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Montag, 29. Juni 2015, 23:04

HMS VICTORY, Bausatz von Sergal im Maßstab 1:78... oder wie einer auszog eine Victory zu bauen ...

Hallo Schifferlbauer,

nach meinem Beitritt zum Forum will ich Euch nun auch berichten, was vor dem Zeesboot von mir gebaut und unvollendet gestoppt wurde:

Die HMS VICTORY, Nelson`s Flaggschiff.

Da ich eine Baudokumentation damals nicht eingeplant hatte, fehlen einige Bauphasen und Details. Im Grunde beginnt der Baubericht hier also etwas später. Ich schreibe alles so, wie ich es erlebt habe und mir ist bewusst, dass sich der eine oder der andere die Haare raufen wird. Also bitte ich um Nachsicht.

Wie ich schon im BB Zeesboot schrieb, habe ich mit der "SanFrancisco" als Einsteiger begonnen. Über das Modell, also den Bausatz, will ich aus heutiger Sicht lieber nichts schreiben. Als Beginner konnte ich eigentlich ganz gut damit umgehen und bekam in etwa ein Gefühl woraufich mich eingelassen hatte.

Ok, ein Bild, dass muss genügen.



Als dieses Schiff, welches natürlich einen Ehrenplatz bei mir hat, "fertig" war, fühlte ich mich bereit für eine Steigerung. Die Victory war, aufgrund einiger Realaufnahmen die ich im Netz fand, der Nachfolger.

Warum ??? - es war halt so und ich fand das Schiff auch irgendwie beeindruckend.

Also wurde der Bausatz (von Sergal) Maßstab 1:78 bestellt, erhalten, gefreut und los gings. Am Anfang stand natürlich der Spantenaufbau. Gut dass ich irgendwo gelesen
hatte, dass sich der Rumpf in der Phase gern verzieht. Also aufgepasst und bis heute ist alles top.







Im Laufe der Zeit habe ich dann versucht einiges genauer oder besser darzustellen als es der Bausatz vorsah. So habe ich die Decksplanken auf den Maßstab angepasst. Im Bausatz war das nicht vorgesehen. In der Realität hätten dann 0,5 m breite Planken auf dem Deck gelegen!!





Die 1. Rumpf-Beplankung mit Balsa ging erstaunlich gut. Hier muss ich aber zugeben, dass in dieser Phase der Gedanke "das sieht man ja nachher eh nicht" immer etwas mitschwingt. Grobe Schnitzer in der Form rächen sich natürlich in der Symetrie. Ich habe zum Rumpf schleifen keine Maschine benutzt. Das machte sich per Hand besser.





Die Zweite Beplankung war da, für mich, schon anspruchsvoller. Die gute Literatur gab mir mit, dass es eben keine spitz endenden Planken gab. Also habe ich versucht die Plankenstöße englisch auszuführen. Ich gebe zu, die holländische Version ist es dann wohl geworden. Ich glaube man sieht es kaum.






Also hier ist schon der Sprung zur Jetzt-Zeit erfolgt. Die Stückpforten samt Halbrohre sind verbaut und dekoriert worden. Jetzt wo alles dran ist und Ihr die Bilder seht, höre ich schon die ein oder andere Stimme, ... die Deckel sind doch viel zu dick....oder ….oder….oder. Ja mag sein wie es ist. Auch erscheinen mir die Kaliber im Verhältnis zu den Fenstern der Seitentasche etwas groß.













Fortsetzung folgt
trinkt aus Piraten joho

Gruß Matthias



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2

Montag, 29. Juni 2015, 23:35

Weiter geht`s

Große Baustelle war nun dann das Heck. Die Seitentaschen hab ich wie vom Bausatz "vorgeschlagen" angebracht. Daraus ergab sich eine nach innen gewölbte Situation. Es sah Sch...... aus. Also wieder ab und am Original orientiert erneut verbaut. Das sah dann so aus.



Damit war klar, dass auch am Heckspiegel Anpassungen notwendig waren um diesen einigermaßen real darzustellen. Hier ein paar anfängliche Korrekturen der Zierleisten.





Diese Zierleisten habe ich mit einer auch mir damals neuen Arbeitstechnik erstellt – mit der Ziehklinge.

Dazu nahm ich einen „Japanspachtel“ aus dem Malersektor und schnitt die Konturen der Leiste hinein. Mit dieser Ziehklinge in einem Zug über die Leiste gefahren , erhält man in einigen Arbeitsgängen eine schöne Zierleiste.





So, bis hierher hatte ich gearbeitet. Das Model in meiner ersten "Helling". Mit der Version kann ich den Rumpf in fast allen Lagen auflegen da die Stützen variabel einzustellen sind. Mit Stückpforten ist natürlich Vorsicht geboten. Heute weiß ich, dass man diese weit später einbaut.





An diesem Punkt stieß ich auf diverse Foren im Netz und begann zu lesen und zu staunen.

Fortsetzung folgt
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Gruß Matthias



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3

Dienstag, 30. Juni 2015, 01:13

Und genau das war der Grund warum ich meine Vic erst einmal auf Eis gelegt habe, schade um den schönen Bausatz. Da muss erst noch einige Erfahrung gesammelt werden um da eine ansehliche Sache zu bauen

Holz: H.M.S Victory von Caldercraft
Was hat der arme Horatio verbrochen dass ihr ihn, diesen Hänfling zur See schicken wollt? Suckling 1771

4

Dienstag, 30. Juni 2015, 08:30

Also ich finde Deine Vic schaut traumhaft schön aus und der Heckspiegel ist wunder schön gelungen :ok: :ok: :ok: . Auch die Farbgebung finde ich genial :love: , ein ganz ganz tolles Modell, das einzige was mich stört ist das Du sie nicht weiter gebaut hast :!! :!! :!! :D :ok: .

LG
Oliver

5

Dienstag, 30. Juni 2015, 17:24

.......schade um den schönen Bausatz. Da muss erst noch einige Erfahrung gesammelt werden um da eine ansehliche Sache zu bauen...........
Also schade um den Bausatz ist es nun wirklich nicht, eher schade um die Kohle, die ich dafür hingelegt habe. Die hätte ich in was Besseres investieren können.
Wie heißt es so schön - LEHRGELD :heul:

.................. das einzige was mich stört ist das Du sie nicht weiter gebaut hast :!! :!! :!! :D :ok: .
Weiterbauen ist da erstmal nicht drin, eher zurückbauen
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Gruß Matthias



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6

Dienstag, 30. Juni 2015, 19:20

:D Schön zu sehen, dass es auch bei anderen Modellbauern unfertige Vics im Bestand gibt. Ich wollte meinen Heller-Kit zurückdatieren auf die Ursprungsvariante und ein Spantmodell daraus zaubern. Es gibt Bilder von einer umgebauten Heller Superbe, die mich damals inspiriert hatte. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr zu schleifen und zu schmirgeln.

Dein Modell ist wirklich sauber gebaut. Wie bist Du mit dem Spachtel als Ziehklinge zurecht gekommen?
Gruß Christian

in der Werft: im Moment nichts


"Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

7

Dienstag, 30. Juni 2015, 19:52

SOSO DAS FREUT DICH ALSO :!!

Aber komisch ist es schon, dass es oft unvollendete Vicis sind, denn es gibt ja dererlei viele Dickschiffe. Sie steht immer in meinem Blickfeld, quasi als "Mahnmal des Unbedachten Modellbastler`s". Irgendwann nehm ich sie mir wieder vor und baue sie fertig.

Das mit dem Spachtel war eher eine fixe Idee.
Ich wollte das damals mal ausprobieren eine Leiste zu ziehen und hatte gerade nichts anderes da. Auf die normale Cutterklinge bin ich garnicht gekommen. Dadurch,dass der Spachtel sehr biegsam ist, aber nicht verbiegen darf ist das Material sehr hart. Ideal also um auch mehrere Leisten damit herzustellen ohne das die Schärfe der eingeschliffenen Kontourkante abbaut.

Ich hab auch verchiedene Hölzer probiert.
Das auf dem Foto ist Nussbaum - ist etwas grobfaserig aber geht ganz gut. Ahorn ist irgendwie zu weich, ich wollte diesen statt Buchsbaum nehmen, ging aber nicht so gut - vielleicht hab ich mich aber auch nur doof angestellt. Birne/Elsbeere ist ideal - ausreichend hart und feinporig.

Wichtig ist, dass man gleichmäßig fest und in einem Zug an der Leiste entlangzieht. Johann hatte das bei der Schaluppe schon geschrieben.
Ich habe die Leiste (4x4) auf einem Brettchen an einer Seite fixiert und dann zum losen Ende gezogen.
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Gruß Matthias



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8

Dienstag, 30. Juni 2015, 19:57

Victory78
Ich hatte das auf meinen Bausatz bezogen, nicht auf Deinen.
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9

Dienstag, 30. Juni 2015, 20:40

NEXT

Mit dem Studieren von Bauberichten und Büchern erkannte ich, was so alles möglich ist und was ich hier zusammengebastelt hatte.

DAS WAR BITTER

Ich begann mir weiter Lektüre anzuschaffen und las und las. Es wurde schnell deutlich, welche Level es gibt. Es gab Augenblicke, wo ich meine Vic so ansah und dachte „..... neee das isses noch nicht....". Den Gedanken ein neues Projekt anzufangen hatte ich auch, aber ich wollte damals nicht aufgeben. Also was tun? ........... Zurückbauen? ................Alles nochmal?

Schließlich habe ich mir eine kleine Baustelle am Schiff gesucht und wollte wissen, wie weit ich das verbessern kann und wo die Grenzen sind. Ich sah mir das Vorschiff, genauer die Back, so an und beschloss ...die is jetzt dran.

So, sah es der Bausatz vor.



Ich hatte das so auch am Schiff schon montiert aber nun packte mich der Ehrgeiz. Das muss doch besser gehen. Aus dem Buch von McKay arbeitete ich mir eine Vorlage für meinen Maßstab
heraus anhand der ich die einzelnen Teile fertigen konnte.



Also Holz und ein paar Werkzeuge gekauft und los ging`s mit den Säulen.
Ausprobiert....und ausprobiert...und in die Tonne.....und neu... und nochmal neu. Das war die erste, mit dem Skalpell handgefertigt aus Birnenholz.



Was vorher für mich nebensächlich war offenbarte sich nun - Birne verarbeitet sich perfekt. Schade nur dachte ich, da alles noch Farbe bekommt und
das schöne Holz verdeckt wird. Nach wenigen Tagen sah das dann so aus:



dazu noch die Beplankung und die Rundhäuser (die Örtchen)



So langsam gesellte sich ein kleiner Erfolg zum anderen und schwupps wird man wahnsinnig und sagt: DAS KANNST DU JA NOCH BESSER

Also, ran und besser machen. Links die alte , rechts die neue Säule.



Wieder ein paar Tage später sah das dann so aus:



Jetzt ging es an`s Metall. :cracy: Messing - Löten - oh Graus - hast du doch noch nie gemacht.
Ich kann ja hier nur Bilder einstellen und keinen Ton. Die Flüche kann sich wohl jeder denken. Also Metallbearbeitung ist eine eigene Welt - das steht mal fest. Aber erlernbar - Hand drauf.

An diesem Punkt muss man schmerzlich erfahren, dass der einst so locker gewählte Maßstab 1:78 zu einer wirklichen Herausforderung wird. Ich kann nur meinen Respekt für Baumeister der 1: 100 und drüber-Klasse abgeben. Ich dachte mir oft, wenn du den "Tatterich" bekommst (also wenn alle denken du winkst jemandem) dann kannst du mit viel Glück nur noch 1:10 bauen oder Enten mit altem Brot bewerfen. Oh je :whistling:

Mein Ergebnis seht Ihr hier. Dass sind die Tür- und Pfortenbänder in 0,6 mm Breite und 0,1 mm Stärke. Das Einlöten der Scharnierbolzen war echt nich einfach.



Ihr könnt es mir glauben oder nicht, allein um die nächsten Bilder zeigen zu können war eine gute halbe Stunde Szenen-Arrangement nötig. Die Nieten, in der handlichen Stärke von 0,3 mm und ich waren zwischenzeitlich die besten Freunde.
Man greift sie mit der Pinzette und mit einem leisen fiesen ... Pinggggg... dringen sie in Galaxien vor die nie ein Modellbauer zuvor betreten hat .







Also ich fand, dass mir das zu dem Zeitpunkt ganz gut gelungen war. Heute denke ich darüber nochmal anders.
Die alte Back sollte nicht das Einzige sein, was wieder von Bord musste. Die Seitentaschen und der Ruderstand samt Quarterdeckkabinen waren als Nächstes geplant.

Fortsetzung folgt
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Gruß Matthias



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10

Dienstag, 30. Juni 2015, 20:43

Victory78
Ich hatte das auf meinen Bausatz bezogen, nicht auf Deinen.
Alles gut Sweaty, ich meinte Christian. Hätte ihn zitiern sollen, sorry. :D
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Gruß Matthias



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11

Mittwoch, 1. Juli 2015, 09:38

Hey: Also Wahnsins spitzenmäßige Arbeit!

Frage: Wozu waren diese Türmchen überhaupt?

12

Mittwoch, 1. Juli 2015, 12:20

@Victory78
Danke für die Info.

Dein wievieltes Modell nach der Vic ist das Zeesboot? Die dort erreichte Qualität ist absolut beeindruckend und mein großes Vorbild.
Gruß Christian

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13

Mittwoch, 1. Juli 2015, 19:45

Dein wievieltes Modell nach der Vic ist das Zeesboot? Die dort erreichte Qualität ist absolut beeindruckend und mein großes Vorbild.
Hi Christian,

es mag eigenartig klingen aber nach dem Victory-Stopp kam direkt das Zeesboot.

Da spielen aber einige Dinge zusammen. Als ich die Vic angefangen habe, bin ich da eher leichtfüßig drangegangen. Die Initialzündung gab eigentlich ein MODUNI Katalog, den ich zufällig entdeckt habe. Sofort kamen Erinnerungen an vergangene Tage wieder, wo wir Jungs uns für den Bach grobschlächtige Schiffe aus Bohlenstücken zimmerten und fantastische Zeiten damit verbracht hatten. Mit 10 oder 11 bekam ich Baukästen der Golden Hind und wenig später der Constitution von Revell geschenkt. Da war man schon stolz drauf. Aber auch die Modelle sind in der Vergangenheit zurückgeblieben. Das Thema Schiffsmodelle verschwand dann nach und nach auch aus dem Focus. Ich kam in der Zeit nach 89 ehrlich gesagt garnicht auf den Gedanken, das sich um das Thema so vieles rankelt und dass es Foren dazu gibt. Zugegeben, es gab damals wahrlich andere Probleme zu meistern und Ablenkungen zu genießen.

Zwischenzeitlich habe ich viel mit Gips gearbeitet, also aus gegossenen Blöcken Figuren - je geschnitzt- kann man schon sagen. Aber auch die sind alle verschenkt, verkauft oder weg.
Eine hab ich noch. Sie stellt einen Kentaur im Kampf mit einem Löwen dar und ist ca. 40 cm hoch. Inspiriert hat mich dieses Mosaik HIER.







Ist ein wenig verstaubt und vielleicht etwas naiv aber mir gefällt`s. Was war ich da 18 oder in der Gegend.

Aber nochmal zurück zu Deiner Frage.

Ja doch wirklich, das Zeesboot ist nach der San Francisco und der HMS Victory mein drittes Projekt, welches - das muss ich zugeben- sehr gut läuft aber auch mit hohen Anforderungen aufwartet. Aber das wollte ich ja bezwecken mit dieser Übung. Das es dann auch noch ansehnlich aussieht, ist ein positiver Effekt.
Mir macht es jedenfalls Spaß und wer weis, vielleicht wird aus der Victory ja doch noch ein schönes Modell.
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Gruß Matthias



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Mittwoch, 1. Juli 2015, 20:21

Ja eine Vic in Ursprungsversion würde mich auch immer noch reizen, änlich gebaut wie die Queen Charlotte von Achilles. Aber das Monster würde meine Fähigkeiten bei weitem überschreiten.
Gruß Christian

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Mittwoch, 1. Juli 2015, 21:01

Ich muss Dir echt auch mal endlich ein fettes Kompliment machen! Du hast einen unglaublich schönen, sauberen und realistischen Baustil :ok: ! Hier werde ich öfters immer mal wieder vorbeischauen! 8o Respekt!! :respekt:

Chris :ahoi:
"Go and tell Lord Grenville that the tide is on the turn. It's time to haul the anchor up and leave the land astern. We'll be gone before the dawn returns. Like voices on the wind..." (A. S.)

"Mayflower"

"La Santissima Madre"



16

Mittwoch, 1. Juli 2015, 21:41

@drake

Danke Chris für das Kompliment.

@William
Hey: Also Wahnsins spitzenmäßige Arbeit!

Frage: Wozu waren diese Türmchen überhaupt?
Danke auch Dir für Deine netten Worte.

In den "Türmchen" waren die Klo`s einiger Offiziere untergebracht. Nelson hatte, soweit ich weis, eine Eigene. Die der einfachen Seeleute waren weiter vorn auf der Galion unter freiem Himmel installiert. Bei gutem Seegang waren es dann auch WC`s. :D
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Gruß Matthias



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17

Mittwoch, 1. Juli 2015, 21:51

Hallo Matthias,
wenn ich mir Dein Zeesboot ansehe, und die Victory damit vergleiche, kann ich sehr gut nachvollziehen, warum Du deren Bau erst mal auf Eis gelegt hast. Auch wenn das beileibe kein Schrott-Modell ist. Es würde mich nicht wundern, wenn Du den Victory-Bausatz nicht fertigstellen würdest, weil Du z.B. irgendwann merkst, daß der Rumpf um 1,845 mm zu lang ist.......
Schönen Gruß,
Matthias

18

Mittwoch, 1. Juli 2015, 22:10

Also Namensvetter,

Eines sei vorangestellt - Ich respektiere uneingeschränkt die historisch korrekten Baumeister in unserer Gilde.
Dies werde ich jedoch in meiner aktuellen Bau- und Wissensphase für mich nicht in Anspruch nehmen. Ich versuche einigermaßen akkurat zu bauen, aber ob das jetzt auf den mm stimmt - ist für mich derzeit nicht Priorität Nr 1.
Ich bin auch der Meinung, dass einige Schiffe wesentlich grob gehobelter waren als wir sie heute darstellen. Klar, die prunk- und protzigen waren sicher gut gebaut, die Arbeitsboote - wie das Zeesboot - sicher nicht.

Ich staune aber, dass Du das mit den 1,845 mm sofort gesehen hast, wo ich doch so geschickt fotografiert habe um es zu vertuschen :ok:
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Gruß Matthias



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19

Donnerstag, 2. Juli 2015, 22:36

vorerst letzter Teil des Baubericht`s

Mit der Montage und farblichen Gestaltung des Schott`s kam ich an eine Stelle, wo ich überlegte wie ich das wohl am besten anstellen sollte.

Die Aufgabe war, 0,3 mm Nieten im Türband und der Tür so zu befestigen, dass sie auch halten. Die Tür wurde zwischenzeitlich coloriert und die Bänder brüniert.



Der Plan war natürlich, sie einzukleben. Damit hatte ich aber 2 Probleme:
1. Wie krieg ich den Kleber in das 0,4 mm Loch?
2. Wie krieg ich anschließend die Niete schnell in ihre Position bevor der Kleber anzieht?

Ich hatte nun mehrere Sachen ausprobiert die 0,3er einzukleben; letztlich war dann doch der Sekundenkleber der Held. Ich habe die Bohrungen auf der Rückseite der Tür auf 0,8 mm erweitert, so dass so eine Art Trichter entstand.



Die Nieten wurden dann samt Türbeschlag (den ich nicht geklebt habe) in Position gebracht und mit einer Klammer und einem Plexistreifen fixiert und ausgerichtet





Den Sekundenkleber habe ich als Gel verwendet, da dieses nicht flieht. In das Bohrloch eingebracht verliert das Gel, wenn man es mit einer Nadel einmassiert, seine Konsistenz und wird leicht dünner.

Die Nieten halten den nicht geklebten Türbeschlag gut fest was für ein Standmodell in der Tat genügt. Nun noch nachbrüniert und ..... passt.



Nun war ich soweit fertig mit der Überarbeitung des Vorschiffsbereiches, speziell dem Schott und habe das schöne Birnen-Holz mit Farbe besudelt.

Nochmal zum Vergleich die Baukastenvariante:



und das Ergebnis meiner Überarbeitung dieser Variante:







Die kleinen Zierbögen von Säule zu Säule hab ich aus 1x1 mm Birnenleisten über dem Lötkolben gebogen. Nachdem ich mich mit der Farbgebung ein wenig vergaloppiert hatte (zu dunkel), habe ich eine Menge Blautöne versucht um der realen Farbgebung nahe zu kommen. Das ist mir aus meiner Sicht auch ganz gut gelungen obwohl die Fotos dies nicht 1:1 darstellen. Sie wirken hier heller und mehr gen "Hellblau". Im Vergleich war die Vorversion doch etwas zu dunkel geraten.



Letztlich habe ich ein "Azurblau" verwendet, welches in etwa die Leuchtkraft des Originals hat.

Die Endversion sieht derzeit so aus



Mit der Fertigstellung des neuen Schott`s wurde klar, dass ich grundsätzlich über den Weiterbau der Victory nachdenken musste. Konsequenterweise habe ich mich dann dazu entschlossen den Weiterbau zu stoppen und mich auf ein Übungsprojekt zurückzuziehen.

Ab hier kam dann der Bau des Zeesbootes ins Spiel. Was letztlich aus meiner HMS Victory mal werden wird kann ich heute noch nicht sagen. Vielleicht sogar ein Rebuild.
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20

Samstag, 23. Januar 2016, 22:55

Es musste ja irgendwann sein und da hab ich die Klebepause vom Zeesboot sinvoll genutzt.

...ICH MUSS AUCH MAL WAS KAPUTT MACHEN...





Demnächst werde ich dann die Beplankung oberhalb des zukünftigen untersten Bergholzes abschleifen - mal sehen ob das gelingt.
Wenn nicht kommt alles runter
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21

Samstag, 23. Januar 2016, 23:01

Jawohl, Willkommen im Club. Großen Respekt. Freu mich drauf zu sehen wie Du es jetzt machen wirst. Bin mir sicher das wird richtig gut.
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22

Samstag, 23. Januar 2016, 23:52

Hallo,

Ich habe grossen Respekt vor solch rabiaten Lösungen. Du hast auch mit dem Schott und der Skulptur gezeigt dass du handwerkliches Geschick hast.
Allerdings bin ich mir nicht sicher ob man aus diesem Bausatz ein massstäbliches Modell bauen kann. Ich würde mir an deiner Stelle, bevor du dir zu viel Arbeit machst, den Rumpf nachmessen. Du kannst ihn mit einem Plan zb aus dem National Maritime Museum vergleichen.
Die Bordwände "fallen" oben anscheinend nicht stark genug ein und die Pforten wirken zu gross, irgendwie zu hoch und unnatürlich. Das ist aber wahrscheinlich eher die Schuld vom Bausatz. Wenn der Rumpf zu sehr von der Originalvic abweicht würde ich für ein anspruchsvolleres Modell, welches du anstrebst von vorne starten. Der Heckspiegel müsste aber sowieso ganz neu gemacht werden...

lg
hms

23

Sonntag, 24. Januar 2016, 11:24

...da hast Du natürlich vollkommen Recht und es wird wohl daraus hinauslaufen, dass ich von Grundauf neu beginnen werde. Es sind zu viele Baustellen an denen ich alles scratchen müsste.
Hab mit dem McKay und anderen Plänen verglichen und der Rumpf weicht schon relevant ab. Es ist wie bei einem alten Haus, manchmal ist es besser neu zu bauen als sich kaputt zu sanieren.
Das aber wird wohl noch eine Weile dauern.
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24

Sonntag, 24. Januar 2016, 18:07

Hallo zusammen,
ich möchte an dieser Stelle mal um Profitipp`s und Hilfestellung bitten.

Der Beitrag von @HMS hat mich doch nachdenklich gemacht. Daher hab ich heute alles runtergeschliffen und die Basis ist, bis auf ein paar stellen die man spachteln kann, nicht schlecht und die ganze Arbeit
bisher war vielleicht doch nicht ganz umsonst. Den Rumpf habe ich mit den Maßen und Darstellungen aus dem Buch von McKay`s nochmal intensiver verglichen und anscheinend hat sich Sergal da nicht ganz vertan, so dass ich doch noch einen Versuch machen will.

Folgende Schritte könnten dann folgen:

- Der Kiel mit Vor- und Achtersteven wird bündig am Rumpf abgetrennt und separat neu hergestellt
- Die Deck`s kommen alle raus und werde später durch neue ersetzt.
- Die Stückpforten werden geschlossen bzw. korrigiert
- Heckspiegel, Seitentaschen und Schanzkleid werden wenn notwendig neu aufgebaut
- Die Berghölzer werden in Ankerstockbauweise bzw. der Victory entsprechend neu gebaut und korrekt platziert
- Auf die bestehende Zweitbeplankung aus Nussbaum wird eine Neue aus Birnbau/Elsbeere aufgelegt

Diese Arbeiten lohnen sich aber nur, wenn die Basis einigermaßen stimmig ist.
Ich hoffe aus den nachfolgenden Bildern kann man ersehen ob es Sinn macht. Ich mache auch gern weitere Detailaufnahmen.













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25

Sonntag, 24. Januar 2016, 18:43

MACH! DICH! NAKKISCH!

Fein-fein-fein :-)

XXXDAn
... keine Angst, der will doch nur spielen ...



Feinste Ätzteile für HMS Victory 1:100
http://www.dafinismus.de

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26

Sonntag, 24. Januar 2016, 18:49

Ich finde Deine Unterbeplankung völlig in Ordnung und auch wert weiter verarbeitet zu werden. Gerade in der Bugansicht sieht man das Du da sehr sauber gearbeitet hast. Dein Buch von MacKay ist eine sehr gute Grundlage. Ich empfehle Dir aber die Risse noch auf einem Kopierer hochzuscalieren. Da kannst Du besser Maß nehmen und musst nicht immer von mm in cm umdenken. Ich bin auf jeden Fall dafür das Du es versuchst. Dein Können hast Du ja schon zu genüge bewiesen.
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27

Sonntag, 24. Januar 2016, 19:12

Sitz! William Sitz!

Hau rein! Ich schaue gerne zu!

28

Montag, 25. Januar 2016, 15:47

Lieber Matthias,

Das wird ein spannender Bauberricht.

Ich weiss schon dass du die Seitentaschen komplett neu bauen wirst... Den Spiegel selbst könnest du aber noch retten, nur wird es schwierig da Fenster rein zu bekommen. Vielleicht ist da ein Neubau sogar besser, musst du selbst sehen. Es ist auch eine gute Idee, die Pforten&Kiel nachzuarbeiten.

Nur noch ein Tipp: Wie, wo und überhaupt ist (nicht nur) bei der Admiralitätspforte eine metaphysische Frage. Trotzdem ist die dafür dass es eine Tür ist im Moment noch viel zu niedrig;-)

lg

hms

PS: Der Schott, ist zwar schon länger her aber...Wenn du den später nochmal machen solltest, bitte mit weniger tiefen Lücken zwischen den Planken. Ist zwar bitter, aber in echt sieht man die Plankenübergänge nicht so gut...

29

Montag, 25. Januar 2016, 16:58

...also ausgehend von der positiven Erwartung Eurerseits (danke dafür) werd ich das dann mal angehen und Ihr müsst das ertragen. Das wird nicht einfach.

@hms, ich hoffe die Anrede ist ok,

die Heckverzierungen machen mir erstmal keine Sorgen. Eher die richtige Anordnung aller Pforten und Barkhölzer. Ich muss das eben alles gut vermessen.
Hab schon überlegt mir Negativspanten zu bauen und denn den Rumpf zu korrigieren, mal sehen.
Hey, der Schott war einst ein Test, was geht, über den ich nun etwas weiter hinaus bin (glaub ich), da wird es wohl auch was Neues geben.
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30

Montag, 25. Januar 2016, 17:50

Schau mal, kauf Dir sowas



dann kannst Du dir das mit den Negativspanten sparen. Ist auch vielseitig noch anders nurzbar.
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