Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Das Wettringer Modellbauforum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Montag, 17. August 2015, 06:53

Frage zu Kleben von Polystyrol

Hallo.

Jetzt habe ich schon einiges gelesen hier im Forum in Sachen Tipps und Tricks über das Kleben von Kunststoffteilen.
Gibt es aber auch eine Möglichkeit Teile mit einem Tape oder ähnlichem abzukleben und dann erst die Kunststoffteile
zu verkleben, so dass der evtl. überschüssige Kleber auf das Tape geht und man dann das Tape abnimmt und man
eine saubere Klebefläche hat ohne zu schleifen oder geht das nicht und man muss notgedrungen immer schleifen wenn Kleber an Rändern hervortritt?
Und welchen Kleber verwende ich am besten bei Polystyrol?
Vielen herzlichen Dank für eine Antwort.
Gruss E194

keramh

Moderator

Beiträge: 10 557

Realname: Marek H.

Wohnort: Bln-Friedrichsfelde

  • Nachricht senden

2

Montag, 17. August 2015, 07:41

moin,

da der Kleber den wir verwenden auf Lösemitteln beruht und das Kleben eigentlich ein auflösen des Kunststoffes mit dem Ziel die Teile zu verschweißen ist,
würde sich das Tape bzw. der Kleber am Tape ja ebenfalls auflösen.

Ziel muss es daher immer sein nur sowenig Kleber zu verwenden damit eben nichts hervorquillt.

Ich klebe in Zwischenzeit fast ausschließlich mit Ethylacetat, das ist so dünnflüssig und zieht in jede Ritze, klebt schnell verflüchtigt sich rasant und hinterlässt keinerlei Klebespuren.
Einfach die beiden Teile aneinander halten und mit einem Pinsel etwas drauftippen oder langstreichen, kurz pusten, etwas ruhen lassen und fertig.

3

Montag, 17. August 2015, 10:56

Wie Marek schon sagte, klebt unser Modellbaukleber nicht, sondern er verschweißt das Plastik miteinander.
Und generell sollte man Bauteile nicht mit Klebstoff zukleistern, sondern nur wenig auftragen. So quillt auch nichts.
Verwendet man zu viel Klebstoff, quillt nicht dieser. Durch zu viel Klebstoff wird zu viel Plastik angelöst und quillt auf.

Ich verwende üblicherweise TAMIYA extra thin (wirksame Inhaltsstoffe: n-Butylacetat und Aceton zu gleichen Teilen). Das ist ein sehr dünnflüssiger Kleber, flüssig wie Wasser. Den trägt man in die Fuge zwischen zusammen gefügten Bauteilen auf. Durch die Kapillarwirkung zieht er von selbst in die Klebefuge.
Für große Bauteile verwende ich gern den REVELL Contacta Liquid (wirksamer Inhaltsstoff: Butylacetat) welcher eine relativ dicke Konsistenz hat - etwa so wie dicke Kondensmilch. Aber auch hier gilt ; weniger ist mehr !
Hätte Gott gewollt das ich Grünzeug fresse, wär' ich ein Kaninchen!

4

Montag, 17. August 2015, 14:49

Vielen herzlichen Dank.

Diesen Trick habe ich noch nie gehört.
Super.
Was ist da dann besser, Ethylacetat oder Tamiya extra thin oder sind beide gleich gut?

keramh

Moderator

Beiträge: 10 557

Realname: Marek H.

Wohnort: Bln-Friedrichsfelde

  • Nachricht senden

5

Montag, 17. August 2015, 15:38

moin,

vom Wirkungsgrad her denke ich sind beide gleich aber der Preis?
Das Tamiya Zeug kostet um die 5 € für 40 ml, beim Ethylacetat bezahlst Du bei Kremer Pigmente für 1 Liter 4,64 €.

Wenn man da das Tamiya Zeug hochrechnet kommst Du auf ca. 125 € pro Liter :bang:

Ich habe mir das Ethylacetat in einen Dispenser gefüllt.
Ein druck mit dem Pinsel auf die Schale und diese füllt sich mit einer kleinen Menge, perfekt zum Arbeiten.



Diese gibt es für kleines Geld 2-3 Euro in asiatischen Nail-Zubehör Läden. Du kannst das gleiche Teil aber auch bei Modulor für 26,90 € kaufen :verrückt:

6

Dienstag, 18. August 2015, 15:28

Dann nochmal ganz herzlichen Dank für die tolle Hilfe.
Viele Grüße.
E194

Hubra

Moderator

Beiträge: 11 349

Realname: Michael

Wohnort: Kempenich in der Eifel

  • Nachricht senden

7

Sonntag, 17. April 2016, 18:21

Hallo zusammen. :wink:

Falls noch jemand von Euch auf der Suche nach einem günstigen Dispenser ist, der sollte sich den folgenden Link mal ansehen.

Dispenser

Den gleichen verwende ich auch schon eine Weile und bin sehr zufrieden damit.

Gruß Micha.

8

Dienstag, 19. April 2016, 04:53

Wirklich jetzt? Mit UHU (Nickname für Ethylacetat = Essigester) klebt Ihr?
Da fülle ich doch mal direkt was in eine Diabetiker-Spritze mit -Kanüle (besonders fein) ab. Die "bösen" Lösemittel sind ja weg vom Markt...

Grüße
Mathias

Zu Hülf' - meine Kugel ist umgefallen!

Heisenberg bei einer Radarkontrolle:
Polizist: "Wissen Sie, wie schnell Sie waren?"
Heisenberg: "Nein. Aber ich weiß genau, wo ich jetzt bin!"


dagmar bumper

Moderator

Beiträge: 2 509

Realname: Matze

Wohnort: Fehmarn

  • Nachricht senden

9

Dienstag, 19. April 2016, 18:12

Howdy Mathias :wink: ,

Ethylacetat ist der Hammer. Seit ich davon hier im Forum gelesen hatte ( vor ca. 1,5 Jahren ) hab ich mir das zeug besorgt und klebe fast ausschließlich damit :ok: .

So long

Matze

Beiträge: 1 462

Realname: Andy

Wohnort: Lahn-Dill-Kreis

  • Nachricht senden

10

Dienstag, 19. April 2016, 21:16

Hiho E194.

Ich kann mich den Empfehlungen uneingeschränkt anschließen. Ethylacetat ist der Hammer.
Zum auftragen verwende ich einen Microbrush, mit dem kommt man auch in den kleinsten Winkel.

Alternativ kann man auch Reines Aceton aus dem Malerbedarf verwenden, hat den gleichen verschweißenden Effekt. Spaßeshalber hab ich schon zwei Reststücke Acrylglas miteinander verschweißt. Hat gut funktioniert. Perfekt zum Bau eigener Schaukästen für die fertigen Schätzchen.

Beste Grüße, Andy
Viele Grüße, der Babbsack!


Beiträge: 81

Realname: Konstantin

Wohnort: Taufkirchen

  • Nachricht senden

11

Dienstag, 10. Mai 2016, 11:50

Verwende auch seit einiger Zeit Ethylacetat im großen Gebinde von KremerPigmente.
Die Preise für spezielle Modellbaukleber die nix besser können sind dagegen astromomisch und kommen für mich nicht mehr in Frage.

Ausnahme der klassische Revell Contacta mit Metallröhrchen - manchmal ist der füllende Effekt oder die längere Klebezeit auch willkommen.

Davor auch Dichlormethan genutzt - immer noch ab und an, kommt drauf an was geklebt werden soll - ist was das Lösen des Kunststoff betrifft eben am agressivsten. Manchmal gewünscht, manchmal nicht.
Hab auch Butylacetat von Kremer-Pigmente probiert - das hat mich aber nicht überzeugt - löst mir zu wenig.

Reinen Aceton hab ich auch mal probiert, ist meiner Erfahrung nach aber nicht wirklich geeignet - geht halt theoretisch.

12

Sonntag, 29. Mai 2016, 05:10

Aceton im Mix mit Isopropanol 1 :3 habe ich zum Kleben von Depron genommen. Depron ist fein aufgeschäumtes PS.

Viele Grüße
Mathias

Zu Hülf' - meine Kugel ist umgefallen!

Heisenberg bei einer Radarkontrolle:
Polizist: "Wissen Sie, wie schnell Sie waren?"
Heisenberg: "Nein. Aber ich weiß genau, wo ich jetzt bin!"


Beiträge: 269

Realname: Stephan

Wohnort: Münster

  • Nachricht senden

13

Montag, 10. Oktober 2016, 06:42

Ich mache es mir da recht einfach. Standart Holzleim.
Man muss nur drauf achten das die Schicht Dick genug zum verkleben ist, aber dünn genug, damit der Leim werder an den Rändern ausläuft, noch die Maße des Model's beeinflußt.

Vykos
___________________________________________________________________________________
Und der Tod stellte seine Sense in die Ecke und setzte sich auf den Mähdrescher, den es war Krieg!

keramh

Moderator

Beiträge: 10 557

Realname: Marek H.

Wohnort: Bln-Friedrichsfelde

  • Nachricht senden

14

Montag, 10. Oktober 2016, 07:28

moin,

Holzleim für Kunststoffbausätze???
das kann ja nur haftende Wirkung haben, da Holzleim keine Lösemittel enthält ist damit auf keinen Fall eine dauerhafte Verbindung möglich.
Scheiben einsetzen / fixieren okay das mache ich auch damit aber mehr nicht.

Beiträge: 269

Realname: Stephan

Wohnort: Münster

  • Nachricht senden

15

Montag, 10. Oktober 2016, 09:28

^ ^ ... mach mich nicht Fertig ;( ... Nicht das mein Raumschiff auseinander bröselt :D

Edit: Ich Klebe ja auch Styrodur damit ..... Sorry :)
___________________________________________________________________________________
Und der Tod stellte seine Sense in die Ecke und setzte sich auf den Mähdrescher, den es war Krieg!

16

Montag, 10. Oktober 2016, 21:29

Vykos hat Recht.
Mit Holzleim = Weißleim erhält man schöne Klebungen, die durch die Mikrostruktur der Teile verankert werden. Ziemlich fest. Anschleifen hilft.
@Marek: Was ist eine "dauerhafte Verbindung"? Rein interessehalber, da ich sowohl in der Polymerchemie und in der Oberflächenphysik geforscht habe.
Besser ist es natürlich, die Polymere aufzuweichen und somit zu "verschweißen".
Für PVC habe ich mir jetzt THF (Tetrahydrofuran) organisiert - müsste auch PVC-PS oder nur PS kleben können.
Als "Quellkleber": Macht erst weich (=aufquellen), verbindet und dampft wieder aus.

Viele Grüße
Mathias

Zu Hülf' - meine Kugel ist umgefallen!

Heisenberg bei einer Radarkontrolle:
Polizist: "Wissen Sie, wie schnell Sie waren?"
Heisenberg: "Nein. Aber ich weiß genau, wo ich jetzt bin!"


keramh

Moderator

Beiträge: 10 557

Realname: Marek H.

Wohnort: Bln-Friedrichsfelde

  • Nachricht senden

17

Dienstag, 11. Oktober 2016, 07:34

...@Marek: Was ist eine "dauerhafte Verbindung"? ...


moin,

wie Du selber schon schreibst durch verschweißen.
Dies kann man am besten mit Ethylacetat erreichen, weicht das Material auf verflüchtigt sich extrem schnell hinterlässt keine Spuren und die Teile sind dauerhaft verbunden.
Wenn hier was bricht dann definitiv nicht die Klebestelle eher davor oder dahinter.

18

Mittwoch, 12. Oktober 2016, 18:37

Hallo Marek,

dann wäre nach Deiner Definition eine Klebung mit Cyanacrylat oder Adhäsionsklebstoffen nicht dauerhaft, oder?

Viele Grüße
Mathias

Zu Hülf' - meine Kugel ist umgefallen!

Heisenberg bei einer Radarkontrolle:
Polizist: "Wissen Sie, wie schnell Sie waren?"
Heisenberg: "Nein. Aber ich weiß genau, wo ich jetzt bin!"


19

Donnerstag, 10. November 2016, 05:00

Hallo zusammen,

ich habe eine günstige Quelle für Dichlormethan (= Methylenchlorid) gefunden.
Dichlormethan verschweißt PS wesentlich besser als Ethylacetat.
Dichlormethan ist weitaus schädlicher für die Gesundheit als Ethylacetat (= Essigester = Essigsäureethylester)!
Man sollte nur mit Absaugung arbeiten! Übliche Laborhandschuhe bringen keinen Schutz!

Wer sich dann der Gefahr bewusst ist (und volljährig): -> PN

Viele Grüße
Mathias

Zu Hülf' - meine Kugel ist umgefallen!

Heisenberg bei einer Radarkontrolle:
Polizist: "Wissen Sie, wie schnell Sie waren?"
Heisenberg: "Nein. Aber ich weiß genau, wo ich jetzt bin!"


20

Donnerstag, 10. November 2016, 14:25

Wer sich dann der Gefahr bewusst ist (und volljährig): -> PN
... ich wollte gerne Modellbau betreiben und hatte nicht vor mich unmzubringen.

Darüber hinaus sollte man bedenken, dass Volljährigkeit nicht unbedingt etwas mit Reife zu tun hat.




"Sicherheitshinweise
Bei Aufnahme von flüssigem Dichlormethan - auch über die Haut - treten Vergiftungserscheinungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Appetitlosigkeit, bis hin zu narkoseähnlichen Zuständen auf. Die Dämpfe sind schwerer als Luft. Bei der Verbrennung von Dichlormethan kann das gasförmige, hochgiftige Phosgen entstehen. Für Dichlormethan besteht der Verdacht auf krebserzeugende Wirkung. In Wasser gelöst schädigt es Kleinorganismen wie Daphnien.
Beim Umgang mit Dichlormethan sollte Schutzkleidung einschließlich Handschuhen getragen werden. Latex- oder Nitrilhandschuhe sind nicht
ausreichend. Stattdessen sollten Handschuhe aus Viton oder PVA verwendet werden. Butylhandschuhe sollten jedoch nur als Spritzschutz eingesetzt werden, da die Durchbruchzeit bei 8 Minuten liegt. Die Lagerung dieser Verbindung sollte in einem Temperaturbereich von 15 bis 25 °C erfolgen. Dichlormethan darf keinesfalls mit metallischem Natrium oder anderen Alkalimetallen in Kontakt kommen, weil dies zu Explosionen führen kann.

Die Verwendung von Dichlormethan in Abbeizmitteln wurde durch den Beschluss 455/2009/EG des Europäischen Parlamentes am 6. Mai 2009 für Privatpersonen sowie die gewerbliche Verwendung verboten."

Beiträge: 81

Realname: Konstantin

Wohnort: Taufkirchen

  • Nachricht senden

21

Donnerstag, 10. November 2016, 17:14

Panik - Panik.
Wir reden bei unserem Einsatzzweck von Verwendung in kleinsten Mengen - da passiert gar nix wenn man nicht wie in einer Küche damit rumspritzt.

Wem das trotzdem noch zu gefährlich erscheint und es sich nicht zutraut sorgsam damit hantieren zu können läßt aber besser tatsächlich die Finger davon.
Ich habe damit auch ne zeitlang geklebt - mir ist es aber tatsächlich zu stark lösend und ich komme mit den etwas weniger stark lösenden Ethylacetat besser zurecht.

22

Donnerstag, 10. November 2016, 22:36

Hallo Günter, hallo Sitm,

Toxizität und Umgang mit der Chemikalie waren der Grund, warum ich nicht direkt den Link gepostet hatte.
Volljährigkeit ist eine Bestellformalie - sie sagt nichts über den Reifegrad und den nötigen Respekt vor dem Stoff aus!
Ich habe schon 12-Jährige erlebt, die vorbildlichen Umgang mit Chemikalien gezeigt haben.
Aber auch Professoren während meines Chemiestudiums, die jegliche Sicherheitsmaßnahmen über Bord geworfen hatten.
Deshalb PN: Da gibts neben dem Link das Sicherheitsdatenblatt und einen entsprechenden Tipp.

Viele Grüße
Mathias

P.S. Dichlormethan ist normalerweise nicht entzündlich; Phosgenerzeugung im Hobbybereich halte ich für unmöglich.

Zu Hülf' - meine Kugel ist umgefallen!

Heisenberg bei einer Radarkontrolle:
Polizist: "Wissen Sie, wie schnell Sie waren?"
Heisenberg: "Nein. Aber ich weiß genau, wo ich jetzt bin!"


Beiträge: 81

Realname: Konstantin

Wohnort: Taufkirchen

  • Nachricht senden

23

Freitag, 11. November 2016, 09:13

Mein Posting war auf mikro bezogen.

Wegen Link nicht offen posten und PN. Jeder der schon mal was von Google gehört hat findet sofort günstige Bezugsquellen für Dichlormethan im Netz - ist ja keine Geheimwissenschaft. :)

24

Freitag, 11. November 2016, 16:16

Leute achtet auf eure Gesundheit. Das Hantieren mit gefährlichen Stoffen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Zumal sich im Modellbau die Gefahren summieren. Feinstaub und chemische Cocktails belasten den Körper erheblich. Warum also immer giftiger wenn die handelsüblichen Produkte es nicht schlechter machen? Demnächst gibt es noch ein Ratschlag, wie man seine vermurksten Lackierungen noch besser abbeizen kann. Da reicht dann nicht mehr der farbentferner Dowanol, sondern es muß gleich die Flußsäure her. Das Giftpotential im Modellbau ist erheblich und man sollte sich der gesundheitlichen Gefahr immer bewusst sein, was mir zu dem Klebethema leider etwas zu kurz kommt. Also: Immer schön an die Gesundheit denken.

25

Freitag, 11. November 2016, 17:03

Wo genau ist jetzt der Vorteil gegenüber zB tamiya extra thin? Bei mir
Im Laden kostet das 3-4 € und hält ca 10-15 Modelle in 1:350/1:35/1:32/1:48.
Im Bau:

1:350 Tamiya King George V + PE + Holzdeck
1:350 Tamiya Musashi + BigEd + Holzdeck
1:350 Tamiya Kagero + PE (fertig)
1:350 Revell Type VII C Uboot (fertig)
1:350 Trumpeter JMSDF DDG-177 Atago (fertig)
1:350 Academy Tirpitz + PE + Holzdeck + Metallrohre
1:50 Revell Langboot (fertig)

26

Samstag, 12. November 2016, 01:27

Günter,

echauffiere Dich bitte nicht. Die meisten handelsüblichen Kleber bestehen doch aus mehr oder weniger Polymer, das in einem Lösemittel (-Cocktail) aufgelöst ist, und somit kleine Spalten füllen kann.
Sicherlich könnte man mit Baumharz (das auch nicht ungefährlich ist) und Baumwollflocken (Allergiegefahr, wenn naturrein) kleben.
Die Gesundheit ist unser wichtigstes Gut.
Das heißt aber nicht, dass man vor Chemikalien Angst haben sollte. Nein, Respekt ist angesagt! Und das Wissen, worauf man achten muss.
Fluorwasserstoff eignet sich, nebenbei erwähnt, nicht zum Abbeizen. Da sollte man lieber alkalisch 'rangehen.

Viele Grüße
Mathias

Zu Hülf' - meine Kugel ist umgefallen!

Heisenberg bei einer Radarkontrolle:
Polizist: "Wissen Sie, wie schnell Sie waren?"
Heisenberg: "Nein. Aber ich weiß genau, wo ich jetzt bin!"


27

Samstag, 12. November 2016, 01:43

Hallo Thiarnach,

hier das Sicherheitsdatenblatt von Tamiya extra thin.
Wieviele ml bekommst Du für 3-4€?
Keine Überraschung: Ein 50/50 Mix aus Aceton und n-Butylacetat (vergleichbar mit Ethylacetat = Essigester)
Der Vortei von Dichlormethan ist die deutlich größere (An-) Lösefähigkeit und der geringere Siedepunkt (= schneller "trocken")

Viele Grüße
Mathias

Zu Hülf' - meine Kugel ist umgefallen!

Heisenberg bei einer Radarkontrolle:
Polizist: "Wissen Sie, wie schnell Sie waren?"
Heisenberg: "Nein. Aber ich weiß genau, wo ich jetzt bin!"


Beiträge: 81

Realname: Konstantin

Wohnort: Taufkirchen

  • Nachricht senden

28

Samstag, 12. November 2016, 11:00

Wo genau ist jetzt der Vorteil gegenüber zB tamiya extra thin? Bei mir
Im Laden kostet das 3-4 € und hält ca 10-15 Modelle in 1:350/1:35/1:32/1:48.


Vorteil wurde über mir schon beschrieben. Dichlormethgan löst am stärksten, dann kommt Etyhlacetat, dann Butylacetat.

Der Punkt ist unter anderem auch - es gibt keine Grund das überteuerte Zeugs zu kaufen.
Dichlormethan ist dir zu heikel, okay, du willst jetzt von mir aus deswegen bei Butylacetat bleiben (dein Tamiya Thin), dann bekommst du hier Butylacetat
für 15€ für 1 Liter, oder 5,36 für 250ml.

Oder Ethylacetat - welches ich bevorzuge da mir Butylacetat zu wenig stark lösende Wirkung hat - der Liter für 4,64€. - hier: Ethylacetat

EInmal gekauft und gut.
Natürlich haben andere dickflüssigere und spaltenfüllende Kleber ihre Berechtigung - je nach Einsatzzweck - bei den dünnflüssigen Klebern wie Thamiya Thin etc. gibt es jedoch keinen Grund dieses überteuerte Zeugs zu kaufen.

Zum Ethylacetat bleibt noch hinzuzufügen - es ist die perfekte Grundlage für selbst erstelle Spachtelmasse. Reste in Ethylacetat auflösen und Mischung je nach gewünschter Dicke herstellen. Entweder wie dickere Emailfarbe, da kann man wunderbar Spalten einfach zupinseln, das Zeug fließt selbst hinein und bildet eine glatte Oberfläche, da bleibt dann deutlich weniger wieder abzunehmen, oder für größer Baustellen eben dicker mischen.

Gleiches Material wie das Modell selbst, trocknet schnell und es bricht nix aus beim abschleifen. Ich schwör drauf.
Deswegen bin ich nun bei Etyhlacetat gelandet - Kleber und Spachtel zu konkurrenzlosen Preis.

Spachtelmasse herstellen geht ich auch mit Butylacetat - ich brauche meine Testbestellung für diesen Zweck auf.

29

Samstag, 12. November 2016, 23:22

Oder Ethylacetat - welches ich bevorzuge da mir Butylacetat zu wenig stark lösende Wirkung hat

Deshalb besteht Tamiya extra thin neben 50% n-Butylacetat auch aus 50% Aceton.
Macht für 2 Liter Mischung 27,25€ inkl. Versand.

Viele Grüße
Mathias

Zu Hülf' - meine Kugel ist umgefallen!

Heisenberg bei einer Radarkontrolle:
Polizist: "Wissen Sie, wie schnell Sie waren?"
Heisenberg: "Nein. Aber ich weiß genau, wo ich jetzt bin!"


30

Sonntag, 13. November 2016, 02:54

Günter,

echauffiere Dich bitte nicht. Die meisten handelsüblichen Kleber bestehen doch aus mehr oder weniger Polymer, das in einem Lösemittel (-Cocktail) aufgelöst ist, und somit kleine Spalten füllen kann.
Sicherlich könnte man mit Baumharz (das auch nicht ungefährlich ist) und Baumwollflocken (Allergiegefahr, wenn naturrein) kleben.
Die Gesundheit ist unser wichtigstes Gut.
Das heißt aber nicht, dass man vor Chemikalien Angst haben sollte. Nein, Respekt ist angesagt! Und das Wissen, worauf man achten muss.
Fluorwasserstoff eignet sich, nebenbei erwähnt, nicht zum Abbeizen. Da sollte man lieber alkalisch 'rangehen.

Viele Grüße
Mathias
Mathias,

…hier echauffiert sich niemand. Wenn Du Dir Deine Gesundheit ruinieren möchtest ist das Deine Sache. Übrigens ist in dem handelsüblichen Kleber kein Dichlormethan enthalten. Auf Baumharz braucht man deshalb aber trotzdem nicht zurückgreifen. Der preisliche Vorteil zieht auch nicht. Kein Modellbauer wird von diesem Zeug einen Liter verbrauchen, dazu reicht das ganze Modellbauleben nicht aus.

Viele Grüße
Günter

Werbung