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271

Donnerstag, 28. September 2017, 17:19

Leicht verdünnter Weißleim stabilisiert auch gut ... dürfte zwischen Sekundenkleber und Kleister liegen ...
den Wasseranteil kann man nach Wunsch verändern so wie man es mag ...
hat doch fast jeder zuhause ... kostengünstig ... von den Fingern abwasch- oder abrubbelbar ...
die schon beschriebene Methode mit Gewichten dran sorgt auch hier für schön gerade Taue ...
einfach mal ein oder zwei Meter testen, trocknen lassen und schauen ob man das Material mag ...
man kann sie schön in die gewünschte Form bringen ... auch scheinbar der Schwerkraft folgend "durchhängend"
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus



"When all else fails ... Read the instructions" ( LINDBERG 1965 )

  • »Diwo58« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 926

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272

Mittwoch, 4. Oktober 2017, 15:25

Hallo Leute....... :wink:

Sorry.... etwas verspätete Antwort. Erst mal wieder vielen Dank für euer Lob und für eure Tipps. Werde noch das ein oder andere versuchen umzusetzen......... Zu meinem Problem mit dem "Backstag".....oder wie das auch immer heißen möge...... noch habe ich nicht aufgegeben. Habe mir dann noch mal ein paar Fotos angesehen, wie das denn wohl in real aussieht....... am Beispiel der VOC Batavia in Lelystad.......:



Wie man sieht, ist das nicht straff gespannt, sondern hängt leicht durch.

Außerdem habe ich ein Bild gefunden, dass das auch so "leicht durchhängend" zeigt......:



So werde ich versuchen das umzusetzen....... die Frage ist, macht das Garn das mit..... ist ja ein wenig Störrisch. Dabei werde ich dann die Tipps beherzigen (außer Sekundenkleber), die von euch gekommen sind. Mal sehen was geht.



In der Zwischenzeit habe ich mich schon mal an die Herstellung der Segel und Flaggen gemacht....(noch nicht fertig)......

Für die Flaggen habe ich die Vorbilder aus dem Bausatz genommen, eingescannt, etwas verkleinert, auf Transferfolie gedruckt und auf Stoff aufgebügelt. Obwohl ich die Flaggen schon ein bisschen verkleinert habe, wirken die immer noch zu Groß.......:



Die Original-Papier-Flaggen sind tatsächlich noch größer. (Die Flagge ist nur mal eben drangestellt). Überlege ob ich die noch ne Nummer kleiner mache....... :idee:

Bei den Segeln mache ich keine Experimente, sondern mache das schon erlernte......nähen! Es gibt zwar enorm gute Umsetzung von Dafi und Schmidt.... aber das wäre völliges Neuland für mich und müsste auch erst entsprechende Materialien besorgen.... obwohl ich noch Meterweise Stoff habe. Und wenn ich mir die "Reaper" von Chris ansehe.... kann Segel-nähen so verkehrt nicht sein.

Fotos vom Segelsatz liefere ich nach .......sobald fertig..... und natürlich meine "Backstag" versuche.

Gruß, Dirk. :ok:

273

Mittwoch, 4. Oktober 2017, 16:07

Moin Dirk!
Anhand des Bataviabildes sieht man sogar, dass der Sprietmast leichten achterlichen Fall hat. Ich denke, er richtete sich erst auf bzw. neigte sich nach bugwärts, wenn die Oberblinde gesetzt war und entsprechend Windlast auf ihn wirkte. Auch dann erst dürfte sich das Backstag als Folge komplett steifgesetzt haben. So ein Rigg und Takelage sind in sich ein absolut elastisches System und nicht so statisch, wie wir vermutlich oft immer denken, zumindest in früheren Epochen...

Schöne Grüße

Chris :ahoi:
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274

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 08:01

Ich glaube es macht sogar schon einen sehr sichtbaren Unterschied ob wenn es an dem Tag geregnet hat oder die Sonne schien.
Was hat der arme Horatio verbrochen dass ihr ihn, diesen Hänfling zur See schicken wollt? Suckling 1771

275

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 09:04

Auch wenn wir es meist nicht merken bewegt und verändert sich praktisch Alles täglich vielfach ... alle Fahrzeuge, Gebäude .... was auch immer.
Egal ob Segelschiff, Supertanker oder Flugzeugträger ... Wind, Wasser, Temperatur und Wellen deformieren alle... lassen auch Häuser schwanken oder Fassaden schrumpfen bzw sich erweitern. Die Liste ist quasi unendlich.

Schiff und Takelage als dynamisches System zu betrachten ist großartig !

Habe gerade im Buch über die Yacht America gelesen, daß damals insbesondere die englischen Rennsegler mit Segeln aus Flachs ihre Segel ständig durch die Mannschaft "bewässern" mußten weil sich das Material durch Wind im trockenen Zustand extrem dehnte und seine wirksame Form verlor ... durch das Wässern zog es sich wieder zusammen. Die America mit ihren Baumwollsegeln hatte damit keine Probleme.
Damals ernste Probleme von denen wir heute mit heutigen Materialien schon lange nichts mehr wissen.

Segel am Modell ... ich finde das ist ein sehr vom Maßstab abhängendes Thema ... aus dem Bauch raus würde ich bei 1/70 plusminus 10 als Übergangszone zwischen den Darstellungstechniken definieren.
Je größer der Maßstab desto besser und realistischer sehen genähte Stoffsegel aus ... einfach weil das Auge ab einer bestimmten Größe das zusätzliche Detail eines echten Stoffes und einer Naht erwartet ... da würden Seiden-Japanpapiersegel einfach nur gepappt aussehen.
Je kleiner der Maßstab desto besser sehen die Seiden-Japanpapiersegel aus weil die feinen Überlappungen fürs Auge diese Nähte simulieren ... jeder noch so feine Faden ist da einfach zu fett und keine Maschine näht wirklich fein genug ...
Spätestens irgendwo ab 1/200 oder 300 werden aber auch diese Mehrschichtsegel zu fett und sollten noch dünnere Materialien ran.
Just my 2 Cents
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus



"When all else fails ... Read the instructions" ( LINDBERG 1965 )

276

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 09:28

Je größer der Maßstab desto besser und realistischer sehen genähte Stoffsegel aus ... einfach weil das Auge ab einer bestimmten Größe das zusätzliche Detail eines echten Stoffes und einer Naht erwartet ... da würden Seiden-Japanpapiersegel einfach nur gepappt aussehen.
Je kleiner der Maßstab desto besser sehen die Seiden-Japanpapiersegel aus weil die feinen Überlappungen fürs Auge diese Nähte simulieren ... jeder noch so feine Faden ist da einfach zu fett und keine Maschine näht wirklich fein genug ...
Spätestens irgendwo ab 1/200 oder 300 werden aber auch diese Mehrschichtsegel zu fett und sollten noch dünnere Materialien ran.


And my 2 Cents too.

Ich kann durchaus nachvollziehen, dass die Laminat-Technik auf den ersten Blick abschreckend wirkt. Aber: Die Materialien sind leicht zu beschaffen. Seide für drei Euro im eBay bestellen. Dafi gegen einen Obolus um einen halben Meter Japanpapier bitten. Echt kein Ding. Die Herstellung ist dokumentiert. Man braucht ein Bügeleisen, eine Glasplatte, irgendeine Bauleuchte und ein richtig scharfes Messer mit geradem Schneidelineal. Dafi und ich stehen für jede Auskunft Tag und Nacht zur Verfügung. Das ziemlich komplizierte Segel für mein Wikingerschiff habe ich – obwohl ich im Ganzen noch kein halbes Dutzend dieser Segel gebaut habe – in einem Zug herstellen können.
Ich finde, deine Wasa/Vasa verdiente eine andere als die Standardbesegelung "Platt vorm Wind, Stärke acht“, wie man sie immer sieht.
Ich will hier echt keinen Druck machen! Echt nicht!! Aber du hast bisher dermaßen viele (auch komplexe) Techniken zur Verbesserung des Aussehens adaptiert und dann ganz großartig umgesetzt. Warum dann damit aufhören?

Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

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