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Sonntag, 11. September 2016, 21:19

Farbton für Fahrzeuge: Revell 46 oder 65 als NATO-oliv-allround?

Hallo zusammen,
ich habe mich in diesem Forum angemeldet, weil ich mit der Farbgebung für Militärfahrzeuge nicht mehr durchblicke, siehe Details.

Ich hatte bis jetzt für einfache Umlackierungen immer gerne die Emailfarbe 46 von Revell benutzt. Die nennt sich "NATO-oliv" und schien mir immer ganz passend zu sein. Ich hab sie mit Pinsel aufgetragen (z.B. auch aktuell bei einem 1:50 Siku Zetros-Lkw, ich wollte einfach in der Art einen Militär-Lkw haben) und habe dabei sogar ganz gute Ergebnisse erzielt.
Nun habe ich im Internet Bilder gesehen von Bundeswehrfahrzeugen und auch die Bauanleitungen entsprechender Revell-Modelle gelesen, da wird als Grundton immer das deutlich grünere 65 verwendet, sieht man auch auf den Bildern meistens - nur die Feldjäger-Fahrzeuge sehen eher wie mein "46" aus...
Laut Beschreibungen entspricht das Revell 46 dem RAL 7013 und wird nur vom österreichischen Militär verwendet.
...warum heißt das nun NATO-oliv? Wird es doch irgendwo verwendet?
...meine Modelle sollen keinem speziellen Original entsprechen, sondern einfach nur "militärisch", wäre das 46 da dann doch geeignet?
Ich bin aktuell am zweifeln und weiß nicht so recht, was gut wäre. Das 46 schaut eigentlich prima aus, das 65 eher zu grün, aber wenigstens halbwegs original soll wenigstens die Farbe sein...

Gleiches Problem mit "wüstentarn" - so wie US-Fahrzeuge das teilweise haben. Bei den Bauanleitungen gibt es z.B. ein Mehrfarbtarnmuster (Dingo z.B.), da ist SM 314 die Basis (sand-beige oder so). Entspräche das der einfarbigen Lackierung der US-Fahrzeuge für die Wüste oder ist es noch ein anderer Farbton?

Danke für die Unterstützung! :-)

2

Mittwoch, 14. September 2016, 16:49

...zu den "sand"farbenen Fahrzeugen:

Ich lese z.B. in zwei verschiedenen Bauanleitungen von Revell (beides laut Abbildung sandfarben: Panzer und ATF), dass die entsprechende Basis-Farbe einmal das Beige (SM 314) ist und einmal das Ocker (matt 88 ).

Die Farben sind im Original aber nun doch recht unterschiedlich, was mache ich nun? Das Beige scheint noch eher hinzukommen als das dunklere Ocker...






der Vergleich mit entsprechend gefärbter Kleidung (BW-Hose oliv und BW-Jacke) bringt mir auch keine wirkliche Erkenntnis:




3

Mittwoch, 14. September 2016, 18:51

Hi! Die Firma Revell steht nicht gerade für authentische Farbtöne, besonders nicht im Militärbereich. So weit ich weiss nennt sich die aktuelle Grundfarbe der BW-Tarnung "Bronzegrün", das gibt's von anderen Herstellern wie Vallejo, AK Interactive usw. oder gar Tamiya (NATO-Green). Du musst auch bedenken, dass Farben durchaus voneinander abweichen können, sei es durch Verwitterung oder nur ob der Tatsache, dass nicht alle Farben vom selben Hersteller stammen. Es gibt also nicht DIE einzig richtige Farbe! ;)

Hier mal zwei Beispiele zu entsprechenden BW-Farbsets von AK Interactive:

http://ak-interactive.com/v2/?product=bu…mouflage-colors

http://ak-interactive.com/v2/?product=nato-colors-set

Beiträge: 1 439

Realname: Jochen Große-Katthöfer

Wohnort: Gladbeck

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4

Mittwoch, 14. September 2016, 18:53

Mahlzeit!

Als ich bei Firma Y-Tours (wir buchen, sie fluchen) engagiert war, das war während der Umstellung von Oliv über Alles auf Dreifarb-Formauflösung, habe ich mal direkt Revell 46 mit dem Staffelkübel und anderen Fahrzeugen (der Rekord vom Oberst!) verglichen und fand die Farbe gut, vieleicht etwas dunkel, aber da waren die Unterschiede zwischen den einzelnen Fahrzeugen und auch zwischen geschützten und nicht geschützten Bereichen am einzelnen Fahrzeug größer.
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

5

Mittwoch, 14. September 2016, 19:15

Danke für den Beitrag!

Die Aussage hilft mir durchaus schon - das Revell 46 sieht für mich einfach militärischer aus als das "Wiesen"-Grün 65...

Das 46 scheint mir auch einen Tick zu dunkel, aber notfalls ginge es wahrscheinlich eher als das zu leuchtende 65...

6

Mittwoch, 14. September 2016, 21:16

Oh, da war ja noch ein Beitrag darüber - ich bin mir ziemlich sicher, dass der erst später aufgetaucht ist ;-)

Auch dafür danke - und zum Thema: mal angenommen, ich bleibe jetzt bei den Farben, die ich schon habe, was würdet ihr denken, wäre das dunklere 46 besser oder das grünere 65 oder muss ich mischen? Und bei der Sandfarbe, tut es da die 314 (wie teilweise auch direkt für Modelle angegeben)? Danke für Meinungen, gerne auch subjektiv und spontan :-)

7

Mittwoch, 14. September 2016, 22:19

Hallo peter 581!

Willkommen in den Untiefen des Farbenkrieges... Der Farbton 46 nennt sich NATO-oliv, stimmt aber nicht mir dem alten Olivgrün der Bundeswehr-Fahrzeuge überein. Die waren, soweit ich weiß, in RAL 6003 lackiert, und der Ton nennt sich "Gelboliv". In der Revell-Farbpalette ist das 42, welcher deutlich heller ist als 46. Wenn ich mich richtig erinnere, dann waren die Fahrzeuge der US-Armee in 46 lackiert.
Wie 08154711 aber bereits angemerkt hat, gibt es wohl nicht DEN Farbton schlechthin, also ist ebendiese Frage nach dem "richtigen" Farbton Gegenstand des Farbkrieges, denn seit ewigen Zeiten wird darüber kontrovers diskutiert, welcher Farbton nun der richtige ist. Farben bleichen aus, aber ungleichmäßig, so daß ein und dasselbe Fahrzeug an verschiedenen Stellen ganz unterschiedlich aussehen kann, obgleich es an einem Tag komplett mit Farbe(n) desselben Herstellers aus derselben Charge lackiert worden ist. Ich selbst habe Fahrzeuge im Drei-Farb-Sichtschutz gesehen, da war das Bronzegrün so ausgeblichen, daß es türkisfarben aussah, und das Teerschwarz wirkte, als wäre es mit Wasserfarben aufgetragen worden.
Der Farbton 65 hat nicht viel mit NATO-oliv zu tun (außer vielleicht dahingehend, daß Fahrzeuge der NATO damit lackiert sind). Er entspricht RAL 6031, welcher "Bronzegrün" heißt und Teil des aktuellen Drei-Farb-Sichtschutzes ist, zu dem noch RAL 8027 (Lederbraun, entspricht Farbton 84 von Revell) und RAL 9021 (Teerschwarz, entspricht Farbton 6 von Revell) gehören.
Ein Fahrzeug zu photographieren, ist auch keine Hilfe, weil je nach Sonneneinstrahlung erhebliche Unterschiede im Farbeindruck möglich sind. Alte, mit Film aufgenommene Photos variieren je nach Filmtyp und -empfindlichkeit; noch dazu gab es bereits im Zweiten Weltkrieg trotz Farbkarten Abweichungen zwischen den verschiedenen Herstellern desselben Farbtons. Wenn dann auch noch ein Schmutzschleier auf dem Fahrzeug liegt, wird die genaue Zuordnung zu einer ganz schwierigen Sache.
Ein kurzer Nachtrag noch zum Bronzegrün: Soweit ich weiß, wurde die Umstellung vom Gelboliv zum Drei-Farb-Sichtschutz in den späten 80er Jahren umgesetzt. Dabei wurden aber nicht gleich alle Fahrzeuge neu lackiert, bisweilen wurde vorerst nur die Grundfarbe des neuen Anstriches aufgetragen, und das ist Bronzegrün. Das in einem Beitrag erwähnte Stabsfahrzeug Opel Rekord ist ein solcher Fall, ja in der Regel wurden die nur so lackiert, sprich es folgten später nicht auch noch Lederbraun und Teerschwarz. Ich habe aber zu meiner Zeit auch viele bronzegrüne Unimogs, Iltisse, Fünftonner und sogar Panzerfahrzeuge gesehen.

Viele Grüße!


Charlie

8

Mittwoch, 14. September 2016, 22:46

Oh, da war ja noch ein Beitrag darüber - ich bin mir ziemlich sicher, dass der erst später aufgetaucht ist ;-)

Auch dafür danke - und zum Thema: mal angenommen, ich bleibe jetzt bei den Farben, die ich schon habe, was würdet ihr denken, wäre das dunklere 46 besser oder das grünere 65 oder muss ich mischen? Und bei der Sandfarbe, tut es da die 314 (wie teilweise auch direkt für Modelle angegeben)? Danke für Meinungen, gerne auch subjektiv und spontan :-)
Du könntest das 314 ein wenig mit dem 88 abdunkeln, das käme dem Original etwas näher. Mischen lässt sich nun mal nicht immer vermeiden. Ob 46 oder 65 hängt davon ab, aus welchem Zeitrahmen das entsprechende Fahrzeug stammt, wie Charlie bereits sagte. Bei Dreifarbtarnung auf jeden Fall eher 65 als 46.

9

Donnerstag, 15. September 2016, 09:40

Komplizierte Sache... :D

Also das betreffende Fahrzeug ist ja ein Mercedes Zetros, der erst neu auf dem Markt ist, es geht also schon eher in Richtung "modern".

Prinzipiell muss es auch nicht "Bundeswehr" sein, sondern... wie kann man es beschreiben: wenn man z.B. in Filmen Militärfahrzeuge sieht, z.B. in der USA, dann sind die häufig einfach so militär-oliv-grün, da sieht man sofort "ah, Militär". In der Richtung würde mir genügen. Wenn es bei "modern" und einfarbig eher in Richtung Bronzegrün 65 geht, würde ich das mal versuchen - oder beide mischen?



Bei der Sandfarbe: da gibt es von Revell bei 4 verschiedenen Modellen verschiedene Empfehlungen:

(2x) 50% beige 314 + 50% farblos matt 2,

(1x) 70% beige 314 + 30% beige matt 89,

(1x) Ocker matt 88 (-> doch zu dunkel)-



Mit dem Mischen: wenn ich mischen würde, wie kann ich das praktisch angehen, wenn ich als Quelle für Material/Farben hauptsächlich die Spielzeugabteilung von Müller in Reichweite habe - leere Revelldöschen scheint es so nicht zu geben, als dass man mit einer kleinen Spritze das richtige Verhältnis abmessen kann und das ganze dann trotzdem ein Weilchen aufheben kann, ohne dass es sofort eintrocknet. Gibt es da Tipps?

Danke!! :ok:

10

Donnerstag, 15. September 2016, 14:34

Es gibt kleine Dosierpipetten und auch Mischgläser für solche Fälle, die kriegst du bei deinem lokalen Einzelhändler aber wahrscheinlich nicht. Sowas könntest du z. B. bei Amazon bestellen. Die erste Mischung ist ja mal Käse, damit machst du die Farbe nur matt, der zweite Vorschlag kommt dem Original schon näher.

11

Donnerstag, 15. September 2016, 16:54

Vielleicht würden sogar einfache Einwegspritzen aus der Apotheke gehen, und dann nur kleine Mengen anmischen...

Farbvorschläge: so vom optischen scheint mir die Mischung aus den 2 Beigetönen tatsächlich am besten hinzukommen, das ist vom Dingo 2 GE A3.3 "Afghanistan 2012"...

Danke nochmals für die Unterstützung bis hierher! :-)

12

Donnerstag, 15. September 2016, 17:05

Keine Ursache! :ok: Einwegspritzen gehen natürlich auch, die hinterher wieder sauber zu bekommen ist allerdings ein Krampf. Besser man hat gleich einen grösseren Vorrat auf Lager.

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