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Holz: Ray`s WASA

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1 381

Montag, 18. Juni 2018, 11:42

Hallo Björn und Ingo,

danke für`s Vorbeischauen. Schön, wenn`s Euch gefällt.

Die besagten Gitter waren meines Erachtens nach aus dem Fundus von „G.K. Modellbau“.
Bekommen habe ich sie seinerzeit während meines Titanic – Bau von einem netten Modellbaukollegen als Dankeschön für eine kleine Hilfe.
Die Gesamtabmessung des Ätzteilgitters betrug aber nur ca. 30 x 40 mm.
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

1 382

Montag, 18. Juni 2018, 18:44

Mir gefällt Dein Baufortschritt im Heckbereich sehr ... ist fast als könnte man den alten Holländern auf der schwedischen Werft über die Schulter schauen.

Was mir aber in der Ausführung unpassend erscheint ist die Darstellung der Fenster.
Ich weiß auf der Wasa im Museum ist da jeweils nur ein großes Loch ... und das hilft natürlich gar nicht weiter.

Im Moment sind die Fenster des Modells von der Konstruktions-Glasflächen-Ratio eher eine massive Metallplatte mit ein paar Bohrungen drin ... dabei war zu diesem Zeitpunkt schon seit Jahrhunderten eine ausgefeilte Technik der Fenstergestaltung vorhanden.

Spätestens seit dem Übergang der Romanik zur Gotik (fließend ca 13.Jdt) haben wir nicht nur im Baustil von Gebäuden eine Leichtigkeit der Bauart und Fülle von Verzierungen ... vergleiche all die Dome und Münster ( Köln, Freiburg, Ulm) bereits ab dem frühen 13. Jahrhundert ... sondern auch dazugehörig sehr fein gearbeitete Fenster, die eine ungeheure Lichtflut in diese Gebäude hereingelassen haben.
Die kann jeder von uns problemlos bis heute bewundern (sofern sie nicht nach dem WK II ersetzt werden mußten. )

Die gleiche Technik ist ganz selbstverständlich auch bei Schiffen dieser und nachfolgender Epochen verwendet worden ... denn Hauptaufgabe dieser Fenster war es natürlich zu schützen und gleichzeitig soviel Licht wie nur möglich ins dunkle Schiffsinnere zu bringen.

Zum Zeitpunkt der Vasa und vergleichbarer Schiffe war diese Fenstertechnik also schon wenigstens rund drei Jahrhunderte alt und mit sehr viel Erfahrung auf maritime Erfordernisse verwendet worden.

Auch die Vasa ist ein "Kind" all dieser Entwicklungen ... hoch aufragend, schlank, reichlich verziert ... sie strahlt trotz all der massiven Bauweise eine Leichtigkeit aus ... fast alle, die sie nur von Bild oder Modell kennen, sind vom Original ungeheuer überrascht.
Ich bin überzeugt, daß optisch leichtere Fenster in Deinem Modell diese Leichtigkeit sehr unterstützen werden und obendrein historisch ganz gut belegbar sind.

Bevor ich Dich jetzt weiter zutexte deshalb ein paar sehr detaillierte Beispiele aus Van der Velde Zeichnungen dieser Epoche, die sehr gut zeigen wie gering der Fensterstrebenanteil im Verhältnis zum Glasanteil war ... ich glaube 1 zu 10 ist fast zu hoch ...
In Deinem großen Maßstab ist das doch leicht zu verwirklichen ... es gibt doch tonnenweise vorgefertigte Ätzgitter die einen wesentlich größeren Lochanteil haben.
Vielleicht solltest Du auch noch die eine oder andere Verstärkungsstrebe einplanen ... aber auch nur sehr dezent.

Ich weiß nicht, aus welchem auch immer völlig unerfindlichen Gründe wir so gerne diese Fenster diagonal darstellen ... einfach nur weil es für unsere heutigen Sehgewohnheiten "alt" aussieht ?
Aber dem war überhaupt nicht so ! In wenigstens der Hälfte aller Fälle aus dieser Epoche gibt es neben den diagonalen Fenstern auch ganz normale horizontal gestellte Fensterteilungen ... ist also in jedem Fall genauso richtig sofern man nicht ein spezielles Schiff zuordnen kann.



Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

"When all else fails ... Read the instructions" ( LINDBERG 1965 )

Youth, talent, hard work, and enthusiasm are no match for old age and treachery !
( In memoriam Prof. John A. Tilley, † 20.07.2017 )

1 383

Montag, 18. Juni 2018, 19:03

Hallo Ray,

da bin ich auch ganz bei Markus, die Fenster solltest Du nochmal überdenken.
trinkt aus Piraten joho

Gruß Matthias



Im Bau: Zeesboot 1:20 um 1920 und HMS VICTORY 1:78
Fertig: Galeone SAN FRANCISCO 16. Jh. 1:90

1 384

Dienstag, 19. Juni 2018, 09:09

Hallo Markus und Matthias,

da ich Eure fundierten Meinungen und Euer historisches Wissen sehr schätze,
werde ich versuchen, diese „Leichtigkeit“ auch darzustellen.

Das passiert weniger unter dem Aspekt der historischen Korrektheit (ist meine WASA ohnehin an vielen Stellen nicht),
sondern eher aus rein ästhetischen Gründen.
Ich werde also mal auf Materialrecherche gehen und Euch demnächst mein Ergebnis vorstellen.
Demontiert sind die Messinggitter jedenfalls schon mal.

Bei der Gelegenheit gleich mal noch `ne Frage:

Würdet Ihr die Öffnungen oberhalb der nächsten Galerie offen oder geschlossen (Fensterläden) darstellen,

und wenn offen, welche Art Gitter sollte ich da verwenden?

(die selben wie unten oder vielleicht sogar die alten Messingteile?)



Bildquelle: Wasa-Dreams-Report
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

Beiträge: 1 554

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1 385

Dienstag, 19. Juni 2018, 12:07

Servus
Klings äußerst interessant, was hier auf den Tisch gekommen ist....
Eventuell kann Dir sowas nützlich sein Gtter und danach vielleicht so etwas Acryl
… dann bin ich mal weiter sehr neugierig, wie Du die Fenster gestaltest... :five:
Im Entwurf, da zeigt sich das Talent, in der
Ausführung die Kunst! Wobei die
Schönheit liegt im Auge des Betrachters…


Im Bau: U-505 Revell 1:72

1 386

Dienstag, 19. Juni 2018, 12:35

Die gesamte Gestaltung des Hecks sowohl in doppelstöckiger "Vollausstattung" des Spiegels als auch der Seitengalerien und Türmchen legt eine zweistöckige Vollnutzung nahe. Deshalb würde ich auch die oberen Fenster in gleicher Weise voll verglast gestalten .
Es ist ja so als wäre an dieser Stelle ein komplettes Heck eines kleineren Schiffs draufmontiert worden .. es ist erkennbar kein Lagerraum wie auf kleineren Schiffen.
Ich finde mit verglasten Fenstern macht es das Schiff offener, leichter und attraktiver.

Ich ordne die Vasa als einen frühen Vertreter einer Entwicklung von größeren Schiffen ein, bei der das Heck zunehmend mehr voll belichtete und nutzbare Räume in mehreren Ebenen bekommt.
Ich meine jede Art von Entwicklung fängt mal irgendwann an ... nie ist es so als würde man einen Lichtschalter umlegen.

In gerade mal zehn Jährchen hatte sich das schon zu einem Heck wie bei der Sovereign of the Seas weiterentwickelt.
Nur wenig später können wir also schon Schiffe im Heck mit "echter" doppelter Fensterreihe sehen ( zB HMS Prince) ...
und noch nicht mal ein Jahrhundert später waren sogar dreistöckige Fensterreihen fast schon Standard.

Bei der Victory können wir das heute noch bestaunen ... und nur wenige Jahrzehnte später , mit dem Einzug der Panzerschiffe, war die ganze Pracht wieder dahin.
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

"When all else fails ... Read the instructions" ( LINDBERG 1965 )

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1 387

Dienstag, 19. Juni 2018, 16:03

Danke Euch Beiden

für Eure Hilfe zu meiner Entscheidungstreffung.
Die Ausführungen von Markus klingen wieder sehr plausibel und sind historisch auch gut zu belegen.

Also die oberen „Fenster“ werden dann auch offen und vollverglast dargestellt.

Bezüglich des Materialeinsatzes schwebt mir da schon etwas vor, aber ich muss es erst probieren,
ehe ich hier voreilig was zum Besten gebe.
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

1 388

Dienstag, 19. Juni 2018, 17:04

Hallo Ray,

durch die Öffnungen im Schiff wird Räumlichkeit erzeugt und das lockert das Modell auf. Ich würde daher alle Fenster zeigen.
Über Geschmack lässt sich nicht streiten, aber das Rautenmuster ist schon sehr überstrapaziert.
Ich denke an ein Gitter mit waagerechten und senkrechten Streben mit einer Maschenweite von 4 - 5 mm (sollte bei 1:55 hinkommen) hinterlegt mit einer etwas diffusen Folie könnte gut aussehen.

Der modulor-Shop ist super. Wir haben hier einen Großen , geht über 2 Etagen. Die Webseite zeigt längst nicht alles.
Wenn ich was für Dich recherchieren kann - sehr gerne stöber ich da drin rum.
Passen würde auch das hier ganz gut. Etwas protzig aber zur Epoche gehts.

Du machst das schon.
trinkt aus Piraten joho

Gruß Matthias



Im Bau: Zeesboot 1:20 um 1920 und HMS VICTORY 1:78
Fertig: Galeone SAN FRANCISCO 16. Jh. 1:90

1 389

Dienstag, 19. Juni 2018, 20:22

Danke Matthias,

ja genau, rechteckige oder quadratische Karos werden es werden.
Ich hatte da noch was passendes in der Kramkiste.

Danke für Dein Stöber-Angebot bei Modular :five:
Aber vielleicht muss ich gar nicht darauf zu greifen.
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

1 390

Donnerstag, 21. Juni 2018, 10:16

Guten Morgen,

die unteren seitlichen Verkleidungen der oberen Galerien wurde angebracht.








Danach erfolgte die Substitution der Fenster im Spiegelheck.
Aus einer alten PVC-Aufbewahrungsbox wurde entsprechende „Glasscheiben“ entnommen (ohne Protest meiner Madame).
Da diese schon diagonal geriffelt waren, habe ich zwei Scheiben übereinander geklebt, und somit den Karo-Effekt erhalten.

Das „Gitter“ wurde mittels Edding markiert und vor dem Trocknen wieder abgewischt.
Die restlich verbliebene Farbe brachte den gewünschten Effekt.




Die Scheiben wurden so zurecht geschnitten, dass die Karos senkrecht standen, und dann eingebaut.
Ich denke, die Mühe hat sich gelohnt und der Effekt der „Leichtigkeit und Lichtfülle“ ist zu erkennen.




Zum Schluss wurde noch ein Rahmen um die Scheiben gesetzt, so dass sich jetzt folgende Bilder ergeben.







:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

1 391

Donnerstag, 21. Juni 2018, 10:24

Ich will jetzt nicht den Superbeckmesser spielen. Die Fenster sind sicher eine elegante Lösung. Aber du zeigst bisher einen dermaßen konsequenten Material-Purismus, und gerade der gibt deinem Modell mehr und mehr Stil und Aura. Meines Erachtens passt da kein Plastikfenster rein. An deiner Stelle würde ich weiter nach einer stilgetreuen Alternative suchen. Für mein Empfinden würde eine Art filigraner Gräting (Holz) ganz ohne Glas am besten passen.
Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

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1 392

Donnerstag, 21. Juni 2018, 11:04

Deine Fortschritte gefallen mir.
Irgendwie erscheinen mir Schmidts Einwände plausibel...
der Franz :abhau:


im Bau: Nao Victoria 1:50





1 393

Donnerstag, 21. Juni 2018, 11:22

Hallo Kollegen,

Schmidt, danke für Deine offenen Worte.
Bezogen auf den Materialpurismus hast Du sicherlich recht.
Solange der Spiegel darüber offen ist, kann ich gerne noch rum experimentieren.

Gebt mir noch ein bisschen Bedenkzeit, bevor ich nochmal Hand anlege.
Vielleicht gibt es ja noch weitere Meinungen.
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

1 394

Donnerstag, 21. Juni 2018, 11:59

Hallo Ray,
wie immer tolle Fortschritte. Ganz große Klasse!
Wäre Fliegengitter aus Draht evtl. eine Option für die Fenster?
Grüße, Marcus

1 395

Donnerstag, 21. Juni 2018, 13:48

Die Bedenken wegen des Plastiks teile ich ... bei Fliegengitter erkennt man in der Größe zu sehr den Flechtwerkcharakter.
wegen des Materials steht auf diesem Modell neben Holz ja auch noch Messing/Metall zur Verfügung ...

Holz würde ich bei Scheibengrößen wie bei der Victory zustimmen ... Mindestquerschnitte für Holz bei Stabilität und Dimension machen das erforderlich ... kommen gleichzeitig mit relativ wenigen Streben aus.

Bei den Beispielen aus den alten Van der Veldes tippe ich anhand der kleineren Glasformate eher auf eine flächige Zinn/Bleiverglasung ...
bei sturmerprobten Kirchenverglasungen zeigt sich ja deren hohe Haltbarkeit.

Ich könnte mir gut Messingätzteile vorstellen .. brüniert oder naturbelassen ... das dunkelt mit den Jahren auch nach ...
auf Wunsch mit Abdeckgläschen von Objektträgern aus der Mikroskopie hinterlegt ... ( Cent-Artikel )
oder die Ätzteile mit KrystalClear vorsichtig von hinten gefüllt ... "Verglasen" muß nicht unbedingt sein

Oder schau mal hier die fertigen Ätzteile vom Saemann auf Seite 7 ... da paßt doch sicher was weil das Verhältnis von Öffnungsgräße zum Gittermaterial in Ordnung geht
https://cdn.website-editor.net/47221f1c7…B%2520Preis.pdf

Bin gespannt wie es weitergeht
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

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1 396

Donnerstag, 21. Juni 2018, 18:13

Hallo Ray
Vieleicht ist dies ja ein Tip. Ich habe die Fenster bei meiner RW aus 0,5mm Funierleistchen gefertigt und die Scheiben/Glas ,aus den Folienstreifen die beim Kauf eines Hemdes im Kragen versteckt sind, hinterklebt.






Lieben Gruß Frank

1 397

Donnerstag, 21. Juni 2018, 21:14

Schöne Fortschritte Ray, wie immer sehr sauber gebaut. :ok:
Das gilt auch für die Fenster, aber irgendwie passen sie nach meinem Gefühl nicht gut in die Rückfront.
Ich kann nicht sagen was es genau ist; wie gesagt nur ein Gefühl :nixweis:
Ätzteile mit Glas hinterlegt oder mir KrystalClear ausgefüllt wären für mich eine Option.
Aber das haben unsere Experten ja schon angemerkt.
Ich bin sicher Du findest die richtige Lösung.


LG Heinz
Leute hetzt euch nicht ab, ihr kommt noch früh genug zu spät! ;)


Fertig: Golden Star, Seehexe,

1 398

Freitag, 22. Juni 2018, 07:06

Moin Ray,

Als außenstehender Betrachter deines wundervollen Modells, schlage ich mich mal auf die andere Seite, denn ich empfinde die Fenster, so ganz und gar nicht als unpassend.
Natürlich sehen die Holzfenster von Frank fantastisch gut aus und ich weiß was das für eine Fummelei sein muss, aber bei deinen Kunststofffenstern sieht es auch sehr filigran aus, mit dem eingearbeiteten Gittern und die hier angesprochene Luftigkeit, des Ganzen, bleibt in meinen Augen auch erhalten.
Evtl. den Kunststoffglanz der Fenster etwas brechen, mit matten, bzw. seidenmatten Klarlack oder etwas ähnlichem, aber mehr würde ich da nicht mehr machen.
Gut, das ist jetzt meine Meinung und ich sehe das auch nur mit den Augen eines Betrachters, der das Modell zum Beispiel auf einer Ausstellung sieht und sich dabei am gesamt Eindruck, des Modells erfreut.


LG Bernd
Faulheit ist die Angewohnheit, sich auszuruhen, bevor man Müde wird. :wink:

Was es sonst noch von mir gibt, findet ihr << Hier >>

1 399

Freitag, 22. Juni 2018, 09:01

Besten Dank für Eure rege Beteiligung.

Besonders Dir Bernd für Deinen Zuspruch bezüglich der Plastikfenster.
Aber es nützt nichts. Die anderen Kollegen haben recht. Ich selber war auch noch nicht hundertprozentig überzeugt.

Also die Abrissbirne geschwungen und weiterprobiert.
Die Holzoption a la Schmidt mit einer Gräting hat aus den Gründen, die Markus schon nannte, nicht den Erfolg gebracht.







Bezüglich meiner viel kleineren Scheibengrößen fällt leider auch die überaus sehenswerte Variante von Frank ins Wasser.
(da bin ich dann wohl doch etwas zu grobmotorisch veranlagt.)

Verbleibt noch die Option des Einsatzes eines Ätzteilgitters.
Wollen wir mal schauen, ob die Vorschläge von Heinz, Markus und Matthias zum Erfolg führen.
Bestellt ist das Gitter jedenfalls erstmal bei „Modulor“.
Um den Materialpurismus (was für eine Wortschöpfung von Schmidt :thumbsup: ) weiter zu bedienen, natürlich in Messing.





Als letztes Mittel bliebe dann noch die Metallfliegengitterausführung von Marcus.

Viele Wege führen nach Stockholm…oder wie hieß das doch? :nixweis:
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

1 400

Freitag, 22. Juni 2018, 12:09

Ich hatte mal versucht anhand der Revell-Vasafenster deine Fenstergrößen einigermaßen auszurechnen ... was aber aufgrund deiner etwas anderen Höhen/Breitenverhältnisse scheiterte.
Grob geschätzt gehe ich bei dir von einer Öffnungsbreite von 14 bis 15mm aus ... Höhe 28-30mm ... kommt das einigermaßen hin ?

eine Rasterbreite vom 2mm entspräche in 1/55 einem realen Glasraster von 11cm ... erscheint nachvollziehbar ... paßt zu den historischen Abbildungen. ( die zum Teil rechteckig sind )
die Fenstergrößen fünfzig oder hundert Jahre später, wie bei der Victory sind durch die Fortschritte in der Glasverarbeitung erkennbar größer

Bis zu einem gewissen Grad kann man das messen und ausrechnen um sich einer realistischen Größenordnung anzunähern ...
dann ist es aber eine "Bauchentscheidung" ob es fürs Auge zu deinem Modell passend richtig aussieht.

ob du aber bei 2mm Raster ganze 7 Felder horizontal einbringen kannst ? Wie empfindet man das beim Betrachten ... als zu geschlossen ?
Müßte man sehen ob eventuell ein 2,5mm Raster mit 6 Feldern als "echter" empfunden wird
bei 3mm wären es nur 5 Felder und die sind definitiv zu wenig ... scheinen schon zu groß

Ein leicht rechteckiges Glasformat von 2,5x3,5 mm, hochkant stehend, wäre auch nachvollziehbar ...
wenn du die van der Veldes oder andere aus dieser Epoche genauer anschaust dann sind im Rahmen der Gläser neben den diagonalen auch quadratische und rechteckige Formate vorhanden.
Nachdem es keine historisch genaueren Angaben gibt bist du da vollkommen frei .. sollte nur zu einer kleineren Glasgröße passen.

ich würde die Entscheidung danach treffen ob die Stege des Ätzteils dem Auge bzw Betrachter einen feinen Eindruck eines bleigefassten Glases vermitteln.
Ebenso sollte die breiten und Höhenverteilung dem Auge eine gewisse Optik "kleinerer" Scheiben vermitteln ... keinesfall Mikroscheiben ... aber eben noch nicht so große Scheiben wie es später üblich war
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

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1 401

Freitag, 22. Juni 2018, 12:40

Das ist der momentane Stand meiner Versuche mit lackiertem und mit Flüssigglas ausgefülltem Fliegengitter. Der Abstand zwischen den Maschen beträgt hier 1 mm, das Material ist aber auch mit größerer Maschenbreite zu bekommen. Die rückseitige Auffüllung mit Flüssigglas (Kristal Klear) hat den Vorteil, dass die Streben nicht auf- sondern einliegen.



Schmidt
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1 402

Freitag, 22. Juni 2018, 16:39

Besten Dank Euch Beiden,

@Schmidt, das sieht gut aus.
Ist das ein Messinggitter oder Neusilber?
Wenn mir mein Ätzteilversuch nicht gefällt,
ist das eine echte Alternative!

@Markus, Du hast gut geschätzt.
Meine Fenster messen 13x25 mm.
Das Gitter habe ich mit 2,5 mm Maschenbreite
bestellt. Alles andere war mir zu fipsig und sieht
mir wieder zu geschlossen aus.
Die späteren Figuren werden die Fenster auch
noch etwas verdecken.
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

1 403

Sonntag, 24. Juni 2018, 15:47

Schönen Sonntag,

Schmidt, sorry für meine überflüssige Frage. Wer lesen kann...


Gestern ist tatsächlich schon mein Messingätzteilgitter gekommen.
Zugeschnitten, eingeklebt und damit es in der Kajüte nicht so zieht, wurde auch noch verglast.

Hier nun alle Varianten nochmal im direkten Vergleich.










Ich finde eigentlich alle Ausführungen akzeptabel.
Wobei die Letzte sicherlich den Stil am besten trifft, was in real allerdings deutlicher rüberkommt, als auf den Bildern.
So bleibt es jetzt auch, und wenn das Heck erstmal mit allen Verzierungen versehen ist,
wird sich ohnehin nochmal eine ganz andere Perspektive ergeben.
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

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1 404

Sonntag, 24. Juni 2018, 16:08

Variante Drei find ich auch am besten .

1 405

Montag, 25. Juni 2018, 20:30

Variante Drei find ich auch am besten


Dito!
Ich find´s Klasse!
Im Bau: Royal Louis; Lanz-Bulldog D8506 (Abo); Bismarck (Platinum Edition)

Fertig: Lamborghini Countach (Abo); La Montanes; Astrolabe; Bounty

1 406

Dienstag, 26. Juni 2018, 06:24

Moin Ray,

Ich finde Variante 3, sieht sehr gut aus, das überzeugt mich nicht die zweite Variante zu nehmen.



LG Bernd
Faulheit ist die Angewohnheit, sich auszuruhen, bevor man Müde wird. :wink:

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1 407

Dienstag, 26. Juni 2018, 10:21

Danke Euch Dreien für`s Statement,

somit ist die Fensterdarstellung endgültig entschieden und ich widme mich neuen Dingen.
Diesmal geht es mit den Türmchen an den Seiten der Galerie weiter.

Nach umfassenden Überlegungen und Abwägungen habe ich mich entschieden,
die Türme scheibchenweise aus Vollmaterial zu fertigen.
Was momentan noch etwas halbfertig und vielleicht gewöhnungsbedürftig aussieht,
erscheint in meinem Kopf schon als fertiges Bild.

Dies ist der derzeitige Stand, ohne Bekrönung und Verzierungen.







:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

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1 408

Dienstag, 26. Juni 2018, 13:25

Servus,
Habe die Fenster-Debatte mitverfolgt.... Ende gut, Alles gut.... fügt sich schön ein..... :ok:
Frage eines Landei´s: Wozu war denn das bienenstockartige Türmchen gut?? :nixweis:
Im Entwurf, da zeigt sich das Talent, in der
Ausführung die Kunst! Wobei die
Schönheit liegt im Auge des Betrachters…


Im Bau: U-505 Revell 1:72

1 409

Dienstag, 26. Juni 2018, 16:19

Hallo Gustav,

danke für`s aktive Dabeisein.
Ich denke die Türmchen waren hauptsächlich zur Zierde gedacht.
Es ist aber ebenso wahrscheinlich, dass zumindest die hinteren unteren Beiden einen Abort oder Abtritt beherbergten,
in dem man auch mal aufrecht stehen konnte.
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

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1 410

Dienstag, 26. Juni 2018, 16:57

Mahlzeit!

Denke auch, das das Toilettentürme waren, damit die feinen Herren Kajütbewohner sich nicht zum gemeinen Volk hocken mussten..
Mir gefällt auch die dritte Fenstervariante am besten, würde aber empfehlen, die seitlichen Ränder noch zuzukitten (habe extra das böse Wort "spachteln" vermieden), so wirkt es doch so, als ob ganz am Rand noch eine zentimeterbreite Scheibe eingesetzt gewesen sei.
Kritik auf hohem Niveau..
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

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