Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Das Wettringer Modellbauforum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

61

Donnerstag, 26. Juni 2014, 13:07

Und ich erst. Außerdem überlege ich, was man mit so einer Schnitte noch machen könnte?
Jemand eine Idee?
Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

62

Donnerstag, 26. Juni 2014, 13:46

Zitat

Jemand eine Idee?

...ein Habmodell in einem schicken Rahmen zum an die Wand hängen???
:thumbsup:
Es rauscht wie Freiheit, es riecht wie Welt.
Naturgewordene Planken
sind Segelschiffe. Ihr Anblick erhellt
und weitet unsere Gedanken!
Joachim Ringelnatz

63

Donnerstag, 26. Juni 2014, 14:33

Gute Idee! Und wohnzimmertauglich!
Leider fehlt der Schnitte ein Teil des Unterwasserschiffes und des Decks. Nachgießen und anfriemeln...?
Ich denke drüber nach.
Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

64

Donnerstag, 26. Juni 2014, 15:06

Zitat

Nachgießen und anfriemeln...?

...wem wenn nicht Dir sollte dass denn in Vollendung gelingen??? :dafür:
:wink:
Es rauscht wie Freiheit, es riecht wie Welt.
Naturgewordene Planken
sind Segelschiffe. Ihr Anblick erhellt
und weitet unsere Gedanken!
Joachim Ringelnatz

65

Donnerstag, 26. Juni 2014, 17:03

Wenn die Post wegen Fußball nicht vorzeitig geschlossen hat, geht meine Schnitte jetzt gleich auf die Reise, wenn nicht spätestens morgen! Drückt mir die Daumen. Meine Frau hatte auch gleich die Idee, die Schnitte in einem Rahmen an die Wand zu hängen übrigens. Entweder als Deko oder Rasiererablage/Seifenschale/Schmuckablage im Badezimmer...nur so als Anregung! ;)
Muss jetzt los!

Chris :ahoi:
"Go and tell Lord Grenville that the tide is on the turn. It's time to haul the anchor up and leave the land astern. We'll be gone before the dawn returns. Like voices on the wind..." (A. S.)

"Mayflower"

"La Santissima Madre"



66

Donnerstag, 26. Juni 2014, 17:24

So, hat geklappt, is raus und mit etwas Glück morgen bei Dir! Bin auch schon sehr gespannt! :sabber:

Chris :ahoi:
"Go and tell Lord Grenville that the tide is on the turn. It's time to haul the anchor up and leave the land astern. We'll be gone before the dawn returns. Like voices on the wind..." (A. S.)

"Mayflower"

"La Santissima Madre"



67

Donnerstag, 26. Juni 2014, 20:47

Gut dem Dinge!
Sag mal: Seifenschale? Wenn deine Frau das ernst meint, schicke ich ihr die Schnitte nach Beendigung des "Wettbewerbs" zurück. Und du baust die Schale!
Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

68

Freitag, 27. Juni 2014, 12:51

Ich hab's mir mal genauer angesehen. Um die Schnitte an die Wand zu nageln, müsste man sehr viel ergänzen. Und so ein Wandschmuck will ja auch, äh, schmücken.
Ich hab mir was anderes ausgedacht, zu dem ich nicht allzu viel ergänzen muss. Ob's klappt, wer weiß. Verrate aber noch nichts!
Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

69

Freitag, 27. Juni 2014, 13:16

Moin Schmidt! :ok:
Hat der Postmann schon zweimal geklingelt? :sabber:
Ich wurde gestern übrigens bereits von meiner Frau gebeten, bei Dir nachzufragen (bevor wir überhaupt hier die Diskussion über mögliche Nachnutzung hatten), ob Sie eventuell die Schnitte zurückbekommen könnte, wenn die Battle durch wäre und Du eventuell diese nicht mehr benötigst. Ich denke, dass da was fehlt, ist ihr egal, unter künstlerischem Aspekt sei ihr das nicht wichtig, bei Skizzen fehlten ja auch häufig Teile, die ja nur wir als Modellbauer überhaupt als "fehlend" empfänden.
Also bevor Du sie wegwirfst.... :pfeif:

Schöne Grüße und meine Spannung wächst minütlich! :sabber: :sabber:

Chris :ahoi:
"Go and tell Lord Grenville that the tide is on the turn. It's time to haul the anchor up and leave the land astern. We'll be gone before the dawn returns. Like voices on the wind..." (A. S.)

"Mayflower"

"La Santissima Madre"



70

Freitag, 27. Juni 2014, 15:05

Also zunächst mal: Latürnich schicke ich die Schnitte zurück. Was will deine Frau denn damit machen? Würde ich jedenfalls gerne sehen!

Und tatsächlich hat der Postmann geklingelt. Ich mach jetzt nicht viel Worte. Bin gleich rauf auf die Dachterrasse und hab versucht, aussagekräftige Vorher/Nachher-Fotos zu machen. War nicht einfach, und wirklich zufrieden bin ich nicht. Aber es würde Tage dauernd, bis ich einen Profifotografen an die Sache gesetzt hätte. Also: Go!
Ach ja: Steuerbord ist Öl, Backbord ist Plaka!
















Jetzt ihr.
Und Chris, nochmals herzlichen Dank für das Experiment. Für mich war es schon SEHR aufschlussreich!
Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

71

Freitag, 27. Juni 2014, 15:09

Ich werde noch versuchen, Kunstlichtaufnahmen zu machen.
Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

72

Freitag, 27. Juni 2014, 15:28

Hi Schmidt! :wink:
Was sie mit der Schnitte konkret machen wird weiß ich noch nicht genau, ich denke es befindet sich gattinnenseitig noch im Reifeprozess. ich weiß nur, dass sie was damit machen wird und sie wiederum weiß, dass dies dann aber auch fotografisch dokumentiert werden muss.

Doch nun zur eigentlichen Thematik:
Es hat mir einen Riesenspaß gemacht, insofern danke ich Dir! :hand: Ich sage jetzt aber auch noch nichts. Außer: Ich würde mal sagen- die Wahlbüros stehen ab jetzt zur Abstimmung offen, Schmidt, oder?

Schöne Grüße

Chris :ahoi:
"Go and tell Lord Grenville that the tide is on the turn. It's time to haul the anchor up and leave the land astern. We'll be gone before the dawn returns. Like voices on the wind..." (A. S.)

"Mayflower"

"La Santissima Madre"



BP_Dirk

unregistriert

73

Freitag, 27. Juni 2014, 16:52

Hi ihr Beiden, :wink:

ich hatte ja geschrieben, dass ich diesen kleinen "Wettstreit"? gern mal beobachte.

Grundsätzlich erst einmal mein riesen :respekt: an euch Beide!! :ok: :ok: :ok:

Mein Großvater sagte immer "Wer so malen kann, hat goldene Hände", und ich denke er hatte recht.

Beide Modellschnitten sehen super aus, doch wenn ich zwischen beiden wählen sollte, würde ich mich für die "PLAKA-Variante" entscheiden. Der Grund hierfür ist (aus meiner Sicht) das realistischere Aussehen, da mir die ÖL-Variante doch zu sehr den Glanz hervorbringt. Außerdem hab ich so das Gefühl, als ob die Farben bei der PLAKA-Variante alt wirken, und damit auch realistischer.

Ich bin nun nicht unbedingt der Farbprofi, aber das ist halt meine Meinung was den Unterschied beider trotzdem TOLLEN :ok: Varianten betrifft.

MfG Dirk

74

Freitag, 27. Juni 2014, 22:16

Zunächst einmal meinen Dank dafür, dass ihr Beiden uns daran habt teilhaben lassen. :ok:
Und zwar an dem gesamten Prozess.

Nun, Wahlbüro hin oder her - Das läuft für mich auf eine Qual hinaus.

Ich rühme mich ja eigentlich gerne damit, ein gutes Auge für Details zu haben - das macht es mir aber nun auch nicht unbedingt hierbei leichter.
Was man definitiv erkennen kann, sind die unterschiedlichen Handschriften bzw. Stile von euch Beiden.
Chris' Arbeiten würde ich wohl auch bei einer "Wetten dass..?" Sendung erkennen können. :whistling:
Bewerten möchte ich jedoch keine der beiden arbeiten. Beide überzeugen mich und laden mit viel Nachdruck zum genaueren Hinschauen ein.
Allein dies zeugt von Können. Aber darum geht es hierbei ja gar nicht. Ich schweife also ab...böser Mickey! :rolleyes:

Nun, entscheiden möchte ich mich aber auch nicht. jedenfalls nicht auf Grundlage von Fotos.
Da kann zuviel von dem Licht oder der Kamera verfälscht werden.

Wie Dirk ja bereits anmerkte, sieht die Ölvariante ein wenig...ich nenn' es einfach mal "Speckiger" aus. Sehr schön, auch nicht vollflächig speckig.
Mag aber auch nur am Kamerawinkel liegen. Hier wäre es schön, wenn Schmidt das bestätigen könnte.
Speckiger ist je nach Grad der Alterung aber auch gerne gesehen. Keinesfalls falsch!
Das "wirkende" Matt, der Plaka-Schnitte - auch hier müsste mal etwas zu geschrieben werden - wirkt auf mich noch eine Spur älter und verwitterter. Aber auch nicht falsch!

Ich würde also gerne behaupten, beiden Varianten sehen sehr gut aus und stellen möglicherweise unterschiedliche Stadien der "Pflege" dar..
Alles in Allem aber sehr geil! :sabber:

Vielen Dank nochmal!

lg Mickey
Im Bau: Black Pearl
Im Bau: H.M.S. Triton

75

Freitag, 27. Juni 2014, 22:45

Zitat

Speckiger ist je nach Grad der Alterung aber auch gerne gesehen. Keinesfalls falsch!
:five: mickey

76

Freitag, 27. Juni 2014, 23:24

Oh Mann...

Ihr seid wirklich beide Meister der Materie!

Das ist wirklich ein hartes Stück, dabei noch kritisch zu bleiben.
Was soll man auch sagen, wenn man das selber wohl nie so hinkriegen würde... :roll:

Gut, teile ich auch mal meine Gedanken.

Das Öl hat die Nase vorn, was die Tiefe angeht.
Etwas Konturenschärfer und Plastischer als das Plaka.

Dafür liegt im Punkto Realismus das Plaka etwas vorn.
Es sieht tatsächlich an der Probeschnitte noch mehr nach Holz aus.

Dann aber denke ich an eure bisherigen Werke zurück...
... und muss gestehen - ihr holt immer ein Maximum heraus.
Vielleicht ist genau dieses Probestück ja für die eine oder andere Sache besser gewesen. :S
Tiefe und Realismus habt ihr bei euren bisherigen Werken ja meist perfekt getroffen.

Ich muss mir wohl eure Schiffchen alle mal in Natura ansehen... :D


lg
Frank
P.S. Ein echt berauschender Wettstreit! Davon sollte mehr kommen!! :ok:
Modellbau ist Kunst - und manchmal Sport - und darf niemals als Arbeit gesehen werden!

Im Bau: The 24-Gun Frigate Pandora 1:128 - RC
Im Bau: Schlepper Goliath - RC

77

Samstag, 28. Juni 2014, 00:46

Also wenn ich mir die beiden Schnitten so neben einander ansehe, möchte ich mich ganz herzlich bei Euch bedanken, dass ihr euch der Mühe unterzogen habt, uns die Möglichkeit zu geben, beide Verfahren so miteinander vergleichen zu können!!! :hand: :hand: :hand:
Wenn ich mir die beiden Schnitten nun so neben einander betrachte, so würde ich sagen, das eine Mischung aus beiden Techniken in der Zukunft für mich der Weg meiner Wahl wäre; auf ebenen Flächen, also der Bordwand, besonders dort, wo das Holz in seiner natürlichen Verwitterung dargestellt ist, wirkt das Draken mit Plakafarbe für mich eindeutig realistischer, bei den Verzierungen sieht allerdings das Draken mit Ölfarbe für mich eindeutig besser aus. Ich denke, wie so oft im Leben gibt es wohl auch hier kein entweder oder, sondern wohl eher ein sowohl als auch - und letztendlich liegt Schönheit in erster Linie immer im Auge des Betrachters...
:wink:
Es rauscht wie Freiheit, es riecht wie Welt.
Naturgewordene Planken
sind Segelschiffe. Ihr Anblick erhellt
und weitet unsere Gedanken!
Joachim Ringelnatz

Beiträge: 2 349

Realname: Johann

Wohnort: nähe Ingolstadt

  • Nachricht senden

78

Samstag, 28. Juni 2014, 10:12

Hallo,

erst mal ein herzliches Dankeschön, dass Ihr die beiden Techniken gegenübergestellt habt.
So bietet ihr vielen interessieren Modellbauern die Gelegenheit daraus Schlüsse ziehen zu können, um somit für ihr eigenes Modellbauprojekt etwas zu lernen.

Beide Techniken sind hervorragend geeignet, den Modellen ein sehr realistisches Aussehen zu verleihen.
Die Unterschiede sind jedoch meiner Meinung nach nur marginal,
und wie bereits erwähnt ist es auch eine Geschmacksache.
So mag es der eine vielleicht etwas "speckiger", der andere etwas "magerer" bzw. zurückhaltender.
Man sollte hier nicht zu viel hinein interpretieren.

In jedem Fall sehen beide Schnitten klasse aus, und wenn ich mich entscheiden müsste, dann hätte ich die Qual der Wahl.
Den Meistern sei es gedankt! :respekt: :respekt: :respekt: :respekt: :respekt: :respekt:
Viele Grüße
Johann

Im Bau: Video - La Créole - Französische Korvette 1827

ZUM BAUBERICHT


79

Samstag, 28. Juni 2014, 11:09

Ich sage schon einmal herzlichen Dank für das Interesse und die Beteiligung. Ohne Chris und mich loben zu wollen, aber ich glaube, so konkrete Vergleiche von Arbeitstechniken können anderen Nodellbauern tatsächlich bei ihren Entscheidungen helfen.

Ich habe heute morgen unter Kunstlicht noch eine Aufnahme gemacht, die mir die aussagekräftigste der bisherigen zu sein scheint. Tatsächlich aber bräuchte es wohl andere Fototechnik, um euch sehen zu lassen, was real zu sehen ist.






Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

80

Samstag, 28. Juni 2014, 11:27

Es kommt mal wieder alles auf die Beleuchtung an... ;)
Modellbau ist Kunst - und manchmal Sport - und darf niemals als Arbeit gesehen werden!

Im Bau: The 24-Gun Frigate Pandora 1:128 - RC
Im Bau: Schlepper Goliath - RC

81

Samstag, 28. Juni 2014, 11:50

moin Schmidt, ich habe mir mit meiner Antwort etwas zeit gelassen, weil ich die Bilder noch ein wenig auf mich wirken lassen wollte!
beide Techniken sind absolut klasse! beim Öl gefällt mir der leicht speckige Charakter, den ich ja auch von meiner Else kenne, bzw schätze!
die plaka-Technik hat den Vorteil, dass sie eine bessere (plakativere ;) ) Wirkung.....auf die Ferne hat! wäre dann meine Wahl, so ich das Modell
schon von weitem wirken lassen wollte! das ganze kommt etwas knackiger und kontrastreicher! sofern du aber eher den detailverliebten
Erstbeinahemhingucker gewinnen willst, mach's in Öl!!!! so sez the röler bzw der Grafiker

82

Samstag, 28. Juni 2014, 11:56

Moin zusammen! :wink:
Schmidt- Dir erstmal vielen Dank für das Einstellen der Bilder, ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es sehr schwierig ist, einen aussagekräftigen Vergleich so möglich zu machen, auf dem Monitor empfinde ich meine Variante z.B. leicht anders, als ich sie in natura in Erinnerung habe. Das ist keine Kritik an Dich, sondern zeigt nur, wie schwer eine realistische Darstellung in Form von Fotos ist.
Was mich gestern zunächst sehr überrascht hat: Die beiden Schnitten ähneln sich tatsächlich sehr, trotz unterschiedlicher Techniken. Die Unterschiede sind wohl auch darin begründet, dass jedes Ergebnis, in der jeweils gleichen Technik gemalt, immer auch ein Unikat für sich darstellt und ist nicht von vornerein kalkulierbar. Will sagen: Hätte ich eine weitere Schnitte in meiner Technik gemacht, wäre diese wohl erneut im Vergleich zur vorherigen wiederum anders ausgefallen.
Ich komme zu dem Schluß, dass beide Techniken für das angestrebte Ziel auf ihre Art und Weise wohl geeignet sind. Ich kann im direkten Vergleich Deiner Bilder auch kein klares Ergebnis formulieren, beide gefallen mir auf ihre Art.
Ich hätte allerdings vermutet, dass Deine Technik das Rennen macht, da ich -und das gefält mir bei Dir außerordentlich gut- bei Deiner Technik doch mehr Wärme in der Farbe sehe. Normalerweise drake ich ja komplett mit Schwarz, es war sozusagen auch für mich eine Premiere, das mit einem dunklen Gemisch mit Braun zu versuchen, was auch sehr gut klappt, das Ergebnis ist dann nicht ganz so kontrastreich und sogar etwas wärmer. Aber eben nicht so wie bei Dir. Dies führe ich allerdings auch darauf zurück, dass ich die Ausgangsfarben etwas anders gewählt hätte, zumindest das Holz. Ich musste hier sehr viel wieder Abnehmen, damit ich die Ornamente und Details am Heckbereich nicht in Dunkelheit ertränke. Dies ging nur, indem der darunterliegende Holzton wieder zwangsläufig aus Gründen der Homogenität sehr zum Vorschein kam, was mir im Grunde allerdings nach meinem Geschmack zu hell war. Du erreichst das mehr, indem die Ölfarbe etwas das "Holz" dauerhaft abdunkelt, soweit ich das sehen kann. Das "Speckige" gefällt mir übrigens ganz gut, da ich es realistisch finde.
Die Ornamente finde ich bei Dir übrigens auch schöner, da sie mehr Tiefe haben, allerdings frage ich mich, ob Deine Schnite von den Konturen her in den Ornamenten eventuell auch anders ist als meine war, an die definierten Muskeln der Figurine kann ich mich nicht so sehr erinnern,möglicherweise sind diese unterschiedlich aufgrund der Originalform.

So, jetzt versuch ich doch noch ein Ergebnis zu finden: Beide Techniken funktionieren. Was bei Dir vielleicht länger dauert wegen des Abnehmens der Ölfarbe, nimmt bei mir mehr Zeit in Anspruch durch das Freilegen der Ornamente und Farbnester, die ich mit den kleinen konischen Tamiyawattestäbchen auskratzen musste. Auch habe ich mit einem Naturborstenpinsel sehr lange nacharbeiten müsssen, um das Licht wieder zurückzubringen an den hellen Stellen, sonst sähe es so aus wie beim Fotobearbeiten, wenn man den Kontrast hochfährt und die Farbtemperatur und -intensität rausfilter, um Euch eine Vorstellung davon zu vermitteln.
Bei mir stelle ich es mir leichter vor, eventuelle Schäden beim Zusammenbau wegzuschminken, ich weiß nicht, wie Du das bei Ölfarbe machst, stelle es mir aber schwer vor.
Und letztlich: Ich drake alle meine Einzelteile vor dem Zusammenbau, die Partie um das Gallion und das Heck- bzw. Seitentaschenfenster fand ich extrem schwierig, da ich dort nicht mit dem Lappen zwischenkam, das Fenster fiel mir auch dabei entgegen, so dass ich es neu einkleben musste. Meine Technik ist deutlich die gewaltsamere. Dass ich das Gallion bei der Rumfuhrwerkerei nicht mitabgerissen habe, grenzt an ein kleines Wunder. Hier musste ich auch viel mit einem trockenen Borstenpinsel wegbürsten, was aber kein Problem ist, solange die darunterliegende Lackierung so gut haftend ist, dass man diese nicht gleich mitwegschrubbt.

Fazit: Beide Wege liefern überzeugende Ergebnisse und führen zum Ziel, denke ich. Und mein Eingangsargument, sozusagen der "Fehdehandschuh", aus dem diese Battle hervorging, hat sich bestätigt: Der Unterschied ist im Grunde marginal. Finde ich zumindest. Quod erat demonstrandum?

Nochmal ganz herzlichen Dank für die ganze Beteiligung, es war ja auch für Euch nicht leicht, eine definitive Entscheidung zu treffen, das habe ich rausgelesen. Und natürlich Danke an Schmidt für die Organisation der Battle und das Anfertigen der Probeschnitten mitsamt aufwändiger Lackierung. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht, und ich hoffe, dass möglichst viele ModellbauerInnen hier von der Gegenüberstellung der beiden Techniken profitieren können! Probiert es ruhig mal aus, es ist nicht so schwer, wie es vielleicht aussieht. Es ist mehr -wie immer und auch im Modellbau- Übung und ein Erfahrungsblick, den man aber entwickelt, wenn man mehr Routine entwickelt. Wobei ich AnfängerInnen diesbezüglich doch lieber zu meiner Technik raten würde, da diese bei Nichtgelingen fast komplett revidierbar ist, da man die Farbe einfach abwaschen und abbürsten kann, wenn's nichts geworden ist.

Ich hoffe, dass ich jetzt nicht die nächsten vielleicht noch folgenden "Nachvoter" durch mein Fazit zu sehr beeinflusse, aber ich denke, eine Tendenz haben wir ja bereits in den einzelnen Meinungen erhalten.

Ich bin auf Schmidt's Ergebnis sehr gespannt! :ok:

Schöne Grüße

Chris :ahoi:
"Go and tell Lord Grenville that the tide is on the turn. It's time to haul the anchor up and leave the land astern. We'll be gone before the dawn returns. Like voices on the wind..." (A. S.)

"Mayflower"

"La Santissima Madre"



83

Samstag, 28. Juni 2014, 13:20

Dann darf ich vielleicht direkt antworten.
Und ich kann mich kurz fassen, weil ich Drake praktisch in allen Punkten zustimme. Ich fasse daher die (tatsächlich sehr diffizilen) Unterschiede zusammen, so wie ich es sehe bzw. aus Drakes Darstellung schließe - und ohne Wertung:

1. Öl tönt die Farben stärker als Plaka.
2. Öl hinterlässt bei der Trocknung selbständig einen gewissen Restglanz; bei Plaka stellt man den Glanzgrad durch Mattlack ein.
3. Öl lässt sich besser wegwischen als Plaka und man hat mehr Zeit für diesen Vorgang; bei Plaka ist der ganze Vorgang reversibel. (Empfehlung für Anfänger!)
4. Öl dringt in kleinere Spalte und stellt mehr Tiefe her; Plaka schafft ausdrucksstärkere Flächen.

Chris, was sagst du dazu? Was würdest du ergänzen?

Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

84

Samstag, 28. Juni 2014, 13:35

So lang meine vorherigen Ausführungen waren, so kurz meine jetzige Anrwort: Nüscht.
Außer vielleicht: Bei Plaka gibt es eigentlich nur einen gewissen Glanzschimmer, wenn man auf der Farbe zu sehr rumreibt, dann wird sie allerdings ziemlich unansehlich und hat was von Graphit bzw. Feuerschaden/Verkohlung. Wenn man jedoch mit nebelfeuchten Tüchern arbeitet, entsteht dieser Effekt eigentlich nicht. Den Mattlack verwende ich eigentlich nur, da er in meinen bisherigen Fällen die Oberfläche homogener und oft (aber nicht so wie bei Dir) etwas Wärme in die Farbe bringt. Geht u.U. und je nach Geschmack auch gut mit Seidenmatt. Aber vielleicht erklärst Du nochmal kurz, wie Du mit besagten Schäden beim Zusammenbau/Wegschminken bei Übergängen verfährst. Ich nehme hierfür stark verdünnte Plaka und versuche mit dem Pinsel oder Tuch, anzugleichen. Und Du?
Wichtig ist bei meiner Technik noch, dass die Plakafarbe gut gerührt, nicht zu fett und nicht zu wässrig und vor allem nicht zu alt ist. Ansonsten erhählt man unschöne grobkörnige Ränder oder Ablagerungen, wenn man sehr nass arbeitet und eigentlich eher ein transparentes Ergebnis im Sinne einer Lasur erhalten möchte. Nach dem Trocknen vor allem auf dunkleren Untergründen helle ich auch gern nochmal mit einem feuchten Pinsel auf, jedoch ohne viel Druck auszuüben, um die Farbe nicht wieder vollständig runterzuwaschen, bzw. aus den tieferen Strukturen zu holen. Und wenn ich die darunterliegende Lackierung doch mal abreiben sollte an exponierten Stellen, gleiche ich einfach mit der ursprünglichen Farbe wieder aus. An exponierten Stellen schafft das schön Licht, d.h. das Flickwerk hat sogar einen gewissen Vorteil und sozusagen "Mehrwert"!

Schöne Grüße

Chris :ahoi:
"Go and tell Lord Grenville that the tide is on the turn. It's time to haul the anchor up and leave the land astern. We'll be gone before the dawn returns. Like voices on the wind..." (A. S.)

"Mayflower"

"La Santissima Madre"



85

Samstag, 28. Juni 2014, 15:38

Na prima, dann haben wir es doch ganz gut auf den Punkt gebracht. :hand:
Ich sage als Ergänzung des vorigen Beitrags vielleicht noch ein paar Worte zum "Ölabdraken":
Ich achte darauf, dass insbesondere die exponierten Stellen gut deckend lackiert sind. Das ist bei den Resinmodellen nicht so schwierig, insofern die Oberfläche leicht rau ist und die Farben sehr gut haften, auch ohne besondere Grundierung. Wichtig ist m.E., dass die Grundfarben viel Zeit zur Trocknung haben! Das Abdraken ist dann eigentlich kein "kreativer" Prozess, sondern bloß das Unterfangen, möglichst überall "alle" Ölfarbe wieder herunterzuholen. "Automatisch" bleibt dabei in den Ritzen und an den Kanten etwas mehr Farbe; mit den entsprechenden Werkzeugen erreicht man allerdings fast alle Stellen. Bei der letzten Schnitte habe ich praktisch nicht nacharbeiten müssen. Die Galion habe ich abgedrakt, indem ich in Streifen geschnittenen Unterhemdenstoff durch die Öffnungen zwischen den Regeln gezogen habe. Ähnliches gilt für Fenster und Stückpforten. In der Regel versuche ich abschließend noch, Lichter zu setzen, indem ich an den Kanten mit den Grundfarben trockenmale. Der Effekt ist allerdings eher gering und Betrachtern kaum zu vermitteln.
Ich glaube, das ÖLabdraken ist "einfacher" als das "Plakaabdraken", hat aber eben den unverkennbaren Nachteil, NICHT reversibel zu sein.
Schmidt (der demnächst zeigt, was aus seiner Battleschnitte wird, während Drakes an seine Frau zurückgeschickt wird.)
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

86

Samstag, 28. Juni 2014, 16:24

Wow ... die Anfänge dieses Vergleichs konnte ich schon im Urlaub betrachten ... klasse Idee ... und unglaublich tolle Ergebnisse.

Ein paar Sachen sind mir aufgefallen ...

zum einen hängt der Eindruck ziemlich vom Bildschirm ab ...
ich habe mir spaßeshalber das Ganze auf drei Monitoren mit drei unterschiedlichen Betriebssystemen nebeneinander angesehen ...
auf jedem kommen die Farben schön aber dennoch klar unterschiedlich rüber ...
von warm bis eher kühl ist alles dabei ..
und das obwohl alle Monitore von der Farbeinstellung eigentlich optimiert sind

insofern möchte ich mir ein Urteil in Richtung eher warme Farben oder nicht lieber verkneifen ...
das kann ziemlich täuschen ..
denn ich weiß nicht welche der Darstellungen nun dem Original nahe kommt.

Deshalb möchte ich mich in dieser Hinsicht nur auf Schmidts Urteil verlassen ..
denn nur er hat die Originale vor sich.

Eines scheint mir aber davon abgesehen dennoch ziemlich deutlich ...
bei den Schnitten beruht der Unterschied in der unterschiedlichen Intensität des Abdrakens ... egal ob Öl oder Plaka ..

Chris hat auf seiner Schnitte die Farbe wesentlich exakter aus den Winkeln entfernt ...
deswegen der etwas "frischere" Eindruck

Bei Schmidts Schnitte (klingt wie was vom Konditor) hingegen bleiben sehr viele Bereiche mit einem breiten Patinarand ...
das suggeriert dem Auge mehr Tiefe weil sich die entsprechenden Teile scheinbar mehr von den tieferliegenden Teilen ablösen ...
gleichzeitig entsteht so eine Art speckiger Schummerlicht-Effekt mit vermeintlicher Wärme.

Ich denke deshalb, daß beide Methoden, bei identischem Grad der Farbabtragung, sich extrem ähnlich wären.

Das mit dem Restglanz des Öldrakens ist vermutlich eher kurzer Natur weil er noch von der relativ frischen Farbe herrührt ...
schau das Modell etwa zwei Monate später an und es wird weitgehend matt sein ...
zumindest konnte ich diese langsame Mattierung von Ölfarben schon oft feststellen.

Abschließend noch eine Frage an Schmidt ...
wie definierst Du: "viel Zeit zur Trocknung der Grundfarben" ?

Ich meine Du hast diese Teile abgegossen und bemalt und verschickt in einem Tempo, daß einem fast schwindelig wird !
Sind zwei oder drei Tage genug Trockenzeit ? Oder tuns schon 24 Stunden ?

Und wie viele Stunden ... oder eher Minuten ... gibst Du dann der Öldrakingfarbe zur Einwirkung bis Du sie wieder abnimmst ?
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

"When all else fails ... Read the instructions" ( LINDBERG 1965 )

Youth, talent, hard work, and enthusiasm are no match for old age and treachery !
( In memoriam Prof. John A. Tilley, † 20.07.2017 )

87

Samstag, 28. Juni 2014, 16:38

Am besten wäre m.E. eine Woche Trocknung der Grundfarben. Jetzt sind es vier Tage gewesen, wenn ich richtig gerechnet habe. 24 Stunden sind m.E. definitiv zu wenig, insbesondere bei einem gut deckenden Auftrag. Ich habe in den letzten Jahren immer wieder erleben müssen oder dürfen, dass die Trocknung der Oberfläche noch lange nicht das Ende des Prozesses ist. Das Abdraken kann eine ziemliche mechanische Belastung sein, die bis in die Tiefe der Farbschicht wirkt.
Was den Restglanz der Öloberflächen angeht: Der Heckspiegel der 7P, an dem ich vor Wochen begonnen habe, die neue Öltechnik zu erproben, ist bislang noch nicht ganz stumpfmatt geworden.
Ich wiederhole an dieser Stelle gerne noch einmal, dass sich mein Ideal eines Modells in letzter Zeit geändert hat - unter dem Einfluss der Ölmalerei. Ich strebe jetzt so etwas an wie ein "Modell des Modells", d.h. Modelle, die alten Modellen aus der Zeit der Originale oder alten bildlichen Darstellungen möglichst ähnlich sehen. Diese Richtung wird natürlich von den Artitec-Modellen vorgegeben, deren Konstrukteur sich ausdrücklich an der holländischen Marinemalerei orientiert hat.
Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

88

Samstag, 28. Juni 2014, 23:46

Nabend Schmidt! :wink:
Das ist sehr interessant! Ich habe mich auch schon oft gefrart, was ich hier eigentlich mache- und bin auch zu dem Ergebnis gekommen, dass ich im Grunde "Modelle von Modellen" baue. Damit meine ich, dass ich im Grunde häufig eher versuche, ein gutes Museumsmodell zu kopieren als ein Originalschiff. Also vom Plastikmodell hin zum ernstzunehmenden Großmodell, wobei ich Plastikmodelle jetzt überhaupt nicht abwerten will! Es ist mir nur aufgefallen, dass ich sehr viel häufiger in diese Richtung gehe und mich mehr an alten Modellen als am Original orientiere. Anscheinend gehen wir diesbezüglich ähnliche Wege... :five:

Schöne Grüße

Chris :ahoi:

p.s.: Klingt vielleicht blöd- aber soll ich Dir zumindest das Porto für die Schnitte erstatten- wir sprachen grad drüber, deshalb meine Frage...??
"Go and tell Lord Grenville that the tide is on the turn. It's time to haul the anchor up and leave the land astern. We'll be gone before the dawn returns. Like voices on the wind..." (A. S.)

"Mayflower"

"La Santissima Madre"



89

Sonntag, 29. Juni 2014, 08:34

Zitat

mich mehr an alten Modellen als am Original orientiere

ist doch auch ganz natürlich, bzw verständlich! man orientiert sich stets
an dem, was man KENNT! die alten modelle sind uns bekannt, die Originale
eben nicht! ich möchte nur zu gerne wissen, wie ein Mensch von 'damals'
unsere schiffbaukünste HIER beurteilen würde!
da wir's eh nie erfahren werden, haben wir also eine gewisse narrenfreiheit!
LG the Joker

90

Sonntag, 29. Juni 2014, 17:53

Schön, dass wir mit unserem Schnittenvergleich auch ein bisschen Modellbauphilosophie betreiben konnten...


Aber was macht der Schmidt jetzt bloß (mit seiner Schnitte)?


Baut ihr irgendwas an.


Ein Heck.


Ein Deck.



Sieht ja schlimm aus. Was will er bloß damit?



Rätselhaft.
Wesentlich leichter zu verstehen, aber auch mit einem Hang ins Bescheuerte ist sicher mein Versuch, der Statenjacht ganz besonders hübsche Fenster zu bauen. Dem Bausatz sind die üblichen bedruckten Plastikscheiben beigelegt, die mir etwas ausdrucksschwach erschienen.
Erster Schritt:






Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

Werbung