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1

Sonntag, 29. November 2015, 00:45

Scratchnachbau der Anlagenteile für meine Tourfahrzeuge

Hallo Modellbaugemeinde,
nachdem ich in der letzten Zeit keine rechte Lust zum Schreiben hatte, hat sich bei diesem Projekt schon einiges an Arbeit getan.

Da Scratcharbeiten etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen als fertige Bausätze, bin ich auch schon seit einiger Zeit im Gange mit Schneiden, Schleifen, Kleben, Warten - Schneiden, Schleifen, Kleben, Warten - Schneiden, Schleifen, Kleben, Warten . . . . :cracy:

Deshalb zu Anfang eine Flut von Bildern von der Entstehung der ersten Teile, um euch auf meinen momentanen Baustand zu bringen.

Hier beginnt nun also mein Baubericht für die Ladung der anstehenden Projekte VW-Bus T3 und Chevy G20.

Da der Bau der benötigten Teile in Scratchbauweise etwas umfangreicher wird, habe ich den Bericht vom Baubericht T3 abgekoppelt.
Natürlich hätte ich einfache 08/15-Boxen bauen können, aber das war nicht mein Anspruch.
Es sollte genau die Anlage sein, die ich auch verwendet habe, auch wenn das erheblich mehr Arbeit und Zeitaufwand nach sich zieht.

Den T3 habe ich nur kurz in der Zeit von 04.2001 bis 08.2002 gefahren.
Zwischenzeitig war von 2002 – 2008 ein Dodge Ram 250 in Gebrauch. Den gibt es nur leider nicht als Modell. :nixweis:
Bis heute ist der Chevy G20 (Bj. 1993) mein treuer Packesel auf Tour, der gerade erst wieder die TÜV-Prüfung mängelfrei hinter sich gebracht hat. :ok:

Also wird für 2 Fahrzeuge die Ladung benötigt.
Als da wären die Lautsprecheranlage, die Gitarrenkoffer, diverse andere Transportcases und die Lichtanlage.

Da in der Anfangszeit die Anlage noch nicht ganz so umfangreich war, ist für den T3 etwas weniger zu bauen.
Deshalb auch die an einigen Stellen etwas ungerade Anzahl von Teilen.

Nun genug der Vorrede!
Los geht es mit der Lautsprecheranlage.

Ich benutze eine Anlage von Bell mit V2-Topteil und V5SL-Subbass.
Benötigt werden 4 Bässe, 4 Tops und 4 Stativstangen dazu.

Da die Boxen von Bell ein ziemlich zerklüftetes Äußeres haben, konnte nur Schicht um Schicht aufgebaut werden.
Benutzt wurde 0,3mm, 0,5mm und 1mm Feststyrol und 3mm Schaumstyrol.

Zunächst Schaumstyrol als Kern etwas größer als benötigt.



Nun die Oberseitenkontur auf eine Platte geklebt und danach zusammen ausgeschnitten.



Die Oberplatte auf den Grundkopus geklebt und die Griffmulden mit Rundprofil dazugefügt.



Jetzt wurde zum ersten Mal der Korpus winklig auf Maß geschliffen.
Danach wurden die Seitenplatten gefertigt und verklebt.
Und wieder auf Maß schleifen.
Hier habe ich schusseligerweise die Fotos von diesem Bauschritt vergessen. :bang:

Nun kamen die Profile für Vorder- und Rückseite dran.
Auch wieder auf eine Platte geklebt.
Vor dem Auseinanderschneiden wurden mit Hilfe einer Schablone die Löcher für die Bassöffnungen an der Vorderseite und die Verschraubungslöcher und Anschlußbuchsen an der Rückseite gebohrt.



Hier nun die fertigen Vorder- und Rückwände.



Vor dem Verkleben mit dem Korpus wurden Pärchen zugeordnet und mit einer weiteren Schablone die Löcher für Griffstangen gebohrt.



Nach dem Verkleben und erneuten auf Maß schleifen wurden noch die Standschienen an der Unterseite und die Stativaufnahme auf der Oberseite angebracht.

Und so sehen die Bassboxen aus, während sie auf die Fertigstellung der Tops warten, um gemeinsam ein Farbbad zu nehmen.



Der Bau der Tops erfolgt auf Grund der Bilderanzahl in nächsten Tread.
Viele Grüße
Willie

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2

Sonntag, 29. November 2015, 00:58

Beim Bau der Tops wurde es noch etwas frickeliger.

Auch hier zu Beginn wieder ein Schaumstyrolkorpus, eine Halbröhre als Griffschale und ein 1mm Rundstab zum Unterfüttern.



Die Einzelteile der Rückwand konnten nur fixiert auf der Schneidplatte unfallfrei mit den Ausschnitten versehen werden.



Hier nun die jeweils 3 Einzelteile der Rückwände ....



… und die Ansicht nach dem verkleben.





Nun wurden die Ober- und die Rückseite auf Maß geschliffen.



Das Schleifen der Seiten war wieder etwas nervenaufreibend, da sich die Gehäuse nach hinten verjüngen.



Um mir die Arbeit mit den entgültigen Oberseiten etwas einfacher zu machen, habe ich Styrolstreifen auf eine Platte und diese dann auf die Oberseite verklebt.
Nach dem Schleifen haben sich dann die kleine Dreiecke ergeben.





Vor den Verkleben der Unterseiten wurde der bis hierhin entstandene Korpus zunächst auf ein einheitliches Höhenmaß getrimmt.





Nun waren die Seitenteile an der Reihe.
Wieder aus 2 Einzelteilen gefertigt.



Angeklebt und verschliffen.



Die entgültigen Frontplatten wurden aus 3mm Feststryrol gefertigt, verklebt und verschliffen.



Die Rahmen der Front, die Stativaufnahmen und die Standschienen wurden angebracht.
In die Stativaufnahme kam dann ein Draht als Lackierhalter.



Und nun wieder endlos Schleifen, damit die Tops ihre entgültigen Rundungen bekommen.
Die Bohrungen für die Haltestangen konnten auf Grund der Verjüngung des Gehäuses erst nach dem entgültigen Zusammenbau angebracht werden, damit die Bohrlöcher auch exakt gegenüber liegen.
Also Durchbohren und die Löcher von außen wieder mit einem winzigen Stückchen 1mm Rundstab verschließen.
Die Bohrungen für die Anschlußbuchsen und Flugösen wurden auch gleich angebracht.

Und so sah es dann aus.



Jetzt stand das Lackieren an.
Das Gehäuse hat Aqua Color seidenmatt Dunkelgrau bekommen.
Nach dem Lackieren wurde die Front bemehlt.



Nach dem Trocknen bekam die Front Aqua Color seidenmatt Anthrazit und ein Bell-Logo verpasst.

Und das ist das Ergebnis:





Im nächsten Tread geht es dann um die Stativstangen und die Zusammenführung der Boxen.
Viele Grüße
Willie

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3

Sonntag, 29. November 2015, 01:03

Von der Stativstange habe ich nur ein Baufoto, da es sich nur um vergleichsweise wenige Einzelteile handelt.

Eine 2mm Rundstange mit einem Ausziehstück in 1mm rund.
Um dem Wahnsinn etwas Einhalt zu gebieten, habe ich jedoch auf die Ausziehfunktion verzichtet. :D
Als Arretierungsknöpfe kamen gekürzte Stecknadelköpfe zum Einsatz.
Die Verdickung unter den Knöpfen wurde mit Schrumpfschlauch nach gebildet.
Am Fuß der Stange sitzt normalerweise ein Gewinde, um sie mit der Bassbox zu verschrauben.
Ich habe für die Verbindung ein Stück Federdraht benutzt.
Er dient gleichzeitig als Lackierhalter und wird erst nach dem Farbauftrag gekürzt.

Hier die Ansicht vor der Lackierung.



Vor der Zusammenführung haben die Bassboxen und die Tops noch ihre Griffstangen in Form von schwarz ummanteltem Schaltdraht in 1mm Stärke erhalten.

Und hier nun links das Original mit Kopie und rechts der Nachbau in Nahaufnahme.

Viele Grüße
Willie

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4

Sonntag, 29. November 2015, 01:11

Jetzt kommen wir zu den Gitarrenkoffern.

Es wurden 2 Yamaha- und 1 Waldenkoffer benötigt.
Da sie in etwa die selben Abmessungen hatten, reichte ein maßstäblicher Computerausdruck zum Übertragen der Konturen auf 2 zusammengeklebte 3mm Schaumstyrolplatten.





Nun war wieder Schleifen der Grobkontur angesagt.



Der Waldenkoffer benötigte noch einen „Buckel“ auf der Oberseite.





Nach dem Verkleben des Buckels wurden die Koffer feingeschliffen und mit Scharnieren, Schlössern und Löchern für die Griffe versehen.



Die Yamahakoffer bekamen kleine Standfüße, die später schwarz gefärbt wurden.
Einer davon diente als Lackierhalter.



Der Waldenkoffer hatte Standfüße aus Metall.
Diese wurden mit Stecknadelköpfen nachgebildet und der Koffer dazu mit den entsprechenden Bohrungen versehen.





Alle Koffer haben zunächst die Grundfarbe mit der Gun bekommen.
Da das Abkleben über die Scharniere nicht so recht klappen wollte, sind die Applikationsfarben mit dem Pinsel aufgebracht worden.

Und hier nun die Ergebnisse nach der Lackierung.



Die Logos werden erst zusammen mit den Decals für den T3 gefertigt und nachträglich angebracht.
Viele Grüße
Willie

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5

Sonntag, 29. November 2015, 01:31

Als nächstes stand die Beleuchtung auf dem Arbeitszettel.

Hier waren zu bauen:
Lampengehäuse (Tube)
Scheinwerfereinsätze
Farbfilterrahmen mit Splitterschutzgitter
Haltebügel
Traversen (T4-Bar)
Ständer

Los ging es mit den Farbfilterrahmen.

Zunächst 5mm Löcher mit einem Locheisen in ein 0,3er Shet gestanzt.



Dann die Aussenränder beschnitten. Das geht in dieser Reihenfolge besser als anders herum.
So sitzen die Löcher exakt mittig.
Hier ist auch das Gitterrohmaterial zu sehen. Gazerest eines Fliegengitters fürs Fenster.



Aufgeklebt und zurechtgeschnitten sind die Farbfilterrahmen fertig.

Normalerweise ist der Rahmen ein dünnes gefaltetes Blech, zwischen dem die Folie eingeklemmt wird, und der von 4 Haltern an der Tube befestigt ist.
Diese Halter habe ich mir dann doch erspart. :verrückt:
Hier wird später ein Stückchen originale Farbfolie direkt auf den Einsatz und der Rahmen davor geklebt.





Weiter ging es mit den Scheinwerfereinsätzen.
Zunächst wurden aus einer Styrolröhre mit Aussenmaß 7mm Scheibchen vom 3mm abgeschnitten.
Da es die Rundstäbe nur bis 4,5mm gibt, wurden aus einem Holzrundstab 5mm Scheiben von 1mm abgetrennt und in die Hohlscheiben geklebt.
Dort hinein kommt später eine Scheibe Aluklebeband als Reflektor und darüber die Farbfilterfolie.

Dass ich die Innenscheiben auch aus Styrol hätte ausstanzen können, ist mir erst später in den Sinn gekommen! :bang:



Nun wurden aus aus einem Holzrundstab 6mm die Tuben gefertigt.
Zur Arbeitserleichterung wurde zunächst das Stabeende an der Schleifmaschine abgerundet und erst dann auf eine Länge von 6mm abgetrennt.



Die Tuben wurden mit Ponal auf die Scheinwerfereinsätze geklebt.



Nun wurden aus einem Styrolstreifen 1x2mm die benötigte Anzahl 20mm-Stücke herausgetrennt und die Knickkanten markiert.



Ein erster Biegeversuch mit der Heissluftpistole ging gründlich daneben.
Ehe das Material in der Mitte weich wurde, hatten sich schon die Enden aufgewellt. ;(



Für den 2. Versuch habe ich ein Stück Altmetall auf 6mm Breite abgeschliffen.
Dort wurden die Streifen quer mit Tape aufgeklebt und in eine Tasse gestellt.
Dann kochendes Wasser dazu und nach ca. 3 Minuten ließen sich die Enden des 1. Halters sauber biegen.
Da das Metall einen guten Teil der Hitze speichert, gingen die weiteren Teile sogar noch etwas schneller.





Der Rest bis zum 90° Winkel wurde dann frei Hand nachgebogen.

Und hier alle Halter nach dem Wärmebad.



Damit alle Halter die gleichen Abmessungen haben, wurde aus 2 zusammengeklebten Schaumstyrolplatten 3mm eine Lehre für das Ablängen und Lochbohren angefertigt.



Nun die Befestigungslöcher für die Tuben gebohrt.



Eine provisorische Verbindung mit Draht zum Überprüfen der Abmessungen für die Traverse.



Aus einem 2x2mm Stab wurden die Traversen geschnitten und als Abstandhalter und Befestigungsnachbildung 2mm Scheiben aus einem Stück Sheet ausgestanzt.
Die Traversen wurden mit durchgehenden Bohrungen 0,8mm versehen und einer 1mm Teilbohrung für den Verbindungszapfen, der gleichzeitig wieder als Lackierhalter dient und später abgelängt wird.



Da es beim Handbohren schnell passiert, das man aus der Flucht kommt und schief bohrt, habe ich eine etwas andere Technik angewendet.

Zuerst die 2mm Scheibchen mittig mit 0,8mm gebohrt.
Dann einen alten Bohrer durch das Loch in der Traverse gesteckt.
Ein Scheibchen auf den Bohrer, Kleber dazwischen und zusammengeschoben.
Damit sitzen die Bohrungen exakt übereinander.
Dann den Bohrer nach unten herausziehen und die weiteren 3 Scheiben derselben Seite verklebt.
Nun einen Tag aushärten lassen und das gleiche Verfahren für die andere Seite der Traverse durchführen.
Zum Abschluß einen 1mm Rundstab als Zapfen eingeklebt und fertig war die Traverse.

Leider habe ich davon nur das Abschlußfoto gemacht.



Nun noch alles zusammen auf die Wartebank fürs Lackieren.
Aber erst müssen noch die Stative gefertigt werden.



Damit bin ich nun beim aktuellen Baustand angelangt.
Ich hoffe, dass die Bilderflut euch nicht erschlagen hat.

Ab jetzt geht es wieder regelmäßig weiter. :)

Allerdings auch wieder langsamer und nicht derart komprimiert.
Also in den nächsten Tagen der Bau der Stative.

Kommentare und Fragen jedweder Art sind natürlich erlaubt und auch erwünscht.

Bis dann. :wink:
Viele Grüße
Willie

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6

Sonntag, 29. November 2015, 02:14

Respekt

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7

Sonntag, 29. November 2015, 03:44

Hallo Willie,

oh doch! Die Bilderflut hat mich sowas von erschlagen! :ok:

Sieht alles sehr gut aus! Ich kenne mich da zwar gar nicht aus (also was so mit Musik machen zu tun hat) aber es sieht alles sehr glaubwürdig aus!

Bei den Bassboxen die Löcher finde ich nur etwas zu klein und teilweise an falscher Stelle! Aber das ist mir auch nur durch dein Referenzfoto aufgefallen!

Mach weiter so! :) :respekt:

MfG Paul
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8

Sonntag, 29. November 2015, 06:09

Hallo.Mir gefallen deine filigranen Sachen.Gruß Rene.
www.Streichholzbasteleien.de

9

Sonntag, 29. November 2015, 07:02

Moin Willie

Na, das nenn' ich mal einen aufwändigen Baubericht :ok: . Nicht schlecht, so Tourbusse, mal was anders :) .

Willie, was für'n Baujahr hatte denn der Dodge ? Von MPC gab' es mal einen Dodge Van, dessen Baujahr war wenn ich mich Recht erinnere aus den 80ern :S .

Grüße, Bernd

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10

Sonntag, 29. November 2015, 08:56

Hallo Bernd,
Der Dodge war Baujahr 1989.
Ich habe bisher keine passende Basis als Bausatz gefunden.

Viele Grüße
Willie

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Sonntag, 29. November 2015, 09:17

Hallo Willie

Ich habe mal etwas nachgeforscht, und der MPC Dodge "Bad Company" stellt das Baujahr 1982 dar, das sieht etwas anders aus. Könnte man evtl. anpassen :nixweis: .

Grüße, Bernd

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12

Sonntag, 29. November 2015, 11:58

Hallo Bernd,
den hatte ich noch gar nicht gesehen. Vielen Dank.
Ist schon auf dem Einkaufzettel. ^^
Da muss ich doch glatt man nachfragen, ob mein damaliger Dodge noch irgendwo in Deutschland herumfährt.
Davon habe ich nämlich kaum noch Innenfotos.

Hallo Paul,
das mit den Löchern in der Bassbox ist mit auch erst bei den Fotos aufgefallen. :bang:
Ärgerlich, aber nun bleibt es so.
Viele Grüße
Willie

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13

Sonntag, 29. November 2015, 12:07

Hallo Willie.

Wie gesagt: Fällt nur mit Bildern auf! Und wer es weiß, dem fällt es natürlich auch auf!

MfG Paul
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14

Montag, 30. November 2015, 19:20

Hallo Modellbaugemeinde,
hier nun meine Vorgehensweise zum Frickelbau der Stative.
Es werden 3 Stative gebaut.
2x im Transportzustand und 1x im Aufbauzustand.

Zunächst habe ich mit Corel Draw eine maßstäbliche Zeichnung erstellt.



Dann wurden die benötigten Einzelteile zurechtgeschnitten.

Hier nur provisorisch zusammengesteckt.



Damit die Standbeine für den Aufbauzustand gleichmäßig werden, habe ich mir wieder eine kleine Lehre gefertigt.
Damit das U-Profil nicht zur Seite kippt, wurde es an einem Stück 2mm- Sheet fixiert.
Damit das Stückchen Federdraht im richtigen Winkel mitten im Profil sitzt, habe ich ein Stück 0,75er Sheet mit einer Nut gemäß Zeichnungswinkel versehen und darin liegend den Draht fixiert.
Nun das Ende des Drahtes in der angezeichneten Mitte des U-Profils verkleben und darauf achten, dass die beiden Sheetstücke parallel liegen.
Verklebt wurde auf Grund der unterschiedlichen Materialien mit 2k-Kleber.



Hier ein fertiger Aufbaufuß…



…. und ein fertiger Transportfuß.



Um die Füße sicher anzubringen, wurden nach dem Verkleben der unteren Fußhalterung 0,5er Löcher für das Drahtende gebohrt.



Die obere Fußhalterung bekam an der unteren Seite eine Kehlung.



Die Halterung wurde erst nach dem Verkleben der Füße über dessen obere Enden geschoben und mit 2k-Kleber fixiert.
Die oberen Enden der Füße wurden dafür vorher etwas schräg angeschliffen.

In die obere Fußhalterung und das obere Abschlussstück des unteren Rohres wurden 0,8er Löcher gebohrt und die aus abgeschnittenen Stecknadelköpfen gefertigten Verriegelungen eingesetzt.

Und hier nun das Ergebnis. Bereit zum Lackieren.



Die nächsten Bilder kommen dann von den lackierten Scheinwerferteilen.

Bis dann. :wink:
Viele Grüße
Willie

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15

Montag, 30. November 2015, 22:52

Hallo Willie,

sehr schöne Arbeit, die du hier zeigst! :ok: :ok:
Das macht richtig Spaß zuzuschauen.

Grüße Jakob


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16

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 23:40

Hallo Jakob,
es freut mich ,wenn es dir gefällt.

Und es geht auch gleich weiter.

Während die Einzelteile der Scheinwerfer im Keller vor sich hintrocknen, hatte meine Frau einen Kommentar parat: „Ich hoffe, das die Traversen dann auch farblich markiert sind.“ :!!

Dazu muss man wissen, dass ich z.Z. 2 Traversen benutze.
Eine bestückt mit Punktstrahlern (Spot) und eine bestückt mit Breitstrahlern (Wide Flood).
Zur schnellen Unterscheidung sind die Traversen rot und blau markiert.

Bevor die nächste Frage nach den Anschlusskabeln kommt, habe ich mich nach dem Lackieren an die Herstellung gemacht. :rolleyes:

Los ging es mit den Schukosteckern.

Ein schwarzer Gießastrest 3mm wurde am Ende etwas rund geschliffen und mit einer 1mm Bohrung versehen.
Dort wird dann das Kabel eingeklebt.
Das Kabel besteht aus einer schwarzen Ader eines alten ISDN-Kabels.



Das so gefertigte Ende wurde mit einer Ätzteilsäge abgetrennt.
Da ich meine Schneidplatte nicht mit Sägekerben überziehen möchte, benutze ich als Unterlage alte Zeitungen.
Ein Großbuchstabe wurde dann als gleichmäßiges Sägemaß benutzt.



Das abgeschnitte Ende wurde plangeschliffen und mit 2 0,5mm Bohrungen für die Kontakte versehen.
Das ist schon hart an der Grenze, was noch mit den Fingern ohne Hilfsmittel festgehalten werden kann. :verrückt:



Nun wurden mit Sekundenkleber als Kontakte 0,5er Federdraht und das Kabel eingeklebt.



Anschließend wurde auf die Kabelenden mit Schrumpfschlauch die Kabelklemme aufgebracht, mit der das Kabel am Lampengehäuse fixiert wird.



Und da ich nun schon einmal dabei war, wurden auch gleich noch ein paar Zusatzstromkabel angefertigt.
3er-Steckdosen und ein Verlängerungskabel.

Natürlich sauber aufgewickelt und mit Klettband fixiert (wie sich das gehört). :D



Für die Schukokupplung am Verlängerungskabel wurde ein Stück schwarzer 4mm-Gießastrest mit einer 3mm-Bohrung versehen. Die Kabelseite wie gehabt.

Für die 3er-Steckdosen habe ich einen Rest 3mm-Sheet mit 3mm-Bohrungen versehen und ausgeschnitten.
Ein Bohrer hat ja keine gerade Spitze, deshalb wurden die Bohrungen mit einem Uhrmacherschraubendreher „nachgebohrt“.
Dadurch hat die Bohrung eine plane Grundfläche erhalten.
Löcher 0,5mm und ein Kabel mit einem Stecker aus einem weißem Gießastrest und fertig ist die 3er-Steckdose.
Für den Kontrast wurden die Bohrlöcher einfach mit einer 0,5er Bleichstiftmie nachgedreht.

Dies ist ein Beispiel, warum man verschiedenfarbige Gießastreste in verschiedenen Stärken immer schön bunkern sollte.
Man spart sich für solche Frickeleien das Lackieren. :D

Das war’s dann auch für heute.

Bis dann. :wink:
Viele Grüße
Willie

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17

Donnerstag, 3. Dezember 2015, 08:30

Moin Willie

Die Stative ..1A :ok: . Und erst die Kabel und Stecker .. :love: . Das die Herstellung schwierig war, insbesondere das schleifen der Stecker, kann ich mir lebhaft vorstellen, aber das Ergebnis überzeugt zu 100% und die Arbeit hat sich somit gelohnt :) .

Grüße, Bernd

18

Donnerstag, 3. Dezember 2015, 09:21

Hallo Willie,
ich war bis jetzt nur stiller beobachter,aber diese stromstecker sind der Hammer :ok: wenn das Cent stück nicht da liegen würde müsste man drei mal hinschauen ganz grossen Respeckt :dafür:
Gruss Slavo
Geduld als hätte ich Zeit für so ein scheiss :baeh:

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19

Samstag, 5. Dezember 2015, 00:15

Hallo Leute,
danke für die Kommentare.

Da ich z.Z. für die anstehenden Veranstaltungen mein Weihnachtsprogramm üben muss, geht es hier jetzt etwas langsamer voran. :nixweis:

Die Scheinwerfer wurden nach der Lackdusche von ihren Lackierstäben befreit und für die weitere Verarbeitung in einen Styroporblock gesteckt.
Dort haben sie einen silbernen Reflektorhintergrund bekommen.



Nach dem Trocken wurden mit einigen dicken Klarlacktropfen die Gläser angebracht.



Nach einer Wartezeit zum Antrocknen der Gläser wurden die 6mm-Farbfilter mit Klarlack am Rand aufgeklebt.
Das Material sind Originalfarbfilterfolien, wie ich sie auch für meine Bühnenscheinwerfer verwende.

Und so sehen sie dann aus.



Nun muss Alles richtig durchtrocknen, bevor ich die Farbfilterrahmen aufklebe.
Das aber erst morgen in den Spielpausen.

Bis dann. :wink:
Viele Grüße
Willie

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20

Samstag, 5. Dezember 2015, 12:51

Irre Willie. :thumbsup: Ich komme aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Besonders die Stecker und Steckdosen - WOW. :thumbsup:
Schöne Grüße,
Bernd

"Wenn das Ihre Lösung ist, dann hätte ich gerne mein Problem zurück."

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Einführung Kartonmodellbau

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21

Samstag, 5. Dezember 2015, 20:14

Hallo Modellbaugemeinde,

obwohl ich mein Weihnachtsprogramm im Dezember 2014 zuletzt gespielt habe, geht das Üben doch recht flott von der Hand.
Deshalb konnte ich die Spielpausen etwas strecken, was sich im heutigen Baufortschritt widerspiegelt.

Nach reiflicher Überlegung habe ich die Reihenfolge des Zusammenbaus der übrigen Teile geändert.
Also Farbfilterrahmen nicht zuerst, sondern zuletzt.

Doch der Reihe nach.

Für den Anbau der Scheinwerferhalter habe ich mir bei „IDEE“ schwarze Nadeln mit extra plattem Kopf eingekauft.



Für den Anbau waren noch einige Arbeiten erforderlich, die ich aber nicht einzeln fotografiert habe.
Als erstes wurde der Stativpin gekürzt.
Danach wurden die Befestigungslöcher im Halter und in der Traverse zum Säubern nachgebohrt.
Wie die Igel beim Liebesspiel – Gaaanz vorsichtig, um die Verklebungen nicht abzureissen. :abhau:
Dann wurden die Halterlöcher innen und die Traversenlöcher oben leicht angefast.
Beim Halter liegt der Nadelkopf besser an und bei der Traverse hat der Sekundenkleber mehr Klebefläche ohne Farbe.

Nun wurden die Halter einzeln mit der Nadeln an der Traverse befestigt
Ein kleiner Tropfen Sekundenkleber wurde an der Nadel angebracht.
Der Kleber zieht sich durch den Kappilareffekt in die Bohrung.
Hier nun die verklebte Traverse.



Bevor die Verklebung vollständig getrocknet ist, mussten die Halter auf Beweglichkeit geprüft werden.
Dazu nacheinander die jeweilige Nadel mit einer Zange festhalten, damit sich die Verklebung in der Traverse nicht löst, und den Halter vorsichtig drehen.
Da ein Hauch von Kleber auch die Halter erreicht, sitzen sie sonst fest und lassen sich nicht mehr einstellen.
Nach dieser Prozedur konnten die Nadeln abgelängt werden.



Nun haben die Scheinwerfer ihre Anschlusskabel bekommen.
Sie wurden jeweils mit einem Tröpfchen Sekundenkleber fixiert.





Für eine erste Stellprobe musste ich mal eben ein neues Hilfsmittel anfertigen.
Kleinteile lassen sich ja prima auf der Arbeitsplatte fotografieren.
Wenn nun aber das Bauteil höher wird, stört mich der Arbeitshintergrund.
Um nicht jedesmal die Fotoecke zu benutzen, habe ich einfach einen alten Pappkarton zerschnitten.
Am besten eignet sich eine Seitenkante dafür, da man sich das Knicken spart.
Ein kleines Stück Vierkantholz wurde für die Stabilität mit dem Tacker in der Ecke befestigt.



Für die verschiedenen Hintergründe reicht farbiges Din A4 Papier.



Einen Bogen Papier mit Tesa an den Ecken fixiert und fertig ist die Fotoecke für Kleinkram.
Billiger und schneller geht’s kaum.



Und hier nun die erste Stellprobe.



Jetzt wurden die Scheinwerfer in die Halter montiert.

Dazu habe ich schwarze 16mm-Nadeln noch etwas gekürzt und trocken in die vorgebohrte Tube gedrückt.
Um mir das Einsetzen ins Bohrloch zu erleichtern, habe ich das jeweilige Bohrloch ca. einen ½ mm tief um 1/10 aufgebohrt.
Dann ging es deutlich leichter, obwohl auch dann der Arbeitsschritt nicht ohne einige Kraftausdrücke vonstatten ging. :motz:

Mein Respekt vor Kollegen, die sich solche Frickeleien in 1/48 oder 1/72 antun, stieg derweil mächtig. :respekt:

Beim Einbau ist mir auch ein kleiner Fehler aufgefallen.
Ich hätte die Lampengläser vor dem Aufbringen der Farbfolien erst richtig austrocknen lassen sollen.
Nach einer Begutachtung mit einem aufgelegten Gitter habe ich jedoch auf ein Auseinanderreissen verzichtet.
Mit Gitter davor sieht man es kaum. :pfeif:

Wieder eine kurze Stellprobe zur Ansicht.



Dann wurden die Farbfilterrahmen verklebt.
Hier habe ich zum Kleben wieder Klarlack verwendet.
Mit einem Pinsel leicht auf den Rahmen aufgetragen und auf den Scheinwerfer geklebt.

Auf den Bildern dazu kann auch sehen, dass der Einbau nicht so ganz spurlos vonstatten ging.
Da aber Scheinwerfer „On the Road“ auch nicht so ganz ohne Blessuren überstehen, lasse ich es so.
Der rote Farbfilterrahmen hat auch schon einen gehörigen Bums hinter sich. 8)

Hier die Bilder dazu.





Und zu guter Letzt für heute die Abschlussansicht auf Stativ.



Ich denke, dass ich die Pausen heute ganz gut genutzt habe.
Aber es sind ja noch 2 Traversen fertigzustellen.

Also bis bald. :wink:
Viele Grüße
Willie

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Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten.

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22

Samstag, 5. Dezember 2015, 21:28

:ok: :ok:
In den Feinheiten kannst du noch sauberer und vor Allem gerader schneiden (fällt besonders bei den Seitenteilen deiner Boxen auf) aber insgesamt ist das richtig gute Arbeit.

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23

Montag, 7. Dezember 2015, 10:25

Hallo Modellbaugemeinde,
die beiden übrigen Traversen sind nun auch fertig.
Diesmal sind sie transportfertig zusammengeschnürt.

Alle 3 Traversen haben nun auch die von meiner Frau gewünschten farblichen Markierungen erhalten. ^^



Dies wird wohl das letzte Update vor Weihnachten sein, da ich nun reichlich mit Auftritten und dem ganzen Drumherum zu tun habe.
Außerdem muss ich mir noch ein wenig Gedanken um die Ausgestaltung der Koffer und Cases machen (Kantenschutz, Griffe, etc.).

Deshalb an dieser Stelle schöne Weihnachtstage und falls wir uns nicht mehr lesen, auch einen guten Rutsch an die Leserschaft.

Abschließen möchte ich dieses Kapitel des Bauberichtes mit einem vorläufigen Stillleben der bisher gefertigten Teile.

Zusammenpacken nach der Veranstaltung!



Bis dann. :wink:
Viele Grüße
Willie

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24

Montag, 28. März 2016, 23:13

Hallo Leute,
ich möchte mich hiermit auf meiner Baustelle zurückmelden.

Vielleicht haben einige Leser schon gedacht, ich hätte aufgegeben.
So ganz untätig war ich aber nicht.
Zunächst war Weihnachtspause, dann Keller ausmisten, Musikprogramm für die neue Saison vorbereiten und zuletzt noch zwei andere Baustellen, die vorgezogen werden mussten:

- ein Rolltisch für meine Airbrushbox

- ein neues Nachtlicht für den Flur auf Wunsch meiner Frau in Form eines Heissluftballons.


Doch nun geht es weiter auf meiner Baustelle mit Koffer & Cases.

Als erstes stehen die allgegenwärtigen Silberkoffer auf dem Programm.
Darin habe ich das Meiste an Kabel und Kleinzubehör verstaut.
Es bedeutet zwar, dass man unterwegs ein paar Mal mehr laufen muss, ist aber erheblich rückenschonender als wenige schwere Cases, in denen fast Alles verstaut ist.

Also los geht’s.

Erst einmal 3mm Sheet grob auf Maß schneiden und für notwendige Stärke von 6mm jeweils 2 davon zusammenkleben.



Anschließend auf das genaue Maß zurechtschleifen.



Das sind aber jetzt aber gerade mal Vierkantklötze.

Manchmal werden sich einige Leser schon einmal gefragt haben, wie man als Modellbauer mit nicht unerheblich dicken Fingern solche Frickelteile bearbeitet.
Natürlich gibt es entsprechendes Werkzeug dafür.
Aber man kann sich durch strukturiertes Arbeiten auch die Arbeit etwas einfacher gestalten.

Hier mal das Beispiel anhand der Herstellung der Koffergriffe.
Zielaussenmaß: 6x4 mm

Zuerst wird von einer 0,3mm Sheetplatte ein 6mm-Streifen abgeschnitten.
Damit hat man immer genug Luft zum Festhalten.
Da das Material ziemlich wabbelig ist, werden 4 Löcher 0,7mm an die Stelle gebohrt, wo später der Ausschnitt sein soll.



Dann wird daraus ein Langloch gefeilt.



Nun kommt für die Innenkontur die Rundung dazu.



Anschließend die Rundung für die Aussenkontur.



Zu Schluss wird das Ende entsprechend abgelängt.



Für das saubere Verschleifen wird das Frickelteil dann mit einer Flachzange festgehalten.
Dazu aber nur eine Zange OHNE HIEB benutzen, sonst hat man die Riefen sofort im Material.

Passprobe: Man sieht schon, was es werden soll.



Es fehlen aber noch Schlösser und Scharniere.
Da ich für die Schlösser erst noch etwas Material einkaufen muss, sind heute nur noch die Scharniere dran.

10 Koffer = 20 Scharniere
Also 20 Sheetstücke 0,3mm mit den Abmessungen 2x3mm geschnitten.
Im oberen Drittel kam mit einem Lineengraver für den Folgeschritt ein kleiner Ritz hinein.
Aber vorsichtig, sonst ist man sofort durch.



Da es jetzt noch kleiner wird, habe ich mir zunächst einen Halter gebaut.
Eine Vierkantleiste wurde mit Tesakrepp vorbereitet.



Darauf wurden die Sheetstückchen gesetzt und in den Ritz mit Sekundenkleber ein Stück 0,5mm Nylonschnur geklebt.
Zunächst etwas überstehend und nach dem Trocknen mit einem Skalpell abgeschnitten.



Voila – 20 Scharniere warten auf die Farbe.



Das war’s für heute mit einem Beispiel, dass Modellbau kein Hexenwerk ist.

Bis die Tage. :wink:
Viele Grüße
Willie

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25

Mittwoch, 30. März 2016, 23:22

Hallo Modellbaufreunde,
heute gibt es ein Update zum Silberkofferbau.

Um die Vierkantklötze langsam in Koffer zu verwandeln, habe ich zunächst mal die Positionen der Schlösser und Scharniere markiert.



Danach haben die Koffer ihre Füße bekommen.
Der nicht abgeschnittene Fuß dient als Lackierhalter.
Er wird nach dem Lackieren auf Länge gebracht.



Nach dem Einkauf kommen wir nun zu den Schlössern.
Hier ist der Ablauf ähnlich wie bei den Scharnieren.
Die Grundplatten haben die gleichen Abmessungen.
Die Schloßoberteile wurden wieder an der ganzen Leiste 1x1,5mm zunächst abgerundet.



Danach auf 2,5mm abgeschnitten.



20 x Schloßoberteile



Die Oberteile wurden auf die Grundplatten geklebt, die wieder auf einer vorbereiteten Leiste aufgebracht waren.



Für den nächsten Schritt musste ich mir für ein gleichmäßiges Aussehen zuerst eine Lehre herstellen.
Dazu wurde in ein bearbeitetes Ende der Oberteilleiste ein 1mm Loch gebohrt und auf einem Träger verklebt.
Danach noch ein weiteres 1mm Loch zur Stabilisierung.
Nun eine 0,4mm Bohrung an der Seite.





Nun das Ende eines 0,3mm Silberdrahtes abgewinkelt und in das Halteloch gesteckt.
Jetzt erklären sich auch die Stabilisierungsbohrungen.
Der Draht wird jetzt um die Form straff herumgezogen und nach dem Abnehmen der Haltewinkel abgekniffen.
Das 2. Ende bleibt etwas länger zur besseren Handhabung beim Aufsetzen.



Im nächsten Bild sieht man die Verwendung als Verschlußbügel.
Hier mal provisorisch zur Ansicht aufgesetzt.



Die Bügel werden allerdings erst nach dem Lackieren angebracht.

Das war es für heute von meiner Baustelle.
Beim nächsten Update wird’s farbig.

Bis dann. :wink:
Viele Grüße
Willie

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Donnerstag, 31. März 2016, 10:12

Hi Willie,

:respekt: :dafür: sehr geile Details haste da "gebastelt".

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27

Sonntag, 3. April 2016, 23:49

Hallo Modellbaugemeinde,
heute, wie versprochen, das farbige Update.

Extra Fotos vom Lackieren habe ich nicht gemacht.

Folgende Farben wurden benutzt:
Grundierung und Griffe mit Alclad II Gloss Black Base
Koffer mit Model Master Chrome Silver
Schlösser und Scharniere mit Alclad II Chrome
Füße mit Revell Aqua Schwarz Matt mit 3/0 Pinsel

Bisher habe ich zum Brushen immer Revellfarben benutzt mit den üblichen Verdünnungsaktionen.
Dieses Mal die Alclad- und Model Master-Farben.
Boah, was für ein Unterschied. 8o
Kurz gründlich aufschütteln, unverdünnt rein in die Gun, Druck auf 15 PSI oder 1 Bar und los.
Sauberes Sprühbild und kein Verstopfen der Düse.

Für den Übergang Kofferdeckel und Kofferboden habe ich einen dünnen Streifen Alufolie von der Rolle benutzt.
Bei der Verarbeitung ist es genauso empfindlich wie BMF, nur deutlich billiger in der Anschaffung.



Da meine Koffer alle mit einem Logo versehen sind, habe ich mir Logos in der passenden Größe auf Fotopapier ausgedruckt.



Vor dem Aufkleben mit Strasskleber wurde die Tragschicht des Fotopapiers mit einem Cutter abgetrennt.
Dadurch ist es deutlich dünner.

Da die Fertigstellung des Koffers mit Pinseln und Bekleben einiges an Luftanhalten und eine ruhige Hand abverlangen, habe ich heute nur den Prototypen fertiggestellt.
Die restlichen Koffer werden also noch ein paar Tage benötigen.

Hier nun der Prototyp mit dem Größenvergleich in Form einer Revell Aqua Farbdose.







Das war’s dann für heute von der Kofferbaustelle.

Bis dann. :wink:
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28

Montag, 4. April 2016, 06:20

Hier muss ich unbedingt weiter zuschauen. Das ist ja echt klasse. :ok:

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29

Dienstag, 5. April 2016, 11:09

Hallo Ulf,
herzlich willkommen auf meiner Baustelle. :hand:

Hallo Modellbaufreunde,
die Fertigstellung der Koffer ging doch besser von der Hand, als gedacht.
Hilfreich dabei war zum einen mein provisorischer Kofferhalter.



Auch die kleine Fließbandarbeit war zeitsparend.
Zuerst alle Übergänge, dann Scharniere, dann Schlösser, danach die Logos und zum Schluß die Griffe.







Hier nun die fertige Kofferparade.



Während der Trocknungsphasen wurden schon die nächsten Teile grob vorbereitet.
2 Mischpultcases in unterschiedlicher Größe.

Das Case für den Van war nach einem Umbau der Anlage deutlich kleiner.



Dabei stehen auch die nächsten Herausforderungen an - Butterflyverschlüsse und Klappgriffe. :cracy: :verrückt:

Hier mal Demofotos der Originale.





Lasst euch also überraschen mit der Umsetzung.

Bis dann :wink:
Viele Grüße
Willie

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30

Dienstag, 5. April 2016, 19:20

Hallo Willie,

sehr schön geworden deine Koffer! :ok: :ok:

Auf die Umsetzung der nächsten Griffe bin ich auch schon gespannt, aber so wie du das alles hier gemacht hast kanns nur gut werden :thumbsup:

Grüße Jakob


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