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  • »Duke« ist der Autor dieses Themas

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Realname: Frank

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1

Samstag, 21. Februar 2015, 14:47

Morgan 3-Wheeler 1:8

Hallo an alle Interessierten,

dies ist eine doppelte Premiere für mich; mein erster Baubericht und mein erstes Fahrzeugprojekt das nicht auf einem Bausatz beruht.

Ich habe vor einen Morgan 3 Wheeler (30'iger Jahre) auf der Basis eines original Fahrzeugs im Maßstab 1:8 nachzubauen.
Ich bekam die Möglichkeit am Fahrzeug Vermessungen vorzunehmen und Bilder zu machen. Ich versuche beim Bau so nah wie
möglich am Original zu bleiben. Zum gegenwärtigen Stand meiner Überlegungen habe ich vor das Modell auch vom Erscheinungsbild her dem Original
nachzuempfinden. Wie ihr auf dem Bild seht gibt es tatsächlich noch "Scheunenfunde", daher soll mein 1:8'er auch so aussehen.



Da ich alle Teile selbst anfertigen muss, wird dies sicherlich ein "Langzeitprojekt" und ich hoffe ihr bringt die notwendige Geduld auf dem Baubericht trotzdem zu folgen.
Vermutlich brauche ich auch auf dem Weg der Fertigstellung eure moralische Unterstützung damit ich nicht aufgebe und auch sicherlich euren fachlichen Rat
und Tipps bei Problemen.


Begonnen habe ich mit den Rahmenunterzügen die aus einfachen Rohren bestehen. Die Rahmenquertraversen habe ich aus Messingstangen gefräst.





An den Quertraversen sind die Blattfedern befestigt. Die Blattfedern habe ich aus federharter Phosphorbronze hergestellt. Zur Zeit sind diese noch nicht fertig. Ich muss noch die
Kantenradien und die Profile der Blattfederenden fräsen.







Die Blattfederbefestigungen bestehen aus gebogenen Messingstangen (U-Schenkel) und den Spannbolzen für die Blattfedern.
Die Bolzen und Muttern habe ich auf der Drehbank hergestellt. Bei einem Gewindedurchmesser von M1 und einer Bolzenlänge von ca. 8 mm war es ganz gut, dass mich beim
Drehen keiner gehört hat :love: .










So, das war's mal für den Anfang.
Wenn es weitere Fortschritte gibt, lasse ich es euch wissen.
Ich hoffe es interessiert euch und ihr habt Spaß beim Lesen.


Bis dann
Frank
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Mach es zu groß und hau solange drauf bis es passt!

autopeter

unregistriert

2

Samstag, 21. Februar 2015, 15:03

Hallo Frank,
das ist mal wieder ein BB ganz nach meinem Geschmack!
Der Anfang sieht schon sehr gut aus - da setze ich mich mal in die erste Reihe und schaue dir über die Schulter :)
LG
Peter

3

Samstag, 21. Februar 2015, 16:01

Wow und er dreht auch noch seine eigen muttern und bolzen :verrückt: :D

Ich schiebe mal mein liegestuhl hervor, muchte da nichts verpassen ;)
"das licht am ende des tunnels kan auch einen Muppet mit eine taschenlampe sein' :D

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Realname: Tom

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4

Samstag, 21. Februar 2015, 16:08

Da bin ich auch dabei :wink:
wir haben schon en tollen Morgan in 1:16 erlebt und jetzt kommt auch noch ein 1:8er komplett selbst gebaut, da setz ich mich begeistert dazu :wink:
Alles was es über mich, meine Vorstellungen, aktuellen Projekte und beendeten Modelle zu wissen gibt!

:sleeping: In der Ruhe liegt die Kraft, also hab ich die meiste Kraft, wenn ich nichts damit anfangen kann.. im Schlaf :sleeping:

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5

Sonntag, 22. Februar 2015, 18:06

Update:

Heute habe ich keine großen Fortschritte gemacht (es hat alles irgendwie länger gedauert als geplant). :wacko:

Die Blattfederpakete habe ich immerhin fertig gestellt. Die Kanten habe ich abgerundet und die Profile der Blattfederenden gefräst.
Es war wie häufig, 10% Fräsarbeit und 90% Einstellarbeit damit die Fräswinkel auch symmetrisch sind.






Als Abschluss für heute habe ich noch die Bolzen für die untere Motorbefestigung an die Rahmenrohre angepasst.
Ich muss diese jetzt nur noch einlöten.





Das war's für heute. :wink:

Bis dann
Frank
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6

Mittwoch, 25. Februar 2015, 20:48

Uiii! Hab ich ja eben erst gesehen! Hüstel, hüstel....

Ähm.Ja. Also....Ähm. Hüstel....KLasse was du drauf hast :ok: Der blanke Neid spricht grad aus mir. Echt Top sich so ne Gurke aus dem nichts zu schnitzen. Meinen allergrößten Respekt dafür!!!

Der Alfa

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7

Mittwoch, 25. Februar 2015, 23:23

He, was heißt da "Gurke"; etwas mehr Respekt vor den über 80'ig Jährigen bitte :!! :)

Gruß
Frank
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8

Mittwoch, 25. Februar 2015, 23:51

Hallo Frank,

das ist mal ein schönes Projekt und die Fotos sehen schon sehr vielversprechend aus. Was mir
immer Bauchschmerzen bereitet, wenn ich solche Projekte angehe, ist die Reifenfrage - hast
du da schon eine Idee? Die Schlappen auf dem Foto scheinen von Profil und Proportionen den
Reifen der Wehrmachtsgespanne nahezukommen, die gibt es allerdings meines Wissens nur
in 1:9. Oder baust du die Reifen selbst? Ich bleibe jedenfalls mit Spannung dabei!

Viele Grüße,
Martin

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9

Donnerstag, 26. Februar 2015, 09:04

Hi Martin,

ja die Reifen werden auch eine Herausforderung werden. Da ich vor habe so viel wie möglich selbst herzustellen, werde ich auch die Reifen selbst fertigen. Ich plane von einem "Master" Silikonabgüsse zu machen.

Gruß
Frank
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10

Donnerstag, 26. Februar 2015, 09:13

Sieht so aus als wäre es ein BB eines Uhrmachers :ok: , ich werde deine Baustelle gespannt mitverfolgen. Gruß Thomas

11

Donnerstag, 26. Februar 2015, 13:26

ja die Reifen werden auch eine Herausforderung werden. Da ich vor habe so viel wie möglich selbst herzustellen, werde ich auch die Reifen selbst fertigen. Ich plane von einem "Master" Silikonabgüsse zu machen.

Hi Frank,

das klingt spannend, da werde ich aufmerksam zuschauen und lernen!

Viele Grüße,
Martin

max1234

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12

Donnerstag, 26. Februar 2015, 13:57

Hallo,

Den habe ich schon zwei mal gebaut aber als RC-Modell die Karo ist aus Holz und mit Alu Blech verkleidet, als Antrieb musste ein Motorrad dran glauben. Den 1:8 habe ich noch mit anderen Rädern als im orginal mit Speichen Rädern.

Ist ein super Modell das 3 Rad.

Gruß Fritz

keramh

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13

Donnerstag, 26. Februar 2015, 14:22

Hallo,

Den habe ich schon zwei mal gebaut aber als RC-Modell die Karo ist aus Holz und mit Alu Blech verkleidet, als Antrieb musste ein Motorrad dran glauben. Den 1:8 habe ich noch mit anderen Rädern als im orginal mit Speichen Rädern.

Ist ein super Modell das 3 Rad.

Gruß Fritz


moin Fritz,

willst du damit sagen das es diesen Morgan Three Wheeler als Bausatz in 1:8 gibt?
Das wäre mir neu, würde mich aber brennend interessieren.

Zeig doch mal Bilder Deiner Modelle und herzlich Willkommen erstmal. :five:

@Frank,

große Klasse was du hier vorhast, das ist Modellbau ganz nach meinem Geschmack.
Fahrzeugwahl und Maßstab 1A+. werde diesen Bericht auf jedenfall weiter verfolgen.

max1234

unregistriert

14

Donnerstag, 26. Februar 2015, 15:13

willst du damit sagen das es diesen Morgan Three Wheeler als Bausatz in 1:8 gibt?

nein, aber bei Google gibt es einen Bauplan den man sich anpassen kann.

Gruß Fritz

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15

Donnerstag, 26. Februar 2015, 18:15

Zunächst einmal möchte ich euch für eure anerkennenden Kommentare danken :rot: . Es hilft die Motivation hoch zu halten.

Update 2:

Vielleicht so als Zwischenspiel einige Info's über mein prinzipielles Vorgehen. Wie ich zu Beginn des BB bereits erwähnt habe ist die Vermessung eines Originalfahrzeugs die Basis.
Die Daten habe ich in Skizzen aufgenommen und in den Maßstab 1.8 umgerechnet. Bei Bedarf habe ich noch ergänzend eine maßstabsgerechte Konstruktionszeichnung
angefertigt (z.B. zur Abstimmung bei Maßtoleranzen aufgrund der Skalierungsberechnung).





Im Moment bin ich mit dem Getriebeblock beschäftigt. Ich war mir nicht sicher, ob ich diesen aus Metall gießen (Zinn) oder aus einem Alu-Block fräsen soll. Ich habe mich nun für
die Variante "fräsen" entschieden.




Zunächst habe ich einen Block mit den entsprechenden Außenmaßen hergestellt und solange ich noch planparallele Flächen zum Spannen habe bringe ich alle
Bohrungen an. Damit bin ich zur Zeit beschäftigt.







Bis dann :wink:
Frank
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16

Donnerstag, 26. Februar 2015, 18:24

Geile Arbeit, das ist echt Kunst was du da zeigst.. von der Ferse auf alles selbst bauen, klasse :ok:
Alles was es über mich, meine Vorstellungen, aktuellen Projekte und beendeten Modelle zu wissen gibt!

:sleeping: In der Ruhe liegt die Kraft, also hab ich die meiste Kraft, wenn ich nichts damit anfangen kann.. im Schlaf :sleeping:

max1234

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17

Samstag, 28. Februar 2015, 17:37

Hallo,

Das war mal meine Arbeit.

http://www.rc-heli-fan.org/viewtopic.php?f=40&t=88448

Gruß Fritz

18

Sonntag, 1. März 2015, 19:11

Ich finde es so wunderbar wenn man ne anständige Werkstatt oder Hobbyraum hat und den entsprechenden Maschinenpark dazu :ok: Das steht auf meiner Wunschliste ganz weit oben. Und was du daraus machst, nunja, richtig schöne Handwerkskunst vom feinsten. Klasse wenn man sich seine geliebten Autos in 1:8 selber bauen kann. fantastisch!

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19

Donnerstag, 12. März 2015, 17:29

Hallo Zusammen,

es geht weiter:

Update 3:

Nach vielen Umdrehungen an der Kurbel, Aufspannen und Einjustieren usw. arbeite ich noch an dem Getriebeblock. Der Rohling ist nun
fertig. Als Material habe ich Alu gewählt, da auch das Originalgetriebe aus Alu besteht. Wie auch bei den anderen Baugruppen entspricht der Getriebeblock den
original Abmessungen.









Das "freihändige" 3-D-Fräsen ist teilweise schon nervenaufreibend. Zur Herstellung der kreisförmigen Ausfräsungen habe ich einen Teileapparat verwendet. Für die abgerundeten Ecken
bzw. Kanten zur Simulierung der Gussform kamen Radienfräser zum Einsatz.
Nach Fertigstellung des Getriebeblocks steht die Hinterachs-Baugruppe auf dem Programm. Aber jetzt muss ich erst mal das Getriebe fertigstellen. :S

Bis dann :wink:
Frank

@Alfa: Mit dem Maschinenpark hast Du schon recht. Bei mir hat es auch lange gedauert bis ich den inneren Schweinehund überwunden habe und mir nach und nach die Werkzeugausstattung zugelegt habe. Jetzt bin ich allerdings froh und kann Projekte realisieren die vorher nicht möglich waren.
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20

Sonntag, 22. März 2015, 15:53

So, es geht wieder etwas voran.
Viel Spaß beim "über die Schulter schauen".


Große Fortschritte sind es momentan nicht. Ich habe festgestellt, dass die Überlegungen wie ich einen Schritt ausführen kann und dann
die notwendigen Schritte zur Umsetzung der Realisierung ein mehrfaches von der Zeit erfordert als die Fertigung selbst. Aber ich wollte es ja so :whistling:


Update 4:

Die gefräste Oberfläche des Getriebeblocks habe ich mit einer rotierenden Stahlbürste aufgeraut um eine Gußstruktur nachzubilden (noch nicht ganz fertig, aber in diese Richtung geht es). Die
beim Original geschliffenen bzw. maschinell bearbeiteten Flächen (wie z.B. Aufnahme der Hinterachs-Schwingen-Befestigung, erhabenen Gußflächen für die
Bolzenbefestigungen) wurden nicht mit der Bürste aufgeraut und als gefräste Oberfläche belassen.



Die Schwingenlagerungen der Hinterachs-Schwinge bestehen je Seite aus zweiteiligen Drehteilen. Die Verbindung der Schwingenlagerung mit dem
Getriebeblock erfolgt über 6 Stehbolzen je Seite. Die Bohrungen für die Stehbolzen in der Schwingenlagerung habe ich bereits fertig. Die Bohrungen muss
ich nun noch auf den Getriebeblock übertragen und dort die Stehbolzen einschrauben.
Für das Bild habe ich die Baugruppe mal provisorisch zusammengabaut.



Das Bohren der Stehbolzenlöcher war beispielsweise so Punkt der Zeit gekostet hat. Die Löcher haben eine Abstand von 1 mm vom Rand und einen
Durchmesser von 0,7 mm und wiederholen sich alle 60 grd. Zunächst hatte ich vor den Lochkreis mittels der Drehmaschine anzureißen, das scheiterte jedoch daran,
dass die Messingscheibe in dem Bereich von 1 mm vom Rand durch das Spannfutter nicht mehr zugänglich war. Auch das Spannen über eine zentrale Schraube ging nicht, da durch das Spiel der Schraube im Loch eine zu große radiale Toleranz gegeben war. Das Anreißen mit der Schieblehre oder dem Lineal war zu ungenau und würde zu einem völlig ungleichen Lochbild führen. Ich habe mich dann entschlossen auf das Anreißen des Lochkreises völlig zu verzichten. Die 60 grd Einteilung der Bohrachsen habe ich angebracht und dann den radialen Abstand vom Rand durch Anfahren des Bohrers an die Scheibenkante und Zustellen in Richtung des Mittelpunkts ermittelt. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass beim Zustellen nicht nur der geplante Lochkreisabstand vom Rand sondern auch noch der halbe Bohrerdurchmesser eingestellt werden muss ;) .
Mit dem Ergebnis des Lochkreises bin ich ganz zufrieden.



So, das war's für heute.
Wenn es euch zu ausführlich ist, lasst es mich wissen.


Bis dann :wink:
Frank
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keramh

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21

Sonntag, 22. März 2015, 18:16

moin,

zu ausführlich? wie sollte sowas möglich sein.
Nee nee mach schön so weiter, im Gegenteil, mich würden noch detailiertere Bilder, Unterlagen und Baufortschritte sehr interessieren.

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22

Sonntag, 22. März 2015, 18:28

Seh ich genauso, zu ausführlich gibt es nicht, vorallem bei diesem großen und genialen Projekt :ok: :wink:
Alles was es über mich, meine Vorstellungen, aktuellen Projekte und beendeten Modelle zu wissen gibt!

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23

Freitag, 27. März 2015, 20:42

Ok, ihr habt es ja so gewollt, dann gehts also ausführlich weiter :pc:



Update 5:

Dieses Mal war viel Detailarbeit mit Lupe notwendig.

Die Löcher für die Stehbolzen im Getriebegehäuse habe ich von der Hinterachs-Schwingen-Befestigung übertragen. Wichtig war dabei, dass die Löcher
genau senkrecht gebohrt werden, da sonst die Stehbolzen schief im Gehäuse sitzen. Nach dem Vor-Bohren mit 0,6 mm wurden die 0,7 mm Gewinde geschnitten. Da
es sich um Sacklöcher handelt muss man höllisch aufpassen den Gewindebohrer nicht abzureißen.







Die Stehbolzen habe ich aus 0,7 mm Messingstangen hergestellt. Nach dem Ablängen des Messing-Rohlings wurden die 12 Stehbolzen auf gleiches Maß
gefräst.



Nachdem die Stehbolzen auf das Endmaß gefräst waren, habe ich von beiden Seiten das 0,7 mm Gewinde geschnitten. Das größte Problem dabei war,
dass nachdem auf einer Seite das Gewinde fertig war musste ich zum Schneiden des Gewindes auf der anderen Seite den Bolzen auf der Seite mit dem bereits
fertigen Gewinde spannen ohne das Gewinde zu beschädigen. Mit der Zange halten macht keinen Sinn, da das Gewinde dann schief wird. Auch das Aufschrauben von 2
Kontermuttern um dann über einen Steckschlüssel das Drehmoment zum Schneiden des Gewindes aufzubringen war nicht wirklich zielführend, da ich dabei das
bereits fertige Gewinde beschädigt habe. Am Besten ging es mittels vorsichtigem Spannen im Dreibackenfutter eines Mikro-Schleifers. Dadurch war es auch möglich
die Drehbewegung beim Schneiden von Hand über das Dreibackenfutter vorzunehmen.



Die nächste Herausforderung (war wirklich nervenzerfetzend ;( ) war die Herstellung der 12 Befestigungsmuttern für die Stehbolzen. Ausgangsmaterial
war eine Sechskant-Stange. Auf der Drehmaschine habe ich wieder die 0,6 mm Vor-Bohrung angebracht und dann die Muttern auf Maß abgestochen.



Nach der Feinbearbeitung der Mutternoberfläche habe ich dann die Gewinde geschnitten.



Im letzten Bild seht ihr den kompletten Satz bestehend aus der Hinterachs-Schwingen-Befestigung, den 12 Stehbolzen und den 12 Muttern.



So, jetzt muss ich Pause machen und meine "feinmotorisch" gestressten Hände und die bereits schielenden Augen wieder ruhig stellen 8| .

Das war's für heute.
Macht's Gut, bis zum nächsten Mal :wink:

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24

Samstag, 4. April 2015, 17:46

Weiter geht's...........

Update 6:

.... Shit happens...... :will:
Zeitlich zurückgeworfen und einige graue Haare mehr gekostet hat mich das Bohren des Getriebedeckels. Natürlich "musste" beim ersten
Loch der Bohrer (0,6 mm) abreißen :bang: :bang: . Glücklicherweise konnte ich das Bruchstück aus dem Deckel entfernen und so die bisherige
Arbeit am Deckel retten.



Den Deckel habe ich, wie auch bereits das Gehäuse, mit einer rotierenden Stahlbürste aufgeraut um die Gußstruktur nachzubilden. Zeitaufwändig
war die Herstellung der Öleinfüllschraube. Das Feingewinde der Schraube habe ich auf der Drehmaschine geschnitten. Durch die Werkstoffpaarung
Messingschraube und Aludeckel war es möglich, nach entsprechenden Vorbohren des Deckels, das Gewinde im Deckel mit der bereits hergestellten
Messingschraube zu schneiden.

Die Dichtung habe ich aus Kunststofffolie hergestellt. Beim Außendurchmesser hat der Durchmesser eine normalen Büro-Lochers gepasst. Den
Innendurchmesser habe ich mittels einer Lochzange gestanzt. Erfolgserlebnis..........Bereits beim dritten Versuch war das Ergebnis ein zentrischer Ring ^^ .






So, das war's für heute.
Macht's Gut, bis zum nächsten Mal ..... und schöne Ostern :wink:

Bis dann
Frank
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25

Mittwoch, 8. April 2015, 23:25

Hallo an alle die noch dabei sind, weiter geht's...........

Update 7:

Die Verschlusskappe zur Antriebswelle war etwas kompliziert zu fertigen. Zwei waren "für die Tonne", da ich mich beim Fräsen der
schrägen Flächen an den Schlitzen vermessen hatte :bang: . Aber die dritte Kappe hat dann gepasst (natürlich mit Linksgewinde wie beim Original ;)).



Die nächste Aktion waren dann die Schrauben für den Getriebedeckel.
Ausgangsmaterial war eine 2 mm MS-Stange. Die habe ich abgelängt, die Bolzen mit Schaft und Gewinde gedreht und zum Schluss dann die Schlitze an den Köpfen
herausgearbeitet.





In den nächsten Bildern ist das zusammengebaute Getriebe zu sehen. Die Dichtung an der Ölablassschraube an der Getriebeunterseite habe ich auf die
gleiche Weise wie die an der Einfüllschraube gemacht.







Damit ihr einen besseren Überblick bekommt wie es zusammengehört, habe ich auf den nächsten Bildern das Getriebe mit dem Rahmen zusammengefügt.







Weiter geht es jetzt mit der Hinterachsschwinge und der Hinterachsaufnahme. Allerdings habe ich da noch einige Probleme zu lösen, bei
denen ich mir noch nicht ganz sicher bin wie ich es am Besten umsetze (z.B. gebogene Hinterachsschwinge); na ja, aber das macht ja den Reiz aus :idee: .

So, das war's für heute :wink:

Bis dann
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26

Donnerstag, 9. April 2015, 07:56

grandiose Arbeit, klasse :ok:
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27

Donnerstag, 9. April 2015, 11:55

Hi Tom, danke :rot: ; Lob spornt an :smilie:
Gruß Frank
Grundlegende Konstruktionslehre gemäß Murphy / Bloch:
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28

Donnerstag, 9. April 2015, 22:54

ui ui ui ui, fein fein fein!
"das licht am ende des tunnels kan auch einen Muppet mit eine taschenlampe sein' :D

29

Freitag, 21. August 2015, 20:25

Hallo Frank,

Wo ist der Rest vom Morgan, habe meine zwei schon lange verkauft, mach bitte weiter.

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30

Samstag, 29. August 2015, 13:31

Hallo Roberto,

danke für Dein Interesse; ja, es geht demnächst weiter.
Ich hatte in letzter Zeit leider zuviel andere Verpflichtungen.

Aber auf Deine Frage" wo bleibt der Rest"......kann ich nur sagen "Du Scherzkeks" :D ; bisher habe ich geschätzte 2% des Baus fertig.

Wenn Du Deine bereits verkauft hast, wird es ja Zeit für einen Neuen ;)

Bis demnächst
Gruß Frank
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