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Donnerstag, 27. April 2017, 01:40

Hallo zusammen :wink:
nach einer etwas längeren Pause, die ich wegen Zeitmangel einlegen musste, geht´s nun eindlich ein wenig weiter...
So, nachdem ich ja zuletzt schon angekündigt hatte, dass ich mich ein wenig mit dem Cockpit beschaftigen muss, um eine Entscheidung zu treffen, wie ich den Fahrtakku einbaue - habe ich mich ans Werk gemacht.
Der erste Schritt, war zunächst einmal der erneute Einbau der Lenkung und der Dämpfereinheit - klingt zunächst eigentlich ganz simpel - war´s aber leider nicht. Ich hatte nämlich enorme schwierigkeiten damit alles wieder in die Chassisröhre zu bekommen, bis ich auf die glorreiche Idee gekommen bin einfach mal mit der Einbaureihenfolge zu experimentieren - und siehe da- Jackpot. :D
Ich musste nämlich zuerst die Dämpfereinheit fixieren und erst danach den Lenkservo... :bang:
Schon blöd, wenn man sich solche "Kleinigkeiten" nicht merken kann...
Anyway - nachdem dieses Problem gelöst war habe ich mich mit dem Cockpit an sich beschäftigt. ALso zuerst nochmal eine Stellprobe gemacht und geschaut, wie hoch der Akku in das Cockpit hineinragt und bei der Gelgenheit ist mir aufgefallen, dass ich zuerst einmal schauen musste, dass ich das Lenkrad irgendwie an den sekundären Lenkmechanismus montiert bekomme. Also habe ich mir das Lenkrad vorgeknöpft und damit soll die Bilderorgie für heute auch beginnen...
Zuerst habe ich das Lenkrad mit diversen "Schaltern" ausgestattet. Diese Schalter habe ich aus CFK Resten zurecht geschliffen und am Lenkrad festgepappt.
Hier mit dem ersten Schalter:

Hier die vorbereiteten Teile für die nächsten beiden Schalter:

Die Kantenlänge der einzelnen Schalter beträgt jeweils ca 1,5mm. Die rechteckige Form entspricht dabei der Vorlage, die ich aus Fotos aus dem Internet entnommen habe. Die Schalter müssen natürlich noch Lackiert werden, aber das wird erst später in Angriff genommen.
Hier das Lenkrad mit allen vorhandenen Schaltern, allerdings ohne Schaltwippe:

Und hier die Rückseite:

Anschließend habe ich die Lenksäule, welche das Lenkrad bewegen soll innen aufgebohrt und seitlich mit einer zusätzlichen Bohrung versehen, um später einen Verriegelungsstift aufnehmen zu können:

Dann habe ich die Schaltwippe auf der Rückseite mit CFK Blech aufgedoppelt, um einen längeren Schaft am Lenkrad zu bekommen, der die Lenksäule aufnimmt:

Diesen Schaft habe ich dann so aufgebohrt, dass die Lenksäule in der Mitte von der Verschlussschraube des Lenkrads und von aussen vom Lenkradschaft fixiert wird:

Und das Ganze nochmal von der Seite - ist glaube ich in der Perspektive besser zu erkennen:

Dann habe ich die Rückseite des Cockpits - also die Kopfstütze mit einem CFK Blech unterfüttert, welches ich nach den Vorgaben der zuvor aufgeklebten Sheetvorlage ausgeschnitten und dnach aufgeklebt habe - ist bisher noch Rohbau, später dazu aber mehr:
Danach habe ich mit zwei kleinen Blechen die Rückwand der Dämpfereinheit stabilisiert und das Cockpit innen abgeschliffen, damit die Dämpfereinheit innen im Auto weiter nach oben kommt (ist für die Position des Lenkrads wichtig)
Hier zunächst die Stabilisatorbleche:

Udn hier jetzt eingeklebt an die Rückwand der Dämpferaufnahme:

Als nächstes habe ich die Horizontale Führung des Akkus mit zwei kleinen Blechen unterfüttert und so einen ziemlich stabilen Anschlag erhalten - nach einem kleinen Gesammtaufbau der Elektronik hat sich herausgestellt, dass ich in der Länge noch reserven habe - also habe ich mich dazu entschlossen den Akku fün Milimeter nach hinten zu versetzen, wodurch er um ganze drei Milimeter tiefer im Auto sitzt.
Hier ein Bild von der Stellprobe - zu sehen ist hier der Abstand zwischen Lenkrad und Akku - gute vier Milimeter, was vollkommen ausreichend ist:

Ich habe mich jetzt auch dazu entschlossen den Akku mit den Anschlüssen nach vorne einzubauen - durch die neue Position habe ich dafür nun auch genug Platz in der Nase des Autos. Zudem lässt sich so ein besserer Abschluss in Richtung Fahrzeugheck konstruieren. Hier ein Bild der Stellprobe von Oben- der Stromanschluss ist in Fahrtrichtung links postioniert:

Der nächste Schritt bestand aus der Konstruktion einer provisorisch erstellten Sitzwanne, welche später den Fahrersitz und den Piloten aufnehmen wird. Dafür habe ich einfach ein Plastikschälchen vom letzten Nachtisch zuerstückelt und so wieder zusammengeklebt, dass ich sie ganz ordentlich ins Cockpit einpassen konnte. MIr ging es nicht so sehr um ein brauchbares Endergebnis. sondern eher darum ein Feeling für die Form und die Abmessungen zu bekommen.
Hier das Provisorium:

Und danach ging es dann daran meine neueste Erwerbung für den Ferrari zu verarbeiten, nämlich diese Kleinen Schätzen:

Zwei zusätzliche Lüfter. um die Temperatur im Auto niedrig zu halten - Durchmesser 25mm und das Ganze zwei mal.
Diese Lüfter werden an die Stelle der originalen Kühler platziert und dafür habe ich zunächst einmal Bleche mit entsprechenden Bohrungen ausgestattet und ein Rundes noch zu schneidendes Lüftungsloch eingezeichnet. Das Blech entspricht in der Höhe den Lüftern, steht jedoch um 5mm an einer Längskante über, damit ich die Lüfter am Chassis befestigen kann:

Danach wurden in die angezeichnete Öffnung jede Menge Löcher gebohrt:

Und schließlich ausgeschnitten:

Und verschliffen:

Und das gleiche Spiel ging dann mit jeweils einem quadratischen Blech weiter:

So meine Lieben - so viel bisjetzt - morgen mehr - ich muss jetzt nämlich ins Bett... :sleeping:
In diesem Sinne :
Nacht Männers :wink:
LG Martin

62

Donnerstag, 27. April 2017, 17:45

Hallo zusammen :wink:
Wie versprochen- weiter im Text. ;)
Also die quadratischen Bleche wurden auch entlang der runden Markierung mit Löchern versehen:

Dann wurde das Ganze verschraubt und zum Schutz gegen Steinchen oder Ähnliches ein Schutzgitter eingezogen. Dieses Schutzgitter habe ich aus einem leeren Knoblauchnetz herausgeschnitten und zwischen Blech und Lüfter geklemmt:
Einmal an der Innenseite:

Und doppelt an der Aussenseite, die direkt im Fahrtwind steht:

Und hier beide "Kühler" zusammen:

Danach habe ich am Chassis noch entsprechende Verstärkungen aufgeklebt, um die Lüfter am Chassis festklemmen zu können:
Einmal links:

Und einmal rechts:

Und hier sind die Lüfter eingeklemmt. Erst Links:

Und das selbe rechts:

Und wieder gemeinsam in der Totalen:

Die Lüfter müssen ja auch irgenwie angetrieben werden- dafür habe ich in der Bucht ein kleines Gehäuse für Knopfbatterien geschossen, welches zwei 3Volt Knopfbatterien in Reihe schaltet, womit ich die Benötigte Betriebsspannung von 6 Volt erhalte (der Spannungsbereich der Lüfter erstreckt sich von 5 - 7,5 Volt) :

Passend dazu habe ich mir auf der bald ehemaligen EU Insel noch einen Splitter Anschluss besorgt, damit ich die beiden Lüfter paralell schalten kann:

Danach ging´s an die Kühlergehäuse, also der Teil, der im Auto zu sehen ist. Dafür habe ich zuerst jeweils ein passendes Blech ausgeschnitten und einen Rand von 5 mm eingezeichnet:

Dann erneut entlang der Markierung vorgebohrt:

Und ein Trapezförmiges , fünfeckiges Blech ausgeschnitten, welches den "Deckel" des Kühlers bildet und Rechtwinklig angeklebt:

Bilder habe ich nur von dem Bau eines Kühlers, der zweite wurde entsprechend Spiegelverkehrt gebaut. Danach habe ich in die Kühler Reststücke eines alten Filters einer ausrangierten Kaffeemaschine geklebt. Der Filter hat ein schönes goldenes Gittermuster, welches ich an der Stelle ganz passend finde:

Das Netz des rechten Kühlers ist mit Absicht gestückelt, auf dieser Seite sitzt, soweit ich das anhand von Fotos in Erfahrung bringen konnte der Ölkühler, der Kühler ist also geteilt und sieht etwas anders aus als sein Pendant auf der Linken Seite.
Dann habe ich die nach innen stehenden Bleche der Lüfter noch mit einem kleinen CFK Stück unterfüttert , mit einer Bohrung versehen und einen Rundstab in die Bohrung eingesetzt:

Die Kühlergehäuse wurden dann noch mit einem entsprechend gebohrten Blech beklebt:

In Verbindumg mit dem Rundstab am Lüfter und dem Blech am Kühlergehäuse bildet das Ganze dann ein einfaches Scharnier:

Die Kühlergehäuse müssen klappbar sein, damit ich auf derLinken Seite den Akku einsetzen kann und auf der Rechten Seite die Knopfbatterien tauschen kann.
Apropos Knopfbatterie - ds Gehäuse habe ich auf der Rechten Seite aussen an den Anschlag des Akkus geklebt, hier seht ihr das Gehäuse und den hochgeklappten Kühler:

Die beigen Bauteile sind einfache Sheetstücke, die ich in die Kühleröffnungen eingesetzt habe, damit die Luft direkt in die Lüfter geleitet wird. Ich erhoffe mir davon ein wenig mehr Effizienz bei der Kühlung des Autos - ob das allerdings so bleiben wird, weiss ich noch nicht - da ist jetzt eure Meinung gefragt. Wenn es besch... aussieht kommt´s wieder weg.
Und hier der heruntergeklappte Kühler auf der rechten Seite zum Abschluss heute:

Als nächstes steht die Sitzschale und die Fertigstellung der Kühler auf der Agenda.
Ich hoffe es hat euch ein wenig gefallen... :D
Und wie immer - Anmerkung und Kritik sind herzlich willkommen.
Bis bald
LG Martin :wink:

64

Freitag, 28. April 2017, 23:09

Dank Dir Hans Jürgen ^^

65

Samstag, 27. Mai 2017, 00:25

Hallo ihr lieben,
ja, mich gibt´s auch noch - und pünktlich zum einjährigen melde ich mich mit einem aktuellen Update... in diesem Sinne: Hallo euch allen da draußen. :wink:
Und es geht auch gleich los - nachdem ich zuletzt die Kühler in Angriff genommen habe, soll es damit auch heute zuerst weiter gehen:
Zuerst habe ich Abschlussbleche geschnitten, um die bisher noch nach hinten offenen Kühler zu schließen:

Danach habe ich die Plättchen auf die ncoh offene Seite der Kühler geklebt:
erst links:

und danach rechts:

Als nächstes habe ich die Oberseite der Kühler angefast, sodaß ich die Kühler ohne weiteres nach oben wegklappen kann:
Hier als Beispiel der linke Kühler - ist beim rechten Kühler analog ausgeführt:

Als nächstes habe ich zwei Bleche geschnitten, welche die Scharniere sichern sollen - also verhindern, dass die Kühler nach innen durchrutschen.
Hier die beiden Bleche:

Und hier nochmal mit der Aussparung für die Scharnierachse und bereits so in Form geschliffen, dass die Kühler abklappen können:
Erst links:

und danach entsprechend für den rechten Kühler:

Anschließend gab´s eine Stellprobe der Scharnierhalterungen, die ich dazu genutzt habe die Postion der Gegenstücke zu bestimmen, an denen die Scharnierhalterungen befestigt werden sollen:
Erstmal am linken Kühler:

Und dann entsprechend rechts:

Danach habe ich die Gegenstücke für die Scharnierhalterungen am Chassis festgeklebt:
Zuerst links:

Und danach am rechten Kühler, wobei ich hier gleich zwei Bleche verwendet habe, wobei eines noch einen anderen Zweck erfüllt, aber das seht ihr gleich ;)

Anschließend habe ich die Scharneirhalterungen und die Befestigungsbleche mit M1 Gewinden versehen: (Hier als Beispiel die Scharnierhalterung des linken Kühlers)

Danach habe ich die Seiten der Kühler verschlossen: Also wie gehabt entsprechende Blech ausgeschnitten und angefast:

Und von außen an die Seiten der Kühler gepappt, die damit dann geschlossen waren - hier mal exemplarisch der rechte Kühler:

Anschließend habe ich ein kleines Blech zurecht geschnitten - lang und schmal:

Dieses Blech ahbe ich dann mit einem Einschnitt versehen und auf einer Seite angefast:

Danach habe ich ein größerees Blech zurecht geschnitten, welches als Anschlag für den Akkuboden dient. An einer Seite habe ich dieses Blech mit einer Kleinen Stufe versehen, in die das andere Blech hineinpasst:

Auf der Seite auf der der Anschlag für den Akku liegt - also am rechten Kühler habe ich an das bisher verbaute Blech noch ein zweites unterfüttert, das auch gleich mit dem Scharnierhalter verschraubt und eine Aussparung für die Halterung für die Batterien der Lüfter ausgesägt und das ganze mit einem zweiten Blech verzapft und verklebt:
Hier mit Blick auf den Akkuanschlag:

Und hier mit BLcik auf den Anschlag am Boden des Akkus - mit einer Detailansicht der Verzapfung:

Und hier nochaml die ganze Baugruppe in der Gesammtansicht - durch die Verzapfung und das Schließen der Kühler sind diese nicht nur gegen verrutschen gesichert, sondern rasten auch sowohl bei maximaler Öffnung als auch in geschlossenem Zustand ein und sind durch kleine Überstände gesichert:

Ich hoffe es hat euch gefallen bis hier her - morgen gibt´s ein neues Update (wenn die Zeit es zulässt)
in diesem Sinne Gute Nacht :schlaf:
Und wie immer:
Um Kritik, Anmerkungen und Tipps bin ich wirklich dankbar.
:wink:
Euer Martin

66

Sonntag, 28. Mai 2017, 13:47

Einen schönen Sonntag euch allen. :wink:
Wie versprochen gibt´s heute ein kleines Update - gestern hat´s zeitlich leider nicht mehr ganz gereicht - Freizeitstress.... ;)
Zunächst nhabe ich noch ein paar Bilder der Gesammtansicht nachzuliefern:
Also - derzeitiger Baustand des Chassis von oben:

und von der Seite - man erkennt gut, dass die Kühler jetzt seitlich geschlossen sind;

Als nächstes habe ich nohcmal der Überarbeitung des Lenkrads gewidmet, genauer gesagt dem Ferrariemblem in der Lenkradnabe und den Konturen des Lenkrades insgesammt.
Da ich dem Emblem in der Lenkradnabe etwas Plastizität verleihen wollte, musste ich mir was überlegen - nur allein mit Farbe ist das nicht zu machen. :(
Also habe ich mir was überlegt... :idee:
Und die Lösung lautet: Holzleim.

Also habe ich Handelsüblichen Holzleim zunächst mit Revellfarbe vermischt.
Hier die verwendete Farbe - kommt dem Gelb im Ferrariemblem meines Erachtens nach am Nächsten:

Und so sieht die Farbe original aus:

Danach habe ich den Holzleim mit der Farbe vermischt:

Und danach habe ich die Farbe vorsichtig in die Lenkradnabe getupft und ein wenig habrund erhaben modelliert:

Und bei der Gelegenheit habe ich auch gleich den Lenkradkranz etwas abgeschliffen und filigraner gearbeitet.
Ich bin mir allerdings ein wenig unschlüssig darüber, ob ich es nicht zu dünn gemacht habe :huh: - was meint ihr dazu? :doof:
Danach habe ich mich nochmal an die Radträger der Vorderräder gemacht -da ich im Moment dazu tendiere die Scheibenbremsen funktionierend auszuführen (in der Theorie sollte auch alles klappen, ob ich das tatsächlich hinbekomme, weiss ich selbst noch nicht - also sind geerade in der Hinsicht Tipps herzlich willkommen)
Zuerst habe ich mir überlegt, wie ich eine Radnabe bauen kann, in die ich die Kugellager der Radachsen verbauen kann...
Und da kam mir dann die Idee einfach meine Ersatzfelgen auszuschlachten, die ich ganz am Anfang des Baus versehentlich falsch bestellt hatte.
Also - Raus mit der Radnabe:

Und dancch gleich eine Stellprobe gemacht - also Radachse und Kugellager eingebaut:

Und danach die "alten" Bremsscheibenimitate zusammengeklebt und als Schablone ein 2Cent Stück zweckentfremdet, um den Aussendurchmesser und den Innendurchmesser zu ermitteln. In diese CFK Ringe soll später die Radnabe eingepasst werden.
Aber hier zunachst die Klebe- und Bohrarbeiten:

Und von der seite das Ganze:

Diesen Kohlefasterring habe ich dann auf die Radnabe aufgezogen:

und nochmal von der Seite:

So viel bis hierher- sobald ich mit den überarbeiteten Radträägern weiter komme, gibt´s auch hier neues.
By the way: vor dem Cockpit Innenausbau drücke ich mich im Moment noch ein wenig... :S
Und - ich habe ich den weiteren Ausbau der Halterungen für die Elektronik ein wenig rausgeschoben, weil ich im Moment keine große Lust habe so viele Bleche zu schneiden...
Wird aber auch bald in dieser Richtung weiter gehen.
In diesem Sinne: Schönen Sonntag euch allen und wie immer:
Tipps und Kritik, Anregungen und Kommentare sind selbstverständlich sehr willkommen.
LG Euer
Martin :wink:

67

Dienstag, 30. Mai 2017, 16:14

Mächtige Fortschritte mit für mich gänzlich ungebräuchlichen Materialien.

Das Teil sollte ja am Ende stabil sein wie hulle, oder?

Absoluten Respekt vor Deiner Leistung!
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

68

Dienstag, 30. Mai 2017, 21:21

Danke Ray - :rot:
Und ja es sollte ziemlich stabil sein - muss es auch - immerhin soll die Kiste wenn sie fertig ist an die 100 km/h spitze bringen. :D

69

Sonntag, 11. Juni 2017, 18:04

Hallo zusammen und einen schönen Sonntag euch allen :wink:
und ja es geht mal wieder weiter - also ohne grosses Geschnacke - weiter im Text ;)
Nachdem ich zuerst eine Radnabe verarztet hatte - also mit CFK Ringen ausgestattet habe ging es analog mit der zweiten Radnabe weiter. Also zuerst - wie gehabt meine 2 Cent Münze als Schablone aufgeklebt:

und entsprechend aus den alten Bremsscheiben die groben Umrisse rausgeschnitten:

Als nächstes habe ich das ganze in Form gebracht und wie gehabt auf die zweite Radnabe aufgezogen. Bilder spare ich mir an der Stelle - sieht auch nicht anders aus als an der ersteen Radnabe... :baeh:
der nächste Schritt betraf die Befestigungen der Bremsbelüftungen und der Bremssättel und die Anschläge der Kugellager.
Zuerst aber ein paar Worte zur Konstruktion: die ummantelten Radnaben werden auf beiden Seiten entlang der Radachse mit Blechen versehen, die gegeneinander Verschraubt werden und später die Anschläge der Kugellager aufnehmen, sowie die Befestigungen der Bremsbelüftungen und der Bremssättel.
Zunächst bar zu den Blechen auf der dem Chassis zugewandten Seite der Radnaben, also den Befestigungen der Bremsbelüftungen:
Hierfür habe ich grob ein Blech zurecht geschnitten und auch bereits mit Hilfe der Cent- Schablone die Durchmesser der Radnabe übertragen:

Anschließßend habe ich entlang der Vorgaben Löcher gebohrt, um die Aussparung ausarbeiten zu können:

Danch wurde die Bohrung in der Mitte ausgeschnitten:

Und die Bohrung in der Mitte so aufgeweitet, dass die Radnabe hineinpasst:

Anschließend habe ich die Radnabe mitsammt den Kugellagern in dieses Blech eingepasst - mittels Presspassung.

Das ganze sah dann von der Seite so aus:

Wie auf den Bildern meines letzten Updates zu sehen ist, verfügt die Radnabe über einen etwas breiteren Überstand und genau über diesen Überstand wurde dieses Blech aufgezogen.
Dieser Überstand war allerdings höher als das 2mm Blech und wurde bündig abgeschliffen, sodass ich mit einem zusätzlichen durchgängigen Blech das Kugellager zusätzlich gegen Rausrutschen aus der Radnabe sichern kann.
Hier ein Bild während des Planschleifens:

Auf diesem Bild sieht man eventuell besser, dass die Teile nun bündig geschliffen sind- auch wenn die Makros furchtbar aussehen ;( :

Und hier mal die beiden Abschlussbleche zum Vergleich - einmal bereits eingesetzt und einmal nur vorbereitet:

Anschließend habe ich zwei etwas größere Bleche mit Bohrungen versehen und auf der Radseite der Radnabe aufgezogen - in diesem Fall weder per Presspassung, noch fest verklebt, sondern lediglich lose mit Sekundenkleber angepunktet.
Durch die inneren Abschlussbleche und die etwas größeren angepunkteten habe ich dann komplett durchgehende Bohrungen mit einem 0.8 mm Bohrer gesetzt:

Und diese Bohrungen mit M1 Gewinden ausgestattet

und so die beiden außen liegenden Bleche der Radnaben miteinander verbunden:

Hier seht ihr beide Radträger, also Radnabe plus Radachse plus zusammengeschraubte Abschlussbleche:

Als nächsten Schritt habe ich die alten Bremsbelüftungen, an denen die Kugelköpfe der Radaufhängung und die Bohrungen für das Lenkgestänge angebracht waren ausgebaut, damit ich die genauen Verhätnisse der Bohrungen zueinander ermitteln kann:

Und diese Maße - zunächst aber erstmal nur die Aussenmaße habe ich dann auf ein Blech übertragen - allerdings mit einer rechtwinkligen Erweiterung, mit der dieses Bauteil am Radträger befestigt wird:

Und dieses Blech wurde anschließend ausgeschnitten:

Und mit einer Bohrung für den Kugelkopf und einer eingefrästen Nut in dem rechtwinkligen Stück versehen - das ganze zweimal natürlich (einmal je Rad) :

Entsprechend der Schlitze in diesem Blech wurden paralelle Bohrungen in die Ummantelungen der Radnabe gemacht:

So viel bisher - keine Sorge geht in kürze weiter - ich habe nur mehr als die erlaubten 20 Bilder von dieser Bauphase...
Also bis gleich :wink:

70

Sonntag, 11. Juni 2017, 21:03

- und weiter im Text ;-)
Die Radträger bekamen dann als nächstes in diese beiden Bohrungen Gewinden hinein geschnitten, sodass das Blech mit der Bohrung für den Kugelkopf mit Hilfe von zwei Schrauben fixiert werden kann:

Daach bekam die Bohrung für den Kugelkopf ebenfalls ein Gewinde verpasst und dieser wurde dann eingeschraubt:

Als nächstes habe ich mich dann an die Befestigung des Kugelkopfes an der Unterseite gewagt.
Also zuerst ein Blech ausgeschnitten:

Danach mit einer Bohrung für den Kugelkopf versehen:

Und anschließend wurde erneut ein Schlitz angebracht , in die Bohrung für den Kugelkopf ein entsprechendes Gewinde geschnitten und der Kugelkopf montiert:

Im nächsten Schritt habe ich dann auf der Unterseite des Radträgers Bohrungen für die Befestigung dieses Bleches angebracht und mit M1 Gewinde versehen:

Danach habe ich die Radträger - also die Radnabe und die anmontierten Bleche in Form gebracht:

Und hier nochmal mit Blick auf die Plangeschliffene Seite mit Blick auf dien Innenseite der Radträger:

Ich habe noch genug Material um die Schrauben stehen lassen, damit ein Ausreißen zumindest unwahrscheinlich sein sollte. Das größere Blech auf der Stirnseite, durch das die Radachse lläuft, soll später zur Befestigung des Bremssattels dienen.
Anschliessend habe ich die Radträger noch mit einem Schlitz versehen, der zur Stabiliesung und einfacheren Montage der Bremsbelüftung dienen soll. Dies sind die kleinen Schlitze, die auf dem ersten der beiden Bilder der Radträger gut zu sehen sind.
Als nächstes habe ich das ganze dann komplett zusammen gebaut. Hier mit Bilck von Oben- also mit Blick auf die größeren Belche, die die Anlenkung aufnehmen werden :

Dann nochmal von etwas weiter hinten - die Anlenkung ist erneut oben:

Und nochmal direkt mit Blick auf die oberen Kugelköpfe und die Bleche der Anlenkung:

Durch die Schlitze an den Blechen sind die Kugelköpfe entlang der Radachse verscheibbar- ich kann also den Sturz der Vorderräder individuell verstellen, indem ich die Bleche mit den Kugelköpfen verschiebe.
Natürlich hängt der Sturz der Vorderräder auch von der Position der Querlenker ab, allerdings habe ich jetzt eine zusätzliche Möglichkeit die Achsgeometrie zu verändern.
Ich hoffe es hat euch so weit gefallen -
Und wie immer: Bei Fragen - haltet euch nicht zurück, beantworte ich gerne.
Anregungen, Kritik, Tipps oder sonstige Anmerkungen sind natürlich herzlich willkommen.
In diesm Sinne:
Stay tuned - als nächstes kommt der Bau der Bremsbacken, Bremsbeläge usw.
Einen schönen Sonntagabend euch allen und einen guten Start in die Woche
Euer Martin :wink:

71

Montag, 12. Juni 2017, 20:09

Hallo Alle zusammen :wink:
Für heute gibt´s nur ein etwas kleineres Update - hoffe es ist dennoch interessant.
Zuerst einmal gibt´s meine neuesten beiden Errungenschaften zu bestaunen :huh: Oder besser- zu präsentieren - ohne die würde nämlich der nächste Baufortschritt, den ich euch heute zeigen möchte so gar nicht möglich sein. :(
Aber net lang schnacken - auf gehts:
Und tada :tanz: - die erste Neuanschaffung:

Eine sage und schreibe 4mm dicke Kohlefaserplatte - habe ich mir gegönnt, um die Bremsscheiben zu fertigen und vor allem die Bremsen an sich - da ich mit ordentlichen Belastungen rechne -sollte schon ein bisschen Fleisch auf den Knochen sein :D
Und damit komme ich sogleich auf die nächste Errungenschaft:

Ein weisser Lackstift - wundervoll in Szene gesetzt auf der neune CFK Platte.
Den habe ich mir gegönnt, um vor allem umrandungen einfacher, schneller und präziser übertragen zu können als es mit der Anreißnadel funktioniert. Präziser vor allem deshalb, weil die Gefahr nicht so groß sit, dass etwas verrutscht - bei der Anreißnadel ist in der Kohlefaser doch leider einiges an Kraftaufwand vonnöten. :!!
Und mit dem Equipment ging es dann auch schon los am Wochenende -
Ich habe mich mal gaaanz zaghaft an die Bremsbacken ran getastet...
Die Überlegung sieht folgendermaßen aus:
1. Bremsbeläge werden in die Brewmsbacken eingelassen und damit verschraubt und verklemmt.
2. Die Bremsbeläge und die Lauffläche der Bremsscheiben innerhalb der Bremse werden ein wenig versenkt, also vertieft, sodass ich die Möglichkeit habe das nicht eingefräste Material der Bremsbacken als Anschlag zu benutzen.
3. Die Bremsbeläge werden in einem Schienensystem im Bremssattel aufgehängt und mittels Bowdenzug betätigt. :kaffee:
Soweit die graue Theorie - jetzt aber zu dem was in der Praxis bisher pssiert ist.

Punkt 1 Die Bremsbacken.

Dafür habe ich mir passende Stücke der 4mm CFK Platte zurecht geschnitten - allerdings sehr großzügig dimensioniert - die ganz genaue Konstruktion muss noch ausgetüftelt werden.
Also hier die beiden CFK Stücke:

Bereits eingespannt, um exakt identisch gefeilt zu werden.

Hier ist zu sehen, wie eine der Außenkanten , die als Ausgangslinie dienen soll bereits zurecht gefeilt wurde:


Nachdem ich die Vorzüge der exakten Normierung unserer hiesigen Zahlungsmittel zu schätzen gelernt habe und ich festgestellt habe, dass eine 2 Euro Münze exakt 25mm Durchmesser hat (das von mir festgelegte Außenmaß der Bremsscheiben), wurde eine ebensolche mal wieder als Schablone benutzt. Bei dieser Gelegenheit ist auch zum ersten mal der Lackstift zum Einsatz gekommen:

Als nächstes habe ich mir dann eine meiner Geschrotteten Dremel -Trennscheiben vorgeknöpft, um daraus einen Bremsbelag zu fertigen:

Der Vorteil ist, dass ich von diesen Bremsbelägen, wenn sie den wie erhofft ihren Dienst tun jede Menge zur Verfügung habe - ihr wollt gar nicht wissen wie viele dieser Trennscheiben bisher ihr Leben bei mir ausgehaucht haben. :( Kohlefaser ist halt als Baumaterial eine echte :evil: :!!
Auf diese Dremelscheibe habe ich dann den Durchmesser der Münze übertragen und das dann dementsprechend abgefeilt:

Ging eigentlich sehr gut, allerdings sind diese Trennscheiben auch spröde ohne Ende und ich musste wirklich sehr darauf aufpassen, dass mir das Ganze nicht durchbricht.
Noch ganz kurz zur Erklärung:
Ich habe die Ecken aus optischen Gründen Abgerundet - zudem sind allzu scharfe Ecken nur sehr schwer in die Kohlefaser einzuschleifen. Auch decken die Bremsbeläge nur etwa ein 20 mm lange Bogensehne der Bremsscheiben ab- allerdings überlappen denoch knappe 5 mm des Durchmessers mit den Bremsbelägen. Sehr viel mehr würde auch gar nicht gehen - immerhin muss ich ja auch noch die Achse und die Befestigung an der Achse und Felge auf der Bremsscheibe unterbringen...

Danach habe ich die Form des Bremsbelages auf die Bremsbacken übertragen und mit einem meiner geliebten Zahnarztbohrer ausgefräst:


Ich habe mich gaaanz langsam an die notwendige Form herangetastet, bis ich schließlich den Bremsbelag mit sanftem Druck in diese Vertiefung legen konnte.

Anschließend habe ich den Bremssattel mit zwei Bohrungen und dazugehörigen M1 Gewinden ausgestattet:

Danach die Bohrungen vorsichtig mit der Hand und einem 0,8 mm Bohrer auf den Bremsbelag übertragen und danach seeeehr langsam und vorsichtig durchgebohrt:

Dann nochmal eine Passprobe gemacht:

Und anschließend festgezurrt:

Mit diesem Versuch wollte ich zum einen die prinzipielle Machbarkeit testen und mich auch ein wenig an die Herstellungsweise herantasten.
Jetzt muss lediglich noch die Aussparung für den Bremsbelag um 2mm vertieft werden, die Lauffläche der Bremsscheibe freigearbeitet werden und dann kann´s weiter gehen mit dem Bau der Bremssättel. :D
Ich hoffe es hat euch gefallen -
wie immer Anregung , Kommentare, Tipps und Kritik sind herzlich willkomen.
Wünsche euch einen guten Start in den Abend
LG Euer Martin :wink:

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72

Montag, 12. Juni 2017, 20:48

soll die Scheibe auf Kohlfaser reiben? :S das wird bestimmt eine Riesen Stauborgie beim Bremsen.

73

Montag, 12. Juni 2017, 21:47

Vom Grundgedanken her schon, von daher ist Dein Einwand natürlich berechtigt Hans Jürgen - ich hoffe/glaube/denke allerdings, dass sich der Abrieb in Grenzen halten wird, weil ja lediglich die glatte Seite der Trennscheibe zum Einsatz kommt - also nicht die Schneidekante - wie es sich letztendlich im Einsatz verhält wird nur ein Testlauf zeigen - und den gibt´s sobald der Grundaufbau soweit steht.
Dann gibt´s davon auch ein Video - versprochen ;)

74

Dienstag, 13. Juni 2017, 06:53

Sehr schöne Berichtserstattung!
Für Laien wie mich höchst interessant.

Auf das Bremsstaubvideo bin ich schon gespannt.
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

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75

Dienstag, 13. Juni 2017, 23:28

Ich bin gespannt, ich hätte es eher mit dem Gummi von einer Fahrradbremse versucht (zugeschnitten und mit Sekundekleber eingeklebt) mal sehen was der Testlauf zeigt.

übrigens habe ich den Eindruck daß du immer filgraner und exakter arbeitest. :ok: Es wäre schön wenn Du dich später nochmal an die Karrosserie begibst, die fällt im Vergleich zu Deine jetzigen Arbeiten optisch doch etwas ab. ;)

76

Mittwoch, 14. Juni 2017, 20:00

Hallo ihr da draußen :wink:
Für heute gibt´s nur ein kleines Update: ABER - mit einem vorläufigen Test der Bremsbeläge- man darf also gespannt sein und ich bin es auch - um ein dementsprechendes Feedback wäre ich nämlich ausgesprochen dankbar.
@Ray: Danke für Dein Lob Ray, freut mich sehr: :tanz:
@Hans Jürgen: Mit der Karrosserie hast Du natürlich absolut recht - da gibt´s Nachholbedarf :S - habe mich deshalb auch dazu entschieden die Motorhaube, also die komplette Abdeckung des Hinterwagens aufs Altenteil zu schicken und die Motorabdeckung nochmal komplett neu zu laminieren - das Stückwerk, das ich da bisher hatte sieht im Vergleich zum Rest ( - vor alllem der neueren Funktionsteile) besch... aus. Auch Chassis und Nase werden nochmal gespachtelt - ich werde einmal versuchen, das mit dem gesammelten Kohlestaub und Epoxidharz zu versuchen - mals schauen ob´s klappt...Zudem auch danke für dein Lob (hab das jetzt mal so aufgefasst :baeh: ) und ja ich denke auch, dass ich inzwischen doch um einiges genauer und filigraner arbeite - man entwickelt sich halt doch weiter - zum Glück- ;)
So nun aber auch direkt zum versprochenenen Testlauf:
Ich habe zunächste eine vorgefertige alte Bremsscheibe, die ich schonmal für die Hinterräder angefertigt hatte als Testobjekt benutzt -zwar stimmt der Durchmesser und auch die Dicke der Bremsscheibe nicht mit der später verwendeten überein- aber es ging ja in erster Linie darum den Abreib durch die Bremsbeläge zu testen - also: passt scho.
Diese Bremsscheibe habe ich in den Schleifaufsatz des Dremels eingepannt:

auf dem Bild ist die noch jungfräuliche Bremsscheibe zu sehen. Aber dieser provisorische Versuchsaufbau brachte auch ein kleines Problem mit sich: die Bremsscheibe taumelte leicht - das wiederum sollte die Bremsscheibe im Auto nicht in diesem Maße tun.
Hier jetzt der eigentliche Delinquent: Die Bremsbacke mit eingebautem Bremsbelag:

In einem ersten Schritt habe ich einfach mal die Bremsscheibe in den Dremel gespannt, Gas gegeben und eine Trennscheibe (gleiches Material wie die Bremsbeläge) mit der flachen Seite an die Bremsscheibe gehalten:
Hier nun das filmische Dokument davon:
https://youtu.be/uCEvY8d9ycQ
Als Kamerafrau und auch Regieassistenz/Schnitt/Ton/Produktionschefin war mir freundlicherweise meine bessere Hälfte behiflich.
:five: :bussi:
Vielen Dank Yvi :lieb:

Hier das Ergebnis, bzw. die Spuren des Testes an der Bremsscheibe:


Als nächstes ging es dann ans Eingemachte: Der Test Bremsscheibe vs: Bremsbacke und Bremsbelag:
https://youtu.be/4FltC6sWa2Q

Und auch hier: Die Bremsscheibe nach dem Test:

Deutlich sind natürloich die Riefen im Material zu sehen - aber: das ist ja bei einer richtigen Bremsscheibe auch so - zudem war die Kohlefaser vorher an dieser Stelle ja auch blank poliert.
Danach habe ich die zweite Bremsbacke soweit fertig geschliffen:

Anschließend den Bremsbelag geschliffen und entsprechend auch dort die Befestigungslöcher gebohrt:

Und so sehen im Moment beide Bremsbacken aus:

Also jeweils mit Gewinden für die Befestigungsschrauben der Bremsbeläge und mit lose eingelegten und eingepassten Bremsbelägen.
So - und nun ist eure Meinung gefragt:
Im zweiten Video ist auch die Bremswirkung zu sehen - der Dremel verliert deutlich an Drehzahl... die Bremswirkung stellt sich also ein.
Ich glaube zwar, dass sich der Abrieb an der Bremsscheibe, bzw. die Staubentwicklung in Grenzen hält, würde dazu allerding gerne eure Meinung erfahren.
An dieser Stelle nochmal kurz: @ Hans Jürgen - danke für den Tipp mit den Fahrradbremsbelägen - das ist Plan B :ok:
Zudem: ich glaube, dass der Abreib an der Bremsscheibe auch durch das Taumeln verstärkt wird...
Soviel von mir für heute -
ich hoffe es hat euch gefallen
Tipps, Anregungen, Meinungen, Kommentare sind wie immer herzlich willkommen.
Wünsche euch einen schönen Abend und denjenigen, die Morgen frei haben einen schönen Feiertag. :wink:
Bis denne
Euer Martin :wink:

77

Donnerstag, 15. Juni 2017, 08:35

Ja, die Staubentwicklung hält sich wirklich in Grenzen.

Ich denke aber, die Bremswirkung auch. Und der Verschleiß wird wohl echt hoch sein.

Auf alle Fälle noch Plan B versuchen, und dann mal direkt vergleichen.

Schönen Gruß an Deine hilfreiche Assistentin und dann mal schönen Feiertag Euch Beiden.
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

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78

Donnerstag, 15. Juni 2017, 09:26

Hi

ich seh es genauso. probier mal Plan B. Den Gummibelag kannst Du mit Sekundenkleber befestigen was Dir auch die Schrauben erspart (die nach ensprechendem Abrieb die GFK Scheibe sicher zerstören würden ) Alternativ zur GFK Scheibe empfehle ich ein soche aus 2 mm starkem Blech , oder Du machst es wie Ray , gehst in den Bamarkt und besorgst dir Unterlegscheiben im passenden Durchmesser. Dann hast Du keine Probleme mit Abrieb und könnstest vielleicht auch die Dremel- Beläge benutzen :D

79

Donnerstag, 15. Juni 2017, 12:04

Morgen zusammen :wink:
@Ray, @ Hans Jürgen - vielen Dank für euer Feedback -
ich werde es jetzt auch mal mit dem Fahrradgummi versuchen und dann vergleichen - wird allerdings noch ein wenig dauern, bis ich welches bekomme. Bis dahin werde ich dennoch an der Bremse wie bisher weiter bauen - die Beläge sind ja schnell getauscht :P
So long und schönen Feiertag.

80

Samstag, 24. Juni 2017, 13:56

Hallo ihr da draußen :wink:
und einen schönen guten Morgen wünsche ich euch allen.
Es geht mal wieder ein wenig weiter...
Wie bereits erwähnt befinde ich mich ja im Moment mitten im Bau der Vorderradbremsen und damit soll es auch weiter gehen.
Nachdem ich den Verschleiß und die Staubentwicklung mal provisorisch getestet und in einem kleinen Video festgehalten habe geht es jetzt wie gehabt mit dem Bau der Bremsbeläge/backen usw. weiter.
Ich habe mich dazu entschieden vorerst den Bau der Bremsen mit den Schleifscheiben als Bremsbeläge fortzuführne, weil sich an der Grundkonzeption der Bremsen nichts ändert, wenn die Beläge aus einem anderen Material sind. Sobald ich die Gummibeläge einer Fahrradbremse zur Verfügung habe werden die ebenfalls getestet. Ebenso werden noch diverse Testläufe im weiteren Verlauf des Baus notwendig sein, um die Funktion, Zuverlässigkeit, Standfestigkeit und Leistung der Bremsen zu testen - es wird also noch einiges passieren in nächster Zeit. :baeh:
Zunächst aber möchte ich von den aktuellen, wenn auch kleinen Schritten berichten, die der Bau genommen hat.
Da ich ja bekanntlich an meinem Auto zwei Vorderräder zu bremsen habe und ich je Rad eine Bremsscheibe mit je zwei Bremsbacken vorgesehen habe, hieß es erst einmal :
Bremsbeläge feilen und Bremsbacken bauen...
In diesem Sinne - habe ich dann als erstes nochmal zwei Bremsbeläge aufgezeichnet:

Danach habe ich die Konturen der Bremsbeläge mit Hilfe meiner wohlbekannten Schablone auf die Rohlinge der Bremsbacken übertragen und mit Lackstift angezeichnet:

Anschließend habe ich die Form der fertig gefeilten Bremsbeläge auf die Bremsbacken übertragen:

Mit dem Dremel die Aussparungen für den Bremsbelag in die Bremsbacken eingeschliffen:

Danach wurde der Bremsbelag eingepasst:

Löcher für die Befestigung der Beläge gebohrt und mit einem Gewinde versehen:

Und diese Löcher wurden dann wiederum auf die Bremsbeläge übertragen.
Anschließend wurde noch um die Bremsbeläge herum eine Aussparung in die Bremsbacken geschliffen, damit die Bremsscheibe genug Luft hat, um Reibunsfrei laufen zu können:

So sahen dann alle vier Bremsbacken zusammen aus:

Danach wurden die Bohrung für die Bowdenzüge gemacht. Wichtig war an der Stelle die Passgenauigkeit der Bohrugen zu gewährleisten. Um das zu erreichen habe ich zuerst die Bohrungen auf der Rückseite einer Bremsbacke angezeichnet und anschließend immer zwei Bremsbacken zusammen eingespannt und die Bohrungen gemeinsam gesetzt. Auf den jeweils radseitigen Bremsbakcen habe ich dann noch einen kleinen Kanal in die Bremsbacken gefräst indem der Bowdenzug laufen soll:

Danach kamen die ersten Bohrungen für die Führungen der Federn zwischen den Bremsbacken an die Reihe. Da in diese Bohrungen nicht nur die Führungen für die Federn, sondern auch Führungsbolzen ingelassen werden, die gewährleisten, dass die Bremsbacken gerade aufeinander zu laufen, war hier Präzision angesagt. Die Löcher mussten möglichst Rechtwinklig und vor allem Postionsgetreu auf beiden gegenüberliegenden Bremsbacken sein.
Hier das erste Lochpaar:

Und dann wurden auch schon die ersten Führungsbolzen eingelassen und mit Sekundenkleber festgepappt:

Und das Ganze nochmal von der anderen Seite:

Und nochmal im geöffneten Zustand mit bereits eingelassenen Führungsbolzen:

Und geschlossen mit Blick auf den Radseitigen Bremsbacken mit sämmtlichen Löchern für die Führungsbolzen, den eingeklebten Führungsbolzen und den Löchern für den Bowdenzug und den Laufkanal für den Bowdenzug:

Insgesammt wird das exakte zusammenfahren der Bremsbakcen über vier Führungsbolzen je Bremsbackenpaar gewährleistet, von denen jeweils zwei an jeder Bremsbacke befestigt sind.
Hier einmal zur Veranschaulichung ein Bremsbackenpaar halb geöffnet von oben photographiert:

Mehr als zwei bis drei Milimeter werden die Bremsbacken auch dann nicht geöffnet werden, wenn die Bremse offen ist. Das Ganze muss vor Inbetriebnahme noch geölt werden, funktioniert aber ausgesprochen zuverlässig ohne daß die Bremsbacken biem Zufahren verkannten.
Hier nochmal beide Bremsbackenpaare mit sämmtlichen Bohrungen:

Und mit Bolzen provisorisch zusammengebaut in leicht geöffnetem Zustand von Oben:

Anschließend habe ich die ersten Federn auf die Bremsbacken geklebt, so dass die Federn um die Führungsbolzen herumlaufen. Die Federn bestehen aus jeweils einer viertel Kugelschreiberfeder:

Auf dem nächsten Bild sind bereits kleine Löcher angebohrt, in die die Federn einrasten können, sodaß sie beim Zusammenbau nicht verrutschen können:

Und so sieht ein mit Federn ausgestattetes Bremsbackenpaar in zusammengefahrenem Zustand aus:

Ich hoffe auf dem Bild kann man erkennen, dass so zwischen den Beiden Bremsbacken in etwa 2 mm Abstand bestehen - zusammen mit den Aussparungen in den Bremsbacken sollte genug Luft sein, damit die Bremsscheibe Reibungsfrei laufen kann und andererseits reiben bei geschlossenem Zustand die Bremsbeläge auf der Bremsscheibe - soweit zumindest in der Theorie.
Als nächstes Stehen dann die Fertigung und Vormontage der Bremssättel an und dann wird getestet, ob die Bremsbacken zuverlässig ohne zu verklemmen öffnen und schließen, also die Laufbuchsen und Führungsschienen ihren Dienst tun, die Federn die Brremsbacken zuverlässig öffnen und schließlich, ob auch die Bowdnezüge zuverlässig laufen und ihren Dienst tun.
Dazu gibt´s dann auch wieder Videos, allerdings werde ihc kleinschrittig testen, um sicherzustellen, dass eventuelle Fehler zielsicher analysiert werden können.
Ich hoffe es hat euch gefallen - was die Bilder angeht versuche ich demnächst auch mal wieder ein paar einzustellen, die nicht ganz so langweilig sind. ;(
Wünsche uch ein schönes Wochenende und iwe immer:
Kommentare, Anmerkungen, Fragen, Tipps und Anregungen sind wie immer herzlich willkommen. :thumbsup:
LG Euer Martin :wink:

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81

Samstag, 24. Juni 2017, 21:51

der Test wird es zeigen, ich bin gespannt :ok:

82

Sonntag, 25. Juni 2017, 12:22

Hallo Martin.

Ansich ein spannender Baubericht.
Vor allem alles zu 100% nachbauen zu wollen. Respekt.

Nur leider finde ich die Qualität etwas mittelmäßig.
Alles sehr ungenau, schief... weis nicht. Du gibst dir echt Mühe alles richtig darzustellen, nur optisch hapert es an der Genauigkeit.

Schade. Sonst wäre das echt eine top Arbeit.
Mfg Max

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83

Sonntag, 25. Juni 2017, 14:29

Hallo Benziner,

Es ist eben nicht jeder Feimechaniker mit eigener CAD Fräse und Feinmechanikerwerkstatt zuhause. Und es ist ein Unterschied, eine Schachtel aufzumachen und die fertig gespritzen Teile zusammen zu kleben oder alles bis ins Kleinste selbst zu konstruieren, und zwar so daß es am Ende auch noch funktioniert. Sicher wär es einfacher, ins Geschäft zu gehen und sich den Bausatz als RC Modell fertig zu kaufen. Dann säh auch alles akkurat aus. Jeder macht es so gut wie er kann . Daß nicht alles 100% akkurat ist, ist keineswegs " schade" sondern bestenfalls Ansporn, es das nächste Mal besser zu machen. ;)

84

Sonntag, 25. Juni 2017, 16:08

Keine Sorge ich kenne das Thema Scratchen auch sehr gut.
Habe selbst einen Ikarus 280 Bus gescratcht.

Soll auch nicht als Angriff dienen.
Mfg Max

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85

Sonntag, 25. Juni 2017, 18:31

Das Problem was ich sehe ist das Material . CFK Ist nicht nur extrem hart sondern auch extrem sch.... zu bearbeiten. mit Blech oder Resin / GFK ginge manches einfacher. und Gestänge würde ich auch nicht aus CFK herstellen sondern aus Stahldraht bzw wo möglich Aluminium.

86

Sonntag, 25. Juni 2017, 21:22

Hallo Max,hallo Hans Jürgen
:wink:
@ Max: ersteinmal freut es mich natürlich, dass Du in meinen Baubericht reingeschaut hast und ihn auch spannend findest.
Was den Versuch alles darzustellen angeht, das ist so ´ne Sache ich versuche natürlich darzustellen, was geht - aber ich muss dabei auch immer die Belastungen, mit denen im Fahrbetrieb zu rechnen ist mit berücksichtigen. Deshalb fiel auch die Wahl auf CFK als Baumaterial und deshalb ist an manchen Bauteilen auch eine maßstäbliche Abbildung nicht möglich - die ganze Kiste soll ja auch fahren können und das auch sehr schnell. Was die Oberflächenbeschaffenheit angeht - da gebe ich Dir recht - viele bisher gezeigte Baugruppen sind schlichtweg nicht schön - das liegt aber, wie auch Hans Jürgen bemerkt hat, daran, dass ich selbst konstruiere - ich schaue deshalb zuerst, dass meine Bauteile funktionieren und danach widme ich mich der Optik. Pläne für das Modell habe ich keine und meine Vorlagen bestanden aus ein paar Bildern ohne jegliche Maße... :S Das hat eben auch zur Folge, dass ich bei manchen Bauteilen oft gar nicht genau weiß, wie sie einmal aussehen werden - ich taste mich an die Funktion ran und da bleibt dann die Optik ersteinmal etwas im Hintertreffen.
Ich habe mir auch einige Bilder in meinem Baubericht angesehen, da wirkt manches doch wirklich ein bisschen Windschief - liegt oftmals auch an dem stümperhaften Versuch alles zu photographieren - in dem Bereich muss ich noch ordentlich nachbessern - bisher halte ich halt die Kamera drauf und knipse los :huh: .
Deinen Kommentar habe ich auch nicht als Angriff verstanden - klar baue ich so gut ich kann mit meinen Mitteln - und Werkzeugmäßig isses da recht knapp bemessen... :(
Ich freue mich über die positive Anerkennung für mein Projekt und sehe Deinen Hinweis auf die Optik einfach als Ansporn genau in dem Bereich zu arbeiten sobald es bautechnisch soweit ist. ;)

@ Hans Jürgen -
sehe ich genauso - es ist einfach auch eine ordentiche Herausforderung die einzelnen Bauteile selbst zu konstruieren - zumal hier auch mit ordentlichen Belastungen zu rechnen ist - kennst Du ja von Deinen Flugmodellen her -
Was die Wahl von CFK als Baumaterial angeht - das bietet nunmal die beste Verbindung von Festigkeit bei geringem Gewicht, obwohl ich an manchen Stellen auch unterschätzt habe, wie beschi.... CFK zu bearbeiten ist - die Spurstangen der Lenkung würde ich inzwischen auch eher aus Alu oder Stahl machen - aber man lernt ja dazu. ;) Zudem sieht man eben auf CFK auch wirklich jeden einzelnen Kratzer auf den Makros ;(

Wünsche euch allen und natürlich insbesondere euch beiden einen schönen Abend :wink:
LG Martin
P.S.: @ Max: Danke Max fürs Reinschauen und fürs Feedback - so weiss ich immerhin woran ich arbeiten muss/ kann - allerdings wäre es etwas konkreter Hilfreicher, vielleicht ist Dir ja was aufgefallen, was ich übersehen habe. ?(
@ Hans Jürgen -Danke fürs Partei ergreifen - tut gut ;) - stachelst mich ja auch oft genug zu mehr Sorgfalt an, was nie ein Fehler ist. :thumbsup:

87

Freitag, 30. Juni 2017, 18:35

Hallo ihr da draußen :wink:
und ja es geht mal wieder weiter mit dem Bau der Bremse.
Allerdings muss ich zuerst noch vorrausschicken, dass ich mit der Ankündigung letztes Mal, dass ich im nächsten Schritt die Bremsbacken in Angriff nehmen würde etwas zu voreilig war. :bang:
Da ich nämlich im Rad - also ganz konkret in der Flege wenig Platz für die Bremse habe und ich zudem deshalb noch nicht genau weiß, wie ich genau die Bremssättel bauen werde (muss ja erst wissen wieviel Platz ich verbraten kann und wie genau ich die Befestigung von Bowdenzügen und Bremssattel bewerkstellige) habe ich mich entschieden gaaanz langsam Schritt für Schritt vorzugehen.
Da ich im Bereich der Bremse buchstäblich um jeden Milimeter entlang der Radachse kämpfen muss - und das an allen Fronten, habe ich mich dazu entschlossen zuerst die Radträger fertig zu stellen - zumindest so weit , dass die Größenverhältnisse klar werden.
Aber genug gelabert - Butter bei die Fische:
Als erstes habe ich mir mit meiner bewährten Schablone ( ein 2 Cent Stück) vier Bleche angezeichnet, welche die Radträger abschließen und so die Kugellager entlang der Radachse fixieren und zugleich Schützen sollen.
Nach dem Ausschneiden sah das dann so aus:

Und nochmal im Detail:

Ich habe bewusst mit dem breitem Lackstift angezeichnet, damit genug "Fleisch" zum ausschneiden ist - und das geht nunmal am besten mit einem Zahnarztbohrer auf dem Drehmel.
Die einzelnen Bleche müssen ohnehin nochmal nachgeschliffen werden, da auch die Radträger abgeflacht sind, um eine Führung für die Aufnahmen für die Kugelköpfe der Aufhängung zu erhalten. (Siehe Oben)
Als nächstes habe ich dann die Kugellager als Schablone verwwendet, um den Durchmesseer der Radachse auf die Abschlussbleche zu übertragen. Die Radachse verlüft aber nur in Richtung Felge durch die Abschlussbleche.
Ich habe euch das mal Exemplarisch in einem Kugellager als Vergleich und dem dazugehörigen Blech gezeigt:

Das 3 mm Loch in der Mitte wurde dann gaanz vorsichtig so aufgebohrt, dass die Radachse ohne zu schleifen hindurchlaufen kann:
Hier das Ganze von Oben, die Kugellager sind in diesem Zustand verbaut, die Radachse in die Kugellager gesteckt und die Abschlussbleche nur aufgesteckt:

Und dann nochmals ein wenig von Vorne:


Danach wurden diese Abschlussbleche in Form geschliffen, und provisorisch aufgeklebt, um die Löcher für die Gewinde der Befestigungsschrauben besser bohren zu können.
Hier ein Blech nach dem Schleifen:

Und hier aufgeklebt auf den Radträger, bereits mit den entsprechenden Bohrungen für die Befestigungsschrauben versehen:

Die dazu gehörigen Befestigungsschrauben musste ich dann auf knapp 4 mm Länge kürzen, weil ich im Radträger nicht die erforderliche Bohrung/bzw Gewinde tief genug schneiden konnte, um eine längere Schraube verwenden zu können.
Hier die abgelängten Schrauben:

Mir ist auch leider erst im Nachhinein eingefallen, dass es sinnvoll gewesen wäre irgendein Vergleichsmaßstab zu den Schrauben zu photographieren.... :cursing:
Anschließend habe ich die Abschlussbleche für die Radinnere Seite grob in Form geschliffen und leicht angepunktet, um dort ebenfalls die Bohrungen für die Befestigungsschrauben machen zu können. Da ich durch diese Bohrungen auch die Gewinde schneide und die Verbindung wirklich press sitzen muss, sollte das Gewinde durchgängig geschnitten werden - ein Verrutschen nach dem Bohren und vor dem Gewindeschneiden is also nicht. :du:

Anschließend habe ich die Abschlussbleche noch an die Radträger angepasst, insbesondere an die abgeflachten Stellen...

Danach habe ich die Löcher für die Befestigungsschrauben gebohrt und die Gewinde hinein geschnitten:

Das ganze dann zweimal und bereits Senken für die Schraubenköpfe in die Abschlussplatten geschliffen:

Und dann ging´s an die Innenausstattung:
Ich habe erneut die Kugellager als Schablone verwendet, um kleine Anschläge zu bekommen, welche die Radachse um nicht ganz 2mm in Richtung der Felge drücken. Wie bereits erwähnt, ich kämpfe an allen Fronten um mehr Platz auf der Achse...
Also wieder erneut aufgezeichnet:

Und auf die Abschlussbleche aufgeklebt. Dafür habe ich das ganz provisorisch zusammengebaut, also zuerst die Kugellager in den Radträger (in die Kugellager sollten diese kleinen Abstandshalte ja passen), dann die Innenseite der Abschlussbleche kurz mit Sekundenkleber betupgt, die kleinen Blech aufgedrückt und dann die Abstandshalter an den Radträger geschaubt. Bevor ich allerdings die Kugellager in den Radträger eingebaut habe, habe ich kurz das ganze "trocken" getestet und den vorgesehenen Klebepunkt bestimmt:

Dann die Bleche geklebt:

Hier seht ihr die Rückseite der Bleche nach dem Auseinanderbauen:

Um die Abschlussbleche für die Belche an der Chassisseite festschrauben zu können, musste auch hier M1 Schrauben dementsprechend gekürzt werden. Als Ausgangsmaterial habe ich dafür insgesammt 4 M1 Schrauben mit 8 mm Gewindelänge verwendet.
Hier mal im Vergleich:

Und hier mal im Hintergrund ein Hinterrad des Ferrari im Vergleich:

Und zum Abschluss für heute die komplett zusammengebauten Radträger.
Von Vorne:

Und von Oben:

So viel von mir für heute. Ich hoffe es hat euch gefallen-
Kommentare, Tipps, Kritik usw. sind wie immer herzlich willkommen.
Wünsche euch einen schönen Abend und ein schönes Wochenende.
LG Martin :wink:
P.S.
Was so verschrabbt auf den Bildern der Abschlussbleche mit den Kleinen Abstandshalter aussieht ist der abgeblätterte Lackstift - sieht übel aus :motz: , is aber für die Funktion unerheblich. ;)

88

Sonntag, 2. Juli 2017, 14:00

Aloha zusammen :wink:
erneut gibt´s mal wieder ein kleines Update:
Nachdem ich die Radträger jetzt soweit fertig gestellt habe, dass der Anbau der Bremsscheiben usw. erfolgen kann, ging es im Kampf um die entscheidenden Milimeter Platz auf der Radachse weiter.
Die Felgen, die ich verbauen möchte, sind ja aus einem Tamyia Bausatz und so konzipiert, dass die Radachse starr verbaut wird und die Räder Kugelgelagert werden.
Da ich mit dem Bau der Bremse das ganze System bereits umgemodelt habe (Radachse dreht sich und ist Kugelgelagert) müssen in der Folge die Räder fest an der Radachse montiert werden - also musste an den Felgen ein entsprechender Umbau erfolgen.
Die Aufgabe:
Wie bekomme ich die Felgen mit ihren Aussparungen für die Kugellager an der Radachse fest. ?(
Die Lösung dazu, sehr ihr jetzt.
Zuerst einmal habe ich die Führungsstege für die Kugellager auf der Innenseite entfernt, indem ich die Felgen bis auf den Steg zwischen den Kugellagern von innen her abgefräst habe:

Ich muss die Felgen auf der Innenseite später nochmal nachbearbeiten, um erstens die Fräsekante zu glätten und zweitens noch etwas Material der Verbindungsstege zwischen Radmutter und Felgenkranz abzutragen. Bevor ich allerdings anfange an diesen Stegen herum zu doktern muss ich zuerst wissen, wie viel Platz ich hier für die Bremsbacken und den Bremssattel brauche. Um zu ermitteln wieviel Platz ich auf der Radachse für die Bremsscheibe brauche, ist dieser Arbeitsschritt allerdings völlig ausreichend.
Anschließend habe ich mit den Kugellagern als Schablone CFK Bleche mit den entsprechenden Umrissen angezeichnet:

Ich habe die Kugellager verwendet, weil die Aussparungen in den Felgen für die Kugellager auf der Radaussenseite verwendet werden sollen, um die Verbindungen zwischen Achse und Felge aufzunehmen.
Klingt etwas umständlich, wird im Folgenden aber klarer. ;)
Die so markierten Bleche habe ich ausgeschnitten und dann so in Form gefeilt, dass an zwei Stellen zwei kleine Stege entstanden sind:

Anschließend habe ich die Felgen an den Aufnahmen für die Kugellager so eingefräst, dass ich zwei Aussparungen erhalten habe, in welche die Stege der vorher gefertigten Bleche genau hineinpassen:

DIe vorgefertigten Bleche hab ich dann in die Felgen eingepasst:

Die Bleche sitzen wirklich stramm in der Felge und es bedarf einiges an Kraftaufwand sie in die Passungen einzubauen. Dabei dient der Steg zwischen den Kugellageraufnahmen in der Felge als Anschlag. Dadurch ist gewährleistet, dass diese Bleche nicht verrutschen können und sie exakt rechtwinklig zur Radachse verlaufen.
Danach wurde mit einem Kugellager als Schablone der Ausschnitt für die Radachse herausgebohrt und danach ausgefräst:

Auch wird dann mit einer entsprechenden Methode sicher gestellt, dass die Radachse bei Drehung die Felge mitbewegt. Die Radachse wird mit einer Nut versehen in die kleine Zapfen in der Aussparung für die Radachse in der Felge greifen können. Deshalb hab ich mich auch nur in gaaanz kleinen Schritten der Form der Radachse angenähert und habe für diese Zapfen noch genug Fleisch in der Aussparung gelassen:

Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass noch etwas Blech innen übersteht. Wie ich das beser photographieren kann, weiss ich leider nicht - bin in dem Bereich nicht so bewandert... :(
Ok, so viel von mir für heute, ich hoffe es hat euch gefallen bis hier her.
Wie immer: Fragen, Kritik, Anregungen Tipps und Kommentare sind herzlich willkommen.
Wünsche euch einen schönen Sonntag.
LG Martin :wink:

89

Mittwoch, 5. Juli 2017, 18:33

Das hört sich alles sehr professionell an und sieht auch so aus!
Es gibt bestimmt nur wenige Historiker mit soviel Technikverständnis ;-)
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

90

Donnerstag, 6. Juli 2017, 01:13

Hallo ihr da draußen :wink: '*
@ Ray - dank Dir.
@ all
kleines Update für heute: die Bremsscheiben.
Ich habe mich dazu entschieden die Bremsscheiben ebenfalls aus Kohlefaser zu fertigen - zumindest vorläufig. Sollten Versuche den Einsatz von anderen Materialien bezüglich der Bremsscheiben und - beläge sinnvoll erscheinen lassen wird einfach getauscht.
Nu aber Butter bei die Fische:
Als erstes habe mit Hilfe einer 2 Euro Münze als Schablone die Umrisse der Bremsscheiben auf mein 4 mm CFK Blech übertragen:

Und die Umrisse mit dem Dremel eingeschliffen und die einzelnen Bremsscheiben ausgeschnitten:

Ich habe mich für das doch relativ dicke Material entschieden, damit ich erstens genug Fleisch auf der Scheibe habe, also einiges an Abrieb entstehen kann, bevor ich wechseln muss und zum anderen damit ich ohne Probleme Lüftungslöcher hineinbohren kann (sind in der Tat wichtig, weil Kohlefaser bei Reibung extrem schnell sauheiß wird - wie oft ich mich nach dem Bohren an Werkstücken verbrannt habe, wollt ihr erst gar nicht wissen :bang: )
Zudem sind die Bremsbacken im Moment so ausgelegt, dass die Bremsbeläge bei geschlossener Bremse ca. 3,7 - max 3,9 mm voneinander entfernt sind - ich brauche also eine gewisse Dicke der Bremsscheiben, damit das ganze funzt.
Anschließend habe ich die Bremsscheiben in Form geschliffen , also gerundet und in der Mitte ein Loch gebohrt, in welches eine kleine Aussparung eingelassen ist:

In dieses Loch wurde dann die Radachse, die mit einer Nut versehen wurde, hineingezwängt:

Anzumerken ist, dass weder die Bohrung noch die Nut in der Radachse vollständig gerade verlaufen, also die Nut der Radachse nicht parallel zur gedachten Drehachse, noch die Bohrung vollständig im rechten Winkel zur Fläche der Bremsscheiben- das hat allerdings praktische Gründe:
Um zu verhindern, dass die Bremse unbeabsichtigt blockieren kann, also geschlossen bleibt, wenn z.B. eine der Federn zwischen den Bremsbelägen blockiert, oder ähnliches, haben die Bremsscheiben einen leichten Taumelschlag.
Das bedeutet, dass die Bremsscheibe leicht taumelt, und dadurch die Bremse aufdrückt, wenn diese nicht mit entsprechender Kraft betätigt wird.
Ich habe die Nut und die Bohrung in der Bremsscheibe so ausgeführt, dass sich bei 4mm Dicke der Bremsscheibe ein Taumelschlag von 4,25 mm ergibt, die Bremsscheibe also so taumelt, dass die effektive Breite der Bremsscheibe bei Drehung 4,25 mm beträgt - gerade genug um die Bremse zu öffnen ( so jedenfalls die Idee dahinter).
Einen solchen Taumelschlag haben im Übrigen Bremsscheiben an richtigen Autos auch. Hab also einfach abgekupfert ;)
Hoffe es hat euch gefallen, auch wenn´s heute mal etwas weniger war.
Für Kommentare, Tipps, Kritik bin ich wie immer dankbar.
LG und gute Nacht :schlaf:
Martin :wink:
P.S. :
Fertig sind die Bremsscheiben natürlich noch nicht - in diesem Zustand kann ich aber zumindest die Platzverhältnisse auf der Radachse ermitteln. ;)

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