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Montag, 9. Januar 2017, 11:21

Negativform & Abform erstellen: Materialfragen

Hallo zusammen,
ich bin neu hier und hoffe eventuell ein paar Tipps zu bekommen, auch wenn es nicht ganz um Modellbau geht, sondern rein ums abformen.

Und zwar habe ich ein eher größeres Urmodell, welches ich aus XPS erstellt habe (Maße: 60x60x6cm)
Im Anhang seht ihr wie das ganze aussieht. (konnte das Bild leider nicht direkt einbinden) der Gussrahmen hat die Maße 63,5x63,5x8cm



Nun möchte ich davon also eine Negativform erstellen um möglichst mehrere Replikate erstellen zu können.
Daher meine Frage: Welches Material ist für die Negativform geeignet?

Das Material sollte günstig sein (möchte eben ungern zighunderte Euro nur für Negativform ausgeben), aber eben auch stabil genug sein,
um eventuell 20 Abgüsse erstellen zu können. Wenn ich richtig gerechnet habe hat die reine Gussform ca 32Liter Volumen,
das Urmodell kann ich echt total schwer schätzen, würde jetz einfach mal 10Liter Volumen dafür berechnen, so dass für die Negativform ca 22Liter Masse benötigt werden.
(korrigiert mich bitte, falls ich was falsch berechne oder einschätze)

Bei meiner Recherche bin ich immer nur auf Alginat oder Silikone gestoßen.
Die Abformsilikone sind aber sehr teuer (zb 30Euro/Kg), für die Menge die ich wohl benötigen würde wären das ja über 600Euro?)
Alginat wäre im Vergleich dazu um einiges erschwinglicher, 1kg Pulver 15Euro, was dann mit 3 Liter Wasser gemischt wird, da komme ich mit gut 100 Euro weg.

Allerdings habe ich gelesen dass Alginat eben sehr empfindlich ist und sogar nach einer Woche anfängt brüchig zu werden, also wird die Form definitiv nicht lange haltbar sein,
im Gegensatz zum Silikon. Also stellt sich Frage wie eure Erfahrungen damit sind. Kann ich bei Alginat problemlos in der ersten Woche Abgüsse machen, ohne Gefahr zu laufen,
dass mir die Form kaputt geht? Dann wäre das nämlich der beste Kompromiss und die Abgüsse eben im Akord erzeugt werden ;)

Und dann noch die Frage, welches Abform-Material könnt ihr mir empfehlen?
Bei der Größe sollte es einerseits nicht zu schwer sein auf der anderen Seite aber auch halbwegs stabil dass mir die Form beim herausnehmen nicht sofort in Teile zerbricht
und natürlich auch wieder bezahlbar, da es ja einige Abgüsse werden sollen.

Ich würde mich über eure Erfahrungen und Empfehlungen freuen.

Viele Grüße
Dave

2

Montag, 9. Januar 2017, 13:18

Wenn's billig sein soll fällt mir nur noch Modelliersand ein!
Entweder machst du die Form dann jedes mal wieder neu oder du lässt sie einfach liegen, angeblich trocknet der nie aus. Habe mal eine Form gemacht und vergessen, nach ein paar Monaten wieder gefunden und war noch knetbar wie am ersten Tag!
Befüllen würde ich es wohl mit normalen Gips und wenn's härter sein soll nimmst du Keramin oder Stewalin.
Das nutze ich auf jedenfall und kann nix negatives dazu sagen aber ich bin jetzt auch nicht DER Experte :)


Das gibt's dann z.B. hier:


https://www.architekturbedarf.de/giessen…elliersand-3-kg

https://www.architekturbedarf.de/giessen…gurengiessmasse

Gruß, Mario
Zwei Dinge sind unendlich,
das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher
(Albert Einstein)

keramh

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3

Montag, 9. Januar 2017, 13:24

moin,

interessantes Urmodell, was soll das mal werden?

Also da Alginat auf Wasserbasis ist sollte Dein Urmodell natürlich Wasserfest sein und auch kein Wasser ziehen dürfen.
Aus was ist Dein Urmodell? Wenn es Gips oder sowas in der Art ist zieht es Wasser aus dem Alginat was zum Schrumpfen der Form führt.
Weiterhin verdunstet Wasser was nach nur kurzer Zeit zu Beschädigungen der form führt da diese fest und brüchig wird.

Wie sieht die Rückseite Deines Modells aus. Mit Alginat sind Hinterschneidungen wenn überhaupt in nur sehr geringem Ausmaß möglich.
Alginat hat in etwa die Konsistenz von fester Götterspeise oder Gelee. es reißt schnell und ist wenig bis nicht dehnbar.

Wie viele Abgüsse willst du machen? Bei 2-3 kannst du auf Alginat zurückgreifen, ich habe es noch nicht verwendet aber ich glaube
man kann es mehrmals benutzen einfach mit Wärme wieder auflösen und neu gießen, bin mir aber nicht sicher.
Wenn es funktioniert ist Alginat für die Form kein Problem selbst wenn sie bei jedem Guß kaputt geht.

Falls es nicht geht und wenn es 20 - 50 plus Abgüsse werden sollen wirst du an Silikon nicht vorbei kommen.

4

Montag, 9. Januar 2017, 13:57

Hey, danke für eure Beteiligung!

@keramh: Das Urmodell soll eine Zellstruktur sein und ist ein einzelnes Element für eine "Membranwand" die sich als mehreren solcher Elemente zusammensetzten soll.
Hergestellt ist die Urform aus XPS (Styrodur Hartschaumplatte) und bei Alginat dachte ich eigentlich, dass ich dir direkt so übergießen könnte?
Anfänglich würde ich so 10-20 Replikate anpeilen.
Wenn Alginat "wiederverwendbar" ist und sich erneut gießen lässt, wäre das ja prima, hat da jemand Erfahrung mit?
Gibt es denn auch etwas günstigeres Abformsilikon? oder kann man vielleicht sogar irgendwie "strecken", im Sinne von mehr Masse durch verdünnen, oder so?

@Mario: Cool, das habe ich noch nicht gekannt, Danke für den Tipp!
Wie leicht "formbar" ist dieser Sand denn ? Könnte man theoretisch die Urform in ein gefüllten Kasten aus dieser Modelliersand "eindrücken"?
Und wie fein ist die Sandmasse denn? Entsteht bei der Gussform dann keine "raue" Oberfläche durch die körnige Struktur des Sands?

keramh

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5

Montag, 9. Januar 2017, 14:39

moin,

in den Fformsand eindrücken geht nur bedingt, eher das Urmodell vorsichtig Schicht für Schicht befüllen und mit einem kleinen geeigneten Stößel, Stock , Stiel fest verpressen.
Das Problem wird das endformen sein, das Urmodell mus ja aus der Form raus und dabei die Sandform nicht zu beschädigen ... ich weiß ja nicht.

Silikon kann mit Quarzsand sehr gut gestreckt werden und dennoch wird die Oberfläche extrem glatt.
Das liegt daran das das Silikon um die Körnung herum verläuft und sich glatt auf der Oberfläche des Urmodells abzeichnet.
Einzig die Dehnbarkeit wird dann stark beeinträchtigt und die Form wird extrem schwer.

6

Montag, 9. Januar 2017, 14:53

Stimmt, das herausnehmen der Urform könnte schwer werden, ohne das Negativ aus Modelliersand wieder zu deformieren.

Aber das strecken mit Quarzsand klingt ja auch nicht schlecht. Von miraus kann das Negativ dann 50kg wiegen. ;) Eine hohe Elastizität ist auch nicht notwendig, im Idealfall sollte man die Gußform ja einfach nach oben rausheben können, also auch da sind dann nur geringe elastische Eigenschaften notwendig würde ich vermuten.

Hast du das schonmal gemacht Marek? Bis zu welchem Mischverhältnis könnte man da denn gehen?

7

Montag, 9. Januar 2017, 15:27

Der Sand ist total einfach formbar. Ist stink normaler Quarzsand der mit einer Wachsschicht überzogen ist und daurch nicht austrocknet, ist also immer wieder verwendbar. Und durch den Wachsüberzug entsteht auch keine rauhe Oberfläche, zumindest nicht das ich es bemerkt hätte, ich forme allerdings auch Teile damit ab wo es nicht sooooo darauf ankommt. Meinen 3kg Eimer habe ich jetzt bestimmt schon 5 Jahre und viel verloren gegangen ist bis jetzt nicht.
Um die Urform aus dem Sand zu bekommen klebt man eben 1-2 Griffe/Stöcke oder was auch immer an die Form und gut ist. Hatte bis jetzt noch nie Probleme!
Das Problem ist eben wenn man wenig Geld ausgeben will muss man eben ein wenig tricksen und mit einem, vielleicht nicht ganz perfekten, Ergebnis leben :)
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(Albert Einstein)

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Montag, 9. Januar 2017, 15:46

das stimmt natürlich Mario, ich kann nicht erwarten wenig auszugeben und dafür dann perfekte Qualität zu erhalten. ;D
Bei meinem Modell kommt es auch nicht auf die kleinsten Details an, im Gegenteil, nur glatt wäre schön - und das ist durch den Wachs ja gegeben.


Ich versuche einfach das beste Preis-Leistungsverhältnis für mich zu finden.
Würde sofort Silikon nehmen, wenn es nicht 600 Euro kosten würde.
Den Sand würde ich auch nehmen, wenn ich wüsste dass es klappt. (durch schleifen können die "innenwände" eventuell uneben sein und "Kuhlen" haben, was beim herausziehen vielleicht dazu führt, dass der Sand sich in den Aussparungen festsetzt und einfach mit der Urform abgezogen wird)


Wäre es ne Möglichkeit das Urmodell zuerst mit einem Silikon zu "überziehen" von mir aus auch 2x, und dann den Rest mit etwas anderem aufzufüllen?
Aber wenn die Urform mit Trennmittel behandelt wurde bleibt an den senkrechten Wänden natürlich nicht viel bedeckt.

keramh

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9

Montag, 9. Januar 2017, 15:57

moin,

sicher ist das möglich, habe mit Formsand noch nicht gearbeitet aber wenn ich die Urform ansehe und sehe,
dass die Ober- und wahrscheinlich Unterkanten des Urmodells zulaufen ist ein Entformen ohne Beschädigung nicht möglich.
Sand dehnt sich nunmal nicht aus um diese leichten Hinterschneidungen auszugleichen.

Wieviel Quarzsand dem Silikon beigemischt werden kann kann ich nicht sagen aber 50 % bestimmt.
Auch habe ich schon alles mögliche reingeschüttet (Metall- und Holzspäne, zerschnittene Gußäste, sogar Werkstattboden aufgefegt und rein damit,
eventuell könnte man auch die Blumentöpfe von Mutti plündern und das Seramis als Füllstoff benutzen)
wenn das Material mal knapp wird und die Form fertig werden muß, was solls.

Die Masse wird dann immer etwas fester und lässt sich nicht mehr so gut gießen aber mit einem Löffel eingegeben verläuft
auch nur wenig Silikon wunderbar und bildet eine hervorragende Oberfläche

keramh

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10

Montag, 9. Januar 2017, 16:00

fällt mir gerade ein, was ist mit richtgen Blöcken die genau in die Löcher Deiner Urform passen.
Also überal einen Holz- oder Kunststoffkern rein sodas min 3-5 mm Luft für das Silikon bleiben. Das spart ungemein.

11

Montag, 9. Januar 2017, 16:08

hm stimmt, die Aussparungen habe ich ja sogar noch, müsste die nur ein bisschen kleiner zuschneiden und einsetzen!
Da schau ich später mal wieviel ich da sparen kann :)

Bezüglich des wiederverwendbaren Alginats, also normals Alginat lässt sich nichtmehr wiederverwenden, soweit ich das rausgefunden habe.
Aber dieses Produkt verspricht soetwas:https://www.kreativ.de/Kuenstlerbedarf/Formenbau/Alginat-Abformmasse/Esprit-Composite-Alginat-wiederverwendbar.html?adt=pla&gclid=CIm_3d6QtdECFVU_Gwod9CwIfg
Ich Frage mich nur, wie das gehn soll?Das Pulver bindet in Wasser aufgelöst angeblich "sehr schnell" und wenn man es wieder verwenden möchte muss man es langsam erwärmen und Wasser hinzufügen!?Dann habe ich "langsam" wieder was flüssiges was aber schnell schon wieder abbindet? - kann ich nicht nachvollziehen.

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Dienstag, 10. Januar 2017, 23:19

Danke für eure Ideen und Tipps, hat mir schon sehr geholfen! :)
Also ich tendiere nun dazu, die "Löcher" größtenteils mit XPS Material auszufüllen, dass nur die Wände 5-10mm Breit frei sind.
Hab dieses Gebinde ins Auge gefasst: http://www.ebay.de/itm/230695147208?clk_…8764&rmvSB=true

Angeblich dünnflüssig, so kann man gut in die schmalen Wände gießen.

Hab hier auch gelesen "Wagnersil erfordert keine Benetzungsmittel." Ist damit gemeint, dass kein Trennmittel erforderlich ist?
Könnte ich also das Silikon direkt auf meine Hartschaumform gießen?

keramh

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13

Mittwoch, 11. Januar 2017, 06:25

moin,

mit Benetzungsmittel ist der Zusatz zum Abbinden gemeint.
Dein ausgewähltes Produkt ist ein additionsvernetzendes mittel was 1:1 angemischt wird.
Diese sind relativ einfach in der Handhabung, besser wie Produkte die mit Tröpfchen 10:1 oder so angerührt werden müssen.

Bei Deiner einteiligen Form benötigst Du kein Trennmittel da Silikon auf nichts klebt, außer auf Silikon.
Trennmittel benötigt man also nur bei mehrteiligen Gussformen um diese wieder auseinander zu bekommen.

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Mittwoch, 11. Januar 2017, 09:25

OK, hatte nur letzte Bedenken wegen der offenporigen und saugenden Oberfläche des Hartschaums.

Sanitärsilikon haftet ja schon sehr gartnäckig an allen Oberflächen - dann ist das Abformsilikon entsprechendem dem Verwendungszweck wohl doch speziell zusammengesetzt um das haften zu vermeiden?

Sorry wenn ich nerve, aber das ist hoffentlich die letzte Frage, möchte nur ungern die Urform und 300 Euro Silikon zu einem unbrauchbaren Kubus vereinen. ;)

Danke für die Unterstützung Marek!

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15

Mittwoch, 11. Januar 2017, 14:12

Interessantes Thema...

Aber - hast Du Dir schon mal Gedanken gemacht, mit welchem Material Du dann Deine Form ausgießen tust, um das Abbild Deines Originals zu erhalten????? :nixweis:
Weil - wenn Du jetzt sagst, das Ur-Gebilde (sorry - aber ich kann's echt nicht einordnen, für was/von was das sein soll....) ist aus Hartschaum, dann ist es ja eher leicht...
...gießt Du Deine Form später mit Gips aus wird's aber schwer, da das Volumen ca. 10 Liter sein soll (bin mir aber nimmer sicher, ob ich das gelesen haben... ;(
...außerdem eher zerbrechlich....

Resin - zu teuer, zu schwer....mehr fällt mir jetzt aber auch nicht ein? ?(

Also - schreib mal bitte, was für ein Teil das ist (bzw. zu was es bestimmt ist....) und was Du damit machen willst... :)

Eventuell bekommst Du dann zwar keine NEUE Idee für's abformen - aber vielleicht eine Bezugsquelle oder ne ganz andere Idee :wink:

LG - Michael

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Mittwoch, 11. Januar 2017, 15:07

Gerne versuch ichs mal anders zu erklären: ;)
Vom optischen eher abstrakt, soll es einfach eine wabenartige Zellstruktur darstellen.
Man kann sich die Form vielleicht am besten als eine 3D-Fliese vorstellen. Diese einzelnen Elemente lassen sich (90°/ 270° gedreht) aneinanderreihen und sollen dann an einer Wand zusammengesetzt angebracht werden.Ist das jetzt vielleicht etwas besser zu verstehen?
Ja, 10Liter hast du richtig gelesen, wobei das auch nur eine Schätzung von mir ist. Weiß nicht wie ich das genauer rausfinden soll. Ich könnte zwar die Giessschale nehmen und mit Wasser füllen, die Form hineindrücken so dass das Wasser verdrängt wird und die Differenz der Wassermenge vorher/nachher messen, aber das Holz und der Hartschaum ist ja nicht versiegelt, weß nicht wie gut die das verkraften würden. :S
Also da die Elemente an eine Wand kommen, stufe ich das Gewicht eher nebensächlich ein, zur Not kommen Dübel zum Einsatz ;)


Was die Stabilität betrifft, komme ich auch schon eher ins grübeln:Dachte auch erst an Gips. Da ist die Frage eben ob es für die Struktur stabil genug ist.
Mögliche Alternativen die ich mir ausgesucht habe sind diese:

Keramin
Stewaform
Keraflott

Werde die einzelnen Gebinde wohl einfach testen müssen, oder kennt jemand das ein oder andere?

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Mittwoch, 11. Januar 2017, 15:35

Ist das Zufall im Link, oder bist Du wirklich aus Hassmersheim?

Ich gehe davon aus, dass Du die Ur-Form wahrscheinlich selbst hergestellt hast...

Halt mich bitte nicht für 'blöd', aber ich glaube, du 'verrennst' Dich da gerade in was... :trost:
Du bist gerade dabei (wenn alles klappt) ca. 1500,- EUR für 20 Wandelemente auszugeben, wobei ich behaupte, dass -egal welches der 3 Mittel du nimmst- die Dinge sehr fragil sind und sehr leicht zerbrechen!!!! :will:

Deshalb - such nach anderen Alternativen...

Ich kenn mich nicht so gut aus, aber lässt sich sowas nicht mittels eine Computergesteuerten CNC-Fräse herstellen? Dann bräuchtest Du nur einen Dienstleister, die Hartschaum-Platten sind im Vergleich zum Gießmaterial 'spottbillig' und Du hättest die Garantie, das alles klappt. :ok:
Kleiner Nebeneffekt - das Teil bleibt leicht und lässt sich an die Wand kleben...

Es gibt doch sicherlich auch Raumausstatter, die Diskotheken oder Theater oder gar Film-Sets beliefern....versuchen, iwo Kontakt zu bekommen! :pc:

Irgendwo muss es sowas doch geben? Das iwäre doch eigentlich einfach eine zweiteiligte Metallform, die mit Hartschaum (flüssig) befüllt wird, der dann härtet - Form auseinander - Teil raus - nächstes!
Kein Bauschaum - aber sowas ähnliches, nicht so stark klebend....

LG - Michael

18

Mittwoch, 11. Januar 2017, 16:04

Das ist Zufall, wo ist Hassmersheim überhaupt? :)
1500Euro bei 20 Stück wäre ein Stückpreis von 75 Euro. Damit könnte ich mich noch so anfreunden.
Richtig, die Form habe ich selber gesägt/geschnitten/geschliffen.
Das ganze einfach aus Hartschaum fräsen zu lassen war sogar auch mein erster Gedanke, Kontakte in der Richtung habe ich aber keine und nach Stunden von Recherche im Internet hab ich nur schöne Videos gefunden in denen sowas gemacht wird dieaber nur ihre Maschinen dafür verkaufen wollen.

So bin ich eben nun praktisch an diesen Punkt gekommen, da mir zu deinen sehr guten theoretischen Optionen, die ich eben auch schon in Erwägung zog, aber die praktischen Möglichkeiten fehlten.

Wenn es denn so einen Schaum/ oder ähnliches geben würde, welches mit die Silikonform mit solchem leichtem Material ausfüllt, wäre das natürlich auch interessant, aber auch hier bin ich noch nicht über sowas gestolpert.
Etwas positives hätte das ja noch - ich wäre zumindest unabhängig ;)
VG Dave

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19

Mittwoch, 11. Januar 2017, 16:25

ok...

Dann versuch doch mal, einfach irgendwo in einer solchen Firma vorstellig zu werden - lass Dich beraten und du bekommst eventuell auch einen Preis - immerhin schon mal eine Alternative....

upps - hab sogar was gefunden: http://styroporzuschnitte24.de/styropor-…den-und-fraesen

...hab nur kurz reingelesen, hört sich gut an - und 1200 - 1500 EUR Budget nicht wenig.... :ok:

Oder zäume das Pferd mal anders herum auf: versuche doch, eine Form aus Ytong-Steinen zu bauen...sprich die Form aus dem 'Stein' herauszuarbeiten, das ist eigentlich leicht mit Steichbeiteln und Feilen zu schaffen, hierzu würde ich eventuell das zu fertigende Werkstück in kleinere Stücke unterteilen, da die Steine nicht so groß sind, allerdings die Form dann auch stabiler wäre..
2 - teilig, die eigentliche Form mit Haftgrund mehrfach einstreichen, dann entsteht eigentlich eine glatte Oberfläche im Ytong, wird quasi versiegelt....
Dann ist die Frage, mit was Du dann die Form befüllst....

Guggst Du eventuell mal hier: http://www.gestaltungsmaterialien.de/for…chaum/index.php

Der Schaum ist für eine Silikonform 'nix', da die Form zu instabil ist - aber auch bei Gips ist eine Silikonform in dieser Größe nicht so einfach zu handhaben....

LG - Michael

20

Mittwoch, 11. Januar 2017, 16:54

Deine Inspirationen sich wirklich vielseitig, Danke! ^^

Siehst du, selbst die Zuschnittseite hatte ich schonmal gesehen, und wieder verdrängt. - Aber angefragt hab ich jetzt mal rein interessehalber ;)

Was den Ytong und Schaum betrifft, sicher alles Wege die man auch gehen könnte. Jetzt aber bei 2/3tel des ursprünglichen Weges wieder kehrt zu machen und bisherige Arbeit in die Tonne treten, wäre sehr hart.
Ich glaube ich muss das Ding jetzt einfach so durchziehn: Entweder das mit der aktuellen Form und dem Silikon klappt, oder ich habe 300 Euro fürs Silikon ausm Fenster geworfen, auch hart, aber ich werde in dem Fall versuchen drüber wegkommen! ;) - Eine Erfahrung reicher und besser als es garnicht probiert zu haben!
Sollte die Negativform dann aber geglückt sein kann ich da ja mit den Materialien experimentieren.

Was sind dein bedenken bei der Silikonform? es wird ja nichts hinterschnitten, alles hat ein stabiles Fundament, da sollte es doch eigentlich in FOrm bleiben?

21

Donnerstag, 12. Januar 2017, 10:40

Als kleine Info: Habe sogar schon antwort bekommen von Styroporzuschnitt24:Bei einer Abnahme ab 10 Stück kostet ein Teil aus EPS-Hartschaum gefräst ca. 70 Euro, wenn ich die entsprechende 3D-Daten liefere.
Erstaunlich wie sich die Kosten da ähneln. :) ...wenn auch verwunderlich: keine Datenerstellungskosten, der Hartschaum kostet ein paar Euros, der Aufwand besteht eigentlich nur aus den Maschinenkosten, Energie, Verschleiß, Zeit.
OK, wird schon seine Zeit dauern, bis eine Fräse solch eine Form aus einem Block gefräst hat und dann will man auch noch ein bisschen verdienen, dann kommt das wohl schon hin.
Ich denke, das bleibt meine Alternative im Hinterkopf, falls das Abformen nicht funktioniert oder die Gussteile nicht nutzbar sind. :)

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22

Donnerstag, 12. Januar 2017, 11:20

Nun ja - immerhin schon mal eine Hausnummer, wobei ich immer noch denke - schau mal beim Fräser deines Vertrauens um die Ecke :thumbsup:
Da gibt es vielleicht jemand, der sich ein paar Euronen nach Feierabend dazu verdienen möchte - und wenn Du die Platten besorgst muss er nur die Maschinen einstellen...und bedienen natürlich...

Übrigens - gestern abend hab ich im Fernsehen die Eröffnung der Elbphilharmonie angeschaut....hinter der Bühne (leider nur kurz zu sehen) genau solche Objekte wie deines verbaut...neuer Ansatz für eine Recherche.... :schrei:

Das wird - und du wirst sehen, nachher kannst du den Rest vom Budget noch verfeiern.... :D :abhau:

LG - Michael

23

Donnerstag, 12. Januar 2017, 11:38

WOW, sehr aufmerksam beobachtet Michael! :)


...du hast Recht, während ich vor kurzem eine Reportage über den Bau der Elphi gesehen hab, sind mir die auch gleich aufgefallen.
Im Ursprung kommen diese Elemente aber aus dem Cocoon-Club in Frankfurt welcher leider geschlossen hat, dort wurde mit solchen Elementen eine "Membranwand" gestaltet. Aber im "original" 1mx1m schätze ich und defintiv aus Beton gegossen.

Im Original sieht das so aus:


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24

Donnerstag, 12. Januar 2017, 11:54

wieso definitiv aus Beton?

Ich persönlich denke, eher Hartschaum und dann beschichtet....1 x 1 m aus Beton - da meckert doch die Gewerkschaft, weil die Dinger zu schwer sind beim verbauen.... :lol:

MESO Digital Interiors GmbH



Gutleutstraße 96

60329 Frankfurt am Main

++49 69 2 40 00 30

ow@meso.net

...von der website (einer von vielen...) die sich mit dem Cocoon-Club bzw. der dortigen 'Membran-Wand' beschäftigte....

--> neuer Ansatz??? :)

Beiträge: 186

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25

Donnerstag, 12. Januar 2017, 11:57

MESO Digital Interiors GmbH ist auf
Konzeption, Design und Realisierung von digitalen Rauminszenierungen,
Exponaten und Medieninstallationen für Events, ...

LG - das wird jetzt aber was :thumbsup:

26

Donnerstag, 12. Januar 2017, 12:13

Meso war für die 360° Digitalprojektion auf diese Membranwand zuständig.
Die Wände designt und erstellt hat die Firma 3deluxe. Und die haben angegeben dass die Elemente aus Beton gegossen wurden, daher weiß ich das so genau. :)
Du leistet ja super Recherche, danke dafür!

Aber ich denke kaum dass die mit mir als Privatperson irgendein Interesse daran haben mir weiterzuhelfen, und falls doch, dann sprengen die Preise mit großer Wahrscheinlichkeit doch mein Budget.

27

Samstag, 14. Januar 2017, 14:28

So, falls es jemanden interessiert, habe nun mit dem erwähnt Silikon mein negativ erstellt und einen ersten Testabguss mit billigem Bauhausgips erstellt! :) der nächste Versuch wird dann mit Keramin stattfinden.

Hier mal ein paar Bilder dazu.









Ich denke ich kann recht zufrieden sein mit dem Ergebnis! :)
Vielen Dank nochmal für die ganze Beteiligung und die Tipps von euch!

keramh

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28

Samstag, 14. Januar 2017, 14:51

moin,

ist doch gut geworden, um die Form stabiler zu behalten hätte ich die Platzhalter sogar in der Form belassen.
Schön wenn es klappt.

29

Samstag, 14. Januar 2017, 14:55

Dachte ich auch erst mit den Platzhaltern.
Aber so ist die Stabilität schon ausreichend und vor das Silikon hat so beim "entformen" noch Luft zum ausweichen, damit die Gussform leichter rauskommt. :)

30

Freitag, 20. Januar 2017, 00:27

Ich hab da mal noch eine Frage bezüglich den Giessmassen:

Ziel ist eine möglichst glattes, nicht sandendes, relativ stabiles und nach Möglichkeit eben leichtes Replikat. Ausserdem sollte es noch bezahlbar bleiben.

Die Materialien die ich dafür bisher ins Auge gefasst habe sind:

Stewaform - Angabe: 2:1 mit Wasser mischen - Grundpreis: 3,21 Euro / kg
Plastalin - Angabe: 4:1 mit Wasser mischen - Grundpreis: 3,58 Euro / kg
Keramin - Angabe: 3:1 mit Wasser mischen - Grundpreis: 3,68 Euro /kg

Also ich gehe mal davon aus, dass Stewaform am leichtesten ist, da nur 2kg/ 1kg Wasser zugemischt wird. Oder hat jemand noch andere Erfahrungen mit den Materialien?

In Liter gemessen müsste es jedoch immer gleich sein, weil sich das Volumen der form ja nicht ändert.
Kann man irgendwie sagen, um wieviel 1 Liter Wasser "zunimmt" bei Zugabe von zb 2kg im Fall von Stewaform, und ist das bei den anderen Massen anders??

Meine Frage ist jetzt wie ich am besten das benötigte Mischverhältnis von Wasser zu Pulver für eine fertige angemischte Masse von zb 6Liter rausfinde?

VG, Dave

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