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151

Sonntag, 4. März 2018, 21:00

Hallo Ray, :wink:
freut mich sehr, dass Du hier immer mal wieder gerne rein schaust - und was das zurückhalten angeht - hattest ja auch schon Deinen Anteil an aktiver Mithilfe ;) :)
Was Deinen Eindruck angeht, dass einiges noch recht grob aussieht - dem muss ich leider zustimmen - meine Fräse und ich müssen uns wohl noch aneinander gewöhnen - aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen (Verwaltungsbeamte eher schon aus diversen Fenstern, aber ich hab mir sagen lassen, dass sei inzwischen auch eher unüblich :abhau: )
@all -
nachdem ich in den vergangenen Wochen nicht allzuviel Zeit in den Bau der Bremsen stecken konnte, gab es leider auch nichts zu berichten - möglicherweise wird es hier in den nächsten Wochen auch eher stockend weiter gehen - die nächsten Wochen versprechen bei mir ein wenig arbeitsreicher zu werden - ich hoffe ihr verzeiht, wenn es nur sporadisch was neues gibt, aber inzwischen solltet ihr das ja langsam gewohnt sein...
Ein bisschen was ist dann allerdings doch passiert - also in diesem Sinne:
Weiter geht´s:
Als letztes hatte ich die Vorbereitungen des Stahlbleches gezeigt, welches die Bremsbacken verstärken soll und auf die die Bremsbeläge aufgeklebt werden.
Kurzer Rückblick:

Zunächst wurde das Stahlblech grob ausgeschnitten:

Und danach wurde der so erhaltene Kreis geviertelt und die Aussenkante ausgefräst.
Hier mal beispielhaft eines dieser so gefertigten Blechteile:

Hier mit Blick auf die Markierungen - gut zu sehen auch der innere Kreisbogen - bisher nur gefräst noch nicht geschliffen:

Im Anschluß wurden noch die inneren Kreisbögen abgefräst:

Anschließend wurden diese Bleche auf 0,5mm Stärke so abgefräst, dass ein Kreisbogenförmiger innerer Steg stehen blieb mit 1mm Breite:

Die Riefen der Fräse sehen abartig übel aus auf den Makros - da die Fläche aber absolut plan ist und das ohnehin keine Sichtkante ist, sondern die Fläche auf die der Bremsbelag geklebt wird, ist mir das Aussehen an dieser Stelle hupe - ich hoffe ihr könnt mir diese kleine Faulheit nachsehen...
Hier mal ein solches Blech mit Blick auf die Seitenkante - man sieht so die Dicke des Bleches und auch den Steg von 1mm Stärke bei 1,5mm Höhe:

Und da mich Rays berechtigter Hinweis, das doch alles irgenwie doch noch ganz grob aussehe, ein wenig im Ehrgeiz gepackt hat , habe ich kurzerhand die beiden etwas misratenen Bremsbacken erneut gefertigt.
Hier das bisherige Ergebnis:

Und gleich mal zusammen mit den beiden zuvor gefertigten, gelungenen Bremsbacken:

aus den schon fertigen Bremsbacken wurden dann auch noch 0,5mm tiefe Aussparungen für die Stahlbleche ausgefräst:

Und anschließend habe ich ein sochle Stahlblech mal provisorisch in die Aussparung gelegt.
Hier von Oben:

Und hier seht ihr zwei Bemsbacken mit Stahlblech von Unten:

Fixiert werden die Stahlblech dann später mit einer Schraube, sodass diese Bleche eifach abgenommen werden können, wenn die Bremsbeläge gewechselt werden sollen.
Ich versuche hier auch an die Wartungsfreundlichkeit zu denken.

Dann gab es ersteinmal eine kleine Unterbrechung in der Fertigung der Bremsbacken, denn - Tusch, Applaus, Jubel - die Werkstatteinrichtung hat zuwachs bekommen, nämlich das da:

Auf dem Bild seht ihr bereits den Rohling für den Radträger, an den der Bremssattel montiert wird.
Allerdings war es ein bisschen aufwändiger das ganze soweit vorzubereiten... :cursing:
Problem Nummer eins - ich kann nicht gerade sägen. :bang:
Daraus reslutierte Problem Nummer zwei - wie spanne ich den Rohling für den Radträger gerade in die Drehmaschine, ohne dass er taumelt? ?(
Also habe ich mir zuerst einmal überlegt, dass es am einfachsten wäre den Alurohling, den ich für den Bremssattel verwenden möchte plan zu fräsen.
Dabei entstand Problem Nummer drei: der Rohling hat 35mm Durchmesser, der Schraubstock der Fräse lässt aber nur Werkstücke mit 30mm zu - also habe ich mein Alurohr längs zu den Schwalbenschwanzführungen im Koordinatentisch eingespannt und eine Stufe in den Rohling gefräst, damit ich ihn dann in den Schraubstock spannen konnte:

Eine glatte Kante hatte ich danach zwar, da allerdings die Drehmaschine auch nur die kleinsten Abweichungen in der Winkelstellung sofort mit gnadenloser Taumelei des Werkstückes quittiert, war eine neue Lösung vonnöten.
Also habe ich diesmal mit ordentlich Gottvertrauen und risikobereitschaft darauf vertraut, dass ich es wenigstens so lange schaffen würde meinen Rohling in den Schraubstock der Fräse zu spannen, dass es mir gelingen würde eine Nut hineinzufräsen.
Gesagt, gehofft, getan:

Das ganze dann zweimal - und so konnte ich mein eigentlich zu großes Werkstück in den Schraubstock spannen und einen Steg herausfräsen, der winklig genug war das Werkstück wirklich fest einzuspannen.
Hier der Rohling mit beiden Nuten:

Um in einem erneuten Anlauf eine schöne Oberfläche zu bekommen, die ich als Anschlag für die Drehmaschine verwenden konnte, habe ich den Rohling erneut umgedreht, in den Schraubstock der Fräse gespannt und los ging´s:

Mit dieser Vorgehensweis konnte ich den Taumelschlag zwar auf ein Minimum reduzieren, perfekt ist es aber noch nicht.
Wenn jemand mit eine wenig Erfahrung im Umgang mit Drehmaschinen also einen hilfreichen Tipp hat - immer her damit. :)
Im Laufe der Woche bekomme ich zu der Drehmaschine auch das Bohrfutter für den Reitstock, damit sollte ich also auch längere Werkstücke fertigen können - ob das allerdings der Weisheit letzter Schluss ist, weiss ich selbst noch nicht - ich halte euch jedenfalls auf dem Laufenden.
So viel von mir bisher - ich hoffe ich konnte euch ein wenig unterhalten/interessieren.
Wie immer bin ich über Tipps, Kritik, Kommentare etc. Dankbar.
Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag. ;)
LG Martin :wink:

152

Dienstag, 6. März 2018, 11:17

Etwas aus dem vollen Metall zu zaubern stelle ich mir ungleich schwerer vor, als etwas aus dem vollen Holz zu "schnitzen".

Meine absolute Hochachtung, zumal deutliche Fortschritte bei der Fertigung der Bremsbacken zu verzeichnen sind :ok:
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

153

Dienstag, 6. März 2018, 20:11

Dank Dir Ray :)
- ist halt in Metall etwas langwierig, aber mit den entsprechenden Maschinen sollte das auch irgenwann mal was werden ;) wenigstens muss ich nicht auf die Faserrichtung in meinem Material achten, hat ja auch was für sich.

154

Montag, 2. April 2018, 12:00

Hallo Zusammen! :wink:
Nach einer etwas längeren Abstinez geht es hier mal wieder mit einem kleineren Update weiter -
Fertigung der Bremsen Teil ??? - könnte beinahe schon eine Disneyproduktion sein -
"Fluch der Bremsen Teil ???" - Cäptn Jack Sparrow kämpft diesmal darum die legendären verfluchten Bremsscheiben zu finden...
Oder Auch:
"Bremsen Teil ??? Die Rückkehr der Bremsscheiben" Nach dem Welterfolg: Die Beläge schlagen zurück, nun die Rückkehr der Bremsscheiben... :abhau:
Anyway-
weiter geht´s im Text (und natürlich auch Bild)
Nachdem ich mit der Fertigung der Bremsanlage aus Alu begonnen hatte, habe ich mir immer wieder die Frage gestellt, wie es wohl zu bewerkstelligen sei, diese mit den Erfahrungen aus dem Bau der Carbonbremsen zu verbessern. ?(
Eines meiner größten Probleme beim Bau der Carbonbremsen war schlicht das Platzproblem - wie bekomme ich die ganze Mechanik in die Felge. :roll:
Nun gut- nachdem ich mich nun im Besitz einer Drehmaschine befinde, ergeben sich in dieser Hinsicht ganz neue Möglichkeiten. :idee:
Dazu allerdings später mehr....
Eine Erkenntnis aus dieser Frage nach mehr Platz war allerdings auch, dass ich mich mit der Gesammtkomzeption der Bremsen beschäftigt habe -
Die Bremsbacken sind soweit ja fertig (bis auf einige Kleinigkeiten), die Konzeption des Bremssattels steht auch - was jetzt noch fehlt ist die Verbindung zwischen Bremssattel und Radträger - und um da die genauen Abstände ermitteln zu können habe ich mich zuerst mal mit dem Thema Bremsscheiben beschäftigt. :)
Bisher habe ich es ja mit Carbon versucht - allerdings haben mich die bisherigen Ergebnisse nicht komplett überzeugt, weshalb ich mich dazu entschieden habe dies aus Aluminium zu fertigen.
Da ich nicht mit einer Exorbitanten Hitzeentwicklung rechne, sollte Alu eigentlich auch funktionieren, zumal ich mit Hilfe der Drehmaschine an der Formgebung feilen konnte.
Nun aber genug des einleitenden Gesabbers - los geht´s - :D
Hier also die Fertigung der neuen Bremsscheiben.
Ein Grundproblem bei den Bremsscheiben stelllt die Verbindung mit der Felge und der Fixierung auf der Achse dar. Das Problem mit der Fixierung auf der Achse glaube ich hinreichend gelöst zu haben (Das auch in den Carbonscheiben verbaute Bolzensystem - also einfach ein Sicherungsstift quer zu Radachse durch die Bremsscheibe durch).
Für die Verbindung der Bremsscheibe mit der Felge habe ich mir überlegt, dass es wohl am einfachsten ist die Radnabe der Felge auf der Fahrzeugseite mit Nuten auszustatten in die die Bremsscheibe greifen kann. Dafür ist allerdings eine dementsprechende Formgebung der Bremsscheibe notwendig.
Zuerst habe ich mein Alu Rundmaterial auf den erforderlichen Durchmesser von 25mm Gedreht:

Dann habe ich an der Stirnseite einen Ring mit 11mm Durchmesser abgedreht - der ist Groß genug, um in die Radnabe hineinreichen zu können (also so, dass man die Befestigungsnuten hinein fräsen kann), allerdings nicht so groß, dass die zu fräsendene Nuten die Radnabe komplett ausfüllen, da ich das Material der Radnabe an der Felge an dieser Stelle nicht komplett durchbrechen möchte. Das habe ich dann zweimal gemacht - hier das vorläufige Ergebnis:

Und nochmal von der Seite:

In der Mitte der Bremsscheibe habe ich einen kleinen Ring mit 7mm gedreht, der genau in die Radnabe der Felge passt:

Hier auf der folgenden Grafik habe ich die einzelnen Durchmesse markiert:

Die Löcher für die Achse wurden zuerst mit 3,2mm gebohrt:

Und anschließend mit 5mm Aufgefräst:

Der Versuch die Bohrung direkt mit einem 5mm Bohrer zu fertigen ist leider Fehlgeschlagen - die normalen Haushaltsbohrer vom guten alten Werkzeugkasten haben sich dabei als untauglich erwiesen. Diese Bohrer sind für normale Bohrmaschinen konzipiert und für die Handhabung in der Drehmaschine schlichtweg zu lang und neigen deshalb zum schlingern - das Bohrloch franst also aus. :!! Eine Mögliche Lösung wäre auch einen 5mm Fräsaufsatz zu verwenden - der muss allerdings zuerst noch beschafft werden. Das Ausfräsen mit dem Kugelfräser hat eigentlich ganz gut funtioniert....
Nach dem Bohren habe ich die Bremsscheibe dann mit dem Abstechmeißel abgedreht.
Hier jetzt eine bis hierhin fertige Bremsscheibe:

Danach habe ich mich an die Felgen gewagt und zunächst die Radnabe plan gedreht:

Und danach die Speichen bis auf 7mm Tiefe abgedreht:

Anschließend wurde die Felge von innen versäubert:

Und die zweite Felge analog bearbeitet:

Zum guten Schluss habe ich dann mal eine der Bremsscheiben in die Felge gelegt, um zu testen , ob das so auch passt wie es soll:

So viel bis hierhin - Die Endfertigung der Bremsscheiben wird in den nächsten Tagen folgen - für heute war es das - die Regierung hat mir über die Ostertage verboten die Maschinen anzuwerfen wegen der Lärmbelästigung für die Nachbarn.
Wünsche euch allen noch einen schönen OStermontag.
Ich hoffe es hat euch gefallen und unterhalten -
wie immer freue ich mich über Kommentare, Anmerkungen, Kritik, Tipps oder einfach auch nur über interessierte Mitleser.
LG Euer Martin :wink:

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155

Montag, 2. April 2018, 20:14

das sieht jetzt schon mal richtig gut aus :ok:

156

Dienstag, 3. April 2018, 17:30

Dank Dir Hans Jürgen :D

157

Donnerstag, 5. April 2018, 11:08

Ja, ein ganz großer Fortschritt in Sachen Fertigungsqualität. :ok:

Jedenfalls für mein, in dieser Branche, laienhaftes und ungeübtes Auge.
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

158

Freitag, 6. April 2018, 06:30

Dank Dir Ray :D

159

Samstag, 7. April 2018, 16:50

Hallo aller zusammen :wink:
Es geht mal wieder weiter am 412T1a :)
Nachdem ich die Bremsscheiben soweit fertig gedreht hatte, habe ich mich an die Fertigung der Radträger gemacht - zumindest soweit als ich dafür die Drehmaschine benutzt habe..
Schritt eins war ein Stück Rundmaterial auf einer Seite Plandrehen und auf einer Länge von 10mm auf den Durchmesser 25mm drehen:

Im nächsten Schritt wurde dann ein 1,5mm breiter Streifen auf Durchmesser 35mm gedreht:

Da es sich nicht ganz vermeiden lässt, dass das im Backenfutter eingespannte Werkstück ein wenig taumelt, war dieser Schritt zwingend notwendig, auch wenn mein verwendetes Rundmaterial einen Durchmesser von 35mm hat - hier war es wichtig, die exakte Ausrichtung der einzelnen Winkel und der einzelnen Mittelpunkte zu bestimmen und einzuhalten.
Danach habe ich begonnen mit dem Stechmeißel Material abzutragen, sodaß ich einen zweiten Zylinder erhalte, der exakt auf einer Linie mit dem im Bild ganz rechten Zylinder liegt (der 1,5mm Streifen ist logischerweise nicht hundertprozentig ein Zylinder aufgrund des leichten Taumelschlages des Werkstücks)

Diesen Zylinder habe ich dann bis auf einen Durchmesser von 10 mm abgedreht:

Danach den letzten Rest abgesägt:

Und so hatte ich dann die Grundform des Radträgers:

Diese Grundform wurde erneut Plan gedreht (also diesmal an der gegenüberliegenden Seite):

Der Überstehende Zylinder wurde auf das Maß 1mm gekürzt:

Ein wenig von der Seite:

Die Macken auf dem Bild sind dem Umstand geschuldet, dass ich bei der Verfahrensweise und auch dem Umspannen ein wenig Lehrgeld bezahlen musste - sieht schlimmer aus als es ist, denn an diesem Radträger sind 15mm Überstand vorhanden - benötigt werden allerdings nur 10mm - und davon wird eigentlich die ganze Länge noch mit der Fräse bearbeitet - wichtig ist, dass alle Durchmesser fluchten und die Winkel der einzelnen Zylinder zueinander passen und das ist gegeben.
In einem nächsten Schritt wurden dann die Bohrungen für die Radachse und die Kugellager ausgeführt.
Zuerst habe ich mit dem dicksten Bohrer, den ich habe, ein 3,2mm Loch vorgebohrt:

Und dann habe ich mit einem 5mm Fräser die Führugn für die Radachse aufgeweitet:

Anschließend habe ich auf der Radseite die Bohrung bis auf 8mm aufgeweitet:

Hier das Ergebnis:

Im nächsten Schritt habe ich die Radträger umgespannt ( ich hatte jetzt ja mit der Bohrung für die Radachse einen Fixpunkt) und habe auf der Fahrzeugseite die Bohrung in den Radträger soweit auf 8mm aufgeweitet, dass zwischen den Vertiefungen auf der Radseite und der Fahrzeugseite genau 4mm Führung mit dem Durchmesser von 5mm bleiben für die Radachse:
Diesen 8mm Durchmesser habe ich dann provisorisch bis auf 10mm aufgeweitet:

Das Problem hier ist allerdigns sowohl die Hitzeentwicklung als auch die Instabilität beim Einspannen - die Gefahr, dass das Werkstück aus dem Backenfutter geschleudert wird ist einfach zu groß.
Die Aufzählung der einzelnen Durchmesser erscheint eventuell ein wenig trocken- erschließt sich allerdings in den nächsten Schritten.
Also:
Der größte Durchmesser von 35mm entspricht genau dem Durchmesser der Bremssättel und genau an diesem Zylinder werden später die Bremssättel anmontiert.
Der nächst kleinere Durchmesser von 25mm dient als Basis für den Radträger - er nimmt eines der beiden Kugellager je Achse auf und hier werden die Halterungen für die Kugelköpfe (also die Verbindung zu den Querlenkern), die Befestigung der Spurstange und die Verteilerbox für die Bremsleitungen aufmontiert. Die einzelnen Halterungen/Aussparungen/Bohrungen werden mit der Fräse gearbeitet.
Der kleinste Durchmesser von 10mm außen und 8mm innen, schließlich beherbergt die Halterung für die Kleinen Kugellager (je eines pro Achse).
Der innendurchmesser von 5mm ist für die Führung der Radachse vorgesehen.
Hier mal die beiden Radträger mit Blick auf die Halterungen der kleinen Kugellager und mit Blick auf die Führungsbohrung der Radachse:

Hier habe ich mal provisorisch die Radachse in die Führung gesteckt und eines der kleinen Kugellager in die passende Haltung eingesetzt:

Und hier der selbe Radträger mit Kugellager ohne Radachse:

Und hier beide Radträger in bisherigem Bauzustand - also zum Abschluss der Arbeiten an der Drehmaschine:

Ich hoffe es hat euch soweit gefallen - ich halte euch auf dem Laufenden - und wie immer:
Kritik, Tipps, Fragen, Anmerkungen usw. sind herzlich willkommen.
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende...
LG Martin :wink:

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161

Montag, 9. April 2018, 11:33

Gut erklärt, weil ich habe es verstanden.

Diese massiven Bauteile sollten das Fahrzeug sicher in der Spur halten.

Respekt vor diesen sauberen Arbeit.
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

162

Montag, 9. April 2018, 14:53

Hans Jürgen, Ray - vielen Dank euch beiden. ^^

163

Dienstag, 10. April 2018, 21:01

Einen wunderschönen guten Abend euch allen :wink:
Zuerst einmal - Juhu die 10k Aufrufe sind geknackt :tanz: vielen Dank euch allen, die ihr hier reingeschaut habt und reinschaut.
Heute gibt es nur ein relativ kleines Update. Nachdem die Bremsscheiben und die Radträger die Tortour in der Drehmaschine hinter sich gebracht haben, habe ich die letzten beiden Teile in Angriff genommen, die im augenblicklichen Bautstadium in die Drehmaschine müssen: Es geht heute um die Radnaben.
Da ich ja die vom Bausatz her dafür vorgesehenen Kugellager nicht an der Radnabe gebrauchen kann musste Ersatz her. Die bisherige Lösung bestand aus einer Kohlefaserscheibe, die so mittig als möglich auf den Durchmesser der Radachse aufgebohrt worden war. Funktioniert zwar halbwegs, aber ohne Drehmaschine ist ein exakt mittiges Ausrichten der Bohrung eher Glückssache - also habe ich mich dazu entschieden neue Radnaben aus Alu zu drehen.
Für die Maße der Radnaben standen die Kugellager pate, die ansonsten hier Verwendung hätten finden können.
Also habe ich mir ein Reststück von der Herstellung der Radträger vorgenommen - und zuerst die Stirnfläche plan gedreht und bis auf einen Durchmesser von 10,5mm abgedreht:

Der nächste Schritt bestand dann daraus mit meinem 3,2mm Bohrer eine zentrische Bohrung auszuführen:

Als nächstes wurde diese Bohrung mit einem Fräser auf 5mm aufgeweitet (der Durchmesser der Radachse):

Hier mal ein Bild mit Blick auf die Bohrung:

Anschließend habe ich mit dem Abstechmeißel ein 4mm breites Stück dieses Zylinders abgestochen:

Hier das Ergebnis - die erste Radnabe:

Hier das noch eingespannte Werkstück - der Zylinder mit Druchmesser 10,5mm ist noch genau so weit übrig, dass noch genug Material für eine zweite Radnabe übrig geblieben ist:

Auf diesem Bild erkennt ihr die Aluminiumradnabe im Vergleich zum Kugellager, welches für die Maße Pate stand:

Zum Abschluss habe ich die Radnaben noch in die Felgen eingesetzt:

Und zur Probe habe ich auch einmal die Radachse eingesetzt:

Die Radnaben sind als Presspassung gefertigt - sie verlangen also bei der Montage in die Felge nach sanftem Druck und werden später noch zusätzlich verklebt. Besondere Belastungen erwarte ich an diesen Bauteilen hier eigentlich nicht - die Radmitnahme und damit die Übertragung der Bremskräfte übernehmen die Bremsscheiben - die Vertikalen Kräfte, die beim Überfahren von Unebenheiten entstehen, werden von den Radträgern an die Aufhängung weiter gegeben - die Radnaben müssen also nur das Rad in der Mitte auf der Achse fixieren und eine Auflagefläche für die Zentralmutter bilden, mit der das Rad auf der Achse fixiert wird.
Ich bin mit dem Ergebnis soweit eigentlich zufrieden - funktioniert und ist auch optisch zu ertragen.
So viel von mir für heute - wünsche euch noch einen schönen Abend und eine Gute Nacht.
Wie immer: Rückmeldung sehr gerne gesehen - Tipps, Anmerkungen, Kritik o.Ä.
LG Martin :wink:

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164

Dienstag, 10. April 2018, 23:37

wirst immer besser, mach vorwärts , das muß kesseln .... :D

165

Donnerstag, 12. April 2018, 10:33

Dank Dir Hans Jürgen - ich bin dran :)

166

Freitag, 20. April 2018, 23:08

Und wie ich dran bin... :D
Allerdings gestalten sich die im Moment anstehenden Arbeiten als doch recht aufwändig und umfangreich, aber dazu gleich mehr erst einmal:

Einen schönen guten Abend ihr alle :wink:

Nachdem ich die neuen Radnaben und auch die Grundform der Radträger mit der Drehmaschine gefertig hatte, ging es als nächstes an die Verbindung zwischen Bremsscheibe und Radfelge. Darüberhinaus müssen auch die Einzelnen Abstände exakt festgelegt werden: Also:
1. Die Abstände zwischen den Kugellagern auf der Radachse - (womit sich in der Folge die Tiefe der Bohrung ergibt in die das größere Kugellager, welches der Felge abgewandt ist, eingelassen wird)
2. Der Abstand zwischen Bremsscheibe und Radträger (die Position der Bremsscheibe ist durch eine Befestigungsbohrung auf der Radachse festgelegt)
3. Die Abstände zwischen Bremsscheibe und Bremsbacken, was durch den Bremssattel festgelegt wird.

Zuerst habe ich die Bremsscheibe mit einer 2mm Bohrung versehen in der (zumindest im Moment noch) ein kleiner Kohlefaserstab in einer gegenüberliegenden Bohrung fixiert wird und so die ganze Bremsscheibe auf der Radachse fixiert.
Hier auf dem Bild ist der Kohlefaserstab in die Bohrung geschoben zu sehen:

Bei der Gelegenheit habe ich gleich die Komplette Bremsscheibe gelocht dafür wurden mithilfe einer provisorisch aufgeklebten Schablone 1mm Bohrungen im Abstand von 10° in die Bremsscheibe gefräst:

Hier nochmal ein wenig besser zu sehen:

Und hier ein Blick auf die fertig gelochte Stirnseite der Bremsscheibe:

Und hier ein Bild der Stirnseite mit eingeschobenem Sicherungsstift:

Und hier ein Blick auf die gegenüberliegende Bohrung - diese ist im Durchmesser 1,6mm ausgeführt - gerade noch groß genug einen 1,2mm Bohrer hindurchzuführen, um im Bedarfsfall den Sicherungsstift zu lösen:

Als nächtes wurden die Bremsscheibe so zurecht gefräst, dass an der Radnabe noch zwei Verbindungszapfen übrig blieben. Der übrig geblieben Außendurchmesser entspricht genau dem Innendurchmesser der Zentralbohrung der Felge:

Unn hier beide Bremsscheiben von Oben - also der Seite, die später mit der Felge verbunden sein wird:

Die Makros sind an der Stelle mal wieder gnadenlos - ;( dabei sind die Spuren des Fräskopfes nicht einmal 0,1 mm tief - fallen also von der Funktion her nicht ins gewicht und sollten sich später wegpolieren lassen.
Anschließend wurden entsprechend der Zapfen an den Bremsscheiben Nuten an den Zentralbohrungen der Felgen ausgefräst mit 2mm Tiefe, und 2,5 mm Fahrweg in Richtung Außenkante und das Ganze mit einem 2mm Fräser.
Hier das Ergebnis:

Hier auf dieser Detailaufnahme sind die Nuten glaube ich etwas besser zu sehen - sit die selbe Felge nur nach dem Versäubern:

Der Idee nach sollten also die Zapfen an der Bremsscheibe genau in diese Nuten hineingreifen, wobei die Bremsscheibe genau 2mm tief in die Felge "hineinrutscht".
Hier habe ich die Bremsscheiben in die Felgen eingesetzt:

Auf dem nächsten Bild habe ich eine Felge umgedreht, damit man die Bremsscheibe besser erkennen kann - im Vergleich dazu daneben die Felge wie gehabt:

Und so sieht das ganze dann im Detail aus, wenn anschließend die Radnabe eingesetzt wurde:

Als nächstes ging es an die Abstandstücke zwischen Radträger und Bremsscheibe.
Dafür habe ich zwei mißratene Bremsscheibenversuche (mißraten, weil entweder die einzelnen Radien um die Zentrale Bohrung nicht gestimmt haben, oder aber beim Umspannen etwas schiefgelaufen ist und deshalb die Flucht beim Drehen nicht mehr gegeben war) geschnappt und auf 4mm Höhe abgefräst:

Auf einer Seite mit die Zentralbohrung mit 5mm Durchmesser bis auf eine Tiefe von 2.5mm mit einem 8mm Fräser aufgeweitet:

Das selbe Spiel habe ich dann mit dem Durchmesser 10mm und der Tiefe 1mm wiederholt.
Danach wurde diese Werkstück von überschüssigem Material befreit, sodass nur noch ein in etwa zylindrischer Kern mit dem Aussendurchmesser von 12mm und folgenden Innendurchmessern übrig blieb:
5mm Zentralbohrung für die Radachse
8mm x2,5mm für das kleine Kugellager, welches auf der Felgenseite der Radachse in diese Hülse eingebaut wird.
10x1mm für den Führungsring des Kugellagers am Radträger.
Alles weitere Überschüssige Material wurde dann noch bis auf zwei Laschen entfernt, die später die Befestigungsschrauben dieser Hölse am Radträger aufnehmen werden.
Hier die erste Hülse - von der Radseite aus gesehen:

Hier von der anderen Seite - hier sind die unterschiedlichen Durchmesser ganz gut zu sehen:

Und hier mit eingebautem Kugellager:

Anschließend habe ich am Radträger eien Teil der Kreisfläche mit Durchmesser 35mm weggefräst, sodass der Kreisbogen, der den Bremssattel aufnehmen soll bereits definiert ist:

Und zum Schluss für heute habe die Hülse, welche das kleine Kugellager beherbert und zugleich den Abstand zwischen Bremsscheibe und Radträger auf genau 4mm hält, provisorisch aufgelegt und die Radachse hindurch geschoben, um zu zeigen wie es später mal aussehen soll:

Ich hoffe es hat euch bis hierhin gefallen.
Wie immer sind Tipps, Anmerkungen, Kritik usw. gerne gesehen.
Wünsche euch allen einen schönen Abend und ein schönes Wochenende.
LG Martin :wink:

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167

Samstag, 21. April 2018, 12:26

:ok: Ich bin auf den Funktionstest gespannt

168

Sonntag, 22. April 2018, 14:06

Ich auch Hans Jürgen - wird aber leider noch etwas dauern, bis das alles soweit ist...

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169

Sonntag, 22. April 2018, 14:31

wäre eigentlich ein Fall für Edelstahlrohre , dazu müßtest Du das Hartlöten erlernen. aber so geht natürlich ( wahrscheinlich) auch.

170

Sonntag, 22. April 2018, 18:25

Hallo Hans Jürgen :wink:
meinst Du Edelstahlrohre für die Abstandshülsen in denen die kleineren Kugellager verbaut sind? ?(
steh gerade irgendwie aufm Schlauch :nixweis: - sorry... :S

172

Sonntag, 22. April 2018, 23:06

Jetzt weiss ich was Du meinst. ;)

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