Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Das Wettringer Modellbauforum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

31

Mittwoch, 7. September 2016, 01:37

Hallo ihr da draußen, :wink:

es geht mal wieder weiter mit dem Baubericht, schließlich muss ich euch ja auf dem Laufenden halten ;)

Nachdem ich die oberen Querlenker der Vorderradaufhängung eingebaut habe (wenn auch nur provisorisch, schließlich muss ich ja zuerst die Funktionalität überprüfen, bevor es an die optischen Feinheiten geht), habe ich mich als nächstes dem Einbau der unteren Querlenker gewidmet.

... Oder besser gesagt, habe ich nicht denn- damit ich die unteren Querlenker korrekt einbauen konnte, war zunächst etwas bildende Lektüre angesagt: :kaffee:

Denn: damit die Vorderräder so gelenkt werden, wie sich das gehört musste ich zuerst einmal nachlesen, wie den die Anlenkung genau funktioniert, also wie genau muss die Lenkachse platziert sein und damit ist wohlgemerkt die Achse gemeint, um welche die Räder bei einer Lenkbewegung gedreht werden. :?:

Also hab ich mal den schlauen Wikinger -Peter bemüht und den Artikel über verschiedene Lenkmethoden und die jeweilige Lenkgeometrie durchgearbeitet. Erste Erkenntnis: Der Original Tamyia Bausatz hat eine klassische Achschenkellenkung mit einem sogenannten Lenktrapez - so weit so gut - Aber: das funktioniert so nur, wenn sich die Lenkstange hinter der Lenkachse befindet, was allerdings weder bei einem richtigen Formel 1 Wagen noch bei meinem Modell der Fall ist, bzw. sein soll- soll ja wie im Original funktionieren....

Also habe ich weiter recherchiert und bin darauf gekommen, dass man die Effekte, welche das Lenktrapez mit sich bringt (Spurtreue und automatische Geradeausstellung der Räder) auch hinbekommt, wenn sich die Lenkstange vor der Lenkachse befindet, allerdings muss dann die genaue Lage der Lenkachse stimmen. Zuerst muss die Lenkachse leicht nach hinten geneigt sein, um einen Nachlauf zu erreichen , also eine automatische Geradeausstellung der Räder. Zudem muss die Lenkachse nach innen geneigt sein, um eine höhere Spurtreue zu gewährleisten. Also muss in meinem Fall der untere Aufnahmepunkt des Querlenkers sowohl weiter außen als auch weiter vorne im Vergleich zum Aufnahmepunkt am oberen Querlenker positioniert werden. :huh: Damit mein Auto also so lenkt, wie es soll, musste ich zuerst die Radträger soweit fertig bauen, dass die Lenkachse feststeht, ich also daran meinen unteren Querlenker ausrichten konnte. 8|

Ich weiß jede Menge Theorie, aber ich möchte einfach nachvollziehbar klarmachen, was ich warum gemacht habe. :verrückt: Wenn es euch zu viel wird, einfach melden. :) Und mir auf die Tasten kloppen :du:

Nu geht's aber ans Eingemachte, nämlich die Radträger, genauer gesagt nicht die Radträger, sondern die Befestigungen der Lenkachsen:

Wie ihr euch sicher denken könnt, sind die Querlenker an Kugelköpfen aufgehängt, welche wiederum an den Bremsbelüftungen festgeschraubt sind.

Also habe ich mir zuerst die Bremsbelüftungen zur Hand genommen und an den Unter- und Oberseiten so präpariert, dass ich eine übereinstimmende Position der Kugelköpfe garantieren konnte...

Um das zu erreichen habe ich zunächst die Konturen der Bremsbelüftungen auf eine 1mm starke CFK Platte übertragen und kleine 1mm Carbonbleche zurecht geschnitten:



Anschließend habe ich einheitliche Bohrungen gesetzt in die die Kugelköpfe einmontiert werden sollen. Dafür habe ich die Plättchen immer paarweise mit einem 1,6 mm Bohrer gebohrt, also ein Plättchen durchbohrt, das nächste dadurch angerissen usw. Theoretisch wäre es auch gegangen alle Plättchen auf einmal zu bohren, allerdings ist Carbon dummerweise extrem hart und mir war das Risiko zu groß den Bohrer zu schroten ;(

Anschließend habe ich die Plättchen auf die Bremsbelüftungen mit Sekundenkleber aufgepappt - das ganze natürlich schön langsam und im Schraubstock fixiert zur Sicherheit:



Und danach wieder aus dem Folterinstrument befreit und getrocknet sah das dann so aus:



Dann habe ich mit die so vorgegebenen Löcher tiefer in die Bremsbelüftungen gebohrt und mit einem M2 Schneideisen jeweils auf Ober- und Unterseite ein Gewinde in die Bremsbelüftungen geschnitten:



Und anschließend die Kugelköpfe hinein geschraubt:



Hier meine kleinen Helferlein für diese Arbeitsschritte - Sekundenkleb und Schneideisen:



Warum aber zeige ich euch das jetzt? - Langeweile, Platz zu füllen, Beschäftigungstherapie, Wette verloren ? Leider alles falsch- es gab leider Kleinholz: :motz:

Tja Ungeduld ist im Modellbau selten eine gute Idee - und ein HSS Schneideisen hält zwar sehr viel aus, aber wenn das ganze ein M2 Schneideisen ist, also weniger als 2mm Außendurchmesser und noch weniger Kerndurchmesser hat, dann ist es eine blöde Idee das ganz zu verkanten, denn dann macht es kracks - ich anschließend rumfluch und Baustopp. Tja wo rohe Kräfte sinnlos walten... :bang: :cursing:



Aber keine Sorge - ich habe sofort natürlich ein neues Schneideisen geordert. :)

Und einen Baustopp gab´s nur für diese Baugruppe :baeh:

Um die Zeit zu überbrücken habe ich mich den Bremsscheiben gewidmet:

Dafür habe ich zunächst nochmals acht Kreisförmige Scheiben aus 1mm Carbonplatte geschnitten:



Dann habe ich vier davon in gleichmäßigen Abständen mit der Säge beackert:



Und dann als Sandwich mit je einer 1mm und einer 2mm Scheibe verklebt:



Danach habe ich mich an die Verbindung der beiden unteren Querlenker gemacht. Diese sind auch im Original miteinander unterhalb des Chassis verschraubt, genauer die vorderen Arme des Querlenkers sind miteinander verbunden. Da mir eine Nut- und Feder Verbindung wie beim Original zu kompliziert war, zumal ich dafür eine Stufe in den Querlenkerarmen benötigt hätte, so dass sie an der Verschraubung überlappen, habe ich mich dazu entschlossen, etwas zu schummeln. :whistling: Ich habe die beiden Arme der Querlenker einfach etwas gekürzt, so dass sie mit 2mm Abstand aneinander stoßen. Anschließend habe ich ein 5x15 mm Stück 1mm dicke Carbonplatte zurecht geschnitten und anschließend mit einem 0,8 mm Bohrer zwei Löcher gesetzt und in die Löcher ein M1 Gewinde geschnitten. Zwei Schrauben durch, anschließend mit ner Mutter gesichert und fertsch:



Und nochmal von vorne:



Und wenn ich vorhin schon von den Bremsscheiben gesprochen habe, dann sollen die Radträger auch nicht fehlen. :D

zuerst habe ich die Bremsbelüftungen auf die Bremsscheiben geklebt:



Dann habe ich mir die eigentlichen Radträger vorgeknöpft und mittig eine kleine Bohrung gesetzt mit einem 2mm Bohrer und danach vorsichtig bis auf 5mm aufgebohrt, wobei hier ganz wichtig war darauf zu achten, dass der Bohrer nicht ausschlägt, weil in diese Bohrung die Radachse mit einer Presspassung eingeklemmt werden soll...

Dies Bohrung habe ich als Vorlage verwendet um die Bremsscheiben mittig aufzubohren, dabei habe ich durch die Radträger durch und auf die Bremsscheiben gebohrt. Danach habe ich das ganze noch ein wenig mit dem Dremel ausgefräst, damit die Radachse in der Bremsbelüftung verschwindet und ordentlich spiel hat, damit sich Spur und Sturz individuell einstellen lassen.

Dann habe ich mir eine Unterlagscheibe aus Metall als Abstandhalter mit 8mm Außendurchmesser geschnappt und innen ebenfalls auf 5mm aufgebohrt, anschließend das ganze auf die Radachse gepresst und - safety firts- noch mit Sekundenkleber fixiert:



Und nochmal von der Seite:



Bilder der Zwischenschritte habe ich leider im Eifer des Gefechts keine gemacht - mea Culpa , Asche auf mein Haupt :S ;(

Danach habe ich auf diesen Radträger ein Viereck aufgezeichnet und an den Eckpunkten jeweils eine 1,2mm Bohrung gesetzt und diese Bohrungen auf die Bremsscheiben übertragen (allerdings nur an der Oberfläche, ich wollt lediglich die Positionen der Bohrungen genau übertragen haben).



Sieht einem der vorigen Bilder zwar extrem ähnlich, allerdings kann man hier dank der Sekundenkleberrückstände alles ein bisschen besser erkennen...

Danach habe ich die Bohrungen auf den Bremsscheiben mit einem 0,8mm Bohrer durch die Bremsscheiben bzw. in die Bremsbelüftungen bis auf eine tiefe von 8mm durchgeführt und an jeweils noch mittig eine Bohrung oben und hinter der Bremsbelüftung gesetzt:



Anschließend habe ich dann in die Löcher an den Bremsscheiben M1 Gewinde geschnitten, an den Eckpunkten jeweils von der Bremsscheibe in Richtung Bremsbelüftung, also nach innen , durch die mittigen Bohrungen habe ich die Gewinde von der Bremsbelüftung in Richtung Bremsscheibe geschnitten, also nach außen.

Dann habe ich mir die Bremssättel vorgenommen und in die Bremssättel Vertiefungen gedremelt, so dass sowohl die Bremsscheiben, als auch die Radträger hinein passen, wobei zwischen Bremsscheibe und Radträger ein Steg übrig geblieben ist:



Und nochmal aus einer anderen Perspektive:



zu sehen ist hier auch, dass der Steg ziemlich malträtiert werden musste :!! , damit beim Einbau die Schrauben , welche die Bremsscheibe mit dem Radträger verbinden nicht blockieren.



So viel bis hierhin, demnächst noch mehr Bilder von den Radträgern im Detail und auch mehr zum Einbau der unteren Querlenker.

Ich hoffe es hat euch ein wenig gefallen- bis bald und gute Nacht :sleeping:

Und wie immer: Kommentare und Anregungen sind immer willkommen.

Bis bald

LG Martin :wink:

32

Montag, 19. September 2016, 00:33

Ein herzliches Hallo euch allen :wink: !
Tja, in letzter Zeit bin ich nicht wirklich dazu gekommen meinen Baubericht weiter zu führen - leider komme ich nur Abends dazu etwas mehr Zeit am PC zu verbringen und wenn man dann wie ich morgens um fünf Uhr raus und zur Arbeit muss, beschränkt man sich nun mal öfter auf das nötigste... :wacko: ich hoffe ihr könnt mir das etwas nachsehen ;(
Nun aber geht´s mal wieder weiter. :D
Was das Bauen angeht ging es immerhin wieder etwas weiter, aber seht selbst:
Nachdem ich euch das letzte mal schon Bilder vom Bau der vorderen Achsträger gezeigt habe, möchte ich euch natürlich auch das zusammengebaute Ergebnis nicht vorenthalten:
Und hier sind sie: die zusammengebauten Achsträger inklusive Bremsscheiben, Bremssättel und anmontiert an den oberen Querlenkern:

Hier nochmal von unten mit Blick auf den oberen Kugelkopf:

von innen, mit Blick in Richtung Achse:

Und von der Seite mit Blick auf die Bremsscheibe:

Und schließlich einmal mit Rad - die linke Aufhängung mit Blick auf die ganze Konstruktion:

Hier kann man erkennen, oder zumindest erahnen, dass nicht allzuviel Platz zwischen Bremssattel und Felge ist. Hier war genaues anpassen nötig...
Ebenso wie hier:

Hier sieht man, dass auch an den Lufteinlässen der Bremskühler genaues anpassen nötig war, um zu gewährleisten, dass die Räder ohne jegliches Schleifen frei drehen können.

Als nächstes habe ich mich erneut dem Chassis zugewendet, um den Einbau der Vorderradaufhängung vorzubereiten. Diejenigen unter euch, die aufmerksam dabei geblieben sind, werden sich jetzt eventuell denken, dass man jetzt die Querlenker einfach in die Halterungen der Kugelköpfe am Chassis einhängen kann - stimmt natürlich, aber ich hab noch ein bisschen was an Detailarbeit vor mir... ;)
Also habe ich mir zunächst eine Schablone erstellt, um die genauen Maße des Wartungsausschnitts für die Stoßdämpfer zu bekommen:

Dann habe ich die Schablone an das Chassis angelegt und die Umrisse mit einer Reißnadel aufgezeichnet:

Dann entlang der aufgezeichneten Konturen jede Menge Bohrungen mit meinem 0,8 mm Bohrer gesetzt:

Natürlich rundherum:

Und das ganze dann mittels Laubsäge und vorsichtigem Fräsen mit dem 0,8 er Bohrer geöffnet:

Hier das Gegenstück, also die lose Klappe, der Deckel sozusagen:

Das Öffnen dieser Klappe hat alleine einen ganzen Nachmittag und einen Bohrer gekostet. :motz:
Als nächstes habe ich dann aus einem 2mm starken Carbonblech eine passendes Stück (40mm lang und dem Chassis innen angepasst) zurechtgeschnitten und auf jeder Seite ein Blech mit 10mm Breite 30 mm Lange im Rechten Winkel an die Seitenkanten geklebt:

Dann in die Chassiszelle eingepasst:

Und von jeder Seite mit einer Bohrung versehen, ein M1 Gewinde durch das ganze geschnitten und dann diese Plattform mit einer Schraube gesichert:

Und weil es so schön war auf der anderen Seite gleich nochmal:

Und bei der Gelegenheit habe ich auch schonmal die Querlenker inklusive Räder provisorisch montiert:

Und hier einmal von oben:

Bei der Gelegenheit kann man auch erkennen, was ich in der Zwischenzeit auch angegangen bin, nämlich das Öffnen des Cockpitausschnittes. Auch hier habe ich wieder eine Schablone erstellt, angelegt und angerissen und mit dem Trennschleifer aufgedremelt. Leider fehlen mir für diesen Arbeitsschritt die Bilder... War eine ziemlich staubige Angelegenheit und das wollte ich der Kamera meiner besseren Hälfte nicht zumuten, in der Atmosphäre zu sein...
Als kleinen Ausgleich gibt´s nochmal Bilder der montierten Vorderradaufhängung mit Blick auf die Bremsscheiben/Achsträger, diesmal allerdings ohne Räder dran:

Und das ganze nochmal auf der anderen, also der linken Seite:

Ich hoffe es hat euch ein wenig gefallen- wie immer bin ich um Anregungen und Kommentare dankbar. :)
Als nächstes steht der Bau der Stoßdämpfer und deren Einbau, sowie der Bau der Umlenkeinrichtung auf dem Programm, welche die Stöße der Aufhängung an die Dämpfer weiter gibt.
Ich wünsche euch allen eine gute Nacht und bis bald.
LG Martin :wink:

33

Dienstag, 27. September 2016, 23:48

Einen wunderschönen Abend zusammen :wink:
Ja, es gibt mal wieder was neues vom Ferrari 412 T1A zu berichten :D
Nachdem ich euch zuletzt den Bau der vorderen Radträger und der Querlenker inklusive vorläufigem Einbau gezeigt habe, geht es heute mit dem Bau der Dämpfer weiter. :rolleyes:
Zuerst habe ich mir alte leere Medikamentenröhrchen als Grundlage für den Bau der Dämpfer besorgt. Ein kompletter Neubau der Dämpfer erschien mir notwendig, da ich partout im Netz keine im Format geeigneten finden konnte -also haste keine, machst dir welche :P
Zuerst habe ich die Medikamentenröhrchen komplett ausgeräumt und auf 25mm länge zurechtgeschnitten:

Anschließend habe ich mir den Dispensereinsatz des Medikamentenröhrchens vorgeknöpft:

Damit schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe - zum einen habe ich einen Kolben, der das Dämpferöl innerhalb des Zylinders im Stoßdämpfer komprimieren kann, zugleich allerdings auch den Innenquerschnitt nicht komplett ausfüllt, sodaß das Öl, zwar unter erschwerten Bedingungen, durch die Aussparungen im Kolben vorbei durch den Zylinder fließen kann. Zum anderen habe ich mit dem Zapfen am Ende des Dispenserinlays auch ein im Durchmesser ideales Verschlußstück, um den Dämpfer abzudichten.
Hört sich kompliziert an, isses aber eigentlich gar nicht... ;)
Zuerst habe ich den Dispensereinsatz durchgeschnitten in zwei Teile- eines für den Kolben:

Und eines für die Abdichtung einer Seite des Kolbens. Es wäre natürlich auch möglich gewesen einfach ein Stück Plastik/Blech anzukleben, allerdings habe ich die Deckel der Medikamentenröhrchen verwendet, die Mittig gelocht sind, damit ich nicht nur einen Abschluß des Zylinders habe, sondern zugleich auch eine Führung für die Rückstellfeder im Dämpfer als auch, durch die Bohrung in der Mitte, eine Führung für Fixierschrauben auf der Außenseite. Also habe zuerst einmal das Stück des Dispenserinalys mit dem Zapfen am Ende in einen Dispenserdeckel geklebt, was dann so aussah:

Danach habe ich das Stück für den Kolben abgelängt auf 5mm und mittig angebohrt, um eine Führung für die Schubstange im Dämpfer zu bekommen:

Anschließend habe ich ein Stück Carbonrundstab auf 27mm Länge zurechtgeschnitten und in das Führungsloch im Kolben gepappt:

Dann habe ich mir die Rückstellfeder bereitgelegt... (Hier zu sehen mit dem Deckel im Hintergrund. Die Federn habe ich aus Wäscheklammern heraus gefrimelt - war gar nicht so einfach meiner Mom alte Klammern abzuschwatzen. Allerdings hatte ich auf diese Federn schon länger ein Auge geworfen, weil sie zum einen billig und mit gleicher Federwirkung zu besorgen waren - weil Industrieware - und sie idealerweise auch noch vom Format her ideal für meine Zwecke passen. Theoretisch würden natürlich auch irgendwelche anderen Schraubenfedern funktionieren, die konnte ich allerdings für lau organisieren :ok: )
Hier jetzt endlich das Bild dazu:

Und danach habe ich das Ganze zusammengesteckt und die beiden Deckel verklebt: Zuerst also den abgedichteten Deckel auf die Röhre geklebt, anschließend die Feder in die Röhre geschoben, dann den Kolben und zum Schluß den Deckel mit der unverschlossenen Bohrung in der Mitte, durch die ich die Schubstange des Kolbens durchgefädelt habe:

Und hier nochmal liegend von links nach rechts: Verschlussdeckel mit Dispensersplint als Dichtung, danach die Rückstellfeder- darauf der Kolben mit Schubstange, und zum Schluss Verschluss mit Bohrung, durch welche die Schubstange durchgeschoben wurde:

Anschließend habe ich mich an die Umlenkeinrichtungen (wie heißen die Dinger eigentlich :doof: ) gewagt.
Zuerst habe ich zwei Dreiecke mit Kantenlänge 13X11 mm geschnitten und aufeinander geklebt und an einer Ecke dann einen senkrechten Abschluss hinein geschliffen und dann eine 1,2 mm Bohrung gesetzt und einen Spanplattennagel mit 1mm Innendurchmesser durchgeschoben :

Die Spanplattennägel haben sich als Ideal erwiesen, da ich damit ein Gleitlager bauen konnte, durch das ich eine M1 Schraube durchschieben konnte. Hier die Spanplattennägel:

Und hier im Vergleich mit einer M1 Schraube daneben:

Danach habe ich in ein kleines Reststück ein Loch für ein M2 Gewinde angezeichnet, auf das Dreieck geklebt, gebohrt und das M2 Gewinden hineingeschnitten und zum Schluss einen Kugelkopf mit 3mm Kugeldurchmesser und M2 Gewinde aufgeschraubt:

Anschließend habe ich in die Vorbereitete Platte, welche meine Dämpfer aufnehmen soll, zwei M1 Gewinde geschnitten, möglichst weit außen:

Danach habe ich das Dreieck mit dem Kugelkopf so aufgeschraubt, dass die Spanplattenschraube als Drehgelenk agiert, und die Kräfte des Kugelkopfes von einer schräg nach unten kommenden Richtung in eine horizontal wirkende Kraft umlenkt. Also Kugelkopf, außen, dann parallel zur Außen/Chassiskante das Drehgelenk und damit die Kraft, die auf den Kugelkopf wirkt so aufgenommen.
Das Problem dabei war allerdings, dass es funktioniert hat, eine horizontal wirkende Kraft um 90 Grad umzulenken, allerdings haben vertikal wirkende Kräfte zu einem Blockieren geführt. Da die Kräfte meines Stoßstabes, der Diagonal durch die Querlenker geführt wird, allerdings hauptsächlich vertikal wirkende Kräfte der Räder aufnehmen muss, hat sich diese Konstruktion als untauglich erwiesen... :bang:
Also kurz überlegt und erneut ein "Dreieck" gebastelt aus zwei 2mm starken Carbonblechreststücken:

Dann erneut ein M2 Gewinde für den Kugelkopf hinein geschnitten, allerdings habe ich diesmal vorher die Kante in die ich das Gewinde geschnitten habe in einem 45 Grad Winkel angeschrägt, sodass auch das Gewinde in einem 45Grad Winkel geneigt ist:

Danach habe ich in einem Abstand von 5mm eine 1,2mm Bohrung senkrecht von Oben in das Dreieck gebohrt, um dort die Führung für das Drehlager einbauen zu können:

Und dann habe ich wieder den Spanplattennagel in die kleinere Bohrung hineingeschoben, meine M1 Schraube durchgeschoben und den Kugelkopf in das M2 Gewinde geschraubt:

Und danach habe ich die Grundplatte für die Stoßdämpfer ins Chassis geschraubt und das Umlenkdreieck mit der M1 Schraube im Drehgelenk darauf fixiert und probeweise die Kugelpfanne auf den Kugelkopf montiert:

Und am unteren Querlenker ein M2 Gewinde geschnitten und einen Kugelkopf eingeschraubt und provisorisch ein Stück Carbonrundstab in die Kugelkopfpfannen gesteckt, um die Funktionalität zu testen und siehe da: Es tut :thumbsup:
Zum Abschluss für heute noch eine Detailaufnahme des Kugelkopfes am unteren Querlenker:

So meine Lieben - das soll´s für heute gewesen sein- als nächstes gibt es noch die Bilder vom kompletten Einbau und danach steht der Einbau und das Ausrichten der Stoßdämpfer und die Verbindung mit den Umlenkdreiecken an.
Ich hoffe es hat auch ein wenig gefallen, unterhalten, für Anregung gesorgt...
Wie immer freue ich mich natürlich über Komments, Tipps, Kritik.
Wünsche euch eine gute Nacht :sleeping: (Bin auch gerade am wegpennen....)
Bis Bald :wink:
LG Martin

34

Samstag, 1. Oktober 2016, 16:08

Hallo ihr da draußen :wink:
Es geht mal wieder ein wenig weiter hier... ;) Nicht, dass noch jemand denkt, dass ich auf der faulen Haut liege :baeh:
Zunächst einmal habe ich die Umlenkeinrichtungen für die Stoßdämpfer auf der zweiten Seite wie oben beschrieben gefertigt und ebenfalls mal provisorisch ins Chassis gebaut:

Und auch auf der rechten Seite den unteren Querlenker mit einem Kugelkopf und entsprechender Aufnahme und Schubstange mit der Umlenkvorrichtung für den Stoßdämpfer verbunden:


Danach habe ich in die Rückwand des Chassisschotts erst einmal zwei Löcher gebohrt, die die Stoßdämpfer aufnehmen sollen und probehalber die Stoßdämpfer durchgefädelt:

Anschließend habe ich dann eine zweite Rückwand verbaut, damit die Stoßdämpfer und damit die Bodenfreiheit und der Federweg einstellbar sind:

Dafür habe zuerst zwei Distanzstücke eingeklebt, darauf dann, die Zweite Rückwand geschraubt und geklebt und das ganze noch mit einem kleinen Sicherungsblech fixiert, was dann so ausgesehen hat:

Anschließend habe ich zwei Löcher hineingebohrt und M2 Gewinde hinein geschnitten. Dadurch habe ich dann die passenden Schrauben geführt und Muttern angedreht, die als Sicherung für die Stoßdämpfer dienen sollen:

Das Ganze von der Nase aus gesehen:

Mit eingesetzten Stoßdämpfern:

Und von Unten:

Und vom Cockpit aus ebenfalls mit eingesetzten Stoßdämpfern:

Und hier nochmal im Detail:

zur Verdeutlichung der Funktionsweise habe ich hier eine Schraube etwas weiter eingedreht. Das über die Muttern stehende Stück der Schrauben wird in die Rückseite der Stoßdämpfer gedreht und diese somit fixiert. Je weiter jetzt die Schraube in die Rückwand dieser Konstruktion hinein geschraubt wird, desto weiter wird auch der Stoßdämpfer in die Richtung der Umlenkeinrichtung bewegt, wodurch sich die Bodenfreiheit des vorderen Fahrzeugbereichs erhöht, der Stoßdämpfer die Umlenkeinrichtung zur Aufnahme der Federbewegung ein Stück weit zurück gedrückt wird und sich dadurch der Nullpunkt des Drehweges der Umlenkeinrichtung verschiebt und als Ergebnis der Federweg länger wird, das Fahrzeug also weiter einfedern kann. Ich hoffe mal, dass ich mich jetzt halbwegs verständlich ausgedrückt habe :S Wenn man die Bodenfreiheit verändern möchte, ohne das der Federweg beeinflusst wird, kann dies über unterschiedliche Längen der Schubstange zwischen unterem Querlenker und Umlenkvorrichtung an den Dämpfern erfolgen. Was bedeutet, dass ich diese möglichst auch noch verstellbar machen sollte - steht ab jetzt auf der Agenda :idee:
Danach habe ich Reststücke der Kugelkopfaufnahmen, welche am Chassis verbaut sind, verwendet, um die Schubstangen der Dämpfer mit den Umlenkvorrichtungen zu verbinden. Also einfach 1,2mm Löcher durchgebohrt, Metallhülse durch und dadurch dann eine M1 Schraube mit passendem Gewinde auf den Umlenkvorrichtungen:

Und dann habe ich das ganze Gewese wieder zur Probe eingebaut:

Die Dämpferaufnahmen im Detail:

Ist leider etwas unscharf ;(
Dann das ganze von rechts:

Und nochmal von Vorne:

Danach habe ich auf die Abdeckung der Dämpfer zwei kleine Bleche eingeklebt und ein M1 Gewinde hineingeschnitten und dementsprechend ein Gewinde ins Chassis geschnitten, sodass die Abdeckung mit dem Chassis verschraubt werden kann:

Anschließend habe ich Aussparungen in die Abdeckung gedremelt´, sodass ich die Kugelköpfe, der Dämpfereinheit frei bewegen können:

Auf dem Bild sieht man auch das Halteblech und das Gewinde darin, um die Abdeckung am Chassis zu befestigen.
Danach habe ich das ganze dann mal Probe gelegt und getestet:

Ergebnis: Die Abdeckung passt wie angegossen - also : :thumbsup: Und die Dämpfereinheit funktioniert auch: Sobald das Rad einfedert - also der Querlenker nach oben bewegt wird - dreht sich die Umlenkeinrichtung, wirkt auf die Schubstangen der Dämpfer und komprimiert diese. :D War zwar ein ziemliches gefuddel , aber es tut, wie es soll: Die Dämpfer haben in der kürzesten Einstellung einen Federweg von 1,5mm, was bei einer Übersetzung, in Bezug auf den Schubstab der vom Querlenker her kommt, einem Federweg des Rades von 3mm entspricht. Bei einer vorgesehenen Bodenfreiheit von 5mm bleibt also, wenn das Rad maximal einfedert immer noch ein Bodenfreiheit von 2mm übrig...
Ich hoffe mal es hat euch ein wenig gefallen- wie immer freue ich mich natürlich über Komments, Feddback, Anregungen, Tipps und Kritik.
Als nächstes werde ich wohl die Lenkung in Angriff nehmen...
Bis denne
LG Martin :wink:

Beiträge: 311

Realname: Rene Kalkhorst

Wohnort: Greifswald

  • Nachricht senden

35

Samstag, 1. Oktober 2016, 20:15

Hallo Martin.Schön wenn noch einer was selber baut.Gibts immer weniger....Mir gefällts was Du da auf die Räder stellst.Gruß Rene
www.Streichholzbasteleien.de

36

Sonntag, 2. Oktober 2016, 12:13

Lieben Dank Rene, :wink:
freut mich sehr, dass Dir mein Ferrari gefällt. :D

37

Donnerstag, 13. Oktober 2016, 17:25

Hallo Zusammen :wink:
Ja, es geht mal wieder weiter ;)
Nachdem ich die Stoßdämpfer eingebaut und getestet habe, gilt es nun die nächste Baustelle in Angriff zu nehmen - Die Bremsbelüftungen, bzw. die Lufthutzen dafür und die Lenkung nebst Servoeinbau.
Also zuerst mal das Einfachste - Die Bremsbelüftungen. Leider fehlt mir dazu ein wenig die Dokumentation -war zu schnell fertig :D Deshalb nur kurz ein paar Worte zur Vorgehensweise:
Ich habe zwei 2mm Starke CFK Bleche auf Maß geschnitten (einmal 15x20mm und einmal 20x20mm, je Seite)

, dann anschließend die Bremsbelüftungen zur Hand genommen:

die zwei Bleche aufeinander und anschließen auf die Bremsbelüftung aufgeklebt und danach schön in Form gedremelt, was dann folgendes Ergebnis brachte:
zuerst am linken Radträger:

und dann nochmal am rechten Radträger:

Und nochmal aus einer etwas anderen Perspektive, in der man zumindest hoffentlich die Öffnungen der Lufthutzen etwas besser erkennen kann:

und erneut rechts, das Ganze:

Danach ging es an den Einbau des Steuerservos:
Eigentlich war das auch relativ undramatisch und leider habe ich keine Photos vom Bau gemacht... Allerdings bin ich folgendermaßen vorgegangen: Zuerst habe ich ein CFK Blech genommen, in der Mitte markiert und eine Aussparung für den Servo hinein geschnitten (Servobreite 9mm - Ausschnitt inklusive etwas Spiel 10mm.) Danach habe ich den Servo in diese Aussparung hinein gelegt und die Bohrungen zur Befestigung des Servos auf das Blech übertragen und angekörnt, anschließend mit einem 1,6mm Bohrer durchgebohrt und in jedes Loch ein M2 Gewinde geschnitten. Danach habe ich das Blech provisorisch ins Chassis eingepasst, also mit dem Dremel soweit angeglichen, bis es gerade justiert ins Auto passt. Dann habe ich das Blech kurz mit Sekundenkleb angepunktet und von außerhalb des Chassis zwei M1 Gewinde durch das Chassis und in das CFK Blech hinein geschnitten (ganz schön langwierig das ganze- hab pro Loch + Gewinde 45 Minuten gebraucht :motz: . Anschließend sah das ganze dann so aus (allerdings ausgebaut, jedoch mit aufmontiertem Servo, von der Cockpitseite aus:

Und von der Nase aus gesehen:

Und hier jetzt noch eingebaut, von der Nase aus mit bereits aufmontiertem Ruderhorn:

Anschließend habe ich meine Elektronik kurz angschlossen, um das ganze zu testen- Ergebnis: funzt :)
, allerdings musste ich das Ruderhorn ein wenig an der oberen Kante abschleifen, weil es sonst am Chassis angestoßen wäre. Allerdings war das ganze in wenigen Augenblicken erledigt.
Nächste Baustelle: Lenkmechanismus.
Die Idee war, mit dem Ruderhorn ein Zahnrad zu betätigen, welches auf eine Schnecke wirkt, die auf einem Schieber montiert wird, und so die Drehbewegung des Ruderhorns in Horizontale Bewegung umlenkt, sodass die Spurstangen der Lenkung ohne jede Ablenkung direkt zur Seite ausschlagen und so die Radträger bewegen. Normalerweise wird das zwar über einfache Metallstangen verwirklicht, die direkt auf das Ruderhorn montiert werden, allerdings lässt sich mit diesem System (die RC Fahrer werden das von ihren Kisten kennen und wissen was ich meine) einen Vertikalen Ausschlag der Spurstangen nicht vermeiden. Da ich allerdings die Spurstangen durch das Chassis führe und keine riesigen Bohrungen für die Spurstangen im Chassis haben möchte (ist ja beim Original auch nicht so) habe ich mir diese etwas umständliche Lösung ausgedacht :idee: - Bin selbst gespannt ob es gescheit funktioniert...
Also Schritt 1 - Eine Führungsschiene für den Lenkschieber gebaut. Dafür habe ich das gute alte 2mm CFK Blech zur Hand genommen und einen 2mm Breiten Schlitz hinein geschnitten. Also zuerst gebohrt und anschließen mit der Trennscheibe des Dremels geweitet und begradigt. Das sah dann so aus:

Anschließend habe ich mir aus meinem Getriebebausatz (beim Händler - ein paar Zahnräder und Schnecken aus Plastik und ein paar Metallrundstäbe, also im Prinzip nix besonderes ;) besorgt) - dessen Kauf ein halbe Odyssee dargestellt hat, weil der gute Mensch einfach partout nicht verstanden hat, was ich wollte... :bang:
Ich: Hey, ich brächte ein paar Zahnräder, um eine Lenkung zu übersetzen und mein Antriebszahnrad meines hochdrehenden E - Motors zu untersetzen.
Er: Ruderhörner, oder Bowdenzüge sind da drüben...
Ich : :huh:
Nein, ich muss einen Motor untersetzen. :will:
Er: Ach so - ja hier habe ich einen Motor, der Stufenlos bis zu 1:400 Untersetzen kann.
Ich: :whistling: Nein, einen Motor habe ich - ich brauche nur ein paar Zahnräder, um ein Untersetzungsgetriebe zu bauen.
Er: was für einen Motor hast du denn -einen Schnellläufer?
Ich: ?( ähm, ist eine Rennmotor für RC Cars, hat 34000 Umdrehungen.
Er: Ach so - Du willst also die Drehzahl runter setzen. Ok. Und wofür brauchst du dann nochmal ein zusätzliches Zahnrad für die Steuerung?
Ich: Damit will ich die Drehbewegung der Lenkung umlenken.
Er: Also hier wäre dann ein Getriebebausatz, da haste dann verschieden Zahnräder und Wellen und kannst dir zusammenstellen was Du brauchst.
Ich: :D - genau das hab ich gesucht - Juhu.
Irgendwie war das an dem Tag schwierig, standen wohl beide etwas auf der Leitung passiert. :rolleyes: Hat ja dann doch geklappt, und er hat sich dennoch Mühe gegeben der Gute :ok: .
Anyway - weiter im Text:

Nachdem ich den Getriebebausatz durchforstet habe, fand ich darin alles was ich brauche. :ok:
Also habe ich mir zuerst einmal zwei Schnecken zur Hand, hab sie auf die Wellenstärke von 5mm aufgebohrt:

und auf die Welle aufgebracht und verklebt:

Danach habe ich zwei Leitbleche Ausgeschnitten, mit einem Überstand auf einer SEite, der in der Führungsschiene laufen soll und einer Bohrung für die Welle:

Anschließend habe ich aus zwei kleinen Zahnrädern Anschläge gebaut, die verhindern sollen, dass die Welle bei Vertikaler Bewegung aus dem Lager läuft und die dann auf die Welle aufmontiert:

Und dann den Schlitten mit der Welle, den Schnecken, den Leitblechen und den Anschlägen zusammen gesteckt:

Und nochmal von Vorne:

Danach habe ich ein Zahnrad erneut auf eine Welle Montiert und ein M2 Gewinde hinein geschnitten, damit ich das Zahnrad mit dem Servo verbinden kann und zwar so, dass der Drehpunkt des Zahnrades dem Drehpunkt des Ruderhorns am Servo entspricht. Anschließend habe ich das ganze dann noch zurecht gedremelt, damit es in das Chassis passt, was dann so ausgesehen hat:

Danach habe ich dann das Zahnrad mit dem Ruderhorn verschraubt:

Als nächstes habe ich eine Endplatte für das Chassis zurecht geschnippelt und den Konturen des Chassis angepasst und insgesamt drei M1 Gewinde in die Endplatte und das Chassis geschnitten, damit ich die Endplatte dort befestigen kann:

Und danach habe ich ein Zahnrad zurecht geschnitten, das einen etwas größeren Innendurchmesser aufweist, das mir als Drehlager für das am Ruderhorn befestigte Zahnrad dient. Die Endplatte musste ich dazu ausfräsen, damit ich die Zähne des kleineren Zahnkranzes verdrehsicher auf die Endplatte stecken konnte. Anschließend wurde das ganze dann verklebt, und bei der Gelegenheit auch gleich die Führungsschiene aufgeklebt:

Soviel erstmal bis hierhin, demnächst gibt´s dann mehr dazu.
Hoffe es hat euch gefallen - freue mich jederzeit über Kommentare, Kritik, oder sonstige Rückmeldungen.
Wünsche euch einen schönen Abend.
LG Martin :wink:

38

Mittwoch, 9. November 2016, 01:17

Einen schönen Abend wünsche ich euch allen! :wink:
Und ja es geht mal wieder weiter hier, auch wenn ich eine etwas längere Pause einlegen musste, gibt halt manchmal einfach dringende Verpflichtungen. :S In meinem Fall war es ein dringender Abgabetermin für eine Hausarbeit in Alter Geschichte...
Anyway - es geht mit der Lenkung weiter ^^
Zuerst ist einmal ein kleiner Nachtrag fällig, damit ihr auch auf dem aktuellen Stand seid :)
Als erstes gibt´s ein paar Bilder von der Zusammengebauten Lenkmechanik...
Zuerst habe ich den Schlitten auf die Führungsschiene in der Endplatte der Nase montiert und anschließend das ganze dann aufeinander ausgerichtet und zusammengebaut.



Und danach habe ich die Endplatte und den Schlitten ins Chassis eingebaut:

und von der Seite:

Und von Vorne:

Anschließend habe ich dann die Elektronik so weit fit gemacht, also die Motoranschlüsse verlötet, den Stromanschluss an den Akku befestigt und danach einfach mal getestet...
Was soll ich sagen - es funzt. :D
Aber: und das ist leider ein großes Aber - nicht so wie gewünscht. Zwar bewegt der Servo den Schlitten der Lenkmechanik, allerdings nicht über die Verbindung Zahnrad - Schnecke, zumindest nicht so wie es sein sollte. Die Schnecke dreht sich nämlich nicht, sondern, das Zahnrad hakt sich in die Schnecke ein und schiebt diese zur Seite. :( Also - grrr nix isses mit der der gedachten Lösung. Zwar sollte das ganze in der Theorie funktionieren, allerdings bekomme ich die Schnecke nicht so gelagert, dass sie sich leichter dreht als sich einfach zur Seite schieben zu lassen... ;(
Also musste eine andere Lösung her- allerdings hat mich das Zur-Seite-Schieben der Schnecke auf eine Idee gebracht. :idee:
Mit ging es ja von der Grundüberlegung her darum, zu verhindern, dass die Lenkstange nicht nur die Seitwärtsbewegung des Ruderhorns mitmacht, sondern auch die Bewegung auf und ab. Wenn ich nun also das Ruderhorn dazu benutze direkt einen Schieber anzutreiben, der irgendwie die auf und ab Bewegung des Ruderhorns auffängt, sollte ich das gleiche Ergebnis bekommen...
Also hab ich mir einfach einen dementsprechenden Schieber gebaut...
Zuerst einmal habe ich die Lauffläche in dem der Schieber laufen sollte (also auch die Lauffläche des Schiebers an dem die Schnecke befestigt war) von der Endplatte abgetrennt, weil der neue Schieber ja nicht mehr von Oben auf das Ruderhorn wirkt, sondern von Vorne... Also kurz und gut: Endplatte gekürzt:

Und hier das bisherige Oberteil, in dem sich die Lauffläche für den Schieber befindet:

Dann habe ich das Unterteil einen Kanal eingefräst, damit ich eine breitere Lauffläche erhalte:

Dann die bisherige Lauffläche angepasst:

Und das ganze dann schließlich wieder so zusammengeklebt, dass ich eine breitere Lauffläche erhalten habe, die auf Höhe des Ruderhorns liegt:

Anschließend daran habe ich dann ein CFK Blech mit einer 2mm Breiten und 9mm langen Nut versehen, in der eine M2 Schraube auf und ab laufen kann. Diese Nut entspricht genau der auf und ab Bewegung welche das Ruderhorn innerhalb des Chassis zurücklegt - bei Maximalausschlag wohlgemerkt. Dieses Blech habe ich dann mit einem zweiten Blech verbunden, welches aus zwei aufeinander geklebten kleineren Blechen bestand. Ich habe diese Bleche deshalb aufeinander geklebt, weil ich so genügend Materialstärke hatte um ordentliche M1 Gewinde hineinbohren zu können, damit ich das Blech mit der Nut daran festschrauben kann, aber seht selbst:

Und nochmal von der Seite:

Und von unten:

Danach habe ich dann einen Anschlag anmontiert, der sicher stellen soll, dass die ganze Konstruktion weit genug in Richtung Servo nach innen ins Chassis reicht, damit der Schieber mit einer an dem Ruderhorn anmontierten Schraube betätigt werden kann:
Also hier der Schieber mit Anschlag;

Als nächsten Schritt habe ich dann an den Seiten zwei Bleche angeklebt, die die Lenkstangen führen sollen und deshalb mit Bohrungen versehen sind:

Und von der Seite:

Anschließend habe ich zwei Kugelkopf Reststücke verwendet, die ich mit einem kleinen CFK Zapfen gedübelt und danach verklebt habe. Dieses Bauteil, soll die Lenkstangen später aufnehmen, die damit verklebt werden. Der CFK Zapfen verbindet nicht nur die Beiden Plastikhülsen, sondern dient auch gleichzeitig als Anschlag, um ein Durchschlagen der Lenkstangen zu verhindern.

Danach habe ich erneut einen Anschlag gebaut, dessen Ausfräsung genau den Außenkonturen des Laufschlittens entspricht, sodass der Anschlag ein sauberes Laufen dadurch ermöglicht, dass gewährleistet wird, dass der Laufschlitten nicht ins Chassis hinein rutscht.

Um den Anschlag ordentlich befestigen zu können und zudem von außen ein Anpressen des Laufschlittens zu sichern, damit dieser möglichst reibungsfrei laufen kann, habe ich noch ein kleines Blech mit M1 Gewinden versehen und an den Laufschlitten angepasst:

Und so sieht das ganze dann ins Chassis eingebaut aus - von vorne:

Und dann auch mit einer 1 Cent Münze zum Größenvergleich - von oben:

Als nächstes stand nun der Funktionstest an, der folgende Erkenntnisse gebracht hat:
1. Grundsätzlich funktioniert das ganze - :ok:
2. Was nix neues ist, mir vorher aber nicht so deutlich aufgefallen ist: Der Servo verdreht sich in der Halterung, er müsste also zusätzlich gesichert werden - wird in angriff genommen. :bang:
3. Bei Extremstellung des Servos nach rechts, kann es passieren, dass Sich der Führungsschlitten verkantet - schlecht. :motz:
4. Der Ausgleich der Höhenbewegung des Ruderhorns mit Hilfe der Schraube und der Nut funktioniert wie gewünscht - das funzt wirklich reibungslos. :rolleyes:
Also hier jetzt die Maßnahmenliste, die der Funktionstest gebracht hat:
1. Servo mit Styropor auspolstern, bei bedarf noch eine zweite Halterung weiter im Chassis verbauen, die ein Verdrehen des Servos verhindert.
2. Lauffläche des Schlittens Überprüfung, ebenso die Laufschiene - ich hoffe, dass sich das Problem des Verkantens durch nachschleifen lösen lässt. Ansonsten ist eine Neukonstruktion des Laufschlittens fällig... :cursing:
I´ll Keep you posted.
Ich halte euch auf dem Laufenden.
Bis dahin eine gute Nacht - ich geh jetzt ins Bett. :schlaf:
Bis bald Martin :wink:

39

Samstag, 26. November 2016, 15:16

Meine Fresse, da fliegt mir ja gleich das Blech weg. :ok:

Ist ja fast so wie bei mir, nur qualitativ wesentlich besser.
Weiter so :thumbsup:
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

40

Sonntag, 27. November 2016, 11:37

Dank Dir Ray,
Dein Lob freut mich ganz besonders, da wird ich ja gleich rot :rot:
auch wenn Du natürlich total übertreibst - qualitativ besser als bei Dir? :huh: Ich bin froh, wenn ich es schaffe mal ein Blech im rechten Winkel zu sägen. ;)
@all demnächst gibt´s auch wieder Bilder, bin gerade dabei Lenkschlitten 2.0 fertig zu bauen...

41

Freitag, 30. Dezember 2016, 23:09

Einen wunderschönen Abend zusammen :wink: ich hoffe mal ihr hattet beschauliche und frohe Feiertage.
Jetzt da ja auch der Jahreswechsel so kurz vor der Tür steht, habe ich endlich mal wieder etwas Zeit um meinen Baubericht etwas fortzuführen. Hat ja auch lange genug gedauert... ;(
Jetzt aber mal der Reihe nach: Meinen letzten Post hatte ich ja mit dem Maßnahmenkatalog beschlossen, der zu einer funktionstüchtigen Lenkung führen sollte. Die gute Nachricht zuerst: was das angeht ist einiges passiert seit letzem Mal - es darf also gespannt auf den Baufortschritt geachtet werden - war also nicht untätig, hatte nur eben wenig Zeit am PC und darüberhinaus auch noch ein wenig rumgeeier mit meinem Internetanbieter - die letzen Wochen haben mich dort schmerzlich an die Zeit mit langsamen Modems, Einwähltönen und änlich antiquertem erinnert. :motz:
So jetzt aber mal zur Sache- Die Lenkmechanik meines 412T1A:
Nachdem beim Lenkschlitten öfter das Problem aufgetreten ist, dass sich der Schlitten verkantet und deshalb die ganze Lenkung blockiert, habe zunächst versucht dem Problem mit Abschleifen der Laufschiene und des Schlittens Herr zu werden. Leider allerdings nur mit mäßigem Erfolg ;( - zwar hat isch das Ansprechverhalten der Lenkmechanik verbessern lassen, ein gelentliches Blockieren konnte ich aber nicht zuverlässig verhindern. :pinch:
Also habe ich mich diesmal systematisch an die Fehlersuche gemacht und alle Komponenten überarbeitet, die möglicherweise Probleme verursachen könnten. :hey:
Dabei habe ich mich vom Servo weg zu den Rädern hin bewegt.
Die erste Überlegung dabei: Die Schraube, die in der Führungsschiene des Schlittens läuft könnte auch blockieren - mit einem glatten Rundstab verringere ich die Reibung und minimiere folglich die Gefahr des Sich-verkantens. :idee:
Allso Schritt Nummer eins für heute:
Vorhang auf :) - Popcorn schnappen :hunger: , Bier eingießen :prost: , Kaffe holen :kaffee: ... Es geht Los:
Das erste Kapitel für heut:

Die Überarbeitung des Ruderhorns inklusive Schlittenmitnehmer:

Nachdem ich das ursprünglich vorhandene Ruderhorn bereits mit einer Schraube malträtiert hatte, war erstmal die FRage zu lösen, wie ich eine Oberfläche schaffe, in die ich einen Rundstab möglichst zuverlässig einmontiert bekomme - zudem ist mir aufgefallen, dass sich die Aussparungen am Ruderhorn selbst auch als mögliche Problemzonen erweisen, und leider auch dazu neigen sich ungebeten mit irgenwelchen beweglichen Teilen zu verkanten. Also hab ich mir gedacht: Warum nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen - Glatte Oberfläche und neues Bohrloch für eine Stange, die als Mitnehmer dient.
Also habe ich in einem ersten Schritt ein Stück CFK Blech auf das Ruderhorn geklebt und mittels M2 Schraube gesichert:

Danach habe ich das ganze in den Konturen angepasst und an der Stelle an der äußersten Bohrung im Ruderhorn durch das CFK Blech hindurch eine 1,2mm Bohrung gesetzt und ein M 1,6 Gewinde hineingeschnitten. Nach zwei Tagen warten auf mein Schneideisen, habe ich dann ein Stück meines CFK Rundstabes damit gequält und in den Rundstab ein M 1,6 Außengewinde geschnitten. Anschließend den Rundstab eingesetzt und nochmal mit einem Tropfen Sekundenbäpp gesichert. Und hier das ERgebnis von der Seite:

Und nochmal von hinten:

Wie auf diesem Bild zu sehen habe ich bei der Gelegenheit auch gleich die Umrisse des CFK Blechs an die Umrisse des Ruderhorns angeglichen und die Schraube abgeschliffen, die das Blech mit dem Ruderhorn verbindet.

Somit kommen wir nun zu Kapitel zwei heute:

Die überarbeitete Neukonstruktion des Lenkschlittens:

Nachdem das Schleifen der Führungsschiene in der Endplatte, in welcher der Lenkschlitten hin und hergeführt werden sollte nicht das gewünschte Ergebnis gebracht hat, habe ich mich dazu entschlossen einen neuen Lenkschlitten zu konstruieren.
Dabei war es mir wichtig, dass folgende Voraussetzungen erfüllt würden:
1. Da sich bei schnellem Ausschlag des Servos nicht nur der Servo in seiner Führung bewegt hat, sondern bei genauerer Betrachtung auch der Lenkschlitten sich verzogen hat (und mit verzogen meine ich, dass sich die einzelnen Bleche an den Verschraubungen zueinander verschoben haben, also die Schrauben in sich verdreht wurden).
Deshalb - der neue Lenkschlitten soll durch seine Konstruktion möglichst ein In-sich-verdrehen der einzelnen Bauteile verhindern.

2. Da ich zum Ansteuern des Lenkschlittens keine Schraube mehr verwende, sondern lediglich ein Rundstab ist es auch nicht merh nötig in der Mitte des Lenkschlittens eine Aussparung für den Schraubenkopf zu lassen, daraus sollte sich doch was machen lassen... 8|
Deshalb - der neue Lenkschlitten soll durch seine Formgebung eine engere Führung des Schlittenmitnehmers gewährleisten.

3. Die Analyse des alten Lenkschlittens hat darüberhinaus noch folgende Problemzonen zutage gefördert: bei maximal möglichem Servoausschlag stößt der Lenkschlitten am Chassis an und die angedachte Befestigung der Lenkstangen an einem Mittelstück innerhalb des Lenkschlittens verstärkt diese Problematik noch. :(
Deshalb - der neue Lenkschlitten soll eine möglichst kompakte Konstruktion sein, die zudem eine direkte Montage der Lenkstangen an den Lenkschlitten ermöglicht.

Soweit nun das Anforderungsprofil... :whistling:

Und nun zur Lösung der ganzen Geschichte:

Zuerst habe ich eine Endplatte ausgeschnitten 11mm x 22 mm und darin mittig einen Ausschnitt für den Rundstab des Servos eingefräst der beinahe über die ganze Länge geht und somit die Vertikale Auslenkung des Servos aufnehmen kann. Das sah dann so aus:

auf dieser Aufnahme ist die ausgefräste Nut noch nicht perfekt nachgeschliffen.
Und nochmal von der Seite:

Anschließend habe ich mich an die Fertigung der Seitenteile des Lenkschlittens gemacht. Dafür habe ich zwei Bleche aufeinandergeklebt, die bei gleicher Länge so unterschiedlich Breit geschnitten wurden, dass an einer Längskante ein Überstand von 2mm entstanden ist. Das sah dann so aus:

und nochmal beide Seitenteile zusammen:

Und nochmal in einer anderen Perpektive:

Anschließend habe ich den Überstand soweit abgeschliffen, dass in der Mitte lediglich ein Zapfen von knapp 5mm Länge übrig geblieben ist, was dann so ausgesehen hat:

Und nochmal beide Seitenteile im Vergleich, einmal mit dem Zapfen oben und einmal unten:

Danach habe ich in die Endplatte zwei Aussparungen gefeilt, in die die Zapfen genau hineingreifen können und anschließend wurde das Ganze angepasst und so miteinander verklebt, dass die Endplatte einen Deckel für die beiden Seitenteile bildet, zu sehen hier:

Und nochmal von der Seite:

und von unten:

Auf diesem Bild ist das Bauteil zu sehen, nachdem die beiden Seitenteile bereits aneinander angeglichen wurden.
Anschließend wurde in die noch frei Unterseite nochmals auf jeder Seite ein Zapfen eingefeilt, bzw. besser gesagt, die Seitenteile soweit abgefeilt, bis ein Zapfen übrig geblieben ist:

Und nochmal aus einer anderen Perspektive - ich denke das Prinzip wird deutlich:

Das letzte Bild ist leider etwas unscharf geworden -irgendwie mochte mich die Kamera in dem Moment nicht... ;(
Danach habe ich eine CFK Platte geschnitten, welche die selbe Breitenmaßemaße hat, wie die bereits mit den Seitenteilen verklebte Endplatte und habe entsprechend der Stellen, an denen die Endplatten die Zapfen aufweisen zwei Nuten in das Blech gefräst:

Danach habe ich drei Identische CFK Bleche ausgeschnitten und bei zweien die Mitte markiert:

Und bei einer Platte wiederum Nuten eingefräst und beide Platten an der Hälfte auf 5mm auf einer Tiefe von 4mm Verjüngt, was dann so aussah:

Anschließend habe ich die zuerst vorbereitete Platte auf derjenigen Seite aufgeklebt, die der Endplatte mit Einfräsung für den Rundstab gegenüberliegt und darauf dann versetzt eine zweite Platte geklebt (die Dritte auf dem vorletzten Bild) und oben und unten bündig mit den Seitenteilen und der Endplatte mit Einfräsung für den Rundstab in der Mitte eine 5,5mm Einkerbung hineingefeilt:

Und hier das Ganze nochmal aus einer anderen Perpektive:

Hier sind auch gut die Zapfen zu erkennen, die in die Seitenteile geschliffen wurden.
So, ich hab jetzt das 20 Bilder Limit erreicht, aber wenn ihr beim Lesen bisher noch nicht eingeschlafen seid, dann geht´s gleich weiter, ich bruache nur ein wenig Zeit den nächsten Post zu schreiben. In diesem Sinne also bis gleich.
:wink: ;)

42

Samstag, 31. Dezember 2016, 02:07

So und wie versprochen -es geht weiter :)
Hier der Lenkschlitten so wie er zu diesem Zeitpunkt ausgesehen hat aus einer anderen Perspektive, nämlich von oben -also mit der Endplatte, die den Rundstab des Servos aufnimmt auf der linken Seite und der Gleitfläche Rechts:

Und nochmal auf die Seite gelegt:

Gut sind auf diesem Bild die Zapfen zu erkennen, die auf der Oberseite in die Seitenteile eingelassen sind.
Als nächsten ARbeitsschritt ging es nun daran die einzelnen Bauteile, die bisher lediglich mit Sekundenkleber verbunden waren mit Verschraubungen zu sichern. Zuerst habe ich an die Endplatte, welche zugleich die Gleitfläche entlang des Chassisabschlusses bildet, zwei 0.8 mm Bohrungen gesetzt und dann in diese Bohrungen M1 Gewinde geschnitten:

Anschließend habe ich auf der Oberseite, also im rechten Winkel zur Gleitfläche die Abschlussplatte an die Zapfen angepasst und ebenfalls mit M1 Gewinden versehen und mit dem bisher gebauten Lenkschlitten verschraubt:

Durch die Zapfen, die in den Lenkschlitten eingearbeitet wurden ist sichergestellt, dass ein Verrutschen oder lose Vibrieren ausgeschlossen ist, da durch die zusätzliche Verzapfung auch eine Seitenführung gewährleistet ist.
Das ganze Geraffel von der Seite aus gesehen:

Dann wurde die Endplatte auf der Gleitseite inklusive dem Versatzstück welches unter die Endplatte platziert wurde mit dem Lenkschlitten verschraubt:

Und danach auf der Unterseite das Bodenstück mit der Einfräsung für die Gleitplatte ebenfalls mit dem Lenkschlitten verschraubt. Das ganze sah dann so aus, mit Draufsicht auf die Endplatte mit Nut für den Rundstab:

Und auf der Seite liegend, mit der Gleitplatte auf der Unterseite des Bildes:

Und nochmal mit Blick auf die Gleitplatte:

Und von unten, die Gleitplatte befindet sich auf dem Bild oben:

Und das Ganze von Oben, hier ist jetzt die Gleitplatte ebenfalls oben:

Wie auf den Bildern zu sehen ist sind die Seitenteile aus zwei miteinander Verklebten CFK Blechen gefertigt und sowohl Boden als auch Deckel und auch die Gleitplatte sind mit den Seitenteilen verschraubt und zusätzlich verklebt worden. Sollte eigentlich halten ;)
Ansschließend habe ich den Chassisabschluss gefertigt indem ich ein CFK Blech zurecht geschnitten und an entsprechender Stelle mit Laufschienen versehen habe, in denen die Überstände des Bodens, bzw Deckels laufen sollen. Dies Endplatte wurde wie gehalt mit drei Gewindelöchern versehen durch welche die Schrauben laufen sollen, mit denen die Endplatte am Chassis befestigt wird. Hier das Ergebnis:


Damit komme ich zu Kapitel Drei des heutigen Posts, nämlich den Radträgern vorne.
Was mir bei den notwendigen Versuchsmontagen in letzter Zeit negativ aufgefallen ist, ist dass die Radträger bei extremer Belastung dazu neigen sich in Richtung der angewendeten Kraft mitzudrehen. Bie Rollversuchen ist das bisher nicht ins Gewicht gefallen, allerdings ist mir dieser Fehler beim Anziehen der Radmuttern aufgefallen - das kann so nicht bleiben. :du:
Also habe ich die Radträger wieder auseinandergebaut, sodass ich die Aussparung für die Achse vor mir hatte:

Dann habe ich die Lenkachsen vom Ursprünglichen Bausatz auf knapp 1 cm gekürzt:

Und in die Radträger Aussparungen gefräst in welche die alten Lenkachsen genau hineinpassen., sodass diese als Anschlag wirken und ein weiteres mitdrehen der Radachse verhindern:

Danach habe ich dann die alten Lenkachsen in die dafür vorgesehenen Bohrungen der Radachsen geschoben und mit diesen verklebt:

Anschließend habe ich das ganze wieder zusammengebaut und fertsch.
Der nächste Schritt war dann das Fertigen der Aufnahmen für die Lenkstangen. Also sind wir nun bei Kapitel vier für heute:
Die Lenkstangenaufnahmen:
Dafür habe ich zwei CFK Bleche mit 10 x 20 mm Kantenlänge aufeinandergeklebt, und von oben mit einer 1,6mm Bohrung versehen und in diese Bohrung eine Metallhülse geklebt und passen abgelängt - also das gleiche Prinzip wie bei den Umlenkeinrichtungen für die Stossdämpfer. Hier das vorläufige Ergebnis:

von der Stirnseite her wurden diese Bauteile dann entlang der längeren Seite mit einer 1cm tiefen und 1,2 mm Durchmesser Bohrung versehen. In dieses dann ein Gewinde M1,6 geschnitten und fertig.
Danach habe ich zwei CFK Rundstäbe auf 65mm abgelängt und auf beiden Seiten mit einem Außengewinde M1,6 versehen:

Als nächstes habe ich den Lenkschlitten mit einer durchgägngigen Bohrung mit 1,2mm versehen, in das unter Loch ein Gewinde M1,6 geschnitten (hier hat es sich als praktisch erwiesen, dass sowohl Boden als auch Deckel nur verschraubt sind ^^ )
und das obere Loch auf 2mm Durchmesser geweitet:
in diese Löcher wird später eine Rundstab geführt, ebenfalls mit Gewinde, der den Lenkschlitten gegen herausrutschen an der Chassisendplatte sichert.
Als letzter Schritt wurd in den Lenkschlitten ein Durchgängiges Loch, Duchmesser 1,2 mm gebohrt und dann jeweils von Aussen ein M 1,6 Gewinde gebohrt, sodass in diese Gewinde ebenso wie in die Gewinde der Lenkstangenaufnahmen die Lenkstangen hineingeschraubt werden können. Beim provisorischen Einbau der ganzen Konstruktion ist mir folgendes Aufgefallen: Der Lenksschlitten hat die Tendenz nach vorne abzukippen, wenn die Chassisendplatte nicht montiert ist, was durch den Einbau der Endplatte wieder ausgebessert wird. Zudem hat bei ersten Tests der Lenkschlitten an den Extrempunkten verkeilt, weil er durch den Servo entlang der Achse des Rundstabes, welcher den Lenkschlitten transportiert, verdreht wird - :bang:
Aber: durch den Einbau der Lenkstangen wird diese Torsion verhindert, also: der ganze Umbau und die Neukonstruktion hat sich gelohnt, den sie ist wesentlich robuster als der erste Lenkschlitten, bietet durch die direkte Verschraubung der Lenkstangen zudem ein sicheres System diese zu befestigen und ermöglicht auch durch die kleinere Baugröße einen größeren Lenkausschlag, der nur durch die Chassisbreite, bzw den Servo begrenzt wird. - Der fertige Lenkmechanismus- allerdings nicht eingebaut sieht jetzt so aus:

Einziges Manko ist bisher noch die Spur, die ich noch genau einstellen muss, d. h. ich muss nochmal an der Länge der Lenkachsen arbeiten, ist aber nur Kleinkram zumal das gesamte System tadellos funktioniert.
Die Bilder vom Einbau des Lenkschlittens und den Funktionstests gibt´s dann nächsts Mal - ich muss jetzt nämlich ins Bett :schlaf:
Ich hoffe euch hat das gezeigte gefallen und der Baubericht euch zumindest ein wenig unterhalten. Wie üblich, sind natürlich Kommentare, Anregungen und Kritik jeder Art herzlich willkommen.
Rutscht gut ins neue Jahr und :party: on.
LG Martin :wink:

Beiträge: 1 468

Realname: Hans Juergen

Wohnort: Bitburg

  • Nachricht senden

43

Sonntag, 1. Januar 2017, 19:25

Hallo Martin

nach Deinem Post in meinem Beitrag hab ich auch mal bei Dir reingeschaut. Autos sind zwar nicht meine Baustelle, aber das was Du machst gefällt mir. :ok: Die CFK Teile könnten etwas glatter sein, aber ich denk das gleichst Du noch aus. 8o Paß nur beim Arbeiten mit dem Dremel auf , eine Staubmaske solltest Du bei der vielen Schleifarbeit unbedingt tragen. Kohlefaserstaub ist nicht gut für die Lungen.

44

Montag, 2. Januar 2017, 11:09

Hallo Hans Jürgen,
freut mich sehr, dass Dir mein Projekt gefällt ^^ und danke für den HInweis mit dem Kohlestaub - hab mir jetzt das Equipment besorgt um zukünftig mit Mundschutz arbeiten zu können. Seitdem ich nicht mehr im Freien arbeiten kann, ist das schon wichtig- hab halt nur nicht daran gedacht. :bang:

45

Sonntag, 8. Januar 2017, 16:11

Einen wunderschönen guten Morgen euch allen :wink:
Es wird mal wieder zeit für ein kleines Update...
Zuerst mal ein kleiner Nachtrag - ich habe euch noch ein paar Bilder zum Einbau, bzw. Test der Lenkmechanik nachzuliefern. ..
Also in diesem Sinne: Ran an die Buletten:
Nach der Neukonstruktion des Lenkschlittens, der ja im Unterschied zur Version 1.0 über zwei Lenkschienen verfügt, wurde in der Folge auch eine neue Endplatte fällig. Also habe ich die Bohrlöcher der alten Endplatte auf ein CFK -Blech übertragen, die Laufschienen herausgearbeitet und angeschraubt. Ergebnis: Passt soweit. Danach habe ich den Laufschlitten ins Auto verfrachtet, mit zwei Bohrungen mit Durchmesser 1,2 mm versehen und in die untere Bohrung ein Gewinde M1,6 geschnitten. DIe obere Bohrung habe ich etwas geweitet, sodass ich ein Stück Kohlefaserrundstab mit 2mm Durchmesser durchstecken konnte. In diesen Kohlefaserstab habe ich dann ein Aussengewinde M 1,6 geschnitten und diesen dann in das untere Bohrloch des Lenkschlittens eingeschraubt, wodurch ich dann einen Anschlag hatte, der den Lenkschlitten gegen Abrutschen ins innere des Fahrzeugs sichert:

Danach ging es an den Einbau und den Test des Lenkmachanismuses.
Also zuerst die Aufnahmesgelenke der Lenkachsen an den Radträgern festmontiert: Dazu habe ich in die Radträger ein Gewinde M1 geschinitten und die Aufnahmegelenke mit einer 1,2 mm Bohrung versehen und mit einer Metallhülse ausgestattet, sodass ein Gleitlager entstanden ist, durch das ein M1 Schraube geführt werden konnte, die den Radträger mit den Aufnahmegelenken verbindet:
Hier jetzt mal exemplarisch am linken Vorderrad:

Und hier jetzt am rechten Vorderrad:

Dann der Komplettaufbau:
Zuerst das Innere:

Und dann von außen:

Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich die Spur provisorisch eingestellt, also mit einer leichten Neigung nach vorne, sodass die Räder einen V - förmigen Pfeil bilden, der in die Fahrtrichtung zeigt. War zwar etwas gefummel, aber dadurch, dass die Lenkstangen nur verschraubt sind und ich damit jederzeit die Möglichkeit habe die Spur zu korrigieren kein großes Problem.
Danach wurde getest... Lenkung komplett nach rechts:

Und nach links ging es ebenso problemlos, auch wenn ich davon kein Photo gemacht habe.
Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich die Endplatte der Chassiskontur angepasst - dazu ein Photo aus einem anderen Blickwinkel, damit es besser zu sehen ist:

Bei der Gelegenheit habe ich auch die Endplatte entlang der oberen Leitschiene abgetrennt. Das war so zwar nicht vorgeshen, allerdings nicht anders möglich, da ich die obere Leitschiene soweit erweitern musste, damit der durch die Chassisbreite vorgegebene maximale Lenkausschlag auch komplett ausgeschöpft wird. Hätte ich die Führungsschiene für den Lenkschlitten schmäler ausgeführt, hätte sie auch immer einen Anschlag gebildet, der den Lenkausschlag verringert hätte. Zudem habe ich bei ersten Versuchen ohne verbreiterte Führungsschiene gemerkt, dass sich der Servo beschwert, wenn er mit einem solchen Anschlag gebremst wird. Also hab ich aus der Not eine Tugend gemacht und den oberen Bereicht der Endplatte an die Abdeckung angepasst, welche die Stoßdämpfereinheit abdeckt also im Prinzip das gleiche Spiel, wie beim Chassis selbst, nur das diesmal geklebt und nicht geschraubt wurde. Also angepappt und den Umrissen entsprechend abgeschliffen:

Danach gab es noch einige alte "Baustellen" abzuarbeiten. Zum einen habe ich den Servo im Chassis mit Styropor ausgepolstert- nicht besonders schön, aber funktionell - er verdreht sich jetzt nicht mehr so leicht im Chassis, zudem ist er gegen Erschütterungen geschützt:

Danach habe ich die Befestigung der unteren Querlenker überarbeitet. Mir war die Gefahr einfach zu groß, dass sich die Mutttern mit denen die Querlenker miteinander verbunden wurden lose vibrieren könnten, deshalb habe ich den Aufbau überarbeitet. Zuerst habe ich zwei Bohrungen ins Chassis gemacht, dem Abstand der Bohrungen im Verbindungsblech der Querlenker entsprechend. In diese Bohrungen habe ich dann M1 Gewinde geschnitten und danach das Ganze in der Reihenfolge: Chassis - Querlenker - Verbindungsblech verschraubt und von innen mit einer Mutter gesichert. Dadurch ist das ganze besser gesichert und auch robuster ausgeführt und sieht jetzt so aus:

Die nächste Baustelle waren dann die Schubstangen, welche die Federbewegungen der Querlenker an die Umlenkhebel der Stoßdämpfer weiter leiten. Bisher hatte ich das aus Testzwecken einfach nur mit passen abelängten Rundstäben gemacht, jetzt aber habe ich mich um die richtigen Schubstange gekümmert:
Zuerst ein 5mm breites CFK Blech anhand der Rundstäbe auf Länge geschnitten, und an beiden Enden an die Kugelkopfaufnahmen angepasst, also jeweils einen Zapfen mit ca 7mm Länge und Kantenlänge 1mm herausgefeilt:

Danach nochmal die Passgenauigkeit überprüft:

Passt. Die Kugelkopfaufnahmen können mit ein wenig gutem Zureden aufgeschoben werden.
Danach habe ich mir dann insgesammt vier Bleche auf Länge geschnitten, Breite etwas weniger als 5mm:

Und diese Bleche anschließend auf die Schubstangen geklebt, und angepasst:

Derzeit bin ich dabei die Schubstangen in Form zu feilen- allerdings ist das ein mühseliger Prozess, der ein wenig dauert... :S
Um ein wenig Abwechslung zu haben, habe ich mich an die nächste Baustelle gewagt...
Dazu habe ich zwei Bleche mit Kantenlänge 25mm aufeinander geklebt:

Anschließend kreisrund abgeschliffen:

Und mit drei Bohrungen versehen, sodaß ein T-förmiger Steg in der Mitte erhalten bleibt:

Danach habe ich ein kleineres CFK - Reststück mit einem M2 Gewinde ausgestattet und rundgefeilt.
Der nächste Schritt bestand daraus, zwei CFK Bleche mittig ebenfalls mit einem M2 Gewinde auszustatten und V- förmig auf einer Seite einzufeilen, sodass ein Steg in der Mitte stehen bleibt:

Und danach wurde das Ganze dann miteinander verschraubt. Das Ganze sieht jetzt so aus, muss aber noch ordentlich nachbearbeitet werden:

Wie ihr bestimmt schon erraten habt, geht´s gerade um das Lenkrad - und ja es gibt Gründe warum ich es so aufwendig fertige- aber mehr wird dazu noch nicht verraten. ;)
Ich hoffe ich konnte euch ein wenig unterhalten.
Wie immer, sind Tipps, Kommentare, Meinungen und Kritik herzlich willkommen.
Soviel für heute...
Bis denne LG Martin :wink:

47

Sonntag, 8. Januar 2017, 20:30

Absolut- es wird in Kohle gefasert bis der Arzt kommt :abhau:
Will ja auch möglichst leicht und stabil bauen. Das Auto soll ja auch schnell werden und mit meinem eingerosteten fahrerischen Können schritthalten. :cursing: ;)

Beiträge: 138

Realname: Matthias N.

Wohnort: Hannover, Germany

  • Nachricht senden

48

Freitag, 20. Januar 2017, 13:53

wann gehts denn hier weiter??

49

Freitag, 20. Januar 2017, 15:36

Bald Matthias ;)
ich hoffe am WE spätestens im laufe der kommenden Woche

Beiträge: 2 312

Realname: Franz Holzhauser

Wohnort: Bad Hönningen

  • Nachricht senden

50

Samstag, 21. Januar 2017, 22:08

Wahnsinn, bin im Schnelltempo hier durchgerauscht, verstehe das meißte
sowieso nicht, aber ich bin total begeistert. Werde hier künftig öfter
reinschauen...
Keine Frage ist so dumm wie die Antwort, die ich darauf geben könnte...

der Franz :abhau:


im Bau: San Francisco II 1:90




51

Montag, 23. Januar 2017, 19:50

Hallo Franz, :wink:
freut mich sehr, dass Dir mein Baubericht und mein Projekt gefällt. :ok:

52

Sonntag, 29. Januar 2017, 23:00

Einen wunderschönen guten Abend zusammen :wink:
, wie versprochen geht´s jetzt auch weiter - endlich... :S
Anyway: in meinem letzten Post habe ich ja über den Bau der Lenkmechanik geschrieben, die auhc nach ausführlichen Test zuverlässig ihren Dienst tut. :D
Also ist es jetzt an der Zeit mal ein bisschen weiter zu machen...
Als kleiner Nachtrag zum letzten mal- ich habe an den Querstreben, welche die unteren Querlenker mit den Stoßdämpfern verbunden nochmals Hand angelegt und diese in Form geschliffen:
Zuerst von unten:

und dann von oben, so wie sie auch in der Draufsicht aufs Auto zu sehen sein werden:

Zunächst habe ich mich der Lenkmechanik innerhalb des Chassis gewidmet....
Die Idee dahinter ist, die Lenkbewegung des Servos aufzunehmen und dann an das Lenkrad im Cockpit zu koppeln, sodass das Lenkrad dem Lenkausschlag der Vorderräder entsprechend mitbewegt wird.
Dazu habe ich als erstes einmal das Chassis "ausgeweidet" und die Lenkmechanik und die Stoßdämpfer inklusive Halterung ausgebaut, um besser den Aufbau der Lenkübertragung bewerkstelligen zu können. Also deshlab - und jetzt heisst es stark sein - das Entkernte Chassis:

Danach habe ich das ausgebaute Servo inklusive Halterung mit einer Verstärkung ausgestattet, die auf der Oberseite entsprechend dem Servo eine Aussparung eingefräst bekam und auf der Unterseite den Konturen des Chassis entsprechend zurecht geschliffen wurde. Anschließend kamen zwei M1 Gewinde rein und das Ganze wurde miteinander verschraubt.
Hier in der Totalen:

Von der Seite:

und von Vorne betrachtet mit direktem Blick auf das Ruderhorn:

Als nächstes hatte ich folgende Problemstellung zu lösen: Wie bekomme ich die Drehbewegung des Servos an selbigem vorbei geleitet und dabei auch noch den Höhenunterschied zwischen Servounterkante und Lenkraddrehachse überbrückt.
Am Servo seitlich vorbei geht nicht, weil dort das Ruderhorn im Weg ist. :(
Oberhalb des Servos geht auch nicht, weil sich dort die Stoßdämpfer befinden. :(
Also bleibt nur unterhalb entlang, was allerdings auch zwei Probleme mit sich bringt: erstens hab ich an der Stelle gerade mal schlappe 3,5 mm Luft zum Chassis und zweitens ist mir dort in der Mitte das Anschlusskabel des Servos im Weg. :cursing:
Ich hab also diese beiden Probleme erst einmal ignoriert und mir überlegt, wie ich die Übertragung der Drehbewegung auf eine Welle oder Ähnliches überhaupt realisieren kann. Da ich über keinerlei Pläne verfüge, (sieht man von einer Draufsicht aufs Auto und einer Seitenansicht aus dem Netz ab) habe ich mich dazu entschieden per Try- und Error vorzugehen, also auf ähnlichem Wege, wie bei der Lenkmechanik.
Möglichkeit eins : Das Zahnrad:
Zuerst habe ich mir ein altes Restzahnrad geschnappt, dass ich beim ersten Versuch der Lenkmechanik verbaut hatte. Um dieses mit dem Ruderhorn verkleben zu können, habe ich es so mit einem Bohrer angefast, dass die zentrale Sicherungsschraube, die das Ruderhorn am Servo hält, darunter verschwindet:

Meine erste Idee war eigentlich die Drehbewegung mittels eines an einem Zahnrad verklebten Drahtes nach dem Prinzip "bewegliche Welle" zum Lenkrad zu leiten, allerdings gibt es meiner Ansicht nach einige Argumente die gegen diese Lösung sprechen.
Erstens: Nach meiner Einschätzung hätte sich die Fertigung der Verbindung zwischen Zahnrad und Welle problematisch gestaltet - zumindest mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln.
Zweitens: Eine bewegliche Welle ist nur in der Lage in eine Drehrichtung 100 % der Kraft zu übertragen, währen in die Gegenläufige Drehrichtung nur bis zu 70% der Kraftübertragung möglich ist - (zumindest haben das die erten Recherchen in diese Richtung ergeben) mir ist zwar bewusst, dass ich keine besonderen Kräfte übertragen will, sondern es mir lediglich um die Übertragung des Drehwinkels geht, allerdings wollte in der Richtung kein Risiko eingehen).
Also habe ich mich für eine Übertragung mittels Getriebe entschieden, aber dazu mehr.
Ich habe also in die neu gefertigte Servohalterung ein Loch gebohrt und eine CFK Welle hindurchgeführt an der ich ein Zahnrad provisorisch angeklebt habe:

Wie auf dem nächsten Bild zu sehen ist, verfehlen sich die beiden Zahnräder um ein paar Milimeter... :bang:

Also musste eine neue Lösung her und dafür brauchte ich eine wenig Zeit zum Überlgen, die ich in der Zwischenzeit damit genutzt habe die SErvohalterung zu überarbeiten, sodass ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann: erstens habe ich damit das Servo gegen Torsion innerhalb des Chassis gesichert und zweitens habe ich ein zweites Lager durch welches ich die Welle führen kann, die die Drehbewegung ins innere des Chassis leitet.
Dafür habe ich kleines CFK Reststück so an das Servo angepasst, dass ich jeweils nur zwei bis drei Milimeter breite Überstände hatte (hab ja nicht allzu viel Platz für die ganze Veranstaltung)
Und tada- hier das Ergebnis:

Danach hab ich zwei kleinere Restsücke zur Hand genommen und zurechtgeschliffen:

auf eine CFK Platte geklebt, sodass ich ein Führung für das Servo hatte:

Diese Platte dann mit einer Bohrung ausgestattet, durch die die Welle unterhalb des Servos nach hinten laufen kann:

Nachdem ich mich ja gegen eine bewegliche Welle entschieden hatte, war also im nächsten Schritt Getriebebau angesagt:
Also zunächst einmal eine CFK Platte mit einer Bohrung für die Antriebswelle ausgestattet:

Und anschließend die Antreibswelle mit Antriebszahnrad zwischen diese und eine identisch gebohrte Platte gelegt - einige Zahnräder auf Wellen gesteckt und so lange rumprobiert, bis ich den gewünschten Höhenunterschied zwischen der Welle unterhalb des Servos und der Lenkwelle, die zum Lenkrad führen soll oberhalb des Servos soweit ermittelt hatte:

Wie auf diesem Bild zu sehen, habe ich zunächst einen ansolut blöden Bock geschossen - im Eifer des Gefechts nicht bedacht, dass ich als Orientierungspunkt nicht die Oberkante der CFK Platten brauche, sondern die Oberkante des Servos, weil die Stoßdämpfer, die direkt auf dem Servo aufliegen wesentlich weiter ins Chassis ragen als das Servo...

Ich habe es aber noch korrigieren können und hab danach kleine Reststücke als Abstandshalter zwischen die beiden CFK Platten geklebt, sodass ich jetzt ein kleines geschlossenes Getriebe habe:

Und das Ganze nochmal von der anderen Seite:

Noch ein paar Worte zu diesem Getriebe: das erste Zahnrad wird mittels Pleuel angetrieben , so zumindest der Plan - und hat deshalb die selbe Drehrichtung wie das Ruderhorn des Servos. Das zweite Zahnrad greift direkt in das erste und ändert dadurch die Drehrichtung und bewirkt zudem eine Untersetzung von 1:2 , da N1=10 Zähne und N2=20 Zähne. Dieses Zahnrad überbrückt in etwa die Höhe bis zur Lenkradmittelachse. An dieses Zahnrad greift erneut ein kleines Zahnrad mit halbem Durchmesser und halber Zahnanzahl, was zum einen eine erneute Änderung der Drehrichtung bewirkt, wodurch ich wieder die originale Drehrichtung hätte und zudem eine Übersetzung von 2:1, sodass auch die Drehgeschwindigkeit wieder der originalen entspricht. Das Lenkrad sollte sich also genauso schnell und auch genauso weit drehen, wie das Ruderhorn, das die Räder bewegt. Den Mechanismus mit dem Pleuel, welches die Drehbewegung am Servo überträgt zeige ich euch sobald als möglich - hoffe mal das ganze funktioniert wie gewünscht, ist jetzt in der Hauptsache Éinstellungsarbeit. ...
ich wünsche euch eine gute Nacht- ich muss jetzt nämlich mal ins Bett :schlaf:
Wie immer freue ich mich über Kommentare, Tipps, Anregungen und natürlich Kritik.
Ich hoffe mal es hat euch ein wenig gefallen ;( -
Gute Nacht euch allen - beste Grüße :wink:
Martin

53

Donnerstag, 16. Februar 2017, 02:08

Hallo euch allen und einen wunderschönen guten Abend, Freunde der spätabendlichen Unterhaltung ;)
Wie ich im letzen Post berichtete, habe ich mich in letzter Zeit mit dem "sekundären" Lenkgetriebe beschäftigt, welches das Lenkarad antreiben soll. Inzwischen bin ich hier doch ein gutes Stück weiter gekommen, aber seht selbst:
Ich hatte zuletzt ja geschrieben, dass ich die sekundäre Lenkmechanik über ein Pleuel mit entsprechenender Kurbelscheibe/Welle ansteuern möchte...
Also habe ich zuerst einmal aus einem alten Plastikzahnrad ein Schwungrad gebaut, das ich in der Mitte so aufgebohrt habe, dass sich das Schwungrad über die Zentrale Sicherungsschraube des Servos kleben lässt und dabei bündig anliegt. Diese Schwungscheibe habe ich dann noch mit 4mm Abstand 4 vom Mittelpunkt mit einer 0,8mm Bohrung versehen, durch die das Pleuel laufen soll. Hier jetzt das Ergebnis - die auf das Ruderhorn des Servos aufgeklebte Schwungscheibe mit Bohrung:

Als nächstes habe ich aus einem kleinen Reststück CFK - Platte die Kurbelscheibe gebaut- also einfach das ganze Eiförmig zurecht geschliffen, an einer Seite mit einer Bohrung 1,8 mm für die Antriebswelle des Sekundärlenkgetriebes versehen und im Abstand von 4mm zum Mittelpunkt der größeren Bohrung eine zweite 0,8mm Bohrung gesetzt, durch die das Pleuel laufen soll:

Danach habe ich dann drei Bleche so rechtwinklig miteinander Verklebt, dass ich ein Gehäuse für den Servo bekommen habe- damit soll zum einen der Servo gegen Torsion gesichert werden, zum anderen habe ich das große Blech am Ende des Servos mit einer Bohrung versehen durch die die Antriebswelle des Lenkgetriebes läuft.

Und das ganze nochmal in der Draufsicht. am oberen Bildrand ist das Befestigungsblech zu sehen, das ich schon vorher gebaut hatte und welches den Servo mit dem Chassis verbindet.

Und jetzt präsentiere ich euch die Urversion des Pleuels - ein absolutes Hightechprodukt - sauselten, unbezahlbar, unglaublich fremd :P

Ja genau - eine haushaltsübliche Heftklammer :abhau: - allerdings ist das Ding leider auch unglaublich weich, was sich beim Testen gezeigt hat- die Zugbelastung war kein Problem, bei Druck allerdings hat die Klammer dann die Grätsche , bzw die Biege gemacht... :( Also habe ich mich dazu entschlossen das Pleuel dann doch selbst anzufertigen...
Hab kurz überlegt das Ganze mit Draht hinzufrickeln, aber dann erschien mir doch meine geliebte Kohlefaser das Material der Stunde - ich hatte nämlich schlichtweg keinen geeigneten Draht im Haus. :( Aber auch egal.
um die Ansteuerung mittels Pleuel zu testen habe ich die Antriebswelle provisorisch durch die Bohrungen unterhalb des Servos gefädelt und einfach mal beherzt zugepackt und gedreht. Das ERgebnis war wie gesagt eine verbogene Heftklammer und die Erkenntnis das zumindest die Welle sauber läuft. Auf dem Bild sind recht s die Anschlusskabel des Servos zu sehen und daneben die Antriebswelle. Durch die Vertiefung in der Mitte der Abschlussplatte werden später die Anschlusskabel des Servos verlegt - die Aussparung dafür hab ich bei der Gelgenheit auch gleich in die Abschlussplatte eingefräst :

Auf diese Endplatte habe ich dann ein zweite Platte aufgeklebt, die ich mit den nötigen Bohrungen für die Getriebewellen versehen hatte, damit die Wellen nich direkt auf dem Servo laufen. Hier diese Platte mit den Lauflagern für die Getriebewellen , bereits mit Sekundenbäpp eingesaut:

Danach habe ich mit verschiedenen Pleueldesigns experimentiert - hier ein versuch als S-Form:

Letzten Endes bin ich bei einer art Z-Form gelandet - mit einer kleinen Nase an einem der horizontalen Balken des Z.
Bevor ich euch die komplette Mechanik zeige, zuerst noch ein Bild der fest an die Antreibswelle angeklebte Kurbelscheibe:

Und hier jetzt das verbaute Pleuel, welches die Bohrung an der Schwungscheibe am Ruderhorn mit der Bohrung an der Kurbelscheibe verbindet. Hier zu sehen von Oben - im Vergleich dazu eine Münze- allerding täuscht die Perspektive etwas- das Pleuel hat eine Ausdehnung von 4x4x 0,5 mm - ist halt nicht mehr Platz...

Und nochmal von Vorne in der Gessamtansicht:

Auf dem nächsten Bild habe ich das Pleuel mal versucht einzukringeln:

Und jetzt das ganze nochmal von der Seite:

Möglich wurde die Fertigung des Pleuels mittels meiner neuesten Errungenschaft an der Werkzeugfront - ein Set ausrangierter Zahnarztbohrer -

So hatte es wenigstens etwas gutes, dass mir vor kurzem eine Füllung rausgebrochen ist und ich letzte Woche zum Zahnarzt musste deswegen - allerdings hab ich auch zwei Stunden gelitten dafür ;(
Nachdem ich das Pleuel und die Antribswelle fest montiert hatte, hab ich als nächstes das Anttriebszahnrad aufgeklebt:

Und danach das Getriebe, wie in meinem letzten Bericht bereits beschrieben zusammengebaut und mit der Servohalterung verklebt und an das Chassis angepasst, wofür vor allem im unteren Bereich doch einiges abgeschliffen werden musste.
Links ist das Pleuel und das Ruderhorn des Servos zu sehen oberhalb des Servos verläuft die Antriebswelle und Links ist das Antriebszahnrad des Lenkgetriebes zu sehen.

Die lange Metallwelle, die auf dem Bild zu sehen ist, wird später als Lenkstange dienen, auf der das Lenkrad aufmontiert wird.
Hier das Ganze von der anderen Seite:

Hier nochmal ein Bild von oben mit Blick in das Getriebe:

Als nächstes habe ich mich dann daran gemacht den Cockpitausschnitt für den Fahrer zu überarbeiten. Dafür habe ich mir zuerst wieder einmal Lehren gebaut, diesmal allerdings aus alten Speiseeisbehältern.
Hier die Lehre für die Seitenansicht - ausgerichtet habe ich diese Lehre mit einer Wasserwagenapp auf dem Handy - hatte ja genu Auflagefläche:

Und noch eine zweite Lehre für den Cockpitausschnitt von oben -genauso am Auto ausgerichtet:

Das Ergebis dieser Aktion zeige ich euch hier in Bälde, wobei es dann auch an den innenausbau des Cockpits geht.
Ich hoffe es hat euch gefallen - wünsche euch eine gute Nacht.
Und wie immer- Kommentare, Kritik und Anmerkungen sind ausgesprochen erwünscht.
An dieser Stelle hätte ich mal eine Frage - langweilen euch meine Erklärungen eigentlich? :S Falls ja kann ich mich was das angeht auch zurückhalten und eher auf Bilder konzentrieren...
Bis bald
LG Martin :wink:

Beiträge: 1 468

Realname: Hans Juergen

Wohnort: Bitburg

  • Nachricht senden

54

Samstag, 18. Februar 2017, 13:09

HI ,

langeweilg ist es nicht bei Dir , aber die Erklärungen sind manchmal schwer zu verstehen, da der Blick aufs Große und Ganze fehlt. Ab und zu ein kleines Video (anstatt langer Erklärung) von den sich bewegenden Teilen könnte nichts schaden ;)

55

Samstag, 18. Februar 2017, 19:17

Hey Hans Jürgen :wink: ,
danke für Dein Feedback :thumbsup: - hab mich jetzt auch mal an einem Video versucht - ein Test der Servo- Lenkungseinheit- ich hoffe man erkennt was - ist mein erstes Video - in diesem Sinne :
https://www.youtube.com/watch?v=IeOa-CYBvL4
Ich werde jetzt auch so gut es geht den Erklärungen auch Videos beizufügen. Geht auch bald wieder weiter ;)
LG
Martin :wink:

56

Sonntag, 5. März 2017, 01:52

So, Hallo alle zusammen :wink:
Nachdem ich das Video vom sekundären Lenkgetrieben in youtube eingestellt hatte, sollte es eigentlich zügig weiter gehen - aber zum einen kam Geburtstagsstress dazu und seit letzten Sonntag auch noch eine ordentliche Grippe - ich lag also schlichtweg komplett out of order im Bett...
Ich hoffe mal ihr verzeiht mir die Verzögerung. :S
So jetzt aber weiter im Text:
Nachdem ich das Sekundäre Lenkgetriebe am laufen hatte habe ich es provisorisch im Auto getestet und dabei haben sich einige bisher noch nicht komplett gelöste Probleme ergeben - ersteens habe ich inzwischen die Plastikschwungscheibe abmontiert und das CFK Pleuel durch eines aus Metall ersetzt - auf Zug und Druck ist Carbon ungeheuer belastbar- auf Torsion allerdings reagiert es empfindlich... Nachdem mir zwei CFK Pleuel jeweils nach wenigen Lenkversuchen gebrochen sind :motz: hab ich mich jetzt für einen Metallaufbau entschieden:
Hier zuerst von vorne- also als Draufsicht auf das Ruderhorn:

Und hier schräg von oben:

Im Moment kämpfe ich noch mit der Klebeverbindung zur Antriebsachse und der Anpassung der gesammten Konstruktion ins Auto - dabei hat sich herausgestellt, dass es im Moment noch nicht funktioniert alle Komponenten ins Auto einzubauen - alos sowohl den Servon inklusive Zubehör als auch die Halterung für die Stoßdämpfer - kann sowohl ein Problem der Einbaureihenfolge sein, als auch der Passung an sich - ist jedenfalls nur eine Frage von Bruchteilen von Milimetern - und funktionieren soll ja schließlich auch alles - lange Rede kurzer Sinn: es wird noch etwas dauern und ich muss noch ein bischen tüfteln - Bilder hiervon gibt´s dann wenn alles ordentlich eingebaut ist - das Kapitel Lenkmechanik ist damit erstmal zu den Akten gelegt.

Die nächste größere Baustelle, die ich auf dem Zettel hatte, war die genaue Anpassung des Cockpitausschnittes.
Dafür habe ich zwei Lehren gabaut und mit Hilfe des Handys ausgerichtet. Die Lehren hatte ich euch letztes Mal schon gezeigt - und hier kommt jetzt wie versprochen das Ergebnis:
Ich präsentiere den Cockpitausschnit von oben:

leicht von Vorne:

Und von der Seite:

Bei der Gelegenheit habe ich mir auch den Lufteinlass der Kufthutze vorgeknöpft und das bisher provisorische Loch auf Form ausgefräst:

Nacharbeiten sind allerdings noch notwendig, da mir beim Abgleich mit Orginialbildern aufgefallen ist, dass die Krümmung des Überrollbügels bei meiner Schablone nicht deutlich genaug ausgeführt ist (lag an den Zeichnungen als Vorlage :cursing: .... - was lernen wir daraus - immer alles sicherheitshalber mit dem Original vergleichen :du: , leider habe ich so richtig gute Bilder im Netz erst in den Letzten Tagen gefunden, wird aber natürlihc dennoch berücksichtigt) Zur Veranschaulichung ein Bild in dem ihc die Abweichungen eingezeichnet habe:

Als nächstes habe ich mich dann der Akkuhalterung zugewandt. Zuerst habe ich dafür mit Hilfe eines Stücks Alufloie die Innenkontouren des Cockpits ermittelt und anschließend einen Akku in das Chassis in Position gelegt, wodurch dann die genauen Maße der Akkuhalterung ermitteln konnte. Jo - und dann hab ich das Dinge gebaut :D
In einem ersten Schritt habe ich Stück CFK - Blech ausgeschnitten und grob in Form geschliffen:

Danach hab ich ein kleineres Blech ausgeschnitten und so mit einer Nut versehen, dass das erste Blech darin im dafür vorgesehenen Winkel läuft:

Dieses Blech dinet als Anschlag für den Akku und zur Stabilisierung des horizontalen Bleches.
Anschließend hab ich das ganze im Cockpit eingepasst und die horizontale Platte mit einer Nut versehen:

Hier nochmal ein Blick in Richtung Cockpit:

Die Nut soll dazu dienen eine kleine CFK Platte aufzunehmen, mit der der Akku arretiert werden kann.
Hier ein Bild des ganzen Aufbaus mit Akku:

Das Gegestück zur Befestigung der Sicherungsplatte ist noch nicht montiert, weil ich zuerst die Einbaurichtung des Akkus festlegen muss, damit ich weiß, wie der Akku zu händeln sein wird. Das ganze soll ja auch möglichst schnell zu bewältigen sein und insgesammt einen Wartungfreundlichen Aufbau ergeben, dafür sind allerdings unter anderem die Platzverhältnisse im Cockpit entscheidend und die sind im Moment noch nicht ganz klar.
Damit kommen wir zum nächsten Punkt auf der To - Do Liste- dem innenausbau des Cockpits.
Um eine schöne Kante Abschlußkante zwischen Kopfstütze und Sitz zu bekommen, habe ich die Kopfstütze mit einem Stück Sheet beklebt, welches ich zurechtgebogen und hinterher an die Aussenkanten der Kopfstütze angepasst habe:

Danach habe ich mich mit dem Dashboard , also dem Amaturenbrett beschäftigt. Dazu habe ich erneut mit Alufolie die Innenmaße ermittelt und grob ein CFK Blech zurecht geschnitten:

Dort hab ich dann mittig eine rechteckige Aussparung hineingeschnitten:

Diese Aussparung ist für den "Monitor" gedacht. Klar, elektronisch bewanderte, könnten dort eventuell eine Leuchtdiode oder Ähnliches einbauen, ich habe mich allerdings dafür entschieden einen Ersatz zu finden, der zumindest halbwegs danach ausschaut und da kam mir die kürzlich verendete Solarleuchte von unserem Balkon gerade recht. Also hab ich die Solarzelle ausgebaut und mit dem Dremel vorscihtig in Form gebracht:

Und in die Aussparung eingesetzt:

Und das Ganze dann provisorisch ins Cockpit, mittels M1 Schraube und dafür geschnittenes Gewinde, eingebaut:

Und danach noch einige Kleinigkeiten ergänzt. Was natürlich noch fehlt sind einige Schalter und dementsprechende Farbe - den HIGH Voltage - Pfeil habe ich eingraviert- er soll mithilfe von eingefärbtem Holzleim erhaben, als Intarsie dargestellt werden.

Und zum Abschluss noch die Rückseite des Armaturenbretts - auf diesem Bild sind die Blech zu sehen auf denen der Monitor aufgeklebt wurde:

Soviel bis hierhin - ich hoffe es hat euch gefallen.
Und wie immer- freu ich mich über Komments, Kritik, Lob, Anregungen...
Und an dieser Stelle noch ein eifriges Danke an alle treuen Leser und Unterstützer.
Schalft gut und bis bald -
LG Euer Martin :wink:

Beiträge: 1 468

Realname: Hans Juergen

Wohnort: Bitburg

  • Nachricht senden

57

Sonntag, 5. März 2017, 13:52

Dein Bau macht Fortschritte, aber an die Karrosserie mußt Du dringend nochmal ran . Auf den Makros sieht man doch arg viel Riefen und Dellen;( . Am besten besorgtst Du dir eine gute 2k Feinspachtelmasse und dann gehts los: spachtelen - schleifen - spachteln - schleifen .... ^^ aber am Besten von Hand mit 120 er bis 300er Schleifpapier und nicht mit dem Dremel (auch wenns mühsam ist). Denn nur so wird das was mit den Sexy Rundungen p.s. Naßschleifen erspart dir ungesunden Kohlefaser - Schleifstaub ;)

58

Sonntag, 5. März 2017, 15:08

Hallo Hans Jürgen,
Du hast natürlich recht, was die Oberflächengüte der Karosse angeht -
ich weiss, dass ich auf jeden Fall nochaml an die Karosse ran muss- Spachtelmasse ist auch schon besorgt ;) Ich möchte halt zuerst alles soweit fertig haben (vor allem den Innenausbau, also die Position der Elektrik) und die ganzen konstruktiven Elemente der Mechanik funktionstüchtig haben. Dann geht´s auch nochmal mit Kohlefaserroving an die Querlenker ran und wenn alles zusammenpasst wird gespachtelt - aber was das Zeug hält.
Also- Anregung durchaus dankend aufgenommen :D
LG Martin :wink:

59

Montag, 6. März 2017, 12:02

Fachmänner unter sich.

Hier kann ich nur still zuschauen und staunen...

...und vielleicht auch ein paar Tricks und Tipps ablauschen.
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

60

Dienstag, 7. März 2017, 11:01

Freut mich,
dass Du immer wieder hier reinschaust Ray :tanz:
Und Tipps und Tricks schaue ich mir bei Dir genauso ab - dafür ist ja schließlich so ein Forum da. ;)

Werbung