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181

Freitag, 11. Mai 2018, 19:58

Hallo und guten Abend alle miteinander :wink:
Heute gibt´s nur ein ganz kleines Update - bin diese Woche nicht zu allzu viel gekommen - meine Aufmerksamkeit liegt im Moment eher bei den Neu - und Mittelplatonikern der Spätantike - und leider nicht bei der Fertigung der Bremse - manchmal gibt´s halt doch andere Prioritäten - aber ich hoffe, dass ich nächste Woche wieder etwas mehr machen kann.
Anyway - nachdem ich mich einige Zeit davor gedrückt hatte - habe ich einige noch ausstehende Arbeiten erledigt - nämlich das Ferigen der beiden noch fehlenden Sicherungsbleche auf denen die Bremsbeläge aufgeklebt werden.
Wie gehabt wurde zunächst angerissen und die damit begonnen die Aussenkonturen auszufräsen:

Hier das Ergebnis:

Danach habe ich damit begonnen die Innenkonturen auszufräsen:

Was dann einige Zeit später so aussah:

Anschließend wurde das Blech auf eine Dicke von 0,7mm abgefräst, abgesehen von einem 1mm breiten steg entlang der innerne Kontur, die als Anschlag dient.
Geschickter Weise hab ich davon keine Bilder gemacht :bang:
Anschließend habe ich die Sicherungsbleche in die Bremsbacken eingesetzt - das ganze kurz mit Hilfe des Schraubstockes fixiert und mal ganz mutig 0,8mm Löcher durchgebohrt.
Als nächstes habe ich die Bremsklötze dann auf einem Styroporstück fixiert und für das Aufkleben der Beläge vorbereitet:

Auf dem oberen Bildrand ist der Spezialkleber zu sehen und ebenfalls zu erkennen ist, dass die Stecknadeln durch die Bohrungen geführt wurden.
Dann habe ich mit Hilfe eines Tupfers ordentlich Kleber auf die Rückseite der Beläge aufgebracht...

und mit den Stecknadeln provisorisch befestigt:

Hier seht ihr jetzt das Ergebnis: Die Fertig Montierten Bremsklötze (also Bremsbacken + Beläge+Sicherungsbleche) vorläufig ist alles nur miteinander verklebt, auch wenn die Bohrungen eigentlich dazu gedacht sind Schrauben zur Sicherung aufzunehmen - ob das allerdings wirklich nötig ist, wird sich zeigen - im Moment jedenfalls pappt das alles wie Hulle zusammen. :D

Ich habe für das letzte Bild mal versucht die Bremsklötze in alle mögliche Richtugnen zu drehen.
An sich würde ich mir die Schrauben gerne ersparen - alleine schon aus Gründen der Gewichtsersparnis - ob das allerdings so funktioniert wird die Zeit erweisen, wenn die Bauteile mal ein paar mal gehandhabt wurden und der Kleber vollends durchgetrocknet ist.
So viel von mir für heute - wie gesagt nicht wirklich viel zu sehen.
Wie immer sind Kommentare, Tipps, Nachfragen, Kritik usw gerne gesehen.
Wünsche euch eine schönes Wochenende.
GLG
Martin :wink:

182

Samstag, 26. Mai 2018, 20:20

Aloha - einen wunderschönen guten Abend euch allen. :wink:
Allzuviel ist in den letzten Tagen nicht passiert - da heute der BB aber sein zweijähriges hat, wollte ich dennoch ein kleines bisschen posten. :D
Deshalb:
um die Verteifung für die Kugellalger in den Radträgern ordentlich in der Drehmaschine fertigen zu können habe ich mir aus Holz eine Vorrichtung gebaut in die ich die Radträger einspannen kann.
Diese Vorrichtung ist unten entsprechend dem Führungsschlitten der Drehmaschine gefertigt und verfügt über eien Bohrung, die sich exakt in einer Linie mit der Spindel des Reitstockes befindet.
Dadurch kann ich diese Vorrichtung exakt an der Drehmaschine ausrichten und zudem dient diese Bohrung auch dazu die Radträger daran auszurichten. Fixiert wird das ganze dann über Schraubzwingen, sodaß ein Verschieben usw verhidnert wird und eine Regelung des Vorschubes über die Spindel am Reitstock exakt vorgenommen werden kann.
Aber nu genug der Worte :



hier die umgerüstete Drehmaschine:

und die Vorrichtung in der Drehmaschine:


und noch als kleines Nebenprojekt, welches am letzten Sonntag entstanden ist:
Die neue Sitzschale - dies wird noch mit GFK abgeformt und dann lackiert verbaut:


Und zur Probe mal provisorisch in das Cockpit eingesetzt:


so viel von mir für heute - wünsche euch einen schönen Abend und ein schönes Wochenende.
Wie immer-Kommteare, Tipps, Kritik usw ist herzlich willkommen.
LG Martin :wink:

183

Samstag, 26. Mai 2018, 21:51

Ich lasse Dich einfach mal machen.
Du weißt ja, dass ich bei Dir nur laienhaft zuschauen kann.
Spaß macht`s trotzdem. :thumbsup:


Du wirst mir schon zeigen, dass am Ende ein ganz toller Flitzer bei rauskommt.
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

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184

Sonntag, 27. Mai 2018, 10:59

bin auf das Ergebnis gespannt ^^

185

Sonntag, 24. Juni 2018, 16:35

Hallo Ihr Alle zusammen :wink:
nach einer etwas längeren Zeit der Forumsabstinez (zeitliche Gründe :( ) melde ich mich wieder zurück - und ich habe auch einiges zu berichten - untätig bin ich nämlich nicht gewesen. :)
Die Vorrichtung zum vertiefen der Bohrungen für die Kugellager hatte ich euch bereits im letzten Beitrag gezeigt - hier nun die Bohrungen mit eingesetztem Kugellager:

Anshcließend habe ich noch die Bohrungen für die Befestigungen der Abdeckblenden unter denen später die kleineren Kugellager auf der Radseite verschwinden gebohrt und M1 Gewinde hinein geschnitten:

Hier nochmal eine Detailaufnahme der Gewinde - wenn man gaaanz genau hinschaut sieht man den Ansatz des Gewindes in der oberen Bohrung:

Als nächstes wurden die Bohrungen auf die Blenden übertragen - leider ist das dazugehörige Bild ein wenig unscharf geraten ;( :

Auf dem nächsten Bild sind die Blenden mit den fertigen Bohrungen zu sehen:

Anschließend wurden die Bohrungen angefast, sodaß die Schrauben, die die Blenden am Radträger befestigen klomplett verschwinden und nicht überstehen:

Damit die großen Kugellager auch fixiert werden können, also ein Herausrutschen in Richtung des Fahrzeuges verhindert werden kann - wurden Die Radträger mit jeweils drei Bohrungen versehen:

Diese Bohrungen wurden dann bis auf eine Tiefe von 5mm bis auf 2,5mm aufgeweitet:

Diese Maßnahme wurde notwendig, um überhaupt ein Gewinde in die Bohrungen schneiden zu können, welches bis auf den Kern des Radträgers durch führt. In dem Fall diktierte das Werkzeug die Vorgehensweise - der M1 Gewindeschneider ist schlichtweg nicht lang genug, um ein Gewinde in beinahe 10mm starkes Material zu schneiden. Bei knapp 5mm ist da das Ende der Fahnenstange erreicht...
Als nächstes habe ich dann die entsprechenden Gewinde in die Radträger geschnitten. Auf dem nächsten Bild seht ihr die beiden Radträger - in den Rechten ist bereits eine der Schrauben eingedreht worden, die das Kugellager sichern:

Was ihr auf diesem Bild leider auch sehen könnt ist die Folge eines kapitalen Bohrerschadens - mit ist der 8mm Bohrer für das Gewinder der Blendenbefestigung beim Bohren schlicht abgebrochen und so doof im Material stecken geblieben, dass mir nur das Bohren eines neuen Loches übrig geblieben ist. :bang: Sieht zugegebenermaßen Schei... aus - aber deswegen den kompletten Radträger neu fertigen wollte ich auch nicht - dafür steckt im Moment zu viel Zeit drin - zumal die Funktion durch die zusätzliche Bohrung nicht beeinträchtigt wird.
Auf dem nächsten Bild sind beide Radträger und die Schraubenlöcher für die Fixierung der Kugellager zu sehen:

zu guter letzt wurden dann noch die Kugellager an sich präpariert. Nachdem ich mittels Farbe die genaue Position der Schrauben auf den Kugellagern angezeichnet hatte, wurde dann gaaanz leichte Senken in die Kugellager gefräst:

Der nächste Punkt auf der To-Do Liste war dann das Fertigstellen der Bremsbacken. Nachdem ich festgestellt habe, dass der Spezialkleber zwar super das Reibemittel mit den Bremsbacken verklebt - allerdings sich die Verklebung zwischen dem Stahl der Belagträger und den Bremsbacken mit der Zeit wieder löst, habe ich mich dazu entschieden die ganz Konstruktion doch miteinander zu verschrauben, so, wie ich es auch ursprünglich geplant hatte.
Also wurdn zunächst die Belagträger und die Backen mit Bohrungen ausgestattet:

Dann mit einem M1 Gewinde ausgestattet:

Und schließlich die Belagträger einbaufertig angefast, da ja die Befestigungsschrauben nicht überstehen dürfen:

Anschließend wurde alles zusammengebaut:

Und die Befestigungsschrauben bündig abgefräst:


Der nächste Goße Arbeitsschritt betraf dann die Radträger an sich. Diese wurden auf die Montage der Kugelköpfe (diese verbinden den Radträger mit der Radaufhängung) und der Spurgelenke (diese Verbinden die Spurstange mit dem Radträger) vorbereitet.
Zuerst wurde eine größere Fläche in den Radträger gefräst:

Auf diese Fläche wird später die Halterung des Spurgelenks und der obere Radträger montiert. Diese Fläche ist im Verhältnis zur Fahrzeug- Längsachse um 5° nach vorne geneigt, um so die Neigung der Lenkachse (also der gedachten Verbinung zwischen den Kugelköpfen oben und unten) auszugleichen. Diese Neigung nach hinten dient dem Rücklauf, also der kontruierten Nivellierung des Geradeauslaufes. Oder zu deutsch: Die Räder stellen sich durch die Neigung der Lenkachse leichter wieder gerade.
Diese Fläche habe ich deshalb geneigt in die Radträger gefräst, damit die Halterung der Spurgelenke wiederum parallel zur Fahrzeugachse verläuft.
Anschließend wurde auf der Unterseite des Radträgers eine etwas kleinere Fläche eingefräst - parallel zur oberen größeren Fläche:

In diese Fläche wurde dann eine 3mm breite und 5mm tiefe Nut eingefräst, die bis auf 0,5mm an die Seitenwand der Radträger heranreicht:

In dieser Nut werden Alublöcke laufen, auf denen die unteren Kugelköpfe aufmontiert sind - die Idee dahinter ist, dass so eine präzise Spurverstellung möglich ist.
Hier seht ihr bereits die zurecht gefrästen Blöcke:

Die Blöcke sind 3mm breit, 2,5mm hoch und haben eine Länge von 5mm - genug Platz also für die M2 Gewinde der Kugelköpfe.
Dazu aber an selber Stelle bald mehr.
Ich hoffe es hat euch gefallen - wie immer: Tipps, Kommentare, Kritik, Anmerkungen usw. sind herzlich willkommen.
Wünsche euch noch einen schönen Restsonntag.
LG Martin :wink:

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186

Sonntag, 24. Juni 2018, 22:17

Deine Bremsen sind wirklich eine "never ending Story"

;)

187

Montag, 25. Juni 2018, 20:50

Hallo Hans Jürgen - ja, irgendwie schon :whistling: - aber immerhin geht´s weiter - wenn auch in Zwergenschritten :lol:

188

Freitag, 29. Juni 2018, 17:34

Hallo euch allen :wink:
und wie angekündigt - geht´s in Zwergschritten weiter ;)
Nachem die kleineren Alublöcke ausgefräst worden waren, habe ich im nächsten Arbeitsschritt zwei Stahlplatten 10x10mm aus einem 2mm starken Blech ausgeschnitten:

Danach wurden die kleineren Alublöcke provisorisch auf den Stahlplatten mit Sekundenkleber fixiert (mittig) und der Mittelpunkt angekörnt:

Und - oh Überraschung :baeh: - danach habe ich die ganze Konstruktion mit einer 1,6mm Bohrung versehen.
Hier zuerst die Alublöcke:

... die Stahlplatten:

Danach wurden in die Stahlplatten jeweils zwei Nuten eingefräst mit Durchmesser 2mm, die sich beinahe über die ganze Länge des Bleches erstrecken.
Hier auf dem Bild ist ein Stahlblech inklusive aufgelegtem Alublock nach dem fräsen zu sehen:

Als nächstes habe ich in die Zentralbohrung ein M2 Gewinde geschnitten, in das die Kugelköpfe für die Radaufhängung geschraubt werden kann:
Rechts auf dem Bild ist eine solche zusammengeschraubte Kugelkopfhalterung zu sehen und links daneben seht ihr die Einzelteile dazu:

Nach diesen vorbereitenden Arbeiten habe ich mich dann an die Fertigung der entsprechenden Vorrichtungen an den Radträgern gewagt.
Zuerst habe ich im den Nuten auf den Stahlplatten entsprechenden Abständen zwei paralelle Bohrungen gesetzt:

Gewinde in die Bohrungen geschnitten:

Um dann dieses Ergebnis zu erzielen:

Auf dem letzten Bild sind bereits die Bohrungen an dem Stirnseiten der Radträger zu sehen. Diese Bohrungen befinden sich mittig der zentralen Nut im Radträger, in einem Abstand von knapp 1,5mm zum Rand des Radträgers. Diese Bohrungen wurden ebenfalls mit einem Gewinde ausgestattet (diesmal M!), um jeweils eine Schraube je Seite aufnehmen zu können. Die Idee dahinter ist, dass ich über diese beiden Schrauben den Kugelkopfhalter genau justieren kann und so den Sturz des Rades verstellen kann.
Hier jetzt die beiden Radträger mit Blick auf die Zentralnut, mit jeweils einer Schraube - ein Radträger wurde bereits mit einer Rückstellfeder versehen:

Hier eine Stellprobe dieser Konstruktion: Der Radträger, nur lose eingelegt der Alublock mit Kugelkopf und die beiden Schrauben zu Seitenjustierung des Blockes - zur besseren Anschaulichkeit habe ich auf diesem Bild das Stahlblech weggelassen:

Auf dem nächsten Bild habe ich einmal den Radträger und den Kugelkopfträger, diesmal mit Stahlblech zur Montage bereit gelegt:

Vor der eigentlichen Testmontage wurden allerdings die Stahlbleche noch angefast, damit die Schrauben, welche den Kugelkopfhalter am Radträger fixieren nicht überstehen und so die Beweglichkeit der ganzen Konstruktion beeinflussen:

Und schließlich habe ich das ganze dann einmal vorläufig montiert:

Und hier aus einer etwas anderen Perspektive - auf diesem Bild ist gut zu sehen, dass sich die Schraubenköpfe und der Fuss des Kugelkopfes doch arg ins Gehege kommen... :motz: - hier musste für Abhilfe gesorgt werden.

Zum einen wurden die Alublöcke auf einer Seite abgerundet, um mehr Spielraum zu bekommen, und zum anderen wurden die Füsse der Kugelköpfe jeweils so abgefeilt, dass die Schrauben ohne Kollision am Kugelkopf vorbeigeführt werden können:
Hier jetzt das entsprechende Ergebnis:

So viel zur Unterseite der Radträger.
Im nächsten Schritt habe ich mich dann der Befestigung der Kugelköpfe auf der Oberseite zugewandt.
Dazu habe ich zwei 3mm starke Bleche passend zur großflächig Abgeflachten Seite der Radträger zurechtgefräst:
Auf dem Bild sind die beiden Bleche bereits mit einer 2mm Bohrung für den Kugelkopf und 0,8mm Bohrungen für die Befestigungsschrauben versehen:

Die Zentralbohrung wurde danach mit einem M2 Gewinde für den Kugelkopf versehen:
Die Bohrungen dieser Bleche wurden entsprechend am Radträger ausgeführt.
Auf diesem Bild wurde bereits einer der Kugelköpfe in das Blech, eine anderer in das entprechende Gewinde am Radträger eingeschraubt:

Danach gab´s für die Bleche noch zwei Bohrungen für die Befestigung der Spurstangen, was ebenfalls mittels Kugelkopf geschehen wird:

und auf dem letzten Bild für heute seht ihr die komplette Konstruktion, mit aufmontierten Kugelköpfen für die Radaufhängung und die Spurstange - wobei ich eine davon mal provisorisch montiert habe, damit man ein Vorstellung vom Wirkungsprinzip und dem generellen Aufbau der ganzen Konstruktion bekommt:

Die Anordnung auf dem Bild entspricht auch der tatsächlicne Anordnung am Auto - links würde dann der Bremssattel zu sehen sein, mit Rad, Bremsscheibe usw. und auf der Rechten Seite die Querlenker der Radaufhängung.
Ich hoffe es hat euch bis hierhin gefallen und war irgendwie von Interesse.
Wie immer:
Um Kommentare, Anmerkungen, Kritik, Tipps, usw bin ich dankbar.
Ich wünsche euch noch einen schönen Freitagabend.
LG Martin :wink:

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189

Sonntag, 1. Juli 2018, 22:47

schönes Stück Arbeit. Die Einstellung der spur wäre aber doch auch durch Ein bzw Ausdrehen des Gewindes der Spurstange möglich, oder nicht ? :whistling:

190

Montag, 2. Juli 2018, 22:07

Hallo Hans Jürgen :wink:
Mit der Einstelltung der Spur hast Du natürlich recht - das wird auch über das Verdrehen der Spurstange geregelt - Diese hier gezeigte Konstruktion allerdings dient der Sturzverstellung. ;)
Spur:

Wie auf dem Bild zu sehen geht´s bei der Spureinstellung um die Position der Räder zueinander in Fahrtrichtung - das wird in der Tat mittels Spurstange verstellt. :)
Die Spur sollte in einem leichten Winkel nach innen laufen, um einen besseren Geradauslauf zu gewährleisten.
Sturz:

Bei der Sturzeinstellung geht´s auch um die Postion der Räder zueinander -allerdings von Vorne gesehen - um dies einzustellen der ganze zuletzt gezeigte Aufwand. :D
Der Sturz sollte wiederum leicht nach innen geneigt eingestellt werden, um die Auflagefläche der Reifen bei Kurvenfahrten zu maßimieren - in erster Linie des Kurvenäußeren Rades.

Und deshalb der ganze Aufwand. ;)
P.S. Ich habe extra für die Bilder die Räder lose ans Auto gehalten - um zu verdeutlichen was ich meine.
LG Martin

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191

Mittwoch, 4. Juli 2018, 09:00

So wirds klarer und auch verständlich . Danke für die anschauliche Erklärung
:ok:

192

Mittwoch, 4. Juli 2018, 14:55

Gerne Hans Jürgen :)

193

Samstag, 7. Juli 2018, 15:12

Hallo alle Zusammen :wink:
Heute gibt´s nur ein relativ kleines Update - allerdings hat mich die ganze Veranstaltung recht viel Zeit und nerven gekostet - aber seht selbst.
Heute geht´s um die Laufbuchsen der Bremsbacken. :)
Angedacht ist, dass innerhalb des Bremssattels jeweils zwei solcher Laufbuchsen verlaufen, die zweierlei Funktion haben:
1. Die Bremsbacken werden so zusätzlich geführt und ein verkantfreies Öffnen und Schließen der Bremsbacken (also aufeinander zubewegen) innerhalb des Bremssattels gewährleistet.
2. Auf diesen Laufbuchsen werden zwischen den Bremsbacken Spiralfedern montiert, die sicher stellen sollen, dass sich die Bremse öhne Belastung - also dann, wenn nicht gebremst, die Bremsbacken also nicht geschlossen sind.
Oder kurz: Zwischen den Bremsbacken sind Federn, die diese auseinanderdrücken.
Soweit zu Theorie -nu aber Butter bei die Fische :D
Nun zur Fertigung der Laufbuchsen.
Als Ausgangsmaterial diente jeweils ein großzügig abgelängtes Stückchen Federstahlrundstab mit Durchmesser 2mm:

Zuerst habe ich diverse Versuchsreihen gefahren, wie am besten das Bauteil zu drehen sei (unter anderem mit versuchsweise 3mm Alurundstab - mit und ohne Spindel an der Drehmaschine - kurzen und langen Stäben etc.)
Hier eine erster Versuch mit 3mm Alurundstab, ohne Spindel und mit dem Feindrehmeißel:

Danach wurde dieser Stab zuerst einmal Plan gedreht:

Und sorgsam mittels Drehmaschine auf 1,4mm - 1,5mm Durchmesser verjüngt:

Den so auf Durchmesser gebrachten Rundstab habe ich dann in den Schraubstock gespannt und mittels Schneideisen mit einem M1,6 Gewinde ausgestattet:

Beim Gewindeschneiden hat sich Aluminium als zu Brüchiges Material erwiesen ( ich musste im Verhältnis zwei Stäbe in der Drehmaschine fertigen, um einen fertigen Stab zu bekommen :motz: , dazu kam auch noch ein erhebliches Maß ab Ausschuss beim Drehen - das war mir dann bald zu Materialintensiv - der Federstahl hat sich da einfach als robuster erwiesen - auch wenn hier das Drehen seine eigenen Tücken hatte.)
Hier das Ergebnis - ein fertiger Rundstab mit Gewinde:

Danach musste die nicht mit einem Gewinde ausgestattete Fläche noch für die Federn vorbereitet werden - also: Polieren - Testen, Polieren, Testen...
Aufbereitet habe ich die Flächen mit feinerem Schleifpapier (400 Körnung) und Stahlwolle.
Auf diesem Bild habe ich einmal einen fertigen Stab neben eine 2Centmünze gelegt:

Hier die zu verbauenden Federn - auf dem Datenblatt auf der Packung sind auch die technischen Daten zu sehen:

Und zum Größenvergleich - eine einzelne Feder und ein 2 Centstück:

Und schließlich ein fertiger Rundstab (Laufbuchse) mit eingebauter Feder:

Und die komplette Meute zusammen:

Ich hoffe es hat euch halbwegs gefallen.
Wie immer: um Tipps, Kritik, Kommentare usw bin ich dankbar.
LG und ein schönes Wochenende
Martin :wink:

194

Mittwoch, 11. Juli 2018, 15:48

Hallo Martin,

ich kenne diese kleinen Updates mit riesiger Arbeitsintensität nur zu gut.

Warum ist der Stab auf dem Bild mit dem zwei Cent-Stück oben so abgeflacht?

Werden die Stäbe noch abgelängt?

Es sieht aus, als ob sich der Stab vom Gewinde nach oben hin verjüngt.

Muss das so? Wenn ja, warum?
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

195

Mittwoch, 11. Juli 2018, 17:10

Hallo Ray :wink:
Zuerst einmal freut es mich natürlich, dass Du hier mal wieder reingeschaut und auch was gefragt hast (kommt jetzt die Retourkutsche für meine andauernde Fragerei in deinem BB :whistling: ;) :tanz:
Nun zu Deinen Fragen:
Die Abflachung auf dem Bild kommt daher, dass dieser Stab bereits darauf vorbereitet wurde auf der dem Gewinde entgegengesetzten Seite mit einer Nut versehen zu werden, damit man einen Ansatzpunkt für einen Schraubendreher bekommt.
Die zu sehende Abflachung ist also in erster Linie vom Einspannen/Schleifen - und nur zum Teil konstruktiv bedingt, das Bild täuscht da etwas.
Die Stäbe werden in der Tat auch noch abgelängt, allerdings erst nachdem sie im Bremssattel verbaut wurden - das hat damit zu tun, dass ich das Gewinde ein gutes Stückchen weit in den Stab schneiden musste, um überhaupt so richtig schöne Windungen zu bekommen - gebraucht werden von dem Gewinde jedoch nur knapp 1,5 mm - und die Stäbe werden später insgesammt 15mm Länge haben (derzeit einiges mehr) - nur wird eben erst nach dem Einbau vollständig gekürzt.
Und Du hast absolut richtig erkannt, dass sich die Stäbe leicht verjüngen - das liegt daran, dass ich hier ein M1,6 Gewinde geschnitten habe - die Federn, die verbaut wurden, allerdings nur einen Innendurchmesser von 1,5mm haben - damit diese sich auch wie gewollt frei auf dem Stab bewegen können bin ich mit dem Durchmesser auf ein bisschen weniger als 1,5mm gegangen. Insgesammt bewegt sich die Verjüngung von 1,55 bis auf 1,4 mm - betägt also nur etwa 0,15mm - ist zwar minimal , aber in dem Fall nötig (zum einen damit der Stab genug Fleisch fürs Gewinde hat -und zum anderen, damit sich die Federn leicht bewegen können) und eben auf den Bildern mit dem Bloßen Auge zu erkennen.
Von daher - super beobachtet. :ok:
Ich hoffe, dass ich Deine Fragen habe beantworten können - freut mich immer wenn jemand was fragt. :)
Morgen gibt´s das neueste Update - dann wird auch der Zusammenhang und der Verwendungszwecke dieser Stäbe deutlicher.
LG Martin :wink:

196

Donnerstag, 12. Juli 2018, 21:45

Danke Martin,

keine Retourkutsche - gut erklärt, gut verstanden :hand:
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

197

Sonntag, 15. Juli 2018, 15:11

Hallo Zusammen :wink:
@Ray :wink:
War mir schon klar das mit der Retourkutsche, war auch als Scherz gemeint :baeh:
Was die Erklärung angeht - gerne :)
@ All - heute gibt´s mal wider ein kleines Update - aber leider bin ich nicht ganz so weit gekommen wie gewünscht (@ Ray - mit dem versprochenen Teil des Updatees mit dem Einbau der Leitstäbe muss Du Dich leider noch ein wenig gedulden ;( )
Nun aber zum heutigen Thema - den Bremssätteln.
Um die komplette Führungsmechanik sauber und genau einbauen, bzw. bauen zu können, habe ich mich dazu entschieden zuerst die Bremssättel an den Radträgern zu befestigen.
Nur so bin ich mir halbwegs sicher, dass ich genaue Bohrungen usw. hinbekomme.
Als ersten Schritt in der Fertigung habe ich die Stirnseiten der Bremssättel mit einem Lackstift eingefärbt:

Ich füge nochmal ein zweites Bild davon an mit einem anderen Hintergrund - ich hoffe, dass man die weiße Farbe wenigstens auf einem der Bilder erkennen kann:

Danach habe ich eine Stellprobe gemacht und die genaue Position der Bremssättel an den Radträgern mit Hilfe der Farbe markiert:

Nun ging es ans Eingemachte: Die Bremssättel wurden so abgefräst, dass nur zwei kleine Stege an den Enden und ein weiterer in der Mitte stehen geblieben sind.
Die Idee dahinter: so wollte ich eine Art Verzahnung erhalten, sodass ich die Bremssättel sowohl mit Schrauben von Oben (Also von der Außenkante der Bremssättel in den Radträger hinein) als auch von der Stirnsseite der Radträger in die Bremssättel hinein verschrauben kann. Hört sich komlizierter an, als es ist -hier die Bilder davon - ich denke, dann wird es klarer.
Zuerst die gefrästen Bremssättel aus unterschiedlichen Blickwinkeln:

Und dazu passend ein gefräster Radträger:

Und anschließend die Passprobe - also Radträger und Bremssattel zusammen gesteckt:

Nachdem die Passproben gut verlaufen sind, ging es an die Fertigung der Befestigungen -also zuerst mit einem 0,8mm Bohrer die Löcher für die Schrauben bohren.
Zuerst durch den Bremssattel hindurch in den Radträger hinein:

Diese Bohrungen waren besonders heikel, weil null Platz für Fehler da war - bei 0,8mm Bohrung + zusätzlichem Materialbedarf für ein M1 Gewinde und einer Materialdicke von 1,5mm. :evil:
Anschließend gab es dann die Bohrungen durch den Radträger in die Bremssättel hinein - hier hatte ich doch deutlich mehr Platz - gute 2,5mm "Fleisch drauf" :D .

Hier jetzt mal das vorläufige Ergebnis - ein Radträger mit dazugehörigem Bremssattel mit allen Bohrungen für die Verschraubungen miteinander:

Das Ganze dann zweimal - wobei hier bereits die Bohrungen mit den dazu gehörigen Gewinden versehen wurden:

Und hier seht ihr das derzeitige Endergebnis:
Die beiden mit den Radträgern verschraubten Bremssättel:

Und nochmal aus einer anderen Perspektive:

Wie man auf den Bildern sehen kann sind nur die Schrauben verbaut, die durch den Bremssattel in den Radträger führen - was die Stabilität anbelangt bin ich positiv überrascht, den bereits die drei Schrauben fixieren die Baugruppen aneinander - und das wirklich fest wie Hulle. Nach derzeitigem Stand werde ich mir wohl den Einbau der übrigen vier Schrauben sparen - erstens ist das auch (unnötiges) Gewicht und zweitens sind diese kleinen Schrauben sauteuer. ;(
Was auf den Bildern noch zu erahnen ist - die Bremssättel wirken so, als seien sie nicht wirklich bündig mit den Radträgern verbaut -das ist tatsächlich so - diese kleinen Abweichungen haben sich schlichtweg bei den Stellproben ergeben - wegen minimalster Abweichungen (auch bedingt durch Klebstoff, minimalste Toleranzen an den Bauteilen) an den einzelnen Bauteilen wurden diese kleineren Korrekturen notwendig. Ich habe einfach ausprobiert, wie die Bremssättel verbaut werden müssen, damit sich alles so frei bewegen kann, wie es soll. An dem Punkt sind die Makros wirklich ganz Böse Buben - die Abweichungen betragen jeweils nur ungefähr eine knappes Zehntel eines Millimeters. :(

So weit von mir für heute - als nächstes werden dann die Leitstäbe in den Bremssätteln verbaut - dazu aber demnächst mehr.
Ich hoffe es hat euch soweit gefallen - wie immer bin ich um Kritik, Fragen, Tipps, Anmerkungen usw. dankbar.
Wünsche euch noch ein schönes Restwochenende und einen guten Start in die nächste Woche.
LG Martin :wink:

198

Freitag, 20. Juli 2018, 22:26

Hallo Zusammen, :wink:
Ein gaaanz kleines update für heute - sozusagen noch ein Nachtrag - heute zeige ich euch nämlich die vorläufig verbauten Führungsstäbe der Bremsbacken.
Ich nehme an ihr könnt euch noch an diese illustren Schlingel hier erinnern:

Heute möchte ich den Einbau dieser Führungsstäbe zeigen.
Zuerst wurden die Bremssättel so mit einem 1,6mm Bohrer durchbohrt, dass die Fläche mit den eigentlichen Bremsbelägen davon unberührt blieb:

Diese Bohrlöcher wurden dann auf die Bremssättel übertragen:

dort allerdings nur mit 1,2mm ausgeführt:

In die Bohrungen der Bremssättel wurde dann ein M1,6 Gewinde geschnitten - entsprechend den Gewinden an den Führungsstäben der Bremssättel:

Schließlich wurde so nach und nach ein Bauteil nach dem anderen hinzugefügt und die Bohrungen entsprechend übertragen - bis schließlich als letztes Bauteil der Radträger aufmontiert wurde, der anschließend auch mit einer Bohrung für die Führungsstäbe versehen wurde:

Hier seht ihr die fertigen Teile : Bremssattel, Radträger und Bremsbacken ( hier allerdings nur einer davon exemplarisch):

Danach wurden die Führungsstäbe in den Bremssattel geschraubt:

Und eingesetzt:

Und hier jetzt das Ergebnis: Bremssattel aufmontiert auf den Radträger mit eingestzten Führungsstäben und den daran aufgefädelten Bremsbacken:

Und nochmal aus einer anderen Perspektie - wenn man genau hinsieht, erkennt man auch die Federn zwischen den Bremsbacken ganz gut:

Ich denke jetzt wird auch die Funktionsweise dieser Konstruktion deutlich: Die Bremsbacken werden sowohl durch die Nut in den Bremssätteln als auch durch die Führungsstäbe geführt: durch beide Bauteile ist gewährleistet, dass sich die Bremsbacken nicht verkanten und absolut parallel zur Radachse zusammen laufen. Die Federn zwischen den Bremsbacken wiederum drücken diese auseinander, um sicher zu stellen, dass die Bremsscheibe frei laufen kann, in dem Fall, dass die Bremse nicht betätigt ist.
Ich hoffe ich konnte euch ein bisschen unterhalten und interessieren.
Wie immer: Bei Fragen, Kritik, Anmerkungen, Tipps usw. einfach melden - ich freu mich drüber.
Was zu dieser Baugruppe jetzt noch fehlt ist ein Freilauftest mit allen Bauteilen - also Bremsscheibe, Radachse usw. ... das alles zusammen zu bauen habe ich aber heute Abend keine Lust mehr. :baeh:
Einen Funktionstest der Führungsstäbe und Führungsnute der Bremsbacken habe ich allerdings bereits gemacht : flutscht wie Eiswürfel aufm Bügeleisen :D
Wünsche euch einen schönen Abend - ich hau mich jetzt zu meiner besseren Hälfte aufs Sofa. :D
LG Martin :wink:

200

Sonntag, 22. Juli 2018, 11:27

Danke Hans Jürgen, ^^
ich geb mir Mühe :) - und wie heisst es so schön -stetig ernährt sich das Eichhörnchen. ;)

201

Mittwoch, 19. September 2018, 21:40

Hallo Zusammen :wink:
nach einer nun längeren Pause , bedingt sowohl durch Zeitmangel (Prüfungen), als auch den nunmehr behobenen Forumsausfall - ein Dank an dieser Stelle an Stefan aka Wettringer für die Bemühungen um das Forum, geht es an dieser Stell wieder weiter.
Wie unschwer zu erraten habe ich mich nach wie vor mit den Bremsen beschäftigt (war zwischendurch entsetzt zu sehen, dass ich daran schon ein Jahr rummache ;( )
Nachdem zuletzt die Laufschienen der Bremsbacken montiert wurden, habe ich mit den Bremszylindern beschäftigt.
Als erstes habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie ich die Bremszylinder möglichst dicht verschlossen bekomme - wäre ja höchst ungünstig, wenn die Bremsflüssigkeit aus den Zylindern sifft und ich mit dem Knüppel der Funke sozusagen "ins Leere trete", wenn ich bremsen möchte/sollte/muss/hätte bremsen sollen... :(
Ich habe mich dazu entschieden die Verschlüsse der Bremszylinder schraubbar zu machen - zuzüglich einer selfmade- Silikondichtung sollte die Bremsflüssigkeit dort bleiben wo sie hingehört.
Ausgangsmaterial für die Verschlüsse waren 5mm Edelstahlrundstäbe:


Diese wurden dann zunächst Plangedreht:


Und anschließend auf den Durchmesser 4mm gebracht:


Dieser 4mm Rundstab wurde dann auf einer Länge von 3,5mm auf den Durchmesser 3,5mm abgedreht:


Das sah dann im Ergebnis so aus:


Die Bilder bestechen im Moment leider nicht so sehr durch Schärfe - ich hoffe man kann dennoch was erkennen....


Dieser so bearbeitete Rundstab wurde dann in einen Schraubstock verbracht und dort mittels eines Gewindeschneiders mit einem M 3,5 Gewinde versehen:



Und hier nochmal aus einer anderen Perspektive:

Auf diesem Bild ist auch die Stufe mit 4mm Durchmesser zu sehen. Diese Stufe hat eine Breite von 0,5mm.

Das nun folgende Bild zeigt den Rundstab mit dem fertigen Gewinde:


Danach wurde das fertige Bauteil - also Gewinde mit Stufe - vom 5mm Rundstab mittels Abstechdrehmeißel abgestochen, was dann dieses Ergebnis brachte:


Das Ganze habe ich dann noch fünfzehn mal gemacht, sodass ich je zwei Verschlüsse für vier Bremszylinder pro Rad bekommen habe - also insgesamt 16 Verschlüsse.
Hier die komplette Meute:


Danach ging es an die Bremszylinder - also besser gesagt die Röhren der Bremszylinder.
Diese habe ich einem 4mm Alurundrohr hergestellt, das mit einer Wandstärke von 0,5mm einen Innendurchmesser von 3mm erlaubt.


Der Rundstab wurde vorsichtig in den Schraubstock gepannt und zur Sicherheit wurde ein 3mm Rundstab hineingelegt um ein Verbiegen zu vermeiden:


Und danach wurde dann mit einem M 3,5 Gewindebohrer ein Gewinde in das Alurohr geschnitten:

Zunächst habe ich geteste ob das denn halbwegs gut funktioniert und nachdem die Test gut verlaufen sind, habe dieses Alurohr zunächst dazu verwendet die Gewinde der Verschlüsse zu testen:

Nachdem das Alurohr mit einem Gewinde versehen worden war und seinen Dienst als Lehre beendet hatte, habe ich das Alurohr auf 13,5 mm Abgelängt und dann auch wieder behutsam eingespannt:

Und auch auf der dem Gewinde gegenüber liegenden Seite ein Gewinde in dieses kurze Alurohr geschnitten:

Somit hatte ich dann einen Aluminiumzylinder von 13,5mm Länge und einem Außendurchmesser von 4mm und Innendurchmesser von 3mm mit zwei einschraubbaren Verschlussstücken.
Zusammengebaut sieht das so aus:

Hier zum Größenvergleich mal ein 1 Centstück daneben:


Hier sind aller benötigten acht Bremszylinderrohlinge:


Auf diesen Bildern ist sehr gut zu sehen, dass sowohl noch Grate durch das Abstechen an den Verschlussstücken vorhanden sind, als auch die Verschlüsse selbst noch überstehen.
Das hat zwei Gründe: die Grate sind zur Orientierung noch absichtlich stehen gelassen, da die Verschlüsse noch mit Bohrungen, bzw. Innengewinden versehen werden. Die Grate dienen schlicht der besseren Handhabung ( an ihnen kann man die Teile ganz gut einspannen, die Teile an den 4mm Stufen zu halten ist eher schmerzhaft, wie die Erfahrung gezeigt hat).
Die Gewinde sind auch noch zu lang - benötigt werden später 2,5mm im Zylinder - aber in diesen Dimensionen lässt sich ein Gewinde nicht ohne einen guten Ansatz schneiden - dafür habe ich mehr als 2,5mm benötigt. Der Ansatz wird später weggefräst.

So viel von mir für heute - morgen gibt´s noch mehr...

Wie bei so vielen Bauberichten ist das ein Nachtrag dessen, was in den letzten Wochen passiert ist.

Ich hoffe dass ich euch ein wenig unterhalten und interessieren konnte.

Wie immer: Um Kommentare, Anmerkungen, Kritik usw. bin ich dankbar.
Wünche euch eine Gute Nacht - bis denne.

GLG Martin :wink:

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202

Freitag, 21. September 2018, 17:35

Feines Gedrechsel , ich bin auf den weiteren Fortschritt gespannt :ok:

203

Samstag, 22. September 2018, 18:09

Hallo Martin,

gut, dass Du "Rohlinge" geschrieben hast.
Sonst hätte ich bestimmt wieder was zu bemängeln gehabt (obwohl ich von der Materie null Ahnung habe) ;)
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

204

Sonntag, 30. September 2018, 14:07

Hallo Zusammen :wink:
Tja, mit dem schnell angekündigten Update hat es leider nicht so ganz hingehauen - dafür gibt´s heute ein Update...
Ich hoffe ihr seid halbwegs gespannt ,denn heute gibt es sowohl neues als auch einen kleinen Nachtrage dessen was in den letzten Wochen passiert ist.
Zunächst aber zum Neuen...
Anschließend an die Fertigung der Rohlinge der Bremszylinder habe ich mich in den letzten Tagen an die Fertigung der Innenkolben gemacht, welche in den Bremszylindern verbaut werden und deren Funktion gewährleisten.
Wie so oft diente als Ausgangsmaterial ein 5mm Edelstahlrundstab, der in der Drehmaschine auf 3mm Durchmesser gebracht wurde:


Hier ein solcher 3mm Rundstab:


Der Rundstab wurde dann auf einer Länge von 10,5mm auf den Durchmesser 1,5mm verjüngt:


Und anschließend wurde dieser Rundstab so abgestochen, dass ein 2,5mm langes Stück mit dem Durchmesser 3mm, an die 1,5mm Verjüngung anschließend, stehen geblieben ist:


Hier seht ihr einen solchen Kolben nach dem Abstechen:


Von diesen Kolben habe ich dann gleich eine ganze Horde hergestellt - immerhin benötige ich ja mindestens acht davon... :pinch:

Hier ein Blick auf ein Teil der Ansammlung - und auch zum Größenvergleich ein Centstück in der Mitte:


Die Kolben wurden dann Anschließend genau auf Maß gebracht und der Grat in der Mitte, der beim Abstechen übrig geblieben ist entfernt. Das Ergebnis seht ihr hier:


Die fertigen Kolben sollen dann in die Bremszylinder eingebaut werden - hier mal ein Bild zur Verdeutlichung:


Auf diese Kolben werden dann Schraubenfedern aufmontiert, die als Rückschlag für den Kolben innerhalb des Bremszylinders dienen:



Und hier mal zum Größenvergleich mit einer Münze:


Bereits einige zeit davor habe ich mit einem Problem der passenden Werkzeuge gewidmet. Mein Problem: Ich benötige einen Fräser mit 4mm Durchmesser, um die Aussparungen für die Bremszylinder in die Bremssättel fräsen zu können. Das Problem allerdings dabei: es gibt von Proxxon keinen passenden Fräser für meine Fräse mit diesem Durchmesser - da ist bei 3mm Schluss... :(
Also habe ich mich dazu entschlossen zu versuchen mir einen solchen Fräser selbst herzustellen. Da ich lediglich Aluminium bearbeiten muss, sollte die Festigkeit gewöhnlicher Werkzeuge eigentlich ausreichen.
Also habe ich als Basis meines Selfmade- Fräser einen 4mm HSS Bohrer gewählt:

Und nochmal im Detail:

Den habe ich dann so in die Drehmaschine eingespannt, dass ich den Bohrerschaft bearbeiten konnte - denn: erstens ist dieser viel zu lang für meine Zwecke und zweitens kann ich in meine Fräse lediglich Fräser mit einem Durchmesser bis maximal 3,2mm einspannen. Also wurde der Schaft auf 3mm verjüngt:

Danach häppchenweise gekürzt:


Zwischenzeitliche Versuche den Bohrer in der Drehmaschine mittels Dremelschleifscheibe zu kürzen sind leider ziemlich fehlt geschlagen - Schleifscheibe hinüber und das Ergebnis auch noch unexakt…

Letztendlich brachte ein Beherzter Schnitt mit dem Dremel die Lösung - getreu dem Motto: Wenn Du das Werkstück nicht drehen kannst, dann drehe eben das Werkzeug.
Hier seht ihr das Ergebnis meiner Bemühungen - mein selbstgefertigter 4mm Fräser:


Und hier nochmal aus einer anderen Perspektive:


Theoretisch sollte ich mit diesem Fräser hinreichend gute Ergebnisse erzielen können - der Bohrer zumindest ist ja von Haus aus daraufhin ausgelegt auch Metall zu bohren. Dennoch werde ich die Aussparungen in den Bremssätteln zuerst mit einem 3mm Fräser vorarbeiten und dann mit meinem selbst hergestellten Fräser aufweiten.

Währenddessen habe ich mich auch mit dem Fahrersitz beschäftigt. Ein erstes Probeexemplar, das als Vorlage dienen sollte habe ich bereits vor einiger Zeit erstellt. Dieses habe ich dann zum abformen in Silikon vorbereitet.
Also wurden zuerst diejenigen Öffnungen verschlossen, die später nicht ausgefüllt werden sollen - dafür habe ich handelsübliche Knete benutzt:


und das ganze von unten:


Danach habe ich ein hübsches kleines Bettchen zum Abgießen gebaut - dafür habe ich das Holzkästchen zur Aufbewahrung der Fräser mit Alufolie ausgekleidet:



Und nun folgt eine kurze Unterbrechung - geht gleich weiter...

205

Sonntag, 30. September 2018, 14:39

Und weiter geht´s …
Nachdem ich die Form vorbereitet hatte, habe ich dann die Vorlage in die Form eingebracht:

Mit Knete noch die Aussenwände etwas aufgebaut:


Mich danach mit dem nötigen Equipment bewaffnet:

Dann wurde die Form mit Vaseline eingeschmoddert, damit sich das Silikon später besser aus der Form löst und dann habe ich Silikon angesetzt:


Und danach habe ich die Form mit Silikon ausgegossen:



Und hier die fertige Form - bereits geteilt. Hier die Positivseite:

Aus einer anderen Perspektive:


Und die Negativseite:

Und nochmal aus einem anderen Blickwinkel:


Ich habe bereits einen ersten Versuch gestartet die Formen dazu zu benutzen Glasfaserabdrücke herzustellen - allerdings hat mich das Ergebnis nicht überzeugt - zu ungenau und vor allem zu schwer. Die Form müsste auch noch nachbearbeitet werden - es gab leider auf einer Seite kleine Ungenauigkeiten. Im Moment trage ich mich mit dem Gedanken die Silikonform nachzubessern und daraus dann den fertigen Sitz tiefzuziehen - theoretisch sollte das Silikon die erforderliche Temperatur aushalten können. Wenn da jemand von euch über Erfahrungen darüber verfügt und mir eventuell einen Tipp geben könnte wäre ich sehr dankbar.
Den Sitz komplett aus Epoxydharz zu gießen ist für mich an dieser Stelle keine Option, weil der Sitz dadurch zu schwer werden würde - es geht mir hier auch nur um die Form - Stabilität ist weniger wichtig, da es sich um keine belastetes Bauteil handelt. Bin wie gesagt im Moment noch am tüfteln was den Sitz angeht - die Sitzschale soll vor allem die Elektronik verstecken und schick ausschauen - mal sehen zu welcher Lösung ich komme.
So, das war´s für heute - ich hoffe ich konnte euch ein wenig unterhalten und es hat euch gefallen.
Wie immer bin ich um Tipps, Anmerkungen, Kritik, (ja auch Lob) dankbar.
Schönes Restwochenende LG
Martin :wink:

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206

Sonntag, 30. September 2018, 17:11

Hi,

ich würde zuerst ein Urmodelll bauen ;) , z.B aus Balsaholz . Wenn du es dir dann ganz einfach machen willst formst du den Sitz im Positivverfahren einfach davon ab indem Du z.B zwei drei Lagen 80er Gasfasergewebe auflaminierst (voher natürlich spachteln, glätten und trennwachsen!) Das Urmodell ist so zu bauen daß die glatte Seite beim Entformen die Sitzfläche ist. das erspart Spachteln und Schleifendas Gewebe läßt Du am Rand überlappen und beschneidest es später mit Dremel oder Schere. Das wir superleicht und schön stabil. wenn Du das Epoxyharz schwarz einfärbst dann ist der Sitzt sogar schon farbig

207

Sonntag, 30. September 2018, 18:15

Hallo Hans Jürgen :wink:
- Dank Dir für den Denkanstoß :ok: - ich werde es nochmal mit GFK probieren - eventuell ist auch die Anfertigung von Halbformen eine Lösung ?(
Ich werde berichten.
LG Martin :wink:

208

Montag, 1. Oktober 2018, 08:27

Hallo Martin,

Hut ab vor Deiner Experimentierfreudigkeit und Hartnäckigkeit.

Um hier zu meckern oder zu loben fehlt mir absolut das Grundwissen.

Nur weiter so, Du machst das schon.
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

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