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  • »Albrecht« ist der Autor dieses Themas

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Realname: Albrecht Baier

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1

Dienstag, 3. Januar 2017, 20:52

amerikanischer Flugzeugträger CV-3 USS Saratoga 1927 - 1946 Trumpeter Modell in 1/350

Hallo zusammen, heute stelle ich das Trumpeter Modell des US Flugzeugträgers CV-3 Saratoga in 1/350 hier vor.
Bereits vor ein paar Jahren von mir gebaut und inzwischen auch, an einen Modellbau Freund und Kollegen weitergegeben.

Das Bauen ist mir einfach wichtiger, als das besitzen.

Zum Modell und dem Original gäbe es einiges zu sagen, allerdings habe ich die Sara früher
schon mal in einem anderen Forum vorgestellt und dort hatte man keine Lust mehr Information zum Modell und dem Original zu erfahren.
Seltsame Modellbauer dort, aber was solls. Deshalb hier nur Bilder ohne Text. Will ja niemanden langweilen.
Viel Spaß beim anschauen!
PS: Ich bin nicht der beste Modellbauer, versuche aber immer so gut es mir möglich ist zu bauen und hoffe irgendwann besser zu werden.
Gruß Albrecht










































2

Dienstag, 3. Januar 2017, 22:24

Sehr schön Albrecht!

Gerade die Flugzeuge und die gesetzten Figürchen machen einiges her! :thumbsup: Schön anzusehen! Ja, ich sehe das auch so. Das bauen an sich ist das wunderbare.
Jedes gebautes Schiff erzähl schon seine eigene Baugeschichte und schöner wenn es jemand hat, der sich daran erfreut. :ok:
LittleSmiet :party: jo-ho!
Im Bau: Die Black Pearl Im Bau: Sinagot Im Bau: Flower Class Corvette

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Realname: Jochen Große-Katthöfer

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3

Dienstag, 3. Januar 2017, 23:14

Mahlzeit!

Tolles Modell, wüsste ich gern mehr drüber (wie man´s macht, macht man´s verkehrt....), besonders auch über das verwendete Zubehör. Ich habe hier nämlich die "Lady Lex" liegen, mit dem Yankee-Vorkriegssatz und Ätzis von Tom´s Modelworks sowie einem Haufen Doppeldecker und Artwox-Deck, also ein sehr ähnliches Projekt. Was hast Du verwendet?

P.S.: Den besten Modellbauer gibt es gar nicht!
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

  • »Albrecht« ist der Autor dieses Themas

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Realname: Albrecht Baier

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4

Mittwoch, 4. Januar 2017, 20:49

Tipps zum bau der CV3 Saratoga

Hallo Jochen,
die 1/350er CV2 Lexington habe ich auch hier noch ungebaut liegen. Ebenso habe ich mir die Saratoga noch mal gekauft um sie ein zweites Mal zu bauen.
Als PE Teile verwende ich am liebsten die von GMM Gold Medal Models. Hier ist das Metall stabiler und lässt sich besser biegen als bei WEM oder Tom.
Für die Flugzeuge empfehle ich dir auf jeden Fall den 1930er Jahre Air Wing Satz von GMM. Falls du Decals für die Flieger brauchst, wirst du bei www.starfighter-decals.com fündig. Speziell auch für die yellow Wing Ära.
Da die Trumpeter Bausätze der Sara und Lex weitgehendes baugleich sind , schreibe ich gleich mal was bei der Sara alles zu beachten ist.

  • »Albrecht« ist der Autor dieses Themas

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5

Mittwoch, 4. Januar 2017, 20:49

Einige Hinweise zum bau der 1/350 CV3 Saratoga von Trumpeter
Viel Text zum Modell nur für Modellbauer die den Kit bauen möchten.
Zum Original, vielleicht später noch ein paar Anmerkungen die nicht im Geschichtsbuch stehen, falls Interesse besteht


Gebaut wurde das Trumpeter Modell Nr 5607 der Saratoga in 1/350.
PE Teile von Gold Medal Models Nr. 350-38 Saratoga und Nr 350-40 1930er Air Wing
Der Kit ist gut durchdacht und es gibt keine nennenwerte Probleme. Gespachtelt wurde an der Trennlinie zwischen Unter- und Überwasser Rumpfteil. Alle Bullaugen wurden anschließend aufgebohrt
Bei Nautilus Models habe ich ein Holzdeck für die Sara gekauft. Klasse Qualität, lasergeschnitten, fantastische Details– wenn es nur gepasst hätte! Bei meinem Modell hätte ich den Rumpf mehrere Millimeter auseinanderdrücken müssen um das Holzdeck passend aufzukleben. Der Bereich des vorderen Drittels stimmte überhaupt nicht. Also verbaute ich das im Kit beiliegende Plastik-Deck. Heute gibt es von Artwox ein Holz-Deck für Saratoga und Lexington, das zu empfehlen ist! Warum Trumpeter sein Plastik-Deck in drei Teile zerstückelt, ist nicht nachzuvollziehen. Der Karton wäre groß genug das Deck als komplettes Stück aufzunehmen. Wenn man kein Holzdeck benutzt muss an den Trennnähten des Plastik-Decks sauber gearbeitet werden, sonst hat man später unschöne Spalten die nicht zu kaschieren sind.
Das Deck wurde wie folgt lackiert: Als erstes mit Airbrush das ganze Deck mit Humbrol 62 deckend lackiert. Mehrere Tage durchtrocknen lassen. Dann Revell 88 mit Airbrush nicht ganz deckend, fleckig überlackiert.
3 Tage trocknen lassen. Dann mit Airbrush ein dünnes Wash aus Revell 84 und Humbrol 98 darüber lackiert. Am nächsten Tag dann mit einem weichen Lappen und Revell Color Mix das Deck abgeputzt. Unregelmäßig arbeiten, hellere und dunklere Stellen erzeugen. In den Fugen zwischen den Brettern bleibt es dunkel und teilweise ist bei den Planken bis auf die erste Farbschicht (Humbrol62) wieder abgewischt worden. Achtung vorsichtig arbeiten mit nicht zuviel Color-Mix, dass nicht das Plastik des Decks zum Vorschein kommt.
Der Decalbogen des Kits ist nicht ohne Tücken. Die gelben Streifen der Decksmarkierungen und Ränder der Aufzüge sehen ok aus. Problem: Sie passen überhaupt nicht. Zumindest bei meinem Bausatz. Die Ränder der Aufzüge sind je 1cm in Breite und Länge zu kurz. An den Bauteilen der Aufzüge ist der Rand der später gelb werden soll, extra eingeprägt. Die Decals mal lose drübergelegt sind viel zu klein. Ebenso die gelben Linien. Sie reichen nicht um alle Flugdeckmarkierungen in voller Länge herzustellen wie es auch auf dem farbig gedruckten Beiblatt des Kits zu sehen ist. Sie sind wie die Aufzugsränder auch zu klein hergestellt worden. Mich wundert dass noch kein anderer Modellbauer der die Sara gebaut hat, auf diesen Missstand hingewiesen hat.
Mit Klebeband habe ich sämtliche Flugdeckmarkierungen abgeklebt und mit Airbrush lackiert. Ganz wichtig ist das Klebeband gut anzudrücken damit keine Farbe in die Plankenzwischenräume hineinläuft. Sonst ist alles zu spät. Ich habe das Gelb in sieben Spritzdurchgängen mit Trocknungszeiten von 5 Minuten dazwischen aufgetragen. Jede Schicht so fein und dünn das nichts von der Farbe in die Fugen einlaufen konnte. Es war pro Lackiervorgang mehr ein dünner Nebel als eine deckende Farbschicht. Die Mühe hat sich gelohnt. Die gelben Streifen sind gut geworden. Mit einer Schablone die ich mir zugeschnitten habe, sind die vier Buchstaben SARA auf dem hinteren Ende des Flugdecks auch lackiert worden. Realistischer als das glänzende Decal sind sie jetzt auf jeden Fall, obwohl das meiste unter den parkenden Flugzeugen verschwindet. Die Fangseile auf dem Deck des Modells sind aus dünnem Stahldraht hergestellt.
Die GMM PE-Teile waren wie immer gut zu verarbeiten und der Bau bald beendet. Zum Schluss wurden die Sicherheitsnetze an der Deckskante angeklebt. Die entsprechenden Plastikteile hatte ich bereits vor dem Einbau des Decks entfernt. Die sehr filigranen und extrem empfindlichen PE Teile vertragen keine ungewollten Berührungen. Man muss ab jetzt sehr vorsichtig sein um nichts zu beschädigen. Airbrush lackiert hatte ich die Sicherheitsnetze bereits vor dem anbringen. Zur Sicherheit wurde das Modell jetzt bereits mit dem Standbrett verschraubt.

Die Air Wing: Im Kit selbst sind vier verschiedene Flugzeugtypen mit jeweils 6 Maschinen vorhanden. F3F, BFC, SBU und TG2. Ich habe noch je eine Packung SB2U Vindicator, F2 Brewster Buffalo und SBC Helldiver (Doppeldecker) dazu gekauft. Weggelassen habe ich dafür die TG2 Doppeldecker. Mit den auf Deck gezeigten Flugzeugmustern ist die Sara ca. zwischen 1936 und 1938 ausgerüstet gewesen. Lediglich die F2 Buffalo kamen erst im Januar 1939 an Bord.
Dann müsste aber auch am Kamin innerhalb des schwarzen Balkens das große E (Auszeichnung für Engineering) zu sehen sein, das im August 1938 angebracht wurde. Ein passendes Decal ist im Kit keins mit dabei und ich habe gerade keine zwei „E“ in dieser Größe. Deshalb habe ich es weggelassen und trotzdem die Buffalos mit aufgestellt.
Die kleinen Flugzeuge sind aus Klarsichtmaterial. Früher fand ich das auch klasse. Kanzeln und Cockpits, waren so gut zu sehen. Inzwischen sind mir aber auch die Nachteile bewusst geworden. An dem durchsichtigen Kunststoff kann man so gut wie überhaupt nicht erkennen wo geschliffen oder gespachtelt werden muss. Selbst beim zusammenkleben der kleinen Teile sieht man fast gar nicht wo man richtig positioniert. Es entstehen dadurch unnötige Fehler die nach dem lackieren der Flieger behoben werden müssen. Mit grauem Plastik als Form währen diese Probleme erst gar nicht entstanden.
Mit Sekundenkleber wurden die PE Teile der Air Wing Platine angebracht. Es erfordert viel Geduld die winzigen Verstrebungen anzukleben, Die Flügel auszurichten usw. Gerade die kleinen F3F und auch die Buffalos (wegen der geteilten Tragflächen)sind eine Herausforderung. Nach dem zusammenkleben habe ich die Flieger mit Silber grundiert und versucht noch evtl. Grade etc. wegzuschleifen. Man muss sehr aufpassen, gerade die Doppeldecker vertragen keine feste Berührung. Vor dem gelb-lackieren der Flügeloberseiten wird mit weiß grundiert. Dadurch deckt das Gelb besser und hat mehr Leuchtkraft.
Bei den zugekauften Flugzeugen sind als Decals nur die Flügelmarkierungen, Rumpfbänder und Hoheitsabzeichen dabei. Irgendwelche Staffel-Nummern oder Zahlen sucht man vergebens. Dickes Minus! Woher nehmen?? Die Decals haben so gut wie keine Klebekraft. Hier unbedingt nach dem aufbringen mit Klarlack versiegeln sonst fallen diese wieder ab.
Die Flugzeugdecals im Kit sind auch nicht gut gelöst. Bei den F3F Jägern z.B. gibt es für die Flügeloberseitenmarkierungen sechs verschiedene Farben je einmal: Rot, weiß, gelb, grün, blau & schwarz. Also könnte man von jeder „Flight“ nur 1 Maschine darstellen.

Kurze Erklärung zu einer „Flight“:
3 Maschinen bilden eine „Flight“ (Gruppe von 3 Flugzeugen)
Auf der Saratoga, gab es z.B. von der F3F sechs „Flights“. Jede Flight hat untereinander immer die gleiche Farbe an Markierungen.
Ring um die Motorhaube, Flügelmarkierung und Rumpfband hinter dem Cockpit sind dann zum Beispiel bei allen drei Maschinen rot. Das wäre die erste „Flight“ die zweite (wieder aus drei Maschinen hätte diese Markierungen in weiß, die dritte in blau usw….
Mit den Decals vom Trumpeter kit lässt sich von jeder „Flight“ aber nur eine Maschine bauen, was aber keinen Sinn macht da eine „Flight wenn schon, komplett zum Einsatz kam. Hier wäre es besser gewesen Trumpeter hätte sich auf 2 „Flights“ pro Flugzeugmuster beschränkt und entsprechend Markierungen mitgeliefert. Ich habe mir die Flügelmarkierungen aus anderen Decals genommen und die Motor und Rumpfbänder mit Farbe aufgemalt. Die seitlich am Rumpf angebrachten Nummern-Buchstaben Codes stimmen natürlich dann auch nicht.
Achtung bei den farbigen Ringen um die Motoren: Die Flight-Leader hat einen kompletten Ring um die Motorabdeckung, der linke Flügelmann hat nur die untere Hälfte farbig und der rechte Flügelmann nur die obere Hälfte. Die seitlich am Rumpf angebrachten Insignias (blauer Kreis mit dem Stern und Punkt in der Mitte) sucht man vergeblich. Diese sind damals noch nicht Standard gewesen.
Trumpeter hat sie im Kit mit dabei aber die meisten bleiben übrig, da sie nicht gebraucht werden. Einige wenige wurden für die neueren Maschinen SB2U Vindicator benutzt. Hier waren diese Insignias bereits in Gebrauch, aber nicht seitlich am hinteren Rumpf sondern vorn an der Motorabdeckung. Auf Fotos sieht man diese frühe Anordnung sogar noch bis zur F4F Wildcat.
Wichtig auch die Farbe des Höhen/Seitenleitwerks!
Für die Saratoga wurde nach der 1935 Revision die Farbe weiß als Kennung benutzt.
(CV2 Lexington gelb, CV4 Ranger grün, Yorktown rot) Also nicht den Fehler machen und das Leitwerk in der gleichen Farbe wie die restlichen Decals lackieren.
Genaugenommen lässt sich meine Sara zeitlich nicht genau einordnen, was mir aber nicht so wichtig ist. Der Gesamteindruck des Modells hat für mich einen höheren Stellenwert. Eine kleine Freiheit die ich mir gönne ;-)

Vor 1935 waren die Farben auf den Trägern bunt untereinander gemischt was aber immer wieder zu Erkennungs- Schwierigkeiten führte. Auf meinem Modell steht auch eine Flight Helldiver mit gelben Leitwerk.
Ebenso die roten Buffalos. Die müsste man nach 1935 der Yorktown zuordnen. Dämlicher weise hatte ich die Buffalo Leitwerke ursprünglich in weiß und habe nachträglich in rot um lackiert um mehr Farbe ins Gesamtbild zu bringen. Also sozusagen absichtlich einen Fehler eingebaut! Zeitlich habe ich für die 36 Flieger genau solange gebraucht wie für das Modell der Saratoga.
200 Figuren von Eduard beleben das Modell. So jetzt hat jeder schon mal eine Vorstellung was auf ihn zukommt wenn er die Sara oder auch die Lex bauen möchte. Am Schluss steht ein schönes Modell.
Gruß Albrecht

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Realname: Jochen Große-Katthöfer

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6

Mittwoch, 4. Januar 2017, 23:35

Mahlzeit!

Ich danke für die ausführliche Antwort!

Dieses dreigeteilte Flugdeck ist ein Ärgernis, das den Trägern von Trumpeter gemein ist, hat vieleicht gusstechnische Gründe? Bei meiner "Ticonderoga" kam noch dazu, daß die an sich schönen Oberflächendetails am Mittelstück, das auch für die anderen "Essex"-Träger verwendet wird, deutlich schwächer ausgeprägt waren als an den Tico-spezifischen Endstücken. Das Artwox-Deck hat das natürlich ausgebügelt, hatte aber die gleichen Trennstellen :bang:

Für die Fangseile nehme ich den gleichen Elastikfaden wie für die Takelung, es gibt m.E. nichts besseres.
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

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7

Sonntag, 8. Januar 2017, 19:16

Hallo Albrecht,

ein sehr schönes Modell und interessante Ausführungen zu der Farbgebung der Flugzeuge :ok:

8

Mittwoch, 28. Juni 2017, 19:46

Gratuliere!

Wunderschönes Modell !

Hofi

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