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Freitag, 13. August 2010, 18:38

AVALON ( Eigenbau )

Hallo Modellbaufreunde

Ich möchte Euch hier meinen Eigenbau vorstellen, da der Bau schon weit fortgeschritten ist, müssen wir die Uhr halt ein bisschen zurückstellen. Angefangen hat die ganze Geschichte im Oktober 2009, als sich mein PC verabschiedet hatte und ich beschloss, mal ohne Blechkiste auszukommen. Per Zufall fand ich im Keller, meine alten Skizzen & Zeichnungen der „Neptun“ wieder, die ich in den 90 er Jahren mal angefangen habe zu bauen, sie ist halt immer noch ausser Dienst und wartet geduldig auf ihre Fertigstellung. Nach einigen Tagen, hat’s mich wieder gepackt und ich wollte einen neuen Kahn bauen, so habe ich meine CAD Anlage angeworfen ( Lineal , Bleistift, Millimeter Papier und viel Radiergummi ) und angefangen zu kritzeln.

Das Dingen’s sollte schwimmfähig sein ( kann ich aber vermutlich vergessen, da ich zuviel an Gewicht reingepackt habe ), über eine funktionierende Ruderanlage ( Doppelruder, Seilzüge, Ruderpinne ) verfügen, einen Haufen Geschütze besitzen und einfach, besser, grösser und-und-und sein, als die Vorgängerin. Den Massstab wollte ich in etwa, gleich wie die „Neptun“ halten so um die 1:50.

Die Auslegung als Spielzeugschiff verlangt eine etwas unkonventionelle Bauweise, also keine Spanten & Planken, da dies zu unstabil für Kinderhände wäre, sondern eine Art Schichtbauweise mit 4-Kant Leisten, die Spant & Planke zugleich sind. Dieses Mal wollte ich auch qualitativ besseres Holz verwenden, Birkensperrholz, Buchen und Fichtenleisten. Die Leisten sollten möglichst winklig sein, da ansonsten die Bordwände wie der schiefe Turm von Pisa ausfallen und man dann eine Schreinerei aufsuchen muss, die über eine grosse Tellerschleifmaschine verfügt ( d = 60cm ) um das schiefe Gebilde wieder in Form zu bringen. Klar man könnte die Bordwände auch aus einem, oder zwei ganzen Brettern herstellen, aus dem man die Geschützpforten heraus sägt, aber dann verliert man die Struktur der einzelnen Leisten und es sieht aus, wie aus einem Stück gegossen, die einzelnen Trennungen zwischen den Planken, könnte man auch einritzen, oder furnieren, aber dann wird die ganze Sache doch zu einfach, finde ich.

Mit der Entscheidung gutes Material zu verwenden, wird das ganze teurer, das Dumme an so einem Eigenbau ist, der Preis ist nach oben offen und mittlerweile hat mich das Ding schon mehr gekostet als ein grosser Bausatz von Steingräber, besser gesagt, nicht unbedingt das Ding selbst, sondern viel mehr die ganze Infrastruktur drum herum. Bei der „Neptun“ hatte ich ausser der Stichsäge, einem Bandschleifer und einer Bohrmaschine kein weiteres Equipment, aber jetzt habe ich schwer aufgerüstet, bei Werkzeugmaschinen mutiere ich zum „Tim Taylor“ , HouwHouwHouw. :verrückt:




Dies ist der momentane Stand seit dem Baubeginn vom 28.12.2009



Die Länge beträgt vom Vordersteven bis zum Heck 72 cm, die Breite Mitschiffs 19.7 cm und am Heck 16 cm, ohne Seitentaschen. Die mittlere Höhe 13.8 cm, vom Unterwasserschiff sind nur ca. 3 cm vorhanden, bis zum Kiel muss man sich noch so ca. weitere 9-10 cm vorstellen. Ist halt so eine Art „Wasserlinienmodell“. Da das Ruder und vor allem die Ruderpinne mit dem ganzen Rudergeschirr sehr viel Platz im Heckbereich des 1. Geschützdeckes in Anspruch nimmt, musste ich die Heckgeschütze in der oberen Heckkabine unterbringen. Der Heckspiegel ist nur angeschraubt, falls mal eine Reparatur an den Seilzügen des Ruders anstehen sollte. Die Seitentaschen sind ebenfalls nur geschraubt.

Die Bugpartie ist noch unbearbeitet, da ich noch im Unklaren bin, was das Galion anbetrifft.



Da kann man noch soviel ins Detail gehen wie man will, der Touch einer Schuhschachtel, bringt man einfach nicht ganz weg. :bang:





Die Bugsektion mit dem Krimskrams






So liebe Leute, das wars vorerst für heute. Ich verdrück mich jetzt in die Sauna und schalte runter, denn morgen ist auch noch ein Tag, oder was Du heute kannst besorgen verschiebe gleich auf morgen. :cracy:

Ich wünsche Euch einen schönen Abend.

Tschüss

Sergio

Im Bau: AVALON
In Planung : Englische Galeone HMS Revenge 1577

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Freitag, 13. August 2010, 19:35

Hallo Davi Jones II,

erst einmal ein herzliches Willkommen hier im Forum. Für ein Kinderspielzeug finde ich dein Schiff echt Klasse. Da bin ich mal gespannt, wie es fertig aussehen wird. Mach doch bitte noch mehr Fotos von dem Schiff, gern auch Details. Darauf werden die anderen Leser hier mit Sicherheit genauso warten wie ich.

Gruß Jan

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Freitag, 13. August 2010, 22:03

Hallo Sergio,

ich freue mich mal wieder etwas komplett anderes hier zu sehen!

Und wie Jan ... Bilder! Bilder! Bilder! Bilder! Bilder!

Hast du was von deiner Technik im Inneren?

Liebe Grüße, Daniel
... keine Angst, der will doch nur spielen ...



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Freitag, 13. August 2010, 23:08

Hi Sergio

Also für`n "Kinderspielzeug" machst Du Dir echt viel Arbeit mit den Details.
Sieht gut aus. Ich bleib sicher dran.

Grüsse

Günther
You never know where the edge is............`til you step over

5

Samstag, 14. August 2010, 07:37

Hallo Daniel, Günther und Jan

Hallo Daniel, Günther und Jan

Vielen Dank für Euer Lob und Interesse, die Bilder werden kommen, gestern war echt Freitag der 13 und ich hatte grosse Mühe, hier überhaupt was reinzustellen. Erst erhielt ich einen Timeout ( nicht mehr angemeldet), nachdem ich schon den ganzen Baubericht drinnen hatte, alles weg. Beim zweiten Mal war das Limit von 10'000 Zeichen überschritten, also musste ich alles löschen, bis auf das wenige was jetzt noch hier ist. Wenden wir die gute alte Salamitaktik an, schön alles Scheibchenweise.

@ Daniel

Viel Technik ist nicht drin, nur die Ruderanlage und wie die funktioniert sieht man am besten an dem Modell ( molto primitivo ), dass ich vorab gezimmert habe.





Der Knackpunkt hier, sind die Anzahl Windungen auf der Rudertrommel ( min. 3 max. 5 ) und die Anordnung der letzten Umlenkrolle zur Pinne, je weiter die Umlenkrolle nach hinten zum Ruderblatt montiert wird, desto grösser wird der Ausschlag des Ruders werden ( fast 180 ° möglich )

Liebe Grüsse

Sergio
Im Bau: AVALON
In Planung : Englische Galeone HMS Revenge 1577

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Samstag, 14. August 2010, 09:52

Hallo Sergio,

schöne Details und vor allem extrem saubere Bauweise :-)

Die erste Ruderanlage in richtiger Funktionsweise seit langem hier.

Wenn du den gleichen Standard auch bei deinen Plastikmodellen hast wäre dies bestimmt auch ein kleiner interessanter Ausflug in dein Werftlager.

Lieber Gruß, Daniel
... keine Angst, der will doch nur spielen ...



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Samstag, 14. August 2010, 11:54

Hallo Daniel

Danke für die Blumen, aber jetzt übertreibst Du ein wenig, der Ruderstand ist echt nur Hauruck zusammen gebaut. :D Und was meine Plastikbausätze betrifft, da ist es ein paar Jährchen her und das Ergebnis steht als die "Unvollendete" Soleil Royal 1 im Keller und die Nummer 2 noch verpackt daneben. ich habe feststellen müssen, dass ich auf die Nähe nicht mehr so einen Adlerblick habe und mit Brille und Stirnbandlupe arbeiten muss, damit ich überhaupt was auf die Reihe bekomme. Bei dem Masstab soll ich noch einen funktionierenden Ruderstand einbauen, na ich weiss nicht so recht, vielleich mit einem Elektronenmikroskop :cracy:. Hat die SR überhaupt ein Steuerruder oder einen Kolderstock ?

LG

Sergio
Im Bau: AVALON
In Planung : Englische Galeone HMS Revenge 1577

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Samstag, 14. August 2010, 12:27

Mein heutiger Update

Hallo Zusammen

Ich versuche, heute da weiter zu machen, wo ich gestern aufgegeben habe :D Also drehen wir nochmals an der Uhr.

Nachdem das Konzept und die Zeichnungen fertig waren ( oder zumindest fast ), ging es an die Materialbeschaffung und am 28.12.2009 war dann die Kiellegung, sagen wir Baubeginn, da ein eigentlicher Kiel nicht vorhanden ist, sondern im besten Fall eine Kielplatte. Ich habe leider nicht von Anfang an fotografiert, daher sind die ersten Bilder so ab der zweiten Woche Januar 2010 entstanden.

Nein das wird keine Zigarrenkisten-Gitarre a la Bo Diddley, das soll mal ein Schiff werden.



Nachdem die Kielplatte fertig zugeschnitten war, habe ich die Bordwände, Leiste für Leiste hochgezogen, die Bordwände sowie die Heckpartie sind aus Fichtenleisten 1x1 cm, genagelt und wasserdicht verleimt worden. Die Bugleisten sind aus Buchenholz gesägt und ebenfalls verleimt worden, allerdings mussten sie vorher noch getrennt werden, damit der Vordersteven später eingesetzt werden kann. Die Verwendung von Buchenholz für die Bugpartie, sollte als Gewichtsausgleich dienen, da das Heck mit den Seitentaschen in Summe ca. 6 cm überhängig vom Achtersteven zu liegen kommt. Für die Masten sind auf dem Kielbrett, massive Blöcke Buchenholz eingesetzt und verleimt worden. Das „Unterwasserschiff“ ist mittels Querschotts in drei wasserdichte Abteilungen aufgeteilt und die Schotts reichen bis zur Unterseite des 1.Geschützdeckes, die Schotts verlaufen ca. Mitte Fock/ – Grossmast resp. Mitte Besan/ -Grossmast. Alle Decksplatten sind aus 5 mm starken Birkensperrholz, das ganze Gebilde ist sehr stabil und konnte mein Gewicht problemlos aushalten, als ich darauf gestanden bin. Der Nachteil dabei, es wird schwer und schwerer.

Die Platte die das 1. Geschützdeck bildet, ist nach dem Zuschnitt und den Bohrungen für die Masten und den Gangspillachsen sowie dem grossen Ausschnitt für das Ruder, nur mit dem Unterwasserschiff verleimt worden, die zusätzliche Befestigung durch Nägel erfolgte später, als die ersten „Planken“ montiert worden sind, dazu musste ich aber die Decksplatte 1 mm vorbohren.

Zugegeben der Ausschnitt für das Ruder ist sehr gross geraten, aber das hat einen guten Grund.



Das gesamte Ruder inkl. Pinne muss für die Montage oder Reparatur von unten durch diesen Ausschnitt hindurchpassen. Das Ruder wollte ich erst mit Ruderscharnieren ausstatten, aber die Dinger vom Modellbaushop waren aus Zinn und schienen mir zu unstabil, desgleichen solche aus Kupferblech selbst angefertigten, also habe ich Ringbolzen aus Messing verwendet, ist nicht gerade nach „Mondfeld“ aber es erfüllt seinen Zweck. Der Zahnstocher wird später gegen einen durchgehenden 2 mm Metallstift ersetzt. Das Ruder erhält auch noch Sorgleinen, um die zu befestigen sind die Ösen im Ruderblatt vorgesehen die ich aus Messingdraht angefertigt habe. Das Ruder wird erst definitiv eingebaut werden, wenn die Rumpfarbeiten abgeschlossen sind, es besteht zwar auch aus mehreren 1x1 cm Fichtenleisten und könnte schon einiges vertragen, aber es stört doch wesentlich in dieser Bauphase.



Nachdem ich die Positionen der Stückpforten angezeichnet hatte, ging es Schicht um Schicht weiter, zusägen, schleifen, Winkligkeit prüfen, nachschleifen, bohren, kleben, nageln. Zur Abwechslung zwei Bugleisten pro Schicht. Im Heck musste die Heckleiste noch entsprechend angepasst werden, damit das Ruder nirgends klemmt, Die Heckleiste wird später den Heckspiegel abstützen. In der Modellbaubibel von Mondfeld, konnte ich entnehmen, dass noch Mastkragen anzubringen seien, die dort beschriebenen waren mir aber zu aufwendig, daher habe ich die vereinfachte Form ausgewählt ( Loch bohren, rund schleifen ) und beim Fockmast montiert, die Mastkragen auf dem 1. Geschützdeck wird man sowieso nicht auf den ersten Blick sehen können. Die zweite Geschützpforte von Achtern, bereitete mir Kopfzerbrechen, da sie genau auf der Linie liegt, wo sich das Schiff zum Heck hin verjüngt, ging dann aber doch, indem ich die Leiste hochkant einbaute. Wenn alles sauber geschliffen ist wird man es kaum noch sehen.



Die Bordwände für das 1. Geschützdeck haben ihre Höhe erreicht und ich konnte es nicht lassen, die Umlenkrollen für die Tauzüge des Ruders anzubringen, nur um zu sehen ob es auch wirklich funktionierte und sie nirgends klemmten. Auf dem nächsten Bild sieht man, wo in etwa der Ruderstand platziert werden wird. Die beiden Steuerräder sind aus dem Modellfachhandel, der Rest ist selbst gebastelt.



Das ganze läuft einwandfrei und ich kann mich den Stückpfortenluken widmen.



Wieder ganz gegen die Regeln, die ich im „Mondfeld“ gesehen habe. Der Einbau von Tempelrahmen war mir zu aufwendig, ich habe nur einen Anschlag 5x2x20 mm aus Birkensperrholz zugeschnitten und in die Stückpforte (Unterkante Pforte) geleimt, damit die 5 mm dicke Luke nicht eingedrückt werden kann. Da die sich die Luken öffnen und schliessen lassen sollten, habe ich handelsübliche 2 cm breite Scharniere vorgesehen, die sind stabiler, aber entsprechen halt nicht den historischen Vorbildern. Die Luken und die Scharniere sind nur geschraubt, da sicher die einte oder andere, einmal von einer Breitseite abgerissen wird. Die überlangen Schrauben werden später noch gekürzt und plangeschliffen.




Die Einpassarbeiten der Luken ist ein bisschen langweilig, ich bin echt froh kein Linienschiff 1. Ranges zu bauen, aber die Hälfte ist ja schon fertig und die Bordwände sind im obligaten Rot ( Humbrol 60 karminrot matt ) gestrichen, davor habe ich das Deck seitlich mit Klebeband abgedeckt. Ich wollte erst nur mit einem Anstrich auskommen, so quasi nur als Lasur, aber das Holz hat die Farbe förmlich hin sich hinein gezogen und es sah sehr unregelmässig aus. Nach dem zweiten Anstrich gefiel mir die Sache schon besser und ich konnte mich den Geschützrahmen auf dem Deck widmen.



Da ich alle Geschützdecks mit vollständigen Kanonen ( Rohren, Lafetten, Achsen, Rädern etc.) ausrüsten werde und ich auf dem 1. Geschützdeck keine Kanonentakel anbringen will, blieb mir nicht viel anderes übrig, als solche Geschützrahmen zu verwenden, die Rahmen bestehen aus 4x4 mm Fichtenleisten die entsprechend zugesägt auf das Deck geleimt werden, den ersten habe ich noch zusätzlich genagelt, aber das Kleben reicht völlig aus, rechts oben sieht man die Montagelehre für die Leisten. Die Rahmen reichen bis ca. Mitte Rad der Kanone und sollen verhindern, dass die Geschütze im ganzen Deck verstreut zu suchen sind, wenn Triton mal die Wellen hochschlagen lässt.



Dann werde ich den Update mal abschicken, denn ich bin noch nicht zu alt, um aus meinen Fehlern von gestern zu lernen. :ahoi:

Liebe Grüsse

Sergio
Im Bau: AVALON
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Samstag, 14. August 2010, 21:33

Hallo Sergio.

Mann, Mann, Mann. Bei den Details die du da einbaust, hätte ich bammel das den Kleinen als "Spielzeug" zu überlassen.
Aber die Idee und die Umsetzung, einfach Klasse. :ok:

Gruß Timo
:ahoi:
"Ihr seid verrückt!" - "Gott sei's gedankt. Sonst würde das hier vermutlich nicht funktionieren."

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Samstag, 14. August 2010, 21:54

Hy Sergio,

die Kanonen fahren aber nicht automatisch ein und aus?

;-)))


Lieber Gruß, Daniel
... keine Angst, der will doch nur spielen ...



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Sonntag, 15. August 2010, 12:32

Hallo Timo und Daniel

@ Timo

Danke für dein Lob, was die Kleinen betrifft, da sind momentan keine in Reichweite, meine zwei Söhne sind mittlerweile erwachsen und interessieren sich mehr für zweibeinige "Schiffchen" :D Aber Du weisst ja, je älter der Mensch wird, desto kindischer wird er wieder, es kann also durchaus sein, dass ich mit dem Kahn rumhantieren werde, so in 20 Jährchen. :D Was die Details angeht, da kannst Du dich selbst an der Nase packen, ich sage nur Black Pearl :ok: , eigentlich hat mich dein Baubericht der BP, dazu gebracht wieder mit der Schiffsspinnerei... äh nein, Bauerei mein ich doch :abhau:anzufangen. Deine BP ist megasuperoberaffengeil :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

@ Daniel

Kanonen automatisch ein und ausfahren, Spassvogel, aber wart mal.....hmm, mit Servomotoren, Getriebegestänge ? Jo könnte gehen, nein jetz hab ichs :idee: erst mal Baustopp, dann neuer Pott, so 130 cm lang / 35 cm breit, kompletter Rumpf, drei Batteriedecks a 30 Guns macht so 90 Radabumms plus noch ein paar hier und da, ok 100 Rohre. Schildzapfen hart löten, Lauf bis zur Stossplatte aufbohren, Zündloch rein, das Pulver von Feuerwerkskörpern in Kartuschen abpacken und in der Pulverkammer einlagern, 500 Gramm Bleikugeln, Hängematten in den Batteridecks, ne Kombüse rein, funktionstüchtige Takelage & Segel. Ja und dann die Mannschaft, da gibts doch im Kanton Apenzell, die Zwerg-Küchen-Schaben ( dort sind die Leute ja auch sooo klein ), die werden nur so 2-3 cm gross, die Schaben nicht die Leute, so 20 Pärchen, die werden die Mannschaft ewig erneuern, dann noch bisschen Drill, ja das könnte gehen, ich denke, die werdens schaffen 2 Schüsse in der Minute abzufeuern. :abhau: :abhau: Ja ich weiss ich :verrückt: :cracy: :verrückt: :cracy: :verrückt:

Aber so lange es nicht wehtut :D

Liebe Grüsse

Sergio
Im Bau: AVALON
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Sonntag, 15. August 2010, 13:28

Nächstes Update

Hallo Zusammen

Ich versuch jetzt wieder ernsthaft zu sein, aber Spass gehört auch dazu, hier also die nächste Folge des Bauberichtes.

Im Nachhinein schreibt sich alles leichter hin, als es effektiv war, vor allem wenn dann die Praxis die Theorie eingeholt hat. In der Planung und Konstruktionsphase wird einem doch, das eine oder andere untergehen, entweder, weil man es nicht sieht auf den Skizzen, oder man denkt eben nicht um alle 4 Ecken herum, oder man vergisst es ganz einfach etc.



Da das Hauptdeck mehr einem Löchersieb gleichen wird, ist es unumgänglich Deckstützen einzubauen, da das Deck sonst mittschiffs sehr unstabil würde, die Schiffsbreite beträgt doch fast 20 cm. Die Deckstützen sollten eine Höhe von 4 cm haben, analog den Bordwänden, nur sind die Dinger mittlerweile nur noch 3.9 cm hoch, ich hab da wohl zuviel weggeschliffen und nur auf die Winkligkeit geachtet. Ich könnte es so belassen, dann hätte ich eine kleine Deckswölbung, nur kann ich die leider gar nicht gebrauchen, da ich die weiteren Seitenleisten für die Bordwände, noch mehr abschleifen müsste, damit sie im Winkel zum Deck zu stehen kommen, was dann einen weiteren Verlust an Höhe einbringen würde. Ich musste also irgendwo eine Furnierleiste mit 1 mm Dicke finden, um den Höhenunterschied auszugleichen, ist ja klar, dass ich keine 1 mm Platte in der Materialbestellung vorgesehen hatte und am Sonntag hat auch kein Baumarkt offen. Aber irgendwo war noch Restmaterial von einem Segelflieger den ich mal mit meinen Jungs gebaut hatte. Nach einer Stunde Sucherei im Estrich, fand ich was ich suchte, war allerdings Balsaholz, aber was soll’s. Wird schon halten, denn die Seitenleisten werden durch das Deck noch genagelt und wenn ich längere Nägel verwende, gehen die auch durch das 1 mm Furnier in die darunter liegende Fichtenleiste. Die letzten Deckstützen (1x1cm) anbringen und die zwei restlichen Mastkragen, den Mastblock für den Bugspriet und dann noch den Pinsel schwingen und ab geht’s zum 2 ten Deck.



Das Deck habe ich erst mit Humbrol 103 creme gestrichen und bevor die Farbe getrocknet ist mit Humbrol 98 holz hell bisschen versabbert, damit es nach gebraucht aussieht. Der Block für den Bugspriet ist im 30° Winkel mit d = 10 mm durchgebohrt und auf das Deck geleimt worden, die beiden Poller links und rechts davon, werden später als Führungen für die Ankerketten dienen, die Ketten können auf den Achsen der beiden Gangspills auf und abgewickelt werden. Ich bin mir noch nicht schlüssig ob ich Taue oder Ketten verwenden werde, aber in Anbetracht des Gewichtes und Schwimmfähigkeit, wird es wohl eher Ankertaue geben. :D





Nun ist es Zeit, den Kasten mit einem Deckel zu versehen, damit ich die letzten Bordwände hochziehen kann, das wird eine schöne Sägerei geben. :bang:



Erst sind mal alle Öffnungen auf dem Deck aufgezeichnet und zur Passprobe auf den Rumpf gelegt worden, die Ausschnitte über den Stückpforten, dienen dazu die Geschütze später ein zu setzten, oder ein und aus zu fahren. In der Mitte befinden sich die Ausschnitte der doppelten Niedergänge und achtern die Ausschnitte für die Seilzüge des Ruders. Die drei Mastbohrungen sowie die zwei Bohrungen für die Spills im Bug. Der Vordersteven ist nur provisorisch und wird noch überarbeitet werden.



Ich wollte erst die Ausschnitte für die Geschütze Rechteckig machen, musste dann auf Quadratisch wechseln, da ich die Deckel als Grätings bauen werde, ist sonst Zappenduster auf dem ersten Geschützdeck und Quadratische Grätings sehen besser aus, finde ich. Ich bin echt froh darüber, dass ich mir eine Dekupiersäge angeschafft habe, ansonsten wäre die Angelegenheit mit der Laubsäge doch fast in Arbeit ausgeartet, na ja, ich werde es beim Feilen wieder kompensieren. :D

Nach dem ersten Versuch, die Grätings aus einem Stück zu fertigen, war’s mir echt zu blöd mit der ganzen Feilerei und ich bin auf einen Bausatz aus sieben Teile umgestiegen.



Die 5 mm Löcher in den Grätings sind zu Gross, das ist mir bewusst, ich habe mir auch welche aus dem Modellfachhandel besorgt, die sehen mit den gelaserten 1 mm Löchern auch Super aus, aber leider sind sie eben auch nur 1 mm Dick, da braucht es nicht viel, um sie einzudrücken. Ich werde mir die Sache nochmals überlegen, die Dinger auszutauschen, kann ich ja jederzeit noch machen. :trost:

Nach 7 Tagen a ca.2 Stunden Bastelei, sieht die Sache ganz Passabel aus, noch bisschen spachteln, schleifen und pinseln und das war’s dann vorerst mit dem Kapitel Grätings.



Da hätte ich ja fast noch die Spills vergessen, die gab’s im Modellfachhandel, aber leider zu kurz, mit einer 5 mm Verlängerung auf den Achsen angebracht, war das Problem behoben.



Die Spillspaken werde ich aus Platzgründen nicht einsetzen, mit den 2 mm Bohrungen wären eh nur Zahnstocher verwendbar und somit nichts für Kinderhände.



Die Deckunterseite ist mit Humbrol 103 creme gestrichen und bei den Mastbohrungen und den Niedergängen mit Humbrol 98 holz hell versabbert worden. Unter den Seildurchführungen für das Ruder, habe ich 1 cm Breite Umlenkrollen Marke Eigenbau anbringen müssen, da die Seile von der Rudertrommel mindestens 8 mm hin und her laufen, wenn das Steuerruder bewegt wird. Da die Zugänglichkeit zu den Seilen und den Umlenkrollen an den Bordwänden vom Heck sehr schlecht ist, müssen noch zwei Ausschnitte in das Deck gesägt werden, die liegen genau über den Umlenkrollen an den Bordwänden und werden mir das einfädeln der Seile sehr erleichtern. Die Ausschnitte werden mit Deckeln verschlossen und werden in der gleichen Art wie die Grätings auf Deckunterlagen zu liegen kommen. Bei den Unterlagen für die Grätings, habe ich im Bereich der Deckstützen gepfuscht und musste die Aussparungen mit dem Stechbeitel ausarbeiten, na ja, wird ja keiner mehr sehen, wenn das Deck montiert ist.

Jetzt noch den Deckel drauf und gut verleimen, damit meine ich klotzen und nicht kleckern mit dem Holzleim. Da habe ich echt alle meine Schraubzwingen anbringen müssen, ohne die Zwinge im Hobelbank, wäre ich schön aufgelaufen.



Über Nacht eingespannt gelassen, konnte ich nur hoffen, Gott gebe, dass es klebe.

Nach der Fummelei an der ersten Treppe, musste ich erst mal was anderes machen, also habe ich den Boden der Kajüte mit einem Schachbrettmuster versehen, nach den ersten beiden Reihen, habe ich gemerkt, dass das Muster eigentlich diagonal zu den Wänden verlaufen sollte, abschleifen und neu machen, dazu hatte ich aber echt keinen Bock, hätte ich doch nur an den Treppen weiter gefummelt, die Malerei war echt schlimmer als die Treppchen Zitterei. Die Holztreppen sind als Bausatz in diversen Grössen im Fachhandel erhältlich und sind sehr Passgenau, kann ich nur Weiterempfehlen.



Die Treppchen sind drin, dem Alten sein Parkettboden habe ich zum Schutz abgeklebt nur um mir Captain Bligh’s Gemotze zu ersparen, falls er ein Krätzerchen entdecken sollte.



Die weitere Beschreibung zum hochziehen der Bordwände, können wir uns schenken, ausser, dass Links und Rechts bei jeder Stückpforte je ein 2 mm Loch gebohrt wird, dort werden von Innenbords die Ringbolzen eingeschraubt, an den Ringbolzen werden später die Kanonentakel der Geschütze befestigt. Die Ringbolzen ( Messing ) gab’s auch im Modellfachhandel.

Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntag, bis später.

Liebe Grüsse

Sergio
Im Bau: AVALON
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Montag, 16. August 2010, 09:20

Montags Update

Hallo Zusammen

Ich muss bisschen Gas geben mit dem Baubericht, ich will ja auch noch weiterbauen und nicht immer an der Blechkiste sitzen, habe schon ganz viereckige Augen davon. :cracy:

Da ich bisher noch nie Seitentaschen gebaut habe, liess es mir keine Ruhe und ich habe die Bordwände, Bordwände sein lassen und mich an die Seitentaschen rangemacht. Im Mondfeld waren zwar einige Abbildungen vorhanden, aber wie man die Dinger genau herstellt, hat der Maestro unter den Tisch fallen lassen. Da bin ich per Zufall mit meinem I-Phone im Internet auf den Baubericht der Black Pearl von Timo gestossen und mir sind die Augen aus dem Kopf gefallen. Nein, nicht weil das Display so klein ist, sondern was ich dort gesehen und gelesen habe. Die Bauweise der BP ist zwar anders und ich konnte sie nicht 1:1 übernehmen (so was heisst doch Werkspionage), aber es hat mir ein Licht aufgehen lassen, wie ich meine Galerien bauen könnte. Eine gewisse Vorstellung wie die Dinger aussehen sollten, hatte ich irgendwo im Hinterkopf. Also nix wie ran ans Millimeterpapier und kritzeln.



Die Theorie (Papier ist geduldig) Die Praxis (Höllenhunde und Granaten)



Das war der Hammer und hat mich zwei Wochen gekostet, vom Ausschuss an Material nicht zu Reden, die blöden Radien hinzukriegen, die irgendwie was mit Kreis und Ellipse zusammen haben, dann noch die eckigen Fensterrahmen mit den Führungen für Scheiben passend zu den Rundungen hinzu kriegen, die depperten Abstufungen im Mittelteil, das 1 mm Furnier, welches die verschieden Dicken Platten kaschieren sollten. Und der Oberhammer das einpassen und anbringen der kleinen Stützen im Mittelteil, aber als ich an die Stützen ging, haben mich die Plexiglasfenster bereits restlos fertig gemacht, also besser gesagt, das malen der Fensterverstrebungen mit einem Goldstift, für vier Plexiglas Fensterchen habe ich fast eine ganze A5 Platte verbraten, da die Goldfarbe immer wieder geschmiert und gekleckert hat, natürlich wasserfeste Pampe musste ich nehmen, da gab’s keine Rettung durch Reinigung mehr, nur noch „Wärneer hau wech die Schei…. „ :bang:



Die Fenster achtern in den Heckgalerien sind mit Sekundenkleber befestigt worden und ohne die übliche Kleckserei, seitlich sind die Scheiben nur zwischen den Fensterrahmen und den Führungsschienen oben und unten eingesteckt.

Ja die Fensterverstrebungen sind nicht das Gelbe vom Ei geworden, nächstes Mal versuche ich etwas mit Kupferdraht und Löten hinzu kriegen. Aber dafür, dass dies meine ersten Heckgalerien sind, bin ich eigentlich ganz zufrieden. Die Innenseite der Fenster habe ich mit Holzleim bepinselt ( jede Scheibe nur so 25 Mal, da der Leim sich immer wieder gelöst hat, Plexiglas fettfrei zu bringen, ist auch so ne Sache), damit sie undurchsichtig werden, genau, habe ich bei Timo geklaut. Bei den nächsten Windows nehme ich Verdünner oder was Schärferes.



Nach den Heckgalerien, war der Heckspiegel ein Klacks, hier zwar noch ohne die Fensterscheiben, aber immerhin sind die Stützen in dem U-Profil einigermassen akzeptabel geworden. Den Heckspiegel ( ohne Fensteröffnungen und Verzierungen ) habe ich zwar auch zweimal anfertigen müssen, den ersten allerdings nicht aus Birkensperrholz, sondern aus weichem Sperrholz, so konnte ich lange genug daran rumschleifen, bis er sauber passte. Danach habe ich die Umrisse auf den definitiven Heckspiegel übertragen und anschliessend an der Dekupiersäge zugeschnitten, gefeilt, geschliffen und gestrichen. Für den Anstrich der Heckgalerien und des Heckspiegels wollte ich erst schwarz nehmen, habe mich dann aber für Humbrol 25 blau entschieden. Das Namenschild ist mit 7 mm Kunststoffbuchstaben einer Holzplatte mit Rahmen und einer Heckplatte am Kahn befestigt worden. Vielleicht noch ein Tipp zu den Buchstaben, auf alle Fälle erst aufkleben und dann bemalen, ansonsten gibt es eine Schmiererei in Verbindung mit dem Kunststoffkleber, man kann zwar nachbesseren, aber man sieht die Nachbesserung. Schlauer ist man immer erst hinterher. Bei den Lorbeerkränzen habe ich es dann Richtig gemacht.



Nach der Schlacht am Heck, habe ich die Bordwände fertig hochgezogen und die Front der Kajüte und das Kompasshäuschen in Angriff genommen

Dort konnte ich es nicht lassen zwei kleine Laternen und einen Kompass einzubauen, nichts weiter als Ballast, da man, wenn das Achterdeck drin ist, nur noch schlecht auf den Ruderstand sehen kann, das Kompasshäuschen ist nur gesteckt, damit man an die Schraube gelangt, mit der das vordere Steuerrad an der Trommel befestigt ist. Bei der Schraube am hinteren Steuerrad, muss der Heckspiegel entfernt werden, sowie die Kajütenfront, die ist ebenfalls nur zwischen zwei Holzleisten auf beiden Seiten gesteckt. Die Türen zu der Kajüte lassen sich öffnen und schliessen und sind ziemlich breit, damit die letzten beiden Geschütze bei einem Rückzugsgefecht nach achtern verfrachtet werden können.

Ich wollte erst zwei fixe Geschütze in der Kajüte anbringen, aber der Alte hat so einen Aufstand gemacht, deswegen. Nein Quatsch, geht rein wieder ums Gewicht und die Schwimmfähigkeit des Kahnes, aber mittlerweile bin ich mir ganz sicher, dass wenn ich den Kahn ins Wasser setze, den gleichen Effekt haben werde, wie die Schweden mit ihrer Wasa. Bau ich die Kiste halt zum U-Boot um, der Grossmast wird zum Angriffssehrohr, der Besanmast zum Luftzielsehrohr und der Fockmast gibt den Schnorchel. :abhau: :verrückt:

Die nächsten Schritte sind wieder die verd…. :bang: Fenster im Heckspiegel und in der Kajütenfront, die werden auch mit dem Hauruck-Kleber befestigt. Ich habe von meiner Frau ein biologisches Fensterreinigungsmittel bekommen, ich hoffe damit die Plexiglasscheiben entfetten zu können, damit der Holzleim besser hält, mit dem ich die Fenster innen behandeln will. Danach geht’s am Achterdeck weiter, da habe ich die erste Version auch schrotten können, da mir die Lösung nicht gefallen hat, jetzt soll’s so a la Victory werden, schön gepflegter gedeckter Ruderstand, da werden sich die Rudergänger aber freuen, allerdings hat sie der Alte von seiner Kajüte aus, bestens im Blickfeld, ich stell im doch zwei Kanonen ins Stübchen, sonst wird’s dem Kerl zu wohl.



Sieht nicht schlecht aus, ich musste aber die beiden Treppen mit Scharnieren versehen, damit man sie anheben kann, um die Grätings herausnehmen zu können, wenn man an die Geschütze darunter gelangen will. Da ich noch übrige Geländerstützen hatte, habe ich damit das Achterdeck eingezäunt. Im Heckspiegel sind die beiden Bohrungen für das Bremslicht angebracht worden. Äh Bremslicht ? :verrückt: Nein die Hecklaterne mein ich doch, warum ist an den englischen Autos bloss alles so kompliziert. :nixweis: :verrückt:



Wieder ein nicht geplantes Detail, aber musste halt sein, irgendwie kam mir das Achterdeck zu leer vor, deshalb habe ich ein Oberlicht angefertigt und eingebaut. Das Oberlicht ist zweigeteilt, die vorderen Fenster liegen über dem Ruderstand und die hinteren über der Kajüte. Die Fenster sind bewusst innen nicht mit Holzleim bestrichen worden, damit man auf dem Ruderstand und in die Kajüte sehen kann. Ich bin mir noch am überlegen ob ich noch Flaggenkästen hinten am Heckspiegel einbauen soll. An die beiden Treppen werde ich noch Geländer anbringen, mit Geländerstützen aus Messing und Seilen. Und langsam ist es an der Zeit wieder mal im grösseren Rahmen den Pinsel zu schwingen.


Ja das wärs voerst wieder mal gewesen von meiner Seite

Liebe Grüsse

Sergio




Im Bau: AVALON
In Planung : Englische Galeone HMS Revenge 1577

14

Montag, 16. August 2010, 16:35

Hallo Sergio!

Ach mal was anderes! Das gefällt mir gut :ok: ! Aber auf dem letztem Bild habe ich gesehen dass die Treppe die auf die Kommandobrücke führt auf Grättings steht :abhau: . Ich denke nicht dass man das bei Nelsons Schiffen gemacht hätte :whistling: .
Aber ansonsten sieht das schon ganz gut aus! :respekt: :respekt: :respekt:
HMS

15

Montag, 16. August 2010, 16:44

Hallo Sergio,

wie immer tolle Arbeit! Ich glaube dies ist der bei weitestem sauberste Bau hier weit und breit!

Aber ... !!!

Käptn Hardys schwarz-weißes Linoleum haste verkehrt verlegt! Das kann so nicht sein! Ich bin persönlich zutiefst enttäuscht von Ihnen Herr Sergio! Diese Linolium hätte im 45° Winkel verlegt werden MÜSSEN! Wie könne Sie nur Hörr Sörgio!

Bitte melden Sie sich morgen um 3 Glasen zum 3-maligen Kielholen!

Erboste Grüße, Ihr dafi
... keine Angst, der will doch nur spielen ...



Feinste Ätzteile für HMS Victory 1:100
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16

Dienstag, 17. August 2010, 09:24

Hallo HMS und Daniel

@ HMS

Mille grazie per il fiori, was soviel heisst wie, Danke für die Blumen. Ja das mit der Treppe hat man halt davon, wenn man beim Bau ändert, ich könnte ja einen Deckel anstelle der Grätinge montieren, dann sähe es aus wie das Deck. :D

@ Daniel

Auch an Dich, grande Maestro, mille grazie und gleich eine Frage hinterher. Seit wann haben die Ludwigsburger soviele Ös in ihrem Dialekt ? Da hat sich wohl einiges geändert, seit ich 1985 zehn Wochen dort war. Oder kommen die Ös daher, dass der Hörr dafi zuviele Asterixe konsumiert haben könnte ? Das ist es.... latürnich. :D Aber kommen wir zum anderen Thema. :!! Wenn der Hörr dafi auch den Text unter dem Bildchen gelösen hötte, müsste ihm aufgefallen sein, dass das Linolium nicht verlögt, sondern aufgemölt wörden ist, zwar Falsch herum, da muss ich dem Hörrn dafi absolut Recht geben, das kommt halt daher, dass der Hörr Sörgio im voraus nicht genügend röcherchiert und einfach drauflos gepinselt hat. :heul:

Was die 3 Glasen und den 3 Fach Schwimmunterricht mit Leine betrifft, möchte ich höflichst die Frage an ihre Lördschaft stellen, an welche der 6 möglichen 3 Glasen am Tag, der Hörr Admiral wohl gedacht haben könnte :abhau: :abhau:

Liebe Grüsse

Sergio
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17

Dienstag, 17. August 2010, 10:11

Aber latürnich!

Endlich einer, der meine Sprache noch kennt :-)

Aber das mit dem falschen Winkel hätte er halt einfach nicht machen sollen, der Herr.

Egal, wir bleiben bei der 3. Dritter Durchlauf, drei Glasen, drei Runden und dreimal Schwamm drüber :-)

Liebe Grüße! Daniel
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18

Dienstag, 17. August 2010, 10:42

Aye aye Mylord

Werde ich wohl kaum schaffen bis 13:30 Uhr, sind einige Seemeilen zu viel, bis zum Teich im blühenden Barock, oder soll der Schimmunterricht im Neckar stattfinden ?

PS. Gehts auch bei mir in der Wanne, das wäre nicht so :rrr:

Liebe Grüsse

Sergio
Im Bau: AVALON
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19

Dienstag, 17. August 2010, 11:16

Dienstags Update

Hallo Zusammen

Dann werde ich mal die nächste Tranche auflegen.

Hier einige Bilder nach der Farborgie.







Der Heckspiegel hat noch eine kleine Verzierung erhalten, im Bug fehlt noch eine Reihe Leisten, in die werde ich die Kranbalken integrieren, da ich keine andere Wahl habe, diese anzubringen. Die Pfortendeckel müssen noch gestrichen werden, dann sind die bereit für den Einbau, der Heckspiegel kommt auch nochmals runter, damit die Seile für das Ruder eingezogen und das Steuerruder fest montiert werden kann. Das Ruder ist dann ebenfalls montiert, dann heisst es vorsichtig sein mit dem Schiff zu hantieren.

Ach ja die Beiboote wären noch zu erwähnen, erst hatte ich vor, die zwei Boote von meiner Soleil Royal 1 zu verwenden und sie auf einer Holzkonstruktion über den beiden Niedergängen zu deponieren, nach dem Prototyp des Gerüstes, musste ich feststellen, dass das wie ein Baugerüst mit einem Schiffchen darauf aussah, einfach Buah. Also weg damit, auch die Beiboote der SR 1 waren irgendwie zu klein. Im Shop gab’s dann Passende, zwei kleinere und eine in Barkassengrössen, auf drei Balken über die gesamte Decksbreite verteilt, zwischen Fock und Grossmast angeordnet und steckbar montiert, war die Sache gegessen. Dafür kam das nächste Problemchen hoch, ohne die Gerüste über den Niedergängen fehlten mir jetzt die Geländer um die Niedergänge herum, warum nicht das Prinzip anwenden wie bei den Treppen zum Achterdeck, Messingstützen und Seile, sah auch noch gut aus und gab den Geländern was leichtes.



Irgendwas fehlte noch im Bugsektor, eine kleine Reling oder so was ähnliches, das würde eine kleine Anhebung des Rumpfverlaufes bringen, da ich wegen der Zugänglichkeit zu den Kanonen im ersten Batteriedeck kein weiteres Deck einbauen wollte. Kurz bei der Black Pearl spioniert und was gefunden das bei meinem Kahn auch gehen würde, nur leider sehr arbeitsintensiv in Sachen Schnitzerei, ging aber schneller als vermutet durch.



Die Ruderanlage und die Bugsektion

Was jetzt noch fehlt, sind die Mastbetinge, nochmals Mastkragen, Nagelbänke, Kugelracks, die olle Schiffsglocke mit dem Glockenstuhl nicht zu vergessen. Die Mastbetinge kann ich vermutlich nochmals rausreissen und neue anfertigen, da ich die Dinger nach meinem Gusto gebaut habe, ohne irgendwo nachzuforschen wie die mit der Takelage belegt werden. Ich bin im Internet auf ein Buch gestossen (Rigging Period Ship Models von Lennarth Petersson), in dem die Takelage sehr gut aufgezeichnet und beschrieben wird, allerdings nur in Englisch. Ich werde mir das Buch wohl zulegen müssen, da ich echt keinen Schimmer habe wie ich meinen Kahn takeln soll. Na mal schauen, vielleicht kann ich die bestehenden Mastbetinge noch abändern oder ergänzen.

Also noch ein paar Bilder vom Innenausbau



























War echt geil ca. 180 Stk. 3 mm Löcher in die Kugelracks zu bohren und anschliessend die Bleikugeln einzukleben :cracy: , erst mit Sekundenkleber, was voll in Hosen ging, weil der Kleber beim Trocknen wie kristallisierte und eine hässliche Krone um die Kugeln bildete. Mit dem Skalpell wegkratzen hinterliess nochmals Spuren, also Rack wegschmeissen und neu machen, mit dem Weissleim klappte es dann einwandfrei, der liess sich auch leicht mit Wattestäbchen und Zahnstocher entfernen und die Kugeln halten sogar.



Bisschen stolz bin ich auf die selbstgedrechselte Bimmel im Glockenstuhl, hat gleich beim ersten Mal geklappt und als Klöppel habe ich einen Belegnagel aus Messing verwendet.

Der Baubericht ist nun auf dem gleichen Stand wie der Bau. Jetzt werden die Updates mit längern Zeitabständen folgen, ich lasse mir Zeit beim bauen, wenn ich Lust habe baue ich, wenn nicht, eben nicht. Und ab und zu gibt es Tage, da läuft es nicht so besonders, dann ist es besser man lässt die Finger weg vom Bau.

Liebe Grüsse

Sergio
Im Bau: AVALON
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20

Dienstag, 17. August 2010, 15:46

Hallo Sergio, als Bibel für die Einsteiger kann ich auch den Mondfeld empfehlen:

http://www.amazon.de/Historische-Schiffs…82052703&sr=1-4

Günstig und sehr umfassend, für spezielle Schiffe zu ungenau aber für dich dürfte der voll richtig sein :-)
Und dazu auf deutsch.

Gruß, Daniel
... keine Angst, der will doch nur spielen ...



Feinste Ätzteile für HMS Victory 1:100
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21

Mittwoch, 18. August 2010, 05:37

Hallo Daniel

Danke für den Link, die Mondfeldbibel ( Historische Schiffsmodelle ) habe ich bereits, fällt zwar fast auseinander da sie ihren Liegeplatz im Hobbyraum hat und daher immer mal was abbekommt, nein keine Flugstunden und Punktlandungen an der Wand, normale Gebrauchsspuren eben. Den Lennarth Petersson habe ich mir bestellt, sollte diese Woche noch eintreffen, dann werde ich mich erstmal über die Takelage schlau machen. Momentan stehen erst noch die Rüsten an, parallel befasse ich mich mit den Mastproportionen, unter dem Motto : wer misst, misst, Mist. Die Masttabellen im Mondfeld verwirren mich mehr, als sie mir nutzen, wenns mit den Tabellen nich geht, bauen wir halt Handgelenk mal Daumen.

Liebe Grüsse

Sergio
Im Bau: AVALON
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22

Mittwoch, 18. August 2010, 08:47

Hallo Sergio!

Das sieht ja richtig gut aus :respekt: :respekt: :respekt: !!!!
Wirst du auch die Barkhölzer schwarz anmalen oder bleibt das so?


HMS

23

Mittwoch, 18. August 2010, 09:02

Hallo HMS

Danke für Dein Lob. Die Barkhölzer sind noch ein offener Punkt, ebenso die Stufen an der Bordwand und die Hölzer ( wie sie heissen, weiss ich nicht ) die die Bordwand schützen sollten, wenn man die Boote fiert. Kommt alles noch ran, irgendwann, erst hau ich mir das Thema Rüsten um die Ohren.

Liebe Grüsse

Sergio
Im Bau: AVALON
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24

Sonntag, 22. August 2010, 20:02

Update

Hallo Zusammen

Da ich Urlaub habe, bin ich wieder einen Schritt weitergekommen, dem Wettergott sei Dank, denn letzte Woche war's nicht so ein Hit mit dem Wetter. Also here we go :

Jetzt kommt der Bauabschnitt vor dem ich einen schönen Bammel habe, da so noch nie gemacht, die Rüsten und die Rüsteisen mit den Jungfern. Ich häng mal ein Bild rein von der Neptun, dort kann man gut sehen, wie ich das Thema Rüsten früher abgehandelt habe.



Quick and dirty, der Hammer oder ? :thumbdown:

Und hier die Besan- und Grossmastrüsten der Steuerbordseite der AVALON



Die schwarzen Punkte sind Messingnägel die ich zusätzlich angebracht habe, damit die Rüstbretter und Zugstützen sicher an Ort und Stelle bleiben, wenn die Wanten gespannt werden. Die Druckstützen auf der Unterseite der Rüstbretter musste ich weglassen, ansonsten ich Platzprobleme mit den Rüsteisen bekommen hätte. Da ich keine Ahnung hatte, wie breit ich die Rüstbretter machen sollte, dies ist abhängig von der Masthöhe und von der Höhe des Marses, durfte ich improvisieren. Die Masttabellen im Mondfeld haben mich nicht wirklich schlauer gemacht, wahrscheinlich habe ich irgendeinen Mist zusammen gerechnet, ich habe fürchterliche Masthöhen errechnet, die Tabellen gehen alle von der Breite am Hauptspant aus, daher musste mit der Breite der Rüstbretter erst rumexperimentiert werden. Aber mit 16 mm Breite werden die Wanten nirgendwo die Bordwände oder die Reling berühren.

Und die Fockmastrüsten nicht zu vergessen



Eigentlich sollten an den Grossmastrüsten laut Mondfeld (englische Version) 8 Wanten, 2 Seitentakel, 1 Ladetakel und 2 Pardunen befestigt werden können, ich habe gerade mal Platz für 8 Wanten an den Grossmastrüsten, für 7 Wanten an den Fockmastrüsten und für 5 Wanten an den Besanmastrüsten. Die Rüsten gingen unter ferner liefen, während der Planungsphase und jetzt ist improvisieren angesagt, die Takel und Pardunen werde ich mittels Ringbolzen in eine Reihe hinter den Wanten anbringen.

Wie man die Dinger da unten genau herstellt, ist ja schon X-Mal beschrieben worden, daher nur ein Bild von dem Zeugs.



Den allerersten Versuch habe ich mit Messingdraht gemacht, brachte aber keine saubere Lötstelle hin. Und bin daher auf Kupferdraht umgestiegen, dann hat’s geklappt.

Dafür, dass ich das erste Mal Rüsteisen angefertigt und zusammengebraten habe, ist der Prototyp nicht schlecht geworden, die Jungfern haben einen Durchmesser von 7 mm und sind ganz passabel gebohrt, hier ist also kein weiteres Tuning notwendig. Wie ich den Kupferdraht um die Jungfer schwarz streichen soll, ohne die Jungfer zu versabbern ist mir noch schleierhaft. Ich mache die ganze Sache schwarz, dann passt das.

Ach ja mit Zusammenbraten, meine ich Weichlöten, für einige hier im Forum ein Graus, aber es ist erlernbar und mit einer guten Lötstation ( Temperaturgeregelt von Vorteil ) geht das wie geschmiert. So eine Lötstation kostet nicht alle Welt und kann auch für andere Sachen im Haushalt eingesetzt werden (zB. Wenn man der besseren Hälfte mal eine Halskettchen reparieren darf). Hier ein Link für eine Lötstation (der Preis ist erschwinglich, mit dem ganzen Zubehör dazu, ein guter Deal)

http://www.conrad.de/ce/de/product/588417/

Noch ein Tipp zum Löten, die zu lötenden Teile sollten blank und fettfrei sein, mit Schleifpapier, oder Drahtbürste, Stahlwatte etc. bearbeiten. Kupfer und Messing oxidieren mit der Zeit und können dann schlecht gelötet werden Beim Lötzinn gibt es verschiedene Durchmesser, Schmelzpunkte, mit oder ohne Flussmittel, bleihaltig oder bleifrei, kommt darauf an was man löten will, Lötzinn ist eben nicht gleich Lötzinn, Blödsinn wird es erst wenn man das Falsche erwischt hat. :D

Also ehrlich gesagt, irgendwie habe ich keinen Bock an den Rüsteisen weiter zu machen :cracy: , ich habe alle Jungfern mit Kupferdraht eingefasst und verlötet, die Rüsteisen sind gebogen und bereit zum löten. Aber ich muss an was Grösseres ran, werde erst mal die 52 mm Geschütze und Lafetten auf dem Hauptdeck fertig stellen, danach habe ich vielleicht eher Lust auf die Mikrochirurgie.

Liebe Grüsse

Sergio
Im Bau: AVALON
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25

Montag, 23. August 2010, 16:40

Hi Sergio! :wink:
Sorry- lieber spät als nie: Auch von mir erstmal ein herzliches Willkommen in unserem kleinen aber feinen Arbeitskreis! Was Du da so, wenn ich das richtig verstanden hab, für Deine Kinder baust, find ich ja klasse! Und es ist mal was ganz Neues hier! Schöne Detaillösung! Und mal ehrlich: Wie hätte ich mir gewünscht, dass mein Vater mir sowas schönes gebaut hätte :trost: . Vielleicht ein Grund, dass ich heute selber Modelle baue!

Schöne Grüße und weitermachen!

Chris :ahoi:
"Go and tell Lord Grenville that the tide is on the turn. It's time to haul the anchor up and leave the land astern. We'll be gone before the dawn returns. Like voices on the wind..." (A. S.)

"Mayflower"

"La Santissima Madre"



26

Dienstag, 24. August 2010, 12:19

Hallo Chris

Für meine Jungs kommt das Schiff bisschen spät, aber vielleicht reichts für die Enkel, vorausgesetzt ich bau mal ein Schiff fertig, Fertig. Bis jetzt habe ich fast zehn Monate durchgehalten inkl. Planungsphase, aber ich spiele schon mit dem Gedanken, mir die "HMS Snake" oder die "HMS Cruiser" anzuschaffen und das ist nicht unbeding positiv für die Avalon. Solange ich keinen Bausatz im Hause habe, ist es auch noch kein Problem. :D

Liebe Grüsse

Sergio
Im Bau: AVALON
In Planung : Englische Galeone HMS Revenge 1577

27

Mittwoch, 25. August 2010, 15:09

Update

Hallo Modellbauer

Mein Urlaub neigt sich langsam dem Ende entgegen und ich werde kaum noch dazukommen, einen weiteren Update zu verfassen. Am Montag gilts wieder Ernst und mein PC kann sich wieder mit Finanzzahlen befassen und sich die CPU's aus dem Gehäuse klopfen. :bang:

Auf vielen Bildern sind Kanonen und Lafetten enthalten, die meisten davon sind irgendwelche Varianten die ich ausprobiert habe oder reine Hilfslehren für den Bau. Da die AVALON ein englisches Schiff darstellen sollte, müssen die Kanonen und Lafetten auch der englischen Bauweise entsprechen.

Im schlauen Buch von Onkel Wolfram ist auf Seite 182-185 alles sehr gut beschrieben und bebildert. Na ja, abgeschrägte Lafettenwände und geteilte Bodenbretter werde ich wohl nicht bauen, ist mir zu Aufwendig. Im Fachhandel sind zwar auch Kanonen mit Lafetten erhältlich, aber mit 8-9 Euro pro Stück, ich weiss nicht.

Also definitiv selber bauen ist angesagt. Hier im Forum sollen schon echt gute Lafetten aus Streichhölzern hergestellt worden sein. :ok:

Aber bevor es an die Lafetten geht, muss ich noch ein paar kleinere Änderungen an den Rohren vornehmen. Die Rohre sind alle Mündungslastig, entweder auf die Lafette kleben, oder aufbohren. Mit 3 mm aufbohren ganz klar, also ab in den Drechselbank damit.



Da die Schildzapfen durch das Rohr hindurch montiert werden, darf ich nur bis zum Beginn des Spannfutters bohren, sonst gibt’s Ausschuss. Nach dem aufbohren ist das Rohr perfekt und hinten schwerer, so wie es sich gehört.

So nun die nächste Anpassung, Bei englischen Geschützen wird das Brooktau seitlich der Lafette durch Ringösen und hinten an der Kanone beim Knauf durch einen Ring hindurch geführt, das Teil schimpft sich Brooktauauge, ist doch logisch oder, wer kommt bloss nur auf solche Bezeichnungen. :verrückt: In einigen Bauberichten wird empfohlen eine Drahtöse anzufertigen und diese mit Sekundenkleber an der Kanone zu befestigen. Da meine Kanonen über 50 mm lang sind, ist der Knauf entsprechend lang und es gibt genügend Platz für eine 1 mm Bohrung, damit ich den Stift der Ringöse darin befestigen kann.



Also erstmal mit dem Zentrierbohrer vorbohren und dann mit dem 1 mm hinterher.



Die Ringösen biegen und mit Sekundenkleber einkleben, danach den Stift abschneiden und mit einer Schlüsselfeile planfeilen, zum Schluss noch die Schildzapfen mit dem Hauruck Kleber befestigen und dann ab zur Farbbehandlung mit Humbrol 33 Schwarz matt.



So sehen dann die fertig modifizierten Rohre aus.

Und für alle diejenigen die Mal die Lust packt eine Victory im Massstab 1:50 zu bauen mit so 102 Kanonen, hier ein Bildchen mit den lumpigen 22 Einzelteilen einer meiner Kanonen, ohne Takelung. Aber erst ein kleines Zahlenspielchen. Mein Schiffchen hat von der Sorte 24 Stück an Bord also bloss 528 Teilchen, bei der Victory mit 102 Kanonen, ist man dann mit 2244 Teilchen wahrscheinlich reif für die Insel oder in einer anderen Institution. :verrückt: :bang: :cracy:



Beim Zusammenbau kamen halt noch 3 weitere Teile hinzu, aber bei einer Victory haben so 300 Teilchen mehr oder weniger keinen grossen Einfluss, gibt vielleicht 40-50 Stunden als Zusatz beim Therapeuten. :verrückt:

Die Montagereihenfolge für die Lafette

- Frontplatte (1) auf Bodenplatte (2) kleben ( Weissleim )

- Seitenteile (3) / (4) befestigen ( Weissleim )

- Frontplatte für Kanone ausfeilen

- Achsen & Richtkeil kleben ( Weissleim )

- Farbanstrich ( Lafette & Räder )

- Räder montieren

- Ringösen einkleben ( Sekundenkleber )

- Geschützrohr einsetzen

- Schildzapfengurte aufkleben ( Sekundenkleber )

So sehen die Dinger aus in Endzustand





Mit den zusätzlichen Ringösen können die Kanonen nun voll getakelt werden.

Mal in Reihe aufgestellt



Und dort platziert wo sie hingehören







Liebe Grüsse

Sergio
Im Bau: AVALON
In Planung : Englische Galeone HMS Revenge 1577

28

Mittwoch, 25. August 2010, 17:27

Hallo Sergio!

Deine Kanonenarbeit finde ich klasse!
Weiter so!
Du wirst streng bewacht! ;)

HMS

:tanz: :tanz:

29

Mittwoch, 25. August 2010, 19:52

Hallo Hamilton

Danke für Dein Lob :hand: , wenn ich im Voraus gewusst hätte, wieviel Aufwand so ein Ding benötigt..... Aber jetzt ist's zu spät, ich habe die Hälfte hinter mir, sind also bloss noch 12 nur bisschen grösser.


PS. Dann mach mal fleissig weiter mit "Big brother is watching me" :ahoi:

Liebe Grüsse

Sergio
Im Bau: AVALON
In Planung : Englische Galeone HMS Revenge 1577

30

Mittwoch, 25. August 2010, 23:31

Hallo Sergio

Soviel zum Thema Microchirurgie :thumbsup:

Die Kanonen sind hammermässig. RESPEKT
Sollte wirklich jemand die Vic in 1/50 bauen, so werden die knapp 3000 Teile für die Kanonen nicht das grösste Problem darstellen, sondern wo stelle ich das Ding hin, wenn es fertig ist ????

Grüsse

Günther
You never know where the edge is............`til you step over

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