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Realname: Peter

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31

Samstag, 3. November 2018, 20:21

Hallo William,

danke für dieses Video,

vor allem erkennt man darauf ganz "genau", wie die Decksplanken befestigt wurden.

Gruß Peter

32

Samstag, 3. November 2018, 21:01

Anbei das Obere deck der Victory

Danke für den link!
Ich habe mir das Deck der Victory auch nochmal auf diversen Bildern angesehen. Der Farbton geht Richtung grau im trockenen, im nassen Zustand kommen dann eher wärmere Farbtöne dazu. Die Nagelung ist im Original nur sehr schwer ersichtlich. Ich werde mir erstmal graue Beize besorgen und einen Versuch auf Ahorn machen. Die Nagelung so unscheinbar darzustellen wird eine Herausforderung. Da denke ich nun eher in Richtung Prägung mit stumpfen Kanülen oder die gebohrten Löcher mit Leim zu füllen und zu verschleifen. Das werden dann die neuen Versuche zeigen.
Bis dahin,
(hoffentlich kein) Spant- und Kielbruch
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Realname: Steffen

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33

Sonntag, 4. November 2018, 08:08

Hallo Stefan
Deine 2. ahornvariante sieht im vergleich zur ersten besser aus ,wirkt irgendwie nicht so wie niegelnagelneu passt gut.
Was willst du denn für beize benutzen ?
Gruß Steffen
DAS KANNSTE

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KACKE

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Fertig (fast) Halifax /Constructo

34

Sonntag, 4. November 2018, 09:47

Was willst du denn für beize benutzen ?

Hallo Steffen,
ich werde es beim nächsten Versuch mit grauer Beize von Bondex versuchen. Der helle Ahorn und das leichte Grau könnten überschliffen einen gute Wirkung erzeugen.

Grüße, Stefan
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35

Sonntag, 4. November 2018, 19:57

Ich hab da mal eine Frage.... ?( ?( ?(

Nach Durchsicht von diversem Bildmaterial ist mir aufgefallen, dass die Plankenbreite (Decksplanken) von Deck zu Deck variiert. So sind die Planken am Hauptdeck sehr breit. Am Poop-Deck hingegen sehr schmal. Ich konnte dazu in "Historische Schiffsmodelle - Das Handbuch für Modellbauer" (MONDEFELD) nichts verwertbares finden (oder habs übersehen-"gatschaugad" wie man bei uns in Österreich sagt).
Oder bin ich da am Holzweg...?
Aufgefallen ist mir das beim Video vom Poop-Deck der Victory. Das würde ich schon auch gerne so darstellen.

G, Stefan
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36

Sonntag, 4. November 2018, 22:18

Die vic wurde x mal repariert. Nur die unteren Decks sind zum Teil noch original.

Aber die oberen Decks waren oft filigraner und ordentlicher beplankt. Klare Regelen gab es aber nicht.

37

Montag, 5. November 2018, 12:31

Aber die oberen Decks waren oft filigraner und ordentlicher beplankt. Klare Regelen gab es aber nicht.

Ja, das denke ich auch. Ich werde mir da was einfallen lassen. Ich habe mir den Baubericht Deiner Greyhound durchgelesen und bin ziemlich begeistert... Welches Holz hast Du für die Zweitbeplankung verwendet? Ich möchte eventuell nun doch in Richtung Blankholzmodell wie Dein Modell gehen und somit vieles abändern. Dafür benötige ich aber das richtige Holzmaterial...

Grüße, S
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38

Dienstag, 6. November 2018, 20:56

Birnenfurnier

https://modellbau-holz.jimdo.com/startse…ttchen-bretter/

geschnitten mit dem hier

https://www.faltkarten.com/de/zubehoer-2…BCABEgIX1fD_BwE

Ich kann dir aber raten, gehe diesen weg lieber nicht. Das ist nur der Anfang und zum Schluss baust du ein Model was mit dem Baukasten nichts mehr zu tun hat sondern ein Model bei dem du versuchst historisch korrekt zu arbeiten. Dabei finde ich die Agamemnon ebenso schwierig wie meine Blandford. Weil es nur schwer etwas dokumentiert zu finden gibt. Zum schluss ist es tagelange Recherche und wenige Minuten bauen.


Wenn du dir unsicher bist, bleib knallhart beim Baukasten! Wobei das bei deinem Fertigigungstalent eigentlich schade ist! Deine Brig zeigt das du die handwerklichen Dinge drauf hast. Wäre mega wenn du ein historisches Model baust. Was sicher deutlich länger dauern wird, aber irgendwo etwas ganz anders ist.

39

Dienstag, 6. November 2018, 22:32

Ich kann dir aber raten, gehe diesen weg lieber nicht

Erstmal Danke für die links!!!!

Wegen meines weiteren Vorgehens... ich denke nun schon an Holz besorgen, Steven abreißen und Kiel weg. Dann alles in Maserung selber herstellen. Erinnert Dich das an was? Ja wo fängt man an, wo hört man auf... ich habe keine Ahnung. Aber mir fallen beim Bausatz bis jetzt schon so viele Fehler auf und macnhe Teile liefern einfach nicht die Qualität, die ich mir erwartet habe. Das fängt bei den Blöcken an und hört bei der Rumpfform auf...
Beim nächsten Mal scratch ich gleich von Anfang an. Gottseidank habe ich den Baukasten zu einem Spottpreis (!!!) erworben...
Ein wenig Vorarbeit, bevor ich mich final entscheide in welche Richtung es geht, steht aber noch an...
vgS
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40

Mittwoch, 7. November 2018, 08:34

Ich habe mir ein paar Baubericht, darunter einer von Hatmut in einem englisch-sprachigen Forum, durchgelesen. Auch habe ich mir viele Bilder von Modellen der Agamemnon angesehen. Dabei habe ich Folgendes beobachtet:
Im Berich des Buges scheint mir die Ausformung oft nicht gelungen zu sein. Auch beim Referenzmodell auf der Abbildung des Baukastens ist das schon ersichtlich. Genauer gesagt geht es 1. um die Ausformung des Buges im Bereich des Unterwasserschiffes und 2. um den geknickt-wirkenden Bereich beim Schanzkleid. Diesen scheinbaren Fehler habe ich bei allen Modellen von CC beobachtet. Andere Modelle - gescratched bzw. Schwesterschiffe der Agamemnon - zeigen hier einen harmonischeren Bugverlauf bzw. ein runderes Schanzkleid.




Ich habe zur Überprüfung einmal ein paar Leisten der Erstbeplankung auf mein Modell gepinnt. Zwar habe ich die Spanten noch nicht gestrakt, aber das Ergebnis wäre damit nicht anders. Anbei ein paar Fotos in denen ich den kritishcen Bereich markiert habe:





Spant 4, Bereich der untersten Leiste, im untersten Bild NICHT angepinnt. Für eine harmonische Linienführung fehle am Spant 4 mindestens 3 mm in der Ausformung...Ich werde versuchen noch ein paar Bilder zu zeigen, an denen man NACH der Bekupferung sieht, wie unnatürlich und eckig der Bug wirkt.
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41

Sonntag, 11. November 2018, 19:11

Guten Abend,


ich habe einen neuen Versuch für die Decksbeplankung unternommen. Voraus muss ich aber schicken, dass ich die Deckplanken so nicht umsetzen werden.


Vielleicht fragt sich wer warum? ..... Ich werd den Bausatz zum Wertstoffhof tragen.
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Realname: Peter

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42

Sonntag, 11. November 2018, 19:47

Nabend Stefan,

ich kann dich beruhigen, das mit dem Schiffsfriedhof (Wertstofftonne) habe ich drei Mal bei dem gleichen Modell geschafft.
Der Grund dafür waren missratene Schanzkleidstützen.

Gruß Peter

43

Sonntag, 11. November 2018, 22:11

.......do not trust a kit.....

immer und immer wieder, sehr schade.
trinkt aus Piraten joho

Gruß Matthias



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44

Montag, 12. November 2018, 07:37

Naja ganz in die Tonne kommt der Bausatz nicht. Ich werde das Spantengerüst für den weiteren Aufbau verwenden. Aber ab jetzt in Eigenregie ohne den Kitteilen und mit anderen Hölzern etc. Ich werde ein Blankholzmodell bauen mit allem PiPaPo. :tanz:
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45

Montag, 12. November 2018, 07:38

Das soll heißen, du brichst den Bau ab?
Es ist ein Jammer. Aber ein nicht unbekannter. Auch mir nicht.
Ich glaube, der Kern des Problems liegt weniger in den (zur Genüge vorhandenen) Fehlern der Bausätze und mehr in der Schwierigkeit zu entscheiden, was man verbessern/verändern und was man unbefragt übernehmen will. Dieses Problem lauert bei jedem neuen Bauschritt, und schon nach kurzer Zeit kann es passieren, dass das eigene Modell einem als eine Mischung aus verschiedenen nicht zusammenhängenden Entscheidungen erscheint. Hier habe ich etwas so weit verbessert, dass mich alle Pläne und Experten bestätigen. Dort habe ich nicht einmal skeptisch hingesehen. Diese Zerrissenheit der Modellstruktur überträgt sich auf den Bastler, und da der zumindest physisch stärker ist, zieht das Modell oft genug den kürzeren und endet in der Wertstofftonne.
Ich glaube, ich habe noch kein Modell gebaut, bei dem ich nicht mehr oder weniger in diese Falle gelaufen bin. Und es ist auch schwer, aus Schaden klug zu werden, denn jedes Modell ist anders. Immer werden sich der eigene Anspruch und die jeweiligen Realisation beißen wie freche Hunde. Und man kann, wie gesehen, dem Problem nicht einmal aus dem Weg gehen, wenn man sich für einen der avancierteren und teureren Bausätze entscheidet. Meine persönliche Konsequenz war die Rückkehr zu den kleinen Plastikmodellen. Nicht zuletzt, weil das Aufgeben eines solchen Projektes nicht besonders spektakulär und fürs Portmonee erträglich ist.
Dir würde ich heute raten, den Besuch beim Wertstoffhof noch ein bisschen aufzuschieben. Oft genug heilt die Zeit tatsächlich Wunden.
Schmidt
Restaurierung eines Werftmodells aus dem Jahre 1912 jetzt als Webseite: http://kaiserfranzjoseph.de/
Über das Bemalen mit Humbrol- und Ölfarben: http://www.wettringer-modellbauforum.de/…9193#post739193

46

Montag, 12. November 2018, 12:51

Den Bauabbruch kann ich nicht nachvollziehen.
ein Bausatz ist von Menschen gemacht ... Irren ist menschlich ... die absolute Perfektion ist eine nicht existierende Illusion.

War denn das Originalschiff so perfekt ? Na ganz sicher nicht !
Zu fast allen historischen Schiffen finden wir dokumentierte Berichte von mehr oder weniger vielen, zum Teil sogar recht radikalen Umbauten während des Schiffslebens ... ganz einfach auch weil diese originalen Schiffe alles andere als perfekt waren ... viele verbesserungswürdige Punkte hatten.

Kein einziges historisches Schiff ist in den Seiten spiegelgleich ... nirgendwo finden sich exakt identische Hölzer ... bei einem reinen Naturmaterial, wo kein Stück dem anderen gleicht, ist schon der Ansatz dazu zum Scheitern verurteilt.
Ein perfektes Oberflächenfinish gibt es nur in der Vitrine mancher Modellbauer ... in der Wirklichkeit nie.
Schau Originale wie die Vasa und andere Museumsschiffe an ... da sind Geländer und Rumpfteile zum Teil ganze Meter unterschiedlich ...
Aber im Modell muß es perfekt sein ? kein Aufruf zum Schludern ... aber im realistischen Rahmen zu bleiben

Das Holz zur Beplankung ... kann nicht jedem gefallen ... irgendwann muß in der Produktion eben die Entscheidung für ein bestimmtes Material gefällt werden ... sonst wird der Bausatz nie in den Verkauf kommen.

Wenn du schon im Vergleich mit anderen Bauberichten und der Straklatte rausgefunden hast, an welcher Stelle sich ein Problem in der Linienführung des Rumpfes findet, dann ist das doch ein Vorteil ... kein Grund zur Frustration.
Bei manchen Kits gehen Spanten zu weit raus ... muß man im Abgleich mit der Straklatte abfeilen ... bei anderen muß man halt auffüttern ... ist doch kein Beinbruch.

Leim doch einfach auf die entsprechenden Spanten oben drauf entsprechend gebogene Hölzer ... zum Beispiel nicht verwendete Planken könnten passen.
Die bekommst du mit einem elektrischen Plankenbieger spielend leicht in die erforderliche Form gebogen.

Gerne auf ein wenig Übermaß ... dann schleif den Bereich auf das erforderliche Maß gemäß Straklatte runter ... so wie du das auch bei allen anderen Spanten auch machst .
MIt einer einfachen Pappschablne überträgst du das auf die andere Seite ... sofern das überhaupt notwendig ist ... ebenfalls Kontrolle per Straklatte ... und schon ist der unschöne Knick raus ... ist vermutlich weniger Zeitaufwand als die gezeigten Beplankungsmuster.

Den Rest des Kits würde ich beim Weiterbau nicht entsorgen ... alles was brauchbar ist weiterverwenden und nur nach Erfordernis nach eigenem Geschmack ergänzen.
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

"When all else fails ... Read the instructions" ( LINDBERG 1965 )

Youth, talent, hard work, and enthusiasm are no match for old age and treachery !
( In memoriam Prof. John A. Tilley, † 20.07.2017 )

47

Montag, 12. November 2018, 13:53

@ Showrodder: Schön geschrieben, ich schließe mich da an und denke auch, dass die Probleme recht leicht zu beheben sind.
Nicht den Mut verlieren, schließlich wächst man bekanntlich mit seinen Aufgaben.
Schönen Gruß, Steffen

Im Bau: Le Glorieux 1:150 von Heller
Fertig: HMS Beagle 1:96, Gorch Fock 1:253, HMS Victory 1:225, Cutty Sark 1:350
Nach dem Modell ist vor dem Modell: USS Constitution 1:96 von Revell, in Warteposition.


48

Montag, 12. November 2018, 15:17

Bei allem "Für" und "Wieder"; sicher kann man aus dem Kasteninhalt was machen und das vorab geschriebene ist schon richtig aber eben zum Teil sehr schade und ein Armutszeugnis für den Hersteller.

Man darf nur Eines nicht vergessen, die 1000 Euro nehmen "sie" dann aber doch gleich und gerne. Die ein oder andere Ersatzlieferung ist eigepreist. Das steht aber leider in keinem gesunden Verhältnis.

Konsequenterweise sollte der Kasten zurückgegeben werden. Nur so klingelt es mal beim Anbieter. Leider passiert das aber bei diesen Produkten nicht.

Ich sehe aber auch das Positive:....so kommt man langsam aber sicher zum Bau nach Plan :D was übrigens großen Spaß macht und der einzig Schuldige ist der Typ im Spiegel.
trinkt aus Piraten joho

Gruß Matthias



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49

Montag, 12. November 2018, 16:34

Hallo Stefan
Schade das du mit dem Bausatz gebrochen hast,aber wenn du nun Scratchen willst ist ja auch nicht Übel .Das macht es für mich eigentlich noch interessanter ,viel Erfolg dabei
Gruß Steffen
:dafür:
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50

Montag, 12. November 2018, 18:33

Danke für Eure sehr hilfreichen Antworten!!!!!!! :ok: :ok: :ok: :ok:

Ich möchte aber kurz Folgendes klarstellen: Das Schiff werde ich auf jeden Fall bauen! Nur die Teile des Bausatzes verschwinden zum größten Teil im "Langzeitlager". Ich werde auch das Spantengerüst so beibehalten und verbessern... siehe mein Eintrag zur Linienführung. Ich werde danach alles selber herstellen. Das wird dann also noch ein viel längerer Baubericht. Ich werde die Agamemnon als Blankholzmodell weiterbauen. Kiel, Steven etc. werden abgerissen und neu aufgebaut.
Aber vorab nochmal danke v.a. auch an showrodder und Schmidt für die klaren und logischen Worte!!! Thanx, Ihr seid mega... :ok:

Bis demnächst wenn es heißt: "gut gebuttet ist halb gewonnen..."
LG S
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51

Dienstag, 13. November 2018, 08:46

Ja, sehr sehr schöne Statesments von Schmidt und Showrodder.
Und auch eine gute Entscheidung von Dir, Brahms.
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

52

Dienstag, 13. November 2018, 13:44

Zitat

Bis demnächst wenn es heißt: "gut gebuttet ist halb gewonnen..."

Oh, prima!! Da (...und auch sonst noch :pfeif: ...) kann (...muss :pfeif: ...) ich noch vieeeel lernen! ich bin dabei und freu mich drauf. :thumbsup: 8o

Schöne Grüße
Chris :ahoi:
"Go and tell Lord Grenville that the tide is on the turn. It's time to haul the anchor up and leave the land astern. We'll be gone before the dawn returns. Like voices on the wind..." (A. S.)

"Mayflower"

"La Santissima Madre"



53

Mittwoch, 14. November 2018, 11:14

Hallo werte Kollegen,
nachdem ich die Herangehensweise an das Projekt nun maßageblich geändert habe, steht das Thema Recherche an oberster Stelle. Eine äußerst interessante Entdeckung war eine website (prdobson.com). Hier hat ein gewisser Herr Dobson eine Vielzahl an Modellen als "digitale Bauprojekte" am PC gezeichnet (ich schätze mit einem guten CAD-Programm). Ich habe auf Mr. Dobsons homepage auch den Baubericht der Agamemnon gefunden. Und siehe da, die Abweichungen meines Bausatzes (Jotika/CC) zu den Originalplänen (RMG) sind in diesen CAD-Zeichnung 1:1 übernommen. Entweder der Herr Dobson hat für Jotika die Pläne erstellt oder umgekehrt, Herr Dobson hat sich das Modell von Jotika zum Vorbild genommen. Auf jeden Fall sind der Bausatz von Jotika und CAD-Zeichnungen von Herrn Dobson 1:1 mit den gleichen Fehlern beladen. Eine wichtige Erkenntnis, nachdem sich anscheinend viele Modellbauer an den CAD-Zeichnungen von Herrn Dobson orientieren.
Für mich bedeutet das, dass ich von vorne herein schon einmal viele Modelle/Zeichnungen/Pläne ausschließen kann.
Ich habe vom "Royal Museum Greenwich" die Originalpläne der Agamemnon
ausgehoben. Anhand der Pläne lässt sich gut erkennen, wie weit der Bausatz von Jotika und die CAD-Zeichnungen in vielen Details daneben liegen. Inklusive dem gekrümmten Schanzkleid und unrealistischer Linienführung im Unterwasserschiff. Aber nicht nur das. Auch das Schanzkleid im Bereich des Achterdecks und Hauptdecks ist völlig vereinfacht dargestellt und teilweise viel zu hoch gezogen.
Ich habe nun auch das Buch "HMS Agamemnon at war" erhalten. Auch hier werden ein paar Planunterlagen angeführt, welche mit den Originalplänen übereinstimmen und nichts mit dem Bausatz/den CAD-Zeichnungen zu tun haben.
Alles wichtige Erkenntnisse...
Viele Grüße, S
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54

Mittwoch, 14. November 2018, 11:30

Höchst interessant! Das würde ein Licht auf die Herstellung von Bausätzen, selbst im gehobenen Preissegment, werfen.
Frage: Hast du auf Fotos von aus dem Bausatz gebauten Modellen auch dieses Problem am Rumpf erkennen können?
Schmidt
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55

Mittwoch, 14. November 2018, 12:36

Mal eine wher allgemeinere Frage, da es vom Thema her gerade passt: Trifft das eigentlich auf alle Hersteller von Baukästen zu, dass es sich dabei mehr oder weniger um Fantasieprodukte" handelt oder gibt es auch welche, die versuchen, möglichst mit ihren Baukästen das historische Originalschiff anzubieten?

56

Mittwoch, 14. November 2018, 13:45

Ich hab doch gesagt, bauen kannst du. Also jetzt suchen suchen suchen

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57

Mittwoch, 14. November 2018, 15:48

Hallo Stefan
Da hast du ja Wirklich gut Glück das die Agamemnon so gut Dokumentiert ist,das hät ich mir bei der Galley auch gewünscht .
Hatte leider nur ein Paar alte Gemälde und andere Modelle zur Verfügung.Oder ich hab an der falschen Stellen gesucht ,was sehr gut Möglich ist .
Wünsch dir viel Erfolg bei deiner Recherche
Gruß Steffen
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58

Mittwoch, 14. November 2018, 19:15

Hast du auf Fotos von aus dem Bausatz gebauten Modellen auch dieses Problem am Rumpf erkennen können?


Ja das habe ich bei den meisten Fotos von Modellen des Bausatzes erkannt. Manche Modellbauer dürften aber die defizitären Bereich etwas nachgebessert haben. Es scheint eindeutig, dass entweder Herr Dobson von Jotika das Modell quasi "digitalisiert" hat oder eben Jotika hat die CAD-Pläne übernommen.
Hier sieht man auf der CAD Zeichnung was ich genau meine:

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59

Mittwoch, 14. November 2018, 19:22

Henne und Ei

Du solltest auch mit den Originalplänen vorsichtig sein.
Ich habe nicht gefunden ob und wieviel an der Agamemnon im Laufe ihrer Schiffsgeschichte um-, an- und weitergebaut wurde und wie oft sie an neue Technologien angepaßt wurde.
Auch welche historischen Planunterlagen es dafür noch gibt ... manche sind verschwunden, vernichtet ... seit 1781 hatten wir schon so einige Kriege ... manchmal kann man das nur anhand unterschiedlicher Darstellungen auf zeitgenössischen Gemälden vermuten.
Und dann gibts auch noch die historischen Pläne , die zwar ein Umbau- oder Renovierungsprojekt darstellten ... die aber dann nur teilweise oder gar nicht durchgeführt wurden ... oft weil ganz einfach das Geld fehlte.

Früher ist man bei Renovierungen nicht den historisierenden Irrungen der Denkmalämter unserer Zeit erlegen, daß nur der Urzustand etwas wert ist .... sondern entwickelte Nutzgegenstände wie Schiffe ständig weiter um sie technologisch auf dem modernsten Stand zu halten ... davon war das Überleben der Besatzung im Konfliktfall abhängig.

Fakt ist, daß die Agamemnon an einer Vielzahl Seeschlachten teilnahm und deshalb fast ständig reparatur- und instandsetzungsbedürftig war.
Wenn sie von Oktober 1783 bis Juni 1884 für Reparatur- und Umbauarbeiten im Dock war, dann war das sicher nicht nur ein Austausch identischer Teile um den vorherigen Zustand wiederherzustellen ... das war immerhin fast ein Dreivierteljahr.

Anschließend war sie bis 1793, fast ein Jahrzehnt, außer Dienst gestellt. Im besten Fall gut eingemottet. Sämtliche Ausrüstungsgegenstände im Marinedepot eingelagert, abgetakelt .

Schau mal heutige Museumsschiffe an wenn die ein Jahrzehnt lang Wind und Wetter ausgesetzt sind ... da ist so viel verfaultes Zeug, daß erst nochmal renoviert werden muß. Vieles spricht für eine Neuausstattung ... sonst wäre Horatio wohl kaum zufrieden gewesen.

( Vergleiche mal mit der HMS VIctory und wie viele Umbauten diese im Laufe der Zeit hinter sich hatte ... das war zum Teil wirklich extrem wie sehr sich das Schiff verändert hat. Jedes der vielen Victory-Modelle versucht halt irgendeinen historischen Stand wiederzugeben ... kann aber niemals allen gerecht werden ... alle waren sie zu einem bestimmten Zeitpunkt echt und Wirklichkeit. Deswegen sind im Umkehrschluß auch nicht alle Victory-Modelle grundsätzlich falsch.
Oder auch die langen Diskussionen um die verschiedenen Zustände der Constitution ... fast jedes Mal nachdem irgendwas kaputt geschossen worden war gabs diverse Veränderungen und immer mal wieder andere frische Farbe )

Welchen historischen Stand welchen Jahres stellen die Agamemnon-Pläne des NMM denn dar ?
Und welchen Stand welchen Jahres stellt das CC-Modell dar ?
Nur wenn beide Daten 1 zu 1 übereinstimmen kann man wirklich im Abgleich von Fehlern sprechen.

Das Caldercraft-Modell kann nur den Stand der Pläne darstellen, der der Öffentlichkeit in den 90ern über Museen zugänglich war.
So einfach wie heute im Internet verschiedenste Pläne und historische Unterlagen durchzuschauen war in den 1990er Jahren fast unmöglich, da damals nur ein kleiner Teil der heutigen Datenmenge in digitaler Form zugänglich war.
Die Firmen mußten mit dem zurechtkommen was es eben gab ... das war zum Teil eine sehr zeitintensive Recherche in verschiedenen Museen und Archiven ... vor Ort versteht sich. .... heute haben wir wesentlich mehr Möglichkeiten vor dem heimischen Monitor.
In den Museen ist auch heute noch nur ein kleiner Teil der Exponate für das Publikum ausgestellt .. der große Teil muß aufwendig tief aus den Archiven geholt werden.

Von Phantasiebausätzen würde ich deshalb bei gut dokumentierten Schiffen nicht unbedingt sprechen ... kommt immer auf die Datenlage zum Zeitpunkt der Bausatzherstellung an ... und die vielen Umbauzustände an ... Wem standen welche historischen Daten zur Verfügung ?

Selbst frühe Vasamodelle bis in die 60er sind ohne all die neuen Infos seit der Bergung eben veraltet ... woher aber sollte man das davor auch wissen ?
Und ältere Dinger wie die Santa Maria ...hmmmm ... da ist zwangsläufig ein ganzes Stück Spekulation dabei .

Laut "Scalemates" wurde der Caldercraft Agamemnon-Kit in den 1990er Jahren auf den Markt gebracht. Eine andere Quelle liegt mir bisher nicht vor.
Wenn dem tatsächlich so sein sollte, dann ist die Planvorlage zwingend lange vor dem Dobson Plan erstellt worden.
Die zeitliche Abfolge dürfte somit klar sein und wer welchen Fehler von wem abgeschaut hat.

Dobsons Agamemnon-Plan bzw 3D-Art ist mit dem Jahr 2004 gekennzeichnet. Das ist aufgrund dieser Art der 3D-Konstruktion auch nachvollziehbar .. noch in den 90ern hätte man diese Darstellung nur mit Mühen machen können und hätte für ein solch feines Rendering fast schon nen Großrechner gebraucht.
Ich gehe also davon aus, daß Dobson die Jotika-Pläne als Vorlage hatte und nach diesen den CAD-Plan erstellt hat ... deswegen auch die Fehlerübernahme.

Ich kenne einige Projekte aus der Industrie wo von Hand erstellte Pläne über Großscanner erst mal digitalisiert wurden.
Diese als riesiges Bild vorliegenden Pläne wurden dann entweder von einer guten Scan Software in Linien umgewandelt oder wurden nach guter alter Väter Sitte per Hand Stück für Stück am Computer nachgezeichnet.

Da ist es ganz natürlich, daß Fehler eines Papierplanes mit großer Wahrscheinlichkeit auch in die 3D-CAD-Pläne mit übernommen worden sind.
Nach konstruktiven Fehlern hat er offensichtlich nicht wirklich geschaut.
Grüße aus dem "Wilden Süd-Westen"
Markus

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60

Mittwoch, 14. November 2018, 19:44

Also, ich sehe weder Nagelung noch Maserung beim Maßstab 1:1.
Wie soll es denn im Maßstab 1:>1 aussehen?

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Agamemnon, Caldercraft

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