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Samstag, 3. November 2018, 18:52

Hallo Holger, schönes Maschinchen baust du da. Und viel Platz hast du offenbar auch. Ich muss zum Drechseln immer ins Verließ bzw. in den Keller gehen. Beste Grüße Klaus :ok:
Fertig: Französische Fregatte auf der Basis des Krick-Bausatzes President, Marketschooner Flying Fish von 1860

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Sonntag, 4. November 2018, 09:17

Drechselmaschine 1 Teil Bau der Grundplatte und der Bohrkopf

Guten Morgen liebe Mitleser,
vielen Dank klaus für deine Antwort. War ich doch zunächst einmal stutzig wegen der von Dir beschriebenen Größe meines Raumes. Rasch umgesehen, es hatte sich nichts verändert. Kleiner Raum.

Und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Natürlich.

Hatte ich doch als junger Mann mal von einem Tischler richtig einen auf den Sack bekommen. Auf einer Zeichnung hatte ich doch ein Maß von 400 länge geschrieben. Am nächsten Tag, als ich das Werkstück abholen wollte, hat er mich doch allen ernstes gefragt, wie er das Ding durch die Tür kriegen sollte.
Ich blöd geguckt. Er schon am Lachen. Und was er mir beibringen wollte war. : " Schreibe immer die Maßeinheit zu deinen Zeichnungen. Wir Tischler arbeiten im Zentimeterbereich, manchmal sogar in Dezimetern.. Und ihr Wirrköpfe von den Turbinen im Millimeterbereich, meistens sogar im Hunderstel Millimeterbereich. "
Ups, mein Fehler. Also, alle Angaben zu der Maschine sind in Millimetern.
Nachher gehts weiter mit Teil 1
Lieben Gruß aus Bremen
bei 4 Grad und Bodenfrost

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Sonntag, 4. November 2018, 10:23

Hallo liebe Mitleser,
jetzt soll es langsam losgehen.
Zunächst brauchte ich für die Konstruktion meines Bearbeitungswerkes eine Grundplatte. Also ab zum Baumarkt.
Habe mich für eine sauberes, nicht verbogenes und an den Seitenkanten gerades Regalbrett mit den Maßen 800x200x16 aus billiger Fichte entschieden. Kosten 2 Eur.
Um später eine symetrische Achse sowohl in horizontaler wie auch in vertikaler Richtung vom Bohrkopf zur Pinole,oder auch Morsekegel genannt, herzustellen, mußte ich diese kürzen und umbauen.
Also auf meine 600 mm Grundlänge gekürzt.

Danach habe ich die abgesägten 200 mm an die linke Seite, mit vier Zapfen versehen und verleimt wieder angesetzt und in diesem Bereich eine Verbreiterung meines Brettes geschaffen.Notwendig ist dies wegen der besseren Stabilität der angesetzten Verbreiterung sowie zur Austellung des Antriebes.


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Sonntag, 4. November 2018, 10:28

Ich würde Dir raten das angedübelte Holz mit einer Unterkonstruktion zu stützen, sonst prophezeie ich Dir früher oder später Instabilität.
Schönen Gruß, Steffen

Im Bau: Le Glorieux 1:150 von Heller
Fertig: HMS Beagle 1:96, Gorch Fock 1:253, HMS Victory 1:225, Cutty Sark 1:350
Nach dem Modell ist vor dem Modell: USS Constitution 1:96 von Revell, in Warteposition.


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Sonntag, 4. November 2018, 11:20

Hallo liebe Mitleser, hei Steffen,
und ja, das war auch mein Gedanke und ich will ihn im weiteren Verlauf mit einfließen lassen. Aber schon der der erste gute Tip. Dankeschön! :ok:
Also, was wollte ich?
Auf der einen Seite sollte die ursprüngliche Konstruktion der Wolfcraft Drechseleinrichtung erhalten bleiben. Um größere Werkstücke zu bearbeiten, die mit einer hohen Span und Materialabfuhr verbunden sind.
Das geht bei mir aber nur draußen und dann natürlich nur wieder mit einer Bohrmaschine.
Also darf die Grundkonstruktion von Wolfcraft nicht wesentlich verändert werden.
Auf der anderen Seite will ich diese Konstruktion in den Modellbau implementieren, um so kleinste Werkstücke zu produzieren.
Diese, eigentlich gar nicht so schlechte Einrichtung hat auch einiges positives.
Man kann eine variable Spitzenweite schaffen. Diese sollte bei mir für den Modellbaubereich max. 300 mm betragen. Weil z.B die konisch zulaufenden Masten in 1:50 meist nicht länger sind.
Durch eine klare Kantenstruktur und der Art Schraubzwingen, die sich weit öffnen lassen, ist bei anlage an die Tisch oder werkbankplatte, immer eine Vertikale sowie Horizontale symmetrische Achse gegeben
Diese will ich mir zunutze machen, ohne die Grundkonstruktion zu modifizieren.
Erst mal ein paar Bilder zum weiteren Verständnis.
Lieben Gruß, und geht gleich weiter

Holger




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Sonntag, 4. November 2018, 11:46

So, und weiter gehts,
auf den nächsten Bilder seht ihr dann den nächsten Step.
Das anlegen meiner Grundkonstruktion an meinen Werktisch und das schaffen einer symmetrischen Achse in horitzontaler und vertikaler Richtung mit der vorgegebenen Spitzenhöhe und lage der Pinole.
Diese steht in dieser Stellung jetzt genau im rechten Winkel zu dem noch zu konstruierenden Antrieb.
Der kommt dann gleich.
Ein paar Bilder gefällig.

Vielen Dank fürs mitlesen. Ist auch für mich spannend.



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Sonntag, 4. November 2018, 16:56

Teil 3 Der Antrieb

Hallo liebe Mitleser,
und jetzt gehts weiter.
Das größte Problem ist immer und überall: Der Antrieb.
Welche Anforderungen sollte dieser erfüllen, und wie modifizieren. Er sollte:

- So leise sein wie irgend möglich.
- Die richtige Drehrichtung aufweisen.
- Eine regelbare Nenndrehzahl von 0-9000 U/min haben.
- Eine gute Leistungsabgabe aufweisen.Hier 120 W.
- Möglichst klein und kompakt sein.
- Ein Bohrfutter mit 2 - 10 mm Materialdurchmesser aufnehmen können.
- Gute Lagerung vorweisen.
Wie bereits beschrieben, fiel mir nach monatelangem Schauen bei Hamma Günstig dieser kleine Doppelschleifbock auf. Da ein Paket bereits geöffnet war, verglich ich mit einem guten Auge die Achsenhöhe der Antriebswelle mit der Wolfcraft Drechsel Pinole.
Und siehe da. Der sollte es sein. Er erfüllte alle meine Anforderungen und war günstig. Ca. 28 Eur.

Nochmal ein Bild.

Ich habe dann als nächstes beide Schleif und Polierscheiben incl. aller Abschirmungen entfernt, so das nur noch das Antriebsgehäuse mit den beiden, nach außen liegenden Wellenstümpfen übrigblieb.
Desweiteren wurde die Bodenplatte entfernt, weil diese den zukünftigen Anforderungen nicht gerecht wurde, Da diese auch die Lüftungsschlitze zur kühlung des Motors aufwies, mußte ich später dann am Gehäuse Ersatz schaffen.

Wieder ein paar Bilder


Und nun wurde es spannend. Bevor ich nun weitermachte wollte ich zunächst einmal feststellen, ob die vertikale und horizontale der Achse Antriebswelle Antriebsmotor in Richtung Spitze des Morsekegels der Wolfcraft Einrichtung in etwa hinkam,
ohne das ich riesige Unterfütterungen schaffen mußte. Da die Welle des Antriebes bereits eine Zentrierung aufwies, ein leichtes Unterfangen. Und siehe da, ein gutes Auge in der Technik.

Der Höhenunterschied betrug etwa 1 mm.Schon mal Super. Kann ich leicht mit dünnem Speerholz aus dem Modellbau ausgleichen.



So das wars für Heute.
Muß wieder an meine Prinzessin der Meere.
Hoffe, es macht euch Spaß.Morgen dann das Bohrfutter und mehr.Und natürlich neue Geschichten und weiter im Baubericht der Prinzessin!
Lieben Gruß aus Bremen
Holger
»Old Vegesack« hat folgendes Bild angehängt:
  • comp_PB040022.jpg

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Sonntag, 4. November 2018, 19:31

Hallo Holger,

interessante Arbei machst Du da. Bin neugierig, wie das Ganze in fertig ausschaut.
Bin aber doch froh, dass wir ´ne Drehmaschine haben. Auch wenn der Motor (BBC) doch verdächtig nach Typ-7-Originalausstattung ausschaut :lol:

Beste Grüße,
Björn
Im Bau: Royal Louis; Fletcher-Klasse (Platinum Edition); Jeep Willys

Fertig: Lamborghini Countach (Abo); La Montanes; Astrolabe; Bounty; Lanz-Bulldog D8506 (Abo); Bismarck (Platinum Edition)

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