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Donnerstag, 1. Januar 2015, 19:07

BK 117 - RC in 500´er Größe, kompletter Eigenbau

Hallo ihr da draußen !

In letzter Zeit habe ich mich im Plastik-Modellbausektor ziemlich rar gemacht.
Das liegt einfach daran, dass ich mich derzeit mit den etwas größeren, fliegenden Modellen beschäftige.

Derzeit kann ich nur einen 450´er vorweisen, demnächst kann ich auch einen 500´er mein Eigen nennen.
Vom Fliegen bin ich zwar noch ziemlich weit entfernt, übe mich im moment noch im Schweben.

Aber was so ein Modellbauer ist, der blickt ja auch schon in die Zukunft und überlegt, was da kommen mag.
Und bei mir als bekennender BK 117 Fan war klar, was es werden soll, und zwar aus GFK.

Zunächst machte ich mich auf die Suche nach einem entsprechenden Rumpf und ziemlich schnell kam die Ernüchterung. Größer geht immer und da wird auf dem Markt
auch was angeboten. Aber für meine Vorstellung ist einfach nichts Gescheites zu bekommen. Immer wieder wurde mir eine EC 135 bzw. EC 145 ans Herz gelegt.
NEIN, es muss eine BK werden.
Es gibt lediglich einen Rumpf für 500´er von der Fa. Gensmantel. Allerdings besteht der Rumpf aus ABS und ist auch nicht wirklich originalgetreu.

Bei der Suche in einschlägigen Foren entstand dann der Kontakt zu einem User und nach einigen Gesprächen war die Idee geboren:

Ich baue mir einen eigenen Rumpf !!!!

Dann entstand zusätzlich der Kontakt zu Jürgen. Als Betreiber des Shops microHELIS.de hat er sich darauf spezialisiert, Kundenwünsche zu erfüllen und entwirft passende Mechaniken,
Anbauteile und Umlenkungen. Genau das richtige, um mein Projekt auch wirklich umsetzen zu können.
Derzeit stellt er mittels CAD einen Entwurf der BK 117 her. Das Ergebnis sind dann Spanten, mit denen ich den Rumpf in Form bringen kann.

Da ich bisher mit Laminieren und Rumpfbau noch gar nichts zu tun hatte, bin ich sehr gespannt, was da wohl auf mich zukommt.
Glücklicherweise wurden mir 2 der oben erwähnten Rümpfe der Fa. Gensmantel zur Verfügung gestellt, an denen ich rumprobieren und die Arbeitstechniken lernen kann.

Mal weg von den bisher heiß geliebten Plastikmodellbausätzen freue ich mich auf das Projekt.
Ich würde mich freuen, wenn sich hier der ein oder andere Interessierte findet und mich auf meinem Weg begleitet.


Gruß, Thorsten

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Freitag, 2. Januar 2015, 18:46

Als erstes habe ich mal den Rumpf der Fa. Gensmantel hergenommen und ein paar Details rausgearbeitet.
Alles ohne Maßstab und es dient lediglich dem Ausprobieren verschiedener Arbeitstechniken.
Die Konturen wurden mit dünn geschnittenem Klebeband abgeklebt. Anschließend wurde alles mit Spirtzspachtel übersprüht und geschliffen. Danach das Klebeband entfernt und die Konturen waren da.
Das Ergebnis finde ich zufriedenstellend.






Die ganzen Schrauben sind zum asuprobieren, welche Varinate später am besten passt und wie diese sich im Harz abformen.
Das Modell ist bereits im Trennbrett und die Spalten mit Plastilin geschlossen.



Als nächstes habe ich alles schön mehrmals mit Grundierwachs ausgewischt und 4 Lagen Trennmittel PVA mit einem Schwamm aufgetragen.
Nachdem alles gut abgelüftet war, kam schwarzes Formharz drauf und dann ein Mischung aus Baumwollflocken und Glasfaserschnitzel in Verhältnis 50:50.
Das dient nach dem druchhärten als Trockenkupplungsschicht.



Da ich im Keller kaum 20 Grad erreiche, wurde alles prompt in einem Karton verstaut und die offene Seite an die Heizung gestellt. So kam ich auf 25 Grad im Karton und alles konnte vor sich hintrocknen.




Alles trocken und die losen Flocken und Schnitzel mit einem Staubsauger entfernt.




Heute habe ich bereits mit dem Laminieren angefangen.
Was da in den Videos auf z. B. so einfach aussieht, hat mich ganz schön gestresst. 3 Stunden habe ich gebraucht. Bin bin sehr gespannt, wie es geworden ist. An einigen Stellen war ich fast am Verzweifeln, dann ging es wieder recht gut.

Als erstes eine Pampe aus Harz und Baunwollflocken in die Ecken gestrichen, dann Harz drauf und folgende Schichten
163 gr. Körper Gewebe
580 gr. Körper Gewebe (hat mich am meisten Nerven gekostet)
320 gr. Bidiagonales Gelege
Abreißgewebe

Da das Harz schlagartig anzog, habe ich das Abreißgewebe drauf gemacht und werde morgen nochmals eine Schicht lamininieren.


Gruß, Thorsten

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Samstag, 3. Januar 2015, 03:08

Hallo Thorsten.

aha, ich habe mich schon langsam gefragt, was Du wohl so treibst. Nun weiß ich es und schau Dir gespannt zu.
Mich faszinieren die großen RC-Helis ungemein, aber nur beim zuschauen. Ich hatte mich mal an einem Mini CP versucht und nachdem die Blumenecke aussah wie nach der achten Plage, lass ich das ganze lieber...

beste Grüße
Christian

Beiträge: 695

Realname: Paul

Wohnort: Landkreis SAD, Oberpfalz

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Samstag, 3. Januar 2015, 05:43

Hallo Thorsten,

schaut sehr interessant aus, was Du da machst! Ich denke ich werde auch öfter mal vorbeischauen, obwohl ich aus einem völlig anderem Bereich komme!

Meine Realschule war/ist im Thema GFK eine Pilotschule und deshalb habe ich im Werken-Unterricht ein Serviertablett aus GFK gemacht. Ich weiß wie widerspenstig das Zeug sein kann!

MfG Paul
"Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist." (Henry Ford)
__________________________________________________________________________
Meine bisherigen und aktuellen Arbeiten findet Ihr HIER.

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Samstag, 3. Januar 2015, 17:46

Freut mich, dass es auch Interesse an solchen Sachen hier gibt.

Heute kam die letzte Schicht GFK auf den Rumpf und anschließend nochmal zum Abschluss das Formharz.
Nun trocknet alles gut durch und dann kann das Trennbrett entfernt werden und das gleiche folgt auf der anderen Seite.





Gruß, Thorsten

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Mittwoch, 7. Januar 2015, 22:59

Weiter geht es ....

Das Trennbrett lief sich problemlos entfernen und bisher sieht alles ganz gut aus.

Dann das Ganze von der anderen Seite ohne Trennbrett. Vorher wurde die Form natürlich wieder vernünftig eingewachst und Trennmittel aufgetragen.





Ich habe wieder mit einer Trockungskupplungsschicht gearbeitet, da ich dann nicht unter Zeitdruck stehe und auch mal für 1 Stunde was machen kann.
Ich kann schlecht einschätzen, ob ich auf der ersten Seite gut laminiert habe, bzw. ob es da Lufteinschlüsse gab. Daher habe ich mich diesmal einfach entschieden, das Harz grau einzufärben, damit ich besser kontrollieren kann, was ich da so anstelle.





Nun lasse ich die Form bis zum Wochenende durchtrocknen und werde dann mal entformen.
Ich bin schon sehr gespannt, ob das alles so funktioniert und vor allem, was da raus kommt.

Gruß, Thorsten

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Freitag, 9. Januar 2015, 08:38

Nur mal zum Verständnis: die sogenannte Trockenkupplungsschicht garantiert praktisch eine Verbindung der Fasern nach dem aushärten der ersten Schicht, ähnlich wie die Anschlussbewehrung beim Stahlbeton? Das sieht schon ganz schön aufwändig aus, aber auch sehr interessant. Wie oft läßt sich danach die entstehende Form zum auslaminieren verwenden, ist denn eine Kleinserie realisierbar?

neugierige Grüße
Christian

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Freitag, 9. Januar 2015, 15:10

Genau richtig, diese Schicht aus Baumwollflocken und Glasfaserschnitzel dient der Verbindung des Formharz (das schwarze) und dem Laminierharz.

Man kann dann prinzipiell warten, bis das Fomrharz angeliert ist. Also der Zustand zwischen flüssig und fest. Das dauert in etwa 2 Stunden.
Oder aber, so wie ich, kann man es ganz durchhärten lassen und dann weiter arbeiten.

Auch beim späteren Laminieren kann es vorkommen, das die Lagen etwas "schwimmen" weil sie so mit Harz durchtränkt sind. Dann könnte man das Harz auch angelieren lassen und dann weiter laminieren.

Anfangs fand ich es auch etwas vewirrend und viel. Aber eigentlich ist es recht einfach.
Aber es ist schon recht zeitintensiv. über den Zeit/Kostenfaktor redden wir erst gar nicht ;)
Aber was macht man nicht alles, um später stolz wie Oskar SEIN Modell in die Luft zu bringen.
Und das hier ist ja lediglich erstmal die Sache zum Üben. Die Herstellung des Urmodell kommt ja erst nocht. Das wird ein Spaß. Ich habe von jemanden, der eine Bell hergestellt hat, irgendwas von über 700 Arbeitsstunden gelesen :)

Wenn die Form dann später fertig ist, muss sie von innen ordentlich sauber gemacht und auspoliert warden. Dann ist es vor dem Laminieren es eigentlichen Rumpf wichtig, die Form richtig gut einzuwachsen und Trennmittel aufbringen.

Eine gut hergestellte Form soll einige Hundert Abformungen zulassen, also eine Serie ist alle mal drin. Die Frage ist halt immer, ob jemand sowas überhaupt haben will.
Es muss ja eigentlich einen Grund geben, das kein professioneller Hersteller eine BK 117 in dieser Größe in seinem Programm hat. Es wird wohl kaum einen Markt oder Nachfragen dafür geben.

9

Samstag, 10. Januar 2015, 00:33

Danke Thorsten, für die Erklärung. Falls Du nach erfolgreicher Mission mehr als einen Rumpf herstellst und welche veräußern möchtest nehme ich vielleicht, aber nur vielleicht einen ab und werde mich dann in so 2 Jahren nochmal an die RC Fliegerei in kleinen Schritten über 100er und 250er Modelle herantrauen. Ich wünsch Dir viel Erfolg! Und danach - ein 800er? ;)

beste grüße
Christian

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Samstag, 10. Januar 2015, 17:19

Die Form ist auseinander !
Zuvor wurde die Form rundherum mit einem Multitool in Form gesägt. Das ging mit dem Teil hervorragend. Aber bei dem Staub (vor allem Glasstaub) ist eine Maske und alte Klamotten Pflicht.
Von Vorteil ist es auch, danach gleich zu duschen, sonst denkt man noch, man hat Flöhe.

Die Hälften ließen sich mit Spachteln und Keil sehr gut trennen. Als erstes kam die "alte", unbehandelte Seite raus.
Die Seite mit den Details saß erstmal fest und ich dachte schon, die krieg ich nicht raus. Mit ordentlich biegen und ziehen gab sie dann aber doch auf.

Teile des Rahmen um die Fenster saßen fest, ließen sich aber leicht aus der Form rauspulen. Ansonste haben sich die Details super abgezeichnet. Hinterschneidungen gab es nicht und ich weiß nun, wie ich das bei dem Urmodell darstellen kann.

Hier mal direkt nach dem Trennen:








Beim Urmodell werde ich mir noch was anderes für die Ränder einfallen lassen







Die gesäuberten und einmal eingwachsten Formen



Die weißen Flecken an den Schrauben snd Rest vom Wachs die ich einfach nicht weg bekomme.
Bei R-G soll es ein Trennspray geben, welches Wachsen und anderes Trennmittel überflüssig macht.
Hat schon jemand damit Erfahrung ? Das könnte ein gute Alternative sein, die ich wohl mal ausprobieren werde.

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Dienstag, 13. Januar 2015, 17:04

So, ich habe zum allersten mal das Versuchsmodell laminiert.

Auch zum ersten mal mit Gelcoat gearbeitet und so gehört sich das wohl noch nicht, wie sich später heraus stellt.



Erste Lage Laminat ist drin



Linke Seite habe ich 2 Lagen 105 gr/m² genommen, rechte Seite 1 Lage 80 gr/m² und 1 Lage 163 gr/m².
Ich finde beides noch recht labberig und instabil.
Werde nochmal zwei Lagen mit 163 versuchen. Insgesamt wiegt das ganze so 107 gr.
Ich habe hier einen Rumpf von Align in GFK für einen 450´er liegen. Dort ist die Materialstärke doppelt so dick wie meine.



Hier sieht man dann, was ich mit dem Gelcoat meinte. Durch den Pinsel sind viel Striche drinnen und das deckt alles nicht durchgehend, überall schimmert das Lich durch.
Muss ich das einfach dicker auftragen ? Gleichmäßiger mit einem Roller geht auch nicht, da ich damit nicht in die Ecken und Rundungen komme.



Aber die Details haben sich sehr schön abgezeichnet






Gruß, Thorsten

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Mittwoch, 14. Januar 2015, 09:45

Hallo Thorsten,

für den ersten Versuch sieht es doch gut aus. Hast Du Gelcoat doppelt aufgetragen?

Zitat

Auftrag
Polyester-Gelcoat wird am besten mit einem Flachpinsel mit weichen Borsten aufgetragen. Der Pinsel muss vollkommen trocken und frei von Lösemitteln sein. Es ist ein zweimaliger Auftrag erforderlich, wobei dererste Anstrich erst anhärten muß, bevor der zweite Anstrich aufgetragenwerden kann. Ausreichende Härtung ist erreicht, wenn nach dem Betupfen des Gelcoats mit dem Finger kein Harz mehr kleben bleibt, obwohl die Oberfläche noch deutlich klebrig ist.Wenn vor dem Auftrag der zweiten Schicht mehr als einige Stunden vergangen sind (je nach Temperatur) und die Oberfläche klebfrei ausgehärtet ist, kann eine gute Haftung zwischen den Lagen nicht mehr gewährleistet werden.
Auch die erste Lage Laminat muß aufgebracht werden, bevor das Gelcoat klebfrei ausgehärtet ist, da nur so eine gute Haftung zwischen Deckschicht und
Laminat gewährleistet ist.
Die empfohlene Auftragsmenge beträgt 500 bis 600 g/m2 für eine Schichtstärke von 0,4 bis 0,5 mm.

So, wegen dem Trennmittel: schau mal der Gunter verwendet hier das Mann Ease Release (vor-vorletztes Bild im Post) vielleicht wäre das etwas.

Ich könnte mir gut vorstellen, wenn Du als Fensterrahmen beim Urmodell dünne Blechstreifen direkt aufnietest gibt das evtl. ein sehr gutes Ergebnis. Zum laminieren selbst kann ich Dir keine Tips geben, da ich soetwas noch nie gemacht habe. Ich drücke Dir jedenfalls beide Daumen. :ok:


beste grüße
Christian

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Samstag, 17. Januar 2015, 10:14

Hallo, ich hab ja auch mal mit GFK rumgematscht. Aber hab dann enttäuscht alles wieder hin geworfen.
Da die 2 Halb(ur)modelle sich nicht korrekt abzeichneten.

Ich würde es so machen, wenn deine 2 "negativ" Abformen (die 2 Halbschalennegativformen) korrekt abgeformt sind. Dann versuche es doch mal mit

Smooth Cast 65D. Das soll jetzt keine Werbung sein, versteh das mal nicht bitte falsch. Aber als Handschwenkgussmaterial unschlagbar. Du mischt dir die Teile 1:1 (nach Bedarf) zusammen und schüttest es in die Form. Dann schwenkst du die Form hin und her, bis nach ca 3 Minuten alles hart wird. ggf kannst du zu dünnwandige Teile ja nachschwenken (nachgießen). Nach 15 Minuten kannst du entformen. Das Zeuch lässt sich auch super pinseln. Da musst du dich aber mehr beeilen . Mische zum pinseln nur weniger an. In der Packung sind 0,86 Kg Polyuretangießharz (Part A+B). Der Preis ist auch überraschend , ohne Mwst ca 20 Euro.

Du kannst es auch ggf schon einfärben, vergiss aber das Trennmittel nicht (ich benutze das Mann Release aus der Dose). Du kannst aber auch zum Verstärken Glasfasermatten mit reinpinseln.

Hier ein paar Fotos von Smooth Cast 65D als Phaserdummy: Den unteren Phaser (links unten) hab ich mal angebrochen.


(Die Wandungsstärke beträgt 1mm bis so 3 mm). Selbst bei einer sehr dünnen Wandung kann man es ohne rohe Gewallt nicht brechen. Es fühlt sich da dann eher an wie ein Eisbechergefrierdeckel.


So viel dazu, dir noch einen angenehmen Tag.

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Sonntag, 18. Januar 2015, 15:14

Vielen Dank für eure Hinweise.

Letztendlich habe ich aber die Materialen hier, die sich seit Jahren im Bereich des RC Modellbau bewährt haben.
Daher möchte ich nicht mit anderen Materialen rumprobieren.
Es wird ja auch seit Jahren z. B. ABS-Kunststoff verwendet, welcher aber eigentlich gar nicht so gut geeignet ist. Irgendwann ist der Weichmacher weg und das Zeug wird brüchig.
Diese Modell haben demnach also eine eingeschränkte Lebensdauer.

Ich muss halt lediglich den richtigen Umgang mit dem Zeug lernen.

Werde berichten, sobald es wieder was neues gibt.


Gruß, Thorsten

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Donnerstag, 29. Januar 2015, 12:14

Solange ich noch auf die Schablonen für die Spanten warte, habe ich die Zeit genutzt, um noch etwas rum zu probieren.

Um die Kante, an der die Bauteile später zusammengefügt werden, vernünftig zu laminieren, habe ich als erstes aus Holz einen Rahmen aufgesetzt und zunächst wieder einen Rumpf laminiert.
Diesmal mit der Kante.



Diese Kante wurde dann noch etwas gespachtel und alles glatt geschliffen. Das Modell bleibt natürlich dafür in der Form.

Dann das übliche: gewachst, Trennmittel drauf, dann zwei Trennebenen gesetzt und die Schrauben rein.



Anschließend wieder Formharz und mit einer Mischung aus Glasfaserschnitzel und Baumwollflocken bestreut.



So schaut es dann fertig laminiert aus.



Trennbretter entfernt und die andere Seite laminiert.



Wenn dann alles durchgehärtet ist, wird die Form und vor allem die Kante innen zurecht geschnitten.

Meine Überlegung dabei ist, dass ich jede Hälfte des Rumpfes inklusive der Kante laminieren kann und dann beide Hälften zusammenfüge und nur noch die die Stellen, an denen die Rumpfhälften zusammengefügt werden, nachlaminieren muss.

Bin mal gespannt, ob es dann auch so klappt.

Gruß, Thorsten

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Freitag, 30. Januar 2015, 17:36

Mein Rahmen ist fertig.

Hier mal alles auseinander gebaut. Das Entformen ging insgesamt recht gut, allerdings ließ sich das Modell aus der einen Hälfte schwer entfernen.



Dann mal eine kleine Fotostrecke des in Form gesägten Rahmen. Dafür habe ich wieder ein Multitool benutzt (geht super) und die Kanten mit dem Dremel geschliffen.







Und so schaut es von innen aus. Eine saubere Kante, ich bin zufrieden.



Wie bereits erwähnt alles etwas hin und her und kompliziert, aber das Ergebnis kann sich meiner Meinung nach sehen lassen und sollte genauso lange halten, wie die Urform.

Dann nochmal der Rumpf, der sich schwer entformen ließ.
Zum einen habe ich den wegen meines Vorhaben wesentlich stärker laminiert. Da war gerade im Bereich der Nase nichts mehr mit biegen.
Dann war ich vermutlich etwas nachlässig mit dem Trennmittel. An 2 kleinen Stellen brach mir was aus der Urform raus, nur Winzigkeiten, aber wieder gelernt.
Und als letztes habe ich diesmal Nieten in die Urform gebohrt und das mal auszutesten. Trotz 2-3 Umdrehungen mit dem Schraubendreher waren die Nieten schon zu tief.
Diese Variante werde ich wohl vergessen und weiter mit Leimnieten arbeiten. Diese ließen sich Problemlos entformen.

Dann ma das Ergebnis mit den abgebrochenen, "neuen" Nieten. Die saßen echt fest




Gruß, Thorsten

Beiträge: 1 438

Realname: Hans Juergen

Wohnort: Bitburg

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Sonntag, 22. Februar 2015, 16:36

ein schönes Projekt, allerdings lohnt sich der Aufwand wirklich nur wenn du eine Vermarktung anstrebst, da Du sicher nicht vorhast, bis an Dein Lebensende nur diesen Helityp zu fliegen:lol:

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Montag, 6. April 2015, 18:34

@gobidoc: da hast du natürlich recht, dass es schon ein enormer Aufwand ist. Eine Vermarktung strebe ich nicht an, wobei die Möglichkeit bei Interesse natürlich bestehen könnte. Aber letztendlich geht es auch einfach um den Spass am rumwerklen.


Endlich sind die Spanten da und es kann losgehen.
Nachdem alles ausgedruckt, die Schablonen ausgedruckt und auf 4 mm Sperrholz aufgemalt wurden, ging es auch schon mit dem Sägen los.
Ich arbeite mit einem Mittelbrett, auf dem der seitliche Umriss sowie die Spantenrisse aufgezeichnet wurden.

Zunächst einmal die Seitenansicht auf der Schablone



Und ausgeschnitten...der Rumpf ist etwas über einen Meter lang



Auf´s Mittelbrett übertragen



Da ich jede Seite einzeln anfertige, werden die beiden Mittelbretter später zusammen geschraubt. Hier mal zur Passung und Schleifen, damit beide Seiten gleich werden. Außerdem habe ich mich entschieden, den Rumpf und Heckausleger jeweils getrennt zu bauen.


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Montag, 6. April 2015, 18:43

Dann mal die ausgedruckten Spanten. Da jedes Mittelbrett 3mm breit ist, wurde von der Mittellinie je rechts und links eine Linie im 3 mm Abstand gezeichnet, an der ich die Schablone trenne



Die ersten Spanten sind ausgesägt und es ist vorbei mit sauberen und aufgeräumten Arbeitsplatz



Hier sind schon die ersten Spanten verklebt. Zur Füllung der Leerräume habe ich Styropor und Depron genommen. Hier klebe ich alles unter etwas Druck



Auf der anderen Seite habe ich zuerst nur die Spanten gesetzt.



Morgen werde ich sehen, mit welcher Art ich weitermachen werden. Ich denke, es geht beides. Aber die Spanten alleine ist zunächst irgendiwe schöner zu arbeiten.

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Donnerstag, 9. April 2015, 21:40

56 Spanten, einer Menge Staub und vielen Holzresten




Verklebt habe ich alles mit "Kleben statt Bohren". Ist zwar erst nach 48 Stunden komplett ausgehärtet, aber nach ca. 10 Sek anpressen hält es und verzieht sich nicht im Winkel.
Mittlerweile kann man eine Form erahnen





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Samstag, 11. April 2015, 11:05

Ständig denkt über irgendwelche Sachen beim Rumpfbau nach und immer wieder ein Thema ist die runde Abedckung vor den Lufteinlässen.
In einem Stück wird sich das nicht realisieren lassen, da die nach innen verlaufenden Teile fehlen würden.
Hier mal ein Originalbild von mir, das zeigt, was ich meine.



Und als Refernez ein Bild von einem Gensmantel-Rumpf, wie es aussehen würde, wenn man es in einem Stück machen würde. Das später originalgetreu zu öffnen und nachzubauen wäre schon eine Menge Arbeit.



Daher habe ich mir überlegt, die Abdeckung (im Bild rot markiert) komplett am Urmodell wegzuschleifen. Damit könnte ich das wesentlich besser gestalten. Die fehlende Abdeckung würde ich dann als Extrateil entsprechend des Original herstellen und wird später nach dem Öffnen der Lufteinlässe am Rumpf angeklebt.




Was haltet ihr davon. Ich selber sehe da nichts Negatives, aber ich kann ja auch einen Gedankenfehler haben.


Gruß, Thorsten

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Samstag, 11. April 2015, 19:19

Hi Thorsten,

das wäre in meinen Augen ebenfalls der beste / einfachste Weg. Was bisher zu sehen ist, überzeugt auf ganzer Linie :ok: freu mich schon auf den take-off.

beste Grüße
Christian

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Montag, 13. April 2015, 18:10

Danke dir Christian, freut mich, dass es gefällt und ich nicht nur für mich schreibe ;)
Ja, ich werde tatsächlich das markierte Stück separat bauen. Sehe ich auch als besser an. Andere, vernünftige Lösungen sind mir nicht eingefallen.


Ich habe dann heute mal die größte Sauerei meiner bisherigen Bastelkarriere hingelegt.

Mittlerweile sind alle Spalten gefüllt, hier mal ein Zwischenstand



Dann ging es los, aus diesem unförmogen Klotz die Konturen rauszuholen. Dazu habe ich eine Holzraspel benutzt und die Sauerei nahm seinen Lauf. Unbeteiligte hätten meinen könnten, es schneit:



Eine Seite ist beinahe fertig:



Und dann mal das Ergebnis, ich bin ziemlich zufrieden:





Nun erkennt man schon, was es werden soll.
Anschließend war erstmal Hof fegen angesagt...was ne Arbeit.

Es kamen noch einige offene Spalten auf, die ich mit Harz ausfüllen/ausgießen werden.
Dann bekommt alles noch einen feinen Überschliff und anschließend wird die Form mit der ersten Schicjht Spachtel zugekleistert.

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Dienstag, 14. April 2015, 11:52

schaut doch sehr gut aus.. setz ich mich mal dazu.

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Donnerstag, 23. April 2015, 18:06

Es ging schonmal mit dem Heckausleger los.

Anhand der Spantenzeichnung und dem Heckausleger einer Gensmantel BK sieht man mal schön die Unterschiede



Dann wurden die Spanten gesägt, Vorlage aus Papier erstellt und die Zwischenräume diesmal mit Blöcken aus Jakudor aufgefüllt



Der Plan ist, wenn der Kleber trocken ist, alles schön runterzuschelifen

Hier dann beide Seiten zusammen geklebt




Learning by Doing !!!!
Das ganze Gebilde erwies sich als viel zu unstabil. Beim Schleifen lösten sich überall durch das rumgewackel die Klebestellen

Neue Varinate:

Alles auf doppelseitigem Klebeband positioniert und das Jakudor soweit runter geschliffen, dass es unterhalb der Spanten ist. Ich werde nun die Verbindungen mit angedicktem Harz machen und dann die Seiten auch mit Harz verkleben. Anschließend kriegt alles noch eine Lage Gewebe.




Gruß, Thorsten

26

Donnerstag, 30. April 2015, 22:15

Der erste Versuch mit dem Heckausleger ging daneben.
Nachdem alles zusammengeklebt war, war es instabil und vor allem krumm.

Neuer Versuch und diesmal wesentlich vielversprechender.
Im Gegensatz zum Anfang habe ich die Seiten nicht mehr geteilt, sondern alles in einem gemacht.
Zunächst die Spanten ausgesägt, Jakudor zum Füllen in die richtige Größe geschnitten und auf Tonpapier Hilfslinien gezogen. Die Papierschablone für die Spanten habe ich diesmal aufgeklebt, da ich so eine Mittellinie hatte.



Mittellinie der Papierchablone und Hilfslinie auf dem Jakudorklotz. Geklebt wurde diesmal nur mit Harz.



Nach einem Tag aushärten zeigte sich, das es die richtige Wahl war. Stabil und super verklebt.
Dann konnte ich anfangen, alles in Form zu schleifen.



Die Stücke zwischen dem Heckausleger und der Finne muss ich noch kleben. Das wird etwas fummelig, da sie alle unterschiedlich in der Höhe sind. Wird zeitaufwendig aber dafür klappt es so auch.




Gruß, Thorsten

Beiträge: 7 267

Realname: Roland

Wohnort: Ternitz (Niederösterreich)

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Freitag, 1. Mai 2015, 07:49

8o :respekt: :dafür: :thumbsup: :hand:
:wink:
ALLE Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren

Das Horn Helm Hammerhands soll erschallen in der Klamm, ein letztes Mal.
Dies Möge die Stunde sein da wir gemeinsam Schwerter ziehen, Grimmetaten erwachet auf zu Zorn, auf zu Verderben und blutig Morden

„Selbst das wildeste Tier kennt doch des Mitleids Regung“ - „Ich kenne keins und bin deshalb kein Tier“

28

Sonntag, 3. Mai 2015, 22:55

Freut mich das dir gefällt Looser !!!

Ich habe mir mal eine Vorrichtung gebastelt, an der ich dann den Heckausleger erstmal mit GFK überziehen kann. Relativ einfach und es hält.



Mit dem Rumpf ging es auch weiter und er wurde mit einer Schicht GFK Körper 163 gr. überzogen.
Es hat wunderbar geklappt und ist mittlerweile richtig stabil.



Ein Bild vom gesamten Rumpf kommt noch, aber ich da ich ich ihn von oben und als alles ausgehärtet war von unten laminiert habe, sind natürlich Überlappungen entstanden, die noch weggeschliffen werden müssen.
Wenn das erliedigt ist, liefer ich nach.
Weil man ja aber was zu tun haben möchte, fing ich an, die Spanten negativ auszusägen. Das soll später als Schablone dienen, wenn es daran geht, alles symetrisch zu schleifen.



In der Zwischenzeit beschäftige ich mich mit dem vorderen Bereich vom Dom, welcher ja recht makant ist. Dann heißt es wieder, GFK und warten.


Gruß, Thorsten

29

Freitag, 8. Mai 2015, 11:15

Da der vordere Bereich des Dom ja recht markant ist, habe ich da mal rangemacht.
Gebastelt wurde mit Balsaholz und das ganze dann überlaminiert.
Was da im unteren so dick und rund aussieht ist absichtlich so gewählt, da ich das später ja auch aus der Fomr kriegen muss, Stichwort Hinterschneidungen.



Dann mal der komplette, fertig laminierte Rumpf



Und da gestern mein Leichtspachtel angekommen ist, konnte ich mir das draufschmieren nicht verkneifen.



Ich werde heute noch ein wenig schleifen und dann ist estmal Pause angesagt. Eine Woche Urlaub, bevor es dann weitergeht.

Allerdings bereitet mir eine Sache noch Kopfzerbrechen.
Und zwar der Bereich der Abgasrohre. An allen Modellen, egal welcher Größe, sieht der Ausschnitt so aus, wie hier



Ich weiß nicht, ob es früher tatsächlich so war, aber heutzutage ist das defintiv falsch. Da sitzt eine Abdeckung drüber.



Da muss ich mir mal Gedanken machen, wie ich das vernünftig hinbekomme. Oder hat da jemand einen Tip ?


Gruß, Thorsten

30

Samstag, 9. Mai 2015, 11:06

Hi Thorsten,

Du bist ein Freak :thumbsup: Wäre es nicht das beste, wenn du die Abdeckung separat fertigst? Oder Du baust den Teilbereich anders auf, indem Du dort noch Material ranpappst was dann in Form gebracht werden kann, damit es dem Original entspricht. Die Ausschnitte für die Rohre brauchst Du ja beim Urmodell nur andeuten/kennzeichnen:nixweis:
Nebenbei: ich habe hier einen tollen Bb entdeckt.

beste Grüße
Christian

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