Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Das Wettringer Modellbauforum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Sonntag, 1. Februar 2009, 00:36

Ein kleiner Guide für 1/35 WKII Figuren

Guten Abend liebe Figurenbauer

ich wollte hier mal für alle die ihre mühe mit dem bau und der bemalung von Fahrzeugbesatzungen usw. haben diesen Guide erstellen. Da ich hauptsächlich Modelle des WKII baue sind auch die Figuren in dieser Zeit angeordnet. Diesen Guide hatte ich mal als kompletten Text für eine andere Seite geschrieben, daher wundert euch daher bitte nicht.

Na Ja lange Rede schwacher Sinn: Viel Spass

Thorsten


                       Figurenbemalung mit Acrylfarben

Warum Acrylfarben:

Wer kennt nicht dieses Drama: Man zeigt stolz sein neuestes Militärfahrzeug seinen Bekannten: Diese begutachten es von allen Seiten und fragen dann: " Wieviel Tassen Kaffee hat die Besatzung denn getrunken" oder ähnlich. Früher war es so, dass meine Besatzungen teilweise so aussahen als ob sie an Karneval in einen Tuschkasten gefallen waren. Also war die Konsequenz, dass ich mich intensiver der Figurenbemalung widmete.

Anfangs experimentierte ich viel mit Ölfarben und der Bannerman - Methode herum. Hierbei trägt man auf einen Grundanstrich aus Email- oder Acrylfarbe eine Schicht Ölfarbe auf und wischt diese nach kurzer Trocknungszeit wieder herunter, so dass ein Rest der Ölfarbe in den Vertiefungen zurückbleiben sollte. Anschließend werden die erhabenen Stellen wieder aufgehellt.
Soweit die Theorie: Meine Figuren sahen anschließend aus als ob sich ein Indianerstamm mit Wehrmachtsuniformen verkleidet hätte. Mal ganz abgesehen davon, dass die Ölfarben eine ziemlich lange Trocknungszeit haben und der Gestank der Farben und des Terpentinersatzes nicht gerade angenehm ist.
Als Nächstes wurde die Kleidung und Ausrüstung mit Humbrolfarbe bemalt und nach dem Trocknen mit einer Ölfarbe-Terpentinersatz-Mischung gewaschen. Der Effekt sieht ja ziemlich gut aus, aber durch den
Glanzschimmer den das Washing hinterlässt, sehen die Männchen aus wie „begossene Pudel in einem Regenschauer“. Ein abschließendes Drybrushing brachte meiner Meinung nach auch keine Verbesserung.
Die Ergebnisse sieht man hier:


Eines Tages entdeckte ich auf eine Modellbauausstellung das Heft „Bemalen von Miniatursoldaten“ von Mike Davidson. Podzun-Pallas (ISBN 3-7909-0729-4).
Die in diesem Buch vorgestellte Maltechnik, die gleich noch näher beschrieben wird, schien mir schnellere und bessere Ergebnisse zu bringen als bisher. Also probierte ich sie aus – mit dem Resultat, dass die Figuren im Bezug auf Farbübergänge wirklich gut waren, aber aufgrund der hauptsächlichen Benutzung von Ölfarben wieder die obigen Probleme auftraten. Wobei beim alleinigen Benutzen von Ölfarben noch das Problem der Verdünnung und der damit einhergehenden mangelnden Farbdichte noch zusätzlich auftritt.
Durch Zufall bin ich dann auf die Acrylfarben gestoßen. Obwohl ich sehr skeptisch war, weil sich die Tamiya-Farben nur sehr bescheiden mit dem Pinsel verarbeiten lassen, klappte die Bemalung dann doch sehr gut. Nach einigen Tests mit Acrylfarben aus der Tube bin ich schließlich bei den Produkten von Vallejo und Andrea gelandet.

Werkzeug und Verbrauchsmaterialien:

Was benötigt man zum Figurenbau? Eine gute Frage. Prinzipiell dieselben Utensilien wie für den normalen Modellbau. Ich versuche mal die Liste so kurz wie möglich (und billig) zu halten. Zunächst einmal einen Elektronikseitenschneider (eine kräftige Nagelschere tut es auch),  Skalpellhalter und Klingen, einen Bohrerstift (ähnlich wie Skalpellhalter, nur dass man Bohrer und Fräser einspannen kann) oder einen „Dremel“ o. ä. sowie diverse Minibohrer und Fräser. Plastik- und Sekundenkleber, Schmirgelpapier, eine Feile mit mittlerem Hub, Plastikspachtel (den kann man prima mit Aceton oder Ethylacetat verdünnen, um ihn mit einem alten Pinsel zu verarbeiten), Messing und Kupferdrähte, Starke Alufolie, eine Malpalette (Ich nehme die Toffifee-Schalen; ist eh Abfall),


Vorbereitung:

Zunächst wird die Figur als Körper zusammengebaut. Hierbei ist es besonders wichtig sämtliche Gussnähte, Senker, Fischhäute usw. zu entfernen oder zu spachteln. Auch die Kleidungsfalten, die durch die Gussform unterbrochen wurden, sollte man besser mit Skalpell oder Kugelfräser nachgravieren.

Hier einige Figurenteile jeweils vor und nach dem säubern:


Zunächst werden die Beinhälften zusammengeklebt. Ihnen folgt der Oberkörper. Während Beine und Oberkörper trocknen, widmen wir uns den Händen der Figur. Bei älteren Bausätzen ist es eine weit verbreitete Unsitte gewesen, den Teil der Ausrüstung der gehalten wurde (Gewehr, Handgranate,…) als Stumpf mit einzumodellieren.


Wenn man jetzt versucht die Ausrüstung passend anzubringen, ist das Ergebnis mehr als bescheiden. Also die Hände „entleeren“ und nacharbeiten. Bevor nun die Arme angeklebt werden, muss die Passung der Arme mit der Ausrüstung ohne Kleber überprüft werden. Zum Schluss wird der Kopf  angeklebt. Nachdem der Korpus mit Kopf und Waffe o. ä. fertig ist, wird die restliche Ausrüstung angeklebt. Eine Hilfe hierbei ist das Buch „Deutsche Uniformen 1939-1945“ von Jean de Lagarde (ISBN 3-613-01869-1). In diesem Buch findet der geneigte Leser sehr viele Farbfotos von Originaluniformen als Farbvorlage.
Zu guter Letzt werden noch Gewehr- und Ausrüstungsriemen aus starker Alufolie (Aluschalen aus dem Schnellimbiss oder von Fertiggerichten) angeklebt, und die nun fertige Figur wird auf einem provisorischen Sockel befestigt.


Um die Haftung der Grundierung zu verbessern und um Trennmittelreste zu entfernen, wird die Figur noch in lauwarmem Spülwasser gewaschen und zum Trocknen 24 Stunden an die Luft gestellt.

Die Bemalung:

Zunächst wir die Figur grundiert. Die Grundierung ist dazu da, dass die beim Bau entstandenen Farbunterschiede (Spachtelmasse, Bausatzteile unterschiedlicher Farbe oder Metallteile) beglichen werden. Außerdem wird die Haftung der Farbe auf der Figur verbessert.
Hierzu kann man einfache Allzweck-Grundierung aus der Sprühdose nehmen (aus dem Baumarkt). Da Sprühdosen dazu neigen, viel Farbe auf wenig Fläche zu verteilen, sollte beim Grundieren auf genügend Abstand geachtet werden, um die Details nicht zu „Ersäufen“. Oder als zweite Alternative kann man die Figur einfach mit der Airbrush und Tamiya-Farbe grundieren.

Die Technik:

Wie schon oben beschrieben ist meine Maltechnik ähnlich der von Mike Davidson. Zuerst bemalt man die zu behandelnde Fläche mit der Grundfarbe. Danach werden alle Vertiefungen Kleiderfalten oder im Schatten befindlichen Zonen mit einem abgedunkelten Mix der Grundfarbe oder einen ähnlichen dunkleren Farbton bearbeitet. Dieses bezeichnet man als Schattieren. Nun bringt man auf die hervorstehenden Flächen (Kleiderfalten,…) den so genannten Hochton auf. Er wird auch als Licht bezeichnet und besteht aus aufgehellter Grundfarbe oder einem ähnliche helleren Farbton. Bis zu diesem Punkt behandele ich alle Flächen der Figur. Die weiteren Schritte wende ich nur bei den Gesichtern an. Jetzt muss durch Verdünnen der Licht und Schattentöne und schichtweisem Auftragen ein harmonischer, weicher Übergang zur Grundfarbe erreicht werden. Die Pinsel sollten öfter mal gereinigt werden, da durch anbackende Farbe der Pinsel so verkleistert wird, dass entweder zuwenig oder zuviel Farbe aufgetragen wird.

Ich beschreibe nun im Einzelnen die erforderlichen Arbeitsschritte, die nötig sind, um die entsprechenden Ausrüstungsgegenstände und Uniformteile zu bemalen.

MFG Thorsten
Wir die Wissenden, geführt von den Unwissenden, haben schon so viel mit so wenig erreicht, dass wir prädestiniert sind alles mit nichts zu erschaffen.

2

Sonntag, 1. Februar 2009, 00:37

Wehrmachtsuniformen:

Als Grundfarbe für die normale Wehrmachtsuniform wählen wir 920 German Uniform und verdünnen diese im Verhältnis 1:1 mit Wasser.


Als Nächstes werden die Vertiefungen, Koppel- und Taschenumrandungen, sowie Uniformnähte mit 979 Dark Green, welches im Verhältnis 1:3 verdünnt wurde, bemalt. Dieser Farbauftrag bringt eine räumliche Tiefe bzw. einen Schatten auf die Figur.


Um jetzt noch die erhaben herausstehenden Kleidungsfalten zu betonen, mischen wir aus 50% 920 German Uniform und 50% 954 Grüngelb das so genannte Hochlicht. Dieser Farbton wird im Verhältnis 1:3 mit Wasser verdünnt und auf die Erhebungen der Uniform aufgebracht


Die feldgrauen Wehrmachtsuniformen Grundieren Wir mit 830 German Fieldgrey. Die Vertiefungen werden mit 896 Extra Dark Green nachgemalt  und die Lichter mit 50% 830 Fieldgrey und 50% 992 Neutral Grey nachbehandelt.


Als nächstes: Luftwaffenuniformen

MFG Thorsten
Wir die Wissenden, geführt von den Unwissenden, haben schon so viel mit so wenig erreicht, dass wir prädestiniert sind alles mit nichts zu erschaffen.

3

Sonntag, 1. Februar 2009, 00:39

Luftwaffenuniformen:

Bei diesen Uniformen benutzen wir 816 Luftwaffen Blau als Grundton.


Die weitere Vorgehensweise ist genau so wie bei der Wehrmachtsuniform. Als Schatten benutzen wir 995 German Grey und als Lichter 964 Feld Blau .
 


Als nächstes: LW und Heer Splittertarn

MFG Thorsten
Wir die Wissenden, geführt von den Unwissenden, haben schon so viel mit so wenig erreicht, dass wir prädestiniert sind alles mit nichts zu erschaffen.

4

Sonntag, 1. Februar 2009, 00:39

Luftwaffe- und Heeres-Splittermuster:

Das Luftwaffe- und das Heeres-Splittermuster unterschieden sich lediglich in der unterschiedlichen Basisfarbe. Sie war beim Heer sandbraun bis khaki und bei der Luftwaffe ein helles Grün. Dementsprechend ist die Grundfarbe hier entweder 821 German Beige Camuflage bzw. 988 Khaki für das Heeresmuster oder 974 Green Sky für die LW-Version.

Hier einmal das Heeresmuster        und das Luftwaffenmuster
     


Vor dem Auftragen des Musters mit 970 Deep Green  und 826 Camuflage Medium Brown sollte man sich vorher entsprechende Vorlagen aus Büchern und dem Internet besorgen. Ein paar Quellen habe ich am Ende des Berichtes aufgelistet.

Nach dem Auftragen von Deep Green:


Und mit Camuflage Medium Brown:


Anschließend werden noch das Wassertropfenmuster mittels eines 0.05mm Edding Fasermaler auf die Tarnung aufgebracht, und die Nähte betont. Hierzu benutzt man das 822 Camuflage Brown Black bei der Heeres- und 896 Extra Dark Green bei der Luftwaffenversion.
 


als nächstes Englische Standarduniform (Battle Dress)

Fragen, Kommentare, Kritik und Verbesserungsvorschläge sind gerne willkommen!!!!!!

MFG Thorsten
Wir die Wissenden, geführt von den Unwissenden, haben schon so viel mit so wenig erreicht, dass wir prädestiniert sind alles mit nichts zu erschaffen.

5

Sonntag, 1. Februar 2009, 13:03

Englische Standarduniform (Battle Dress):

Als Grundierung drängt sich hier 921 English Uniform förmlich auf, dass mit 822 Camuflage Black-Brown schattiert wird. Um diese Uniform aufzuhellen benutzt man einen Mix aus 50% 874 USA Tan Earth und 50% 912 Tan Yellow. Das Gurtzeug wird mit 889 USA Olive Drab bemalt und wie bei der amerikanischen Uniform schattiert.


Als nächstes: USA HBT Tarnuniform

MFG Thorsten
Wir die Wissenden, geführt von den Unwissenden, haben schon so viel mit so wenig erreicht, dass wir prädestiniert sind alles mit nichts zu erschaffen.

6

Sonntag, 1. Februar 2009, 13:04

USA HBT Tarnung:


Die Amerikanische HBT Tarnung war einer der ersten Versuche seitens der US-Armee eine Tarnuniform herzustellen, die den deutschen Gegenstücken gleichkam. Sie wurde erstmals im Sommer 44 zur Invasion in Europa ausgegeben. Man zog sie aber sehr schnell wieder aus dem Verkehr, weil die damit ausgestatteten Einheiten von den eigenen Kräften als deutsche Soldaten angesehen und sofort beschossen wurden. Im Pazifischen Raum war sie hingegen sehr verbreitet. Die HBT Uniform ist genau wie die deutschen Gegenstücke wendbar. Diese Uniform ist vielleicht einigen von Euch bekannt die schonmal Medal of Honor - Pacific Assault gespielt haben (Aus den Tarawa Missionen)

1:„Urwaldseite“
Als Grundierung wird in diesem Fall 974 Green Sky aufgebracht, danach folgen ein paar Flecken aus 970 Deep Green und 924 Russian Uniform.


Nun folgen nacheinander noch Flecken aus 825 Camuflage Violett Brown und 984 Flat Brown, so dass man abschließend nur noch die Nähte mit verdünntem 979 Dark Green nachziehen muss.


2: „Wüstenseite“
Die Wüstenseite bemalt man zuerst mit 837 Pale Sand, auf das Flecken aus 824 Camuflage Orange Ocker und 825 Camuflage Violett Brown gesetzt werden. Abschließend werden die Nähte mit verdünntem 871 Leather Brown noch betont.



Als nächstes: Erbsentarnmuster

MFG Thorsten
Wir die Wissenden, geführt von den Unwissenden, haben schon so viel mit so wenig erreicht, dass wir prädestiniert sind alles mit nichts zu erschaffen.

7

Sonntag, 1. Februar 2009, 13:05

Erbsen oder Tupfentarnmuster:

Auch hier ist wie beim Sommer Eichenlaubtarnmuster die Grundfarbe 825 Camuflage Violett Brown, auf die einige gezackte Flecken aus 912 Tan Yellow, 833 Hellgrüne Tarnung und 896 Extra Dark Green aufgebracht werden. Auch hierbei sind Literatur und Internet wieder einmal sehr hilfreich.


Als nächstes werden die Flecken mit Tupfen der anderen Farben aufgelockert. Ich empfehle hierbei jeweils mit der dunkelsten Farbe anzufangen und heller zu werden. Zu guter letzt Nähte mit 822 Camuflage Brown Black betonen.


Gesichter und Hände:

Wohl das Schwierigste bei der Figurenbemalung ist die Darstellung von Gesichtern. Anders als bei Uniformteilen, die Abnutzungen und mitunter starke Farbunterschiede auf einer Fläche aufweisen können, muss man bei Gesichtern einen einigermaßen harmonischen Farbverlauf erreichen. Die von mir beschriebene Methode ist zwar relativ aufwendig, verspricht aber meiner Meinung nach gute Ergebnisse. Noch ein Wort zu den Fotos: Ich versuche die Gesichter so groß wie möglich heranzuzoomen, aber irgendwann ist auch die Makrofunktion meiner Digicam am Ende!!

Beginnen wir mit der Grundfarbe 803 Brown Rose. Nun sollten die Augen mit 951 Weiss und gegebenenfalls die Kinnriemen oder Ausrüstungsgegenstände bemalt werden, um später Farbfehler mit den Schattenfarben zu überdecken. Auch die Iris der Augen sollte man jetzt aufmalen. Hierzu nimmt man am besten Blau oder Braun (auf keinen fall Schwarz!!!!).
Im folgenden Schritt wird der tiefste Schattenfarbton aufgebracht. Er sollte an allen Übergängen zu anderen Uniform- und Ausrüstungsgegenständen, Hautfalten, um die Augen, etc. aufgemalt werden. Dieser Schattenfarbton setzt sich aus 50% Brown Rose und 50% 984 Flat Brown zusammen. Zwischen diesem dunkelsten Farbton und dem Hellsten muss im Folgenden ein fließender Übergang geschaffen werden.


Die nun folgenden Arbeitsschritte sind etwas kniffeliger (und auch schlecht Fotografisch wiederzugeben). Als erstes werden mit einem Mix aus 75% 803 Brown Rose und 25% 984 Flat Brown Übergänge vom Schattenfarbton zum Grundfarbton geschaffen. Das bedeutet, dass die an allen Vertiefungen(o.ä.) vorhandenen Schatten nun mit dem 75/25 Mix „umrandet“ werden. Im nächsten Schritt wird der dunkelste Farbton der Lichter, hier ein Mix aus 75% 803 Brown Rose und 25% 835 Salomon Rose, auf die erhabenen Stellen des Körpers (Wangenknochen, Nasenrücken- und Flügel, Kinn, Unterkiefer, Oberlippe, Fingerknöchel,…) aufgetragen. Zu guter letzt werden nun noch die höchsten Stellen der eben aufgezählten Körperteile mit einem Mix aus 50% Brown Rose und 50% Salomon Rose behandelt.


Wem die abhandlung der Gesichtsbemalung aufgrund der wenigen Bilder zu unklar ist möge sich ein wenig gedulden, da ich momentan an meinem letzten "Schwung" Figuren weiterarbeite, und somit auch noch andere Fotos mache.

MFG Thorsten
Wir die Wissenden, geführt von den Unwissenden, haben schon so viel mit so wenig erreicht, dass wir prädestiniert sind alles mit nichts zu erschaffen.

8

Sonntag, 1. Februar 2009, 16:33

Farbkonvertierungstabelle:

Ich habe hier mal die von mir verwendeten Farben und die äquivalenten Revell und Humbrolfarben (nach Vallejo Tabelle) aufgelistet:

Modell Color: Revell: Humbrol: Tamiya:

803 Brown Rose
816 Luftwaffen Blau
818 Red Leather H100
821 German Beige Camuflage H84
822 Camuflage Brown Black
823 Luftwaffe Camuflage Green
824 Camuflage Orange Ocker H93
825 Camuflage Violett Brown
826 Camuflage Medium Brown
830 Feldgrau H111 XF22
833 Hellgrüne Tarnung
835 Salomon Rose
837 Pale Sand
843 Cork Brown R382 H62
863 Gunmetal H53 X10
864 Natural Steel R99 H56 XF56
865 Oily Steel H27002
873 US Field Drab
874 USA Tan Earth H119
889 USA Olive Drab R66 H66 XF62
891 Intermediate Green R360 H80
896 Extra Dark Green
912 Tan Yellow
920 German Uniform H78
921 English Uniform R87 H29 XF 52
922 USA Uniform Green
924 Russian Uniform H159
929 Light Brown
954 Grüngelb XF4
964 Feld Blau H96 XF58
970 Deep Green R48 H72 X5
974 Green Sky H120
976 Buff. R314 H103 XF57
979 Dark Green XF61
984 Flat Brown H160
988 Khaki XF49
992 Neutral Grey H27
995 German Grey R78 H67 XF63

Für die Richtigkeit der Angaben kein Gewähr!!!!

Wenn jemand zur vervollständigung der Liste beitragen kann bitte kurz melden

MFG Thorsten
Wir die Wissenden, geführt von den Unwissenden, haben schon so viel mit so wenig erreicht, dass wir prädestiniert sind alles mit nichts zu erschaffen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dragonfan« (1. Februar 2009, 16:35)


9

Sonntag, 1. Februar 2009, 16:34

Italienisches Tarnmuster:

Als die Deutsche Wehrmacht nach der Kapitulation Italiens dieses im Spätsommer 43 besetzte, übernahm sie auch die Bestände an italienischen Tarnuniformen und Stoffbeständen. Dieser Tarnstoff wurde meist von den Kompanieschneidern verschiedener Einheiten zu Uniformen nach deutschen Schnittmustern verarbeitet. Für die Grundfarbe dieser Uniform gibt es zwei Varianten. Zum einen 818 Red Leather, wenn die Uniform mehr rot sein soll, oder 891 Intermediate Green für eine grün basierte Uniform. Die helleren Flecken sind aus 976 Buff.


Als nächstes USA Panzeruniform
MFG Thorsten
Wir die Wissenden, geführt von den Unwissenden, haben schon so viel mit so wenig erreicht, dass wir prädestiniert sind alles mit nichts zu erschaffen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dragonfan« (1. Februar 2009, 16:34)


10

Sonntag, 1. Februar 2009, 16:35

USA Panzer- und Infanterieuniformen:

Die von den USA im WKII am häufigsten benutzten Uniformfarben waren 922 USA Uniform Green, 988 Khaki und 889 USA Olive Drab. Am Beispiel einer Panzerbesatzung will ich hier die Bemalung zeigen. Bei beiden Figuren habe ich den Anorak mit 988 Khaki, und die Schutzhelme mit 889 USA Olive Drab bemalt. Der Soldat mit dem Kanister bekam eine Hose aus Olive Drab, während die des Pistolenschützen aus 922 USA Uniform Green besteht. Die Gamaschen wurden ebenfalls mit 988 Khaki bemalt. Das Innenfutter der Anoraks und die Gürtel sind aus 50% Khaki und 50% Olive Drab.


Zum Schattieren des Khakis benutze ich Verdünntes 871 Leather Brown. Das USA Uniform Green wird mit 979 Dark Green und das Olive Drab mit 950 Black schattiert.


Der Khaki Hochton besteht aus 50% 988 Khaki und 50% 976 Buff, während die Hochtöne für die grüne Hose aus 50% 922 USA Uniform Green und 50% 954 Grüngelb bestehen. Die Olive Drab Lichter mixe ich aus 50% 889 USA Olive Drab und 50% 988 Khaki.


Als nächstes Rauchtarnmuster

MFG Thorsten
Wir die Wissenden, geführt von den Unwissenden, haben schon so viel mit so wenig erreicht, dass wir prädestiniert sind alles mit nichts zu erschaffen.

11

Sonntag, 1. Februar 2009, 16:36

Rauchtarnmuster:

Herbstseite:
Dieses schöne, aber unter Modellbauern nicht gern bearbeitete Tarnmuster ist gar nicht so schwierig wie immer behauptet wird. Als Grund wird dafür 824 Camuflage Orange Ocker benutzt. Nun werden mit stark verdünntem 992 Neutral Grey einige „Schlieren“ und Tupfen aufgemalt. Die Farbe sollte dabei nicht Decken!!!! Der Vorgang wird mit 826 Camuflage Medium Brown wiederholt, und nach dem Trocknen werden auch hier die Nähte mit 822 Camuflage Black-Brown betont.



Sommerseite:

Auch bei dieser Uniform ist die Basisfarbe wieder einmal 825 Camuflage Violett Brown. Im zweiten schritt wird wie oben beschrieben aus 833 Hellgrüne Tarnung der erste teil des Tarnmusters erzeugt. Nun muss man noch den zweiten „Schleier“ aus verdünntem 979 Dark Green aufmalen und die Nähte mit verdünntem 822 Camuflage Black-Brown nachmalen.


Als nächstes werde ich mal was zur auflockerung dazwischenschieben: Diobases

MFG Thorsten
Wir die Wissenden, geführt von den Unwissenden, haben schon so viel mit so wenig erreicht, dass wir prädestiniert sind alles mit nichts zu erschaffen.

12

Sonntag, 1. Februar 2009, 16:36

Dioramenbasen und Vignetten:

Da  manche Kleinserienhersteller auch komplette Szenen nachbauen, sind dementsprechend natürlich auch die passenden Handlungsorte als kleine Vignette beigefügt.

Diese Vignetten, oder auch Dioramen-Basis genannt, sind wie die Figuren meist aus Gießharz hergestellt und daher auch nur mit Sekundenkleber zu verkleben. Da Gießharz, oder auch Resin, genannt die unangenehme Eigenschaft hat, je nach Material und Mischungsverhältnis, zu schrumpfen, ergeben sich natürlich Probleme.
Zum Bau:
Resinteile werden meist in einteiligen Formen gegossen. Diese Formen haben eine Einfüllöffnung, auch Senker genannt. Nachdem das Harz eingefüllt wurde, wird die Form in eine Vakuumkammer entlüftet, damit alle Luftblasen, die sich beim Mischen des Harzes evtl. gebildet haben, entweichen können. Nach dem Aushärten wird das Werkstück einfach aus der Form herausgezogen und die Form kann wieder verwendet werden. An unserem Werkstück haben wir aber nun diesen klobigen Senker, der sich bei größeren Teilen schon mal über die ganze Länge ziehen kann. Bei Kleinteilen ist das Entfernen kein Problem; während bei großen Teilen auf Handwerkszeug wie Säge oder Bandschleifer zurückgegriffen werden muss.

ACHTUNG: RESINSTAUB IST LUNGENGÄNGIG UND KANN KREBS VERURSACHEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!ATEMSCHUTZ TRAGEN!!!
Die aufgrund des Schrumpfens und Verziehens der Resinteile entstandenen Spalten müssen nun nur noch verspachtelt werden. Meine Empfehlung hier: „Milliput Superfine“ oder „Pattex Power Knete“ . Beides sind 2-Kompnenten Spachtelmassen bei denen man eine A und eine B Komponente zusammenkneten muss. Beim Milliput hat man zwei Knete-Würste, von denen man zwei gleich lange Stücke abschneiden und miteinander vermengen muss. Bei der Pattex Knetmasse sind diese Komponenten in einem Strang vereint (Die A Komponente liegt innen und die B Komponente außen herum.). Man braucht nur noch eine Scheibe abschneiden, durchkneten und zügig verarbeiten, denn die offene Zeit liegt bei 4-5 Minuten. Das Milliput lässt sich länger verarbeiten (ca. 1 Stunde) und hat noch eine Überraschung parat: Wenn die Spalte geschlossen ist, kann die Spachtelmasse mit einem Borstenpinsel und warmen Wasser glatt gestrichen werden. Man kann also sagen, dass das Milliput mit Wasser quasi verdünnt werden  kann. Nach Trocknem und erneutem Schleifen ist die Naht fertig. Nun wird die Vignette noch in Seifenlauge gereinigt und zum Trocknen weggestellt.

Gut zu erkennen: Die gespachtelte Rückseite und die Spalten auf der Frontseite.

Die Bemalung:
Als Erstes wird die Vignette aus den gleichen Gründen wie die Figuren grundiert. Ich benutze hierzu Tamiya Matt Schwarz. Als Grundfarben für die weitere Bemalung wurden  982 Cavalery Brown für das Mauerwerk, 971 Grey - Green für den Putz, 843 Cork Brown für Holz sowie 868 Dark Seagreen und 992 Neutral Grey  für Pflaster und Gehwegplatten verwendet.


Im nächsten Schritt werden einzelne Steine des Mauerwerks mit verschiedenen Rottönen bemalt. Diese können von Rot-Violett bis zu einem dunklen Rosa variieren, da Backsteine je nach Materialzusammensetzung und Temperatur beim Brennen Verfärbungen in diesem Farbspektrum aufweisen. Alte Backsteinkirchen sind hierfür ein sehr schönes Beispiel.
Die Vertiefungen der Pflastersteine werden mit 1:3 verdünntem 896 Extra Dark Green und die Gehwegplatten mit 868 Dark Seagreen nachgezogen. Nun folgt der schwierige Teil: Das Waschen mit Acrylfarben. Aufgrund der Oberflächenspannung des Wassers verteilen sich die Pigmente der Farbe nicht so wie man es evtl. von Ölfarben gewohnt ist. Außerdem müssen die Acrylfarben noch viel stärker verdünnt werden!!!!!! Als Minimum muss hier 1:8 gelten!!
Hinzugeben von Spülmittel ist auch hier wieder sehr hilfreich. Die Vignette wird nun bis auf die Holzteile mit verdünntem Schwarz gewaschen. Beim Putz beschränke ich das Washing auf Ränder, Vertiefungen und Bruchkanten. Die Holzteile müssen nun nur noch mit 2-3 Lagen Verdünnten 871 Leather Brown lasiert werden. Als Abschluss folgt noch ein Drybrushing mit  992 Neutral Grey.


Um die Vignette zu komplettieren, müssen nur noch die Figuren aufgeklebt, und das ganze mit Pastellkreiden oder Pigmenten eingestaubt werden.


Als nächstes: Eichenlaubmuster und Abarten

MFG Thorsten
Wir die Wissenden, geführt von den Unwissenden, haben schon so viel mit so wenig erreicht, dass wir prädestiniert sind alles mit nichts zu erschaffen.

13

Sonntag, 1. Februar 2009, 22:32

Eichenlaubtarn und Abarten:

Die schon früh im WKII auftauchenden Tarnschlupfhemden und Uniformen werden häufig unter dem Sammelbegriff Eichenlaubtarn mit Sommer und Herbstseite zusammengefasst. Hier gibt es aber schon vom Tarnmuster mindestens 4 Variationen: Platanenmuster, Palmenblattmuster, Eichenlaubmuster und das beringte Eichenlaubmuster. Diese unterscheiden sich zum einen in Farben, und Mustern und zum anderen in der Reihenfolge,  wie die Farben beim Original auf den Stoff gedruckt wurden.


Beringtes Eichenlaubtarnmuster Sommerseite:

Zuerst wird die Tarnjacke mit 825 Camuflage Violett Brown bemalt:


Nun folgen die ersten Tarnflecken mit 979 Braungrün:


Als nächstes werden die Innenräume der Tarnflecken mit 830 Feldgrau so ausgemalt, dass ein Rand der Ursprungsfarbe stehen bleibt.


Nach der gleichen Vorgehensweise wird jetzt mit 833 Hellgrüne Tarnung weitergemalt. Hierbei sollte man schon einige Tupfen zur Auflockerung setzen.


Als letztes wird noch ein Mix aus 50% 833 Hellgrüne Tarnung + 50% 954 Grüngelb aufgetragen:


Die fast fertige Figur mit bemalten Details:




Beringtes Eichenlaubtarnmuster Herbstseite:

Als Grundierung für dieses Tarnmuster nehmen wir 929 Light Brown, auf das wir einige Flecken aus 873 US Field Drab aufmalen.


Diese Flecken werden nun mit 822 Camuflage Brown Black „Zittrig“ umrandet. Außerdem werden einige Kringel auf die Grundfarbe gemalt. Zum Schluss muss man nur noch die dunklen Flächen durch ein paar Tupfen Light Brown und Field Drab auflockern.


Eine weitere möglichkeit das beringte Eichenlaubmuster darzustellen besteht darin den betreffenden Uniformteil mit 992 Neutral Grey zu grundieren. Auf diese Grundierung tragen wir Flecken und Punkte mit 822 Camuflage Brown auf. Im nächsten Schritt werden in die dunklen Flecken und auf die graue Grundfarbe Muster aus 873 US Field Drab aufgemalt. Als Letztes werden vieeele kleine Punkte aus 929 Light Brown auf das vorhandene Muster aufgetupft. Ziel ist es sowohl auf den Field Drab, als auch auf dem Camuflage Brown kleine zusammenhängende Flächen zu erzielen, so dass von den übertupften Farben nurmehr die Ränder zu sehen sind.



Als nächstes Platanenmuster

MFG Thorsten
Wir die Wissenden, geführt von den Unwissenden, haben schon so viel mit so wenig erreicht, dass wir prädestiniert sind alles mit nichts zu erschaffen.

14

Sonntag, 1. Februar 2009, 22:33

Platanenmuster:

Das Platanenmuster ist dem beringten Eichenlaubmuster farblich sehr ähnlich, es unterscheidet sich nur im Muster der Tarnung.

Sommerseite

Bei der Sommerseite wird wie schon bei anderen Tarnuniformen 825 Camuflage Violett Brown benutzt, auf welches einige Flecken und Tupfen aus 833 Hellgrüne Tarnung aufgebracht werden.


Jetzt Folgen noch einige Tupfen und Flecke aus 857 Golden Olive, bevor auch hier wie schon bei der Herbstseite ein „Siebmuster“ aus 979 Dark Green über die ganze Uniform gemalt wird. Nach der betonung der Details mit Verdünntem 822 Camuflage Brown Black ist auch diese Uniform fertig.


Herbstseite:
Zunächst wird mit 929 Light Brown grundiert. Danach folgen einige Flecken in 992 Neutral Grey die mit 873 US Field Drab umrandet werden. Auch sollten jetzt einige Tupfen mit dieser Farbe aufgetragen werden.


Als letzte Farbe benötigt man 822 Camuflage Brown Black, mit dem teilweise ein „Siebmuster“ aufgemalt wird. Hier auch ein paar Tupfen aufbringen. Zum Schluss zieht man die Nähte und Vertiefungen mit Verdünntem 822 Camuflage Brown Black nach und fertig ist die Herbstseite.


Als Nächstes Buchtip zu Deutschen WKII Uniformen

MFG Thorsten
Wir die Wissenden, geführt von den Unwissenden, haben schon so viel mit so wenig erreicht, dass wir prädestiniert sind alles mit nichts zu erschaffen.

15

Sonntag, 1. Februar 2009, 22:33

Waffen SS Camuflage Uniforms & Post-War Derivatives



Autor: Daniel Peterson

Verlag: Crowood Press

ISBN: 1-86126-474-7

Erscheinungsjahr: 1995

Sprache: englisch

Inhalt: 64 Seiten Softcover, mit farbigen Photos der verschiedenen Uniformen die mit  
           entsprechenden Ausrüstungsgegenständen passend in Szene gesetzt werden

Preis: Ca 20€

Besprechung: Dieses Buch beschäftigt sich ausschließlich mit den SS-Tarnuniformen des
WKII und deren Nachkriegsabwandlungen. Ursprünglich wurde es  für    Uniformsammler geschrieben, um Orginale von Fälschungen zu unterscheiden, was dem nutzen für uns Modellbauer natürlich nicht schadet. Zum Beispiel kann man anhand von Nahaufnahmen sehr schön die Reihenfolge der aufgedruckten Farben und somit auch der Fertigungstechnik erkennen.
An Tarnmustern werden hier behandelt: Platanenmuster, Rauchtarnmuster, Palmenmuster, Eich-Platanenmuster, Beringtes Eichenlaubmuster und Eichenlaubmuster jeweils mit Sommer- und Herbstseite. Die einfachen WKII Tarnmuster Erbsenmuster, Leibermuster, sowie das bekannte Italienische Tarnmuster und die Ungarische Tarnuniform

Die Nachkriegsmuster  erstrecken sich vom DDR Flächentarnmuster über diverse Leibermuster abarten der Schweiz der BRD und der Tschechei hin bis zu verschiedenen Truppenversuchen der Bundeswehr (Sägezahn- und Punktmuster) bis zur heutigen Flecktarnuniform der Bundeswehr.

Fazit: Wer sich mit Dioramen- und Figurenbau beschäftigt und sich nicht immer mit den
recht spärlichen Farbangaben und bescheidenen Mustervorlagen auf der
Kartonrückseite zufrieden gibt. Ist mit diesen Buch bestens bedient.


                            Wehrmacht Camuflage Uniforms & Post-War Derivatives



Autor: Daniel Peterson

Verlag: Crowood Press

ISBN: 1-85915-005-5

Erscheinungsjahr: 1995

Sprache: englisch

Inhalt: 64 Seiten Softcover, mit farbigen Photos der verschiedenen Uniformen die mit  
           entsprechenden Ausrüstungsgegenständen passend in Szene gesetzt werden

Preis: Ca 20€

Besprechung: Dieses Buch beschäftigt sich ausschließlich mit den Tarnuniformen der
Wehrmacht im WKII und deren Nachkriegsabwandlungen. Wie schon das Buch über die SS-Tarnuniformen, wurde es für Uniformsammler geschrieben, um Orginale von Fälschungen zu unterscheiden, was dem nutzen für uns Modellbauer natürlich nicht schadet. Auch in diesem Buch sind anhand von Nahaufnahmen sehr schön die Reihenfolge der aufgedruckten Farben und somit auch der Fertigungstechnik erkennen.

An Wehrmachts-Tarnmustern werden hier behandelt: Heeres Splittermuster 31 mit Sommer und Herbstseite, Luftwaffe Splittermuster 41, Wehrmachts-Sumpfmuster 43 und 44.

Die Nachkriegsmuster beinhalten Splittermuster der BRD, Polens, der Schweiz
und Bulgariens. Weitere Variationen des Sumpfmusters aus der Tschechei
Bulgarien, der Schweiz und der BRD. Außerdem werden die Strich- und
Regentropfenmuster der DDR bearbeitet.

Fazit: Wer sich mit Dioramen- und Figurenbau beschäftigt und sich nicht immer mit den
recht spärlichen Farbangaben und bescheidenen Mustervorlagen auf der
Kartonrückseite zufrieden gibt, ist mit diesen Buch bestens bedient.

Als nächstes Eichenlaubmuster

MFG Thorsten
Wir die Wissenden, geführt von den Unwissenden, haben schon so viel mit so wenig erreicht, dass wir prädestiniert sind alles mit nichts zu erschaffen.

16

Dienstag, 3. Februar 2009, 21:10

hey dragonfan
ich finde das echt super was du hier auf die beine gestellt hast ich habe selber zwar schon etwas erfahrung in figurenbemalung aber besonders das bemalen von gesichtern bzw. anderen hautpartien bekomme ich noch nicht so gut hin
aber ich habe mal ein paar fragen: wenn du das tarnmuster aufträgst, hast du dann scon die lichter und schattierungen des grundton gestzt oder machst du das hinterher? 2.: setzt du auch lichter und schattierungen für die farben der tarnflecken? also wenn jetzt ein erhabene kante mit tarnflecken bemalt ist muss da doch auch ein licht gesetz werden oder? es wäre gut wenn du dazu noch etwas sagen könntest 3.: wie viel kosten die von dir verwendeten acrylfarben ca.
also nochmal :respekt: :respekt: :respekt: :respekt: :respekt:
mfg.
mörtelörtel

17

Dienstag, 3. Februar 2009, 23:18

Hallo Mörtelörtel

Zu den Fragen 1 und 2 muss ich gestehen, dass ich bei den Tarnuniformen bisher keine Lichter und Schatten setze, obwohl es bei einigen Mustern mit größeren Farbflecken (Splittermuster, Italienische Tarnmuster) sicherlich besser wäre. Ich erde das in der nächsten zeit mal antesten und die Beiträge editieren.

Zu Frage 3: Zum einen mal der Link zur Herstellerseite auf der auch das Händlernetz in Deutschland sowie eine erweiterte Farbkonvertierungstabelle zu finden ist. Bezahlt habe ich pro 17ml Pipettenflasche zwischen 1,95 bis 2,60€ je nach Händler und Ausstellung.

Ach Ja noch´n Tip: Vallejofarben lassen sich sehr gut mit Sidilon verdünnen.

MFG Thorsten
Wir die Wissenden, geführt von den Unwissenden, haben schon so viel mit so wenig erreicht, dass wir prädestiniert sind alles mit nichts zu erschaffen.

18

Mittwoch, 4. Februar 2009, 14:28

achso du setzt garkeine lichter auf manchen bildern sieht das so aus
könntest du vllt. mal beschreiben wie du die schwarze uniform der deutschen panzerbesatzungen bemalst? Und was ist Silidon?
mfg. mörtelörtel

19

Mittwoch, 4. Februar 2009, 20:12

Nabend Mörtelörtel

Was ist Sidolin - Enter mal den Putzschrank deiner Eltern, ich denke da findest Du das angesprochene Fensterputzmittel. Mal Spass beiseite - ich benutze das Zeug, weil ich nach etwas gesucht habe mit dem man Acrylfarben verdünnen kann was aber gleichzeitig nur eine geringe bis gar keine Oberflächenspannung besitzt. Verdünnt man Acrylfarben mit normalen Wasser hat man beim Washing die Tröpfchenbildung durch die Oberflächenspannung. Bei Ölfarben nimmt man für gewöhnlich Terpentinersatz, aber wegen der langen Trocknungszeiten und dem Gestank bin ich auf Acryl umgestiegen und verdünne mit Sidolin. Mit Duschkabinenreiniger geht es auch - nur trocknet dieser Glänzend auf statt matt wie mit Sidolin.

Eichenlaubmuster:

Auch hier sind die ersten drei Arbeitsschritte wie bei dem Platanenmuster. Grundierung in 929 Light Brown mit Flecken und Tupfen aus 992 Neutral Grey, die mit 873 US Field Drab umrandet werden. Einzig das Muster sollte etwas feiner gehalten werden.


Im Unterschied zum Platanenmuster wird hier als Schlussfarbe 826 Camuflage Medium Brown benutzt (Ist auf dem Foto leider nicht so gut zu erkennen.). Den endgültigen Abschluss bildet auch hier wieder einmal das Betonen der Nähte mit 822 Camuflage Brown Black.



Schwarze Panzeruniform:

Da man mit schattieren hier nichts mehr erreichen kann, empfehle ich nach der Basisfarbe 950 Black die hervorspringenden Kleiderfalten mit einem mix aus 75% 950 Black und 25% 995 German Grey zu betonen. Das sieht auf dem Bild wegen dem Blitz viel heller aus als es in Wirklichkeit ist.


Eine andere Möglichkeit ist die Figur mit 333 German Tankcrew aus der "Panzer Aces" Farbreihe von Vallejo zu grundieren. Dieser Farbton ist ein Sehr dunkles Braungrau, das ein wenig an Braunkohle erinnert. Für die Schatten mischen wir diese Farbe mit 950 Black im Verhältniss 50/50. Für die Lichter wire die Basisfarbe mit 337 German Tankcrew Highlight (Panzer Aces) im verhältniss 50/50 gemischt. Diese Farbe ist ein dunkles Erdbraun etwa wie 822 Camuflage Brown Black.




Als nächstes Fallschirmjäger Knochensack

MFG Thorsten
Wir die Wissenden, geführt von den Unwissenden, haben schon so viel mit so wenig erreicht, dass wir prädestiniert sind alles mit nichts zu erschaffen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dragonfan« (4. Februar 2009, 20:14)


20

Samstag, 7. Februar 2009, 18:21

Wann gehts weiter!! :!!
bin schon ganz gespannt!
^^
mfg. mörtelörtel

21

Sonntag, 8. Februar 2009, 00:19

Hi,

dein "kleiner" Leitfaden hier ist Gold wert!
Sehr gut beschrieben und klasse zum selbst probieren.
Vielleicht könnte man deinen Guide als PDF zusammenfassen
und zum Download bereitstellen?
Ich glaube das ist eine Hilfe für jeden, der Figuren bemalen will.
Ich auf jeden Fall werde mal versuchen einige dieser Muster nachzumachen.
Gruß
Daniel

22

Sonntag, 8. Februar 2009, 13:39

Mahlzeit Zusammen

@Stromberg: Warum PDF??? Wenn ich das ganze in einem Forum als Threads schreibe, kann ich das ganze immer stellenweise verbessern und aktualisieren. Bei einer PDF Datei muss man sich immer die neueste Version herunterladen und findet sich evtl. nicht mehr zurecht.

@Mörtelörtel: Ruhig bleiben Brauner !!!! Es geht ja weiter

Luftwaffen Fallschirmjäger:

Auf die von den deutschen Fallschirmjägern in den ersten Jahren des Krieges getragene Sprunguniform (Knochensack genannt) möchte ich hier einmal eingehen. Die späten Versionen dieses Knochensackes sind im oben schon beschriebenen Luftwaffen Splittermuster getarnt, während die frühen Knochensäcke einfarbig waren. Die Hosen waren in beiden Fällen gleich. Der Knochensack wird in 833 Hellgrüne Tarnung  und die Hose in 823 Luftwaffe Camuflage Green grundiert. Die Schatten sind beim Knochensack aus 979 Dark Green und werden bei der Hose aus 896 Extra Dark Green aufgemalt.


Bei den Hosen des Knochensacks werden die Lichter mit 833 Hellgrüne Tarnung aufgebracht, während man beim Knochensack selber mit einem Mix aus 50% 833 Hellgrüne Tarnung und 50% 954 Grüngelb aufhellt. Die Nähte der Hose kann man mit dem üblichen 822 Camuflage Brown Black betonen, während man beim Knochensack auf die Basisfarbe der Hose zurückgreift.


Als nächstes Sumpfmuster 43

MFG Thorsten
Wir die Wissenden, geführt von den Unwissenden, haben schon so viel mit so wenig erreicht, dass wir prädestiniert sind alles mit nichts zu erschaffen.

23

Sonntag, 8. Februar 2009, 13:42

Sumpfmuster 43:

Zur Grundierung kann man bei dieses, zum ende des Krieges weit verbreiteten, Tarmusters, wie beim Heeres Splittermuster 821 German Beige Camuflage bzw. 988 Khaki benutzen. Auf diese Grundfarbe werden nun ähnlich dem Splittermuster Haken und Winkel aus 843 Cork Brown und 833 Hellgrüne Tarnung aufgebracht.


Nun werden in diese Tarnflecken weitere Muster  aus 979 Deep Green und 984 Flat Brown aufgemalt. Diese Muster sollten jedoch nicht über die zuerst gemalten Tarnflecken hinausragen!! Der Sinn und Zweck beim Orginal war, dass man mittels eines blasser gehaltenen Farbrandes die Kontraste verringern wollte. Zu Guter letzt folgt auch hier das Regentropfenmuster mit dem 0.05mm Fasermaler.


Als nächstes Russische Panzeruniform (Früh)

MFG Thorsten
Wir die Wissenden, geführt von den Unwissenden, haben schon so viel mit so wenig erreicht, dass wir prädestiniert sind alles mit nichts zu erschaffen.

24

Sonntag, 8. Februar 2009, 13:44

Diese Figurenbeschreibung fällt leider  von den Bildern her etwas Spärlicher aus, weil ich ohne Camera  drauflosgemalt habe Sorry: :D

Der Grundton für diese Uniform besteht aus 964 Field Blue. Die Schatten mischte ich aus 50% 964 Field Blue und 50% 995 German Grey, wohingegen die Lichter aus 75% Field Blue und 25% 841 Andrea Blue bestehen. Das 841 Andrea Blue ist erstaunlich dominant!!!!


Als nächstes Sumpfmuster 44

MFG Thorsten
Wir die Wissenden, geführt von den Unwissenden, haben schon so viel mit so wenig erreicht, dass wir prädestiniert sind alles mit nichts zu erschaffen.

25

Sonntag, 8. Februar 2009, 13:49

Sumpfmuster 44:

Das Sumpfmuster 44 ist eine Weiterentwicklung des Sumpfmusters 43. Der augenfälligste unterschied zwischen beiden Tarnmustern ist, dass beim Muster 43 der übergang von den Tarnflecken auf die Basisfarbe in zwei stufen und mit relativ scharfen Kontrasten vor sich geht, wohingegen bei dem Sumpfmuster 44 ein stufenloser übergang realisiert werden muss. Ein weiterer unterschied ist die veränderte Basisfarbe (Nach den mir vorligenden Quellenmaterial). Ich benutze hierfür 824 Camuflage Orange Ocker. Auf diese Basisfarbe werden nun aus verdünntem 970 Deep Green Tarnflecken aufgebracht. Im nächsten Schritt wird der Tarnfleck mit der gleichen Farbmischung noch einmal nachgezeichnet, nur sollte ein kleiner Rand um die Außenkontur ausgelassen werden. Im folgenden Schritt verfährt man genauso, nur dass dieses mal ein kleiner Rand vom letzten schritt stehengelassen wird. So gewinnt der Tarnfleck von außen nach innen an Intensität.


Nun werden mit 859 Cadmium Maroon die anderen Tarnflecken nach der eben beschriebenen Methode aufgebracht. Für diese art der Bemalung gilt: Je mehr schichten, d.h. mehr abstufungen, desto harmonischer ist der übergang der Farben. Ich habe mich hier mal mit drei Schichten begnügt. Als Abschluss muss man nur noch die Regentropfen mit dem 0.05 Fasermaler auftragen.


Zum Schluss noch ein Bild, dass die unterschiede der Tarnmuster zeigt. Oben Sumpfmuster 44 unten Sumpfmuster 43.


Als nächstes: Palmenblattmuster

MFG Thorsten
Wir die Wissenden, geführt von den Unwissenden, haben schon so viel mit so wenig erreicht, dass wir prädestiniert sind alles mit nichts zu erschaffen.

26

Sonntag, 8. Februar 2009, 13:51

Palmenblattuniform:

Sommerseite:

Die Basisfarbe der Sommerseite ist wie bei vielen anderen Tarnuniformen auch 825 Camuflage Violett Brown, auf das nun „Streifen“ und Tupfen aus 833 Hellgrüne Tarnung gemalt werden. Diese Streifen und Flecken bekommen jetzt eine Umrandung aus 979 Dark Green. Diese sollten im Orginal einen Kontrast zu den hellen Grün bilden und ähnlich wie bei der Hinterhaltstarnung der späten Deutschen Panzer Licht und Schatten simulieren. Abschliessend werden auch hier die Nähte mit verdünntem 822 Camuflage Black-Brown nachgemalt.


Als nächstes Winteranorak wendbar Weiß/Mausgrau

MFG Thorsten
Wir die Wissenden, geführt von den Unwissenden, haben schon so viel mit so wenig erreicht, dass wir prädestiniert sind alles mit nichts zu erschaffen.

27

Sonntag, 8. Februar 2009, 13:54

Wendbarer Winteranorak Weiß/Mausgrau

Mausgrau:

Nach der Basisfarbe Basis 992 Neutral Grey werden die schatten mit 869 Basalt Grey gemalt. Als Lichter verwende ich 25% 990 Light Grey und 75% 992 Neutral Grey. Auch hier ist die hellere Farbe erstaunlich dominant.


Als nächstes: Ja wie jetzt?? Hab keine Figuren mehr Wääääää!!! ;(

Ich muss mich jetzt erst mal meinen anderen Projekten widmen. Daher werde ich von Zeit zu Zeit nal ein Update machen und gegebenenfalls Bilder austauschen (Ja die Gesichter sind die nächsten Tage noch an der reihe).

Falls es Fragen, Anregungen oder Kritik gibt, nur raus damit. Ich bin für jedes Feedback dankbar!!!!

MFG Thorsten
Wir die Wissenden, geführt von den Unwissenden, haben schon so viel mit so wenig erreicht, dass wir prädestiniert sind alles mit nichts zu erschaffen.

28

Sonntag, 8. Februar 2009, 18:37

Hallo Thorsten,

ich dachte an PDF wegen downloaden.
Dann hätte man den ganzen Guide gebündelt auf dem Speicher.
Aber ich freue mich sehr, dass du so etwas geniales überhaupt hier schreibst, ist ja auch ne Menge Arbeit!

Auf die Gesichter freue ich mich sehr.
Ich finde das ist so mit das schwierigste bei einer guten Figur.
Gruß
Daniel

29

Sonntag, 8. Februar 2009, 20:59

hey dragonfan
ich find deinen leitfaden super aber das sagte ich ja bereits
du könntest vllt. mal ausprobieren ,wenn du neue figuren hast, wie es aussieht wenn man lichter etc. für die tarnfarben setzt
ich fänds cool wenn du das dann auch posten würdest auf jeden fall finde ich es super das du dich dem thema WW2 figuren gewidmet hast weil es im internet wenige so einfache aber effiziente anleitungen gibt also:
:respekt: :dafür:
edit: was ist ein fasermaler? und wo bekommt man sowas?

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »mörtelörtel« (9. Februar 2009, 18:37)


30

Montag, 2. März 2009, 19:35

hey dragonfan
ich möchte dich ja nicht :hey: nerven aber gehts noch weiter?
wär schade wenn jetzt ende ist.... :( :( :( :(
mfg. mörtelörtel

Werbung