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Beiträge: 1 133

Realname: Gustav Stefan

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31

Samstag, 19. März 2016, 08:37

Hallo Heiko

Ich bin zwar nicht von der Seglerfraktion, möchte Dir aber folgendes mitteilen:
Historisch korrekt zu bauen....geht das überhaupt? .... Oder gehen wir nicht Alle in irgendeiner Art Kompromisse ein....der Eine Künstler mehr, der Andere weniger....zudem manche Projekte durch Zeit, Platz, Finanz. Mitteln , tech. Ausrüstung sowie Können/Erfahrung begrenzt sind.
Somit hab einfach viel Spaß beim Bauen und Tüfteln, sowie mit dem was Du entstehen lässt. ....die Latte legst Du so hoch du möchtest und nicht das Forum!,

Der Baubericht bis zum Hartschaumeinsatz war für mich in Ordnung.... Sauber gebaut.....aber Hartschaum geht für mich gar nicht für ein Holz-Standmodell....wenn schon für Dich notwendig wäre die Balsa-Variante die Bessere gewesen....wobei....die Konstruktion braucht es nicht!

Auf jeden Fall werde ich des Öfteren in Deiner Werkstatt vorbeischauen......wünsch Dir gutes Gelingen

Gruß Gustav
Im Entwurf, da zeigt sich das Talent, in der
Ausführung die Kunst! Wobei die
Schönheit liegt im Auge des Betrachters…


Im Bau: U-505 Revell 1:72

Beiträge: 1 133

Realname: Gustav Stefan

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32

Samstag, 19. März 2016, 08:37

Sorry...mein Beitrag wurde 2x hochgeladen :roll:
Im Entwurf, da zeigt sich das Talent, in der
Ausführung die Kunst! Wobei die
Schönheit liegt im Auge des Betrachters…


Im Bau: U-505 Revell 1:72

33

Samstag, 19. März 2016, 20:40

Hallo Gustav,

Vielen Dank, dass du trotz des Hartschaum Debakel weiterhin meinen Baubericht verfolgst. :)
Ja, ja, der Hartschaum.... :huh:
Ehrlich gesagt, ich habe mich auch schon darüber geärgert, dass ich dass unbedingt ausprobieren wollte. Noch einmal werde ich das aus den weiter vormen im Baubericht genannten Gründen nicht mehr machen. :thumbdown:
Für mich waren vor allem die finanzielle Einsparung und die einfachere Beschaffung interessant. Aber ich finde, dass ist es für mich keine Alternative zu, z.B. Balsaholz.
Aber alles jetzt wieder rausreißen werde ich auch nicht machen. Es geht ja, und am Ende sieht es ja eh niemand außer mir. :D

Wie es mit der historischen Korrektheit ist, da bin ich völlig deiner Meinung.
Ich mache es so korrekt, wie es eben für meine Möglichkeiten, sowohl handwerklich und finanziell, möglich ist.
Ich möchte zwar mit jedem Projekt immer ein bisschen besser werden, aber ich möchte bei diesem Projekt nicht für mich in Anspruch nehmen, ein historisch korrektes Museumsmodell zu erschaffen.
Dieses liegt noch weit ab meiner Fähikeiten und Möglichkeiten.
Ich habe für mich den Ansprüch, das Modell so zu bauen, wie es für mich stimmig ist und so wie es mir gefällt. :ok:

Gruß Heiko
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34

Donnerstag, 31. März 2016, 15:18

Ich habe die letzte Woche damit zugebracht, den Überwasserrumpf zu beplanken.
Ich bin dabei korrekt nach Bauanleitung vorgegangen.
Also zuerst die dickere Masterplanke mehrere Stunden gewässert mit einer Biegezange vorgeformt und in die von Occre vorgegebene Nut in den Spanten eingesetzt und dann nach und nach jede einzelne Plankenlage mindestens 2 Stunden gewässert,
vorgeformt mit Biegezange oder Plankenbieger, dann angeleimt und mit Nägeln fixiert.
Das Biegen wurde von Plankenlage zu Plankenlage schwieriger, da die Planken in 3 Dimensionen gebogen werden mussten.
Dieses hat mich schon verwundert, da die Form des Überwasserrumpfes eigentlich nicht erwarten ließ. ?(
Und bei den letzten Planken wurde dann deutlich, dass da wohl einiges nicht ganz stimmig ist.
Aber seht selbst, ich habe die schlimmsten Stellen mal gekennzeichnet: :nixweis:



Vor allem die Form des Bugs finde ich nicht so gut.
Bevor ich jetzt alles wieder abreiße und neue Planken bestelle, versuche ich ob ich das Ganze nicht durch Schleifen in Form bringen kann.
Wenn das aber nix wird oder ich dafür Unmengen an Spachtel brauch, dann kommt das wieder ab und ich fange von vorne an.

Meine Vermutung ist, dass schon die Nut der Masterplanke nicht korrekt vorgegeben war und sich dieser Fehler der Auslöser war.
Oder was meint Ihr? Denn ich möchte den gleichen Fehler nicht noch einmal machen. ?(

Vielen Dank.

Gruß Heiko
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35

Donnerstag, 31. März 2016, 15:36

Hallo,

für mich sieht es so aus als ob Du die Planken vorne und
hinten nicht verjüngt hast, also nicht die vertikale Spannung aus der
Planke genommen hast. Kann das sein ?

LG
Oliver

36

Donnerstag, 31. März 2016, 16:17

Ich schließe mich Oliver an. Aufgrund der Rundungen bitvdubnun n den Punkt angekommen, wo du die Planken verjüngen musst. Kommt da noch eine zweite Beplankung drauf?
Wenn ja, würde ich versuchen, die letzten Plankengänge an den Enden zu lösen und vorsichtig anzupassen. Bei der Zweitbeplankung würde ich mich am Mondfeld orientieren und die Planken einbutten.

Gruß Jan :ahoi:

37

Donnerstag, 31. März 2016, 16:50

Vielen Dank für die Antwort

Ich hatte die Planken vorne und hinten verjüngt. Jetzt im Nachhinein würde ich aber sagen, dass ich da etwas mutiger hätte sein können. Ich hätte etwas mehr abschleifen sollen.

Es kommt ja zum Glück noch eine zweite Plankenschicht aus Furnier drauf.
Wenn ich also diese erste Plankenschicht jetzt noch glatt und in Form hinbekomme und beim Furnier mit dem Verjüngen mutiger bin, dann sollte es vielleicht doch noch was werden.

Gruß Heiko
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38

Donnerstag, 31. März 2016, 17:43

Stärker verjünger oder noch besser ist butten

http://knightdreamers.com/HomePage/Ships/0915.jpg
Was hat der arme Horatio verbrochen dass ihr ihn, diesen Hänfling zur See schicken wollt? Suckling 1771

Beiträge: 16

Realname: Michael

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39

Donnerstag, 31. März 2016, 17:58

Hallo Heiko

In Ausgabe Nr.32 der DeAgo Victory ist das Verjüngen,und die verwendung von Butten sehr gut Beschrieben.


LG Michael

40

Donnerstag, 31. März 2016, 18:18

Hi,

wenn Du verjüngt hast dann viel zu wenig bzw. musst Du dann mit Butten arbeiten.

LG
Oliver

41

Mittwoch, 6. April 2016, 09:09

Vielen dank für die vielen Hinweise. :thumbsup:

Ich habe mir das mit dem verjüngen noch einmal nachgelesen und dabei bin ich auf folgende Methode gestoßen, die ja auch schon häufiger hier und in anderen Foren beschrieben wurde.
Noch einmal kurz zusammengefasst, wird da der Abstand zwischen der Masterplanke (Planke M) (an der Konstruktionswasserlinie? Stimmt das?) und der obersten Planke zum Deck (Planke D) hin gemessen. Und zwar zuerst am breitesten Spant.
Damit kann man ja dann ganz leicht die Anzahl der Plankengänge ausrechnen. Also bei mir beträgt der Abstand zwischen den Planken M und D genau 7cm.
Beieiner Plankenbreite von 5mm erhalte ich dann 14 Plankengänge. :)
Jetzt messe ich die Abstände zwischen den Planken M und D an jedem weiteren Spant immer in Richtung Bug und Heck.
Mit Hilfe der Anzahl der festen 14 Plankengänge und des Abstandes müsste ich ja dann ausrechnen können, auf wieviel ich die Planke zu diesem Spant hin verjüngen müsste.
Wäre der Abstand zwischen M und D, z.B. nur 6,5cm dann müsste ich die Planke auf 4,64 mm verjüngen.
Habe ich das soweit richtig verstanden? :idee:
Bei meinem Modell wären dann die Planken M und D, sowie die 10 Spanten wie im folgendem Bild:



Ich habe jetzt noch einmal nachgemessen.
Die Abstände zwischen den Planken M und D beträgt an allen 10 Spanten genau 7cm.
Ich hatte die Planken beim Anbringen nur frei Hand etwas angeschliffen zum Verjüngen. Trotzdem scheint es nicht zu reichen.
Die Messungen zeigen aber, dass die gar nicht verjüngt werden müssten?
Was mache ich da bloß falsch? ?(

Gruß Heiko
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42

Donnerstag, 7. April 2016, 22:26

Hallo Heiko,

bei einem vollen Bug -wie bei der Galleone- musst du sehr frühzeitig mit starkem Anschrägen der Leisten beginnen; ich denke, Du müsstest "D" als Masterleiste nehmenund dann etwa mit der dritten Leiste darunter schon deutlich anschrägen. Die Schräge muss auch auf der Oberseite sein, nur dann wölbt sich der Bug auch nach innen. Die Form der Spanten gibt Dir ja vor, wie du dich an die Form rabarbeiten musst. Ich habe bei meinem aktuellen Modell auch ziemlich kämpfen müssen um die runde Bugform zu erhalten :!! Nur Mut, du schaffst das !! :idee:
Mast- und Schotbruch!

Conny

:wink:

in Bau: Bounty 1:50

43

Donnerstag, 7. April 2016, 23:24

Hallo Heiko,

also ich mach das immer so: ich setze die erste Planke im Bereich eines Barkholzes und schau das ich den Schwung in den Rumpf bekomme, dann geht es nach unten weiter. Da lege ich jede Planke an und versuche sie ohne vertikale Spannung an den Rumpf zu schiegen so dass sie die obere Planke überlappt (wenn notwendig !!!), das was an Planke zu viel ist hobel ich weg, so bekommst Du einen spannungsarmen Plankenverlauf in vertikaler Richtung. Wenn die Planke am Ende weniger als 2/3 der Breite hat dann mach ich Butten. An der "Innenwölbung" am Heck geht es dann genau anders rum, wenn Du da die Planke ohne Spannung anlegst dann bekonnst Du da einen "Keil" den musst Du dann auch wieder mit Butten füllen. Ist zwar nur meine uralte Methode aber ich bin damit immer recht gut gefahren. Das ganze Zeug mit Messen und Markieren wie breit eine Planke im Vergleich zum Messbereich sein muss ist meiner Meinung nach Quatsch. Meine Prince hat so einen beschi...enen Bug dass ich da nie hin gekommen wäre. Verlass dich auf die Spannung der Planke/des Holzes, auf Deine Hände und füg es harmoniche an die Rumpfform an, mit Gewalt wird das sonst nix, lass dem Holz seine "Freiheit".... vielleicht helfen Dir meine Zeilen etwas...

LG
Oliver

44

Freitag, 8. April 2016, 12:29

Das war sehr gut und verständlich beschrieben, Oliver. :ok:

Das ist auch in meinen Augen eine sehr vernünftige und einleuchtende Vorgehensweise.
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

Beiträge: 63

Realname: Conny

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45

Freitag, 8. April 2016, 20:09

...ich stimme dem auch zu. Das ist von Oliver gut beschrieben. Tatsächlich muss man ein Gefühl für die Form des Rumpfes bekommen und danach arbeiten. Dann klappt es auch.
Viel Erfolg :)
Mast- und Schotbruch!

Conny

:wink:

in Bau: Bounty 1:50

46

Samstag, 9. April 2016, 09:28

Heiko,

teile den Rumpf mittschiffs in die Anzahl den benötigten Planken beginnend von der Masteroplanke auf. Den Vorgang wiederholst Du an jedem Spant. Dazu ist die kleine Schablone sehr hilfreich. Wenn Du englisch kannst, solltest Du dir auch die zugehörigen Artikel auf der Seite durchlesen
Gruß Christian

in der Werft: HM Sloop Fly, 1776 - Maßstab 1/32, HM Cutter Cheerful, 1806 - Maßstab 1/48
auf dem Zeichenbrett: HM Cutter Alert, 1777 - Maßstab 1/32


"Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

47

Samstag, 9. April 2016, 10:40

......... Das ganze Zeug mit Messen und Markieren wie breit eine Planke im Vergleich zum Messbereich sein muss ist meiner Meinung nach Quatsch. ........
Also wenn man nach einem Maßstab baut und dabei bleiben will und ein stimmiges Gesamtbild erhalten möchte, dann ist es schon wichtig zu messen.
Als "Quatsch" würde ich das nun nicht abtun.
trinkt aus Piraten joho

Gruß Matthias



Im Bau: Zeesboot 1:20 um 1920 und HMS VICTORY 1:78
Fertig: Galeone SAN FRANCISCO 16. Jh. 1:90

48

Samstag, 9. April 2016, 18:07

......... Das ganze Zeug mit Messen und Markieren wie breit eine Planke im Vergleich zum Messbereich sein muss ist meiner Meinung nach Quatsch. ........
Also wenn man nach einem Maßstab baut und dabei bleiben will und ein stimmiges Gesamtbild erhalten möchte, dann ist es schon wichtig zu messen.
Als "Quatsch" würde ich das nun nicht abtun.
Ich finde das Messen trotzdem Quatsch, wohin soll das Holz wenn kein Platz ist ???? genau, auf den falschen Platz...aber es kann ja jeder machen wie er will :)...ich werde in Zukunft meine Erfahrungen für mich behalten....

LG
Oliver

Beiträge: 2 561

Realname: Michael

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49

Samstag, 9. April 2016, 19:12

Heute scheint mal wieder so ein Tag zu sein wo mancher ganz schnell was falsch versteht. Ich finde die Anleitung von Oliver recht gut, ich mache es genau so, Victory mit seinem Modell, was ja jedes von uns beiden in den Schatten stellt, es sehr angemessen bei dieser Detailtreue auch genau zu messen. Also habt ihr beide Recht. Kein Grund uns jetzt Dein Wissen vorzuenthalten lieber Oliver. ;)
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50

Samstag, 9. April 2016, 20:10

Hallo Oliver,

ich hab doch nichts gegen Deine Vorgehensweise, welche ja ohne Zweifel praktikabel ist, gesagt.

Mir war nur wichtig zu erwähnen, dass das Messen eine der unverzichtbaren Dinge im Modellbau ist.
Das man da ab und an auch nach Augenmaß baut ist doch legitim, das mache ich auch. Mir war das nur zu absolut in Deinem Beitrag.

Alles gut :wink: .
trinkt aus Piraten joho

Gruß Matthias



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51

Dienstag, 12. April 2016, 20:48

Hallo an alle,
Vielen, vielen Dank für die Hinweise und Ratschläge.

Ich habe mir die Beiträge zum Thema Beplanken und insbesondre dem verjüngen hier und in den anderen Foren noch einmal durchgelesen, sowie in meiner Literatur nachgesehen.
Ich habe versucht aus all diesen Informationen eine für mich gangbaren Methode zu extrahieren.

Als erstes habe ich den schon beplankten Überwasserteil grob geschliffen und die Ränder begradigt und geschliffen, sowie die Stückpforten ausgeschnitten.
Ich finde das sieht doch gar nicht mal so schlecht aus, für die erste Plankenschicht.



Um etwas Spachtel werde ich aber leider wohl trotzdem nicht herumkommen.

Die nächste Überlegung, die ich mir stellte, war wie das Plankenschema einer spanischen Galeone Mitte des 16. Jh. überhaupt aussah.
Die Bauanleitung von Occre sah keine Verjüngung der Planken vor. Statt dessen sollten die dadurch entstandenen Spalten mit zurechtgeschnittenen und gefeilten "Zwischenstücken" ausgefüllt werden.
Wie man hier in dem Ausschnitt aus der Bauanleitung sieht.



Das dargestellte Ergebnis fand ich irgendwie nicht überzeugend.

Nachdem auch eine Internetrecherche zu keinem befriedigenden Ergebnis führte fand ich in meiner Literatur vom Herrn "Holz" eine Abbildung, nach welcher ich mich jetzt richten will.



Mit den Inspirationen aus euren Hinweisen und meiner Literatur ging es jetzt ans Messen der Abstände zwischen der Masterplanke und dem Kiel. und zwar immer schön an den Spanten lang.
Beginnend am Spannt der breitesten Stelle des Schiffs. Mit den gemessenen 85mm und einer Plankenbreite von 5mm werden es also 17 Plankenreihen.
Die Messungen an den anderen Spanten in Richtung Heck ergab dann, dass ich bis zum vorletzten Spanten in Richtung Heck auf 4,2mm verjüngen muss und zum vorletzten Spant in Richtung Bug auf 4,1mm.

Warum nur bis zum vorletzten Spant, werden jetzt einige Fragen? Nun nach dem vorletzten Spant am Heck wird die zu beplankende Fläche durch die Heckform wieder größer. Dort werde ich mit "Füllkeilen" arbeiten müssen.
Beim Bug biegt sich ja der Kiel nach oben und geht in den Vorsteven (Ist das die richtige Bezeichnung?) über. Durch das Anlegen einer Plankenleiste fand ich heraus, das sich diese Biegung über 3 Plankenreihen erstreckt. Es kommen also von den 17 Plankenreihen nur 14 Plankenreihen am Bug an. Mit diesen 14 Plankenreihen ergab die Rechnung jetzt, dass ich bis zum Bug die Planken auf
3mm verjüngen muss.

Jetzt nahm ich ein Blatt Papier und teilte dieses mit Hilfe von Strichen ich 16 Streifen von je 5mm Breite, 8 für die Steuerbor- und 8 für die Backbordseite.
Die Länge der Streifen entsprach der gemessenen Länge der Spanten.
Jeden dieser Streifen unterteilte ich dann horizontal mit Strichen mit den errechneten Abstände des jeweiligen Spant für 17 Planken, bis auf den Spant am Bug, welcher nur 14 Plankenstriche bekam.
Dann habe ich das ganze ausgeschnitten und als Markierungen neben die Spanten geklebt.

Jetzt sieht das ganze so aus:



Jetzt werden die Planken entsprechend den Markierungen auf der oberen Seite verjüngt, mit einer Phase versehen, dann gewässert, damit sie weich werden und dann befestigt.

Ich hoffe, ich bin auf dem richtigen Weg.

Gruß Heiko
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52

Mittwoch, 13. April 2016, 07:31

Hallo Martin,

sieht schon sehr viel besser aus. Was mich gerade etwas irritiert ist die "Stufe" zwischen den Planken am Bug.
Gruß Christian

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53

Mittwoch, 13. April 2016, 09:16

@AnobiumPunctatum

- Hallo Christian,Ja diese Stufe..., du meinst bestimmt die Stufe hier:

Die muss ich zuspachteln. Die kam folgendermaßen zu stande: Occre hatte in die Spanten eine Kerbe/Nut angebracht in welche die "Masterplanke" angebracht werden soll. Ich denke einfach um es dem Modellbauer zu erleichtern, wo diese Occre nach hinkommen soll. Die Masterplanke ist auch 1mm dicker als die "normalen Planken", statt 3mm ist diese 4mm dick. Leider ist die vorgegebene Kerbe/Nut 2 mm tief dadurch sitzt die Masterplanke 1mm zu tief im Rumpf, daduch gibt es die 1mm Stufe zu den "normalen" Planken. Ich habe jetzt die Wahl, entweder die anderen Planken 1mm runterschleifen oder die Stufe der Masterplanke mit Spachtelmasse oder Balsaholz auffüllen.
Da noch eine 2. Plankenschicht drauf kommt, werde ich wohl Spachtelmasse nehmen.

Gruß Heiko
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54

Mittwoch, 13. April 2016, 10:49

Besser als Spachtelmasse ist eine 1mm Planke, die Du auf die andere aufklebst und dann beischleifst
Gruß Christian

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55

Mittwoch, 13. April 2016, 12:15

Da neheme ich eine 2mm Balsaholzplanke. Das ist die dünnste, die ich habe.

Gruß Heiko
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56

Mittwoch, 13. April 2016, 12:44

Ist die gesamte Unterbeplankung Balsaholz? 8o Ich würde das gleiche Holz verwenden. Steig beim nächsten Modell für die Unterbeplankung besser auf Linde um
Gruß Christian

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57

Mittwoch, 13. April 2016, 12:59

Die Leisten für die Unterbeplankung sind aus Abachi.

Gruß Heiko
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58

Mittwoch, 13. April 2016, 13:22

Hatte ich gerade noch vergessen:

Balsaholz ist sehr weich. Du wirst Dir mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Delle schleifen. Wenn Du das gleiche Holz wie bei der Unterbeplankung verwendest, ist die Wahrscheinlichkeit sehr viel geringer
Gruß Christian

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59

Donnerstag, 14. April 2016, 09:04

Hallo Christian,

Danke für den Tipp! :ok:

Gruß Heiko
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60

Montag, 18. April 2016, 16:43

Es geht bei mir voran.

Ich habe jetzt noch einmal für die Beplankung alle Längen an den Spanten genau nachgemessen um die Anzahl der Plankenreihen und die Verjüngung der Planken am Bug und Heck zu berechnen.
Mein Modell hat 8 Spante, das sind die Spanten vom Bug aus gezählt 1-8.
Folgende Werte habe ich gemessen:
1 = 45mm
2 = 55mm
3 = 60mm
4 = 60mm
5 = 60mm
6 = 55 mm
7 = 50 mm
8 = 55 mm

Die breiteste Stelle ist bei 60mm, mit einer Plankenbreite von 5mm brauche ich also 12 Plankenreihen.
Jetzt noch ausrechnen, wie breit die Planken bei 12 Reihen an jedem Spant sein muss. Damit habe ich jetzt folgende Werte für die Plankenbreite je Spant:
1 = 3,7mm
2 = 4,6mm
3 = 5mm
4 = 5mm
5 = 5mm
6 = 4,6mm

Keine Plankenbreite muss also bis auf die Hälfte verjüngt werden. Das bedeutet für mich, dass ich nicht mit Butten zu arbeiten brauche. :idee:
Mit den Werten von oben habe ich mir aus einem Stück Sperrholz eine Schablone geschnitten.



Nach dieser werde ich jetzt die Spanten bearbeiten.
Wie bei der Schablone zu erkennen ist, verjüngt sich die Planke in Richtung Heck bis zum vorletzten Spant, dann wird die Planke wieder breiter.
Dieses ist durch die Form des Hecks der Galeone bedingt, denke ich. ?(

Wie das Ergebnis aussehen wird, das werde ich dann selbstverständlich wieder hier reinstellen.

Gruß Heiko
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