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Mittwoch, 6. Januar 2016, 14:03

San Martin 1:90 - Occre

Hallo,

Nachdem ich mein erstes Schiff, den Lotsenkutter , im Holzmodellbau fertiggestellt hatte. Stellte sich mir di Fragge, ob ich jetzt gleich mein großes Ziel, die HMS Victory angehen soll, mit der Prinz Eugen weitermache oder doch erst lieber an einem weiteren "leichterem" Modell weiterübe.
Ich entschied mich dann dafür, erst doch noch ein "Übungsmodell" zu fertigen, damit ich in meinen Fertigkeiten sicherer werde.
Ich entschied mich für das Modell der San Martin von Occre im Maßstab 1:90.
Wie ich bei der Recherche feststellen musste, scheiden sichn hier die Geister, ob der Bausatz auf historisch korrekter Grundlage steht.
Ich vermute, dass dieses nicht so ist. Dieses kommt mir sogar beim Üben entgegen. Wenn mir hier Fehler passieren, dann empfinde ich es hier nicht so gravierend, als wenn es mit bei der HMS Victory passieren würde. Bei dieser habe ich doch einen größeren historischen Anspruch.
Mein Ziel bei der Spanischen Galeone ist es für mich ein optisch ansprechendes Schiff bauen, welches vielleicht nicht in 100% historisch korrekt ist. ;)
Nachdem der Bausatz bei mir eingetroffen ist und ich dessen Inhalt gesichtet hatte.




Habe ich mir als erstes die mit farbigen Fotos versehene Anleitung und die Pläne im Maßstab 1:1 zum Modell angesehen.



Im ersten Schritt habe ich die Schotten und Kielteile in einer Helling zusammengesetzt.




Die Bauanleitung sieht als nächstes vor, die Teile über dem Deck, an welche später schwer ranzukommen ist, jetzt schon mit dem entsprechendem Funier zu beplanken.
Dann geschliffen und schon mit mattem Klarlack lackiert, da ja später da nur schwer ranzukommen ist.



Als nächstes wurde das Deck mit 0,5mm Funier beplankt.





Die Kalfaterung und die Dübel habe ich mit versucht mit einem Bleistift darzustellen. Das Verkleben der Planken habe ich mit Kontaktkleber und mit Holzleim versucht. Beides brachte gute Ergebnisse, wobei ich die Methode mit Holzleim für mich besser finde. Das Ergebnis, nach dem Schleifen und seht Ihr hier:



Nachdem das Deck eingesetzt und befestigt wurde, wurden die Teile für das Schanzkleid auf der Innenseite mir Nußbaum dunkel gebeizt und mit Ponal Express angeleimt.



Soweit ist der aktuelle Stand mit dem ich recht zufrieden bin. :ok:

Gruß

Heiko

2

Mittwoch, 6. Januar 2016, 14:15

Hallo Heiko,

Du kannst sehr zufrieden sein, sieht doch gut aus, Top Job.... Irgendwie kommt mir das Deck bekannt vor, du hast es doch nicht von der Prinz Eugen... :abhau:
Grüsse aus RÜSSELSHEIM

Peter


Im Bau : Hachette U 96 1:48
Im Bau : Hachette HMS Hood Baubericht

3

Mittwoch, 6. Januar 2016, 14:57

Hallo Peter,

Du hast es richtig erkannt. Bei dem Deck habe ich mich von der Methode der Prinz Eugen inspirieren lassen.
Ich habe nur die Länge der Planken dem Maßstab angepasst und die Dübel angedeutet. :D
Was ich aber vergessen hatte, war das Plankenschema anzupassen. Die ersten haben es schon bemerkt. :)


Gruß
Heiko

4

Mittwoch, 6. Januar 2016, 16:19

Moin Heiko! :wink:
Die Helling sieht ja megaprofessionell aus! Ist das Eigenbau oder kann man sowas erstehen?

Vielen Dank und viel Spaß beim Bau :thumbsup: . Solltest Du doch mal die ein oder andere historische Frage haben, kannst Du mich gerne ansprechen, Galeonen sind mir ziemlich vertraut.

Chris :ahoi:
"Go and tell Lord Grenville that the tide is on the turn. It's time to haul the anchor up and leave the land astern. We'll be gone before the dawn returns. Like voices on the wind..." (A. S.)

"Mayflower"

"La Santissima Madre"



5

Mittwoch, 6. Januar 2016, 17:35

Hallo,

@drake - Die Helling habe ich nicht selber gebaut die ist von HbbyZone und habe ich hier gekauft. HobbyZone hat viele Dinge für Modellbauer im Angebot.

Wegen der Galeone werde ich dich bestimmt so dass eine oder andere Fragen. :thumbsup:
z.B. Zur Bemalung des Rumpfes. Die Galeonen waren ja immer mit recht farbenfrohen mustern versehen. Bisher habe ich aber noch nichts gefunden. was zur dieser spanischen Galeone passt. Hast du da vielleicht eine Idee?

Gruß Heiko

6

Mittwoch, 6. Januar 2016, 17:36

Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

7

Mittwoch, 6. Januar 2016, 19:01

Dankeschön! :thumbsup:
Ein brauchbares Buch für kleines Geld wäre dies hier (noch für weitere Details hilfreich), da sind einige interessante Illustrationen bezüglich Farbgebung drin. Hier ist noch eine Variante in den heraldischen Farben des spanischen Königshauses. Hier wäre auch noch was...

Chris :ahoi:
"Go and tell Lord Grenville that the tide is on the turn. It's time to haul the anchor up and leave the land astern. We'll be gone before the dawn returns. Like voices on the wind..." (A. S.)

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8

Donnerstag, 7. Januar 2016, 07:54

@Schmidt - Ja, genau diese Helling ist es. Ich finde HobbyZone hat noch andere recht gute Artikel im Angebot. Und preislich sind die Sachen auch, meiner Meinung nach, völlig in Ordnung. :ok:

@drake - Hallo Chris, vielen Dank für die Links. Die Illustrationen sind für mich sehr hilfreich. Kennst du eigentlich den Bausatz von Occre? Da passt ja meiner Meinung nach so einiges nicht. So will ich die Kanonen, das Beiboot und die Fwnster und Türen änderen. Die Lafetten der Kanonen passen nicht in die Zeit und die aus Metall gefertigten Beiboot und die Türen und Fenster sehen einfach zu "künstlich" aus. Hast du vielleicht dafür Alternativen oder Hinweise, zur "Selbstanfertigung"? - Vielen Dank

Gruß Heiko

9

Donnerstag, 7. Januar 2016, 13:26

Zitat

Mein Ziel bei der Spanischen Galeone ist es für mich ein optisch
ansprechendes Schiff bauen, welches vielleicht nicht in 100% historisch
korrekt ist. ;)
Jaja, is klar... :pfeif: Du fängst schon an, das zu revidieren, merkst Du was? ;)

Zu Deinen Fragen: Ich fürchte, da hilft nur selber bauen. Zum Thema Fenster : Schau mal hier,Beitrag 66 . Vielleicht hilft Dir das etwas.

Schöne Grüße

Chris :ahoi:
"Go and tell Lord Grenville that the tide is on the turn. It's time to haul the anchor up and leave the land astern. We'll be gone before the dawn returns. Like voices on the wind..." (A. S.)

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10

Donnerstag, 7. Januar 2016, 16:37

Ich will mich aber von Modell zu Modell immer etwas verbessern und historisch korrekter werden. ;)
Das ist aber noch ein weiter Weg. :)

Gruß Heiko

11

Sonntag, 10. Januar 2016, 12:43

Vielen Dank für Euer Interesse.

Auf, dass das Boot voll wird. :ok:

@drake - Vielen Dank für den Buchtipp, Chris. Das Buch habe ich mir bestellt. Und Dank Deiner Links habe ich jetzt auch über die Farbgebung konkrete Vorstellungen. :ok:

Nachdem ich jetzt noch die Abschlussleisten an den Deckstufen und den Luken/Grätings angebracht habe, habe ich das Deck und die Innenseite des Schanzkleides von innen matt lackiert, bevor ich da nur noch teilweise rankomme.



Als nächstes werde ich jetzt noch die Füllstücke zwischen den Spanten anbringen, bevor es dann mit dem Straken und der Erstbeplankung weitergeht.

Gruß Heiko

12

Montag, 11. Januar 2016, 09:19

Hallo Heiko
sehr schön Arbeit!
Bin wie immer mit an Board :ok:
Gruss Aron
Im Bau : HMAV Bounty 1787 (ehemals Bethia) 1/60 weiter gehts....

13

Montag, 11. Januar 2016, 10:06

Hallo,

Ich habe mir die Zeit genommen und die ganzen Zubehörteile und Pläne des Bausatzes genauer angesehen. Dabei sind mir einige Dinge aufgefallen, die ich persönlich nicht so schön finde und deshalb ändern möchte.
Auch um einfach etwas historische Korrektheit hinein zu bekommen.

Das erste was mir auffiel, war das in meinen Augen wirklich hässliche Beiboot aus Gussmetall, welches dem Bausatz beiliegt.



Dieses will ich durch ein selbstgebautes ersetzten. Um dieses zu bewerkstelligen will ich die Bauweise meines Lotsenkutters als Vorlage nehmen. vom Metallbeiboot des Bausatzes will ich einer Form als Malle anfertigen und dann in Spantenbauweise das Beiboot bauen.
Dazu habe ich gleich eine Frage hier an die Profis. Beiboote hatten ja zu der Zeit der Galeone, also in der zweiten Hälfte des 16. Jh. Üblicherweise eine Klinkerbeplankung. Hat vielleicht jemand einen Ratschlag, wie ich eine solche bewerkstellige?

Einen weiteren Punkt, den ich ändern möchte, sind die Lafetten der Kanonen. Meinen Recherchen nach, sind die dem Bausatz beigefügten Lafetten recht ungeeignet, was dem historischen Zeitpunkt und Ort betrifft.



Des Weiteren sind keine Kanonentakel im Bausatz vorgesehen. Dieses will ich auch korrigieren. Deshalb will ich die Kanonen wie nach folgendem Bild anfertigen.



Die Kanonenrohre finde ich passend und will diese weiterverwenden.
Was mir jetzt etwas Kopfzerbrechen bereitet, ist die Frage wie ich die Räder herstelle. Hat dazu jemand einen Vorschlag? Ich hatte die Idee, dazu entweder ein geeignetes Rundholz in Scheiben zu schneiden, nur wie fertige ich dann die Speichen an? Oder diese aus Funierholz auszuschneiden und mehrere Lagen dieser Ausschnitte zusammenzuleimen. Hat jemand vielleicht noch eine andere Idee?

Zum dritten gefällt mir an dem Bausatz auch nicht, wie in diesem die Fenster und Türen dargestellt werden. Diese finde ich, genau wie das Beiboot, einfach hässlich.



Hat hier jemand vielleicht auch eine Idee, wie ich dieses ändern könnte? Ich habe da zwar schon die eine oder andere Idee, nur weiß ich nicht, ob dieses machbar und vor allem sinnvoll ist.

Und zum letzten ist mir aufgefallen, dass die Galeonen dieser Epoche doch eigentlich mit recht farbenfrohen Mustern versehen waren.
Occre hat in dem Bausatz aber so gut wie keine Farbe vorgesehen.



Deshalb habe ich mich ein wenig umgesehen und auf Grund von Hinweisen aus den Foren etwas gefunden, welches ich als Grundlage für meine Farbgebung nehmen möchte.
Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an Chris. :thumbsup:
So in etwa, wie auf dem Bild, will ich meine Galeone gestalten.



Das sind somit alle Änderungen, die ich mir vorgenommen habe und auch umsetzten will.

Für Ratschläge und Hinweise bin ich sehr Dankbar.

Gruß Heiko

14

Montag, 11. Januar 2016, 10:16

Hab dir was geschickt schau mal auf deinem Handy :ok:
Das Buch "Spanish Galeone" wird dir gute Dienste leisten mit zahlreichen Bildern :ok: :ok: :ok:
Im Bau : HMAV Bounty 1787 (ehemals Bethia) 1/60 weiter gehts....

15

Montag, 11. Januar 2016, 17:49

Zitat

Das Buch "Spanish Galeone" wird dir gute Dienste leisten mit zahlreichen Bildern :ok: :ok: :ok:
Das denke ich auch! Zu den Lafettenrädern eventuell eine Idee zum Dranlangdenken, vielleicht ist es aber auch Kokolores: In der Theorie würde ich es so probieren: Rundholz (vermutlich in viiieeelen zunächst gescheiterten) Versuchen zentral aufbohren und dann mit einem Skallpell Scheiben Abtrennen. Wenn das geht, und sie nicht aufgrund der Maserung beim Abtrennen bereits zusammenbrechen, aber bei Buche könnte das klappen. Die Kreuzspeichen dann aus Sheetstreifen ausschneiden: Erst ein Quadrat, mittig schon vorab die Bohrung für die Achse anbringen, dann die Ecken als kleine Quadrate grob rausnehmen (Skalpell oder Seitenschneider) und dann mit Vierkantdiamant-/ Schlüsselfeile fein nachbearbeiten, bis Du Dein gewünschtes Kreuz erhälst. Das dann in die Reifen vorsichtig einpassen und von der Innenseite mit Sekundenkleber fixieren. Dürfte eine ziemliche Fummelei sein und wie gesagt: ist nur Theorie. Ob's klappt, weiß der Geier. Aber anders fällt mir nicht ein. Entsprechend lackiert könnte das ganz passabel werden...Das ganze könnte man dann eventuell auch Abformen (Silikon) und mit Resin in entsprechender Menge reproduzieren. :idee:

Schöne Grüße

Chris :ahoi:
"Go and tell Lord Grenville that the tide is on the turn. It's time to haul the anchor up and leave the land astern. We'll be gone before the dawn returns. Like voices on the wind..." (A. S.)

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Realname: Werner

Wohnort: Nahe Frankfurt / Main

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16

Dienstag, 12. Januar 2016, 00:24

Hallo

Du hast dir da ein hübsches Modell aus gesucht. Ich seh dir gern mal weiter zu und schau was draus wird.

Zu den Rädern der Kanonen ..
Ich hätte zwar eine Idee aber ob sich die umsetzen läßt weis ich nicht da ich so nicht sehe wie groß die Kanonen sind.

Also..Da deine Kanonen nicht sonderlich Groß wirken könnte das mit Holz leichte Probleme geben.
Falls du die Kanonen Lackieren willst wäre ggf auch dünnes Alu Rohr sinnvoll.
Die Ringe würden beim sägen nicht brechen und du sparst dir das aufbohren.

Und zum anfertigen von Speichen und Achsen..;
ein Holzstück aufbohren das doppelt so dick ist wie der Radring.
Dann eine Holzscheibe mit Raddurchmesser nehmen mittig zentriert aufbohren Sodas die späteren Kanonen Achsen rein passen in diese Bohrung.
Legt man nun die Scheibe in dem dickeren Holz unten rein und den Radring darüber und steckt man die Achse ein müste man mit passendem 4 Kant Holz zb 2x2mm die Speichenlänge
berechnen abschneiden und ein kleben können.
So sollte sich ein Rad bauen lassen dessen Achse exakt Mittig liegt und man sollte ebenso Speichen und Achse zusammen am Radring verleinem können ..
Und damit die Teile nicht an der Radscheibe (Achszentrierung) unten ankleben kann man als Trennmittel Alu Folie auf die untere Scheibe legen.
Nimmt man dann das fertige Rad raus kann man danach das Rad gegenüber genaus bauen und bekommt eine fertige Achse mit Rädern.
Danach muß man nur noch die Außenabstände der Achsen anpassen..
Willst du die Kanonen Natur oder gebeizt geht natürlich nur Holz als Randring..da sollte es dann Hartholz sein .
Das erst in Scheiben schneiden und dann aufbohren..der Rest sollte wieder mit der oben genannten Methode gehen..

ich hoffe es war nicht zu kompliziert erklärt.

Lg Werner

17

Dienstag, 12. Januar 2016, 07:15

Hallo Heiko
zu den Geschützen im Buch "The Armada Campain" ist die SM mit 48 Geschützen aufgelistet!
Stimmt das mit dem Bausatz überein?
Im Buch Spanish Galleon ist auf Seite 15 ein Geschütze das die Herstellung der Räder deutlich einfacher macht schau mal rein.
Ansonsten würde sich doch zu Herstellung der Räder das "Superding" eignen,oder?Ich finde die Idee mit dem abformen sehr gut evtl. ist das ja eine Alternative :ok:
Zu den Fenstern,hast du mir doch mal einen link gesendet,wo man solche Fenstergitter kaufen kann.Das sah doch sehr gut aus!
Gruss Aron
Im Bau : HMAV Bounty 1787 (ehemals Bethia) 1/60 weiter gehts....

18

Mittwoch, 13. Januar 2016, 15:01

Ein Hallo an alle,

Leider muss ich Euch mitteilen, dass ich für ca. 2 Wochen ins Karankenhaus muss und solange leider nicht an der San Martin weiterarbeiten kann.
Deshalb werde ich in dieser Zeit mich nur noch theoretisch mit meinem Projekt beschäftigen können.
Ich werde slbstverständlich versuchen diese weiterhin hier mitzuteilen, nur leider wird der Bau eben solange nicht weitergehen.
Sobald ich wieder zurück bin, wird es mit dem Bau natürlich weitergehen.

Gruß Heiko

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19

Mittwoch, 13. Januar 2016, 17:47

Dann erst einmal viel Glück und gute Genesung.
Was hat der arme Horatio verbrochen dass ihr ihn, diesen Hänfling zur See schicken wollt? Suckling 1771

20

Mittwoch, 13. Januar 2016, 18:47

Jou. Von mir ebenfalls. Gute Besserung und nimm Dir Fachliteratur über Schiffe mit. Dann kannst Du im Anschluß gleich wieder fortgebildet einsteigen. :five:

Schöne Grüße

Chris :ahoi:
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21

Samstag, 16. Januar 2016, 11:10

Ich danke euch vielmals für die vielen guten Genesungswünsche.
Leider habe ich hier eine sehr schlechte Mobilfunkabdeckung, so dass ich nur sporadisch ins Internet kann.
Trotzdem werde ich ab und zu mal vorbeischauen.

Gruß Heiko

22

Mittwoch, 16. März 2016, 14:16

Hallo, da bin ich wieder! :wink:

Nach über 7 Wochen Krankenhausaufenthalt mit anschließender Reha bin ich wieder zuhause und kann auch wieder an meinem Modell einer spanischen Galeone weiterarbeiten.

Ich spreche jetzt mit Absicht von einer spanischen Galeone und nicht mehr von der San Martin. Und dieses aus folgender Überlegung heraus.

Der Modellbausatz von Occre scheint meiner Recherche nach nicht so ganz historisch korrekt zu sein und da ich, wie ich ja angekündigt habe einiges an dem Modell ändern bzw. erweitern möchte, wird es wohl eine von mir "sehr freie" Interpretation einer spanischen Galeone des 16. Jh. sein. :D

Es geht also mit meinem Projekt weiter.

Nachdem ich mich zuhause etwas akklimatisiert und meine Werkstatt in Ordnung gebracht hatte habe ich begonnen die Füllstücke zwischen den Spanten anzufertigen und einzusetzen.

Dabei habe ich schon mal mein erstes Experiment gestartet.
Statt die Füllstücke aus Holz anzufertigen habe ich den Versuch gestartet stattdessen Hartschaumplatten aus dem Baumarkt zu verwenden. :idee:
In einem Forum hatte ich in einen Beitrag von jemandem gelesen, der den Hartschaum als kostengünstige Alternative gegenüber dem teurem Balsaholz verwendet.

Nun gut, dachte ich, probiere es halt mal aus.

Meine Gedanken waren, dass die Füllstücke die Planken von innen heraus stützen sollen und als Halt für den Leim dienen sollen, damit keine Dellen oder Beulen entstehen. Die Nägel zum Fixieren der Planken sollen nur an den Spanten eingesetzt werden.

Also, zuerst die Füllstücke auf einer Seite ein leimen:



Dann das Ganze auch noch für die andere Seite.
Dann erst einmal grob mit einem scharfen Messer vorschneiden



Und am Ende alles glatt schleifen und straken, sowie die Führungskerbe für die Masterplanke anlegen:



Als Fazit meiner Aktion mit dem Hartschaum gibt es für mich folgendes Ergebnis:

Ich werde bei Füllstücken aus Balsa- bzw. Lindenholz bleiben.
Ich empfinde den Hartschaum nicht als Alternative.
Es ist richtig, der Hartschaum ist preiswerter und lässt sich im Vorfeld auch besser Verarbeiten und schneiden.
Doch hat dieser für mich auch einige gravierende Nachteile.
Das verleimen ist nicht ganz einfach. Der dünnflüssige Leim, z.B. Sekundenkleber, versickert durch die grobporige Struktur sehr schnell im Material wo er nichts nützt. Damit kann keine Klebeverbindung hergestellt
werden.
Dickflüssiger Leim, z.B. Ponal oder auch Gelkleber, braucht ewig zum Aushärten, bis der Leim dann hält. Zum Beispiel dauerte Ponal Express bei mir 12 Stunden, bis der Leim richtig gehalten hat.
Und dann muss man darauf achten, dass das Lösungsmittel im Leim den Hartschaum nicht "auffrisst". Also immer erst an einemProbestück probieren.
Damit der Leim beim beplanken richtig hält, habe ich die Kontaktflächen zu den Planken nachträglich noch mit Klarlack bestrichen. Ein so behandeltes Probestück ließ sich dann ganz normal mit einer Planke verleimen.
Der andere Negativpunkt des Hartschaums war, dass dieser sich zwar leichter als Balsaholz mit dem Messer bearbeiten lässt, das Bearbeiten mit Schleifpapier oder einer Feile ist dagegen grausam. Die abgeschliffenen oder abgefeilten Partikel des Schaums laden sich dabei statisch auf. Dadurch wird der ganze Schleifstaub extrem "klebrig" der haftet und hängt sich einfach überall ran, setzt extrem schnell das Schleifpapier und Feilen zu. Und das Saubermachen des Arbeitsbereiches und der Werkzeuge ist
dadurch, na sagen wir, extrem grausam. :bang:

Mein Fazit ist also, ich bleibe bei meinem Holz. :thumbsup:

Ich hatte ja am Anfang meines Bauberichts angekündigt, dass ich die mit dem Bausatz mitgelieferten Fenster und Türen ändern möchte, da ich diese mitgelieferten Metalldinger einfach nicht zum Modellschiff passend finde.
Meine erste Idee dazu ist ganz simpel: Farbe.
Ich habe also eine Probe gemacht und eine Tür und ein Doppelfenster in einer "natürlicheren" Farbe angemalt.



Das Ergebnis finde ich schon mal nicht schlecht, gegenüber was Occre vorgesehen hat. 8)

Aber vielleicht fällt mir ja da noch was Besseres ein oder Ihr habt noch die eine oder andere Idee. ?(

Gruß Heiko

23

Mittwoch, 16. März 2016, 20:54

Im Heckereich stimmt die Rumpfform des Unterwasserschiffs nicht. Die Beplankung kann so nie sauber am Kiel anschließen. Das gibt bei Deiner form immer einen Knick, der nicht sein darf.
Gruß Christian

in der Werft: HM Sloop Fly, 1776 - Maßstab 1/32, HM Cutter Cheerful, 1806 - Maßstab 1/48
auf dem Zeichenbrett: HM Cutter Alert, 1777 - Maßstab 1/32


"Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

24

Donnerstag, 17. März 2016, 06:34

Hallo Christian
da hast du natürlich recht das war auch mit unter ein Grund warum ich die Arbeit an meiner SM von Orcce eingestellt habe!
In der Tat schreibt die Anleitung das so vor da muss ich Heiko in Schutz nehmen!
Welche Lösung schlägst du denn vor?
Gruss Aron
Im Bau : HMAV Bounty 1787 (ehemals Bethia) 1/60 weiter gehts....

25

Donnerstag, 17. März 2016, 06:58

Hallo,

Ich habe mir das Heck noch mal genauer angesehen und bemerkt, dass ich da beim schleifen wohl nicht sorgfältig genug gearbeitet habe.
wegen der konkaven Form komme ich da mit meinen Feilen und Schleifmittel nur sehr schlecht in die Form. :nixweis:
Ich werde die Stelle noc einmal nacharbeiten. Vielleicht siehtr es dann besser aus.



Gruß Heiko

26

Donnerstag, 17. März 2016, 07:11

Sorry ok sehe was damit gemeint war!
Ich meinte was anderes :)
Das soltest du mit der Feile(halbrund) hinbekommen :ok:
Im Bau : HMAV Bounty 1787 (ehemals Bethia) 1/60 weiter gehts....

27

Donnerstag, 17. März 2016, 14:26

Hallo Aron,

Leider kam ich auch mit einer Feile(halbrund) nicht ran, die sind zu lang.
Da muss ich mir noch was überlegen, z.B. ein kurzes Rundholz mit Schleifpaier beschichtet o.ä.

Gruß Heiko

28

Donnerstag, 17. März 2016, 14:29

Hast Du eventuell sowas wie einen Dremel oder Proxxon? Mit einem entsprechenden Schleifaufsatz müsste das zu bewerkstelligen sein, denke ich...? :thumbsup:

Schöne Grüße

Chris :ahoi:
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"Mayflower"

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29

Donnerstag, 17. März 2016, 15:18

Hallo Chris,

Danke für den Tipp, das habe ich. Gleich mal ausprobieren heute Abend. :ok:

Gruß Heiko

30

Samstag, 19. März 2016, 07:25

Hallo,

Gestern Abend habe ich mir den Heckbereich noch einmal vorgenommen und die Form mit einer Halbrundfeile und Schleifpapier besser herausgearbeitet.
Ich finde das sah dann schon besser aus. :ok:

Nachdem ich meine ersten "einfachen" Verbessrungsversuche mit den Türen und Fenstern gemacht habe, Versuchte ich ähnliches bei den Geschützen.
In der Literatur "Spanisch Galleon 1530 - 1690" von Angus Konstam, fand ich neben der Abbildung der spanischen Galleon "Nuestra Senora de la pura y limpia Concepción" aus dem Jahre 1641 folgende Abbildung eines ihrer Geschütze:

Ich dachte mir, mit einigen kleinen Veränderungen an den von Occre mitgelieferten Lafetten könnte ich etwas recht ähnliches erschaffen. :idee:
Nach ein bisschen feilen und etwas Farbe, hatte ich das folgende Ergebnis:

Jetzt noch die korrekte Takelung, auch hier sieht Occre eigentlich nur das Brooktau vor, dann kann sich das schon sehen lassen. :thumbup:

Oder was meint Ihr? :nixweis:

Gruß
Heiko

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