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Montag, 19. August 2013, 18:51

VW Beetle Cabriolet 1970

Bausatzvorstellung: VW Beetle Cabriolet 1970




Modell: VW Beetle Cabriolet 1970
Hersteller: Revell
Modellnr.: 07078
Masstab: 1/24
Teile: 122
Spritzlinge: Karosse, 5 weiß/grau, 2 Chrom, 1 klar
Preis: 22,99 Euro (08/2013)
Herstellungsjahr: 2013
Verfügbarkeit: sehr gut
Besonderheiten: Neuentwicklung, geschlossen oder offene Variante, Links-/Rechtslenkung, Heckklappe zum Öffnen, Anhängerkupplung


Die Karosserie:


Die Spritzlinge:





Im Detail die super dargestellte Seitenverkleidung:

Ein näherer Blick auf die kleinen, aber feinen Details:


Die Chromteile:

Auch hier sind die Detail sagenhaft schön. Beachte das VW-Logo (und nebenbei die Hupenziergitter für den später folgenden Standard):

...oder die tollen Felgen:


Die Klarteile:


Die Reifen:


Die Decals:

Ein naher Blick zeigt zwei verschiedene Tachovarianten. Warum? Der Standard hat eine kleinere Scala bis zur niedrigeren Höchstgeschwindigkeit.


EIn Blick in die Bauanleitung:







Fazit: :thumbsup: Eine komplette Neuentwicklung des VW Käfer Cabrio. Die Qualität der Spritzlinge ist sehr gut und die Klarteile meines Erachtens perfekt. Ich habe bei meinem Modell keine Fischhäute oder Auswerfermarken gesehen, als ich die Bauteile fotografierte und wegen der Detailierung anschaute, welche bei den einzelnen Bauteile wirklich super ist. Kein Vergleich mit dem Cabrio aus vergangenen Tagen. Die Entwicklung zeigt bei diesem Modell sehr deutlich, dass hier parallel eine Limousine mit bedacht wurde sowie eine andere Karosserievariante (Standard ab 1968 ), was man an der zweiten Antenne, Innenspiegel, Tachodecal oder den Hupenziergittern erkennen kann. Ebeso anhand der Verstärkungsschwellern für das Cabrio, welche separat angebaut werden müssen.
Auch die Details stechen ins Auge. Die Seitenverkleidungen sind super detailiert oder auch im Motorraum gibt es schon viele Verbesserungen.
Witzig: die Kofferraumklappe ist ein Extrateil. Es gibt aber keine Scharniere zum Öffnen oder auch der Kofferraumausbau existiert nicht. Da kannd er findige Modellbauer selbst Hand anlegen, wenn er mag.
Schön: es gibt eine Anhängerkupplung als Extra und auch die Zubehörmittelkonsole mit Fächern. Das sind supernette Details.

:thumbdown: Wo (zugegebener Maßen viel) Licht ist, ist auch Schatten.
Ich kann nicht bestätigen, ob jedes Modell diesen Gussmangel am hinteren linken Kotflügel hat. Bei meiner Karosse scheint es dort so, als ob hier Material zu wenig war. Zumindest hat der Kotflügel hier eine härtere Kante vergossen (siehe Detailbild)

Wenn man es ganz genau nimmt, sind die Innenkotflügel vorne wie hinten nicht richtig dargestellt. Ebenfalls sind die Scheibendefroster und Manndüsen am Amaturenbrett nicht dargestellt. Die Integralsitze (mit den integrierten Kopfstützen) waren übrigens bei dem dargestellten Modell nicht verfügbar. Die kamen erst mit dem 1302 als Extra.

Zu den Reifen: ohne Aufschrift. Einfach blanke Flanken. Gefällt mir in dem Zusammenhang nicht, da das Profil doch schick eingebracht ist.

Meiner Ansicht nach der größte Fehler: das Deckelbild. Warum? Das Bild ist eindeutig ein 1302 (1971/1972)! Den Vorderbau kann man deutlich unterscheiden. Die Haube und auch die Kotflügel ist viel bauchiger. Wäre das Modell auch im Karton, würde auch die Vorderachse komplett geändert sein müssen. Schon die "Kennzeichen" VW 1500 zeigt dem Kenner, dass es "nur" ein Modell mit dem kurzen Vorderwagen sein kann. Diese Bezeichnung gab es nicht mehr ab 1971. Denn da wurde der 1500er Motor nicht mehr angeboten. Das VW 1500 passt aber zum Bausatz. Gut, dass ich wusste, dass es "nur" das Modell mit der Drehstabvorderachse ist und somit der spitzen Kofferraumklappe. Aber dem Umstand geschuldet, dass hier Revell keine Wiederauflage verpackt hat, sondern eine Neuentwicklung, hätten sie auch dem Künstler das richtge Vorbild geben müssen! Zumal der Besitzer des Modells (Kennzeichen ist ja wieder auf dem Bogen und bei Revell auf Facebook hat der Besitzer das Original gezeigt) zur Verfügung gestellt hat. Das ist schlecht. Denn: gerade der 1302 hat durch die kurze Bauzeit bedingt so eine starke Fangemeinde, dass sicher viele davon sich vom Kartonbild täuschen lassen und dann - zu Recht - enttäuscht werden. So erging es auch meinem Bruder. Revell wäre der einzige Hersteller, der den 1302 anbieten würde. Denn diesen gibt es und gab es von keinem Hersteller. Schade. Hätte die Lücke in der Käfermodellgeschichte schön geschlossen.

Ich als Käferfan freue mich denoch über das neue Modell und erwarte gerne den Standard.


Zum Baubericht: Wird voraussichtlich nicht folgen....

Zur Bildergalerie: Wird bei Zeiten folgen....
Es grüßt: Christian..........."Schere und Kleber - mehr braucht man nicht!"

Der H

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2

Montag, 19. August 2013, 19:46

Hallo Christian,

danke fürs Zeigen und die ausführliche Vorstellung! Ein interessanter Bausatz mit vielen Details, gefällt mir!

Schöne Grüße
Henning
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3

Montag, 19. August 2013, 20:05

Christian, vielen Dank für die ausführliche und informative Vorstellung! :hand:

Seit der Ankündigung fiebere ich dem Release dieses Bausatzes entgegen und nun sitze ich hier mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Auf der einen Seite freue ich mich auf und über einen scheinbar tollen Bausatz, der Revells neue Richtung beibehält und uns ein qualitativ hochwertiges und schön detailiertes Modell auf den Basteltisch legt. Auf der anderen Seite habe ich mich wie irre auf einen 1302 gefreut, der nun doch keiner ist. Schade! ;( Ich werde ihn mir trotzdem zulegen und bin gespannt, wie er sich bauen lässt......................und irgendwie freue ich mich dann doch darauf! ;)

Gruß, Heiko.
Erfahrung nennt man die Summe aller unserer Irrtümer.
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Dominik

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4

Montag, 19. August 2013, 22:39

[...]Denn: gerade der 1302 hat durch die kurze Bauzeit bedingt so eine starke Fangemeinde, dass sicher viele davon sich vom Kartonbild täuschen lassen und dann - zu Recht - enttäuscht werden.[...]

JAP! Und darüber läßt sich meines erachtens nicht diskutieren, das "halt was falsches in der Packung ist und wer nur danach kauft was drauf ist schön blauäugig ist..."
. Das ist eine Neuauflage und kein schwacher Aufguß der alten Form - Wiederauflage genannt. Da ist es nur korrekt, das was drin ist auch so zu publizieren...sind die Unterschiede des 1500er zum 1302 beträchtlich! Nein, Käfer ist nicht gleich Käfer! "911" ist ja auch nicht nur eine Zahl und ändert sich nichts.
Ich hab mich wie Hölle gefreut, als Du (Christian) mir ein Bild von dieser Errungenschaft geschickt hattest - quasi Luftsprünge gemacht (-> Geil! M e i n Cabrio als Bausatz :sabber: muss ich haben)...Tja, Dominik und 1302-Fahrer...Pech gehabt :baeh:

Was ich mich frage ist, warum die Trittbretter am Chromast sind? Wegen der Chromleiste, die frei gelassen werden sollte, wenn man es anmalt? Dann wäre es konsequent gewesen, entweder für die Zierleisten wie beim 58er Impala die seitlichen ZIerleisten separat zu fertigen um sie dann einzusetzen oder - so wie hier - ein weiteres Decal für die Trittbrettzierleiste bereitzustellen. Die normalen Zierleisten sind ja offensichtlich als Decals dabei...
Auch frage ich mich, wie wohl die Schwarzen Streifen (24) / (25) an chromatierten Teilen halten sollen? Sind die Streifen für die Stoßstangen?

Den "perfekten" Bausatz wird es nie geben, das ist klar. Aber eine Mogelpackung ist eklatant. Nichts desto trotz - der Bausatz scheint mit viel Liebe zum Detail gemacht zu sein, macht einen guten Eindruck. Auch die Decals :ok: . Die Deutschen Kennzeichen sind einwandfrei :D

Danke für die ausführliche Beschreibung Brüderle :ok:
Viele Grüße - Dominik

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"Wahre Worte sind nicht angenehm, angenehme Worte sind nicht wahr."
Laotse


5

Dienstag, 20. August 2013, 06:42

Gern geschehen :) Er ist ohne Zweifel ein toller Bausatz. Ich bereue den Kauf nicht.

Richtig erkannt, Dominik. Es sind die schwarzen Streifen für die Stoßfänger. Ich habe mir da noch gar keine Gedanken gemacht, ob die auf Chrom haften 8| !
Das mit den Trittbrettern hat mich auch verwundert, weshalb die verchromt sind. Hm. Hatten sie beim 1/16er Gretel auch so. Beim alten Käfer und Käfer Cabrio wurde stattdessendie Chromleiste als Chromteil beidedeben und das Trittbrett an der Karosse mit angegossen.
Es grüßt: Christian..........."Schere und Kleber - mehr braucht man nicht!"

6

Dienstag, 20. August 2013, 22:42

Ich wollte mir den Bausatz auch kaufen. Jetzt warte ich erst mal auf einen Baubericht. Wozu in Teufels Namen (entschuldigung) eine separate Fronthaube, wenn nichts drunter ist. Feature für begeisterte Scratchbauer ?( . Jetz hole ich erst mal meinen Tamiya Käfer raus und vergleiche....
Grüße
Thomas

dulti500

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7

Mittwoch, 21. August 2013, 18:00

Hallo Christian :wink: :wink:

super, dass du das Cabrio nun vorgestelt hast. Seit der Nürnberger Messe lechze ich dem Modell (und natürlich auch den beiden anderen VW's aus dem Hause Revell, die in 2013 noch kommen werden) hinterher.

Der Bausatz gefällt mir soweit sehr gut. :ok: :ok: Muss noch warten, bis der bei meinem Dealer in OS geliefert wird.

Ich will nichts negatives sagen, aber schade finde ich, dass die Rücklichter angegossen sind. Da hätte man noch einfacher mit der Limosine ein Jahrgangs-mix machen können. Sicher, ich weiß, dass ich andere Scheinwerfer benötige. Schade auch, dass nicht beide Versionen der Stoßstangen beiliegen (wie beim Mini-Cooper, wie beim Samba-Bus). Das wäre für mich das I-Tüpfelchen gewesen.

Ich werde ihn mir aber trotzdem mehrmals holen.

Gruß Dulti :wink: :wink:

8

Mittwoch, 21. August 2013, 19:38

Ich habe den Käfer in Osnabrück (Lotter Straße bei dem J.B. Modellbahn-Service) geholt ;) Eigentlich wollte ich nur Maskierband kaufen und machte einen Schlenker zu den Bausätzen. Ohne zu überlegen habe ich zugegriffen. Die Bilder auf DPMV und Revells FB-Seite sprechen einfach für sich und die Begutachtung der Teile bestätigen diesen guten Bausatz.
Mit den Rückleuchten hast Du ja auch recht. Stimmt. Was stimmt mit den Scheinwerfern nicht? Warum magst Du da Andere holen?

Kofferraumklappe: ich muss mal sehen, wenn er zum Bauen an der Reihe ist (wenn es so weiter geht, früher als gedacht ;)), wie der Kofferraum ausschaut, wenn er zusammengebaut wird. Dann sieht man den eventuellen Aufwand, wenn man die Haube beweglich gestalten möchte. Da der Tamiya und dieser Revell nun beide 1/24 sind, wäre ein Bausatzmixen eine Idee.

Unterm Strich ist es ein toller Bausatz. Ohne Frage. Wenn ich den günstig irgenwo nochmal bekommen würde, liegt er bestimmt auch nochmal im Regal.
Es grüßt: Christian..........."Schere und Kleber - mehr braucht man nicht!"

dulti500

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9

Donnerstag, 22. August 2013, 19:31

Hallo Christian and all :wink: :wink:

mein Dealer ist Thunderbolt, Süsterstraße (Heistermann). Da redet man dann immer noch ein wenig, Sylvester gibt es Berliner mit Glühwein (kostenlos). Da könnte man sich doch mal persönlich kennenlernen. Würde mich freuen. Halt noch ein richtiger Händler vom alten Schlag.

Mit den Scheinwerfern meinte ich die schräg-stehenden (bis 1967 einschl.)

Mein Plan ist, zwei Käfer zu bauen. Einen 1968 und einen 1965 oder 1966, evtl. in türkis. Da wären dann die anderen Rücklichter und Stoßstangen der Limosine von Vorteil. Und eben andere Scheinwerfer.

Mal sehen, wie ich das geregelt bekomme.

Gruß Dulti :wink: :wink:

10

Dienstag, 27. August 2013, 19:13

Hallo Jürgen!

Den kenne ich auch - schräg gegenüber von Sausalitos ;) Bei ihm war ich auch das eine oder andere Mal zu Besuch sozusagen. Wir können das schon mal irgendwie einrichten, uns zu treffen. Näher ist kaum jemand an Osnabrück wie wir Beide ;)

Mit Deiner Idee sehe ich nur so eine Lösung: Cabrio von Revell und die Anbauteile (Kotflügel, Heck und Front) vom Tamiyakäfer anflanschen. Dann kannst Du sogar den Kofferraumausbau bewerkstellen. Bestimmt eine schöne Arbeit! Oder nur das Cabriozeugs (alles oberhalb der Zierleisten) am Tamiya-Käfer verbauen.
Es grüßt: Christian..........."Schere und Kleber - mehr braucht man nicht!"

11

Freitag, 30. August 2013, 10:24

Zuerst; ich bin Norweger und obwohl ich seit einigen Jahren in Deutschland wohne, kämpfe ich immer noch mit der deutschen Sprache. Also bitte ich schon jetzt um Verzeihung für alle Schreibfehler, die ich machen werde.

Das Revell Käfer Cabrio ist natürlich ein willkommenes Modell, aber in 2013 darf man schon mehr erwarten. Es fängt mit der falschen Illustration an der Box an, ein Fehler die Revell schon beim alten Käfer Cabrio-Modell gemacht hat, Artikelnummer 7219. Die erste Ausgabe, in schwarz gespritzt, hat ein Photo vom Modell auf dem Deckel gehabt. Die zweite Ausgabe, in weiss gespritzt, hat aber ein Vorbildphoto auf dem Deckel gehabt und zwar vom 1303, obwohl auch das alte Modell ein 1500'er war. Offensichtlich hat es Beschwerden gegeben, weil nach kurzer Zeit wurde das Photo vom Vorbild durch ein Photo vom Modell ersetzt. Allerdings war das Modell so gebaut, damit es ein 1303 (schlecht) ähnelt. Also gehe ich davon aus, dass die Täuschung mit dem 1303-Photo von Revells Seite gewollt war. Und jetzt wird es quasi mit einer Illustration von einem 1302 wiederholt, gewollt oder nicht.

Aber wichtiger ist ja das Modell selbst. Wenn man die Gießäste sieht, wird sofort klar, dass die Teile nicht die Qualität wie zum Beispiel die des Tamiya-Käfers (24136) erreicht. Also werde ich persönlich den Bausatz nur als Teilespender (die cabrio-spezifischen Teile) für den Tamiya Käfer verwenden für Cabrio-Umbauten, genauso wie ich es mit dem alten Revell-Cabrio (7219) gemacht habe. Oder auch für den Hasegawa-Käfer (HC3) mit den stehenden Scheinwerfern, wenn ich die Baujahre 68-70 darstellen will. Für mehr ist das Revell-Modell in meinen Augen nicht geeignet.

Und dann einige der Fehler:

1. Die Türverkleidungen sind um die "Kartentasche" ganz einfach falsch, die Kartentasche aber realistisch ausgeleiert (gealtert!). Und die Falten um den Zuziehgriffen sieht man beim Original nur wenn die Schrauben sich aus den "Dübeln" in der Tür gelöst haben und die Griffe nur in den Türverkleidungen halten (habe ich bei eigenen 1:1 1303 Cabrio erlebt). Die (Innen-)Türöffner sind auch nicht besonders gut oder vorbildgerecht getroffen.

2. Die Kotflügel hinten sind ja nicht direkt gelungen, vor allem mit den angespritzen Heckleuchten-Gehäuse nicht, die im Übergang zum Kotflügel so verschwommen sind, als ob Kotflügel und Gehäuse beim Original aus einem Teil gepresst wäre. Und wenn man Bilder vom gebauten Modell sieht, erkennt man auch, dass die Form der Heckleuchtengläser viel zu spitzt ist. Sie werden zwar nicht ohne Grund beim Original "Bügeleisen" genannt, aber so spitzt sind sie dann wieder auch nicht.

3. Die optionale Mittelkonsole ist ja nett, wenn man sie aber nicht benutzen möchte hat man das Problem mit dem "Tunnel", der im Bereicht Mittelkonsole zu eckig gestaltet ist.

4. Die Vorderachse ist sogar beim uralten Revell-Käfer (ein Modell mit 40+Jahren auf dem Buckel!) besser dargestellt. Da hat man meiner Meinung nach viel zu viel von der Vorbildtreue für eine lenkbare Vorderachse geopfert.

5. Die bereits erwähnten Vordersitzen mit den hohen Lehnen, die nicht zum Modelljahr passen.

6. Flansch zwischen Lichtmaschine und Kühlergehäuse ist beim Original nicht so hoch. Zwar vernachlässigbar, weil man ihn beim gebauten Modell kaum sieht, aber auch das eine schwache Leistung in 2013.

Auf der Pluss-Seite gibt es ja auch was, wie die Motorhaube mit der für das Modelljahr richtige Anzahl der Schlitze (28). Später, beim 1302 und 1303 war es beim Cabrio nur 26. Interessant ist auch, dass Revell sich für Stossfänger ohne Gummistossleisten entschieden hat und damit vorbildgerecht die sichtbaren Schrauben wiedergegeben hat (die sonst unter den (meist) optionalen Gummistossleisten verschwinden).

Als Käfer Modellsammler seit mittlerweile mehr als 30 Jahren ist jedes neue Modell willkommen, auch das Revell Cabrio und die neue 1500 Limousine, obwohl ich die Limousine als ziemlich überflüssig betrachte, da es bereits das sehr ähnliche Modell von Hasegawa gibt. Allerdings demonstriert Revell wieder, dass sie nicht einmal ansatzweise Ambitionen haben, Tamiyas Niveau zu erreichen. Und das obwohl Tamiya wirklich nicht immer soooo perfekt ist. Und mit der Vorbildrecherche nimmt man es wie so oft nicht so ernst, aber ganz so viele Fehler wie beim 1/16 Brezelkäfer haben sie ja beim Cabrio auch nicht gemacht. Und die Karosserieform ist insgesamt gelungen und um Welten besser als beim Revell 1/18 1302.

Was ich gerne gewusst hätte, ist warum man sich für das Modelljahr 1970 entschieden hat. Zwar lässt sich damit auch die Modelljahre 1968 und 1969 bauen, aber mit einer "vor-1968" Karosserie hätte es viel mehr Möglichkeiten gegeben. Und rein persönlich sind für mich die Modelljahre 1968-1970 die am wenigsten attraktiven, da mit den stehenden Scheinwerfern und "Eisenbahnschienen"-Stossfängern aber noch der alten Karosserie. Quasi ein Zwitter zwischen das klassische Käfer Cabrio und das "moderne" 1302/1303-Cabrio. Aber das ist Geschmackssache. Ausserdem stellt das alte Revell Käfer Cabrio etwa die gleichen Modelljahre wieder, und leider ist das neue Modell auch nicht sooo viel besser als das Alte.

Ein neues Modell vom 1303 wäre mir so oder so viel lieber, da das alte Imai/Aoshima 1303-Modell nie besonders gelungen war (gehörte ja auch zur "Junior Series") und aus heutiger Perspektive eine grauenhafte Karosserie hat. Dass Revell sich nicht für ein 1302 entschieden hat, kann ich aber nachvollziehen, da es bereits das gar nicht schlechte 1/24 1302-Modell von Welly gibt. Zwar "nur" ein Diecast, das sich aber ziemlich gut supern lässt.

Aber danke Revell, dass ihr Modelle von alten luftgekühlten VW's macht! Auch wenn die Kritik hart und wohl berechtigt ist, ist ein Modell in bescheidener Qualität viel besser als gar kein Modell!

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1:24, beetle, Cabriolet, Convertible, Käfer, Revell, VW

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