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151

Sonntag, 22. Februar 2015, 08:19

:thumbsup: Schick geworden
Gruß Christian

in der Werft: im Moment nichts


"Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

152

Sonntag, 22. Februar 2015, 16:33

Kann mich den Vorrednern nur anschließen: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: Jetzt sieht der Kahn schon mehr an Abwracken aus.
Schöne Grüße,
Bernd

"Wenn das Ihre Lösung ist, dann hätte ich gerne mein Problem zurück."

Meine Projekte

Einführung Kartonmodellbau

153

Sonntag, 22. Februar 2015, 21:39

Nabend Leute!

Kai, Christian und Bernd - Vielen Dank für euren Zuspruch :)

Die letzten beiden Tage konnte ich voll zum Basteln nutzen, so dass der Kahn sichtbare Fortschritte gemacht hat! Ich muss mich aber für die eventuell schlechte Fotoqualität in meinem heutigen Posting entschuldigen - Meine Freundin ist für ein paar Tage unterwegs und hat meine Kamera mitgenommen, so dass mir nur meine Handykamera bleibt...

Zunächst mal hab ich nach der Vorlage aus dem Kartonbaubogen die Rumpfverkleidung für die Aufbauten (sicherheitshalber etwas höher als benötigt) ausgeschnitten, angepasst und veklebt und anschließend die Spalten zum restlichen Rumpf mit Spachtel gefüllt - was erstmal grausam aussah :D :





Nachdem 90% der Spachtelmasse wieder abgetragen wurden und ich die die Rumpfverkleidung in der Höhe den Spanten angepasst hatte (Foto fehlt), hab ich mich dem Bootsdeck gewidmet.
Zuerst hab ich mit einem normalen Stück Papier die Konturen des Decks abgepaust, indem ich mit dem Bleistift vorsichtig die Kanten nachgefahren bin. Dann waren noch hier und da Anpassungen notwendig und anschließend konnte ich die Schablone auflegen - Das sah schon mal gut aus:



Danach hab ich das Teil mit der Oberseite auf die Unterseite auf die Evergreen-Strukturplatte geklebt, die das Holzdeck immitieren soll - Das ist wichtig, weil das Teil asymetrisch ist. Hätte ich es also falschrum aufgeklebt, wäre das Teil letztlich seitenverkehrt geworden. Auf die Unterseite der Strukturplatte klebe ich die Schablone deshalb, weil sonst eventuell die feinen Rillen auf der Oberseite durch den Kleber verstopft werden.



Im nächsten Schritt hab ich die Stellen auf der Unterseite des Decks bemalt, die später - zumindest theoretisch noch irgendwie einsehbar sein könnten. Dabei hat mich ein Fall von "wer keine Arbeit hat, macht sich welche" gepackt und ich hab an einer Ecke noch ein paar Deckstreben aufgeklebt:



Hier nochmal eine schlechte Nahaufnahme mit dem Teil an seinem Platz.



Die beiden Streben entlang des schwarzen Streifens dienen später vor allem dazu, eine Klebefläche für den allerletzten Teil der Rumpfverkleidung zu bieten, den ich auf dem Foto mal auf die schnelle mit Paint eingezeichnet habe:



Ich hatte mir überlegt, dieses Teil separat erst dann anzufertigen, wenn das Deck an seinem Platz ist, weil sich dadurch arbeits-/schleiftechnisch einiges vereinfacht.

Zum Abschluss des heutigen Updates noch zwei Fotos vom aktuellen Arbeitsstand mit dem veklebten und verschliffenen Deck und der lose aufgelegten Brücke nebst Schornstein:





Schönen Abend euch allen noch!

154

Montag, 23. Februar 2015, 08:51

Gefällt mir, besonders Deine Ausführung des überstehenden Decks mit den ganzen Traversen. :ok: Das mit der Spachtelmasse mag grausam aussehen, ist aber doch der Vorteile Deiner Bauweise gegenüber meiner. Gibt es bei mit Spalten ist da nichts mit Spachteln. Oder ich mache es so wie bei meiner Cleo, wo es eh´aufs Neubemalen hinaus läuft. Dann darf ich auch Spachteln.
Schöne Grüße,
Bernd

"Wenn das Ihre Lösung ist, dann hätte ich gerne mein Problem zurück."

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Einführung Kartonmodellbau

155

Montag, 23. Februar 2015, 21:11

Hallo Alex,

super, Dein Rost sieht aus wie in Echt!
Zum Vergleich:




Gruß
Stefan ;)

156

Montag, 23. Februar 2015, 21:23

Hallo Alex :wink:

:ok: :ok: :ok: eine Freude dir zuzuschauen.
Gruß, Torsten die Landratte :pc:

Im Bau: Steampunk: Valortanica und Geheimer Hafen, Krabbenkutter, DUKW 1:35 RC

KaiPaule

unregistriert

157

Montag, 23. Februar 2015, 21:26

photoshop

Hat Stefan jetzt ein Modell von Alex gefotoshopt - oder faked Alex die Originale in seine BB??? Ich mein, ist ja nur so ein Frage die scih stellt.... Super Alex, bist auf der Ideallinie!
Kai

Beiträge: 269

Realname: Harald

Wohnort: Herne (Wanne-Eickel)

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158

Montag, 23. Februar 2015, 21:54

Moin Alex,

es ist ne Freude den ollen Rosttrawler wachsen zu sehen. Klasse, dass du uns so detailliert dran teilhaben lässt!

Stefans Foto zeigt, wie perfekt du den Rost getroffen hast!!! :thumbsup: :thumbsup:

Gruß

Harald

159

Dienstag, 24. Februar 2015, 11:47

Hallo Leute!

Ich weiß gar nicht was ich sagen soll zu eurem so positiven Feedback - DANKE!!! :rot: Ich werd ganz rot bei so viel Lobhudelei! Auch wenn ich den Trawler auf keinen Fall als perfekt bezeichnen würde, kann ich doch bei mir selbst eine Lernkurve erkennen seit meinem ersten Scratchbau und ich freue mich, wenn ich die beiden Seitentrawler dann in hoffentlich naher Zukunft in ihr Diorama einbetten kann - Bis zur diesjährigen Ausstellung in Wettringen will ich damit durch sein... So zumindest der Plan.

Danke Stefan für das tolle Foto! Wenn man es sich mal länger anschaut, zeigt es sehr gut, wie verschieden Rost auftreten und aussehen kann :)

Gestern Abend hab ich damit zugebracht, das letzte Stück der Rumpfverkleidung zu schnitzen - Ich nenn die Ecke mal euphemistisch "Galerie". Das Teil entstand mit Blick auf späteres Schleifen aus Stabilitätsgründen in einem Stück aus 0,5er Poly und ließ sich dank der im letzten Posting erwähnten Klebekante/Führung auch problemlos inkl. einkleben und verschleifen:



Da der Trawler in den letzten Tagen so schön Gestalt angenommen hat, hab ich mal schnell noch zwei Übersichtsfotos von dem Kahn gemacht, der langsam auch wie ein richtiger Trawler aussieht :D



Die Masten sind nur gesteckt und müssen vor dem richtigen Einbau (dauert noch) erstmal verjüngt werden.



Der Rumpf wäre jetzt eigentlich fertig zum Grundieren (mit Revell-Grundierung aus der Dose... Für meine Zwecke völlig ausreichend, da ), aber momentan ist es hier einfach draußen zu kalt dafür. Letztes Wochenende wäre vom Wetter und den Temperaturen perfekt dafür gewesen, aber da war ich leider noch nicht so weit. Wohnung oder Keller scheiden wegen des entstehenden Farbnebels bzw. wegen Platzmangel aus... Also werd ich mich wohl erstmal noch ein bisschen mit weiteren Kleinteilen beschäftigen, bevor ich mal einen Tag abpasse, an dem es warm genug dafür ist (und der hoffentlich bald kommt). :whistling:

Beste Grüße,

Alex

160

Donnerstag, 26. Februar 2015, 09:56

Hallo zusammen!

In den letzten beiden Tagen hat sich wieder einiges am Trawler getan! Da die Temperaturen dann doch unerwartet noch etwas gestiegen sind, hab ich in einer Abklebeorgie den Rumpf aufs Grundieren vorbereitet:



Das Grundieren an sich lief ganz gut, mit einer Ausnahme - Eine Stelle hatte sich das Masking Tape während des Sprühens gemerkt, ohne dass ich es bemerkt hab, was mir dann diese schönen weißen Farbspritzer auf dem Arbeitsdeck beschert hat :bang:



Insgesamt war das aber nicht so schlimm - Die Stelle wurde neu überpinselt und dann das gesamte Deck nochmal mit einem Washing aus Revell Panzergrau getränkt. Jetzt ist es eine Spur dunkler als vorher, aber immerhin sieht man nicht mehr, dass dort mal Farbspritzer waren. :whistling:



Sorry, ich hab vergessen, die Ecke nochmal aus der Vogelperspektive zu fotografieren. Kann ich aber noch nachholen...

Nach dem Grundieren hab ich mich daran gemacht, den Rumpf wieder mit 800er Schleifpapier anzuschleifen und so Unebenheiten aus der Farbschicht heraus zu bekommen. Von dieser ziemlich dreckigen Arbeit hab ich keine Fotos gemacht, aber ich denke ihr könnt euch vorstellen wie weißer Farbstaub aussieht ;)

Gestern Abend hab ich mich dann daran gemacht, aus 0,25x0,75mm und 0,5x0,75mm Sheetstreifen die Scheuerleisten anzukleben und außerdem die Verstärkungen an den Stellen des Rumpfes zu erstellen, an denen die Scherbretter über die Netzgalgen von Bord gelassen bzw. eingeholt werden:





Für die Verstärkungen hab ich mir aus einem Reststück Sheet eine Lehre gebaut, damit die einzelnen Streben immer den gleichen Winkel zur Scheuerleiste aufweisen.



Die obere Scheuerleiste findet man bei Seitentrawlern eher selten. Die hab ich vor allem aus kosmetischen Gründen angebracht, um in diesem Bereich kleine Unregelmäßigkeiten am Übergang zwischen den beiden oberen Rumpfteilen zu überdecken (was schon bei meinem ersten Trawler super funktioniert hat). Sie fällt also unter das Motto "Könnte so gewesen sein"...



Außerdem wurde die eigentliche Reling auf das Schanzkleid geklebt (ebenfalls 0,25x0,75mm Sheet), deren zukünftige Unterseite natürlich vor dem Anbringen bemalt und gealtert werden musste, damit man am Ende keine hässlichen weißen Stellen irgendwo sieht. Als letzten Arbeitsgang des gestrigen Abends hab ich den Aufbauten die Bullaugen für die Wohnräume der Besatzung verpasst.

Jetzt müssen noch die Klappen für die Speigatten angefertigt und angeklebt werden, und dann kann es eigentlich auch schon an die Bemalung des Rumpfes gehen :tanz:

Zum Schluss noch zwei Totalaufnahmen vom derzeitigen Baustand mit probehalber aufgesetzter/eingesteckter Brücke, Netzwinde und noch unbearbeiteten Masten:





Einen schönen Tag wünscht

Alex

Beiträge: 269

Realname: Harald

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161

Donnerstag, 26. Februar 2015, 19:04

Hi Alex,

einfach klasse! Die Scheuerleisten gefallen mir besonders gut - perfekt paralell!

Gruß

Harald

162

Donnerstag, 26. Februar 2015, 19:08

Alter Falter - ist das Teil sauber geworden!!! :love: Was die Farbspritzer an Deck an geht, gerade am Rand dürften es doch wohl ein paar Spuren heruntergelaufenen Rostes oder Farbkleckser von der Rostbekämpfung sein, oder?
Schöne Grüße,
Bernd

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Einführung Kartonmodellbau

163

Donnerstag, 26. Februar 2015, 19:49

Wow, das Modell wirkt richtig gut
Gruß Christian

in der Werft: im Moment nichts


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164

Donnerstag, 26. Februar 2015, 23:29

Nabend Leute!

Vielen Dank für eure Kommentare! Mir macht die Arbeit am Kahn momentan auch richtig viel Spaß, weil es mittlerweile bei jeden Schritt sichtbare Fortschritte gibt. :)

@ Bernd: Hm, da hätte ich früher drauf kommen sollen :D Wäre auf jeden Fall auch ne Idee gewesen! Mittlerweile sind die Farbspritzer jedoch komplett übermalt... Ich glaub neue spare ich mir nach Möglichkeit :pfeif:

Heute ging es mal wieder um Details. Ich hatte mir spontan in den Kopf gesetzt, dass die Speigatten im Sinne der Arbeitssicherheit an Bord noch eine Querstrebe bekommen sollten, damit nichts über Bord geht, was nicht über Bord gehen soll...





Hergestellt hab ich die Streben mal wieder aus einem Stück Gitarrensaite - Das Einpassen wäre eigentlich ein Job für jemanden gewesen, der Vater und Mutter erschlagen hat. So jemand war aber (zum Glück) nicht greifbar, also musste ich es selbst machen :nixweis:
Hier mal ein Foto davon, wie die gealterten Streben vom Deck aus aussehen:



Als nächstes waren dann die Klappen der Speigatten an der Reihe, die aus 0,25x1,5mm Sheet entstanden sind. Die innen liegende Seite wurde vorher gealtert, erst dann wurden die Teile aufgeklebt.

Für die Liebhaber von Scharnieren ;) hab ich den Klappen auch noch ebensolche aus Ätzteilresten verpasst - Auf dem Foto kann man die aber nicht so gut erkennen, weil auf der Oberseite der Klappen noch ein bisschen Farbe hängen geblieben ist. Am besten sieht man die Scharniere der beiden linken Klappen:



Zum Abschluss noch zwei Fotos davon, wie die geschlossenen Klappen mit Streben von Innen wirken:





Gute Nacht sagt

Alex

165

Samstag, 28. Februar 2015, 00:21

Nabend allerseits!

I see a white ship and I want to paint it black...

In diesem Sinne hier das Resultat des heutigen Bastelabends :D











In das Schwarz hab ich direkt erste Unregelmäßigkeiten reingebracht, indem ich im letzten Durchgang die Farbe stark verdünnt mit dem Pinsel aufgetupft hab. Als nächstes kommt die Back an die Reihe...

Beste Grüße,

Alex

166

Samstag, 28. Februar 2015, 08:20

Moin Alex

Toller Bau :ok: Bin mal gespant was du mit dem Rumpf anstellst .Da muß ja noch richtig was gemacht werden also ich meine Beulen , Kratzer, Rost e.c.t .

Ich bleibe dabei :D weiter so !

LG Heiko

167

Samstag, 28. Februar 2015, 09:06

Hi Alex,


Du machst ja Riesenfortschritte. Sieht grandios aus!
Schön auch, dass Du die Verschanzung oben noch mit einer Leiste abgedeckt hast.
Die Rote Farbe in der Wasserlinie hättest Du Dir aber sparen können.
In dem von Dir angestrebten Zustand der Vernachlässigung würde ich dort nur Rost erwarten ;)

Viele Grüße
Stefan

168

Sonntag, 1. März 2015, 20:56

Guten Abend allerseits!

@ Heiko: Danke dir! Kratzer und viel Rost kommen auf jeden Fall drauf, verbeulen werd ich den Rumpf allerdings nicht mehr - Zumindest auf der Back gibt es sowieso eine Delle, die beim Bau entstanden ist ^^

@ Stefan: Danke auch an dich! Naja, die momentanen Fortschritte sind halt einfach auch sichtbarer, jetzt wo es um große Flächen geht. Zur Wasserlinie: Keine Sorge, da kommen noch Rost und Bewuchs drauf, aber beides braucht ja eine Grundlage ;) Ich find das sieht am Ende einfach besser aus, vielleicht wird dann hier und da noch ein Rest Rot unter dem ganzen Schmock hervorlugen.


Gestern hab ich mich der Back gewidmet und diese farblich gestaltet. Hier das Ergebnis:



Außerdem hab ich dem Bootsdeck einen Anstrich verpasst:



Zu guter Letzt bekam der Kahn sein erstes Decal, dass ich schon zusammen mit den Decals für meinen anderen Trawler vor ewigen Zeiten im Copyshop hab drucken lassen. Etwas Nacharbeit war allerdings nötig... Jetzt ziert jedenfalls das Stadtwappen des Heimathafens den Bug:



Das wars für heute...

Viele Grüße,

Alex

Beiträge: 269

Realname: Harald

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169

Montag, 2. März 2015, 18:09

Hallo Alex,

die Lackierung sieht 1. Sahne aus! Und das Decal dito.

Erzähl mal bitte was zu deinen Farben: Ich sehe die Aqua Color im Hintergrund. Wie verdünnst du die? Du hast angedeutet, dass du mehr mit Pinsel arbeitest, aber der Rumpf sieht wie gespritzt aus. Sieht alles sehr sauber aus!

Gruß

Harald

170

Montag, 2. März 2015, 19:38

Hallo Harald!

Danke dir! :)
Klar, dazu kann ich gerne was sagen: Ich bemale meine Modelle - abgesehen von der Revell-Grundierung, die aus der Dose kommt - grundsätzlich nur mit dem Pinsel. Eine Airbrushanlage hab ich nicht und werde ich mir wohl auch nicht zulegen. Die Arbeit damit ist mir insgesamt zu aufwendig und würde sich für viele Teile meiner Meinung nach nicht lohnen...

Zum Bemalen benutze ich ausschließlich Acryl-Farben. Enamel-Farben sind aufgrund des Geruchs und der längeren Trockenzeiten nicht mein Ding... Zu 95% hab ich hier Revell Aqua Colors und der Rest sind Farben von Games Workshop, weil die andere (und bei bestimmten Farben auch mehr) Farbtöne anbieten als Revell. Da kann man sich manchmal das Mischen ersparen Acrylfarben kannst du mit Wasser verdünnen, den Pinsel nach dem Bemalen ganz einfach mit Wasser ausspülen und die Farben auch problemlos untereinander ohne irgendeinen Zusatz mischen - auch ein Pluspunkt meiner Meinung nach. Das Verdünnen ist bei der Benutzung der Farben auch wirklich nötig, da man ansonsten bei größeren Flächen hässliche Pinselstriche bekommt. Beim Verdünnen die "richtige" Konsistenz zu finden ist so ziemlich die einzige Schwierigkeit, find ich. Aber da kriegt man schnell Übung drin. Ist die Farbe zu dünn, gibt es einen unregelmäßigen Farbauftrag und Flecken an der Stelle, wo die Farbe zuletzt getrocknet ist. Aber selbst wenn sowas mal passiert, kann man einfach noch eine oder zwei weitere dünne Lagen der Farbe auftragen. Das muss man meistens sowieso tun, wenn man die Farben so verdünnt, dass hinterher keine Pinselstriche sichtbar bleiben. Aber da Acrylfarben schnell trocknen ist das kein Problem. Der schwarze Bereich des Rumpfes hat, glaube ich, 4 Lagen Farbe abbekommen, die Holzdecks 2-3 + "Washing".
Bei meinen Scratch-Kähnen schleife ich alle Kunststoffteile, die nicht Evergreen-Profile sind, grundsätzlich mit 800er Schleifpapier an, damit die Farbe besser haftet. Beim Rumpf kommt die Grundierung (die ich nach dem Durchtrocknen auch nochmal anschleife) zum Einsatz, weil sie der Farbe auf der großen Fläche wirklich eine seehr gute Basis bietet, aber auch, weil sie recht gut kleine Spalten und gespachtelte Stellen abdeckt, die beim Bau entstanden sind. Alle anderen Teile grundiere ich jedoch nicht...

Der Rumpf wirkt auch nur auf den Fotos so sauber - In der Realität sieht das bewusst anders aus, da ich die letzte Schicht der schwarzen Farbe mit dem Pinsel aufgetupft habe, um Unregelmäßigkeiten zu erzeugen. Naja, vorher hat das Weiß von Plastik und Grundierung meine Fehler kaschiert, jetzt tut es wohl das lichtaufsaugende Schwarz... :)
Die relativ sauberen Trennungen zwischen den einzelnen Farben kommen vom Masking Tape. Zuerst habe ich das Schwarz aufgetragen und die Wasserlinie sowie die Back mit dem Tape abgeklebt. Wenn man dann mehrere Lagen Farbe aufträgt, wächst diese natürlich ein wenig "in die Höhe", so dass sich beim abziehen des Tapes eine kleine Kante ergibt. Diese kann man jedoch recht gut für seine Zwecke nutzen (falls nicht: vorsichtig wegschleifen), denn dank der Kante konnte ich das Rot des Unterwasserschiffs freihand auftragen. Die Kante stoppt die Farbe in ihrer Ausbreitung, sie dient mir also sozusagen als Malhilfe. Denselben "Trick" hab ich beim bemalen der Back angewendet, so konnte ich das Weiß ohne weiteres Abkleben auftragen.

Ich hoffe, das ist es was du wissen wolltest - Falls noch was unklar ist, frag einfach! :D

Fotos zum beschreiben des Alterungs"prozesses" mit den Farben an einem Probestück hab ich auch schon gemacht - Mal sehen wann ich in den nächsten Tagen dazu komme, hier ein paar Zeilen dazu zu schreiben...

Beste Grüße,

Alex

171

Montag, 2. März 2015, 19:43

Pinselbemalung :cracy: Absolut super. Ich hätte jetzt auf eine saubere Airbrush Lackierung getippt.
Gruß Christian

in der Werft: im Moment nichts


"Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

172

Montag, 2. März 2015, 19:51

Zitat

Pinselbemalung :cracy: Absolut super. Ich hätte jetzt auf eine saubere Airbrush Lackierung getippt.
Dankesehr! Ne Airbrush-Lackierung sähe wahrscheinlich ganz grausam aus bei mir :D

Ich hab noch etwas vergessen zu erwähnen: Bei solchen Teilen wie dem Rumpf liegt schaue ich immer, dass die Seite, die ich bemale, möglichst waagerecht auf der Arbeitsunterlage liegt, damit sich keine Farbe am unteren Ende der Bordwand sammelt oder, im Fall des Schanzkleides, aufs Deck läuft.

Beiträge: 269

Realname: Harald

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173

Montag, 2. März 2015, 19:57

Besten Dank Alex!

Mal wieder eine sehr ausführliche und informative Antwort! Spitze!

Besten Gruß

Harald

174

Dienstag, 3. März 2015, 17:34

Hallo allerseits!

@ Harald: Immer gerne!

An den letzten beiden Abenden hab ich hart daran gearbeitet, den Rohbau für die Schiffstaufe fertig zu machen - sprich, er hat weitere Decals bekommen:

Am Bug Fischereikennzeichen und Schiffsname...





Und am Heck Schiffsname und Heimathafen...



Die Decals sind von TL-Modellbau - Jedes einzelne Zeichen muss separat in der richtigen Position angebracht werden :cracy: Dafür ist die Trägerfolie sehr dünn und steht von Haus aus so gut wie gar nicht über den Rand des Buchstabens über. Besonders viel Spaß hat das am Heck gemacht, denn die Buchstaben dort sind nur 2mm Edit: 1mm hoch. :huh: Am Heck sind die Decals auch schon mit Mattlack versiegelt, am Bug muss ich das noch machen. Ach ja und dann fehlen noch Tiefgangsmarken...

Auf dem ersten Foto sieht man auch gut, dass das Backdeck auf der Steuerbordseite eine leichte Delle hat - Mich störts nicht, aber wie gesagt, perfekt ist der Kahn auf keinen Fall...

Beste Grüße,

Alex

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175

Dienstag, 3. März 2015, 18:14

Als nicht Schiffsbauer, nur Leser (hier) muss ich dir Recht geben.
Perfekt ist der Kahn auf keinen Fall !!
Aber das Modell davon schon

Beiträge: 2 434

Realname: Johann

Wohnort: nähe Ingolstadt

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176

Dienstag, 3. März 2015, 19:31

Jetzt muss ich auch mal meinen Kommentar dazu abgeben:

Das wird ein klasse Modell. Gefällt mir ausgesprochen gut!
Viele Grüße
Johann

Im Bau: Video - La Créole - Französische Korvette 1827

ZUM BAUBERICHT


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Realname: Harald

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177

Dienstag, 3. März 2015, 21:18

Hallo Alex!

Die TL-Decals decken ja absolut super!

Und noch mal: Spitzen Lackierung, besonders gut zu sehen auf dem Heck-Makro!

Gruß

Harald

178

Mittwoch, 4. März 2015, 18:35

Hallo Leute!

:rot: Herzlichen Dank! So großes Lob kann einen ja ganz verlegen machen...

Gestern Abend hab ich noch die Ahmings an Bug und Heck angebracht. Dieser Minischritt ist jedoch nicht unbedingt ein Foto wert, das kommt dann beim nächsten Update... Jedenfalls sieht der Kahn am Bug jetzt aus wie ein Behördenschiff: Schön sauber, Schwarz mit weißer Beschriftung und ein Wappen am Bug :lol: Daran muss ich dringend was ändern, aber leider werden die nächsten Tagen ziemlich busy bei mir! Mal sehen, was ich so hinbekomme.

Passend zum Thema will ich heut auch mal ein paar Worte zum Thema Alterung verlieren. Weil ich momentan wie gesagt nicht so viel Zeit am Stück hab, splitte ichs in mehrere Beiträge auf - Aber keine Angst, so viel hab ich dazu auch nicht zu sagen ^^

Altern Teil 1 - Was man so braucht

Also vorweg: Ich sage nicht, dass meine Methode die einzig wahre oder das Optimum ist, aber ich persönlich bin mit dem Ergebnis zufrieden, zumal ich wie weiter oben schon mal geschrieben nur mit Acrylfarben arbeite.

Hier erstmal ein Überblick über das, was ich zum Altern meiner Modelle so brauche:



Kleine Pinsel - soweit klar, denke ich. Ich benutze einen 5/0er für die feinen Sachen und einen etwas größeren, z.B. Größe 2.

Rostfarben - Da Revells Rostfarbe in ihrem Urzustand mir nicht sehr zusagt, mische ich mir die Farbe selbst zurecht. Ein Rostton reicht mir persönlich nicht, da Rost in natura auch ganz verschiedene Töne haben kann. Deshalb hab ich mir zwei Farben angemischt - Die eine etwas heller und ins Orange/Hellbraun gehend, die andere dunkler mit einem Rot/Dunkelbraun-Stich. Bei Bedarf kann man die beiden Farben dann immer noch ergänzen, indem man einfach weiter mit Orange o.ä. abtönt. Die genauen Mischungsverhältnisse hab ich mir nicht notiert, das war eher Gefühlssache, aber grundsätzlich sind folgende Revell-Farben enthalten:

In „Rost Nr.1“ (in Richtung Orange/Hellbraun gehend): Orange Nr.30, Braun Nr.85 und Rost Nr.83.

In „Rost Nr.2“ (Rot/Dunkelbraun-Stich): Braun Nr.381, Orange Nr.30, Ziegelrot Nr.37 und Braun Nr.85.


Das Tamiya Weathering Master Set ist optional. Ich hab mir das Ding vor ein paar Jahren gekauft, benutze es jedoch eher selten. Aber darauf komme ich später noch zurück…

Zu guter Letzt ist auf dem Bild noch ein Stück schwammartiges Material zu sehen. Das Zeug war vor vielen Jahren mal als Verpackungsmaterial in einem Paket drin. Ich benutze immer nur kleine Stücke
davon - Wenn ich noch nichts abgerupft habe, sieht es in seiner Urform so aus:



Ich denke, ein handelsüblicher Geschirrspülschwamm würde es auch tun, auch wenn er vielleicht etwas feinere Poren hat.

Um später erklären zu können, was ich mit dem ganzen Kram so anstelle, hab ich mir zunächst mal ein Stück Decksaufbau gebastelt - Mit beispielhaftem Gedöns, das man nun mal daran so findet. Horizontale und waagerechte hervorstehende Sachen, eine Tür und Bullaugen. Anschließend hab ich das Teil in der Grundfarbe bemalt (siehe hierzu auch Beitrag Nr. 170 in diesem Thread).



Wenn man bei diesem Schritt schon ein unruhigeres Bild erzeugen will, könnte man natürlich an einigen Stellen aufgehellte Grundfarbe auftragen. Ich habe hier mal darauf verzichtet.

Im zweiten Teil wirds dann praktisch...

Bis dahin grüßt

Alex

PS: Bei Fragen einfach fragen :D

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Realname: Harald

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179

Mittwoch, 4. März 2015, 19:21

Bleibe dabei - interessant!

Gruß

Harald

180

Donnerstag, 5. März 2015, 11:10

Hallo zusammen!

Altern Teil 2

Noch was generelles, auch wenn es für den einen oder anderen vielleicht zu banal oder zu selbstverständlich klingt: Ich persönlich finde es sehr sinnvoll, vor dem Altern einige Zeit in Vorbildrecherche zu investieren. Hierbei muss man sich ja nicht auf genau das Schiff beschränken, das man im Modell nachbaut (geht manchmal ja auch gar nicht, wenn es z.B. wie bei mir ein Fantasieprodukt ist) - Stattdessen kann eine Suche nach dem Schiffstyp, in meinem Fall Seitentrawler, sehr interessante Fotos zutage fördern, die zeigen, wo und wie viel solche Schiffe aufgrund ihres täglichen Einsatzes gerostet sind bzw. wie gepflegt sie waren - und die man sich sorgfältig immer wieder anschauen sollte. Sinnvoll ist es auch, unter ähnlichen Begriffen (z.B. Seitenfänger) oder den englischen oder französischen Typenbezeichnungen nach Bildern zu suchen, also z.B. Sidewinder Trawler - Ich kann natürlich nur für mich sprechen und mir ist schon klar, dass das je nach Projekt mal mehr, mal weniger sinnvoll ist, aber in meinem Fall hat mir das sehr viel gebraucht , da es gerade in Großbritannien eine sehr große Flotte von Sidewinder Trawlern gab. Ich hätte auch nie vermutet, wie viele Fotos heute im Netz von DDR-Fischreischiffen existieren und wie aktiv die ehemaligen DDR-Fischer heute teilweise noch sind.

Aber wieder zurück zum praktischen Teil: Als erstes bekommt das zu alternde Teil eine Behandlung mit verdünnter Rostfarbe, auch als „Washing“ bekannt. Da man Acrylfarbe ganz einfach mit Wasser verdünnen kann, ist das ganze denkbar simpel. Ich hab in diesem Fall zu "Rost Nr.2" gegriffen.



Am besten probiert man vorher mal, wie stark man die Farbe verdünnen muss, denn Sinn der Sache soll nicht sein, dass das zu alternde Teil in Rostfarbe „ertrinkt“. Weniger ist in diesem Fall mehr. Wichtig ist, dass das Teil möglichst eben auf der Bastelunterlage o.ä. liegt, damit die stark verdünnte Rostfarbe nicht der Schwerkraft folgt und einfach nach unten wegfließt. Dann wird die Farbsuppe mit einem Pinsel sparsam auf dem Teil verteilt - Auch hier gilt wieder: Das Teil soll nicht ertrinken, denn sonst ergeben sich m. M. n. zu starke Rostschlieren.



Falls einem der Effekt nach einem Auftrag noch nicht reichen sollte, kann man diesen Schritt natürlich auch wiederholen.

Anschließend kann (und sollte) man der Farbe beim Eintrocknen zusehen. Das geht relativ schnell wenn man nicht zu viel aufgetragen hat und hat den Vorteil, dass man Ansammlungen von Rost, die man persönlich zu stark findet, noch mit einem feuchten Pinsel korrigieren kann. Wenn die Farbe eingetrocknet ist, sieht es letztlich so aus:



Auf den ersten Blick ist das Ergebnis im Makro vielleicht nicht so überzeugend, aber es soll ja auch nur der erste Schritt sein.

Viele Grüße,

Alex

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