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1

Samstag, 18. April 2015, 08:44

RACE HORSE 1754 von Sergal/Mantua 1:47

Hallo liebe Forengemeinde,
Bestärkt durch Eure netten und aufmunternden Kommentare in meinem anderen Baubericht starte ich heute nun doch einen Baubericht vom bereits begonnenen Schiff,

der Fregatte RACE HORSE von Sergal/Mantua Model.

Die Panzerketsch RACE HORSE wurde zusammen mit ca. einem Dutzend anderer solcher Schiffe während des Siebenjahrigen Krieges 1756 bis 1763 eingesetzt und hatte ein sehr berühmtes Besatzungsmitglied:
Horatio Nelson tat auf diesem Schiff von 1774 bis 1776 seinen Dienst in den Gewässern vor Indien. Danach wurde er zum Leutnant ernannt.


Eine Fotodokumentation vom bisherigen Bau habe ich leider nicht gemacht,
daher im Folgenden die Bilder des IST-Zustandes von Heute.






























Das Model wurde in konventioneller Spantentechnik aufgebaut.
Die Erstbeplankung mit 2mm Lindenholzleisten ausgeführt und die Zweitbeplankung mit 0,6mm Nussbaumleisten.
Die Nussbaumleisten sind sehr spröde gewesen, daher habe ich am Rumpf minimale kleine Unsauberkeiten, welche durch kleine abgesplitterte Teile der Leisten entstanden sind. Sieht man aber kaum.... bis auf die Makroaufnahmen.

Die Decksbeplankung habe ich nach dem Verlegemuster von Mondfeld ausgeführt.
Die Panken wurden nach dem bewährten und von unserem Röler ja so hoch geschätzten Zahnstocher-Igel-Prinzip "genagelt".

Dies ist wie gesagt der IST Zustand.
Der weitere Fortschritt wird nun selbstverständlich "en detail" geschildert.

Nun wünsche ich Euch vieeeeel Spass mit meinem "halben" Baubericht und freue mich auf viele Fragen, Anmerkungen, Kritik und vielleicht auch Lob.

Bis demnächst
Marc

2

Samstag, 18. April 2015, 09:44

Hallo Marc,

das gezeigte sieht gut aus.


Die nachfolgenden Zeilen sollen Dir den Spaß am Modell nicht verderben und haben auch nichts mit Deinen Fähigkeiten zu tun. Ich halte es nur für wichtig darauf hinzuweisen, welchen Unsinn einzelne Hersteller dem Kunden andrehen wollen.

Diese Panzerketsch (gemeint ist wohl eine Bombketsch) hat es nie gegeben und ist ein reines, nach meinem Kenntnisstand auch absolut schlecht recherchiertes Fantasieprodukt des Herstellers.

Eine Racehorse, ehem. French Le Marquis des Vaudreuil, gebaut 1754 in Nantes, wurde 1757 durch die Royal Navy angekauft. Das Schiff war allerdings eine Shipsloop mit 18 Geschützen. Der von dir beschriebene Hintergrund passt zu dieser Sloop. Shipsloop steht dafür, dass das Schiff eine Vollschifftakelung mit drei Masten hatte.

Auf dem von Dir gezeigten Deckelbild ist leider auch keine Einrichtung für den Mörser, die Hauptbewaffnung einer Bombarde (Ketch steht für die Art der Takelung) zu sehen. Gibt es die Bewaffnung im Bausatz überhaupt?

Wenn Du mehr über den Schiffstyp und seine Entwicklung bei der Royal Navy erfahren möchtest, schau mal, ob Du das Buch von Chris Ware "The Bomb Vessel - Shore Bombardment ships of the age of sail", Conway Maritime antiquarisch findest. Die kleinen Ketch getakelten Bombarden der Infernal class von 1756 haben es mir angetan. Über die Granado, 1742 gibt es auch einen sehr schönen Band in der AotS Reihe.
Gruß Christian

in der Werft: HM Sloop Fly, 1776 - Maßstab 1/32, HM Cutter Cheerful, 1806 - Maßstab 1/48
auf dem Zeichenbrett: HM Cutter Alert, 1777 - Maßstab 1/32


"Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

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3

Samstag, 18. April 2015, 11:09

Hallo Christian,
vielen herzlichen Dank für Deine Erklärung. :ok:
Du als Profi bist mir da natürlich um Längen voraus. Mein Geschriebenes bezieht sich auf eine kurze Google-Suche im Netz.
Eigentlich fand ich es ganz interessant, dass Nelson auf so einem Schiff Dienst geschoben hatte.
Aber wie es aussieht, ist es tatsächlich eine schlecht recherchierte Sache von Sergal/Mantua, denn es ist ein 2-Master. Inwieweit die Takelung passt, kann ich Dir überhaupt nicht sagen, da bin ich viel zu sehr Laie. Der Bausatz enthält auch keine Segel, sodass die Volltakelung gar nicht möglich ist. Inwieweit das stehende Gut und Teile des laufenden Gutes historisch passen, oder nicht - ich weiss es nicht. Hier wäre ich Dir über kritische Worte wärend der Bauphase sehr dankbar und sicherlich werde ich einige Fragen vor der Verbauung entsprechender Teile posten.
Die beiden Mörser sind im Bausatz schon enthalten und kommen lt. Bauplan in die versenkten beiden Bereiche, welche mit Nussbaum ausgekleidet sind (siehe obige Bilder) auf dem Hauptdeck.

Ich schau mal, ob ich mir das Buch irgendwo "angeln" kann.

Ich hoffe, Du siehst das jetzt nicht als "wild darauf losgebastelt" (eigentlich ja schon, da nach Bauplan) und bleibst mir hier in meinem Baubericht ein bischen treu. :D

LG
Marc

4

Samstag, 18. April 2015, 11:15

Keine Panik, ich schau Dir gerne weiter über die Schulter.
Ob ich Dir bei der Takelage wirklich weiterhelfen kann, lasse ich mal offen. Mein Interesse gilt eher dem Rumpfbau des Originals und der Rekonstruktion.
Bei der Ketchtakelung wurde der Fockmast weggelassen, die Mastposition des Modells sieht eher nach einer Anordnung einer Brigg aus. Aber da kann auch die Perspektive täuschen.
Gruß Christian

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5

Samstag, 18. April 2015, 19:48

Hallo Marc,

Du hast dieses Baukastenmodell richtig sauber und schön gebaut.
Das die Baukastenhersteller sich meist zu wenig an das historische Vorbild halten,
ist ein grundsätzliches Problem, welches in den verschiedensten Diskussionen vielfach
behandelt worden ist.
Unabhängig davon würde ich mich jetzt nicht entmutigen lassen und
das bisher gebaute Modell als gute Grundlage für den Weiterbau betrachten, den Du
dann in den Details nach und nach verfeinerst.

Und Hilfe bekommst Du hier im Forum
mehr als Dir lieb ist ... :D
Viele Grüße
Johann

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6

Samstag, 18. April 2015, 21:03

Hallo Johann,
vielen Dank, dass Du bei mir vorbeischaust und auch für Dein Lob. :wink:
An Deine "Kunst" komme ich keinesfalls auch nur andeutungsweise ran, gebe mir halt in meinem Rahmen Mühe, so gut's geht.
Den ersten Schritt in Richtung "besser bauen" habe ich gemacht, und bei Alexander die Mini-Kreissäge angefragt.
Hoffentlich klappts.
Ich lass mich auch nicht entmutigen, dafür gibt es keinen Anlass.
Tausende bauen die Black Pearl - reines Fantasieobjekt (ich will sie ja auch noch bauen)
Wie Christian schon geschrieben hat, scheint es sich hierbei auch um ein Fantasiegespinnst zu handeln
Mit meinen Mitteln kann ich dieses Modell mit Sicherheit nicht in ein historisch korrektes Modell einer Bomb Vessel aus dem 18. Jahrhundert umbauen.
Jetzt wo ich das weiss (und daran erkennt man, dass ich nicht viel historisches Wissen habe) ist es zwar schade, aber ich nehm's sportlich und versuche, das Modell wenigstens "handwerklich" in einer akzeptablen Qualität zu bauen.

Mit Eurer Hilfe klappt das schon :ok:

LG
Marc

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7

Montag, 20. April 2015, 10:25

Hallo Zusammen,
und weiter geht's...
Am Wochenende standen diverse Anbauteile und Teile der Barkhölzer auf dem Programm.
Seht selbst:





Von diesen Pollern, welche auf den Barkhölzern sitzen, habe ich 16 Stück fertigen müssen.
Ach ja, das kleine Ding aus Blei neben dem Poller ist kein MAKRO-SPILL. Viele andere Modellbauer nehmen gerne ein 1-Cent-Stück zum Größenvergleich. Da ich nicht soviel Bargeld zu Hause hatte, nahm ich dieses Ding: eine hundsgemeine Luftgewehrkugel, Kaliber 4.5 mm... :D






Dieses Teil ist Bestandteil des Pollers vom Bugspriet. 2x gefertigt inkl. dem dazugehörigen Querholz






Dies ist ein TEIL (kenne den Namen nicht) vom Ankerwindenkran (siehe Fotos weiter unten), welches ihn oben auf dem Barkholz befestigt. Links und rechts je 1x






Hier die Ruderpinne. Hergestellt aus 2 verleimten 4x4-mm Buchenhölzern und der Rest: schleifen, schleifen...






Dies ist eine von 2 Nagelbänken für die Masten.






Die Kreuzbeting





Hier eine von 2 Treppen zum Aufstieg aus der Vorderdeck.






Dies ist die Abdeckung des Steuerruders. Die Sperrholzteile wurden alle mit Nussbaumleistchen verkleidet.




Hier ein schlechtes Foto von einem der beiden Anker. Das Gussteil habe
ich vom Bausatz übernommen, aber den Ankerstock aus dem Bausatz nicht.
Der war aus Sperrholz und völlig unkorrekt dargestellt. Hier jetzt neu
aus Nussbaum.











Diese 4 Fotos zeigen Teile der Barkhölzer, hergestellt aus jeweils 2x2 mm Linden- und Buchenleisten und des noch nicht fertigen Ankerwindenkranes aus Nussbaumleisten, welche zusammengeleimt und geschliffen wurden.


So... Das waren die News vom Wochenende.
Die Werft hat aber schon wieder geöffnet und es geht bald weiter.

Spart nicht mit Kritik, Anmerkungen, etc...

LG
Marc


ANMERKUNG:
Ich muß noch hinzufügen, dass die Qualität der im Bausatz enthaltenen Hölzer mehr als bescheiden ist. Gerade bei so filigranen Teilen wie Poller, Beting, Nagelbänke ist ein absolut sauberes schleifen nicht möglich. Die Hölzer splittern und fransen vom Ansehen alleine schon aus. Leider hatte ich nichts passenderes in meinem Fundus.

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8

Montag, 20. April 2015, 15:26

Hallo Nochmals,
da hier bei diesem Baukasten ja offensichtlich das Problem besteht, kein historisch einigermassen korrektes und aufbaumäßig richtig belegbares Schiff zu "zimmern" hätte ich dann mal die Frage an die gesamte Leserschaft:
1. Welcher Hersteller liefert einigermaßen korrekte und mit Fleiß und Scratch gut baubare historische Schiffe, welche dann zum größten Teil der damaligen Realität entsprechen?? Ich denke an kleinere Schiffe mit bezahlbaren Baukästen.
2. Wo bekommt man gute, verständliche Baupläne mit allen erforderlichen Rissen zu erschwinglichen Preisen her?? Idealerweise (aber warscheinlich utopisch) mit Aufbauanleitung zum kompletten Scratchen?
3. oder ganz einfach gesagt: einen guten Baukasten für mich (meine Fertigkeiten kennt ihr ja)

Ich hoffe, das dies nun keine zu "blöden" Fragen waren. :nixweis:

Über Eure Antworten - auch zum obigen Fortschritt - würde ich mich sehr freuen.

LG
Marc

9

Montag, 20. April 2015, 16:21

1. Welcher Hersteller liefert einigermaßen korrekte und mit Fleiß und Scratch gut baubare historische Schiffe, welche dann zum größten Teil der damaligen Realität entsprechen?? Ich denke an kleinere Schiffe mit bezahlbaren Baukästen.



Ou ha, ich glaube dem richtigen Profi wird kein Bauzkasten historisch korrekt genug sein.

Welche Zeit interessiert dich denn? Bzw welcher Maßstab?

Ich würde die Fregatte da einfach erst mal fertig bauen. Schaut doch recht gut aus was du da baust. hier und da etwas korregieren und es ist viel ansprechender. Vor allem lernen lernen lernen. Der Rest kommt von alleine. Ich baue auch ein Fantasieschiff. :abhau:

Ich glaube Krick hat ein recht ähnliches Schiff hier ebenfalls raus gebracht

Holz: Fregatte President von Krick M1:60


Wie gesagt, ich würde es durchziehen. An deiner stelle. Zum Glück ists ein Englisches Schiff um die 17xx da gibts eigentlich viele Vorlagen und Bilder von Artgenossen.

10

Montag, 20. April 2015, 16:54

Für das ausgehende 18. Jah. und frühe 19. Jh. fallen mir zwei Hersteller ein: Victory Models und Caldercraft. Beide werde in D. von Krick vertrieben.

Bau lieber nach Plan, das kostet auch nicht wirklich mehr. Dafür kannst Du Dir die Hölzer aussuchen. Schau Dir das Phantom Projekt von Robert (tarjack) an. Da bekommst Du alles Rüstzeig für den Scratchbau. Wenn Du Interesse hast, kann ich Dir mit den Plänen aushelfen.
Gruß Christian

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11

Freitag, 24. April 2015, 22:03

Hallo liebe Forengemeinde,

es geht weiter:
hier nun die Fortschritte meines Schiffes der letzten drei Tage. :)








Hier seht Ihr den Bugspriet mit Klüverbaum in der Gesamtansicht.







Dies ist die Detailaufnahme des Sprietzurrings. Natürlich ist mir hier gleich ein Fehler unterlaufen. Die Wicklung ist nicht korrekt. Ob ich es nochmals abändere, weiss ich noch nicht, da das Tau in Sekundenkleber getaucht wurde... :bang:





Die Schwichtungsleine (hoffentlich ist die wenigstens korrekt...)





Ansicht von achtern auf den Bug mit dem Bugsprietpoller, den Pollern auf der Reling und den beiden Kranbalken









Dies sind 3 Aufnahmen der Rüsten mit bereits eingefügten Jungferngatts. Die Püttingseisen werden später unterhalb der Rüsten direkt auf ein Barkholz genagelt.







Hier die eingebaute Ruderpinne und derer Abdeckung.





Das Seitenfenster original aus dem Bausatz verbaut.
Hierzu muss ich sagen, dass ich das Schiff absolut ohne Bemalung oder Schwärzung der Messingteile bauen werde. Bei diesem Projekt geht es mir rein um die Antestung meiner baulichen Fähigkeiten und um Erlernung diverser Fertigkeiten.
Das Modell wird später in einer Arztpraxis unter Glas ausgestellt werden. Der Inhaber ist ausgesprochener Minimalist und somit deckt sich mein Vorhaben ganz gut mit seinem Geschmack.








Diese beiden Fotos zeigen das eingabaute Heckruder mit den Fingerlingen







2 Fotos der eingebauten Mörser auf dem Oberdeck.
Die Beplankung am Mastausschnitt ist mir dämlicherweise beim Bohren zerrissen, wird aber noch ausgebessert. :cursing: :cursing:





Nahaufnahme von einer der beiden Mastbetings





Die Kreuzbeting und die beiden Treppen auf das Vorderdeck


... Fortsetzung folgt sofort...

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12

Freitag, 24. April 2015, 22:12

... und weiter geht's...






Hier die hergestellten Püttingseisen mit den Jungfern.





Blick auf die hergestellten rohen Masten, Rahen und Stengen





Aufnahme von 2 Rahen mit deren Schalung





Detailaufnahme des Hauptmastes. Hier der Masttop und der Stengefuß, vorbereitet zum Einbau in's Eselshaupt.



Das war's auch schon wieder von meinem Fortschritt der Race Horse.

Ich würde mich - wie immer - über Antworten, Anregungen, Kritik oder Lob sehr freuen. :smilie: :smilie:

LG
Marc

13

Freitag, 24. April 2015, 23:57

Oh je oh je, das ist nur die Karikatur eines Mörsers aber kein brauchbares Geschütz. :verrückt: Kannst Du wenigstens die Feuerrichtung ändern? So dient das Teil nur dazu Dich selber zu entmasten.
Das Ruder sieht auch nicht besser aus. Wer kommt bloß auf die Idee, solchen Schrott als Bausatz zu verkaufen :bang:

Meinen allergrößten :respekt: , dass Du das Projekt durchziehst. Was Du baust, sieht sehr sehr sauber aus.
Ich freue mich schon auf Dein nächstes Projekt. Wenn Du die Phantom genauso sorgfältig baust, wird ein hervorragendes Modell daraus.
Gruß Christian

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14

Samstag, 25. April 2015, 00:13

Hi Christian,
Geil, gell - die Messingbömbchen haben schon was....darum demonstrativ leuchtend in Messing!! (Effekt-Grün war leider leer)
Und die Position ist die PARK-Position der Mörser (so die Beschreibung im Baubericht)....Nämlich...
Sonst noch was zu meckern? :baeh: :baeh:
Dann wart's mal ab... Du hast meinen genialen Heckspiegel noch nicht gesehen... Der ist NOCH besser.
Wie gesagt, mir gehts hier nur um die Erprobung meiner Fähigkeiten. Dein Lob dazu freut mich umsomehr!! Thanks.
Aber wie Du schon geschrieben hast - ich ziehe es durch - aber hier anfangen zu "grääätschen" tu ich mir nicht an. Wo sollte ich auch ansetzen?

Obwohl..... eine Idee hätt ich noch...
Wenn dann die geniale M.A.T.E. MKS 150 von Alexander die nächsten Tage bei mir ankommt könnte ich das Schiff doch der Längsachse entlang, quasi mittig Kiel in 2 Hälften..... :verrückt: :roll: :verrückt:

Es bleibt spannend...

Marc

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15

Samstag, 25. April 2015, 01:48

Hallo Marc
nur nicht nervös machen lassen. Das wird schon.
Was hat der arme Horatio verbrochen dass ihr ihn, diesen Hänfling zur See schicken wollt? Suckling 1771

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16

Samstag, 25. April 2015, 09:54

Hallo Marc,

jetzt nur nicht aufgeben!
Zieh das einfach durch, und überleg Dir dann genau, was Du als nächstes Projekt in Angriff nimmst.
Denn da gibt es jede Menge lohnenswerte Pläne für interessante Schiffe, auch mit Hintergrundgeschichte,
was das Ganz ja noch interessanter gestaltet.
Viele Grüße
Johann

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17

Montag, 27. April 2015, 08:08

Hallo Zusammen,

...und weiter geht's mit der Race Horse von Sergal. Das nun zu Sehende war die Arbeit am Wochenende...


Die nächsten drei Fotos zeigen die fertigen Rüsten mit den Püttingseisen und den Jungfern.
Angebracht wurden ebenfalls 2 Barkhölzer in Schwarz. Auf dem oberen wurden die Püttingseisen aufgenagelt. So sieht's der Bauplan jedenfalls vor.








Ein Blick auf den Bug.
Wie man sehen kann habe ich den Vordersteven und den Kiel mit Nussbaumbeize behandelt.
Wo ich mir farblich nicht sicher bin ist, ob ich das obere Barkholz ebenfalls schwarz machen soll, oder nicht. Was meint Ihr dazu?






Ein Blick auf das Heck mit dem farblich nun gebeizten Ruderblatt. Die Barkhölzer werden noch abgesägt und um das Heck weitergeführt.
Hier sieht man, was ich mit meiner obigen Frage meinte: Wenn ich das nächst obere Barkholz ebenfalls schwärze, sieht's meiner Mmeinung nach am Seitenfenster nicht gut aus (eines Schwarz, eines Natur)
Hier wäre ich um Rat sehr dankbar.








Der Großmast (ist das die korrekte Bezeichnung?) im Ganzen und "en Detail"
Hier waren alle Teile des Bausatzes nicht zu gebrauchen, daher doch nun komplett im Selbstbau.
Ob die schlechte Qualität vom Bausatz generell kommt, oder durch die Jahrelange Lagerung, weiss ich nicht einzuschätzen. Jedenfalls waren die Rundstäbe alle "saukrumm" und die Stanzteile des Mastkorbes total zersplittert.
Für die Mastkörbe habe ich Pappelsperrholz genommen und oben und unten mit passenden Walnussfurnierstreifen belegt, analog den verschiedenen Decksaufbauten (Niedergänge, Schanzkleid, etc...).
Alle Bauteile der Salinge habe ich selbst gezimmert, so war's auch im Bauplan vorgesehen.
Die Eselshäupter waren Frästeile, aber sind beim bloßen Ansehen schon gesplittert. Daher Neu.









Der Besanmast (ist das die korrekte [b]Bezeichnung?)[/b] ebenfalls im Ganzen und "en Detail"
Hier gilt dasselbe Geschriebene, wie beim Großmast.










Das war's auch schon wieder von mir.
Bitte zögert nicht mit Kommentaren.

Bis demnächst in diesem Programm.


Liebe Grüße
Marc

18

Montag, 27. April 2015, 10:13

Der hintere Mast hatte meistens nicht solche schwarzen Seile um das Baujahr.

Da gabs mal ne Diskussion bvei Olivers HMS Prince. Schau mal in den Baubnericht und entscheide dann.


Ansonsten sieht das Spitzenklasse aus. Bleib am Ball!

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19

Montag, 27. April 2015, 10:33

Hmmmmm...
Was meinen die anderen werten Leser hierzu? :gegen: :dafür: :nixweis:
Die HMS Prince ist ja ein klassischer Dreimaster.
Da sind ja sozusagen die beiden "Hauptmasten" auch mit Schalung und Wulingen.
Bei meiner Race "the fantasy" Horse sind lt. Baubeschreibung und den beiliegenden Mickey-Mouse-Plänen beide Masten "beschalt und gewult" :abhau:

LG
Marc

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20

Samstag, 2. Mai 2015, 21:04

Hallo Zusammen,
nachdem der Grundaufbau des Schiffes soweit beendet ist, die Masten stehen und die Barkhölzer angebracht sind, geht es so langsam an das Stehende Gut.

Bei meinen bisherigen Schiffen, war die Takelage für mich immer mehr oder weniger ein Greuel oder nicht wichtig, oder wurde vernachlässigt und vereinfacht.
Ich hatte mich an die Materie des Takelns noch nicht herangetraut und auch noch nicht eingelesen (habe ich bis jetzt auch noch nicht zu 100%).

Auch ein Grund dafür war mit Sicherheit die für mich zumindest fürchterliche "Fummelei" am Schiff und auf dem Schreibtisch.
Wer kennt es nicht: man sollte 4 Hände haben und dann wär's immer noch zuwenig.

Um mir zumindest diverse Vorarbeiten ausserhalb des Schiffes (Wantenvorbereitung, Rahentakelage, etv...) ein wenig zu erleichtern habe ich mir ein kleines Helferlein gebastelt.

Ladies and Gentleman

we proudly present

The Takelinator


Mit meinem Takelinator ist es total einfach, Kleinsttteile mittels der beiden Schraubstöcke einzuspannen, Taue auf Spannung zu halten und diese zu kleiden.
Die Schraubstöcke sind bewusst in Höhe gebaut, damit man die diversen Taus, Fäden oder Sonstiges bequem unten und somit um das zu kleidende Tau bekommt. Diese "Beinfreiheit" ist die Grundidee dieses Helferleins.
Die Anwendungsmöglichkeiten sind unendlich und es ist mittlerweile eines meiner meistbenutzten Gimmiks, die ich bastelte.









Diese Klötzchen mit den verschiedensten Rundholzdurchmessern dienen dazu, Schlaufen herzustellen und zu verknoten. Funktioniert astrein.







Die letzten drei Bilder zeigen noch Beispiele, zu was ich den Takelinator alles benutze.
Ob Jungfern stroppen, Blöcke stroppen oder Rahen zu takeln... Ich tu mir so einfach vieeel leichter.








Liebe Grüße aus der Werft und bis demnächst

Marcopolo


21

Sonntag, 3. Mai 2015, 08:08

Gute Idee
Gruß Christian

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22

Sonntag, 3. Mai 2015, 08:22

grossartig, richtig klasse.....aber du weisst ja....für mich viel zu ordentlich :abhau:

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23

Sonntag, 3. Mai 2015, 08:25

He Leute,
Danke für Eure Nachrichten. Ich hatte schon Angst, dass sich keiner mehr bei mir blicken lässt...

@ Röler: :abhau: :abhau: :abhau:

LG
Marc

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24

Sonntag, 3. Mai 2015, 08:49

Nachtrag!

Auf Grund eines kleinen Seitenhiebes eines Forumsmitgliedes, dessen Namen ich nicht nennen soll, hier ein Update meines Takelinators.

Der Takelinator "Röler-Style"!!! :abhau: :abhau:






Um die Authentität noch zu steigern, habe ich mir beim beseitigen des Chaos direkt mal heftig mit dem Skalpell in den kleinen Finger gestochen. :bang: :bang: :bang: :bang:

Na? Wer kanns noch besser?? :du:






Daher meine dringende Bitte an Euch alle, Kinder: :hey: :hey: :schrei:
Bitte seit vorsichtig beim Basteln und räumt immer schön den Arbeitsplatz frei und haltet alles sauber. Ihr seht ja bei Onkel Marc, was sonst alles passieren kann.

Euer BG Ehrenmitglied und Forums-Sicherheitsbeauftragter in spe

Healthcare-Marc

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25

Sonntag, 3. Mai 2015, 15:23

Das Stehende Gut - Teil 1

Hallo Seebären und Ladies,
wie oben bereits angekündigt, nun die Fortführung des Bauberichtes mit dem Stehenden Gut.
Wie ich bereits erwähnte, ist dies meine allerallererster Versuch, die Takelage einigermaßen, nach meinen Fähigkeiten historisch korrekt anzubringen. Verzeiht mir deshalb bitte den einen oder anderen Schnitzer, aber bitte:
SAGT ES MIR!!!


Auch mit den Fachwörtern hab ich es noch nicht so, deshalb liege ich vielleicht manchmal recht daneben oder falsch.

Hier nun die Bilder des Fortschrittes.

Hier der Großstag und der Fockstag. Befestigt wurden Groß- und Fockstag am Masttop des Großmastes mit Stagauge und Maus. Die Maus habe ich ebenfalls eingebaut.
Der Masttop mit den beiden Stagen und den einzelnen Unterwanten, welche ich beginnend bugwärts Steuerbord im Wechsel Steuerbord Backbord nach achtern über den Masttop legte.
Hier gleich eine Frage an Euch:
Nennst sich der Stag "Fockstag", welcher vom Masttop des Großmastes zum Eselshaupt des Bugspriets geht, wenn man eigentlich gar keinen Fockmast hat?










Hier eine Detailaufnahme der Jungfern, welche den Großstag steifsetzen.





Der Masttop des Besanmastes mit dem Besanstag und den einzelnen Unterwanten, welche ich ebenfalls beginnend bugwärts Steuerbord im Wechsel Steuerbord Backbord nach achtern über den Masttop legte.





Einige Bilder der Wanten mit dem Taljereep und der Spreizlatte
Die Webeleinen sind alle geknüpft. Besser habe ich das Ergebnis nicht hinbekommen, zumal dies mein erster Versuch, Webleinen zu knüpfen und nicht aufzukleben, ist.

















Die nächsten Bilder zeigen den aktuellen Fortschritt meiner Takelage im Gesamten.









Hier habe ich mit Hilfe meines genialen Takelinators die Großstenge- und Besanstangewanten vorbereitet.






So, das war's auch schon wieder aus der schwäbischen Werft. Als nächstes folgt dann der Bericht des Stegenden Gutes Teil 2
Bitte geizt nicht mit Anregungen, Kritik und Kommentaren.

LG
Marc

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26

Dienstag, 5. Mai 2015, 10:50

Hallo liebe Modellbau-Kollegen,
hier folgt nun, wie bereits schon geschrieben, eine 8-Wöchige Pause des Bauberichtes wegen Reha.

Ende Juni geht's weiter. :ok:

Über ein paar Kommentare des bisherigen Fortschrittes hätte ich mich aber dennoch gefreut .... ;(

LG
Marc

27

Dienstag, 5. Mai 2015, 14:15

Wenn ich was schreibe fragst ja wieder obs noch andere Meinungen gibt :P

Nein ganz im ernst, sieht doch spitze aus! Bleib dran, bzw bau weiter wenn du wieder fit bist! Viel Erfolg!

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28

Dienstag, 5. Mai 2015, 14:21

Wenn ich was schreibe fragst ja wieder obs noch andere Meinungen gibt :P


:D :D :D

29

Dienstag, 5. Mai 2015, 21:22

Gute Erholung, Marc
Gruß Christian

in der Werft: HM Sloop Fly, 1776 - Maßstab 1/32, HM Cutter Cheerful, 1806 - Maßstab 1/48
auf dem Zeichenbrett: HM Cutter Alert, 1777 - Maßstab 1/32


"Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

  • »Marcopolo« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 157

Realname: Marc

Wohnort: im Schwabenländle

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30

Freitag, 19. Juni 2015, 07:39

Hallo liebe Forengemeinde,
ich melde mich wie angekündigt und gottseidank wieder aus der Reha zurück. :wink: :wink:
Die Arbeiten an der RaceHorse werden wieder aufgenommen und die Fortschritte demnächst hier gepostet.

Liebe Grüße
Marc

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