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Sonntag, 11. Juni 2017, 10:51

Revell U.S.S. Enterprise NCC-1701, Constitution Class



Werte Modellbaukollegen, liebe Trekkies,

Ihr kennt das ja sicher auch, dass man mal was anderes bauen möchte, als man es sonst so tut. So komme ich ja eigentlich aus der Flieger-Ecke, aber nun musste es ein SciFi-Modell sein, weil Weltraum und so hat mich auch schon immer fasziniert. Ich hoffe, Ihr rümpft nicht die Nase, dass es schon wieder eine „Ente“ geworden ist, aber ich habe einfach schöne Erinnerungen aus Kindheitstagen – wie mein jüngerer Freund und ich bei mir zu Hause die Folgen im Fernsehen gesehen und dann nachgespielt haben. Und er wollte immer „Mistbock“ (= Mister Spock) sein (kein Witz :D )!

Aber nun zum Modell. Ich habe mir den TOS-Enterprise-Bausatz 04880 von Revell gegriffen und etwas aufgewertet. Im Wesentlichen ging es um die Beleuchtung, wobei ich mir keinen Beleuchtungssatz gekauft habe, denn als Hobbyelektroniker denkt man sich: Dit kannick och so!



Zunächst habe ich alle Baugruppen innen schwarz (lichtdicht) und dann silbern (reflektierend) lackiert. Außen habe ich ein schwarzes Preshading vorgenommen; ich wollte etwas Leben in die Oberfläche bekommen, ohne das ganze Raumschiff zu abgeranzt aussehen zu lassen á la Millenium Falcon oder so.



Für die Bussard-Kollektoren in den Warp-Gondeln habe ich je 6 weiße Flacker-LEDs, die ich noch von meiner Weihnachtsbaumbeleuchtung übrig hatte, zu Ringen verbunden. Dazu die „Beinchen“ passend gebogen und die LEDs kopfüber in eine vorgebohrte Holzlehre gesteckt



und verlötet.



Daran waren nur noch 2 Drähte zu löten, 3V anzulegen und schon hatte ich 6 unabhängig flackernde Lichtquellen. Ach ja, äußeren und inneren Ring sollte man mit einem 100µF-Elko überbrücken, sonst gibt’s Interferenzen und die LEDs flackern nicht mehr unabhängig.



Die LED-Ringe habe ich dann in die Rundplättchen für die Vorderseiten der Warpgondeln aus dem Bausatz geklebt, vorher natürlich noch 6 passende Löcher gebohrt für die LEDs und innen eines für einen winzigen Getriebemotor. Den Getriebemotor habe ich steckbar gestaltet, damit ich ihn ggf. auswechseln kann, falls er mal kaputt gehen sollte.



Auf die Getriebeachse habe ich ein rundes durchsichtiges Stück Plastik geklebt, als Halterung für die innere (gelbe) Bussardkuppel.



Die schwarzen Linien auf den Kuppeln sind übrigens selbsterstellte Decals; war mir nicht sicher, ob ich schöne Linien gemalt oder mit der Airbrush hinbekomme. Die äußeren Kuppeln habe ich nach Anleitung innen mit Aqua Revell rot lackiert und anschließend mit klar matt.
Damit war der Umbau der Warpgondeln eigentlich schon fertig.



In die Halterungen der Warpgondeln kamen einfach kurze Stücken LED-Streifen, damit waren auch die fertig.

Bei der sekundären Hülle habe ich die beiden runden Spanten aus dem Bausatz benutzt und daran ein 1cm breites Stück Plastiksheet angeklebt, als Träger für LED-Streifen. Ans hintere Ende des Sheets kam noch ein 1x1cm² Sheet-Stück T-förmig angeklebt, damit eine LED des Streifens direkt nach hinten leuchten kann.



In den hinteren Teil habe ich dann, entsprechend Bauanleitung, Ballast eingeklebt. In meinem Fall war das Blei aus Bleiband für Gardinen. In den Boden kam noch eine Buchse für die Stromversorgung. Das Gegenstück befindet sich im Modellständer. Ich hatte noch das kleine Problem, dass die Flacker-LEDs und die Motoren der Warpgondeln 3V benötigen, die LED-Streifen aber 12V. Um nur eine Spannung zuführen zu müssen, habe ich einen Step-Down DC/DC-Wandler (auch bekannt als Buck-Konverter) eingebaut. Er ist auf dem vorherigen Bild links unten an der grünen Platine zu erkennen. Ich habe ihn fix und fertig für wenig Geld bei Pollin erstanden und gleich in einigen Exemplaren bei mir eingelagert – für zukünftige Projekte. So bekomme ich also 3V aus 12V „geliefert“.



In die Unterseite der Untertassensektion habe ich einen 1cm breiten Ring aus Plastiksheet mit ca. 10cm Durchmesser geklebt. Darauf kam, nach außen zeigend, LED-Streifen. Zwei weitere LED-Streifen kamen in den Ring, nach oben und unten leuchtend. Als Positionslichter habe ich 2 weiße LEDs (Unterseite) sowie eine grüne und eine rote LED verbaut. Sie werden von einer einfachen Blinkschaltung, die ich auf eine Lochrasterplatine gelötet habe, gespeist. Es war dann gar nicht so einfach, eine geeignete Position für die Blinkschaltung in der Untertasse zu finden, so dass sie keine Schatten wirft. Hab sie aber gefunden – s. kleine hellbraune Platine im vorherigen Bild auf ca. 7 Uhr innerhalb des LED-Ringes. Ach ja, dann noch 2 rote LEDs für den Impulsantrieb eingebaut.

Zum Lackieren kam meine „Ente“ auf dieses Gestell



Den Fuß des Modellständers habe ich mit Schwarz vorgebrusht und dann mit 3M-Lackiertape und, wo nötig, Flüssigmaske (s. Stern) abgedeckt.



Als Unterlage für die Decals kam, wie üblich, eine Schicht Revell Glanzlack auf das Ganze.

Und hier noch ein Tipp, wenn ein Decal mal schief am Modell antrocknet, aber noch nicht überlackiert ist:
Ordentlich Wasser mit einem Pinsel auf das Decal geben, ein Stück Küchenkrepp darauf legen und auch das gut einweichen, dann ein reichliches Stück Frischhaltefolie drauflegen und glatt streichen, so dass zwar Wasser, aber keine Luft unter der Folie ist. Über Nacht einweichen lassen und dann das „Paket“ abnehmen. Mit einem Skalpell vorsichtig unter das Decal gehen und es vorsichtig Stück für Stück anheben. Dabei immer mit einem Pinsel wieder Wasser zwischen Modelloberfläche und Decal, bis es schließlich wieder frei "schwimmt" und positioniert werden kann. Das war's, trocknen lassen und zum Schluss ganz normal wie immer überlackieren.

Zum Schluss noch ein paar Fotos ohne Text. Viel Spaß beim Ansehen und hoffe, sie gefällt!















Liebe Grüße von nochsonBastler.

"Das erinnert mich an den Mann, der sich splitternackt auszog und in einen Kaktus sprang."
"Warum hat er das getan?"
"Er hielt das damals für eine blendende Idee!"

("Die glorreichen Sieben", Mirisch/Alpha, 1960)

2

Montag, 12. Juni 2017, 11:36

Tja, so sah sie aus, das Idol unserer Kindheitsträume :ok:

Tolle Effektbilder.
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

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Freitag, 16. Juni 2017, 11:26

Da hast du echt schon eine Perle gebastelt. Seit Wettringen (die Modellforummesse) vor ein paar Wochen hat meine kleine auch Revell- Fieber. Über Star Wars wächst man schnell raus, wenn man die Preise sieht. Und da viel uns für ein zwannie auch eine Enterprise in den Schoß. Den hab ich auch mit LED verdrahtet. Natürlich nicht so Ausgiebig und detailliert wie du. ledeglich 2 weiße LED für die Fenster in der Untertassensektion und im Bauch. Eine blaue für Die Phaser auf der Unterseite der Untertassensektion (wie auf dem Bild der Packung) und 2 rote für die Warpgondeln. Die sich nicht drehen. Aber durch bischen Farbe echt "Hot" aussehen. wir haben uns an die Ur. Ur - Enterprise von vor 1970 gehalten, wo der Teil hinten an den Gondeln nicht grau ist und vorne an den Gondeln bei abgeschalteter LED grau ist. Allesamt hab ich stark abgedunkelt, so blendet es nicht wie bolle. Die seitlichen Blinker in ror und in grün hab ich nicht beleuchtet und auch nicht bemalt oder gar Decal´t.

Die Enterprise wird auch immer wieder bischen anders dargestellt. einmal blaugräulich, dann grüngräulich, dann stahlgräulich. Mit ohne .. egal. Ich hab dann einfach nach dem Orginal / orginal Modell (das Foto im Internet, wo man eine Staße sieht. Mit parkenden autos und die Enterprise steht als Riesenmodell an der Bordsteinkante und so 3 Typen stehen dahinter).

Aber da lässt einen Revell echt freie Hand. Und ist irre nah am Orginal. Die 3 eckigen Decals auf der Unterseite hab ich dann auch weg gelassen, die sind zu dunkel. zu dem die gaaaanz kleinen Decals.. die sind nix für Trollhände. Oder Frauen mit langen Fingernägeln.

Da wäre ne kleine Frage, zu deim Modell. Warum bauen viele den Ständer falsch herum ? Das Star trek - Logo steht doch dann auf dem Kopf. Im Bauwahn hab ich den Ständer auch erst falsch herum drauf gesetzt. Aber als oller Trekkie, bimmelt es im Kopf.

Zu dem hab ich 3 Fehler in der Beschreibung gefunden. Einmal Decal 37 muss auf die Lampe unten hinten an dr Shuttebucht, wo sie nicht passt. Dann Muss man das Klarsichtteil 105 (eine kleine ovale Abdeckung) oben hinten auf die Shuttlebucht setzen. Wenn man aber das Klarsichtteil 117 (was in der Shuttelbucht- Tür sitzt) nicht richtig abfeilt... muss man mittm Bohrer nochmal nachbohren. Dieses kleine teil bekommt dann auch Decal 37. Irre kompliziert, wenn man das versteht, brauch man einen Doktor. egal. Der 3. Fehler ist Decal 5 und Decal 6. Diese sollen an diese "Schüssel", genauer hinter in diese Schüssel geklebt werden. Laut Decal- Plan ist da eine umlaufende Nut, wo der Aufkleber rein muss. Aber im Rest des Planes und auf dem Modell ist da keine Nut, dieses Schüsselteil (das Runde Gehäuse dahinter) liegt plan auf.

Sieht man auch auf deinen Bildern ganz gut, die kupferne Schüssel, dann kommt grau und am Schiffsrumpf noch ein kupferner Ring, da muss ein umlaufender grauer Streifen drauf... ööhh rein... witzig. sieht man in der Beschreibung direkt auf Seite 18 und 19.. auf der einen ist es dran, auf der anderen Seite hats ne Nut.. irre. aber egal.

genug gequatscht, irre schönes Teil, deine Enterprise. Hätt ich gerne einen Bericht geschrieben. Aber iss nich.

jetzt kommt der Battlecruiser dran. Der ja in diese "Kirk" Epoche passt (Serie) denn Fehler Nummer 4 auf der Verpackung ist die Voyager... Besuch aud dem Deltaquadranten ? .. aus der Zukunft... verflogen.. uuhhaaahhaa

Danke für deine Modellpräsentation, salü.

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Samstag, 17. Juni 2017, 08:57

Moin
tolle Bilder tolle Lichteffekt einfach ein verdammt gelungenes Modell :respekt: :respekt: :respekt:

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Samstag, 17. Juni 2017, 18:53

Hallo Jungs,

vielen Dank für Eure netten Kommentare. :wink:

Da wäre ne kleine Frage, zu deim Modell. Warum bauen viele den Ständer falsch herum ?
Das ist aber auch eine Frage des Standpunktes: Steht man hinter derm Modell, wäre das Logo richtig herum... :D :cracy:

Egal, ich nehme mir die Freiheit, nicht alles sklavisch nach Bauanleitung zu bauen. Insbesondere nicht, wenn's mir nicht logisch oder zu weit weg vom Vorbild erscheint. Ich habe, um ehrlich zu sein, den Standfuß so herum angebaut, weil mir das Modell ziemlich kopflastig vorkam und ich nicht wollte, dass das gute Stück immmer auf die Nase fällt; so herum sah es mir stabiler aus. Aber es gab noch einen anderen Aspekt: wenn man Modell und Ständer von der Seite sieht, ergeben die Halterung der Untertassensektion (die zur sekundären Hülle) und der leicht geneigte Ständer fast eine Flucht. Dreht man den Ständer um, so wie in der Anleitung, entsteht eher ein Bogen. Ich fand die erste Version einfach harmonischer... Aber das liegt selbstverständlich im Auge des Betrachters. 8)

Sieht man auch auf deinen Bildern ganz gut, die kupferne Schüssel, dann kommt grau und am Schiffsrumpf noch ein kupferner Ring
Auch hier habe ich mir die Freiheit genommen, nicht die Decals zu nehmen sondern ordentlich mit Tape abzukleben und die Airbrush zu bemühen. Decal 5 und 6 hatten bei mir auch so einen komischen bräunlichen Farbton, nicht Kupfer.

... muss man mittm Bohrer nochmal nachbohren.
:pfeif: Mal gut, dass ich einen ordentlichen Bohrersatz habe...

Decal 37 habe ich gar nicht verbaut... Ich mach doch keine Kopfstände, damit das kleine Klarsichtteil 117 beleuchtet wird und klatsch dann ein graues Decal drauf... :(

Und noch etwas ist komisch im Bauplan: Die Warpgondeln sollen vorn dunkelgraue Ringe der Farbe F bekommen (vgl. Bauanleitungsbilder 9 und 15), dann sollen da aber noch die dunkelgrauen Decals 48 drauf (vgl. S. 19 und 20). Da die Ringe eine Oberflächenstruktur haben, fand ich es leichter, es beim Lackieren zu be- und die Decals weg (bzw. auf dem Trägerpapier) zu lassen.

Alles in allem fand ich die "Ente" trotzdem gut baubar und die Ungenauigkeiten bzw. Fehler in der Anleitung nicht soooo dramatisch. Aber ich stimm Dir zu, Gunter, mit langen Fingernägeln sind die vielen Mini-Decals mit Sicherheit eine Herausforderung! :) :prost:
Liebe Grüße von nochsonBastler.

"Das erinnert mich an den Mann, der sich splitternackt auszog und in einen Kaktus sprang."
"Warum hat er das getan?"
"Er hielt das damals für eine blendende Idee!"

("Die glorreichen Sieben", Mirisch/Alpha, 1960)

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