Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Das Wettringer Modellbauforum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

121

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 15:00

Zitat

hab mir allerdings ne ordentliche Erkältung aus Mallorca mitgebracht. :motz:

ja ja, das kommt davon.

Bleib zu Hause und betätige Dich modellbaumäßig redlich... :)
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

122

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 15:09

Geht klar Chef :D

123

Dienstag, 31. Oktober 2017, 18:06

Hallo ihr alle da draußen :wink:
Nach einer etwas kleineren Pause geht es nun mal wieder ein wenig weiter.
Zuerst ein kleiner Nachtrag - ich bin euch noch das Ergebnis des Laminierens schuldig.
Nachdem ich die Glasfaserform habe einige Tage aushärten lassen, ging es auch schon bei der nächsten Gelegenheit, also zwei Sonnentagen am Stück ans Laminieren mit Kohlefaser.
Dafür habe ich zuerst die From mit Trennmittel eingesifft und danach mit einem Pinsel das Harz dünn aufgestrichen. Dann die Kohlefaser drauf und anschließen noch die Faser von innen soweit mit Harz bstrichen bis die ganze Kohlefaser durchtränkt war.
Hier jetzt die Kohlefaser in der Form:

Und die Form mit der Kohlefaser von außen:

Zur Sicherheit vor eventuellem Auslaufen und zur besseren Stabilität habe ich die Form noch ein wenig mit Klebeband verstärkt bzw. fixiert.
Und hier das Ergebnis, so wie es aus der Form kam:

Das Heck mit den Ausbeulungen für die Antriebswellen:

Die linke Seite vom Heck aus betrachtet mit dem Fokus auf den Luftauslass:

Und die selbe Stelle auf der rechten Seite:

Und nochmal auf der rechten Seite, die Vertiefung für den Haifischkeimen- Luftauslass:

Und die selbe Stelle auf der linken Seite:

Hier jetzt noch eine Detailaufnahme:

Man sieht ganz gut, dass das tränken mit Harz nicht überall gleich gut funktioniert hat - das wäre mit Glasfaser sicherlich besser gelungen, ich bin allerdings mit dem Ergebnis weitgehend zufrieden, zumal die Ausformung insgesammt ganz gut geklappt hat. Solche Stellen wie die gezeigte lassen sich eigentlich ganz gut spachteln, wodurch dann auch die Oberflächengüte passen sollte.
Zeitgleich habe ich auch an der Bremsanlage weiter gearbeitet...
Zuerst habe ich mal ganz provisorisch analog zu den Blenden des Bremssattels auf der Radseite (1mm Dicke) auch die Blenden für die Fahrzeugseite ausgeschnitten (4mm Dicke):

Danach wurden die Bremsscheiben auf die Achsen gezogen, um die Abstände zu ermitteln.
Also die Abstände zwischen Bremsbacken und Bremsscheibe, bei geöffneter Bremse um in Folge dessen die Breite des Bremssattels zu ermitteln.
Dafür habe ich die Bremsscheiben aufgezogen und danach die Bremsbacken eingebaut.
Hier jetzt die Bremsscheiben mit den Fahrzeugseitig montierten Bremsbacken:

Die Markierungen auf den Bremsscheiben dienen dazu die Lage der Belüftugnskanäle anzuzeigen.
Befestigt werden die Bremsscheiben an der Achse mittels eines Sicherungsbolzens - ich habe mal versucht das über eine Grafik darzustellen:

Ich habe auch versucht das irgendwie zu fotografieren, aber mit meiner Kamera wird das nix.
Jedenfalls sind die Bohrlöcher für die Befestigungsbolzen bereits komplett gebohrt und getestet wurde das auch schon - funktioniert tadellos ohne, dass die Gefahr besteht, dass der Bolzen rausfliegt.
Der Bolzen geht wohlgemerkt durch die Bremsscheibe und die Achse.
Hier jetzt mal die Rückseite eines Radträgers:

Und der andere Radträger:

Hier ist auch ganz gut zu erkennen, dass die Beiden Schrauben, die den Bremsbelag in dem Bremsbacken halten durch das Befestigungsblech des Radträgers durchgehen - dort sollen später noch Federn aufgezogen werden, die die Bremse zusätzlich aufhalten.
Dann habe ich mal provisorisch die Bremssättel aufgestzt und abgelängt:

Die Breite der Bremssättel beträgt 12mm - dies ergibt sich aus der Dicke der Bremsbacken (2x4mm) plus Überstand der Bremsbeläge minus Versenkung der Bremsbeläge (+2x 0.5mm - 2x2mm) und der Dicke der Bremsscheibe (4mm)
Das ergibt insgesammt ein Wirkungsweg von knapp 1,5mm je Seite. Oder vereinfacht ausgedrückt, wenn die Bremse offen ist, dann ist der Abstand zwischen Bremsbacken und Bremsscheibe 1,5 mm je Seite.
Da die Bremsbacken jeweils 2mm von ihrer Maximalen Offenposition nach innen fahren können, sollte das also locker reichen, um die Bremse zu schließen.
Hier jetzt das Ganze mal von den Radachsen aus betrachtet:

Und hier mit montierten Bremsbacken:

Anschließend habe ich damit begonnen, die Löcher für die Befestigungen der Blenden an den Bremssätteln zu Bohren und mit Gewinden auszustatten:

Und ebenso die Blenden auf der Radseite:

Hier nochmal ein Bild der abgelängten Bremssättel von oben:

Jetzt müssen die Blenden auf der Fahrzeugseite noch mit Bohrlöchern für die Befestigungen versehen werden, ebenso die Haltebleche an den Radträgern. Anschließend werden dann die Blenden dann noch in Form gebracht und angepasst.
So viel bis hierhin - ich hoffe es hat euch gefallen.
Wie immer bin ich um Kommentare, Tipps, Bemerkungen, Kritik dankbar.
Wünsche euch noch ein paar schöne Feiertage und einen schönen Abend.
LG Martin :wink:

124

Dienstag, 31. Oktober 2017, 18:48

Hallo Martin,

auf mich macht das immer einen sehr unfertigen oder besser gesagt, sehr groben Eindruck.
Aber ich kenne mich mit diesen Materialien absolut nicht aus.
Vielleicht geht es ja nicht anders, oder muss auch gar nicht anders.
Ist halt von der Optik gewöhnungsbedürftig. Aber Hauptsache es funktioniert. :ok:
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

125

Mittwoch, 1. November 2017, 01:24

Hallo Ray, :wink:
unfertig ist genau das richtige Stichwort - sieht nicht nur so aus - isses auch. Ich nähere mich immer zuerst der Funktion an bevor die Form kommt. Am Beispiel der Blenden der Bremssättel lässt sich das ganz gut verdeutlichen:
Zuerst schaue ich, dass die Bremssättel passen und dass die Funktion gewährleistet ist. Sobald das alles zuverlässig funktioniert und auch getestet ist, mache ich mich daran die Form dementsprechend zu gestalten. Du hast also schon richtig beobachtet. :ok:
Da ich die ganzen mechanischen Funktionsteile erst einmal selbst entwickele und ich von daher nicht immer ganz sicher gehen kann, ob eine von mir entwickelte Lösung das gewünschte Ergebnis bringt, warte ich zuerst die Funktionstest ab. Das war z.B. bei der Lenkmechanik der Fall - letzten Endes hat sich erst der dritte Versuch als wirklich zufrieden stellend erwiesen. Deshalb ist mir in der augenblicklichen Bauphase der Bremsen auch die Außenform der Bremssättel noch relativ egal - funktioniern muss es. Sobald die ganzen Testläufe der Bremsen durch sind, nehme ich natürlich auch die Formgebung in Angriff - soll ja auch nach was aussehen. ;)
Zumindest scheint im Moment die Stabilität ausreichend zu sein - mehr werde ich hoffentlich bald wissen - habe auch schon eine Idee für die Befestigung der Bremszüge.
Ich nehme Deinen Post jetzt einfach mal als Ansporn dann, wenn es soweit ist um so mehr an der Form zu arbeiten.
LG Martin
P.S. Freut mich natürlich sehr, dass Du interessiert am Ball bleibst. :) :D

Beiträge: 1 485

Realname: Hans Juergen

Wohnort: Bitburg

  • Nachricht senden

126

Mittwoch, 1. November 2017, 12:31

Teile herzustellen, die real funktionieren und auch belastbar sind ist was ganz anderes wie ein statisches Modell aufzubauen. Deine Vorgehensweise ist dabei meiner Ansicht nach durchaus in Ordnung. Du baust nicht nach Plan oder CAD- Konstruktion sondern " intuitiv" . Das ist auch meine Vorgehensweise. Alle meine selbst konstruierten Flugmodelle sind so entstanden. Die Idee entsteht im Kopf und wird direkt in "3D" verwandelt. Was Dir meiner Ansicht nach fehlt , sind geignete Mini-Maschinen wie eine Oberfräse , eine Drehbank und ein Bandschleifer sowie ein Maschinenschraubstock. Hättest Du die so wären viele deiner Teile sehr viel " exakter" machbar. So sieht man halt daß alles etwas improvisiert "aus der Hand heraus" gefertigt ist. Außerdem hast Du dich sehr auf den Werstoff CFK fixiert . Dabei läßt sich manches , z.B Achsen etc mit anderen Matrialien wie Stahl und Blech viel einfacher aufbauen. Dazu müßtest Du dich nur mit der Technik des Hartlötens vertraut machen. Nun ja, Modellbau hat unendlich viele Facetten. Im Laufe der Zeit werden auch Deine Ergebnisse dank Erfahrung mit neuen Materialien und geeigneten Maschinen sicher immer besser. ;)

127

Samstag, 18. November 2017, 01:30

@ Hans Jürgen - Du sprichst mir aus der Seele - mit einem geeigneten Maschinenpark wäre allerdings einiges sehr viel einfacher, schneller und sauberer machbar - wenn ich alleine schon an die Anpassungsarbeiten bei den Bremsbacken denke...
Vllt gibt´s ja an Weihnachten eine ordentlcihe Modellbaufräse :rolleyes: - mal schauen, was der Weihnachtsmann so bringt... sind ja nur noch ein paar Wochen. b
Mal schauen, was die Regierung organisiert bekommt.

Beiträge: 1 485

Realname: Hans Juergen

Wohnort: Bitburg

  • Nachricht senden

128

Samstag, 18. November 2017, 07:42

meine Erfahrung ist , das mußt Du im Wesentlichen selbst "organisieren"; z.B. empfehle ich ebay dafür.

129

Sonntag, 19. November 2017, 13:40

@ Hans Jürgen - da hast wohl recht - aber zumindest kann ich den Wunsch weiter geben - schauen muss ich natürlich selbst.
@ All
Hallo Zusammen :wink:
Es geht mal wieder weiter - in kleinen Schritten zwar, aber immerhin bin ich der Fertigstellung der Bremsen mal wieder ein kleines Stückchen näher gekommen.
Aber seht selbst.
Zuerst habe ich mich den Endplatten der Bremssättel gewidmet. Diese wurden den Umrissen der Bremssättel angepasst, mit Bohrungen versehen und in diese dann Gewinde geschnitten, damit sie an den Bremssätteln , bzw. an den Blechen auf der Oberseite der Bremssättel angeschraubt werden können. Das sah dann so aus:

Danach wurden die Endplatten , die auf der Seite des Rades liegen angeschraubt:
Einmal:

Und zum zweiten - hier sieht man bei genauem hinsehen bereits die Aussparung am Bremsbacken für die Achse:

Die Außenkanten werden später noch versäubert und in Form geschliffen -immerhin muss die ganze Konstruktion in die Räder passen - es muss also noch einiges an Material an den Seiten weg - dann wird auch die Form der beiden Bremssättel ziemlich identisch sein.
Dann habe ich die Oberseiten der Bremssättel ein wenig versäubert - genauer gesagt habe ich die Einfräsungen in die das Befestigungsblech der Radträger hineinkommt versäubert:

Im nächsten Schritt habe ich die inneren - also die Radträger an der Fahrzeugseite in der mitte mit einer Aussparung versehen, damit die Bremssättel näher an die Achse rücken:
Einmal mit Blick auf die Führungsschrauben - unten kann man die Aussparung für das Kugellager erkennen:

Und einmal mit Blick auf den Bremsbelag:

Anschließend wurden die Endplatten, welche auf der Fahrzeugseite liegen in Form gebracht und die Bohrlöcher für die Befestigungsschrauben übertragen:

Die Obenliegenden Bohrungen nehmen die Schrauben auf, mit denen die Endplatten am Bremssattel angeschraubt werden - also einfach die Endplatte auf den Bremssattel legen- kurz mit Sekundenkleber fixieren- löcher durchbohen, Gewinde in die Bohrungen reinschneiden und fertig:

Die unteren Löcher sind für die Bremszüge gedacht - also mussten diese an den Bremsbacken ausgerichtet werden:
Dazu habe ich dann in das oben liegende Führungsblech des Bremssattels einen Bremsbacken eingelegt:

Danach habe ich die Bohrungen für die Bremszüge übertragen - zur Illustration habe ich einmal eine Schraube in die betreffende Bohrung gelegt -ist rechts zu sehen neben dem Bremsbelag:

Danach habe ich die Postion der Bohrlöcher zur Befestigung der Bremssättel am Radträger übertragen. Dazu habe ich zuerst den Bremssattel soweit es ging zusammen gebaut - also Bremsbacken eingelegt und das Ganze dann am Radträger ausgerichtet:

Und dann die Bohrungen der längeren Schrauben übertragen, welche die Endplatten der Radträger miteinander verbinden. Danach Gewinde rein und verschraubt das Ganze:

Anschließend habe ich den Umriss des Befestigungsbleches des Radträgers auf die Endplatte des Bremssattels übertragen:

Und anschließend ausgefräst:

Danach wurden zwei Bohrungen durch die Endplatte des Bremssattels und das Verbindungsblech des Radträgers:

Anschließend wurde wieder ein Gewinde geschnitten und verschraubt:

Im nächsten Schritt habe ich dann ein Stück Radiergummi zurecht geschnitten auf die Bremsbacken geklebt, als zusätzliche Sicherung, damit die Bremse auch in jedem Fall offen gehalten wird, es sei denn sie wird betätig und bei der Gelegenheit habe ich die Bremse soweit zusammen gebaut:

Die Lösung mit dem Radiergummi hat sich allerdings als nicht allzu tauglich erwiesen - die Gummis reiben ziemlich in den Führungen der Bremsbacken (gut das ließe sich noch richten) und sie lösen sich bei Belastung sofort auf- hier brauche ich in jedem Fall was besseres - ist aber auch schon vorbereitet- ich habe mir ein paar ausgediente Fahrrad Bremsbeläge besorgt. :D Die werden auch als Bremsbeläge für die eigentlichen Bremsen noch getestet werden.
Schließlich habe ich die Bremsen soweit zusammengebaut - das Ergebnis nun hier:
Mit Blick auf die Blende in Radrichtung:

Und von Unten mit Blick in die Bremse und auf die Bremsscheibe:

Und als kleines Schmankerl sozusagen mal vormontiert am Auto:

Als nächstes müssen jetzt noch die Bremszüge eingebaut werden und die Feinjustierung /Einpassung muss vorgenommen werden sowei der endgültige Zusammenbau, die Außenform wird noch angepasst werden und an einigen Stellen ist auch noch einiges an überschüssigem Material vorhanden, welches weg muss. Aber ich denke man sieht so langsam wohin die Reise geht.
Ich hoffe es hat euch ein wenig gefallen und oder war von Interesse.
Wie immer: Für Tipps, Kritik, Anmerkungen und Feedback bin ich wie immer dankbar.
An der Stelle auch meinen Dank an alle stillen Mitleser ;)
Einen schönen Sonntag euch allen. :wink:
LG
Martin

130

Montag, 11. Dezember 2017, 00:51

Hallo Zusammen :wink:
ganz kurz möchte ich euch an dieser Stelle ein kleines Update präsentieren - nach etwas längerer Zeit...
Zuerst einmal anschließend an den letzten Beitrag - nun noch ein kleines Bild meines Bremszuges - ein Bowdenzug, bzw. ein Litze mit 0,8mm Durchmesser - hier mal zur Probe kurz angeschraubt an den Mitnehmer, der später die Bremsbacken betätigen soll:

Dieser Mitnehmer soll dann vom Bremszug an den Bremsbacken auf der Fahrzeug inneren Seite gezogen werden - der Bremszug läuft durch den geschlitzten Teil des Bremsbackens auf der Radseite udn so werden dei Bremsbacken schließlich zusammen gedrückt. So zumindest in der Theorie... mal schauen ob´s letztendlich so klappt, wie ich mir das vorstelle... :S
Der nächste Schritt war also die Endplatten der Bremssättel so zu bearbeiten, dass dieser Mitnehmer auf den Bremsbacken wirken kann. Dafür habe ich dann an genau der Stelle, an der die Bohrungen für die Bremsleitung in Bremsbacken und Bremssattelendplatte gebohrt wurde so aufgeweitet, dass der Mitnehmer in der Endplatte reibungsfrei gleiten kann. Dafür habe ich die Endplatten der Bremssättel endsprechend ausgefräst, was dann so aussah:

Und hier noch einmal in Nahaufnahme:

Und noch einmal von der Seite mit eingelegtem Mitnehmer:

Soweit jetzt ersteinmal zum Fortschritt an den Bremsen.
Da mir die im Moment ein kleines bisschen auf den Geist gehen :motz: und ich deshalb ein wenig Abwechslung gebraucht habe, habe ich mir anderes Thema vorgeknöpft, das mir schon etwas länger im Kopf rumgespukt hat...
Eigentlich hatte ich für mich bereits seit einiger Zeit dafür entschieden, dem Ferrari neue obere Querlenker an der Vorderachse zu spendieren - bisher hatten allerdings die Bremsen Priorität.
Ich habe mich zu dem Schritt entschieden die Querlenker neu zu fertigen, weil mir erstens die Optik der alten nicht ganz so gut gefallen hat und ich zweitens mögliche Probleme bei der Stabilität befürchtet habe: Die Kugelköpfe, welche die Verbindung zum Chassis herstellen sind bei Belastung anfällig gewesen herauszubrechen (die Verklebung am Gewinde hat sich öfter gelöst) und mir war die Gefahr einfach zu groß, dass die Schlingen, welche in die Kugelköpfe der Radträger greifen einfach abbrechen, weil sie im Endeffekt nur an einem 1x1mm Stück CFK Stück hängen. Da beide Verbindungen hochbelastete Baugruppen sind, die zudem andauernd dynamisch belastet werden, war mir das Risiko eventueller Schäden einfach zu groß.

Als erstes habe ich die Umrisse der Querlenker auf ein 4mm starkes CFK Blech übertragen:

Anschließend wurde entlang der Umrisse großzügig ausgeschnitten:

Die Position der Bohrlöcher für die Kugelköpfe bestimmt und angekörnt:

Gebohrt und mit Gewinde versehen:

Und anschließend wurden die Kugelköpfe eingeschraubt und die Position der Schlingen für die Aufnahme der Kugelköpfe der Radträger markiert:

Und hier nochmal komplett mit allen aufgeschraubten Kugelköpfen zur Befestigung am Chassis:

Zunächst habe ich kurz einmal ausgetestet, ob es auch machbar ist, die Aufnahme für die Kugelköpfe aus dem Blech auszufräsen, allerdings war das Ergebnis nicht absolut überzeugend. Deshalb habe ich die Schlingen zur Aufnahme der Kugelköpfe aus den alten Querlenkern herausopperiert:

Und die Querlenker entlang des Mittelpunktes der Schlingen - also durch den Mittelpunkt der Drehachse der Kugelköpfe an den Radträgern - gekürzt:

Anschließend habe ich die Querlenker an der Stelle so weit aufgebohrt, dass die Hälse der Schlingen in die Querlenker hinein passen:

Die Bohrungen wurden danach so aufgeweitet, dass auch die Schlingen an sich so weit im Querlenker verschwinden können, dass die Drehachse der Schlingen mit den Drehachsen, die an den Querlenkern markiert wurden übereinstimmen:

Danach wurden die Schlingen eingepasst und von der innenseite des Scheitelpunktes der Querlenker eine Bohrung inklusive Gewinde eingebracht:

Danach wurden die Schraubenköpfe soweit abgeschliffen, dass die Schrauben komplett im Querlenker verschwinden und die Schlingen fixieren können.
Zuerst von Innen:

Und dann in der Draufsicht:

Danach ging es den Spurstangen an den Kragen - auch hier gab es neue Teile- diesmal aus Stahl.
Hier war nicht die Frage der Stabilität entscheidend, sodern die Frage der Montage- und Wartungsfreundlichkeit. Da Kohlefaser nunmal aus Fasern besteht, besteht immer die Gefahr, dass das Material ausfranst. Bei Innengewinden, die sorgfältig gebohrt werden ein zu vernachlässigendes Problem - allerdings hat sich der CFK Rundstab, der für die Spurstangen vorgesehen war in dem Punkt als ziemlich zickig rausgestellt. :cursing:
Es geht zwar durchaus ein Außengewinde in einen solchen Stab zu schneiden, allerdings bricht dieses Außengewinde mit der Zeit soweit auf, dass es kaum möglich ist die Spurstangen ohne weitere Nacharbeit beliebig oft ab und an zu montieren.
Also habe ich zwei Stahlstäbe entsprechend der Länge der CFK Spurstangen abgelängt und mit einem Außengewinde an jedem Ende versehen:

Hier nochmal im Detail die Außengewinde:

Leider sind diese Bilder ein wenig unscharf geraten - ich hoffe man kann trotzdem was erkennen. :huh:
Und danach habe ich die Spurstangen auf den Lenkschlitten geschraubt:

Soweit von mir für heute - ich hoffe es hat euch gefallen/euch unterhalten/konnte euer Interesse wecken.
P.S.: @Hans Jürgen - wie Du siehst habe ich mir Deine Appelle hinsichtlich der Materialauswahl durchaus zu herzen genommen. ;)

Für Kommentare, Tipps, Anmerkungen, Kritik usw. bin ich jederzeit sehr dankbar.
Wünsche euch eine gute Nacht - schlaft gut :schlaf:
LG Martin :wink:

132

Montag, 11. Dezember 2017, 13:01

Dank Dir Hans Jürgen :D

Beiträge: 1 144

Realname: Martin

Wohnort: 76751 Jockgrim

  • Nachricht senden

133

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 11:00

Alter Martin,

Du bist echt absolut verhaltensgestört! :baeh: :P

ABARTIG; was Du hier hinlegst! :respekt: :respekt: :respekt: :respekt: :respekt: :respekt:

Werbung