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Freitag, 22. Juli 2016, 20:41

DIE HOOD - Sammel-Modell-Zusammenbau von hachette, Paris / AMATI, Turin; - u.a. RC-Variante

Vorbemerkungen:

Guten Tag - Modellbauer und -Modellbauerinnen,

noch ein Baubericht von ein und dem selben Hersteller/Lieferanten, wird sich so manche/r jetzt denken; kenne ich doch schon alles von den bereits hier veröffentlichten Berichten der anderen Kollegen.

Wie komme ich eigentlich dazu, so nach knapp einem Jahr, seit Beginn der Sammelserie, hier auch einen Baubericht zu starten?

Dieser Umstand ist recht schnell und einfach zu erklären. schon geraume Zeit bin ich immer mal wieder hier im "Wettringer" als Besucher aufgetaucht und habe explizit die Bauberichte zu den Sammelserien hier ein wenig verfolgt.

Natürlich auch die BB´s zum Hood-Modell. Ein Forum ist gedacht, um sich Hilfe zu holen, um Gedanken, Wissen und Erfahrungen auszutauschen. Ein Forum lebt von den Berichterstattern gleichermaßen, wie von den stillen Mitlesern, oder ironisch ausgedrückt den "Sehleuten", die Suchmaschinen verraten, hier ist ein Interessantes Thema...

Ja- um Gottes Willen, wie soll den jetzt ein weiterer Baubericht interessant werden, wenn es schon solche Berichte gibt und es sich nur um einen weiteren Sammel-Modell-Zusammenbau handelt?

Wie heißt es seit der Römerzeit so schön?! "Alle, oder viele Wege führen nach Rom...!"

Versuchen wir jetzt mal den Interpretations-Gedanken mit ins Spiel zu bringen, so müssen wir uns alle eingestehen, die hier dieses interessante Modell planen bis zum Ende als fertiges Schiffsmodell als Ziel ("Rom") vor Augen zu haben, bleibt nur noch der, oder die "VIELEN" "Weg/e" offen.

Verschiedene Weg-Beschreitungen, um an das Ziel zu gelangen, gibt es immer zu Hauf. So kann und will der Berichterstatter natürlich immer nur seinen "Weg" nach "Rom" beschreiben!

Bildlich ausgedrückt möchte ich es einmal so verfassen! Es gibt Modellbauer, die rasen mit einem Sportwagen schon seit 25 Jahren nach "Rom" und kommen auch schnell an das Ziel...

Wiederum weitere Modellbauer sind es seit 25 Jahren gewohnt, rückwärts im ersten Gang an das erstrebte Ziel zu gelangen...

Wer ist nun der bessere Modellbauer von beiden Zielmöglichkeiten, wenn Beide mit dem Zieleinlauf, wie der Wahl des Weges auch ankommen...???

Ich möchte da kein Urteil fällen müssen! Urteilen muss der, oder die jeweilige "Seh-Frau/-Mann"; und dann für sich entscheiden, welchen der vielen Wege nach "Rom" beschritten werden soll/te- da kann ich nicht helfen.

Für meine Person, kann ich mich nur mit Einbringen- mit Meinen Erfahrungen, die dann schlussendlich auch mit dazu beigetragen haben, dass es in den Bauberichten hier in den letzten Tagen zu heftigen Diskussionen kam und auch noch so ist!

Ich kann lediglich mit meinem Baubericht evtl. mit dazu beitragen, einen Weg zum erstrebten Ziel auszumachen ...

... des weiteren sind von meiner Seite auch ein paar Modifizierungen geplant, wie auch der Einbau einer RC- Antriebseinheit, wie es AMATI in der Schritt-für-Schritt-Bauanleitung( SfSB) berücksichtigt (gehört aber nicht zum Lieferumfang der Sammelserie).

Anmerken möchte ich weiter, dass ich als sogenannter "Späteinsteiger" in das Berichtwesen zum Hood-Sammelmodell nicht alle Informationen, die ich in einem anderen Forum bereits seit der Einführung das Hood-Modelles am Deutschen Markt, veröffentlicht habe, hier Eins zu Eins hinein kopiere, das ist nicht meine Art. So werde ich in gewissen Teil-Bau-Abschnitten ein paar "Rosinen" heraus picken und auch zeigen, wie beschreiben, bis ich "up to date" bin. Sollten dann von der Leserschaft Fragen aufkommen, so bin ich natürlich gerne bereit diese nach bestem Wissen zu beantworten.

Zum Thema Bilder in diesem BB zeigen: Mir liegt eine schriftliche Genehmigung der Verlag-Redaktion vor, für/ zu erklärungsbedürftigen Bauschritten, Teile der SfSB in einem anderen Forum zu verwenden! Diese Genehmigung besteht aber für dieses Forum ( Siehe bitte Regelwerk) momentan nicht!!! Somit muss ich auf Bildeinstellungen im Wettringer- Modellbauforum verzichten, bis die rechtliche Situation geklärt ist, denn ich darf nicht über Eigentumsrechte Dritter verfügen- ich bitte zunächst um Verständnis, bis ich die rechtlichen Voraussetzungen hierfür besitze!

Mein momentaner Bauzustand am Hood-Modell befindet sich bei Lieferung 9 ( Juli/2016 -Ausgaben).

Da momentan die Bug-Sektion ein relativ "heißes Eisen" in den bereits vorhandenen Bauberichten ist, werde ich mich bemühen, hier schnell auch dieses Thema in Angriff zu nehmen.

(morgen starte ich dann den eigentlichen BB)

Mit freundlichen Grüßen Thomas B

2

Freitag, 22. Juli 2016, 20:46

Das ist so sehr gut zu lesen,Thomas ;)

Spaß beiseite, bin gespannt, was Du uns präsentieren wirst, insbesondere des Bugs wegen...
Gruß, Olaf

Im Bau Zerstörer Mölders 1:100 scratch
Fertig: Hachette U96 1:48, Academy Graf Spee 1:350, VIIc 1:350

3

Freitag, 22. Juli 2016, 21:12

Thomas,


Ich sitze in der ersten Reihe.... :prost:
Grüsse aus RÜSSELSHEIM

Peter


Im Bau : Hachette U 96 1:48
Im Bau : Hachette HMS Hood Baubericht

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Freitag, 22. Juli 2016, 22:58

Vielen DANK -Olaf ( einen Wunsch hast Du ja noch frei)... grins ;-)

_________________

Peter; In der "ersten Reihe" läufst Du Gefahr eine Genickstarre davon zu tragen, deshalb sind die Preise im Kino weiter Hinten auch teurer...

wie versprochen: Morgen!

Mit freundlichem Gruß Thomas B

5

Samstag, 23. Juli 2016, 13:56

Einleitung zum Baubericht Hood- Sammelserie

Guten Tag Modell-Zusammenbau-Freunde,

um weitere Diskussionen in den anderen Bauberichten zu vermeiden, möchte ich anhand eines Bauberichtes hier meinen Weg aufzeigen, wie ich an das erstrebte Ziel -Fertigstellung einer RC-Variante, komme. Ich kann mit diesem Baubericht nur aufzeigen, welchen der vielen möglichen Wege, ich beschreite! Ein Nachbauen der aufgezeigten Möglichkeiten erfolgt auf eigenes Risiko und stellt nicht zwangsläufig die Richtigkeit im Beschriebenen vorgehen dar! Auch weiche ich beim Verarbeiten der gelieferten Materialen von der Schritt-für-Schritt-Bauanleitung (SfSB) zum teil ab, um mir einige Arbeitsschritte zu vereinfachen, mit Blick auf die Folgeaufgabenstellungen! Des weiteren bitte ich um Verständnis, dass ich jetzt nicht bis in das kleinste Detail mein Vorgehen seit Beginn der Sammelserie (Nov. 2015) bis zur heutigen Lieferung 9 (Juli 2016) hier noch einmal aufzeige. In einem anderen Forum ( mmodell) berichte ebenfalls über das Bauprojekt -HOOD in einem Gemeinschaftsbaubericht) Auch bin ich kein Freund von einfachem kopieren der Bauberichte, da die Klientel der Leserschaft unterschiedlich ist. Die meisten User eines Forum sind von Natur aus sowieso in mehreren Foren aktiv, oder passiv und lesen, soweit möglich! daher habe ich auch keine Skrupel hier auch das Nachbarforum zu nennen. Sollten Fragen zu meinem Vorgehen der gezeigten und beschriebenen Arbeitsweise aufkommen, so bin ich natürlich sehr gerne bereit diese auch nach meinen Möglichkeiten zu beantworten.

Viel Spaß beim Zusammenbauen dieses sehr umfangreichen schönen Sammel-Modelles, wie auch an diesem Baubericht.

Mit freundlichen Grüßen Thomas B

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Samstag, 23. Juli 2016, 14:33

November 2015 bis Mai 2016, das Rumpfgerüst entsteht

Der Rumpf wird aus drei "Baugruppen" mittels Laser-Brennschnitt vorgefertigten Bauteilen zusammengesetzt. Baugruppe EINS ist das Mittelschiff, welches aus Grundplatten, Querspanten und Seitenholme besteht. Baugruppe ZWEI (bei mir) der Bug-Bereich, bestehend aus Mittelspant, Querspanten, durchgehender Mittelholm (2 Bauteile), wie Deckplatten. Baugruppe DREI bleibt dann nur noch das Heck-Ensemble mit Mittelspant, Seitenholme Querspanten und wiederum Deck Beläge. Auf eine sogenannte Helling habe ich beim zusammensetzten der genannten Bauteile verzichtet, aber darauf geachtet, dass meine Ausrichthilfe ( Wasserwaage-lang) entsprechend gerade ist. Vor dem eigentlichen Zusammenbau der gelieferten Bauteile, wurden diese mittels einer rotierenden MS-Drahtbürste weites gehend an den vorgesehenen Klebestirnflächen vom Brenn-Ruß befreit, ohne die Bauteile maßlich zu verändern! Die äußeren Stirnkanten der Querspanten, wo später die Erst- und Zweitbeplankung übereinander angebracht werden soll/te, blieben unbearbeitet, da die Klebeflächen hier für das genaue Plankenbild gestrakt werden sollten. Des weiteren wurden alle für das Rumpfgerüst relevanten Bauteile mit einer Mittellinie versehen, um alle Baugruppen später sehr genau fügen zu können. Mittels Einsatz eines Zirkels mit Feststellung wurden entsprechende Kreisbögen auf den Bauteilen gezogen und in den Bogenschnittpunkten dann ohne aufwendiges hin und her Messen, die Mitte eines jeden Bauteiles bestimmt. Nachdem diese Vorbereitungen abgeschlossen waren, wurden die einzelnen "Baugruppen" mit den entsprechenden Bauteilen geklebt. Wenn Bauteile fehlten, um z.B. die Mittellinie der oberen Deckplatten zueinander ausrichten zu können, wurde halt entsprechend der Aufgabenstellung der Weiterbau verschoben- ich habe viiiiel Zeit...



Dieses Bild zeigt den Bauzustand bis Mai/ Juni 2016

Mit freundlichen Grüßen Thomas B

7

Samstag, 23. Juli 2016, 16:30

Straken am Beispiel der Heck-Baugruppe

Nachdem das Rumpfgerüst mit seinen, bei mir drei Baugruppen zusammengesetzt werden konnte, folgte das Straken der äußeren Stirnkanten an den Querspanten. Beim straken wird in der Regel nichts anderes gemacht, als die zukünftigen Auflagerflächen für die Holz-Leisten-Beplankung vorzubereiten. Ich meine mich entsinnen zu können, dass "helipit" hier eine sehr schöne Beschreibung zu diesem Thema bereits in seinem Baubericht geliefert hat- somit erspare ich mich weiteres.



Hier einmal ein Bildeindruck der Baugruppe Heck (Bauweise der Essecke stimmt nicht mit der Bauanleitung direkt überein). Die Querspanten sind entsprechend der SfSB mittels Straken vorbereitet. Auch die Bauteile 116,117 sind bereits angebracht! Diese beiden Form- Sperrholz- Bauteile sollen beim weiteren Zusammenbau und Beplanken eine sogenannte Stütze darstellen und das nächste Beplankungsbauteil helfen mit in form anzulegen! Da mit der Bauteilelieferung 8 des Bauabschnittes eigentlich erst alle notwendigen Teile zum Anpassen vorliegen, sollte mit dem Straken dieses Bereiches so lange abgewartet werden, bis hier die Bauteile auch zueinander ausgerichtet, angepasst werden können. Daher ist in der SfSB immer mal wieder zu lesen: Zitat - "Wenn alle Bauteile passen... " Zitatende

Mit freundlichen Grüßen Thomas B

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Samstag, 23. Juli 2016, 18:00

Erstbeplankung

Wer sich das Rumpfgerüst nach dem Straken einmal genau betrachtet, stellt fest, der Rumpf weist viele verschiedene Formen auf, die später alle mehr, oder weniger in einander übergehen! Da werden Radien beschrieben, die mal etwas größer, oder auch kleiner ausfallen. AMATI liefert 6mm breite und ca. 1.5 mm dicke Holzleisten in unterschiedlichen Längen-Maßen. Diese Leisten sind auf den einfachen Beplankungs-Anbau ausgerichtet! Dadurch werden übermäßige Spannungen im Strukturgebilde des Holzes weites gehend beim Aufkleben vermieden- mit Rücksichtnahme auf den Modellbau-Anfänger! So wird die Erstbeplankung recht -ich schreibe mal -"Grobschlechtig" ausgeführt, mit Blick auf die Zweitbeplankung, wo das abgetragene Material der Erstbeplankung zu den Stirnkanten, dann wieder stabilisiert wird. Die Essecke ist hier einen Schritt weiter gegangen und hat in Formbereichen die gelieferten Holzleisten in der Länge teilweise bis zu dreimal getrennt. So können die fließenden Übergänge von z.B. den Bodenplatten zum nach oben ebenfalls gewölbten Rumpfgebilde, von vornherein der kleineren Radien angepasst werden. Vorteil: Weniger Materialabtrag und Schwächung der Außenhaut, denn wir haben geplant, das Modell als RC-Variante auch auf dem nassen Element einzusetzen. Als weiterer Vorteil ist dann auch das Verlegen der Leistenenden unter einer geringeren Spannung! Holz lässt sich als flexibler Werkstoff in so ziemlich jede Form biegen und drücken, aber ,und das wird uns ein gelernter Tischlermeister immer bestätigen, auch Holz hat seine Grenzen, die nicht unbeachtet bleiben sollten. Holz arbeitet immer! Es ist ein Natur-Werkstoff. Daher wird auch in der SfSB immer wieder auf ein Beplanken mit Geduld hingewiesen! Es wird zwar nicht weiter erklärt, aber es macht schon Sinn, immer nur so viele Leisten in einem Bauabschnitt zu verarbeiten, wie vorgegeben! Auch der Leim soll seine Arbeit vernünftig umsetzen können ( Herstellerangaben auf der Umverpackung beachten)



Hier ein Bildausschnitt vom Mittelschiffbereich. Direkt unterhalb des Querspanten-Sprunges wurden in der Länge halbierte Holzleisten zur besseren Formfindung aufgeklebt. Das halbieren der gelieferten Erstbeplankung wurde mittels Rollschnitt bewältigt und natürlich mit einer Schnittführung. Anmerken möchte ich noch, dass die Stirnkanten der Leisten Vollverleimt wurden- also alle Seiten, so am Anfang/ Ende, wie auch auf der Länge. Wer sich jetzt noch mehr Arbeit machen möchte, versieht die entsprechenden Leistenenden auch noch im Wechsel zueinander mit einer Fase; so können neu zu verleimende Leisten mit dem entsprechenden Anfang unter das vormals verleimte Leistenende geschoben werden und die neue Leiste wird in dem Bereich ohne weiteren Aufwand an den jeweiligen Querspant gedrückt.


Mit freundlichen Grüßen Thomas B

9

Samstag, 23. Juli 2016, 23:08

Die Bug-Sektion; "Stein des Anstoßes" [Teil 1]... (Lieferung 7 & 8 )

Wie zu Beginn dieses Bauberichtes angemerkt, kann ich nicht jedes eigentlich noch so schöne Detail vom zurückliegenden Zusammenbau hier im "Wettringer-Forum" -auch aus rechtlicher Sicht nicht zeigen! so habe ich ein paar Bilder in meiner persönlichen Dokumentation dennoch ausfindig machen können, die ich hier dann gerne zur Beruhigung der angespannten Gemüter gerne zeigen möchte.



Dieses ist das Bild, da war die "Modellbauwelt" im Wettringer- Forum noch in allerbester Ordnung! Dieses Bauergebnis scheint auf den ersten Blick ein jeder Modellbauer auch noch zu akzeptieren- ohne Wenn und Aber! Die Deckplatten sind am oberen Spanten-Gerüst der Baugruppe Eins auch bei der Essecke aufgeleimt! Auch die Essecke hat einen gewissen Überstand der Deckplatten 59, 60 zu bestätigen. Ich glaube, soweit gehen wir hier, die das berichtwesen verfolgen auch noch in konformen Bahnen- kein Grund zum diskutieren...?!

Jetzt machen wir uns mal ein paar graue Zellen zu nutze- Okey?!

Wir wissen: der Schiffsrumpf ist überall mit sogenannten Bögen, Radien und nirgends mit absolut flachen Flächen ausgestattet! Einwände? -Nein?! ... also weiter im Text! Vom Bug aus betrachtet, wird der Rumpf zum Mittelschiff-Bereich immer "dicker"/breiter ( wie bei mir auch- isch hab Bierbauch (abber seeehr kleeein ;-) ) ....

Betrachten wir nun den "Adoniskörper" mal aus der Draufsicht, "siehste" nischt, weil verdeckt durch die Deckplatten 59 + 60. ( Wenn ich sooon großen "Wasserkopp" hätte, würdest auch den kleinen Bierbauch nicht sehen- aber so...)

OK-Okey- wir betrachten die Geschichte weiterhin von der interessanten Seite -von der Seite! Auch in der vertikalen Ansicht beschreibt der Rumpf keine ebenen Flächen, sondern verläuft senkrecht auch in einem, oder mehreren wechselnden Bögen! (NEIN! nicht wie beim weiblichen Geschlecht mit den Idealmaßen der Modebranche )

...zurück zu unserem Modell!!! Nun schau doch mal einer Guck! ...und wie ist das dünne Sperrholzbauteil, da auf dem Bild aufgeklebt??? Dann strengt Euch mal an! Im anderen Forum gelte ich nicht ohne Grund als "Esseckentyrann" ... ;-)

Mit freundlichen grüßen Thomas B

10

Sonntag, 24. Juli 2016, 00:34

Die Bug-Sektion; "Stein des Anstoßes" [Teil 2]... (Lieferung 7 & 8 )

Natürlich habe ich dieses Bauteil, wie vermutlich ein Jeder, so in die vorgegebene Position am offenen, vorderen Bug-Bereich aufgelegt; etwas in die Form gezwungen, damit dem horizontale Verlauf Gerechtigkeit widerfährt.

Das / die Bauteil/e ( jeweils zur Steuerbord- und Backbordseite des Modelles) passt/en ausgezeichnet in die dafür vorgesehenen Vertiefungen an den Querspanten! die obere und untere Stirnkante der Bauteile folgen aber NICHT dem Bogensegment der Querspanten in diesem Modellabschnitt! Kunststück- geht ja auch nicht, weil es sich um ein flaches ausgelasertes Sperrholz-Bauteil von 1 mm dicke handelt! Je, nach dem, wie das Bauteil jetzt in die Vertiefungen angesetzt wird, es ist und bleibt in der Horizontalen flach, folgt aber auch der Rumpfform in selbiger Sichtweise! Die obere Stirnkannte sollte leicht hinter den Stirnkanten der Querspanten 2 + 3 + 4 ( betrachtet aus Bug-Spant 1) zurück stehen! Folgt somit NICHT dem vertikalen Bogenverlauf der Querspanten in diesem Modell-Sektor! Die untere Stirnkante sollte fast bündig mit der entsprechenden Querspanten-Kontur verlaufen! "Merkste" was??? --- jetzt legen wir mal spaßeshalber die Bauteile 126 + 128 jeweils an die Bordkante und halten die Sperrholz-Bauteile in der Horizontalen an die Rumpfform! Ein Spalt tut sich auf! Genau dort, wo wir im vorangegangenen Teil 1 den noch nicht zu diskutierenden Deck-Platten -Überstand von ca. 3 mm entdeckten! ;)

:hey: Hey- Du -schalt die "grauen Zellen" ein! Gerades/Flaches trifft auf Gebogenes!!!

Erster Gedanke: Der Hersteller hat "Murks" gemacht!! hachette hat es uns dann auch noch verkauft!!! Frechheit - sondergleichen!! (???) "Mann - bin ICH sauer! Dann kommt da noch sooone Neuanmeldung daher und makiert hier den Wahnsinnsmacker, behauptet doch glatt- ALLES sei in bester Ordnung! (ACHTUNG- IRONIE) Dann müssten ja auch die lieben Briten total "behämmert" gewesen sein... :bang: :bang: :bang:



Das hier gezeigte Bild verzichtete auf das schmaler Schleifen der Deck- Beläge!

Mit freundlichen Grüßen Thomas B

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11

Sonntag, 24. Juli 2016, 00:44

Mir scheint es als dass hier endlich mal ernsthaft sich mit dem Bausatz auseinander gesetzt wird. Mit großem Interesse werde ich mich mal gerne dazu gesellen.
Was hat der arme Horatio verbrochen dass ihr ihn, diesen Hänfling zur See schicken wollt? Suckling 1771

12

Sonntag, 24. Juli 2016, 00:57

Danke -Michael- freue mich..

Mit freundlichem Gruß Thomas

13

Sonntag, 24. Juli 2016, 12:08

Die Bug-Sektion; "Stein des Anstoßes" [Teil 3]... (Lieferung 7 & 8 )

.... und jetzt? ...

... was ist mit den Querspanten; die hast du noch gar nicht am Wickel gehabt ...

Richtig! Bis auf das Straken habe ich jetzt die Querspanten in Ruhe gelassen.



Aber ich habe noch eine Ansicht, die von schräg oben kommt. Die Querspanten liegen hier weiterhin zur Deckplattenstirnkante zurück!

Die beiden Bauteile sollen so angelegt werden, dass sie dem Bogenverlauf auch in der Vertikalen folgen!... und nicht nur in der Horizontalen!

Ergebnis unserer Bemühungen zum aktivieren der "grauen Zellen": Alles verläuft im Bogen, nicht ist wirklich flach und bleibt so! Endlich darf ich auch mal was krumm machen ;-)

Also-Kollegen, nicht immer kann ein Bild eine Situation genau so wieder geben, wie Mann es sich erhofft! Aber bei sehr genauer Betrachtung der gezeigten Beschreibungsbilder in der SfSB, sind die Gegebenheiten gezeigt. Auch in der SfSB stehen die Querspanten leicht zurück-gegenüber der Deckplatten.

Für diejenigen Modellbauer, wo es immer noch nicht "Klick" gemacht hat: Nimm die beiden Bauteile- Sperrholz-Streifen von Bericht -Teil 1 noch mal ab und biege diese auch in der Vertikalen und passe dann die Bauteile ZUEINANDER AN- das war es dann auch schon" Kleine Ursache-große Wirkung!

Wer mit dieser Variante nicht zurecht kommt?! Nun Gut; Der Kollege "Helipit" arbeitet jetzt mit Balsa-Klötzchen (siehe seinen BB)...

.... und es gibt noch einen "Weg nach Rom" ! Sogar noch viiiiel EINFACHER, denn dann MUSS das Sperrholz genau das machen, was DU Willst und nicht umgekehrt, aber das wollt Ihr jetzt bestimmt nicht mehr wissen ....

vorläufiges Ende zum Thema Bug-Sektion anpassen? von meiner Seite wäre hier die "Geschichte mit teil Drei vorerst abgeschlossen, wenn keine Fragen aufkommen, so kümmere ich mich um U- 96, Prinz Eugen und all die anderen schönen Herausforderungen- Euch ein schönes Sommer-Sonnen- Restwochenende, geht mal Raus und genießt...

Mit freundlichen Grüßen Thomas B

14

Sonntag, 24. Juli 2016, 15:36

Sehr interessant Thomas,

jetzt habe ich es schriftlich.... Danke...

Das mit den Balsa - Klötzcher klappt wunderbar, eines der vielen Wege.......
Grüsse aus RÜSSELSHEIM

Peter


Im Bau : Hachette U 96 1:48
Im Bau : Hachette HMS Hood Baubericht

15

Dienstag, 26. Juli 2016, 13:43

Zweitbeplankung (Lieferung 9)

Mit Beitrag 8 in diesem Baubericht bin ich auf meine Vorgehensweise beim Beplanken bereits eingegangen. In Beitrag 9 ist die Beplankung im Bug-Bereich kurz gezeigt - bestehend aus halbierten, keilförmig, oder auch nur in der Länge angepasste Leisten. Durch diese Art der Leistenverarbeitung fallen Stirnkanten - Sprünge zur jeweils nächsten Leiste geringer aus und die Materialdicke der Erstbeplankung bleibt weites gehend erhalten. Leimüberschüsse, die aus den Verbindungsnähten herausquellen, werden unverzüglich nach dem fixieren der jeweiligen Leistenlage entfernt. So ist ein Einebnen der Beplankung in der Nacharbeit erheblich einfacher, da die Form der Rumpfstruktur besser wiedergegeben wird. Um diese Stirnkanten-Überstände deutlicher sichtbar zu machen, wird der Rumpf einmal kurz mit einer Grundierung behandelt.



Dieses Bild zeigt bereits die zweite Beplankung wie eine dünne Schicht Grundierung für das leichtere Nacharbeiten der Flächen.



Etwas deutlicher sollte es mit diesem Bild werden; der Mittelschiff- Bereich.

Mit freundlichen Grüßen Thomas B

16

Dienstag, 26. Juli 2016, 18:08

Hi Thomas

Wie immer saubere Arbeit und gut durchdacht. :ok: :ok:
Bei mir dauert es ja noch, bis es weiter geht. 8)

17

Mittwoch, 27. Juli 2016, 20:26

Nun -ja-Markus, wir sind halt nicht Bundeskanzlerin (Achtung Ironie: ... in Bezug auf Multitasking- Diskussion in der Öffentlichkeit bei der Verwendung von Tablet´s...)...

Aber Spaß bei Seite! Lieber konzentriere ich mich auf eine Aufgabe, als nur zu 1/3´tel bei 8 Modellen! Merk´ste was? Das Verhältnis stimmt auch schon wieder nicht...

Momentan wird der Rumpfkörper auf Wasserdichtigkeit vorbereitet.

Mit freundlichem Gruß Thomas B

18

Mittwoch, 27. Juli 2016, 20:31

Na, doch nicht etwa mit Mullbinden, so wie damals bei der RC Bismarck.... 8o
Grüsse aus RÜSSELSHEIM

Peter


Im Bau : Hachette U 96 1:48
Im Bau : Hachette HMS Hood Baubericht

19

Mittwoch, 27. Juli 2016, 20:42

Hallo -Peter,

warum nicht???!

Nun ja; das Bismarck-Modell wurde mit "G4" (2 Komponenten- "Absperr-Chemie" gegen Feuchtigkeit "gekillt" )! Diese Variante bürgt aber für den Laien auch gewisse Risiken!

Mit der altbewährten Mullbinde in Verbindung mit verdünntem Holzleim, sollte Jeder zurecht kommen. Beispiel: Der Kreisverkehr wurde vor nicht all zu langer Zeit wieder entdeckt und ersetzt so manche Ampellösung....

Mit freundlichem Gruß Thomas

20

Freitag, 29. Juli 2016, 23:54

RC- Variante-HOOD- Sammelmodell

Guten Abend- Modellbauer und Modellbauerin, ...

(oder sollte ich mit etwas ironischer Tastatur besser schreiben " Modellzusammenklatscher"? -ich zähle mich übrigens als Solcher uneingeschränkt dazu!)

... immer wieder ist in den Foren zu lesen: "Ich möchte das Modell als RC (Radio-Control-) -Variante bauen. Worauf muss ich als "Anfänger" achten?"

Antwort: Auf ALLES!

;( "HM- ich wollte auch gerne ein paar Gimmicks, wie Sound-Modul, Geschütze beweglich, Beleuchtung und natürlich so NAH, wie möglich an das Original herankommen...! ;( Also hab ich mich hier in diesem Forum mal angemeldet, um Euch um Hilfe zu bitten?!" :nixweis: :thumbsup: 8o JAaaa?!----BiiiittteeeEEEE?!

Oooh-Mann! Ich habe eine Aufgabenstellung/Problem!- oder noch anders ausgedrückt, EINE HERAUSFORDERUNG! Soll ich diese annehmen, -JA ,oder doch lieber - NEIN ?(

Sehr geehrter Anfänger, sehr geehrte Anfängerin, im Modellzusammenbau, Du hast hier mit dem HOOD-Sammelmodell ein fertig konstruiertes Modell erworben, welches auch als RC-Variante zum Einsatz gebracht werden kann! Die entsprechenden Module für diese Variante darfst Du selber zukaufen und sind NICHT Teil der Sammelserie, oder werden sep. zu einem späteren Zeitpunkt als Zusatzpaket zu erwerben sein, welches sich aber meiner Kenntnis momentan entzieht! Als da wären: Sender, Empfänger, Motoren, Steuerung, und Wellenrohre mit Wellen und Schrauben, um nur das wesentliche zu nennen! All diese Module bringen eine Masse (Gewicht) mit. Der Hersteller hat dieses u. Umständen bereits berücksichtigt, aber NICHT die anderen "Flausen", die Du dir in den Kopf gesetzt hast! Also; Für jedes zusätzliche Gimmick solltest du von vornherein einplanen, ein gewisses Maß an Masse wo anders einzusparen! Sagt Dir aber in der Regel niemand!- weil Du ja auch nicht explizit danach gefragt hattest!

Du verfolgst diesen BB bereits? Ich setzte z. B. Mullbinden zum stabilisieren und auch zusätzlichem Abdichten des Rumpfkörpers ein = Gewicht mehr! Du entscheidest Dich für einen Kunstharz als Dichtmaterial und verarbeitest hier ca. 250gr. Material, wovon Du später nichts mehr siehst = Gewicht!

Dann kommt Beleuchtung.... Dann Mechanik für Geschütze, Ankerkette etc. hinzu...

Du gehst mit dem Modell auf das nasse Element und in der ersten Kurvenfahrt... VERSENKT... kommt dann dem Original zwar nahe, aber ich glaube nicht ganz geplant...

Ich würde mir wünschen, dass viel mehr Modellbauer auch mal diese Gedankengänge an den Anfänger richten und nicht nur mit dem Gedanken daher kommen: ICH KANN, ICH ZEIG ES DIR, ohne auf die Konsequenzen hinzuweisen!

Klar! Ich habe auch Flausen im Kopf! Immer und immer wieder!

Aber dann setze ich das Modell zunächst einmal zusammen- Schritt für Schritt, prüfe jedes hinzugefügte Detail und entscheide dann! Ich Denke halt an ALLES...

Beispiel: Bismarck- Sammelmodell von hachette vor ein paar Jahren. Das "Böötchen" tuckert mit drei Antrieben übern Teich! Plötzlich taucht aus der anderen Ecke ein sogenanntes Renn-Flitzer- Boot auf...

...torpediert das Heck ( fast, wie im Originalschauplatz) , duckt sich und spielt U-Boot :nixweis: :nixweis:

Am Ufer sah ich dann ein kleines Männchen auf und ab tanzen...

Das BS-Modell hat mittlerweile ca. 435 Betriebsstunden auf dem "Rumpf" und "Läuft"- äh - FÄHRT...

Seiner Zeit, als ich das Modell zusammenklatschte, wollte ich bewegliche Geschütztürme, Beleuchtung, Ankerkette und und und...

Aber das Modell, als fertig konstruiertes Schiff benötigte nur 38 Gramm Trimmgewichte!- damit es auch Heute noch stabil im Wasser liegt, ohne vorgegebenes Material zu entfernen und NICHT als U-96 am Grund des Teiches zu fahren. Aber U-Boot wäre dann ein weiterer BB und dafür habe ich keine Zeit.

Also- Kollege, Kollegin, bedenke, oder überdenke ALLES noch einmal, bevor Du dir neben dem Ziel -HOOD- noch weitere Steine auf den Weg nach "Rom" legst. Behalte zunächst das fertig konstruierte Modell im "Hinterstübchen, wo der Hersteller auch schreibt: Eine RC-Variante ist Möglich. Halte Dir ein paar Hintertürchen offen, beim Zusammenbau, damit du entsprechend flexibel reagieren kannst, denn neue ziele sind meist schnell gesteckt!

So habe ICH jetzt an ALLES gedacht?

Ich glaube kaum... :S

Mit freundlichem Gruß Thomas B

21

Sonntag, 31. Juli 2016, 23:55

RC- Variante-HOOD- Sammelmodell (2)

So habe ICH jetzt an ALLES gedacht? ...

Guten Abend Modell-Zusammen- Bauer/-in,

...natürlich konnte ich nicht, und kann ich nicht, ALLE Eventualitäten bedenken, die da auf uns warten!

So konnte ich nicht voraussehen, dass ich mich über meine Tapezierschere ärgern würde, welche nicht in der Lage ist, die abgelaufene Mullbinde aus dem Verbandkasten, sauber, ohne "Laufmasche" zu trennen! Bevor ich jetzt im Grimm versinke, entschloss ich mich, den mit Lieferung 9 beplankten Rumpf zu "killen"! ( auch das Auge isst mit) Wenn uns die Chemie schon Mittelchen zur Verfügung stellt, die das Modell- Bau- Leben erleichtern, so wäre ich natürlich besonders dumm, diese Hilfsmittel nicht zu verwenden! Es handelt sich ja schlussendlich hier um einen Bau-Bericht. Ergo- wurde Tiefengrund zum Einsatz gebracht, da ja auch keine weiteren Fragen zum Thema aufgekommen sind! "Habta" selber Schuld! -aber unter diesen Umständen, verwendete ich "G4". Im Anschluss dazu wurde ein Kunstharz-Lack zum Einsatz gebracht, der eigentlich nicht mehr von Nöten ist...

Aber für Folgebeiträge, so der BB hier weiterhin Anklang finden sollte, schaut es schon mal aus, als hätte der Modellbauer eine "weiße Weste"...

Einer der Deck-Beläge, welcher später für die RC-Variante auch mobil gestaltet wird (lt. Hersteller).

Hier ein allg. Bildausschnitt vom Innenrumpf- Bereich -auch mit Weiß behandelt

--- Bitte beim Farbauftrag daran denken, dass auch hier maßliche Veränderungen mit im "Spiel" sein können--- (zumindest habe ich daran schon mal gedacht)

Mit freundlichen Grüßen Thomas B

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Montag, 1. August 2016, 22:55

RC- Variante-HOOD- Sammelmodell (3)

Guten Abend,

diese Zeilen mögen auf den ersten Blick etwas spät in die Tastatur eingegeben worden sein, aber mit Rücksicht auf den relativ verspäteten BB Start hier im Forum und andere brennende Herausforderungen, die zunächst ins Auge gefasst werden sollten, hole ich es jetzt mal schnell nach.

Die Rumpf-Konstruktion ist eigentlich recht einfach zu bewältigen, aber für den späteren Einsatz als RC- Variante, gibt es Bereiche, die mit der Beplankung nur noch schwer zugänglich sind.



Besonders die Bugbaugruppe ist in der Regel mit der Beplankung nicht, oder nur noch teilweise im Rumpfinneren zu erreichen! Dieses gezeigte Bild ist noch aus der Bauphase, als die Querspanten gestrakt wurden! Es sollte aber erkennbar sein, dass hier der Mittelspant aus dieser Ansicht bereits mit ein paar Bohrungen versehen wurde! Solche Durchdringungen sind auch an den Querspanten, wie auch in die horizontal verlaufende Steife gesetzt worden! Bevor ich nun mit der Erstbeplankung begonnen hatte, wurden diese Gerüstbauteile bereits mit einem Tiefengrund behandelt- aber NICHT die Klebeflächen für die Beplankung! Nachdem die Zweite Beplankung angebracht war, wurde durch diese Bohrungen ein weiteres mal Tiefengrund in den Bug-Bereich mittels einer Kanüle eingespritzt. Dann wurden die beiden Bohrungen am letzten Querspant zum offenen Mittelrumpf mit Stopfen geschlossen. Der obere Rumpf-Teil, oberhalb des mittleren horizontal verlaufenden Spants wurde noch nicht mit tiefengrund weiter behandelt, da hier die Montagearbeiten noch nicht abgeschlossen sind! Der Rumpfkörper wurde dann mehrere male in alle erdenklichen Richtungen langsam gedreht und gewendet ( "geschleudert", damit sich der eingebrachte Tiefengrund in alle Nischen verteilen konnte.

Jetzt hast Du bereits die Zweitbeplankung am Rumpf angebracht, aber diese Durchdringungen nicht im Vorschiff-Bereich der Bugbaugruppe! Kein Problem! Diese Bohrungen sind auch nachträglich noch zu bewerkstelligen! Eine Behandlung des Rumpfes von Außen, z.B. mit "G4" würde ich dem Anfänger von abraten ( siehe vorangegangene Bauberichte aus der Essecke).

...und DENK daran! Ich habe jetzt daran gedacht, Dich auf diese Kleinigkeit aufmerksam zu machen, aber vergiss dabei bitte nicht das Heck dieses Modelles! ;-)

Mit freundlichen Grüßen Thomas B

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Dienstag, 2. August 2016, 21:46

RC- Variante-HOOD- Sammelmodell (4)

Guten Abend,

als Nächsten, aber dann vorerst, letzten Punkt in Bezug auf die geplante RC-Variante, möchte ich auch noch die abnehmbaren/mobilen Deck-Beläge mit in unsere Gedankengänge einbeziehen!

Mit Beitrag 21 habe ich schon zwei Bilder gezeigt, wo ich den Rumpf und die Deck-Beläge gegen Feuchtigkeit geschützt habe.

Tiefengrundierung dringt in der Regel in die Zellstruktur des Holzes ein, lässt das Material kurzfristig fast unmerklich aufquellen, bis der Grund dann im Werkstoff -Holz ausgehärtet sein wird.

Stellst Du dann fest, dass z.B. die Deck- Beläge nicht mehr so einfach aus den Führungen herausgehoben, bzw. auch eingesetzt werden können, hast Du beim Ausrichten der Gerüststruktur, wie auch bei der Beplankung noch nicht daran gedacht, hier das vom Hersteller vorgegebene Toleranz-Maß mit beim Zusammenbau zu berücksichtigen!

Es ist jetzt, nachdem dieser Baubericht, hier so spät gestartet wurde, natürlich müßig, auf alle Gegebenheiten im Nachhinein noch einmal explizit hinzuweisen, denn wer jetzt bereits das Modell soweit beplankt hat, reißt bestimmt die verrichtete Arbeit nicht noch einmal auseinander- würde ich auch nicht machen!

Wir denken jetzt aber mal, bevor ich eine Lösung präsentiere, wieder daran, dass auf die Deck-Beläge später auch recht viel Gewicht durch weitere Holzstützen und Ätzbauteile hinzugefügt werden wird. Wenn die mobilen Decks bereits jetzt schon klemmen, wie wird es dann am Teich/ See sein, wenn wir von Sehleuten umringt sind, die das Modell auch auf dem Wasser bestaunen möchten; aber wir bekommen die Aufbauten nicht vom Rumpf gelöst.... bis es sich dann mit einem RUCK doch noch aus den Führungen löst! Meist gehen bei diesen "Gewaltakten" irgendwelche filigranen Bauteile zu Bruch, oder lösen sich aus der Klebung! Sei versichert- lieber RC-Modellbau-Anfänger! Du hast, wenn sich die "Sehleute" auch etwas wegdrehen, die Lacher garantiert auf Deiner Seite ... ;(

zurück zum jetzigen Ist-Zustand: Das abnehmbare Deck klemmt- also nur mal angenommen, dann sollten wir Vorkehrungen treffen, hier die Bereiche ausfindig zu machen, wo die Einkerbungen, Führungen und Sitze (Deck-Querbalken) entsprechend ein wenig erweitert werden, bis sich jedes mobile Deck-Bauteil auch wirklich leicht aus den Führungen herausheben und wieder leicht einsetzen lassen. Mittels Schlüsselfeile, Schleifleinen, oder was sonst noch so an entsprechendem Werkzeug zur Verfügung seht, sollten die Klemmbereiche sorgfältig aber auch nicht übermäßig nachgearbeitet werden. So haben wir z.B. die an der Stirnkannte beginnenden Einkerbungen der Deck-Beläge, welche in die oberen Zapfen der Querspanten greifen. Ein Toleranz-Spiel zu den Flanken von ca. 0,7 mm (beidseitig), oder anders ausgedrückt- Stecknadel-Dicke, reicht in der Regel auch bei dem Einsatz von Oberflächenveredelung aus.

Die Querträger der unterhalb Deck-Beläge können ebenfalls in den Führungsbereichen der beidseitig an den Querspanten angeklebten "A"- Plättchen, etwas schmaler gestaltet werden- fertig wäre unsere Aufgabenstellung. Ich hatte bereits zu Beginn des Zusammenbau des Rümpf-Gerüstes darauf geachtet, dass durch Zwischenlegen von Papierstreifen ein etwas größeres Toleranz- Maß zwischen Querspant und "A-Plättchen" für die RC-Variante gegeben ist...

Gestern erhielt ich die Lieferung 10; weitere Ätzbauteile für die Aufbauten. Aber zunächst treffe ich dann Vorbereitungen, damit diese Aufgaben dann auch für den RC-Betrieb für viele Stunden sichergesellt sein wird.

Mit freundlichen Grüßen Thomas B

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Donnerstag, 4. August 2016, 00:53

Deck-Aufbauten (Holz-Gerüst)

Guten Morgen,

mit Fortschreiten der Lieferungen erhalten wir auch schon Bauteile für die Aufbauten.

Hier im Bild sind die ersten Holz-Gerüst- Bauteile einmal lose gezeigt. Die Bauteile werden von mir alle mit einer rotierenden Messing-Drahtbürste von Brenn-Ruß-Rückständen gereinigt, ohne diese im Maß zu verändern! Des weiteren werden die Stirnkanten, wie auch Durchbrüche, oder andere Durchdringungen von mir entgratet bzw. bekommen eine kleine 45° Fase. Dadurch wird auch gewährleistet, dass scharfe Kanten und Eckbereiche sich nicht stören, wenn die Bauteile zueinander ausgerichtet und verleimt werden. Das Sperrholzgerüst für die Aufbauten wird später dann mit Ätz-Bauteilen bestückt, welche eine sehr hohe Fertigungs-Genauigkeit besitzen! Das Holzgerüst für diese Metall-Anbauteile unterliegt einer anderen Fertigungs-Toleranz, ist aber entsprechend genau hergestellt! Auch dieses Aufbaudeck wird aus verschiedenen Baugruppen zu einem Ganzen zusammengebaut! So gibt es auch vereinzelt ein paar Bauteile, die zunächst nur als sogenannte Verbindungen zwischen einzelnen Baugruppen eingesetzt werden. Die Bauanleitung gibt vor, hier viele von den gelieferten Bauteilen bereits untereinander, oder mit einander zu verleimen. Diese Vorgehensweise teile ich nur bedingt! So bleiben die Verbindungen bei meinem Modellaufbau zunächst noch als Einzelteile unverleimt. So ist es mir immer möglich, auch im zehntel Millimeter-Bereich die Baugruppen noch zueinander etwas verrücken zu können, um diese später zu den Folgebauteilen genauestens ausrichten zu können. Sind die vorgenannten Arbeiten soweit abgeschlossen, grundiere ich die einzelnen Baugruppen, wie auch die einzelnen Bauteile (Verbindungen) mit einer Holzgrundierung und lasse diese gut abtrocknen.

Mit freundlichen Grüßen Thomas B

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Sonntag, 7. August 2016, 00:58

Erste Ätzbauteile (Lieferung 9)

Guten Abend Modell-zusammen-bauer-/in,

im Vergleich zu dem Baubericht von "helipit"- Peter hinke ich natürlich weit, weit hintenan. Wie heißt es doch so schön?! Kein Nachteil kann so groß sein, es entspringt immer noch ein Vorteil.

Natürlich habe auch ich schon mal spioniert, was denn da so auf uns "Modellzusammenklatscher", wie wir gerne von den "echten" Modellbauern auch genannt werden (Ironie), zukommen wird.

So können wir ohne Lug und Trug behaupten: ...wir haben Es kommen gesehn.... ,-)

Oh- Mann- Ätz-Bauteile! Einfacher Zusammenbau, wenn ich das schon lese?! Sekundenkleber- zielen-patsch- daneben, weil schief, dann kommt sooone "Profi" daher und schreibt: "Nur Löten ist das einzig WAHRE!"

Oh- Frau- ich habe so etwas nicht und habe noch nie im Leben etwas gelötet... ;(

"Herr-Gott hilf! ...meine Augen sind nicht mehr 20 Lenze, Meine Hände (Handwerkzeuge) -groß wie Toiletten-Deckel- und dann diese kleinen Bauteile? Die haben doch behauptet, es sei EINFACH!! ...??? Bleiben wir kurz im religiösen Glauben und vertrauen auf das, was in der Bibel seit längerer Zeit auch zu lesen ist. Zitat aus dem Kontext: "Hilf Dir selbst, so hilft Dir Gott!"

TOLLE WURST!- "...das hilft mir jetzt auch weiter..." magst Du auf den ersten Gedanken hin anmerken!

Nun -, wir sind nicht der Steinzeit entkommen, würden wir nicht als sogenannte "Intelligenzbolzen" daher kommen und uns der Modellbauwelt- Entwickler Untertan machen! ;)

Also lass uns mal überlegen!

Löten! Ich brauche einen "Kolben" mit viel "Dampf", etwas zum Wechschmelzen und benetzten, dann zum Entfetten, teilweise auch einen Bohrer, um die Lötung "hinterrücks" -also verdeckt zu bewältigen (lt.Profi) etc. usw. .... Pappelapapp...

Sekundenkleber- ach -ja -NEE ist nur was für Leute mit Augen um und bei -von 14 bis 35 Lenze- und "Handwerkzeuge" klein wie Pinzetten -- NEE lass ma...

;( ;( ;( Ich gebs auf!

HALLO! Wir sind erst bei Ausgabe 35 minus 8! :whistling:

Also pass mal auf! Wenn Du noch so etwas wie einen Lebensabschnittgefährten in Deiner Behausung zur "Miete" hast ,ist das jetzt genau der richtige Moment ,mal wieder richtig Salz und Pfeffer in die Gemeinschaft zu streuen! Das Fleisch ist willig, die Spieße dafür liegen in der Schublade der Angebeteten, oder des "Vergötterten"; ist auch jetzt egal, jedenfalls werden wir jetzt Besitzer ( nicht Eigentümer?) eines Schaschlik-Spießes- Punkt. Dann wetzt der/die Modellbauer/ -in ins Büro und wird des Allesklebers habhaft ( Eigentümer ist MIR doch Sch.... egal).

So- und jetzt legen wir uns die ersten ätzenden Ätzbauteile vor die Nase, auf unsere Arbeitsplatte (bei mir ist es der Esseckentisch, bereits von Siku Trecker- Umpflüge-Arbeiten von dem damaligen Modellbaunachwuchs, rampuniert), trennen gemäß der Bauanleitung endlich mal ein Bauteil aus dem B.-Rahmen, mit dazugehöriger Ätzbauteil-Tür.

NATÜRLICH - habe ich ein Brettchen untergelegt- Mein Gott- denkste ich will´s mir gänzlich mit meiner .... verscherzen....??? Ach ja- und natürlich benötige ich noch ein gutes Cutter-Messer.

" He- "Schnuckelchen" ,wo ist die Steingut-Käse- Schneideplatte????"

"WARUM" fragt sie mich natürlich...

"Weil das Frühstücksbrett für den Kamin taugt?! ... und meine Ätztür verbogen ist- DESHALB!!! :love:

"Oben links im rechten Hängeschrank, der vierte von der Mitte- Engel." ...bekomme ich noch völlig entspannt als liebevolle Rückantwort :love:

( hä-hä [natürlich hämisch gelesen] -Das Teil ist nun MEINS!)

Also -jetzt mal Butter bei die Fische, so eine feste Schnittunterlage ist schon des Messing wert! Da verbiegt nix und die Verbindungsstege geben meiner "liebevollen Gewalt" freundlichst nach!

Kurz noch die Reste der Verbindungstege mit Schleifleinen (K400) von der Hinterkante des Bauteiles entfernt, dann mit gleichem Schleifmittel die ätzende Türrückseite vom Oxid, oder auch Lack befreit (je nach Lieferant), die Klebefläche für das Türbauteil am "eigentlichen" Außenverkleidungs-Bauteil auch entsprechend vom Oxid gereinigt.

Upps! Da hat sich ja der Bauteilrahmen mit ins Bild geschlichen! Na-Gut- damit kann ich auch umgehen. Also; die Klebefläche für das Türelement ist angeraut, darüber wurde der Bauteilerahmen positioniert, damit bei der Verwendung von Sekundenkleber das Türbauteil sofort ausgerichtet, entsprechend positioniert werden kann- fertig! Ja- ja Du hast ´nen Tatter..... ;(
Ei schau mal einer schau- der Fleischspieß! Hier wurde das Türbauteil mit Holzleim benetzt, dann das eine ende des abgestumpften Spießes in den Leim an der Tür getunkt und schon sind die Zwei zunächst untrennbar. Etwas Sekundenkleber auf die Rückseite des Türbauteiles benetzten, dann in aller Ruhe die Klebetube verschließen, den Fleischapieß mit ätzender Tür in die Handwerkzeuge aufnehmen, -zielen, -zustoßen (aaaaber mit GEfüüüüühl) - fertig!
Bauteilrahmen wechnehmen... Passt!!!!

NEE??? ----Och Menno! Die Augen? Die "Toilettendeckelpatscherchen???... , oder was uns sonst noch so an Argumenten dann so einfallen könnte ...

Ach-Ja, ich war doch eben noch im Büro und hab den Alleskleber in den "....patscherchen" gehalten!

Also, ein wenig von der Klebstoffmasse auf das Außenverkleidungs-Bauteil verteilen (schöööön dünn) und auf dem Tür-Bauteil (auch schöööön dünn)! entweder gehste bei dem sch... Sommerwetter vor die Tür, unter den Pavillon und rauchst Eine, oder trinkst mit Deiner .... einen Kaffee´, oder Tee , ohne "giotto"...

...gehst nach ca. 10 Minuten zielstrebig an die mit Alleskleber benetzten Bauteile, positionierst diese genau über einander, drückst an, unter Umständen leichtes Nachjustieren und gehst anschließend wieder und kümmerst Dich um Schadenbegrenzung, weil ja das Käse-Schneide-Steingut- Platte jetzt DIR gehört...

Mit freundlichem Gruß aus der Essecke -Thomas B

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Montag, 8. August 2016, 12:02

Erste Ätzbauteile (Lieferung 9) Teil 2

Wünsche einen guten Wochenstart geehrte/r Leser/ -in,

die ersten "Tür-Elemente" konnten jetzt erfolgreich am Messing-Verkleidungsblech aufgeklebt werden. Nachdem der Alleskleber gut getrocknet ist, kontrollieren wir noch mal schnell, ob sich ein paar Klebereste bei Seite geschummelt haben und rubbeln diese dann vorsichtig ab. Das kann ganz einfach mit den Fingern, oder auch mit einem Radiergummi bewältigt werden. Als nächste Zusammenbau-Aufgabe gibt die SfSB (Schritt-für-Schritt-Bauanleitung) vor, das erste Messing-Blech mit einem weiteren Ätzbauteil zu verbinden.

Der Modellbauer ist gut beraten, sich die SfSB genauestens anzuschauen und auch den Begleittext hierzu nicht zu vernachlässigen. Nicht immer kann in Bauanleitungen Alles, bis ins kleinste Detail erklärt werden; so wird stellenweise nur mit Tipps für den Verarbeiter gearbeitet, ohne aber weiter auf die Hintergrund Information einzugehen- es würde die Bauanleitung auch mit Blick auf die allg. Verständlichkeit sprengen! Bilder zeigen da dann teilweise mehr, als tausend Worte; nur erkennen muss Mann/ Frau diese Vorgaben dann selbst!

Auf den Beispielbildern in der SfSB ist dann auch bei genauerer Betrachtung zu erkennen, dass sich der Hersteller (Amati) hier sehr wohl Gedanken gemacht hat!

Bleche, die dann mit Stirnkanten zueinander verklebt werden sollen, werden derart ausgerichtet, dass die sichtbare Stirn-Stoß-Kante aus dem Betrachtungswinkel ( von der Außenseite des Modelles) nicht zu erkennen sein sollte. Daraus ergibt sich dann, dass eine Blechende etwas über die Holz-Gerüst-Struktur hinausragt und das Folgeblech entsprechend verdeckt angelegt/ geklebt gehört.

...hier habe ich versucht, mit diesem nebenstehenden Bild, einmal eine solche Situation einzufangen.

Das lange Verkleidungsblech steht an der Hinter-Kante des Holzgerüstes um das Dickenmaß des Folgebauteiles über! Das im Winkel von 90° gekantete Bauteil stößt dann von der Rückseite des ersten Bleches stumpf gegen, ohne, Überstand.

... entsprechend meiner o.g. Ausführungen eine nebenstehende Makro-Aufnahme der mit Sekundenkleber gefügten beiden Bauteile.

Mit freundlichen Grüßen aus der Essecke Thomas B

27

Mittwoch, 10. August 2016, 11:55

Erste Ätzbauteile (Lieferung 9) Teil 3

Guten Tag,

sicherlich ist in dem einen, oder anderen Baubericht in den zahlreichen Foren des "webs" auch immer mal wieder ein Tipp zu erhaschen, bei dem es um das Biegen von Verkleidungsblechen, oder auch anderen Anbau-Teilen geht. In der Regel sind diese Biegungen ohne großen Aufwand zu bewältigen, da der Hersteller hier sogenannte Biegenuten vorgefertigt liefert, oder auch die geplante Biegekante mit kleinen, aneinander gereihten Durchdringungen markiert. Mit einer guten Flachzange (glatte Backen) können diese Biegungen relativ leicht umgesetzt werden. Der Modellzusammenbauer sollte aber auch darauf achten, ob eine Kantung des Bleches entsprechend den Vorgaben umgesetzt wird. Bei der Biegekanten-Markierung mit einer Loch-Reihe ( meist bei sehr dünnen Ätzteil-Blechen) kommt es eigentlich nie zu Problemen. Anders kann es sich schon bei den etwas dickeren Blechen gestalten. Damit Diese auch leicht mit einer Flachzange leicht gebogen werden können, versieht der Hersteller die Bleche mit einer Biegenut. Hier kommt es dann darauf an, zu erkennen, ob die Biegung zur Nut, oder von der Nut weg, erfolgen sollte. Beim Biegen wird das Blechgefüge "gestresst" . Das bedeutet, der äußere Biege-Radius wird gedehnt, wohingegen die Biegekante innen gestaucht wird! Messing-Bleche sind, in Abhängigkeit der Legierungsbestandteile relativ spröde, das bedeutet, ein Biegen dieser Buntmetalle ist nur bedingt möglich! Anders, als z.B. ein "weicher" Stahl, der mehrere Male hin und her gebogen werden kann, bevor dieser dann im Gefüge bricht, kann ein mehrmaliges Biegen der Messingbleche schon beim zweiten Biegeversuch zum Bruch der Biegenaht führen! Das Gefüge ist in der Biegekante auf Grund seiner Sprödigkeit nicht so dehn-/stauch-fähig.

Mit Lieferung 9 erhalten wir bereits ein paar Bauteile, die mit einer solchen Biegenut ausgestattet sind. Diese Bauteile sollen gemäß der SfSB zur Nut (die Nut verschließen) gebogen werden.

Die Biegenut ist in der Regel derart gestaltet, dass genügend Freiraum für die Kantung vorhanden ist (besonders für eine offene Biegekante). Die Stirnkanten der Biegenut sind aber auch recht winklig und "scharfkantig", sodass die "oberen" Ecken der Biegenut sich beim Kanten berühren können, bevor der eigentliche Biegeprozess abgeschlossen ist. Drück man die Kanten dann extrem zusammen, kommt es wieder zu einer "Stress-Situation" an der gegenüberliegenden Blechseite, wo das verbleibende dünne Blech dann gestreckt wird! Bei sprödem Material nicht vorteilhaft.

... hier zwei identische Ätzbauteile aus der HOOD- Sammelserie, die derart gekantet gehören, dass die Biegenut "geschlossen" werden soll! Damit sich die Ecken der Biegenut- Oberkante nicht "stressen", versehe ich die Vertiefung (Nut) mit einer Fase. Dieses kann mittels Schaben erfolgen, oder, wie hier im Bild mit einer Flach-, oder Viekant-Schlüsselfeile. Das Biegeergebnis ist z.B. mit dem ersten Bild von Teil 2 - Erste Ätzbauteile, zu erkennen.

Anzumerken ist noch, dass die beschriebene Fase derart ausgeführt werden sollte, dass die Materialdicke am Nut-Grund nicht beeinflusst wird.

Bei einer "offenen" Biegenut kann ich natürlich auf das Fasen verzichten.

Mit freundlichen Grüßen Thomas B

28

Samstag, 13. August 2016, 09:45

Erste Ätzbauteile (Lieferung 10) Teil 4

Guten Tag,

als Nächstes sollen ein paar Messingbleche mit der Lieferung 10 an die weiteren Aufbaustrukturen angepasst werden.

... hier eine solche Deckaufbau-Struktur. Mit Stecknadel fixiert ist auch eines der "Verbindungs"-Holz-Bauteile zu erkennen.

Um dieses Deck-Aufbau-Gerüst sollen zwei Messing-Ätz-Bauteile angelegt/ gebogen/ ausgerichtet werden.

Die Vom Hersteller AMATI gelieferten Blechstreifen ließen sich bei mir ohne Komplikationen sehr leicht biegen! So war ich sehr angenehm überrascht, da es auch Ätzbauteile gibt, die nach der Herstellung immer noch unter "Spannung" im Metallgefüge stehen. Soll bedeuten, dass hier das Biegen für den Anfänger nicht immer leicht von der Hand geht, weil das zu biegende Bauteil sich eher wie ein Federblech verhält und gerne mal als sogenanntes Federblech daher kommt. Es erfordert dann schon ein wenig Geduld, bis die tatsächliche Form- Biegung erfolgreich umgesetzt werden kann. Nun gibt es Modellbauer, die wenden das Verfahren des "Weichglühen" an. Durch das Erwärmen des Bauteiles, mittels Flamme, oder Glühofens, wird die Gefüge-Spannung im Metall reduziert. Ich gehe hier nicht weiter darauf ein, da wir hier eigentlich spannungsfreie Bleche vorliegen haben.

... so lege ich das erste zu biegende Blech, gemäß der SfSB an die einzelne Baugruppe an und fixiere es vorsichtig mit Klammern.

... der erste Blechstreifen kann dann um die Holzstruktur prov. (vor-)gebogen werden, wie hier im Bild -einfach mit dem Daumen, gedrückt wird. Für den endgültigen Biegeradius verwende ich dann z.B. einen passenden Bohrerschaft, um den dann die Biegung vollendet wird. Eher gestalte ich mit den Fein-Anpassungen am Gerüst den Radius etwas größer, damit dann das Blech genau an den Klebeflächen der Baugruppe ausgerichtet werden kann. Das bedeutet: Die gebogene Fläche bekommt etwas Spiel!

... beide anzupassenden Bleche sind an dieser Baugruppe angelegt. Die Stoßkanten der beiden Blechstreifen sollten sich im Bereich zur Mittellinie der Baugruppe treffen! Deutlich sollte zu erkennen sein, dass hier eine recht kleine Abweichung zur genannten Mittellinie vorhanden ist, die aber später erst genau zu den Folgebauteilen minimiert wird; ich klebe die Bleche noch nicht an der Baugruppe an.

Mit freundlichen Grüßen Thomas B

29

Samstag, 13. August 2016, 10:25

Morsche Thomas,

Top Job.......... muss ich neidvoll anerkennen... :respekt: :prost:
Grüsse aus RÜSSELSHEIM

Peter


Im Bau : Hachette U 96 1:48
Im Bau : Hachette HMS Hood Baubericht

30

Samstag, 13. August 2016, 22:11

---Vielen Dank- Peter ---

Grüße Thomas

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