grauen oder weißen Lack greifen und den dann anschließend anschleifen. Oder? :hey:

dagmar bumper

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12

Freitag, 1. September 2017, 13:50

Howdy Modelers :wink:,

erstmal Danke für eure Antworten. Ich habe auch den Eindruck, dass die Tamiya Grundierung sehr feinporig ist und man rein vom Gefühl her ohne nochmaliges schleifen lackieren kann. Ich werde das mal testen. Versuch macht klug.

Die weitere Fragestellung von Thomas ist echt interessant, bin gespannt, was es da noch zu zu sagen gibt.

So long

Matze

13

Freitag, 1. September 2017, 15:43

Danke für die Infos. Ich nehme an, diese basieren vorwiegend auf Deinem Fachwissen im Maßstab 1:1. Ist es denn sicher, dass sich die in 1:1 verwendeten Grundierungen wirklich mit den speziell für den Modellbau hergestellten (z.B. Tamiya Fine Primer) vergleichen lassen? Das kann ich mir offen gestanden nicht vorstellen, zumal ich selbst schon ziemliche Unterschiede bei der testweisen Verwendung von "echter" Auto-Grundierung festgestellt zu haben meine.

Ehrlich gesagt, habe ich den Tamiya Primer noch nicht ausprobiert, bzw. in die Datenblätter geschaut (falls es welche gibt). Werde mich diesbezüglich mal Informieren und ausprobieren. Ich denke das Anschleifen der Grundierung ist immer sinnvoll. Klar, unsere Modelle sind nicht gerade der Witterung und Umwelteinflüsse wie z.B. saurer Regen ausgesetzt, aber im Ernstfall kann ein am Lack haftendes Klebeband schon ausreichen um einem die Suppe zu versalzen. :S
Aber selbst wenn es so ist, wäre die Frage (zumindest in der Anwendung Modellbau) ja die, was die Grundierung an sich denn ausmacht, wenn sie ohne weitere Bearbeitung noch nicht die optimalen Eigenschaften für den Auftrag des Basislacks bietet? Dann könnte ich doch eigentlich statt teurem Tamiya-Primer auch zu einem normalen grauen oder weißen Lack greifen und den dann anschließend anschleifen. Oder?
Die Grundierung ist (oder sollte) so aufgebaut, dass sie im Idealfall die Oberfläche des Kunststoffs chemisch leicht "angreift" um somit eine sichere Grundlage zum weiteren Lackaufbau bietet. Der Kunststoff sollte natürlich vor dem Grundieren auch angerauht werden, da die (glänzende) Oberfläche meißtens so glatt ist, dass kaum ein normaler Lack drauf halten wird.
Ein weiterer Punkt bei dem Thema ist die Isolation und der Schutz des Kunststoffes, im Kunststoff sind Weichmacher enthalten, welche unter ungünstigen Einflüssen von Lösemitteln von einem nicht dafür vorgesehenen Lack reagieren und aufquellen oder unbemerkt den Lack abstoßen (Haftungsprobleme). Der Schutz des Kunststoffes wird auch durch die entsprechende Grundierung gefördert, heisst zum Beispiel die UV-Strahlung (Sonnenlicht etc.) wird von der Grundierung abgeleitet, welche sonst auf Dauer zur Versprödung oder Verfärbung führt...der Effekt kann auch bis zur Klarlackoberfläche vordringen. (Sieht man zum Beispiel bei 80er/ frühen 90er Jahre Autos mit unlackierten Kunststoffteilen, welche schon ausgebleicht und rissig sind).

Ich denke die Tamiya Grundierung wird (hoffentlich) ähnlich wie normale Kunststoffgrundierungen aufgebaut sein und sollte eigentlich nur feiner pigmentiert sein um weniger Füllkraft zu erzeugen.

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Montag, 4. September 2017, 14:27

Howdy Modelers :wink: ,

nachdem ich nun Probestücke mit der Tamiya Grundierung hellgrau ( gibt's auch in weiss ) grundiert habe, habe ich inzwischen drei Schichten weiss aus der gleichen Produktpalette ( TS ) lackiert, ohne die Grundierung anzuschleifen. Mit dem Ergebnis bin ich hoch zufrieden. Mit meiner Airbrush hab ich schon gute Ergebnisse erzielt, aber ich denke, ich werde mittel- und langfristig auf die TS Dosen umstellen. Spezielle Farbtöne kann ich ja immer noch selbst mischen und brushen

So long

Matze

15

Montag, 4. September 2017, 14:56

Mit dem Ergebnis bin ich hoch zufrieden.
Kann ich verstehen. Die Qualität der TS-Farben ist schon tamiyatypisch sehr hoch. Und wenn man die Dosen richtig "temperiert" bzw. den Lackauftrag gut dosiert, bekommt man schnell ein glänzendes Finish heraus, das - optisch zumindest - auch bestens ohne Klarlack auskommt. Man denke an Mikros Daytona Spyder, der war - wenn ich mich recht entsinne - sogar nur geschliffen, nicht grundiert.
Trotzdem werden die TS-Farben bei mir wohl eher eine Nebenerscheinung bleiben, da sie einerseits sehr lange zum Trocknen brauchen. Andererseits muss man bei Staubeinschlüssen höllisch aufpassen, sie nicht durchzuschleifen. Das wiegt bei mir noch schwerer.
In beiden Punkten kommt mir persönlich die Verwendung der Airbrush in Form von (z.B. ZP oder Gunze) Basecoats und 2k-Klarlack eher entgegen.

Wenn ich aber in Deinem 50's/60's-Metier unterwegs wäre, Matze, in dem der Glanz bedingt durch die Epoche der Originale nicht übertrieben stark ausfallen sollte, dann würde ich wohl auch probieren, die TS-Farben ohne Klarlack und nur mit behutsamer Politur zur Perfektion zu bringen.

Hast Du Dir den von mir in Beitrag 9 erwähnten Link mal angesehen? Dort wird ja durchaus auch vorbildbedingt zwischen TS und 2k-Lack unterschieden.

dagmar bumper

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16

Montag, 4. September 2017, 16:07

Jo, durchgelesen hab ich das, sehr aufschlussreich. Was mich an den TS Lacken so reizt, ist das schnelle handling. Das säubern der Airbrush entfällt und man kann tatsächlich "mal eben" etwas lackieren.

Ich hab ganz vergessen zu erwähnen, das ich alle Teile nach dem bearbeiten und vor dem lackieren mit Zahnpasta und einer nur für diesen Zweck verwendeten Zahnbürste abrubbel.

So long

Matze

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