Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Das Wettringer Modellbauforum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

  • »A-L-E-X« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 902

Realname: Alex

Wohnort: Mittelhessen

  • Nachricht senden

1

Donnerstag, 19. September 2013, 23:04

Vom Karton- zum Plastikmodell: Seitentrawler "Hohe Lieth" in 1:200

Liebe Forengemeinde,

heute möchte ich hier im Forum nach langer Abstinenz meinen neuen Baubericht starten. Das Ziel: Auf Basis eines Kartonmodellbaubogens ein Plastikmodell zu bauen. Genauer gesagt soll ein Seitentrawler entstehen, der diesem hier, den ich in den letzten Monaten gebaut habe, ähnlich sieht:


Hier geht's zur Bildergalerie der "J. W. Kinau".

Allerdings wird es im Detail und bei der Farbgebung schon Unterschiede zwischen den beiden geben. Bei der „Kinau“ konnte ich erste Erfahrungen in Bezug auf die Methode sammeln, denn auch sie entstand auf Basis eines Kartonmodells. Die beiden Trawler sollen später gemeinsam in einem Hafendiorama vor sich hin rosten. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg…

Bevor es hier aber so richtig losgeht, gibt’s heute erstmal ein paar grundlegende Sachen, weil ich schon ein paar Fragen zum Vorgehen bekommen habe:

Seitentrawler haben es mir im Moment angetan :D Von diesem Schiffstyp gibt es im Kartonmodellbau-Segment ein paar verschiedene Modelle - Die „Gustav Dahrendorf“ von Schreiber (Ausgangsbasis für meine „Kinau“), die „Gera“, ein wunderschöner, ehemaliger DDR-Seitenfänger und heute Museumsschiff als Bogen des Deutschen Schifffahrtsmuseums (baue ich vielleicht später mal als Modell), und die „Wuppertal“ als tollen Bogen von HMV, die ich mir als Vorbild für die „Hohe Lieth“ ausgesucht habe.





Sorry für die schlechte Bildqualität. Den Bogen und Bilder in besserer Qualität gibt's zum Beispiel hier.

Sicher gibt es auch noch mehr Bögen von anderen Verlagen…
Ich will die „Wuppertal“ nicht 1:1 nachbauen, da ich meiner Kreativität noch ein bisschen Spielraum lassen will. Deshalb dient das Aussehen des Schiffes eher als grobe Orientierung.
Der HMV-Bogen ist im Maßstab 1:250 gehalten. Da ich aber in 1:200 bauen möchte, musste ich die Vorlage zuerst einmal mittels Kopierer hochskalieren. Das macht aber nix, denn Kopien der Bögen brauche ich sowieso für meine Methode.



Am besten eignet sich natürlich ein Kopierer, bei dem man die Vergrößerungs- bzw. Verkleinerungsrate der Kopiervorlage in Prozent eingeben kann. Nachmessen kann hinterher trotzdem nicht schaden… Von Vorteil ist es auch, sich gleich mehrere Kopien von allen Seiten zu ziehen - Falls mal was schiefgeht! Schwarz-Weiß-Kopien reichen absolut aus.
Hier mal ein Bild von den Materialien, die ich für so einen Bau außer den Kopien noch brauche:



Im einzelnen sind das: Polysterolplatten, wie man sie im Bastelbedarf bekommt, in der Stärke von 0,5mm (für Außenwände, da leicht zu biegen), 1mm (hauptsächlich für das Gerüst der Spanten und der Aufbauten) und 1,5mm (für eventuelle Verstärkungen, bisher hab ich sie kaum gebraucht). Dazu kommen diverse Profile von Evergreen und anderen Produzenten, im Prinzip ein paar Varianten der dünnsten „Stripes“ und Rundstäbe, die sie so anbieten. Außerdem eine „V-Groove“-Platte von Evergreen, die sich meiner Meinung nach ganz gut zur Nachbildung von Holzdecks eignet. Ganz wichtig: Sekundenkleber, da man bei diesem Material keinen Plastikkleber von Revell o.ä. verwenden kann. Außerdem noch Spachtelmasse (unerlässlich…). Ich benutze die von Vallejo, weil sie eine gute „Spritze“ hat, mit der man die Masse direkt präzise an die gewünschte Stelle bringen kann. Ein Pritt-Stift kommt auch noch dazu. Und last but not least 800er Schleifpapier von Tamiya und die obligatorischen scharfen Bastelmesser - Hab ich auf dem Bild grad vergessen dazu zu legen… :whistling:

Jetzt kann’s so langsam losgehen! Als erstes sucht man sich aus den Kopien die Teile für’s Spantengerüst zusammen, schneidet sie aus und klebt die Ausschnitte mit Pritt-Stift auf ein Stück 1,0er Platte. Hier mal ein Beispiel:



Nachdem die Teile etwas angetrocknet sind, schneidet man sie dann wiederum aus der Plastikplatte aus. Ich hab das bisher immer erstmal grob mit einer ganz normalen Schere gemacht, die kommt mit der Plattenstärke noch klar. Für feinere Einkerbungen in den Teilen oder um die sie nach dem Ausschneiden in die genaue, endgültige Form zu bringen, benutze ich meinen Proxxon-Mircomot - Ein scharfes
Bastelmesser tut’s sicher auch, aber so ist es zeit- und kraftsparender.

Jetzt kann man die Papiervorlage vom fertigen Plastikteil lösen und es zeigt sich der Vorteil des Pritt-Stiftes (ein Bild davon gibts nächstes Mal). Da der nicht wirklich für Plastikklebereien geeignet
ist, kann man ihn ohne Probleme mitsamt des Papiers von dem Teil lösen, ohne dass Rückstände bleiben. Einfach mit nem Bastelmesser zwischen Papier und Plastik fahren und das Zeug löst sich wie von selbst…

Das Nummerieren der fertigen Teile nach Vorbild des Kartonbogens kann auch nicht schaden, um spätere Verwechslungen zu vermeiden. So sieht es dann aus, wenn die ersten Teile fertig sind:



Und hier schon mal probeweise zusammengesteckt (ein erstes Erfolgserlebnis :) ):



Zunächst muss man nun erst mal alle Spanten zurechtwerkeln, damit es im Anschluss bald ans Verkleben und an die Außenhaut des Rumpfes gehen kann - Dazu dann beim nächsten mal mehr!

Aber etwas generell Wichtiges will ich zum Schluss noch anmerken: Wenn man nach dieser Methode vorgeht, sollte man immer daran denken, die Materialstärke, die man verwenden will, mit einzuberechnen - Denn der Kartonmodellbogen ist eben auf die Dicke des Bastelkartons ausgelegt, Plastikplatten sind in der Regel aber dicker. Später kann das zu Problemen mit der Passgenauigkeit führen, wenn man
nicht aufpasst…

So, das war’s für heute erst mal von mir!

Es grüßt,

Alex :wink:

2

Donnerstag, 19. September 2013, 23:15

Hi.
Fischerboot finde ich zwar langweilig; sehr interessant finde ich aber das Projekt.
Bin schon neugierig wie Du das mir dem Biegen und Kleben hinbekommst.
Hier kann ich bestimmt noch was lernen

Gruß
Frank

3

Freitag, 20. September 2013, 07:38

Vom Karton- zum Plastikmodell: Seitentrawler "Hohe Lieth" in 1:200

Guten Morgen Alex,

interessantes Vorhaben. Langfristig gesehen möchte ich auch einmal vom Karton- zum Plastikmodell tätig werden. Wird aber noch dauern. Ich finde aber auch Fischerboote interessant, kommt wohl daher dass ich als Nordseeanrainer öfter mal welche sehe. Lange Rede, kurzer Sinn: Mach bitte weiter.

Schönes, produktives Wochenende !

Dietmar

4

Freitag, 20. September 2013, 07:54

Hallo Alex,

ein sehr spannender Baubericht! Ich in zwar bisher modellbauerisch nicht bei den Schiffen unterwegs, aber hier schaue ich sehr gerne zu! Die Umsetzung von Papier zu Plastik finde ich sehr interessant!

Schöne Grüße
Hnning
Kritik ist Lob an jemandem, dem man mehr zutraut

5

Freitag, 20. September 2013, 07:57

Zitat

Die Umsetzung von Papier zu Plastik finde ich sehr interessant!

ich auch, denn wie ich ja schon sagte:
plaste rulez!!
LG der gespannte und erfreute roland

6

Freitag, 20. September 2013, 08:43

Hallo Alex,

da nehm ich mal Platz und schau dir zu.
Ich habe als erstes Kartonmodell überhaupt den Fischdampfer Nürnberg gebaut, der ist ja ähnlich wie die Wuppertal.
Gruß

Stephan

Beiträge: 413

Realname: Ronald

Wohnort: Berlin-Lankwitz

  • Nachricht senden

7

Freitag, 20. September 2013, 09:24

Hallo Alex,

bin gerade erst auf Deinen Baubericht gestoßen. Interessante Sache. In ähnlicher Technologie und mit dem selben Material hab ich ja meine beiden Dampfer auch hergestellt.

Ich möchte dich hier mal auf etwas hinweisen, was mir dabei passiert ist. Vielleicht bekommst Du das besser hin. Beim Beplanken hab ich die Seitenteile an den Spanten angeklebt. Solange noch kein Kleber dran ist, ziehen sich die Planken schön glatt drüber, aber mit Kleber wird das Materilal an den Klebestellen weich und knickt ein bisschen ab. Endeffekt, die Spanten drücken sich durch und sind außen zu sehen.

Was man dagegen tun kann : Keine Ahnung. Aber vielleicht hast Du da mehr Glück.

:wink: , Ronald
Thema: Sonstige: Fahrgastschiffe auf Havel und Spree
Meine Flotte: RC: Bonsai Flotte (meist 1:200)
Baubericht :RC: Fischkutter

8

Freitag, 20. September 2013, 20:36

Hallo Alex :wink:

Ich freue mich auf deinen Baubericht. Hab doch schon darauf gewartet.
Die Gera vom DSM hatte ich auch angefangen und alsbald in den Kamin geschoben. Ich bin nicht mit klar gekommen, da das Meterial für die Größe zu dünn war. Habe also wieder etwas dazugelern. Werd sie mir noch einmal kaufen allerdings vom MDKV. Da ist sie auch nur 1:250 und erfahrungsgemäß kann man diese Kartonmodelle noch herlich supern.
So, Abo-Taste gedrückt, Bier und Nüsschen stehen bereit, nu du. ;)
Gruß, Torsten die Landratte :pc:

Im Bau: Steampunk: Valortanica und Geheimer Hafen, Krabbenkutter, DUKW 1:35 RC

9

Freitag, 20. September 2013, 21:11

*dazwischendrängel*

Halt, halt! Ich will auch! Ich finde nämlich erstens Fischkutter keineswegs langweilig, und zweitens die Methode hier schon mal gar nicht - allein wegen der Möglichkeiten, die sie eröffnet. Und da drittens auch mal wieder eine herrliche Alterung und Detailverliebtheit zu erwarten ist - bin ich natürlich dabei! ^^

  • »A-L-E-X« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 902

Realname: Alex

Wohnort: Mittelhessen

  • Nachricht senden

10

Samstag, 21. September 2013, 15:06

Hallo zusammen!

Erstmal freut es mich, dass ich bei alten und neuen Bekannten Interesse für dieses Projekt wecken konnte und stoße virtuell mit allen an, die es sich hier mit Bier und Knabbereien gemütlich gemacht haben :prost:

@ Frank: Was langweilig ist oder nicht, ist ja zum Glück Geschmackssache - sonst würden wir hier alle nur denselben Kahn bauen...

@ Stephan: Die Möglichkeit, die Nürnberg zu bauen, besteht mit dem Kartonbogen auch :) Hast du denn genau diesen Bausatz gebaut oder den alten Nürnberg-Bogen?

@ Ronald: Das stimmt, beim Vorgehen gibt es echt einige Gemeinsamkeiten - Umso mehr freue ich mich über Tipps und Erfahrungswerte von dir :) Ich bin ja auch immer noch am rumprobieren, was diese Baumethode anbelangt... Danke schon mal für den Hinweis mit den Klebestellen! Ist mir beim letzten Modell zwar nicht passiert, aber wer weiß, was noch so kommt :nixweis: Meinst du, es liegt vielleicht an der Sorte des Klebers? Welchen benutzt du denn? Für die "Kinau" hatte ich zuerst den Sekundenkleber von Uhu benutzt, bin aber später auf den von Weicon umgestiegen, weil sich der Uhu-Kleber nur schlecht dosieren ließ und doch vergleichsweise teuer ist.

@ Torsten: Auf den MDKV bin ich auch schon mal gestoßen. Die haben wirklich auch einige sehr schöne Modelle! Das große Problem, wenn man diese in Plastik umsetzen will, ist allerdings, dass sie meines Wissens nach über kein Spantengerüst verfügen. Für ne Plastikvariante müsste man also eins nachscratchen, denk ich - Das hat mich bisher abgeschreckt. So, und jetz lass mal ein bisschen Knabberzeug rüberwachsen - bitte... :whistling:

Heute hab ich mal die restlichen Spanten zurechtgebastelt und lose mit dem Kiel zusammengesteckt - Der momentane Stand der Dinge sieht also so aus:



Erste Änderungen im Vergleich zur Kartonvorlage gab es übrigens schon beim Bauteil des Kiels. Für's Foto hab ich das Plastikteil mal über den "Plan" gelegt und die Unterschiede markiert:



Im Bereich des Brückenaufbaus sollte dessen inneres Stützgerüst laut Vorlage gleich mit in das Kielteil integriert werden. Macht sicher Sinn wenn man das Schiff mit Karton baut, aber ich möchte die Brücke später lieber als separates Bauteil bauen. Das hat sich bei der "Kinau" auch bewährt...
Im Bereich der Back galt es, wie letztes Mal angesprochen, die Stärke der Platten inkl. der Unterschiede, die sich daraus im Vergleich zum Kartonmodell ergeben, zu beachten. Deshalb ist das Teil dort ein Stückchen kürzer als auf dem Plan, da sonst Spant Nr. 14 später zu weit ins Deck hineinragt und mich mit anderen Teilen in Huddeleien bringen würden :cracy:



Zum Schluss noch der nachgelieferte Bildbeweis (auch wenn ihn niemand wirklich eingefordert hat), dass vom Pritt-Stift so gut wie nix auf dem Plastik zurückbleibt:



Als nächstes werden Kiel, Spanten und Bodenplatte mittels Sekundenkleber verbunden. Sofern ich dabei meine Finger nicht zusammenklebe, gibt's dazu beim nächsten Mal mehr :wink:

Beste Grüße,

Alex

11

Samstag, 21. September 2013, 19:31

Hallo Alex,

ich habe damals den Wilhelmshavener Bogen gebaut, das war mein erstes Kartonmodell überhaupt - noch komplett ohne Kantenfärben.
Den HMV-Bogen hatte ich auch schon mal in der Hand, der ist detaillierter.
Das Modell schieb ich auch noch mal in die Bildergalerie...

Die Takelage müsste ich mal nachbessern?...

Der MDK hat bei den Schiffsmodellen, die ich habe, kein Spantengerüst.

Gruß

Stephan

12

Samstag, 21. September 2013, 22:32

Hallo Alex :wink:

Stimmt, hatte ich ganz vergessen, bei MDK gibt es kein Spantgerüst. Alles klaro. Hatte nur meinen Bau im Kopp; weil einmal hab ich mich geärgert wegen dem abgebrannten Bausatz und zweitens muß und will ich die Gera nach einmal bauen, allerdings aus Karton. Wie gesagt, so stand es im Kopp geschrieben und mit keiner Nervenzelle an das Spantengerüst gedacht.
Bei Bedarf kann ich dir ja paar Nüsschen rübermehlen. Oder besser, ich scanne sie ein. Es gibt doch jetzt so tolle 3-D-Drucker. Was meinst du wie knackig die dann werden. :D
Gruß, Torsten die Landratte :pc:

Im Bau: Steampunk: Valortanica und Geheimer Hafen, Krabbenkutter, DUKW 1:35 RC

  • »A-L-E-X« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 902

Realname: Alex

Wohnort: Mittelhessen

  • Nachricht senden

13

Montag, 23. September 2013, 12:06

Hallo Leute!

@ Stephan: Also ich finde für ein Erstlingswerk ist dir die "Nürnberg" doch gut gelungen :ok: Als ich den HMV-Bogen der "Wuppertal/Nürnberg" das erste Mal wirklich in der Hand hatte, fand ich die ganzen Details ziemlich respekteinflößend... Aber vor Kartonmodellbauern hab ich sowieso großen Respekt! Mal gucken, wie viele der Details ich auch in Plastik umsetzen kann, ohne daran zu verzweifeln. :huh: Die "alte" Nürnberg hat schon verdammt viel Ähnlichkeit mit dem Kartonbogen der "Gustav Dahrendorf", find ich :)




@ Torsten: Wenn du die Gera baust, würde mich ein Baubericht sehr interessieren :) Ich find das Schiff ja auch sehr schön! Vielleicht entscheidest du dich ja auch für dieses beeindruckende Modell? Ja, das mit dem nicht vorhandenen Spantengrüst bei MDK ist wirklich schade (für mich) - wo sie doch so tolle Modelle haben! Die "Stubnitz" z.B., oder "Junge Welt" :) Und das mit dem 3D-Druck ist wirklich ne gute Idee! Ich revanchiere mich dann mit Bacon!


Gestern hatte ich ein bisschen Zeit, um das Spantengerüst mit der Bodenplatte zu verkleben - Das Endergebnis sieht so aus:



Im Vergleich mit der "Kinau" zeigt sich schon, dass die "Hohe Lieth" etwas niedriger ausfallen wird. Das passt mir ganz gut, da sie ja auch im späteren Diorama vor der "Kinau" liegen soll und man so auch vom hinteren der beiden Trawler mehr sehen wird:



Und damit es hier nicht nur schönes zu sehen gibt und ihr denkt, mir gelingt alles perfekt, gibts hier noch ein Foto von einigen zu kurz geratenen Spanten:



Da hab ich es mit Schere oder Micromot wohl etwas zu gut gemeint :whistling: So viel zum Thema "präzise arbeiten"... Sicher hätte ich die Dinger auch komplett neu machen können, aber so isses auch kein Beinbruch. Das, was da momentan noch fehlt, wird einfach mit nem Stück Evergreen wieder auf Maß gebracht. Sieht ja später eh keiner...

Mal schauen, ob ich heut noch ein bisschen zum Bauen komme!

Viele Grüße,

Alex

14

Freitag, 27. September 2013, 21:52

Hallo Alex :wink:

Hab mich voll auf die Gera eingeschossen. Da ich einmal im Jahr auf dem Pott herumtrample und versucht habe die Speicherkarte mit Bildern vollzupacken führt kein Weg mehr daran vorbei. Aber (wahrscheinlich) nur in Karton und als Diorama. Mit viel Fantasie habe ich die Gera im Revellbausatz "Northsea Fisching Trawler" wiederentdeckt. Da ich zwei Bausätze davon habe............... ja wenn die Zeit es zulässt, schaumamal. Wäre doch eine echte Herausforderung.
Danke für den Bacon, woher wußtest Du, das ich darauf abfahre??? Endlich mal ein endless bacon. jamjamjam
Gruß, Torsten die Landratte :pc:

Im Bau: Steampunk: Valortanica und Geheimer Hafen, Krabbenkutter, DUKW 1:35 RC

15

Samstag, 28. September 2013, 12:51

:) Tolles Projekt.

So was hatte ich schon vor Jahren vor, aber leider dann doch nie in Angriff genommen.
Ich habe stets mehrere Modelle im Bau, oft gibt es längere Pausen. Aktuell im Bau, bzw. in den letzten Monaten immer mal etwas dran gemacht: mehrere Duesenberg, Mercedes 540K, Cadillac Eldorado Caddy Racer, Rolls Royce Phantom II 1:16, Bugatti Royale-Umbau, diverse 1:32-Modelle usw ........ :wink:

  • »A-L-E-X« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 902

Realname: Alex

Wohnort: Mittelhessen

  • Nachricht senden

16

Mittwoch, 2. Oktober 2013, 11:15

Hallo Torsten!

Zitat

Hab mich voll auf die Gera eingeschossen.
Damit kann ich leben :D Ist ja auch ein sehr schönes Schiff, wie ich finde! Und Diorama hört sich interessant an, da bin ich ja mal richtig gespannt drauf! :sabber: Ob du aus dem Revell-Trawler ne "Gera" zaubern kannst? Interessante Idee! Kommt der Rumpf von den Maßen her denn ungefähr hin? Es gibt ja auch noch den Lindberg Trawler, wobei der mir etwas zu kurz geraten für einen Umbau aussieht.
Und wo wir grad beim Thema DDR-Fischerei sind. Kennst du diesen Klassiker? Der Autor war zwar auf nem Fang- und Verarbeitungsschiff und nich auf nem Seitentrawler, aber es kommt viel Atmosphäre rüber...

Was mein aktuelles Bauvorhaben anbelangt, bin ich in den letzten Tagen leider nicht weitergekommen - Es fehlte mir einfach die Zeit :S Mal gucken, ob sich das jetzt mit dem anstehenden Feiertag und dem nächsten Wochenende ändert...

Beste Grüße,

Alex

PS: Ich kenn nur einige wenige Menschen, die keinen Bacon mögen - und die sind alle Vegetarier ;)

17

Mittwoch, 2. Oktober 2013, 20:27

Hallo Alex :wink:

Jaja, das liebe gute Keine-Zeit-Phänomen. Komisch, immer trifft es die Modellbauer. Nun denn. Mit der Gera wird wohl noch etwas dauern, denke mal so Sommer 2014, im Urlaub. Muß mir erst den Bausatz holen. Wann ich dann den Revellbausatz in Angriff nehme steht jetzt erst Recht in den Sternen. Habe nun einen Rumpf bekommen, Länge 75 cm, Spiegelheck. Sitze nun am Umbau, wird eine Art Entenarsch, denn daraus soll ein Krabbenkutter werden. Wirklich ernsthafter Baubeginn und Vorstellung hier im Forum: Nächstes Jahr, Nachmittags.
Danke für den Link, hast mich neugierig gemacht. Wäre mal eine ander Art von Literatur für mich. Irgenwie stand da was von E-Book, dass sollte ich nachverfolgen.
Achja, und Vegetarier schmecken nicht wirklich gut..... :D
DAnn noch frohes Schaffen für dieses Wochenende und einen hohen Wirkungsgrad. Hau rein!!!!
Gruß, Torsten die Landratte :pc:

Im Bau: Steampunk: Valortanica und Geheimer Hafen, Krabbenkutter, DUKW 1:35 RC

  • »A-L-E-X« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 902

Realname: Alex

Wohnort: Mittelhessen

  • Nachricht senden

18

Samstag, 12. Oktober 2013, 12:06

Hallo Leute!

@ Torsten:

Zitat

Habe nun einen Rumpf bekommen, Länge 75 cm, Spiegelheck. Sitze nun am Umbau, wird eine Art Entenarsch, denn daraus soll ein Krabbenkutter werden. Wirklich ernsthafter Baubeginn und Vorstellung hier im Forum: Nächstes Jahr, Nachmittags.
Das klingt interessant! Mach doch nen Hecktrawler daus, dann brauchste ins Spiegelheck nur ne Aufschleppe einzubauen ;) Dann hoffe ich mal, dass ich nächstes Jahr nachtmittags nix vorhabe um hier lesen zu können ^^ Apopros lesen: Das Buch kriegste gebraucht quasi hinterhergeworfen, meine alte Ausgabe hat damals ganze drei Euro gekostet... Ich bin übrigens im Netz schon wieder auf ein interessantes Kartonmodell gestoßen - Den Hecktrawler "Heinrich Kern" vom Möwe-Verlag in 1:250. Soll allerdings eine Vergrößerung von 1:500 sein und der Bogen mit teilweise recht groben Fehlern, was ich so im Netz gelesen hab. Du weißt da nich zufällig besser Bescheid oder hast Erfahrungen, oder? :S


Es gibt auch mal wieder was vom Trawler:
Heut Vormittag hab ich endlich mal wieder etwas Zeit gefunden, mich mit dem Seitentrawler zu beschäftigen. Zum Zeitmangel in den letzten Tagen kam auch noch hinzu, dass ich mir erst eine neue Evergreen-Platte besorgen musste. Die Reste, die ich davon da hatte, hätten nicht mehr für das Deck gereicht. Hätte ich ein Stahldeck darstellen wollen, hätte ich irgendeine No-Name-Platte aus meinem Fundus nehmen können, aber im Gegensatz zum letzten Trawler soll dieser hier ein Holzdeck bekommen. Am Anfang des Berichts hab ich schon mal kurz erwähnt, dass ich dafür "V-Groove"-Platten von Evergreen benutze. Sie haben eine präzise Rillenfräsung, die ich so mit einem Bastelmesser nicht hinkriege. Gestern jedenfalls kam das Ding (zusammen mit anderen schönen Sachen :love: ) bei mir an und es konnte endlich weitergehen.

Zunächst mal musste das entsprechende Papier-Bauteil ausgeschnitten werden:



Für meine Zwecke musste ich dann aber noch ein paar Änderungen vornehmen, denn beim Kartonmodell ist es vorgesehen, an den Stellen, wo später die Aufbauten sitzen werden, das Decksteil zur Stabilisierung des Rumpfes in seitliche Schlitze in den Spanten einzuschieben. Da die Spanten bei mir auch so genug Stabilität haben, weil sie aus Plastik sind, fallen die Schlitze bei mir ebenfalls weg. Also noch ein bisschen rumgeschnippelt, dann sah's so aus:



Beim nächsten Schritt heißt es mitdenken. Alle, die ein ähnliches Projekt planen und dabei ein asymmetrisches Holzdeck darstellen wollen, sollten unbedingt darauf achten, das Papierteil verkehrtherum von unten auf die Platte aufzukleben. Warum? Also zunächst mal würde ich das Papierteil nie von oben auf die V-Groove-Platte kleben, weil der Kleber eventuell die feinen Rillen zusetzt und man ihn da nie wieder richtig rauskriegt - Das sieht später bei der farblichen Gestaltung des Decks mit Sicherheit scheiße aus. Deshalb von unten aufkleben. Und verkehrtherum aus dem einfachen Grund, da man sonst ein spiegelverkehrtes Bauteil herausbekommt. Es müsste dann also so ähnlich wie hier aussehen:



Bei symmetrischen Decks und Stahldecks spielt es keine Rolle, wie rum ihr das Teil aufklebt. Wie ihr im Bild oben sehen könnt, hab ich bereits die Löcher für den Mast und die Luken für die Kohlebunker gebohrt. Einfach die Platte gegen's Licht halten, dann scheinen die Luken durch und man kann sich mit Bleistift markieren, wo man bohren muss... Später werden dann aus einem Rundstab die Deckel für die Luken nachgebildet. Der Vorbildkahn "Wuppertal" war wohl tatsächlich einer der letzten in Deutschland gebauten Fischdampfer, die mit Kohle gefahren sind.

Nachdem das Deck anschließend ausgeschnitten wurde, gab es die erste Passprobe, die zu meiner vollsten Zufriedenheit verlief :D





Und hier noch mal ne Nahaufnahme, auf der man die Rillen der Platte ganz gut erkennen kann - Sonst tut sich meine Kamera immer recht schwer mit solchen Feinheiten...



So, das war's auch schon wieder von mir. Als nächstes geht es dann weiter mit den Kohlenluken (wenig spektakulär) und dann auch schon der Außenhaut des Rumpfes (auf jeden Fall nervenaufreibend).

Beste Grüße,

Alex

  • »A-L-E-X« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 902

Realname: Alex

Wohnort: Mittelhessen

  • Nachricht senden

19

Samstag, 12. Oktober 2013, 23:43

Guten Abend!

Zu nachtschlafener Zeit gibt es noch ein Mini-Update von mir - Wenn ich schon mal Zeit für's Hobby hab... :whistling:

Das Deck wurde aufgeklebt und anschließend hab ich die Lukendeckel für die Kohlebunker aus 2,4mm Rundstab gebastelt und eingeklebt. Keine große Sache, aber jetzt kann es im nächsten Schritt mit der Außenhaut des Rumpfes weitergehen!

Hier noch zwei Bilder vom Mini-Fortschritt:





Gute Nacht :schlaf:

  • »A-L-E-X« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 902

Realname: Alex

Wohnort: Mittelhessen

  • Nachricht senden

20

Freitag, 25. Oktober 2013, 21:48

Hallo zusammen!

In letzter Zeit ging’s mit dem Trawler nur ein wenig voran. Das hatte verschiedene Gründe. Zum einen war ich erst beruflich unterwegs und dann auf Heimatbesuch - Naja und über den anderen Grund werde ich im heutigen Update noch berichten…

Zunächst mal ging es mit der Außenhaut des Rumpfes weiter. Dabei bin ich wie schon beim Deck und den anderen Bauteilen vorgegangen, deshalb spar ich mir die erneute ausführliche Beschreibung. Nachdem die Teile ausgeschnitten waren, hab ich angefangen, sie vom Bug an aufzukleben. Am Anfang sah das Ganze dann so aus - Hat was von Raumschiff, wenn ihr mich fragt:



Die Variante, mit der Außenhaut am Bug zu beginnen, ist meiner Meinung nach gar nicht unbedingt die beste. Man läuft Gefahr, die Teile am Bug schief anzusetzen und dann beim weiteren Verkleben Passprobleme zu kriegen. Alternativ könnte man mit dem Kleben auch bei einem Spant auf halber Länge des Rumpfes beginnen und sich dann Richtung Bug und Heck vorarbeiten, aber in meinem Fall hätte ich wohl die starke Rundung an der Bugspitze, die der Trawler hat, mit dieser Methode nicht hinbekommen. Damit das Plastikmaterial an der Bugspitze was zum „drumrumbiegen“ hat und diese Rundung entsteht, hab ich die vorderste Spitze des falschen Kiels noch mit einem Stück Halbrundstab auf jeder Seite verstärkt. Hier hab ich mal rot markiert was ich meine:



Am Heck hab ich noch Verstärkungen angebracht, damit sich die Plastikplatte auch an dieser Stelle schön über die Spanten legt. Beim letzten Trawler hatte ich an dieser Stelle ein paar Schwierigkeiten, da Plastik eben doch etwas störrischer ist als Papier, und starke Biegungen auf kurzen Strecken ein gutes Untergerüst benötigen. In die Verstärkungen hab ich mir dann noch jeweils Löcher gebohrt. Durch diese werde ich die Hohlräume, die entstehen, wenn der Rumpf an dieser Stelle geschlossen ist, mit Spachtelmasse auffüllen (die Tube von Vallejo hat eine schöne lange Spitze, mit der man die Spachtelmasse gut da rein bekommt).





Das hat den Sinn, dass die ausgehärtete Spachtelmasse dem Rumpf bzw. der Außenhaut an dieser Stelle Stabilität verleiht, wenn man dort später mal schleifen muss. Sonst hat man das Problem, dass die Dünne Platte wahrscheinlich immer etwas nachgibt. Soweit so gut. Kommen wir jetzt zum Fehler, der mir anschließend passiert ist.
Wie schon bei meinem anderen Trawler wollte ich die weiteren Hohlräume im Heckbereich zwischen den Spanten mit Klebstoff füllen, um das Gleiche wie mit der Spachtelmasse zu erreichen. Für die größeren Hohlräume ist mir die nämlich zu teuer… Bei der „Kinau“ hatte ich Pritt Alleskleber dafür benutzt (hatte ich noch rumliegen), was auch gut funktioniert hat. Der Kleber schrumpft von der Masse her zwar zusammen, wenn er trocknet und es dauert auch ein paar Tage, bis er trocken ist, aber dann ist der Rumpf an dieser Stelle gut versteift und man kann gut an der Außenhaut schleifen und gegebenenfalls spachteln. Viel hatte ich dieses Mal vom Pritt-Kleber nicht mehr, also hab ich nach dem Motto der Resteverwertung kurzer Hand zu UHU-Hart gegriffen, den ich auch mal irgendwann gekauft hatte.
GANZ BÖSER FEHLER! :bang:

Und ich war sogar umsichtig:
Ich hatte sogar nochmal vorher auf der Packung nachgelesen, ob ich den Kleber verwenden kann und probeweise einen Klecks davon auf ein Stück Plastikplatte aufgebracht. Sogar die Verträglichkeit mit dem Sekundenkleber und der Spachtelmasse hab ich getestet - Man will ja nicht, dass sich das Modell am Ende in Luft auflöst oder so. Alle Tests hat der Kleber erfolgreich bestanden. Also hab ich damit begonnen, die entsprechenden Hohlräume auf der Steuerbordseite zu füllen. So weit, so gut. Als der Kleber etwas an- und eingetrocknet war, hab ich nochmal ein bisschen nachgefüllt. Und von da an ging’s ab, sag ich euch… :motz: Auf einmal wurde das dünnere Plastikmaterial (Grundplatte Rumpf, Außenhaut, Deck) total weich, verformte sich, zog sich zusammen. Die Spanten hingegen, die aus dickerem Material sind, haben ihre Form behalten. Das traurige Endergebnis seht ihr hier:







Am liebsten hätte ich laut geschrien. Stattdessen hab ich kurz durchgeatmet und den Rumpf beiseite gestellt, in der Hoffnung, dass dieses Sch****zeug wenigstens seinem Namen gerecht wird und irgendwann HART wird… :!! Nachdem ich nun jedenfalls von meinen ganzen Touren wieder da bin, hat sich zumindest dieser Wunsch erfüllt. Da ich denke, dass es keinen Sinn machen würde und man es später sehen würde, wenn ich die entsprechenden Rumpfabschnitte raustrennen und neue Stücke einsetze, kommt nun ganz viel Spachtel zum Einsatz. Die Hoffnung stirbt eben zuletzt. Bevor jedoch diese Notoperation nicht geglückt ist, wird jede andere Arbeit an dem Modell ruhen - Denn im Zweifel muss eben doch alles in den Müll wandern. Die erste Lage Spachtel ist mittlerweile drauf und hat jetzt über’s Wochenende Zeit zum Durchtrocknen. Da das Deck sich zwischen Spant 4 und 5 ebenfalls verzogen hat, werde ich die Aufbauten an dieser Stelle einfach etwas vorziehen. Ob ich den UHU-Kleber in den Müll haue weiß ich noch nicht - Vielleicht brauch ich ja mal wieder einen Klebstoff, der nicht hält was er verspricht. Dann wäre es doch schade drum!

Aber diese Panne hat auch was Gutes, abseits der gewonnenen Erfahrung und der Warnung an euch. So hatte ich in den letzten Tagen Zeit, mich ausgiebig meinem kleinen Nebenprojekt zu widmen, einem Fischdampfer, wie er ungefähr um 1915 gebaut wurde:



:love:

Bis die Tage - Hoffentlich mit positiven Ergebnissen von der Spachtelfront!

Alex

21

Dienstag, 5. November 2013, 20:13

Hallo Alex :wink:

Das wäre ja noch schöner, wenn alles klappen würde. Kann dir so richtig doll nachfühlen :trost: . Aber wie ich sehe, hast du ja Trost in einem 2. Modell gefunden. Vielleicht macht es doch Sinn, wenn man mehrere Projekte am Bauen hat, trotz des Chaos dabei.
Ich staune, daß nix auf der Tube stand. Ich nutze UHU-Hart zum kleben von Kunststoffnocken auf das Ende meiner Holzpfeile. Das Kunststoff wird dabei angelöst. Da es eine Empfehlung der Bogenbauer war, hab ich nicht auf die Bedienungsanleitung vom Kleber geschaut - sollte man (ich) wohl doch des öfteren tun (muß immer nur erst die Brille suchen)
Gruß, Torsten die Landratte :pc:

Im Bau: Steampunk: Valortanica und Geheimer Hafen, Krabbenkutter, DUKW 1:35 RC

  • »A-L-E-X« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 902

Realname: Alex

Wohnort: Mittelhessen

  • Nachricht senden

22

Donnerstag, 7. November 2013, 16:27

Hallo Torsten!

Das mit dem Trost trifft es ziemlich gut ^^ Der kleine Fischdampfer wird wohl auch bald fertig sein und bereitet mir momentan viel Bastelfreude!

Ganz im Gegensatz zum Trawler "Hohe Lieth"...
Entgegen meiner ersten "Schadensanalyse" hab ich mittlerweile entdeckt, dass der Kleber die Spanten zwar nicht derart wie die Aussenhaut des Rumpfes angelöst hat, aber letztendlich doch dafür gesorgt hat, dass sich der Rumpf in diesem Bereich verzogen hat. Wenn ich mir die Fotos hier im Thread zu meinem "Malheur" nochmal so mit dem Jetzt-Zustand vergleiche, scheint es mir, als hätte der Kleber nochmal "nachgezogen". Vielleicht is die ganze Masse erst jetzt so richtig durch und durch ausgehärtet...
Jedenfalls scheint mir eine Rettung des Rumpfes deshalb letztlich hoffnungslos. Der Aufwand würde meiner Meinung nach das eventuelle, bestmögliche Ergebnis nicht rechtfertigen. :(

Das bedeutet aber nicht, dass das Projekt damit gestorben ist. Viel mehr wird in nächster Zeit alles auf Anfang zurückgedreht. Das einzig Postivie ist, dass ich beim Rumpfneubau gleich ein paar Änderungen im Vergleich zum Kartonvorbild einbringen kann, zu denen ich mich mittlerweile entschlossen hab. :S

Beste Grüße,

Alex

23

Donnerstag, 7. November 2013, 17:57

Der kleine Fischdampfer hat jetzt schon eine sehr hübsche Form. :)

Das mit dem verzogenen Rumpf ist zwar ärgerlich, aber ich kann mir nicht vorstellen dass man den komplett in die Tonne geben muß.
Kann man da nicht zuerts mal die Mittelstrebe durch neue Teile korrigieren und dann den Rest neu dazubauen statt "alles" ganz neu zu machen?
Ich habe stets mehrere Modelle im Bau, oft gibt es längere Pausen. Aktuell im Bau, bzw. in den letzten Monaten immer mal etwas dran gemacht: mehrere Duesenberg, Mercedes 540K, Cadillac Eldorado Caddy Racer, Rolls Royce Phantom II 1:16, Bugatti Royale-Umbau, diverse 1:32-Modelle usw ........ :wink:

  • »A-L-E-X« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 902

Realname: Alex

Wohnort: Mittelhessen

  • Nachricht senden

24

Mittwoch, 13. November 2013, 17:09

Hallo Automodellbauer!

Ich mag den kleinen Kahn auch sehr :love:

Sicherlich könnte man an den Spanten und dem falschen Kiel versuchen die Schäden zu korrigieren - Ich weiß nur nich, ob's das bringt :( Es würde sehr viel Arbeit frustrierende werden... Ich hab das gemerkt, als ich versucht habe, an der Rumpfaussenhaut zu spachteln. Die "eingedellte" Stelle hat unheimlich viel Spachtel "gefressen", ohne dass ich bisher mit dem Ergebnis zufrieden bin. Bevor ich mich mit dem verzogenen Rumpf viele weitere Stunden rumärgere, nutze ich diese Zeit lieber, um einen neuen zu bauen und möglicherweise gleich einige Schwachstellen zu beseitigen. Beispielsweise ist die "Grundplatte" des bisherigen Rumpfes aus sehr dünnem Material. Das war sie beim letzten Trawler auch, was völlig ausgereicht hat. Aber in diesem Fall hat sie dem Kleber beim Verziehen keinen Widerstand geleistet. Beim nächsten Mal werde ich sie aus dickerem Plastik machen, das gibt mehr Stabilität und kann nicht schaden, selbst wenn ich den Kleber nicht mehr benutze :D

Eine Pluspunkt dieser Methode ist ja auch, dass man eben kein sündhaft teuren Bausatzrumpf in die Tonne kloppen muss und ein Haufen Geld im Eimer ist. Die bisher verbauten Plastikteile bewegen sich im Cent-Bereich, mit Ausnahme der Plastikplatte für's Deck. Die war das teuerste "Bauteil" bisher mit 7 Euro, aber es is davon auch noch genug da, um noch ein, zwei Decks für die "Hohe Lieth" und das ein oder andere Peildeck zu bauen.

Außerdem hab ich mich entschieden, dem Kahn ein etwas anderes Aussehen als das seines Bauteilgebers "Wuppertal" zu geben. Statt Aufbauten mit insgesamt drei Decks, sollen es nur noch zwei werden. Der Look der Aufbauten soll etwas in Richtung Fischdampfer "Johannes Krüss" gehen... Ein paar kleine Änderungen bei den Spanten würden da Sinn machen - Doch dazu ein andermal mehr.

Aktuell bin ich gerade dabei, für die derzeitigen und kommenden Projekte die Decals zu erstellen, die anschließend ja noch gedruckt werden müssen. Problem hierbei: Das Drucken von weißer Schrift. Das geht zwar bspw. bei druckeronkel.de, aber das Basteln der Vorlagen is gar nich so einfach. Wirklich günstig isses natürlich auch nich, deshalb versuche ich, die zu druckende Seite möglichst sinvoll voll zu kriegen... :wacko:

Bis die Tage also :wink:

Alex

  • »A-L-E-X« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 902

Realname: Alex

Wohnort: Mittelhessen

  • Nachricht senden

25

Samstag, 16. November 2013, 13:30

Moin!

Nachdem ich mal wieder ein bisschen Zeit für's Projekt hatte, hier der aktuelle Stand von Rumpf Nr.2:



Die vordersten drei Spanten fehlen noch, wie man sieht.



Sorry für die beiden Schnappschüsse! Die Zeit war knapp, darunter musste die Qualität leiden...

Im Vergleich zu Rumpf Nr.1 hab ich, wie schon angesprochen, die Bodenplatte und den falschen Kiel aus dickerem Material und damit stabiler gestaltet. Die Bodenplatte is jetz 1mm dick, der falsche Kiel 1,5mm.
Im Bereich der Spanten 8 und 9 hab ich diesmal gleich das zusätztliche "halbe Deck" eingeplant, das bei der "Johannes Krüss" unter dem Brückendeck liegt und die nötige Erhöhung bildet, damit man von dort aus über die Back hinweg schauen kann. (Zu wirr ausgedrückt? ?( )

Außerdem hab ich diesmal gleich Halterungen (quasi Mastfüße) für die beiden Masten in die Spantenstruktur integriert. Das sieht dann so aus:





Zwischen den Spanten 14 und 9 werd ich in den nächsten Tagen auch noch ein paar Längsverstrebungen einkleben. Insgesamt ist der Rumpf jetzt aber schon merklich stabiler als sein Vorgänger...

Viele Grüße,

Alex

26

Dienstag, 19. November 2013, 20:22

Hallo Alex :wink:
Ich sehe, es geht wieder aufwärts. Feine Sache. So wie Du hätte ich auch getan. Die Ausbesserung hätte sicher alles verschlimmbessert, eine Menge Zeit die dabei flöten geht und der Erfolg..... ???? Tja, wenn man das wüsste. Schon besser so, echt jetzt. :ok:
Gruß, Torsten die Landratte :pc:

Im Bau: Steampunk: Valortanica und Geheimer Hafen, Krabbenkutter, DUKW 1:35 RC

  • »A-L-E-X« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 902

Realname: Alex

Wohnort: Mittelhessen

  • Nachricht senden

27

Dienstag, 19. November 2013, 22:53

Hallo zusammen!

@ Torsten: Es geht wieder aufwärts - stimmt! :) Das Schöne ist, dass sich der Frust, der sich schon zu Beginn der Ausbesserungsarbeiten am "alten" Rumpf angesammelt hatte, mit dem neuen Rumpf auch komplett verschwunden ist. Schließlich soll unser Hobby ja Spaß machen und nich noch nerven :)


Die heutige Tagesschicht hat ihr Soll erfüllt - Die restlichen Spanten wurden eingefügt, die Verstärkungen im Bereich der Spanten 14 bis 9 und im Heckbereich eingepasst und schließlich das Deck angefertigt und angeklebt:





Zum Schluss noch ein Größenvergleich der beiden Rümpfe meiner zwei aktuellen Projekte:



Bis demnächst,

Alex

28

Dienstag, 19. November 2013, 23:39

Hallo Alex.

sehr, sehr spannend, Dein Projekt.

Ich habe schon so manches Bauprojekt im Netz "studiert" .. und auch den ein oder anderen Plastik-Scratch-Baut.
Aber Dein Thema ist ungewöhnlich - endlich mal ein ziviles Objekt - und Deine Vorgehensweise ebenso. Ich bin neugierig, wie es weitergeht und wünsche viel Spaß und Erfolg.

  • »A-L-E-X« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 902

Realname: Alex

Wohnort: Mittelhessen

  • Nachricht senden

29

Mittwoch, 20. November 2013, 11:54

Hallo Marcus!

Danke für deine netten Worte und dein Interesse! :) Du hast es ja schon angesprochen - Es ist eben eher ein "Randgruppenthema", sowohl von der Bauweise her, als auch weil es ein ziviles Schiff wird... :nixweis:

Dass die Methode funktioniert, konnte ich ja schon mit meinem letzten Modell zeigen. Trotzdem bin ich auch selbst gespannt, wie der derzeitge Bau weiter verläuft! Schließlich kann man immer mal in ein Fettnäpfchen treten, wie sich hier erst kürzlich gezeigt hat :D

Viele Grüße,

Alex

KaiPaule

unregistriert

30

Donnerstag, 21. November 2013, 13:03

Superinteressantes Projekt ....

Danke für diesen erhellenden Beitrag ...ich baue gerade eine 1:200 Bismarck und will die in einr kleinen Hafenszene in die Vitrine setzen. (klein heißt wenig drumrum, der Pott ist ja schon 125 cm lang...) Da suche ich schon ewig nach einem Schlepper oder sowas in der gleichem Größe (Massstab) - diese Methode ist ja geradezu perfekt das Problem zu lösen! Ich werd da mal weiter mitlesen und wenn die dicke Tante fertig ist ....
Bin sehr gespannt, wie es am Ende aussieht! Pappe ist ja nicht so meins, aber Plaste kann man ja ordentlich spachteln, lackieren, mit PEs aufpeppen .... da muss sich was interesssantes draus machen lassen!
Frohes Schaffen weiterhin und gute Nerven!
LG
Kai

Werbung