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121

Freitag, 25. August 2017, 13:29

Hi Chris,

nein, so sah es in der Tat nicht aus, aber netter versuch :abhau:

Das genau Bild überlasse ich aber deiner Vorstellungskraft. Amüsant ist es ja mit Sicherheit ;-)

Grüße,

Dany

122

Freitag, 25. August 2017, 14:23

Moin,

Es gibt auch Polysheetstreifen in ganz dünnen Abmessungen (weiß gerade die Milimeterangaben nicht, aber absolut filigran)
ich habe bei meiner englischen Französin z.b. 0,26x0,58mm Polysheet genommen (siehe hier).

(die Ecken kann man richtig eckig bekommen [...])

Ich persönlich hatte beim Biegen/Knicken der Polystreifen Probleme, das sie an der Knickstelle gebrochen sind. Mit vier Teilen um deinen Knecht herum geklebt und die Ecken gerundet sollte es aber gehen. Oder Chris verrät wie man sowas bruchfrei biegt :nixweis:

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


123

Freitag, 25. August 2017, 15:38

Hallo Dany,

die dünnsten Profile die ich gehen habe sind 0,3 x 0,3mm. HIER
Hab ich auch gekauft, aber dass ist schon verdammt klein.

Schöne Grüße
Steffen
Schönen Gruß, Steffen

Im Bau: Le Glorieux 1:150 von Heller
Fertig: HMS Beagle 1:96, Gorch Fock 1:253, HMS Victory 1:225, Cutty Sark 1:350
Nach dem Modell ist vor dem Modell: USS Constitution 1:96 von Revell, in Warteposition.


124

Freitag, 25. August 2017, 18:33

Zitat

Oder Chris verrät wie man sowas bruchfrei biegt :nixweis:
Ich habe niiiieee gesagt, dass ich das bruchfrei hinbekomme. ich habe leeeediglich gesagt, das die Ecken eckig werden ;) ...
Bei mir sind die Knicke auch regelmäßig gebrochen, ich kenne das also auch. Aber da ich das Sheet um den Knecht herum festgeklebt hatte, war das nicht weiter tragisch: Auf die Bruchstellen habe ich mit einem Zahnstocher vorsichtig flüssigen Sekundenkleber draufgetupft und nach dem Abbinden noch mit einer Feile geglättet. That's it.. Nahtlos Umläufe bekommt man übrigens ganz gut hin, wenn man "trocken" (ohne Klebstoff) überlappen lässt und dann beide übereinanderliegenden Ende mit dem Skalpell in einem Schnitt durchtrennt. Meist passt es noch nicht ganz, aber mit ein wenig Nacharbeiten und Sekundenkleber kriegt man das ganz gut hin. Vor allem bei Mastreifen wichtig, wo ein grober Stoß optisch unschön ist. Ging bei mir eigentlich recht gut...

Schöne Grüße

Chris :ahoi:
"Go and tell Lord Grenville that the tide is on the turn. It's time to haul the anchor up and leave the land astern. We'll be gone before the dawn returns. Like voices on the wind..." (A. S.)

"Mayflower"

"La Santissima Madre"



125

Freitag, 25. August 2017, 18:47

Hallo zusammen,

War im Modellbauladen und habe als dünnstes 0,5x0,5 mm dort bekommen können. Damit werde ich es jetzt probieren. Mal sehen was das gibt.

@Ingo und Steffen: Danke trotzdem für eure Links! Vielleicht brauche ich sie ja noch in der Zukunft.

@Steffen: schön dich auch hier im BB zu wissen.

@Chris: könntest du deinem Text ein erklärendes Bild hinzufügen. Also das mit den überlappenden Enden. So ganz steige ich diesmal durch deine Erklärung nicht durch.

Grüße
Dany

126

Freitag, 25. August 2017, 20:04

Ein Bild habe ich zwar keines (sind ja wech...), aber es ist ganz einfach: Du möchtest z.B. einen Mastreif herstellen: Dann legst Du den Sheetstreifen zunächst u-förmig um den Mast. Du fixierst ihn mit Sekundenkleber schon mal dort, wo das u unten den Bogen hat. Dann legst Du die beiden Enden weiter um den Mast und längst mit etwas Überstand (ganz wenig, so 1-2mm) beide Enden ab. Dann legst Du beide überstehenden Enden eng übereinander und schneidest sie mit einem Skalpell dann gemeinsam durch. Dadurch werden sie schon relativ passend in der Länge geschnitten, so dass sie fast von der Länge her einen kompletten umlaufenden Ring bilden können. Meist ist das obenliegende Sheetende dabei noch etwas zu lang, dass schneidest Du nochmal ganz leicht mit einem sekrechten Schnitt zurecht. Wenn Du nun beide Enden auf den Mast klebst, fügen sie sich fast nahtlos zusammen, da sie ja nahezu die exakte Länge haben. Die Nahtstelle, dort, wo sie aufeinanderstossen, sicherst Du nochmal mit ganz wenig Sekundenkleber und säuberst sie mit einer Feile leicht nach. Einfach mal ausprobieren. Erklärt sich dann schon von allein. :ok:

Ist es jetzt deutlicher geworden?

Schöne Grüße

Chris :ahoi:
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127

Freitag, 25. August 2017, 20:12

Hi Chris,

Danke. Wer es jetzt nicht versteht, dem ist nicht mehr zu helfen.

Schönen Abend!

Dany

128

Dienstag, 5. September 2017, 21:34

Schönen Abend zusammen,

Im letzten Update beschäftigte ich ich dem Bau eines Ankerspills und dem Prototypen eines Fallenknechts. Das Ankerspill hat mitterweile seine Farbe bekommen, dazu aber später mehr.
Machen wir erstmal mit dem Knecht weiter. Hier hattet ihr (ich ja eigentlich vorher schon selbst) angemerkt, dass die Messingbänder zu dick sind. Als Alternative wurden dünne Polysheet-Streifen vorgeschlagen, die ich um die Knechte "wickeln" sollte. Ich bin dann - wie schon geschrieben - losgelaufen und habe beim örtlichen Modellbauladen als dünnste Streifen die 0,5x0,5mm Profile gefunden. Da diese ja unwesentlich dünner, nämlich nur 0,1mm, wären als das von mir beim Prototypen genutze Messingband, habe ich Nuten in die Knechte geschliffen/geschnitzt und die Polystreifen dort eingelassen. Bei den Scheiben habe ich nochmal die von Chris vorgeschlagene Moropegarn-Sägemethode ausprobiert. Dieses Mal habe ich dann nicht den Zahn-Schraubstock genutzt, sondern meine Heling dafür genutzt. Was soll ich sagen?! Es hat geklappt.

Im Rohzustand sah mein Knecht ( :!! ) nun so aus:



Das Ergebnis gefiel mir ganz gut, so habe ich noch einen zweiten, etwas kleineren Knecht für den Fockmast hergestellt, beide lackiert und geöldraket.



Dann habe ich heute noch einen Ankerbeting hergestellt.



Für die Knie habe ich 1mm Polysheet genommen und für den Rest 2x2mm Polyprofile. Die Knie habe ich jeweils aus 2 Stücken zusammengesetzt, so dass diese nachher 2mm dick sind, gespachtelt und verschliffen.





Muss jetzt noch lackiert werden, aber ich wollte den Ankerbeting schon mal zeigen.

Da ich nun erstmal alle Teile quasi fertig habe, habe ich mal eine Stellprobe auf Deck gemacht, um zu sehen wo die Teile Platz finden sollen. Was haltet ihr von dieser Positionierung?







Macht das so Sinn? oder bekomme ich Probleme beim "Verlegen" der Ankerkabel? Das große Loch bugwärts ist für den Fuß des Fockmastes - ja, der läuft tatsächlich durch das Vorderkastell bis auf das Hauptdeck. Das kleine Loch neben der Beting ist für den Fuß des Bugspriets.

Dann habe ich noch 2 weitere Positionierungsprobleme:
1. Das Beiboot. Wo stelle ich das bloß hin?
2. Der Fallenknecht des Fockmastes. Den kann ich eigentlich nur auf dem Vorderkastell direkt neben dem Fockmast platzieren quasi den Mastbeting - anders als gepant - vor den Mast und den Fallenknecht hinter den Mast. Normalerweise ist der ja ein Deck weiter unten und die Kardeele laufen durch eine Gräting. Hier ist aber keine Gräting vorgesehen.

So viel erstmal von mir. Ungeplanterweise bin ich doch nicht diese Woche, sondern erst nächste Woche unterwegs, so dass ich doch Zeit zum Bauen finden kann. Dann werde ich mich jetzt mal um die Anker selbst sowie die Fertigstellung der Ankerbeting und des Spills kümmern.

Grüße

Dany

129

Sonntag, 17. September 2017, 20:48

Schönen Abend zusammen,

mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Ich komme zur Zeit weiterhin nur selten und kurz in die Werft, aber ich darf vermelden: Das Kapitel Anker ist abgeschlossen! :tanz:

Ich bin die letzte Woche auf Dienstreise gewesen und habe mir die zwei Anker mitgenommen. Diese hatte ich zuvor lackiert und konnte sie dann auf der Dienstreise abends im Hotel mit Details versehen. Sie haben Taubänder am Ankerstock erhalten und die Ankerringe wurden gekleidet. Bei zweiterem bin ich mir nicht sicher, ob das so korrekt ist, aber ich finde, dass das ein schönes Detail ist.

Hier sind die zwei im noch nicht eingbauten Zustand



Dann habe ich gestern für Sicherung der Ankerkabel Augbolzen aus 0,3 mm Messingdraht hergestellt und noch 2 (bzw. 4) Haken für die Kranklampen und dann über Nacht in das Brüniermittel gelegt. 4? Ja die ersten zwei sind zu klein ausgefallen, diese konnte ich nicht in die Ankerringe einhängen.



Heute habe ich dann alles an seinen Platz gebracht, die Ankerkabel um das Spill gewickelt, an das Ankerbeting geschlagen, gesichert und die Anker angebunden. Dann habe ich die Haken für die Kranklampen angebunden, die 4-Kant Hölzer angebracht und die Haken in die Anker eingehängt.

Das Spill, Ankerbeting und die Sicherung des Ankerkabels







Und die Anker.
Anker auf Backbord



Und Steuerbord





Als nächstes werde ich dann jetzt die Schotts und Decks einsetzen.

Soviel erstmal von mir.

Einen schönen Sonntag Abend!

Grüße,

Dany

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130

Montag, 18. September 2017, 00:18

In dem kleinen Maßstab die Ankerringe bekleiden,
alle Achtung :respekt:
Keine Frage ist so dumm wie die Antwort, die ich darauf geben könnte...

der Franz :abhau:


im Bau: Segelboot 1:35




131

Dienstag, 3. Oktober 2017, 21:08

Hallo zusammen,

@Franz: Danke für dein Lob!

Hier geht es langsam aber stetig vorwärts.
Nachdem ich mit den Ankern fertig war, habe ich mich um das Ruder gekümmert. Das Ruder kam an seinen Platz und hat seine Ketten als Sorgleinen bekommen.



Als nächstes habe ich dann die Schotts und Decks eingesetzt. Das war doch schwieriger als erwartet, da durch die Form des Schanzkleides ich dieses öfter mal aufdrücken musste. Dabei kam es wie es kommen musste und einige Klebestellen gaben nach. :motz: Das muss ich dann noch nacharbeiten. Aber das war leider nicht alles: Die Passgenauigkeit war ... naja sagen wir bescheiden. Einige Decks musste ich wieder rausfriemeln und nachschleifen. War ja nicht schon schwer genug die Dinger reinzuprügeln. Vielen Dank dafür! :!!
Nach dem Kraftakt, sitzt jetzt endlich alles. Die Geländer wurden auch lackiert und angebracht.

Ein Blick auf und in das Vorerkastell




Je nach Winkel sieht man sogar noch den Ankerbeting sowie die Sicherungszurring des Ankerkabel :whistling:

Und ein Blick vom Vorderkastell nach achtern



Bevor ich nun das Deck zustelle, habe ich mich mit den Kanonen beschäftigt. Hier habe ich, nach der Lackierung, für die Takelung einen Prototypen hergestellt. Prototyp? Ja, das hat 2 Gründe: 1. Ich hab das noch nie gemacht, mit mehr Freiraum übt es sich doch leichter und 2. irgendwie hatte ich von vornherein das Gefühl, die Blöcke sind zu groß.
Auf Rückholtakel habe ich absichtlich verzichtet und erstmal nur die Seitentakel und das Brooktau dargestellt. Für die Blöcke habe ich 2mm Krick Blöcke genommen und diese noch etwas kleiner und dünner geschliffen.







Jetzt brauche ich mal eure Meinung dazu. Haut das so hin? Täuscht mich mein Gefühl nicht und die Blöcke sind viel zu groß?

Einen schönen Sonntag Abend,

Dany

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132

Dienstag, 3. Oktober 2017, 22:10

In diesem Maßstab wirst Du keine passenden Blöcke
bekommen, aber oft genügt das Tau mit einem Klebe-
Kügelchen und etwas Farbe, sieht meist recht gut aus.
Die Blöcke sind defiinitiv zu groß.
Keine Frage ist so dumm wie die Antwort, die ich darauf geben könnte...

der Franz :abhau:


im Bau: Segelboot 1:35




133

Montag, 9. Oktober 2017, 11:43

Hallo zusammen,

@Franz: Danke für deine Meinung. Ich habe mich schlussendlich auch gegen die Blöcke entschieden, dazu aber mehr, wenn die Kanonen und ihre Takelage fertig sind.

Die letzten Tage habe ich mich nun damit beschäftigt die Decksaufbauten auf den Rumpf zu bringen: Fallenknechte für Fock- und Großmast und ebenso Mastbetinge für die beiden Masten.
Zuerst habe ich allerdings Kreuzhölzer hergestellt, wie immer aus Poly, diese waren nämlich im Bausatz nicht vorgesehen. Gucke ich in Mondfelds Takelplan, sehe ich dort pro Seite 4 Kreuzhölzer: Fockhalsen, Großhalsen, Fockschoten und Großunterbrassen.



Dem aufmerksamen Leser/Zuschauer wird jetzt auffallen, dass dies nur 6 Kreuzhölzer sind, ich vorher aber von 8 sprach. Richtig! Laut Mondfeld wurden die Großhalsen gerne mal an großen Kreuzhölzern belegt. Daher habe ich für die Großhalsen auch große Kreuzhölzer hergestellt, ebenfalls aus Poly. Ob das nun historisch korrekt ist oder nicht, weiß ich nicht, allerdings fand ich es eine nette Abwechslung.



Alle Kreuzhölzer sowie Knechte, Betinge und Leitern haben nun auf Deck oder am Schanzkleid ihren Platz gefunden. Kleine Farbausbesserungen folgen noch.







Als nächstes beschäftige ich mich nun - wie schon angekündigt - mit den Kanonen sowie deren Takelung. Sobald diese auf ihrem Platz sind, folgen Bilder und dann habe ich das Kapitel Rumpf auch abgeschlossen und kann mich eine Etage höher begeben.

Kritik und Meinungen sind wie immer sehr gerne willkommen.

Bis dahin

Dany

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134

Montag, 9. Oktober 2017, 12:53

Sauber gebaut, wirklich gelungen :ok:
Keine Frage ist so dumm wie die Antwort, die ich darauf geben könnte...

der Franz :abhau:


im Bau: Segelboot 1:35




135

Montag, 9. Oktober 2017, 15:33

Finde ich echt super, wie sehr Du Dich in die Details reinfräst :ok: . Und die Kreuzhölzer in der Größe sind ja wohl mal der Hit! Sehr schön!! :respekt: :thumbsup:

Schöne Grüße

Chris :ahoi:
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136

Donnerstag, 12. Oktober 2017, 16:17

Hallo zusammen,

Franz und Chris: Danke für euer Lob!

Wie im letzten Update angekündigt, ging es weiter mit den Kanonen. Diese haben jetzt ihren Platz gefunden und sind getakelt.
Hierbei habe ich lediglich die Brooktaue und die Kanonentakel dargestellt. Auf die Rückholtakel habe ich verzichtet.
In einem der vorherigen Updates hatte ich euch ja einen Prototypen vorgestellt und schon angemerkt, dass ich die Blöcke zu groß fand. Auch Franz bestätigte mir dies. Somit habe ich nun auf Blöcke ganz verzichtet, aber seht selbst.

Die Kanonen Steuerbord:





Und Backbord:





Ich selbst bin ja eigentlich nicht so ein Freund von Kompromissen und Minimallösungen - heißt faken -, aber in diesem Maßstab war es einfach nicht anders darzustellen. Also versteht mich nicht falsch, andere können das sehr gerne und auch sehr gut machen, aber das gehört einfach nicht zu meinen Fähigkeiten. Bin nicht so der gute Faker :S
Aber mein Kompromis bei der Kanonentakelage gefällt mir ganz gut.
Die Kanoen sollen eigentlich noch ihre Schildzapfengurte bekommen, aber ich bin temporär 9 fingrig unterwegs und da fehlt es mir - im wahrsten Sinne des Wortes - an Fingerspitzengefühl. :bang: Auch die Kanonentakel müssen noch final befestigt werden sowie Taurollen bekommen.
Sobald mein Finger wieder ganz ist, geht's weiter.

In den vergangenen Tagen beschäftigte ich mich schon mal mit den Masten, daher auch die temporäre 9-Fingrigkeit. Was lernt man schon als Kind: Immer von sich weg schnitzen :!!

So viel erstmal von mir.

Grüße
Dany

Beiträge: 2 469

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137

Donnerstag, 12. Oktober 2017, 17:47

Manche Maßstäbe zwingen Einen zur Vereinfachung, man kann
in 1:100 eben nicht alles so darstellen wie in 1:50.
Ich finde es sieht gut so aus... :ok:
Keine Frage ist so dumm wie die Antwort, die ich darauf geben könnte...

der Franz :abhau:


im Bau: Segelboot 1:35




138

Freitag, 13. Oktober 2017, 07:29

Hallo Dany,

ich finde es gut die Blöcke wegzulassen, die waren wirklich zu groß, dein Kompromiss sieht doch cool aus :thumbup:
Allerdings würde ich versuchen die Rückholtakel darzustellen, in 1:100 geht das doch :D .



Schönen Gruß, Steffen

Im Bau: Le Glorieux 1:150 von Heller
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Nach dem Modell ist vor dem Modell: USS Constitution 1:96 von Revell, in Warteposition.


139

Freitag, 13. Oktober 2017, 10:24

Moin Franz, moin Steffen,

danke für euer Lob! :hand:
Natürlich weiß ich, dass man in 1:100 nicht jedes Detail darstellen kann. Es ist wohl eher ein Problem, was ich mit mir selbst habe, dass für mein Vorhaben der Maßstab einfach nicht passt. Was mir persönlich mehr zusagt, ist es so wie Johann zu machen. Möglichst alles echt darstellen. Dass mir die Fähigkeiten und Fertigkeiten eines Johanns fehlen, das steht außer Frage.

Wie dem auch sei. Hier kann ich sehr gut mit dem Kompromiss leben.

Zu den Rückholtakeln: Die Lafetten sind jetzt schon fest und ich müsste sie abreißen, damit ich dort nochmal Löcher für die Augbolzen bohren könnte. Denke daher muss ich sie jetzt so lassen. Aber der Gedanke ist jetzt schon im Kopf. Sollte ich ihn nicht loswerden...
Aber generell eine Frage: Bei den Lafetten handelt es sich um 1-achsige Lafetten, die hinten aufliegen. Bei 2-Achsigen ist mir klar, wie die bewegt werden. Hinterlader sind die Kanonen auch nicht, oder? Kann mir das wer erklären?

Grüße,

Dany

140

Freitag, 13. Oktober 2017, 20:09

WIe einachsige Kanonen bewegt werden ist eigentlich bei den meisten Feldgeschützen klar ... da gings einachsig über Stock und Stein ... ebenso wie die Ausrichtung.
So sehr unterschied sich damals Festungs- und Schiffsartillerie nicht.
Auf dem glatten Deck waren die kleinen Räder mehr als genug.
Ich könnte mir vorstellen, daß sie aber das Deck so verschrammten, daß recht bald jemand drauf kam und eine weitere Achse ranschraubte.
Ein ständiger Weiterentwicklungsprozess, der nie wirklich aufhörte ... bis heute.

Beispiele zu diesem Kanonentyp finden sich aber recht selten ... bei Mondfeld wird sie als Demi-Culverine gezeichnet und bezeichnet.

Was ich mich allen Ernstes frage ist ob diese frühen Entwicklungsstufen schon eine solch ausgefeilte Geschütztakelung hatten ... oder ob das nicht noch etwas einfacher gehalten war ?
Denn mit nur einer Achse rollten sie deutlich schlechter als die späteren zweiachsigen.
Und die noch späteren Entwiclungen wie Carronaden auf Holzschlitten ( fast eine Rückentwicklung ) haben ja wieder eine etwas einfachere Takelung ... eben weil sie nicht mehr rollen.
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

"When all else fails ... Read the instructions" ( LINDBERG 1965 )

Youth, talent, hard work, and enthusiasm are no match for old age and treachery !
( In memoriam Prof. John A. Tilley, † 20.07.2017 )

141

Freitag, 13. Oktober 2017, 22:41

Ich denke hier sowieso, dass die Konstruktionsabteilung hier historisch
ein vaux pas unterlaufen ist. Ich halte diesen Geschütztyp auf einem
Handelsschiff nicht für korrekt und ebensowenig, was die Epoche
betrifft. Damals wurden m. W. zumeist kleinkalibrige
Hinterladergeschütze in Blocklafetten "verwendet" )meist wurden sie das
ja noch nicht mal oder oft genug nur, um den Flottenverband im dichten
Nebel wiederzufinden o. ä. (ohne Scheiß! ), zum Einsatz im Gefecht wohl
eher selten. Okay, zur Verteidigung gegen irgendwelche Feinde,
Abschreckung von Eingeborenen usw., aber da dürften es auch eher wenige
abgegebene Schüsse gewesen sein (kann man z. B. nachlesen in z. T. auf
Zeitzeugen fußenden Büchern bezüglich Magellan, Kolumbus u. ä.) Optisch
dürften sie eher so
ausgesehen haben, aber wirklich sehr klein, Rohrlänge dürfte so pi mal
Daumen zwischen 1,20 und 1,50m gelegen haben, es waren eben eher
Kammer-"büchsen" mit durch aufgeschrumpfte Eisenringe aus horizontalen
Eisenstreifen zusammengesetzten Rohren und Hinterladerfunktion, bei
denen bereits fertig vorbereitete Ladungen durch herausnehmbare
"Schubladen" (Kammern) in die Blocklafette eingesetzt werden konnten,
was damals echt schon "High-end" gewesen sein dürfte zumindest aber
technologisch so hochmodern wie unsere heutigen "Nespresso"-maschinen
mit Einwegkaffeekapseln- nur eben zum Schießen natürlich. Und: Damals
schon zumindest recyclebar!! ;) :thumbsup:

Schöne Grüße

Chris :ahoi:
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142

Samstag, 14. Oktober 2017, 07:46

Hallo Dany

Ich kann mich Chris anschliessen, mehr als Kammerbüchsen waren da nicht an Bord, diese Geschütze hatten mehrere Eisenringe zur Takelung angebracht, vermutlich aber eher nur für Brooktaue, das ganze Handling lief über Handspaken ab, ich habe nirgends etwas von Vor- und Rückholtakeln gefunden.

LG
Sergio
Im Bau: AVALON
In Planung : Englische Galeone HMS Revenge 1577

143

Samstag, 14. Oktober 2017, 12:20

Hallo Markus, Chris, Sergio,

Danke für die klärenden und spannenden Erklärungen!

Da die Kanonen offensichtlich sowieso historisch nicht korrekt sind, wenn überhaupt eine einfache aber keinesfalls eine kompliziertere Takelage an den Kanonen war, werde ich die Takelage so lassen, bevor ich unnötigerweise noch mehr runterreiße als beabsichtigt. Selbst wenn ich die Takelage anpasse und nur auf die Brooktaue beschränken würde, hätte ich nach wie vor nicht die von Chris gezeigten Kammerbüchsen. Die wären z.B. viel zu groß. Die im Bausatz sind nicht mal 20 mm lang. Somit muss ich jetzt also damit leben. Zwar nicht korrekt, aber sieht trotzdem ok aus, wie ich finde.

Grüße
Dany

Beiträge: 2 469

Realname: Franz Holzhauser

Wohnort: Bad Hönningen

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144

Samstag, 14. Oktober 2017, 13:34

Das sieht sehr gut aus, ich würde nicht wissen/erkennen,
ob die Bummsmacher historisch korrekt sind :nixweis:
Keine Frage ist so dumm wie die Antwort, die ich darauf geben könnte...

der Franz :abhau:


im Bau: Segelboot 1:35




145

Samstag, 14. Oktober 2017, 16:38

Hi zusammen! :wink:
Nur als Nachtrag: Ich möchte jetzt hier nicht als der "historische Korinthenkacker" missverstanden werden. Aber ich pflege mit Dany seit einiger Zeit einen regen Austausch, der sein Modell begleitet. Und da er mittlerweile so richtig "Blut geleckt" hat (nicht das seiner aktuellen Schnittverletzung am Finger) und eben sehr viel Wert legt auf historische Korrektheit legt, versuche ich, seine Fragen soweit mir möglich nach meinem Wissen zu beantworten. Wollte es nur nochmal deutlich gemacht haben. Nicht, dass ich hier als "Spielverderber/Meckerziege" rüberkomme... ;) :five:

Schöne Grüße

Chris :ahoi:
"Go and tell Lord Grenville that the tide is on the turn. It's time to haul the anchor up and leave the land astern. We'll be gone before the dawn returns. Like voices on the wind..." (A. S.)

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146

Samstag, 14. Oktober 2017, 17:23

Hallo,
Ich glaube/hoffe nicht, dass das hier jemand so verstanden hat. Ich habe halt bisher relativ wenig Kenntnisse und meine Bibliothek hält sich bisher noch in Grenzen (Mondfeld und Kirsch), wird aber nach und nach aufgestockt. Daher bin ich um jeden Tipp oder Kritik dankbar. Natürlich hört man gerne, wenn man etwas gut gemacht hat, lernen tut man -finde ich- aber durch konstruktive Kritik am meisten.

Wollte nur auch meinen Senf dazu geben.

Grüße
Dany

P.S.: Blut lecken war nicht, dafür war es zu viel. Wäre mehr ein trinken gewesen. Hatte - laut Arzt - eine Ader getroffen. Meine Frau hat nicht locker gelassen, weil meine Fingerspitze einen bläulichen Ton angenommen hatte. Klingt jetzt dieser als es ist/war. Ich kann schon wieder basteln. Nur noch nichts Mini kleines.

Beiträge: 2 469

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147

Samstag, 14. Oktober 2017, 17:35

Lieber Chris, Deine Kommentare sind mit das Wertvollste,
was dieses Forum zu bieten hat. Ich lerne kaum mehr als
durch das lesen Deiner Beiträge (auch wenn ich nicht immer
alles verstehe). :ok: :prost:
Keine Frage ist so dumm wie die Antwort, die ich darauf geben könnte...

der Franz :abhau:


im Bau: Segelboot 1:35




148

Sonntag, 15. Oktober 2017, 10:45

Hallo Werfter und Werftinnen, oder wie das heißt,

neben den Kanonen und deren Takelage war ich die letzten Tage mit den Masten und Stengen beschäftigt. Daher rührte ja auch meine kurze Zwangspause, die glücklicherweise kürzer ausfiel als erwartet.

Die Masten aus dem Bausatz waren bis auf den Großunter- und Fockuntermast nicht wirklich zu gebrauchen. Sie hatten alle mehr was von Spagetthi als von Masten, also was die Flexibilität angeht zum Geschmack kann ich nicht viel sagen. So habe ich mich dann dazu entschlossen die Masten und Stenge auszutauschen gegen welche aus Holz. Hierzu nahm ich Buchenhozrundstäbe in verschiedenen Durchmessern und bearbeitete diese mit einem Hobel (Danke Chris für den Tipp, mittlerweile komme ich gut damit klar), Skalpell und Schleifpapier.

Nach der ersten Bearbeitung sehen die Rohlinge so aus:



Wie gesagt: Rohlinge. Diese werde ich noch lackieren, nachdem ich sie fertig bearbeitet und eingepasst habe.

Als nächstes habe ich Rohinge für die Stenge angefertigt (Großmars- und Fockmarsstenge). Davon habe ich jetzt leider kein Foto.
Weiter habe ich mich mit dem Eselshaupt auseinander gesetzt. Dort gab es nach meiner Recherche 2 verschiedene Formen: die flache Variante, erst englisch und dann kontinental(?) und die kontinentale Variante, die ich versucht habe darzustellen. Nach einer längeren Versuchsreihe ist es mir dann irgendwann gelungen 2 Bohrungen nah beieinander hinzubekommen ohne das Holz dabei zu spalten. Es sei hier nochmal angemerkt, dass ich weder Standbohrmaschine noch Dremel besitze und die Löcher mit der Hand bzw. dem Akkuschrauber bohren musste. Kleines Werkstück, großes Werkzeug. Ein Traum, aber es geht.
Nachdem ich die Löcher in das Werkstück gebohrt hatte, habe ich das Loch für den Großuntermasttop (richtiger Ausdruck? eckig geschliffen, so auch den Top (den Top? das Top?) und angepasst. Weiter habe ich die Großmarsstenge weiter geschliffen und geschnitzt und so den Fuß rausgearbeitet. Als alles passte, habe ich dem Eselshaupt seine Form gegeben, 2 Löcher für das Großunterrahfall gebohrt und 2 Keepen (die Rillen für das Unterrahfall) eingeschliffen.

Das Ergebnis sieht nun so aus:



Hier schön zu sehen die Keepen und die Löcher für das Fall:



Das nächste waren die Quer- und Längssalinge. Mein erster Versuch war aus einer 4x2mm Holzleiste schmalere Profile für die Salinge zu schnitzen. Hierbei scheiterte ich kläglich, nämlich mit dem Skalpell in meinem Finger. Am Tag später viel mir auf der Arbeit ein, dass ich ja noch 2x2mm Polyleisten habe und diese als Grundlage nehmen könnte. Das habe ich dann gestern auch getan.

Für den Großmast sieht das so aus:





Dann bin ich gerade dabei den Boden der Großmars auszutauschen, der Bausatzboden hat die Soldatengatts an den falschen Positionen und generell passt die Bohrung für den Untermast nicht bzw. für die Stenge ist keins vorgesehen. Foto gibt es davon, wenn sie gespachtelt, verschiffen und lackiert ist.
Außerdem mache ich mir gerade Gedanken dazu, wie ich den Mastkragen herstellen kann. Das Loch im Deck ist nämlich zu groß für meinen Mast, ca. 3mm größer im Durchmesser. Bisher bin ich allerdings immer wieder bei einer Dreh-/Drechselbank gelandet, die ich leider nicht habe. Falls also jemand eine Idee hat, gerne her damit. Versucht habe ich bisher folgendes: Rundstab im größeren Durchmesser, Loch im entsprechenden Durchmesser für den Mast bohren und außen auf den Durchmesser des Loches im Mast schnitzen. Geht zur Not auch irgendwie dauert allerdings.

So viel erstmal von mir.

Wünsche euch einen schönen sonnigen Oktobersonntag

Dany

149

Sonntag, 15. Oktober 2017, 11:17

Hallo Dany

Sehr schöne Arbeit :ok: :ok: :ok: :ok: die Masten und Stengen aus Holz anzufertigen wird sich bei der Takelage noch positiv auswirken.

Ich habe noch ein paar Bilder einer etwas grösseren Kammerbüchse gefunden, so Dinger waren nebst Bronze Kulverinen auch auf der Mary Rose 1511 im Einsatz.

Link

LG
Sergio
Im Bau: AVALON
In Planung : Englische Galeone HMS Revenge 1577

Beiträge: 2 469

Realname: Franz Holzhauser

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150

Sonntag, 15. Oktober 2017, 11:20

Sehr schön gearbeitet. Wenn Du so weiter machst hast
Du mehr Holz als Plastik an Deinem Schiff :ok:
Keine Frage ist so dumm wie die Antwort, die ich darauf geben könnte...

der Franz :abhau:


im Bau: Segelboot 1:35




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