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1

Dienstag, 10. September 2013, 20:42

Seitentrawler "J. W. Kinau" - Warten auf den Abwracker

Liebe Forengemeinde,

lange Zeit war es hier ruhig um mich und ich hier höchstens als stiller Mitleser unterwegs. Schuld daran war die Abschlussphase meines Studiums - Zuerst die Magisterarbeit, die mich bis Ende Januar dieses Jahres im Würgegriff hatte, anschließend die mündlichen Prüfungen, die es zu bewältigen galt. In dieser Zeit blieb leider nicht viel Platz für Modellbau, aber ich hatte auch Skrupel, ein neues Projekt anzufangen, weil mein innerer Schweinehund sich dann wahrscheinlich mehr dem Modellbau als der Arbeit und den Prüfungen gewidmet hätte :D
Das alles hab ich mittlerweile jedenfalls gut hinter mich gebracht!

Irgendwann in der Prüfungsphase fing es dann aber doch an, in den Fingern zu jucken - Vor allem, als ich den sehr günstigen Kartonmodellbaubogen des Seitentrawlers „Gustav Dahrendorf“ von Schreiber fand.



In meinem Kopf entstand die Idee, den Bogen als Vorbild für ein Plastikmodell im Maßstab 1:200 zu nutzen. Der Maßstab hat für mich den Vorteil, dass er zu meinem gestrandeten Hecktrawler und zu einigen anderen Projekten, die mir im Hirn rumspuken, passt. Außerdem musste nichts umskaliert werden, da der Kartonbogen auch in 1:200 gehalten ist. Um Weihnachten herum hab ich damit begonnen, die einzelnen Seiten des Bogens auf Papier zu kopieren.



Der Bogen ist jedoch recht einfach detailliert und diente letztendlich nur als loses Vorbild - Diverse Details hab ich anders gestaltet. Zunächst wurden die einzelnen Bauteile ausgeschnitten, auf Plastikplatten, wie man sie im Modellbauzubehör bekommt, geklebt, erneut ausgeschnitten und die Papierschablone entfernt. Wenn man halbwegs genau arbeitet, erhält man so also eine Plastikkopie des Kartonbauteils. Aus der Bauphase gibt es leider so gut wie keine Bilder. Die wenigen, die es gibt, sind auch noch ziemlich schlecht…











Anfangs hatte ich noch versucht, alles genau für einen Baubericht im Forum zu dokumentieren, aber schnell gemerkt, dass ich dafür keine Kapazitäten hatte. Außerdem kamen zwischendurch immer wieder Zweifel auf, ob ich den Kahn überhaupt jemals fertigstellen würde - Mehr als einmal wollte ich ihn in die Mülltonne werfen. Letztendlich hat es so über 8 Monate gedauert, bis ich die „J. W. Kinau“, wie ich sie letztendlich getauft habe, fertigstellen konnte. Das Modell ist 29cm lang, gut 4cm breit und 10cm hoch.



Zur Story hinter dem Modell: Es wird später seinen Platz in einem Diorama finden, das zwei im Päckchen liegende, ziemlich fertige Seitentrawler im Hafen zeigen soll - Aber dazu an anderer Stelle später mehr ;) Die „Kinau“ ist in einem ziemlich schlechten Zustand und taugt wohl nur noch zum Abwracken. Ein Großteil der Ausrüstung, inklusive der Rettungsboote fehlt und wurde wahrscheinlich schon
verkauft. Offenbar hatte schon einmal jemand versucht, Teile der Maschinen auszutauschen oder auszubauen, ist aber daran gescheitert oder hat die Lust verloren.





Der größte Teil des Modells entstand aus Plastikplatten und Evergreen-Profilen. Vorgefertigte Teile kamen, bis auf die geätzte Reling von Saemann, so gut wie keine zum Einsatz. Wenn, stammen sie aus der Grabbelkiste. Die Decals enstanden aus entsprechender Folie im Copy-Shop um die Ecke. So, genug der Worte - Jetzt lass ich Bilder sprechen:





















Beste Grüße,

Alex

2

Dienstag, 10. September 2013, 20:46

Hallo Alex,

sieht super aus. :ok:
Gruß

Stephan

3

Mittwoch, 11. September 2013, 18:22

Moin ALEX!!

Schön, daß Du wieder an Bord bist. Freut mich, da Du ja auch immer mit interessanten Projekten vertreten bist.
Die Kinau ist ja wieder so ein Beispiel.

In meinen Augen astrein umgesetzt und gebaut. Das gefällt mir. Sauber zurechtgeschnippelt und wie gewohnt chic lackiert und gealtert. Das passt.

Mal so ´ne Frage. Welche Plattenstärke hast Du verwendet? Gerade im Rumpfbereich gibt es ja ein wenig zu biegen. Papier lässt sich ja ohne weiteres in Form bringen und halten. Bei Plaste schaute es ja schon etwas anders aus. Welche mm-Stärke haben deine Platten, damit man sie anstandslos biegen kann?
Ich habe hier nämlich noch ein Torpedoboot T-10 aus dem WK II auf Papier, welches ich auch mal in genau deiner Methode auf Plastikplatte bannen wollte und aufbauen wollte. Da würden mir deine Erfahrungen sehr hilfreich sein.

Glückwunsch auch zum Abschluß deines Studiums. Jetzt Job suchen und mal in die Rente einzahlen :baeh:
Over, Ende und Out!!!

Gruß Daddel


4

Mittwoch, 11. September 2013, 19:27

Kann ich nur zustimmen!
Wieder ein absolutes Highlight in der zivilen Seefahrt hier!
Klasse!
Wirklich schade, dass du keinen Baubericht gemacht hast, weil die Methode ist echt interessant, da man so eine viel größere Auswahl an Modellen hat.

Auch auf deine Dio-Idee bin ich wie immer sehr gespannt, deine bisherigen Arbeiten lassen ja wieder auf was geniales hoffen.

Sau gut! :)

Lucas
Was nicht ist, kann ja noch werden...

Im Bau:
Smit London 1:200
Hermann Marwede 1:200 + Dio?
RNLI Severn Class 1:72 + Dio?
Beluga Bremen 1:700
DGzRS Berlin 1:72
Und noch viel viel mehr Angefangenes!

Ich bin Schüler, habe Kontakte und Privatleben, was beides gepflegt werden will und viel zu viele angefangene Bausätze, also bitte nachsichtig sein wenns mal nicht so schnell voran geht:)

5

Mittwoch, 11. September 2013, 19:53

Hallo Alex,

:respekt: klasse gebaut und genial gealtert :respekt:

Viele Grüße
Thorsten

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6

Mittwoch, 11. September 2013, 20:49

Hi Leute!

Zunächst mal vielen Dank euch allen! :rot:

@ daddel: Ich freu mich auch, wieder hier zu sein! Auf Jobsuche bin ich grad schon, allerdings bisher wenig erfolgreich :S Das einzig Positive ist, dass so natürlich erstmal wieder mehr Zeit für Modellbau bleibt! Die Platten, die ich für die Außenhaut benutzt habe, haben eine Stärke von 0,5mm - Die lassen sich einerseits sehr leicht biegen und sind andererseits doch überraschend stabil, wenn man sie erstmal mit Sekundenkleber fixiert hat. Die Platten für's Spantengerüst sind 1,0mm dick, damit ist der innere Aufbau dann auch ausreichend stabil und du hast genug Auflagefläche für die Außenhaut.

@ Lucas: Die Möglichkeiten, die man auf einmal mit dieser Methode hat, faszinieren mich auch! Für das Dio hab ich vor, noch einen ziemlich ähnlichen Seitentrawler zu bauen. Für den werd ich dann (schätze mal irgendwann in den nächsten Tagen) auf jeden Fall einen Baubericht anfangen, wo ich noch mehr auf die Methode eingehen kann :) Das Dio an sich wird dann entweder parallel dazu oder im Anschluss daran entstehen...

Viele Grüße,

Alex

7

Mittwoch, 11. September 2013, 22:26

Juhuuuuuuuuuuu! :tanz:

Ich war grad mal so unverschämt und habe mir 4 Kartonbausätze bestellt... ups..
Die hier: :rot:
den,
den,
den
und den :D

Jetzt kommt noch ein BB von dir dazu, da werd ich mir dann die Technik etwas genauer an/abschauen und dann werde ich mal mein Glück versuchen.
:love:

Lucas
Was nicht ist, kann ja noch werden...

Im Bau:
Smit London 1:200
Hermann Marwede 1:200 + Dio?
RNLI Severn Class 1:72 + Dio?
Beluga Bremen 1:700
DGzRS Berlin 1:72
Und noch viel viel mehr Angefangenes!

Ich bin Schüler, habe Kontakte und Privatleben, was beides gepflegt werden will und viel zu viele angefangene Bausätze, also bitte nachsichtig sein wenns mal nicht so schnell voran geht:)

8

Donnerstag, 12. September 2013, 07:01

Hallo Alex :wink:

Also ich muß ja schon sagen: einfach nur spitze gemacht. :respekt: :dafür: :ok: :ok: :ok: Schade daß Du keinen BB erstellen konntest, so einige Schritte hätten mich brennend interessiert. Aber ich hoffe ja auf das folgende Modell. Kleiner Wermutstropfen: die Fässer am Popdeck, da solltest Du vielleicht etwas die leuchtende Farbe dämpfen, also Rost und Dreck rauf.
Gruß, Torsten die Landratte :pc:

Im Bau: Steampunk: Valortanica und Geheimer Hafen, Krabbenkutter, DUKW 1:35 RC

9

Donnerstag, 12. September 2013, 17:40

Hallo Alex,

ein tolles Modell, gefällt mir ausgezeichnet! Die Umsetzung von Papier zu Plastik finde ich sehr interessant, da werde ich bei dem geplanten Baubericht gerne mal vorbeischauen!

Schöne Grüße
Henning
Kritik ist Lob an jemandem, dem man mehr zutraut

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10

Freitag, 13. September 2013, 18:21

Hallo zusammen!

Nochmals danke! Zumindest Lucas scheine ich ja direkt angesteckt zu haben mit der Idee :) Es wäre ja nur von Vorteil, wenn wir demnächst hier im Forum mehrere Bauberichte zu der Thematik hätten, dann könnte man gemeinsam versuchen, das Ganze noch zu optimieren...

@ Lucas: Die "Hudson" und die "Bugsier 14" find ich am schicksten, wobei das alles schöne Schiffe sind, die du dir da rausgesucht hast!

@ Torsten: Die Fässer kommen auf den Fotos wirklich echt fabrikneu daher. :huh: Dabei hab ich sie dezent gealtert, aber meine Kamera is nich fähig, die kleinen Roststellen am Deckel einzufangen. Vielleicht setzte ich mich in den nächsten Tagen nochmal und altere sie nochmal um ein paar Monate...

Es grüßt

Alex :wink:

11

Sonntag, 15. September 2013, 12:02

So, ich wollte mich ja hier auch noch zu Wort melden. Und nun weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll.

Vielleicht erst mal bei der Umsetzung: Die Idee, einen Kartonbausatz zu nehmen und ihn zu "polystyrolisieren", ist wirklich klasse. Wie oft habe ich mich schon darüber geärgert, dass es in Karton die tollsten und schönsten Schiffe zu bauen gibt, aber in Plastik? Eher die tausendste Titanic, Bispitz / Yamasashi / Hornetprise / Prince of Hood / Graf Spee und natürlich das omnipräsente VIIc-U-Boot, als dass mal einer einen klassischen Ozeanliner, einen Hochseeschlepper, einen Frachter oder ein Spezialschiff herausbringt. [An dieser Stelle muss man Revell echt mal loben, weil sie immer ein, zwei Sachen jenseits der grauen Masse im Programm hatten und haben!] Allerdings würde ich auch gerne mal etwas näher im Detail sehen, wie man das so anstellt. Und was interessante Schiffe angeht - ich nehme an, diese Seite ist bekannt?

So, und nun zum Modell: Zum einen beeindruckt mich, wie blitzsauber mal wieder alles gebaut ist - keine Nähte zwischen Teilen, keine eirige Reling, nichts. Gerade die Reling ist echt super geworden: Ein Pfosten in jeder Ecke, statt einfach alles x-beliebig zu biegen, die Abstützungen am Bug, und nicht zu vergessen die Unterbrechungen über jedem Poller... das sind so die Details, die auffallen, wenn man mal genau hinsieht!
Tja, zur Alterung brauche ich wohl nichts mehr zu sagen... der Rost, die überstrichenen Stellen... toll. :love:

Nur eins frage ich mich: Müssten die Dinger entlang der Rumpfseiten, die Du als rechteckige Platten dargestellt hast, nicht offene Speigatten sein? Aber selbst wenn: Dann hat sie halt jemand zugeschweißt und Feierabend. :D

Also, hier ist aus ein paar Blättchen Papier echt großes Kino entstanden. :respekt:

12

Dienstag, 17. September 2013, 23:22

Herrliches Teil - Glückwunsch an den Meister!

Lieber Gruß, Daniel
... keine Angst, der will doch nur spielen ...



Feinste Ätzteile für HMS Victory 1:100
http://www.dafinismus.de

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13

Mittwoch, 18. September 2013, 12:11

Hallo Thomas, hallo dafi!

@ dafi: Meister? Danke für das riesige Lob, aber als Meister seh ich mich keineswegs - eher als "ewig Dazulernender" ^^

@ Thomas: Danke auch dir! Was die Methode angeht, öffnet sie natürlich grundsätzlich ein paar neue Möglichkeiten in Bezug auf die Modellwahl, und daran finde ich auch gerade riesigen Spaß :D - Aber man muss mal austesten, wo die Grenzen sind - ob sich eine "Nordic" zum Beispiel so ohne Weiteres damit realisieren lässt? Ich weiß nicht, käme auf einen Versuch an. Aber komplizierte Rumpfstrukturen werden bestimmt nicht leicht umzusetzen sein - Ich zumindest hab's noch nicht probiert :nixweis:
Und was das Nautisch Bureau Woort betrifft: Kenn ich! Ich hab mittlerweile sogar zwei Schätzchen von Herrn Woort in meinem Lager:





Zwei wunderschöne Bausätze! :love: Ich wollte für's Forum eigentlich mal eine Bausatzvorstellung der beiden machen, aber bisher bin ich noch nicht dazu gekommen...

Zu den Speigatten: Da hab ich mich an das (zugegebenermaßen nicht wirklich gut detaillierte) Kartonvorbild gehalten. Die Speigatten an sich sind schon als Öffnungen im Rumpf ausgeführt, man sieht sie auf der Innenseite. Die "Platten", die von außen da drüber liegen, sind meiner Interpretation nach Klappen, die sich nur nach außen öffnen - Also rausfließendes Wasser rauslassen, aber von außen nix reinlassen. Man findet im Netz Fotos von Trawlern mit offenen Speigatten, aber auch solche mit derart "geschlossenen". Meistens sind diese Klappen jedoch bündig mir der Rumpfaußenseite glaub ich, was sich bei meinem Trawler jedoch nicht ohne weiteres umsetzen ließ. Heute würde ich Teelicht-Alu benutzen denk ich, um sie zumindest etwas dünner gestalten zu können. Aber darauf bin ich nicht gekommen, als es soweit war...
Hier mal zwei Fotos vom Seitenfänger "Gera", bei denen man die Klappen ganz gut erkennen kann.

Beste Grüße,

Alex

14

Mittwoch, 18. September 2013, 12:40

Hallo Alex,
Dein Modell sieht schon hammermäßig aus, alle Achtung. Ich würde es nicht übers Herz bringen, ein Schiff so heruntergekommen darzustellen. Von meiner Unfähigkeit diese Alterung so hinzukriegen, mal ganz abgesehen.
Zu den Speigatten: bei einem Seitentrawler wird der Fang aus dem Netz einfach aufs Deck gekippt. Da sollten diese Löcher schon verschliessbar sein, sonst macht die ganze Übung wenig Sinn.
Was mir allerdings nicht ganz schlüssig erscheint, ist die Takelage. Da sind alle Strippen schön straff gespannt, was in meinen Augen nicht ganz zur restlichen Erscheinung des Kahns paßt.
Viele Grüße,
Matthias

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15

Mittwoch, 18. September 2013, 14:24

Hallo Matthias!

Das mit der Alterung ist gar nicht so schwer, man muss sich nur trauen und rumprobieren ;) - Im Baubericht zu meinem ebenfalls ziemlich verkommenen Hecktrawler hab ich dazu schon mal ein bisschen was geschrieben. Den Rost tupfe ich z.B. hauptsächlich mit einer Art Schwamm auf, es sei denn es handelt sich um Rostspuren, die die Bordwand o.ä. "herunterlaufen"... Aber dazu kann ich im Baubericht des zweiten Seitentrawlers ja noch mehr schreiben. Übrigens sehen (oder sahen) die Dinger ja nicht erst so aus, wenn sie am Ende ihrer Karriere waren. Durch das ständige Hieven des Fangeschirrs über die Bordwand sieht die entsprechende Rumpfseite ziemlich schnell sehr rostig aus.
Was den Umgang mit dem Fang angeht, hast du Recht. Und damit sich der ganze Fisch nicht über das komplette Deck verteilt, sind da diese herausnehmbaren Trennwände verbaut. Die Speigatten verschließbar zu gestalten, macht bei dieser Fangmethode natürlich Sinn, allerdings habe ich auch Fotos von Seitenfängern gesehen, die entweder im Bereich der Trennwände gar keine Speigatten hatten, sondern erst auf Höhe der Winde, oder solche die trotzdem offene Speigatten hatten - Ich nehme mal an, im letzten Fall hat man die Öffnungen wahrscheinlich vergittert, damit kein Fisch durchrutscht.
Die Takelage - Naja, da stellt sich mir erstmal die Frage, warum stehendes Gut sich auf einmal lockern sollte, nur weil niemand mehr mit dem Kahn rausfährt. Gleiches gilt, finde ich, für die Antennendrähte. Was den vorderen Kran angeht, geb ich dir Recht. Aber da schon am hinteren kein Seil mehr angeschlagen ist, wollte ich es vom Look her nicht übertreiben und hab das Seil des vorderen Krans über die Winde gelegt, weil der sonst so doof auf Deck aufliegen würde. Und die Strippen für die Lukendeckel: Als ich meinen SKS gemacht hab, hab ich gelernt, dass solche Sachen im Hafen immer schön stramm sein sollen, denn ansonsten schlagen die Dinger aneinander wenn Wind aufkommt. Der Lärm, der dabei entsteht, nervt besonders wenn man schlafen will, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann... Vielleicht hat das der Eigner des Trawlers ja ähnlich gesehen, wer weiß ;)

Viele Grüße,

Alex

16

Mittwoch, 18. September 2013, 19:54

Oha, da habe ich ja wieder eine Menge gelernt! :) Das ist definitiv eine der positiven Nebenwirkungen dieses Forums.

Die beiden Modelle von Herrn Woort sind ja wirklich schön, vor allem TX-9 hat es mir angetan! Ich mag diese Form mit dem hochgezogenen Bug und dem eleganten Brückenaufbau. :love:

Haha, die "Entkartonisierung" eines solchen Brockens wie der Nordic wäre sicherlich eine halbe Lebensaufgabe! Machbar wahrscheinlich schon, aber sicher extrem komplex, schwierig und langwierig. Das Ding steht bei mir übrigens - neben diversen klassischen Ozanlinern wie Normandie oder Andrea Doria - recht weit oben auf der Liste der Schiffe, von denen es mal ein schönes Modell geben sollte. Aber wer weiß schon, was die Zukunft bringt...

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17

Donnerstag, 19. September 2013, 20:14

Hallo Thomas!

Weil dir die TX-9 so gut gefällt, hab ich extra für dich den Karton mal wieder aufgemacht und zwei Fotos vom Rumpf geschossen, auch wenn's hier eigentlich Off-Topic is :) :





Die Aufbauten muss ich dir leider schuldig bleiben, da müssten erstmal die Angüsse entfernt werden, damit sie auf den Rumpf passen... Ein andermal!

Hach ja, ein schöner Plastikbausatz der Nordic, das wär schon was seeehr feines :love: *träum*

18

Donnerstag, 19. September 2013, 21:49

Wow! DAS nenne ich Gussqualität! Die Flächen glatt, die Strukturen scharf... wirklich toll. :love: Und dann sind ja auch noch passende Ätzteile dabei. Ich glaube, die Dinger sind ihr Geld echt wert.

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19

Donnerstag, 19. September 2013, 23:13

Hallo zusammen!

Für alle, die es interessiert: Hier geht's zum Baubericht des zweiten Seitentrawlers...

@ Thomas: Ja, über die Gussqualität kann man sich wirklich nicht beschweren! Die Ätzteile und restlichen Resinteile sind auch wirklich super - Ich hab den Kauf nicht bereut :D Muss eben doch mal schauen, dass ich eine Bausatzvorstellung mache...

20

Samstag, 5. Oktober 2013, 17:43

Tolles Modell - ich sehe das erst jetzt.
Ist "erste Sahne "! :ok:
Ich habe stets mehrere Modelle im Bau, oft gibt es längere Pausen. Aktuell im Bau, bzw. in den letzten Monaten immer mal etwas dran gemacht: mehrere Duesenberg, Mercedes 540K, Cadillac Eldorado Caddy Racer, Rolls Royce Phantom II 1:16, Bugatti Royale-Umbau, diverse 1:32-Modelle usw ........ :wink:

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21

Sonntag, 6. Oktober 2013, 11:52

Zwei wunderschöne Bausätze!

Wirklich !!! Wo kriegt man die denn her ?

:wink: , Romand
Thema: Sonstige: Fahrgastschiffe auf Havel und Spree
Meine Flotte: RC: Bonsai Flotte (meist 1:200)
Baubericht :RC: Fischkutter

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22

Montag, 7. Oktober 2013, 14:44

Hallo!

@ Automodellbauer: Vielen Dank, freut mich wenn dir der Rostkahn gefällt!

@ Ronald: Die Bausätze gibts hier: Nautisch Bureau Woort. Als ich dort vor nem Jahr bestellen wollte, hab ich auf meine Mail erstmal keine Antwort bekommen, weil Herr Woort inzwischen eine andere Mailadresse hatte. Ich glaube aber, inzwischen hat er die auf der Seite aktualisiert - Ansonsten kann ich dir sie aber auch als PN schicken. Die Website (und die Bauanleitungen für die Modelle) sind bisher nur auf holländisch verfügbar, aber er und seine Frau sind wirklich sehr nett und hilfsbereit und sprechen auch ein wenig deutsch, so dass das kein Problem sein sollte...

Beste Grüße,

Alex :wink:

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23

Samstag, 28. November 2015, 16:26

Lange hat es gedauert, aber der Kahn hat endlich seine "letzte Ruhe" in einem Diorama gefunden. Hier geht's lang... :wink:

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