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241

Donnerstag, 10. November 2016, 09:22

Hallo,

kennt jemand von euch eine Bezugsquelle von Methoxypropanol in Österreich?
Herr Google war hier nicht hilfreich, und bei Kremer Pigmente kann ich leider auch nichts bestellen.

Beste Grüße
Alex
In progess: FW190 Revell 1:32
Done: Supermarine Spitfire Mk.IIa Revell 1:32

242

Donnerstag, 10. November 2016, 10:05

also wenn ich entweder die beiden Suchworte "DOWANOL Österreich" oder "Methoxypropanol Österreich" eingeben dann bekomme ich bei Googel einige Resultate.

Es gibt doch auch andere User wie DrHobo die sich das in Österreich liefern ließen ... steht hier weiter vorne im Thread / Beitrag 127 ... frag den doch mal
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

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Beiträge: 313

Realname: Urs

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243

Freitag, 11. November 2016, 09:16

Frag doch mal bei Kremer direkt nach. Als ich damals bei ihnen bestellt hatte, haben sie mir von sich aus eine Schweizer Bezugsquelle angegeben, da nur der Versand rund 50 Euro gekostet hätte.

Gruss,
Urs
Hier könnt ihr sehen, was ich in meiner Freizeit sonst noch treibe: www.uhphoto.ch
Aktuell auf dem Werktisch: Im Bau: Northrop F-5E Tiger II "Patrouille Suisse" von Italeri im Masstab 1/72

244

Freitag, 11. November 2016, 09:24

Kurze Frage wie verhält sich Dowanol zu Resin? Hab einiges an Teilen hier die Enlackt werden müssten und Backofenreiniger dauert zu lang und löst zu wenig.

245

Freitag, 11. November 2016, 10:31

also wenn ich entweder die beiden Suchworte "DOWANOL Österreich" oder "Methoxypropanol Österreich" eingeben dann bekomme ich bei Googel einige Resultate.

Es gibt doch auch andere User wie DrHobo die sich das in Österreich liefern ließen ... steht hier weiter vorne im Thread / Beitrag 127 ... frag den doch mal


Hallo,
die Links spucken nur leider keine Shops/Bezugsmöglichkeiten aus, die es wirklich gibt.


Alex

Frag doch mal bei Kremer direkt nach. Als ich damals bei ihnen bestellt hatte, haben sie mir von sich aus eine Schweizer Bezugsquelle angegeben, da nur der Versand rund 50 Euro gekostet hätte.

Gruss,
Urs


Ich habe jetzt Kremer direkt angeschrieben, mal schauen was die sagen.

Beste Grüße
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246

Samstag, 12. November 2016, 16:06

Kurze Frage wie verhält sich Dowanol zu Resin? Hab einiges an Teilen hier die Enlackt werden müssten und Backofenreiniger dauert zu lang und löst zu wenig.
Servus Stefan,

hab schon einiges damit entlackt, auch Resin. Finde Plastik ist da sehr viel anfälliger, als Resin.

Gruß Jürgen

247

Samstag, 12. November 2016, 16:32

@ Jürgen P

danke für die Auskunft wollte es ungern an Teilen testen die ich noch brauch. Tust du das Dowanol in ein Plastikschüssel und dann die Teile rein oder wie macht man das? Hab das Zeug nun seit 2 Jahren im Schrank und noch nie benutzt wird mal Zeit.

248

Samstag, 12. November 2016, 16:51

Servus,

ich hab mir eine Plastikschüssel mit Deckel besorgt (1L Eisbox oder so :ok: ). Darin kann ich die Teile einlegen und einwirken lassen. Kommt ganz auf den Lack an, wie lange ich die Teile dann drin lasse.

Viele Grüße

Jürgen

249

Mittwoch, 7. Dezember 2016, 09:15

Die Bratschlauchmethode ist :ok: :ok: :ok:
Danke für den Tipp.
Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

250

Montag, 19. Dezember 2016, 16:35

Die Bratschlauchmethode ist :ok: :ok: :ok:
Habe ich noch nicht ausprobiert, die Methode hat aber sicherlich was für sich. :) Was ich daran weniger optimal finde, ist dass man während des Ablöseprozesses keine Möglichkeit des "direkten Kontaktes" hat (ohne den Bratschlauch zu öffnen, natürlich). Es ist ja nicht so, dass das Dowanol gut für das Plastik wäre und man das Modell beliebig lange drin liegen lassen sollte. Nach meiner Erfahrung wird es spröde, was zu leichter Brüchigkeit - inbesondere bei relativ zierlichen Teilen - führt.
Ich habe als Behältnis für das Dowanol eine alte Knäckebrotdose, in die 1:24-Modell ziemlich genau reinpassen. Von daher kann ich diese während des Prozesses z.B. nach jeder Stunde aufklappen, um zu schauen und mit einer Zahnbürste vorsichtig zu überprüfen, wie weit die Farbe sich schon gelöst hat bzw. lösen lässt. Das wäre beim Bratschlauch dann ja schon eher schlecht zu machen.
Gruß
Thomas

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251

Montag, 19. Dezember 2016, 18:58

Du hast recht ... ein direkter Kontakt ist nicht möglich ...
sehr wohl aber ein direkter Sichtkontakt der sehr gut zeigt ob sich schon was ablöst oder wellt ... das hat man in Dosen eher weniger

Man kann sogar schütteln oder auch mit dem Finger rumdrücken ob sich was tut und hat dabei direkte Sichtkontrolle ... das geht auch nur beim "weichen" Bratschlauch.

Und du hast auch recht damit die Teile nur so lange wie notwendig im Dowanol zu lassen ...
bei manchen Schiffrümpfen war bei mir die Farbe schon 30 oder 40 Jahre drauf und dick ... das braucht dann schon mal etwas länger ...
und geht manchmal auch überraschend schnell ... ich staune immer wieder.

Bei 1/24er Autokarosserien habe ich tatsächlich so wie du auch die "Tupperdosen" verwendet ... einfach weil es in der Anwendung noch bequemer als ein Bratschlauch ist ...
Kleinere Teile mache ich natürlich, so wie Du auch, in Dosen.

Bei 1/24er Trucks wirds aber mit Dosen schon viel schwieriger ... da würde ich auch schon an den Bratschlauch denken.

Mir geht es bei dieser Methode vor allem um eine Möglichkeit für lange Bauteile, wie Schiffsrümpfe oder Decks, die gerne mal bis zu 80 cm erreichen können ...
die erforderlich Dosen sind dann enorm riesige Teile ... sofern man sie überhaupt findet.
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

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252

Dienstag, 20. Dezember 2016, 16:10

Mir geht es bei dieser Methode vor allem um eine Möglichkeit für lange Bauteile, wie Schiffsrümpfe oder Decks, die gerne mal bis zu 80 cm erreichen können ...
die erforderlich Dosen sind dann enorm riesige Teile ... sofern man sie überhaupt findet.
Da hast Du natürlich Recht, da geht es ja fast nur so. Und die für solche "Riesendosen" benötigte Menge an Dowanol würde man ja auch per Tankwagen ordern müssen. Während man das Modell im Bratschlauch immer schön bis zum richtigen "Garpunkt" wenden kann... :abhau:
Gruß
Thomas

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253

Samstag, 14. Januar 2017, 17:44

Kann man mit Dowanol auch seine Gun nach dem Lackieren mit Zero Paints reinigen?
Gutes Gelingen und viele Grüße aus der Hauptstadt :wink:
Peter

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254

Samstag, 14. Januar 2017, 23:37

Wenn du nach "zero paints reinigen" googelst dann findest du unter den Antworten auch die vom Modelboard wo das Thema schon mal behandelt wurde.
Da stehen eine ganze Reihe Lösungs-und Reinigungsmittel für dein Problem ... unter anderem auch Dowanol ...
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

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255

Samstag, 14. Januar 2017, 23:50

@Showrodder: Danke!
Gutes Gelingen und viele Grüße aus der Hauptstadt :wink:
Peter

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256

Sonntag, 15. Januar 2017, 11:43

Habe Teile von einem Hasegawa-Bausatz entlackt (Ferrari 328/GTB). Nach 24 Stunden keine Probleme. Aber nach 48 Stunden werden die Teile spröde wie Glas. Mir ist nach dem Entlacken ein Sitz auf den Basteltisch gefallen (ca. 30 cm Fallhöhe), da ist grad ein Teil abgebrochen. Mit einem Gießast das ganze nochmals getestet, das gleiche Ergebnis. Der Gießast zerspringt beim ersten Biegeversucht sofort wie Glas, also Vorsicht!! Revell hingegen auch nach 48 Stunden keine Probleme.
Grüße aus dem Schwarzwald

Ralf

257

Montag, 16. Januar 2017, 14:08

Habe Teile von einem Hasegawa-Bausatz entlackt (Ferrari 328/GTB). Nach 24 Stunden keine Probleme. Aber nach 48 Stunden werden die Teile spröde wie Glas. Mir ist nach dem Entlacken ein Sitz auf den Basteltisch gefallen (ca. 30 cm Fallhöhe), da ist grad ein Teil abgebrochen. Mit einem Gießast das ganze nochmals getestet, das gleiche Ergebnis. Der Gießast zerspringt beim ersten Biegeversucht sofort wie Glas, also Vorsicht!! Revell hingegen auch nach 48 Stunden keine Probleme.

Ich würde zu entlackende Modelle nicht annähernd solange darein legen!
Wie Du schon festgestellt hast, wird das Material sehr brüchig, weil meines Wissens dem Kunststoff der Weichmacher entzogen wird.
Dann lieber 2-3, vielleicht auch 4 Stunden einlegen und das Modell immer mal wieder mit einer alten, weichen Zahnbürste vorsichtig leicht "abkratzen".
Gruß
Thomas

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258

Montag, 16. Januar 2017, 14:27

Viele Lacke lösen sich schon innerhalb der ersten Stunde ... die meisten innerhalb einer Handvoll Stunden ...
nur in Ausnahmen extrem dicker oder viele Jahrzehnte alter Lacke mal länger ... 24 Stunden sind ein Extremtest
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

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259

Montag, 16. Januar 2017, 16:14

Hatte eben das Problem, dass der Lack mit dem Pinsel sehr fett aufgetragen war. Natürlich hab ich zwischendurch mit dem Pinsel und Zahnstocher versucht, den Lack runter zu bekommen. Da nach 24 Std. immer noch kein richtiges Ergebnis erkennbar war, hab ich es eben mal darauf angelegt. Der Lack ging dann auch wirklich sehr gut runter, aber mit dem Nebeneffekt, dass der Weichmacher weg war und die Teile nun sehr spröde sind. Wenn man es weiß, ist es ja kein Problem, dann geht man halt ein wenig sanfter mit den Teilen um. Ansonsten habt Ihr natürlich recht, die meisten Lacke gehen innerhalb der ersten 1-2 Stunden schon ab.....Gottseidank :rolleyes:
Grüße aus dem Schwarzwald

Ralf

260

Sonntag, 15. Juli 2018, 02:19

Das Thema ist schon was älter aber ich denke mein Problem passt hier ganz gut rein.
Ich baue zur Zeit den DeLorean von Eaglemoss und wollte den Motor etwas optimieren. Mein Plan war, die Teile zu entlacken.

Nun habe ich mir eine Büchse von diesem Dowanol bestellt und bin extra sehr vorsichtig vorgegangen.
Das Positive: Die Farbe war innerhalb von Minuten weg. Das Negative: Übertrieben ausgedrückt reicht es schon, die Teile nur anzugucken und sie brechen! Und das nach nur 3 Minuten einlegezeit.
Ich habe keine Ahnung was das für Plastik ist.

261

Montag, 16. Juli 2018, 11:16

Nun habe ich mir eine Büchse von diesem Dowanol bestellt und bin extra sehr vorsichtig vorgegangen.
Das Positive: Die Farbe war innerhalb von Minuten weg. Das Negative: Übertrieben ausgedrückt reicht es schon, die Teile nur anzugucken und sie brechen! Und das nach nur 3 Minuten einlegezeit.
Ich habe keine Ahnung was das für Plastik ist.
Das hört sich ziemlich ungewöhnlich an. Man sollte natürlich insbesondere bei fragilen Teilen beim bzw. nach dem Entlacken aufpassen, weil das Dowanol den Kunststoff (meines Wissens durch Entzug der Weichmacher) spröde macht. Den einen Kunststoff mehr, den anderen weniger, das gibt es nach meiner Erfahrung durchaus Unterschiede zwischen den Herstellern. Aber so extrem habe ich das noch nicht gehört bzw. erlebt...
Gruß
Thomas

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262

Montag, 16. Juli 2018, 14:35

Merkwürdig ... unser Modellbaukunststoff Polistyrol ist von Natur aus klar, durchsichtig und brüchig ... nicht flexibel ...
so, wie wir das von den durchsichtigen Kanzeln von Modellflugzeugen oder sonstigen Autoverglasungen kennen.

Weichmacher werden, wenn überhaupt, nur in sehr kleinen Mengen zugegeben ... deswegen werden unsere Kits auch nach Jahrzehnten der Lagerung nicht schlechter oder härter. Was praktisch fast nicht drin ist kann auch so gut wie nicht entfernt werden.
Ganz im Gegenteil zu Weichplastiksorten bei denen das ein Problem ist ... kann aber bei Modellreifen passieren.

Ansonsten finden sich noch feinste Farbstoffe drin ... bei denen hatte ich schon beobachtet, daß sie oberflächlich aus dem Kunststoff durch Dowanol entfernt werden ... aber auch nicht bei allen Kunststoffen.
Da ist unterschiedliches Verhalten zu beobachten ... aber so extrem hatte ich das noch nie gehört ... gibt aber immer wieder Neues ... somit auch nicht auszuschließen.

Wäre gut wenn noch jemand aus der Industrie ein paar Worte dazu äußern könnte was sonst noch in unserem Plastik drin sein könnte
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

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263

Montag, 16. Juli 2018, 15:42

Weichmacher werden, wenn überhaupt, nur in sehr kleinen Mengen zugegeben ... deswegen werden unsere Kits auch nach Jahrzehnten der Lagerung nicht schlechter oder härter.
Oder vielleicht sogar gerade deswegen?
Eine gewisse Biegsamkeit und somit auch Stabilität des Kunststoffes (bei Beanspruchung) ist sicherlich gewollt, von daher finde ich es nicht abwegig.
Tatsache ist für mich, dass der Kunststoff nach Dowanol-Behandlung versprödet und besonders an ohnehin fragilen Teilen wie feinen Streben etc. sehr brüchig wird. Es wird mMn somit sehr wohl ein Inhaltsstoff entzogen oder zumindest die chemische Balance verändert, mit den o.g. physischen Auswirkungen.
Wäre gut wenn noch jemand aus der Industrie ein paar Worte dazu äußern könnte was sonst noch in unserem Plastik drin sein könnte
Genau, denn alles Andere ist doch nur "Hörensagen"... :hey:
Gruß
Thomas

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264

Montag, 16. Juli 2018, 21:26

Die Informationen zum Polistyrol sind von diversen Chemieseiten.
Kunststoffe benötigen zunächst keine Weichmacher um eine gewisse Flexibilität zu haben ... sind schließlich keine absolut starren, kristallinen Strukturen.

Wenn zu viele Weichmacher drin wären dann wäre das auf die Jahre ein Problem weil die Weichmacher ganz langsam raus gehen und dann erst das Plastik hart wird.
Das ist sehr oft bei ehemals weichen Spielwaren zu beobachten, die im Alter hart, brüchig und an der Oberfläche sichtbar mit Rissen sind.

Was ich gerne aus der Industrie wußte ist was die sonst noch in geheimen Mischgen reintun.
Denn es hat ja schon einen Grund warum die meisten Kits gar keine Probleme mit Dowanol haben ... dagegen ein paar schon.
Also muß es da noch einen unbekannten Faktor geben, der sich von Hersteller zu Hersteller unterscheidet.
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

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Beiträge: 1 437

Realname: Marcel

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265

Montag, 16. Juli 2018, 21:56

Hallo,

nun muss ich mich auch mal melden, da mir etwas blödes passiert ist, dachte ich zumindest.

Also ich habe vor ca. 1,5 Wochen den Kühlergrill meines Minis zum entchromen in Dowanol gelegt und bis heute total vergessen. Nun dachte ich schöne Sch****, der ist nun hin. :bang:
Ich runter in den Keller in den Lackierraum und schnell nachgeschaut. Der Kühler lag wohlbehalten in dem Dowanol. Der Chrom war runter, also nehme ich das Teil raus und gehe mit Zahnbürste nochmal rüber und dann unterm Wasserhahn abgewaschen.

Was will ich hiermit sagen? Der Kühlergrill ist überhaupt nicht spröde oder brüchig geworden. Nicht mal den dünnen Streben hat es etwas ausgemacht. Es scheint also an den verwendeten Material der Kit-Hersteller liegen, das einige spröde und brüchig werden.
Marcel

Ich kann nichts dafür, ich bin so!

266

Montag, 16. Juli 2018, 22:20

Zu Chrome kann ich auch ein Beispiel geben :)

Ich habe zum testen mal eine Felge aus gleichem Abo-Bausatz genommen und wollte versuchen diese mit Dowanol zu entchromen! Diese Felge ist aus anderem Kunststoff der, so finde ich, einen stabileren Eindruck macht.
Die Felge war eh versaut, deswegen lag sie ca. 30 Minuten in Downaol. Brüchig wurde das Teil nicht aber sehr weich. Man konnte mit dem Fingernagel mühelos den Kunststoff quasi abschaben. So ein wenig wie nach einem Acetonbad!

Naja, wieder an Erfahrung gewonnen. Ist zwar ärgerlich aber die Teile sind ja leicht zu ersetzen! Jetzt ist schleifen angesagt, so gut es halt geht!
Gruß, Benjamin

PS: Von den Metallteilen geht die Farbe im übrigen nur sehr mühsam ab (mit Dowanol und Aceton).

267

Montag, 16. Juli 2018, 22:57

Die von dir angesprochene weiche Kunststoffschicht ist mit sehr großer Wahrscheinlichkeit der klare Schutzlack auf der Chromschicht.
So lange das Zeug schön weich ist geh mal herzhaft mit einer alten Zahnbürste ran ... immer wieder abspülen ... im Normalfall bleibt dann nur das blanke Plastikteil über ... aus manchen Ecken muß man nach dem Trocknen nochmals mit einem spitzen Nädelchen oder so ganz hartnäckige Reste rausholen.

Meist wird auf das blanke Plastik eine hauchdünne Kupferschicht als Haftschicht aufgetragen auf die dann das eigentliche Chrom drauf kommt.
Die Chromschicht ist aber superempfindlich und wird deshalb mit einer Klarlackschicht zusätzlich geschützt.

Bei alten Kits konnte man gut sehen wenn das nicht gut gemacht war ... entweder war das Chrom bald fast durchsichtig ... oder man sah schnell Fingerabdrücke drauf ... oder durch normales Anfassen rubbelte sich die Chromschicht schon ab ... echt blöd weil es damals noch kein Baremetal und auch kein Alclad gab.
Heute kommen solche Fehler beim Verchromen selten vor. In so manchem älteren Bausatz kann man aber schon so eine unangenehme Überraschung haben ... aber eher selten.

Was ebenfalls recht häufig zu sehen ist ist das Gegenteil ... nämlich eine zu dicke, oft leicht gelbliche ... manchmal sogar blasige Klarlackschicht auf Chromteilen ... das sieht ebenfalls ätzend aus

Die meisten Mittelchen zum Chrom entfernen haben mit dieser Lackschicht so ihre Schwierigkeiten bis sie endlich durch sind. Deswegen auch so viele unterschiedliche Zeitangaben bis das Chrom endlich ab ist ... manchmal superschnell und manchmal fast ohne Effekt.

Und auch nie vergessen ... es gibt ein paar wenige Lacke die auf fast kein Abbeizmittel reagieren ... auch mit Dowanol mögen die nicht wirklich ab gehen und werden eher batzig ... zu den besonders widerspenstigen gehören seltsamerweise viele Mattschwarzlacke ... keine Ahnung warum
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268

Montag, 16. Juli 2018, 23:17

Danke für deine Tipps und das du dir die Mühe gemacht hast für die Erklärung!
Nee, man konnte wirklich die Details der Felge mühelos verformen. Alles total weich und nicht nur eine dünne Schicht. Der Chrom hing auch noch dran.

Ich werde die Felgen einfach bestmöglich anschleifen und dann mit der Airbrush besprühen. Besser als jetzt wird es auf jeden Fall aussehen.

269

Montag, 16. Juli 2018, 23:53

Dann könnte die Lösung schon darin liegen was du schon zuvor geschrieben hattest ... daß es sich um einen ganz anderen Kunststoff handelt, der offensichtlich auf Dowanol völlig anders reagiert als unser Polistyrol. Wahrscheinlich ist es bei diesem anderen Plastik sogar ein Lösungsmittel.

Für diesen anderen Kunststoff ist Dowanol offensichtlich nicht zum Entlacken geeignet und muß was anderes verwendet werden ...
eine neue Suche beginnt ... Backofenreiniger, Bremsflüssigkeit oder so ... aber immer erst an nem Probestück testen

Du hattest auch Metallteile angesprochen ...
wenn es wirklich echtes Metall ( meistens Spritzguß ) ist dann brauchst Du kein Dowanol ... es hält auch locker ein Tauchbad in Nitrolösung oder anderen scharfen Lösungsmitteln aus.
Für ein paar Teuronen in jedem Baumarkt. Da sollte das meiste zügig runtergehen.
An Schutz für Haut und Augen denken ! Latexhandschuhe und Augenschutz gibts für kleines Geld auch beim Discounter. Und am liebsten an der frischen Luft.
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

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270

Dienstag, 17. Juli 2018, 10:22

PS:
Gerade bei den Abobausätzen mit oft erkennbar höherem Gewicht und auch einer gewissen Bespielbarkeit müssen die Kunststoffe mehr aushalten als in einem normalen Plastikbausatz. Diverse Lichteffekte und zu öffnende Teile, nicht selten mit weiterem Materialmix mit Metallteilen wiegen schon was.
Vielleicht kommen da eher Kunststoffe zum Einsatz wie man sie aus RC-Fahrzeugen kennt ? Einfach ein anderes Plastik das einen Rempler aushält und vor allem das eine oder andere Kilo ebenso ... da würden Plastikkits aus normalem Styrene schon die Grätsche machen.

Da aber kommt man wieder zum Thema welches Plastik wofür gut ist und wo wir mit unserem Styreneplastik eben eher vorsichtig sein sollten.

Styreneplastik "altert" insbesondere unter Wärme und UV-Lichteinfluß ... ( andere Kunststoffe auch ) ... wird vermutlich deshalb als Material nicht gerne von Museen gesehen.
Keine Angst, im Karton altert es aber fast gar nicht ... da kenne ich so einige gut 60 Jahre alte Kits, die wie neu sind und die man perfekt bauen kann.

Manche der großen Bandai-Auto-Kits haben aus gutem Grund statt Plastik-Federpaketen recht massive Teile aus Metalldruckguß mit Metallschräubchen befestigt ... zum Beispiel der Duesenberg. Metallrahmen statt Plastik würden das locker aushalten ... Plastik hält an solch beanspruchten Teilen auf die Dauer eben nur überdimensioniert ... über das sich dann auch wieder alle beklagen.

Gerade Autobausätze in 1/16 oder größer brauchen die eine oder andere, im Kit nicht vorgesehene, zusätzliche Unterstützung ... sonst kommen sie nach ein paar Jahren recht x-beinig daher oder mit nur sehr aufwändig zu reparierenden Achsaufhängungen. Da sollte man schon beim Rahmenbau sehr frühzeitig drauf achten.
Teils sind auch schon manche 1/24er mit "realistisch" feinen Rad- und Achsaufhängungen so unterdimensioniert, daß es zwar "echt" dimensioniert ist ... aber leider nur noch eine wackelige Angelegenheit.

In einem anderen Thread hatten wir es zum Beispiel, daß der große Airfix Bentley, wenn man nicht sehr vorsichtig baut, schon während des Baus Schwierigkeiten mit den Radaufhängungen macht .... mit der Zeit drückt in jedem Fall das Gewicht ... fast alle gebauten oder teilgebauten Gebrauchtkits leiden unter gebrochenen Teilen an genau dieser Stelle.

Selbiges gilt für Bandais Excalibur, dessen Federpakete aus einzelnen Plastikstreifen und Ösen wunderschön vorbildgercht zusammengesetzt werden ... nur hälts halt leider nicht wie Metall.
Da sollte man demenstsprechend schon während des Baus überlegen wo man das entsprechend "unsichtbar" unterstützt oder durch andere Materialien austauscht.

Nicht wenige dieser Kits waren ursprünglich mal als "bespielbar" konstruiert worden ... insbesondere in Japan wurde alles was nicht niet und nagelfest war als "Fahrmodell" angeboten ... von vorne herein mit eher kurzer Lebensdauer.
Manchmal kann man noch die Reste von kompletten Getrieben, Batteriehalterungen, Elektromotorfassungen etc sehen, die dann in späteren Auflagen aus gutem Grund weggelassen wurden.

Ähnliches gilt für Schiffsbausätze, bei denen die Masten manchmal spargelweich sind ... manchmal extrem hart ...identisch dimensionertes Holz würde es locker aushalten ...
Da gibts wahrscheinlich noch zig weitere Beispiele.
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

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