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Sonntag, 15. April 2018, 14:29

Wiedereinstieg nach 20 Jahren - wie Anfangen und Fragen

Hallo und Danke für das Freischalten.

Nach über 20 Jahren möchte ich gern wieder mit dem Modelbau anfangen. Damals im Grundschulalter habe ich mit meinem Vater überwiegend Militär-Jets zusammengebaut. Genommen und gebaut wurde halt damit, was es im Spielwarengeschäft gab. Dementsprechend wurde halt gebaut und bemalt - egal wie groß die Spalten waren oder wie dick die Farbe.

Vor einigen Tagen tauchte dann bei mir im Youtube auf einmal ein Baubericht zu einem 1:24 Fahrzeug auf. Von da an war ich irgendwie gefesselt und wollte es gern mal selber ausprobieren. Im Zeitalter des Internets und des Einkommens in eigener Verwaltung möchte ich da natürlich ein bisschen mehr herausholen aus den Bausätzen als damals. Zudem möchte ich meine Feinmotorik wieder mehr trainieren und einfach etwas haben "um mal runterzukommen". Zudem würde ich mich gern im Airbrushen probieren und hab da auch schon eine Lösung ins Auge gefasst.

Die Frage ist jetzt natürlich wie man am besten wieder startet und wie das ganze Funktioniert - vor allem da ich noch nie ein Fahrzeug gebaut habe, da damals immer die Lackierung ohne Airbrush zu schwierig schien. Ich suche also ein Einsteigerfreundliches Modell, das preislich nicht zu sehr schmerzt wenn es daneben geht, aber trotzdem wo alles passt.

Ich habe irgendwo im tiefsten Schrank noch ein Revell Indycar liegen:
https://modelingmadness.com/review/cars/brownreynard.htm

Den Kit gab es damals besonders günstig, da der Karton und leider auch die Decals einen Wasserschaden haben. Ich dachte mir das ich den einfach mal zusammen baue und mich dort mit der Airbrush probiere. Besonders am Herzen liegt mir der Kit nicht, auch wenn er wohl relativ selten hierzulande ist. Andererseits bin ich mir unsicher ob nicht für den Anfang ein "flächigeres" Modell sinnvoll wäre.

Bei Revell ist mir daher deren AMG GT aufgefallen:
https://www.revell.de/produkte/modellbau…s/id/07028.html

Ebenso wie die Corvette C7R:
https://www.revell.de/produkte/modellbau…t/id/07036.html

Ich mag beide Autos sehr. Mit knapp 20-25€ sollte das ganze aber schon ein bisschen ansehnlich aussehen. Was ich so gehört habe, sollen die Kits auch relativ gut passen und keine Überraschung bereit halten.

Mein Traum wäre dann irgendwann mal der Mercedes AMG GT3 und der Toyota GT-One von Tamiya - überhaupt mal ein Tamiya Kit zu bauen, aber ich glaube da übe ich vorher besser.

Also als erstes würde mich interessieren welchen Weg ihr mir für den Anfang empfehlen würdet.

Zweite Sache ist das wie. Damals nutze ich eigentlich ausschließlich den Revell Professionel Contacta mit der feinen Nadeldüse. Das ganze hat auch immer gut geklebt, aber leider auch glänzende Klebeflecken hinterlassen die es dann zu überstreichen galt. Bei den Fahrzeugen, zumindest in den Videos, habe ich aber häufig gesehen das viele Teile erstmal komplett bemalt werden und dann wird erst zusammen gesetzt. Da ist dann der Revell Kleber nicht mehr so gut geeignet, oder? Wir hätten ja dann wieder das Problem mit dem Kleberflecken und ich meine mich zu erinnern das der auch teilweiße die Farbe dann angegriffen hat, eben wegen den Verschweißungseffekt.
Bin dann auf Tamiya Extra Thin Cement gesotßen und da noch nicht viel schlauer geworden. Ist der besser als der Revell kleber? Rein theoretisch sollte ja durch die Kapilarwirkung der Leim wirklich nur dahin gehen, er er halten soll. Aber wie "fest" wird der? Verschweißt der oder klebt der? Ist es möglich den auf bereits bemalte Elemente einzusetzen und ist er Rückstandsfrei?
Zweite Sache die mir aufgefallen ist: die Nutzung von Sekundenkleber. Der von Bob Smith Industries soll da wohl wirklich sehr gut sein. Aber gibt es auch einen Alternative die leichter zu beschaffen ist oder "muss" es der sein? Wie fein lässt sich dann da aus der Kanüle der Kleber überhaupt verteilen?

Das sind so erstmal meine beiden großen Fragen. Bei den Airbrush frag ich erst gar nicht, sondern versuche mich intensiv zu belesen und zu probieren. Hab schon gemerkt das dies ja fast ein Glaubenskrieg ist und jeder halt mit etwas anderen besser kann. Kommt halt bei mir auch auf den Versuch an.

Ich entschuldige mich für den umfangreichen Post, grüße Euch alle und hoffe mir kann jemand ein bisschen Starthilfe für den Anfang geben.

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Montag, 16. April 2018, 02:27

Hallo Matthew,

erstmal herzlich willkommen im Forum.

Freut mich, dass Du nach langer Abstinenz wieder Feuer gefangen hast und neu bzw. wieder einsteigen möchtest. Ich bin mir sicher, hier im Forum wirst Du wertvolle Tipps und Hilfe finden.

Ich mache mal den Anfang und möchte versuchen, etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

Zu dem Indy-Car kann ich Dir nichts sagen, aber aus dem Bauch heraus würde ich wohl auch eher eine geschlossene Karosserie vorziehen.

Allerdings würde ich Dir für den Einstieg tatsächlich eher zu einem günstigeren Tamiya-Bausatz raten, wahrscheinlich auch eher curbside (also ohne Motor). Denn meine Erfahrung hat gezeigt, dass Revell-Bausätze manchmal doch etwas mehr Nacharbeit (Spachteln, Schleifen, etc.) an der Karosserie benötigen als die von Tamiya. Allerdings weiß ich nicht, ob das auch für die von Dir genannten zutrifft.

Ich würde mich wohl für den Anfang auf eine sauber gebaute und lackierte Karosserie konzentrieren, da das doch das Erste ist, was ins Auge fällt. Viele Teile und/oder Decals hätten mich wohl eher abgeschreckt. Sich vielleicht lieber nicht zu viel auf einmal vornehmen, als frustriert das Handtuch zu werfen. Und mit dem Hochgefühl eines geglückten ersten Baus, fällt der zweite gleich umso leichter... Für mich war es jedenfalls einfacher, den Bau eines Modells auch wirklich "durchzuziehen", wenn mir das Modell nicht so sehr am Herzen lag. Aber Deine Fähig- bzw. Fertigkeiten kannst Du für Dich am besten einschätzen...

Den Tamiya Extra Thin habe ich vor einiger Zeit auch für mich entdeckt und "lieben" gelernt. Genau wie der Contacta von Revell hat dieser einen Verschweißungseffekt, durch seine sehr geringe Viskosität zieht er sich jedoch in die Spalten zwischen den Bauteilen und das Lösemittel verdunstet recht schnell. Bei unlackierten Bauteilen definitiv meine erste Wahl. Für lackierte Bauteile bedingt zu empfehlen, ein bisschen zu viel davon und auch er löst die Farbe an. Es hat sich übrigens bewährt, zunächst einzelne Teile, die die gleiche Farbe erhalten sollen, zu Baugruppen (z.B. Motor oder Fahrwerksteile) zusammenzukleben, evtl. Grate, Spalten, etc. nachzubearbeiten und dann die gesamte Gruppe zu lackieren.

Zum Sekundenkleber: Ein Problem, das viele Sekundenkleber inne haben, ist das Hinterlassen eines weißlichen Niederschlags rund um die Klebestelle. Der BSI Super Gold Plus hat diese Eigenschaft nicht, zumindest, wenn man ihn sparsam verwendet. Ich hatte auch schon früher mal einen Sekundenkleber, der diese auch nicht hatte, weiß aber leider nicht mehr, welcher es war - im Zweifel (an einem Musterteil) ausprobieren?!? Leichter dosieren lässt sich der Sekundenkleber mit der Spitze eines Zahnstochers oder einem Stückchen Draht. Ist wohl aber alles eine Frage des Gefühls und der eigenen Fingerfertigkeit.

Als Alternative zum Sekundenkleber, gerade bei Anbauteilen zur Karosserie (wo ja dann gar nichts mehr schiefgehen sollte), bietet sich Schmucksteinkleber an: Er trocknet klar aus und der Überschuss lässt sich, solange er noch feucht ist, leicht entfernen. Übrigens dann auch zum Einkleben der Scheiben empfehlenswert.

Ich hoffe, ich habe Deine Fragen einigermaßen beantworten können und wünsche Dir gutes Gelingen.

Viele Grüße,

Lupo

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Montag, 16. April 2018, 09:42

Vielen Dank für deinen Beitrag :wink:

Ich habe gestern auf eBay einen Nissan Calsonic Skyline GT-R von Tamiya ersteigert für 20,00 inkl. Versand. "Leider" hat der sehr viele Decals dabei. Aber immerhin schonmal eine feste Karosserie. Fallen dir oder sonst jemanden auf Anhieb andere "Curbside" Modelle ein die gut passen und bezahlbar sind? Mag wirklich nicht für den ersten Schuss 30-50€ ausgeben, wo ja sonst die Tamiya Modelle liegen. Ansonsten halte ich mal auf eBay weiter ausschau.

Zudem würde mich mal Deine/Eure Meinung zum Thema Farbe interessieren. Das ist ja auch wieder der nächste Glaubenskrieg: ich kenne bisher nur die Email Farben von Revell. Die waren aufgerührt recht brauchbar, außer wenn sie schon zu viel Luft gezogen hatten, dann waren sie doch sehr dick und leider haben sie auch gerochen. Zwischendurch hatte ich mal ein "Komplettset" von Revell mit Mondlandefähre und Acryl Farben - da meine ich mich zu entsinnen, dass das Weiß der Acrylfarbe gar nicht deckte.

Nun sind die Revell Farben nunmal mit am günstigsten und einfachsten zu beschaffen, trotzdem auf einen Versuch ankommen lassen und mal testen oder zu was anderen greifen? Tamiya-Farben, Mr. Hobby, Vallejo?

Ebenso für die Karosserie, lieber eine Revell Aqua Color Farbe bzw. Tamiya Farbe ordentlich verdünnen oder gleich zu Zero-Paints greifen die wohl bereits so verdünnt sind, das sie perfekt angewendet werden können?

Denkt dran, ich bin Anfänger... ich muss natürlich auch meine eigenen Erfahrungen machen aber ein Tipp in die richtige Richtung ist gern gesehen und lieber gebe ich mal 2-3€ mehr für Farbe aus als dann bereits die ersten Rückschläge zu erleben.

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Montag, 16. April 2018, 12:26

Hallo Matthew,

zunächst mal willkommen hier im Kreise der "Verrückten".

Es freut mich, dass es scheinbar noch etliche Andere außer mir gibt, die es zu einer späten Rückkehr in den Modellbau bewegt hat. :thumbsup:

Du stellst sehr viele und auch substantielle Fragen, die Dir aber vermutlich jeder anders, weil subjektiv, beantworten wird. Ob Dir das unter dem Strich im jetzigen "Beginnerstadium" etwas bringt, weiß ich nicht. Aus eigener Erfahrung empfehle ich Dir, Dich erstmal in zahlreichen Threads hier im Forum und Video-Tutorials (z.B. YouTube, insbesondere die How-To's von The Scalemodelling Channel) "weiterzubilden".

Ganz konkret möchte ich Dir zum allgemeinen Einstieg einen hervorragenden Thread des Forumskollegen Dominik ans Herz legen:
Fertig: Chevrolet Impala SS (1996)

Bzgl. der angesprochenen "Farben-Frage"... Meine Erfahrung, ganz allgemein, ist die, dass die lösemittelbasierenden "Stinke-Farben" - zumindest in der Airbsrush - immer noch die besten Ergebnisse erzielen. Dazu gehören u.a. die Revell Emailfarben, Zero Paints, Tamiya-LP und TS-Farben.

Du erwähnst, dass Du parallel zum Neustart auch gleich das Thema Airbrush in Angriff nehmen möchstest. Damit eröffnest Du eine weitere, nicht zu unterschätzende "Baustelle", zumal Du Dich dann ja auch gleich ohne allzu großes Hintergrundwissen schon zum Kauf einer entsprechenden Ausrüstung entscheiden musst.

Evtl. wäre es daher am Anfang ratsam, mit einer Spraydosenlackierung zu beginnen. In dem Fall würde ich Dir konkret die TS-Farben von Tamiya empfehlen. Diese sind relativ leicht zu verarbeiten und verzeihen einiges. Es ist darauf zu achten, dass die Dose etwas erwärmt wird, beim Auftrag ausreichend Abstand gehalten wird (ca. 20-30 cm) und dass Du mit kurzen, möglichst gleichmäßig verteilten "Spraystößen" lackierst. Dann wirst Du relativ schnell ein ordentliches Resultat erzielen und brauchst Dich am Anfang noch nicht mit airbrushspezifischen Dingen wie Reinigung etc. befassen. Ganz billig sind diese Farben nicht, aber wie bei fast allen Tamiya-Produkten, sind sie ihr Geld wert. Ein Tipp für günstige Preise bei sehr fairen Versandkosten wäre Modellbau Seidel: http://www.modellbau-seidel.de/index.php…0_TS-Farben.web
Falls Du vorab eine Grundierung aufbringen willst - in aller Regel ist das zu empfehlen - kannst Du diese ebenfalls als Spraydose vom Tamiya bekommen.

Probiere viel aus, Du wirst nicht drum herum kommen... :D
Und halt uns mit Deinen Fortschritten auf dem Laufenden!
Gruß
Thomas

Zuletzt fertiggestellt:
De Tomaso Pantera GTS
Jaguar XJ-S V12
Corvette Roadster 1962

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Montag, 16. April 2018, 13:14

Hallo Tommy :hand: ,

eben gerade dieser YT Channel hat mich ja "angefixt". Mir ist bewusst dass das Thema Airbrush ein eigenes, sehr umfangreiches ist. Aber ich möchte es einfach mal probieren und eben nicht mit Pinsel oder der Dose hantieren. Ich denke auch, ich habe mir ein System ausgesucht das für den Anfang reichen sollte, Recherche habe ich dafür bereits betrieben.

Bei den Themen welche Farbe und welcher Kleber bin ich aber halt hängen geblieben... es soll ja "besser" werden als damals wo es halt mit dem Internetshops und Zubehörmarkt noch nicht so gut bestellt war. Ich werde Euch aufjedenfall über den Fortschritt auf den laufenden halten. Aktuell bin ich noch dabei mir die Materialen zusammen zu stellen, ich starte ja wirklich bei 0. Im Singlehaushalt ohne Mutti ists nichts mit Schaschlikspießen von Mutti und dem Nail-Art Set von der Frau/Freundin/Schwester (mal nur so als Beispiel :lol: ).

Der von dir verlinkte Thread scheint genau das richtige für mich zu sein. Leider werden mir dort keine Bilder angezeigt, liegt das an meiner Hardware oder sind die über die Jahre "verschwunden". Ansonsten werde ich mir die ganzen How To bei beim ScaleModeler noch mal reinziehen.

Bei den Farben dachte ich wirklich an die Zero Paints... oder vielleicht kennt jemand ein Set wo man viele Grundfarben (Schwarz, Grautöne, Metallic etc.) für den Auto(innenausbau) bereits fertig bekommt. Meine da bei Vallejo mal sowas gesehen zu haben.

Ich verstehe natürlich das es ein wenig "frech" ist direkt mal drauf los zu fragen. Gibt ja so 1-2 Sachen wo ich mich auch recht gut auskenne und in Foren unterwegs bin und dann halt dort ein "neuer" kommt der "zu faul zum Suchen ist". Ich kann das also ein Stück weit verstehen - aber das Thema ist so unheimlich komplex und vielschichtig das man ja gar nicht weiß wo ich zuerst gucken soll. Daher bin ich über jeden stuppser in die richtige Richtung dankbar und vielleicht geht es ja irgendeinen stillen Mitleser gerade wie mir auch, der sich die selben Fragen stellt.

Der Tipp mit den Onlinehändler ist für mich schonmal sehr wertvoll. Bei Amazon habe ich nur zu horrenden Preisen gefunden bzw. bei eBay alles einzeln mit haufen VSK am Ende. Der scheint fast alles zu haben was ich brauche.

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Montag, 16. April 2018, 13:46

Hallo Matthew,

wie bereits erwähnt wurde, jeder hat andere Techniken und Dinge mit denen er am besten klar kommt. Da hilft oft nur probieren und es selber heraus finden.
Aber ich möchte dir meine Erfahrungen bzgl. Farben und Kleber erzählen.

Ich baue nur zivil, PKW und LKW. Für Innenräume, Unterböden, Rahmen und dergleichen nehme ich Revell Aqua Farben her. Anfangs habe ich ausschließlich Pinsel benutzt, mittlerweile mache ich fast alles mit der Airbrush. Nur Details werden dann noch mit dem Pinsel ergänzt. Die Farben habe ich aufgrund der guten Verfügbarkeit genommen. So gibt es diese in der Spielwarenabteilung beim Müller, und das günstiger wie bei den meisten Onlinehändlern. Allerdings habe ich jetzt auch schon einige Versuche mit den Vallejo ModelAir Farben gemacht. Die Farben gefallen mir auch sehr gut, da keine Verdünnung notwendig ist für die Airbrush. Bei den Aquas kommt man um eine Verdünnung nicht herum, wenn man diese mit der Airbrush verarbeiten will. Zum verdünnen nehme ich entweder die Verdünnung vom Revell für die Aquas oder transparenten Glasreiniger.
Ich würde dir raten, mit der Airbrush zunächst nur Teile wie oben erwähnt zu lackieren. Die Teile brauchen keinen Glanz wie Lack, daher ist es auch einfacher zu lackieren und wenn was schief geht, ist es auch nicht so schlimm. Karosserieteile lackiere ich oft immer noch mit der Dose, weil ich mich damit einfacher tue und deutlich bessere Ergebnisse erhalte.

Bzgl. Kleber kommt es auf die Teile an. Wenn ich die Teile vor dem lackieren zusammen klebe (wie bspw. beim Motorblock oder dem LKW Rahmen), nehme ich immer Revell Contacta Professional. Um lackierte Teile zusammen zu kleben benutze ich Uhu Sekundenkleber. Entweder flüssig oder in Gel Form, wobei der Gel Kleber leichter zu dosieren ist. Und um Scheinwerfer oder Scheiben einzukleben nehme ich meistens Revell Contacta Clear, da dieser weder Lack noch Kunststoff angreift.

Ich hoffe, mein Beitrag hilft dir weiter :)

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Montag, 16. April 2018, 14:13

Im Singlehaushalt ohne Mutti ists nichts mit Schaschlikspießen von Mutti und dem Nail-Art Set von der Frau/Freundin/Schwester (mal nur so als Beispiel :lol: ).
Dafür wird Dir im Singlehaushalt ohne Mutti aber auch niemand vorhalten, dass das Wetter draußen viel zu schön für Modellbauen ist oder dass es hier oder da schon wieder nach Verdünner stinkt... :D
Der von dir verlinkte Thread scheint genau das richtige für mich zu sein. Leider werden mir dort keine Bilder angezeigt, liegt das an meiner Hardware oder sind die über die Jahre "verschwunden".
Ich kann die Bilder normal sehen, vielleicht nochmal einen anderen Browser probieren oder die Seite direkt aufrufen. Der Link befindet sich auf der Profilseite von Dominik...
Bei den Farben dachte ich wirklich an die Zero Paints...
Da landen viele, nicht alle, Autobauer früher oder später. Die Basecoats kannst Du in der Tat 1:1 so in die Airbrush geben. Diese Farben sind aber als Lösemittelfarben gesundheitsschädlich, vergiss also bitte nicht, Dir sowas zu besorgen: https://www.amazon.de/dp/B00EJIMZT8/ref=…1845&th=1&psc=1
Weiterhin muss Du wissen, dass die ZP-Farben matt austrocknen, also dann auch noch eine glänzende Klarlackierung erforderlich ist. Was dann wieder eine weitere Baustelle wäre... 8o
Aber auch dazu findest Du hier im Forum jede Menge Input.
Ich verstehe natürlich das es ein wenig "frech" ist direkt mal drauf los zu fragen. Gibt ja so 1-2 Sachen wo ich mich auch recht gut auskenne und in Foren unterwegs bin und dann halt dort ein "neuer" kommt der "zu faul zum Suchen ist".
Keine Sorge, der Eindruck von Faulheit entsteht hier schon nicht, dafür gibst Du Dir zuviel Mühe bei der Formulierung Deiner Fragen... (anders als so manch andere Neulinge, die enttäuscht waren, dass man Ihnen als Antwort auf einen Oneliner mit Fragezeichen nicht gleich die ganze "Modellbau-Welt" erklärte... :P )
Der Tipp mit den Onlinehändler ist für mich schonmal sehr wertvoll. Bei Amazon habe ich nur zu horrenden Preisen gefunden bzw. bei eBay alles einzeln mit haufen VSK am Ende. Der scheint fast alles zu haben was ich brauche.
Diesen speziellen Händler hatte ich aufgrund meiner Empfehlung für die Tamiya-Farben genannt, es gibt jede Menge weiterer guter Händler mit unterschiedlichen Schwerpunkten, einfach recherchieren bzw. es gibt auch eine Liste hier im Forum.
Gruß
Thomas

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Dienstag, 17. April 2018, 21:40

Danke schonmal für die vielen Tipps. Ich habe jetzt das Bastelmaterial geordert, also Werkzeuge, Farben, Leim etc. puh... also eine Drogensucht wäre glaube ich billiger. Aber ist man investiert ja am Anfang immer etwas. Hab bei Modelbau Seidel bestellt und daher überwiegend Tamiya Produkte. Der Preis dort ist wirklich Klasse, viel Billiger als im Conrad (der einzige Händler der Tamiya Farben und Zubehört führt in meiner Umgebung) und zudem mit moderaten Versandkosten. Dazu dann auch das Airbrushgerät und Kompressor... das kam noch mal eine Stange.

Wenn ich Glück habe, kann es am Wochenende losgehen und ich fange ganz langsam an. Innenraum und Karo ist doch an einem Tag geklebt und lackiert? Dann noch den Sonntag um das ganze zusammen zu setzen und fertig, oder? :lol:
Also Modell für den Anfang habe ich mir bei der Bucht einen Mitsubishi Lancer Evo 6 ausgesucht, der kam 15€ - angeblich wurde bisher nur ein Rad "aufgesteckt" das kann ja viel heißen, ich lass mich mal überraschen. Das ganze soll mit Tamiya Farben in Schwarz lackiert werden und ansonsten OOB.

Wenn es vorzeigbares gibt, werde ich es hier posten. Mach ich dann dafür ein eigenes Thema auf oder hier rein? Tipps und Hinweise sind dann natürlich auch wieder gern sehen.

Ziel soll es sein mich mit Tamiya vertraut zu machen, mit dem neuen Kleber und dem Lackieren. Am Ende soll ein Model rauskommen das aus etwa einen halben Meter Entfernung als "ordentlich" angesehen wird. Mit kleineren Unsauberkeiten wie doch zu großen Klebeflecken oder Orangenhaut auf dem Lack werde ich leben - erstlingswerk.

So Ziele sind gesteckt, großteil das Materials geordert, jetzt muss es nur noch geliefert werden.

EDIT: Mir ist eben eingefallen das ich zwar ein Haufen Farbe gekauft habe, aber keine Grundierung. Meint ihr das auch ein leichtes anschleifen aussreichen würde für die Karosserie? Im Innenraum hätte ich jetzt sowieso auf Grundierung verzichtet.

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Mittwoch, 18. April 2018, 10:27

also eine Drogensucht wäre glaube ich billiger.

Warte ab, bis Du Hunderte Bausätze gehortet hast, dann rechne nochmal nach... :abhau:

Dazu dann auch das Airbrushgerät und Kompressor

Da bin ich neugierig, welche Ausstattung ist es denn geworden? Der kleine "Kompakt-Kompressor" von Tamiya?

Wenn es vorzeigbares gibt, werde ich es hier posten. Mach ich dann dafür ein eigenes Thema auf oder hier rein?

Nach meinem Verständnis hier in diesem Thread. Es geht ja um Deinen Wiedereinstieg und die Bilder sind dann Teil davon. Wenn Du einen ganzen Bau dokumentierst, wäre das was für die Abteilung Bauberichte, die Bilder des fertigen Modells kämen dann in die Bildergalerie.

Mir ist eben eingefallen das ich zwar ein Haufen Farbe gekauft habe, aber keine Grundierung. Meint ihr das auch ein leichtes anschleifen aussreichen würde für die Karosserie? Im Innenraum hätte ich jetzt sowieso auf Grundierung verzichtet.
Kommt zwar etwas darauf an, welche Tamiya-Farbe (Acryl, Enamel oder Laquer) Du gekauft hast, aber grundsätzlich würde ich sagen, nass anschleifen mit 1000er Schleifpapier und gut ist. Wichtig ist, dass die Karo vor dem Lackieren weitgehend staub- und fettfrei ist. Ich benutze dafür eine alte Zahnbürste, mit der ich Scheuermilch kreisförmig auftrage. Dann mit klarem Wasser abspülen und mit einem Fön (bei max. mittlere Temperatur) gründlich trocknen, bevor es dann direkt ans Lackieren geht.
Gruß
Thomas

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Mittwoch, 18. April 2018, 11:01

Dieser Kompressor:
https://www.airbrush-city.de/airbrush-ko…-189a/a-186490/

Und diese Gun:
https://www.airbrush-city.de/airbrush-pi…p35-c/a-177065/

Von Tamiya habe ich die Acryl Farben gekauft. Verdünner hatte ich auch vergessen :bang: aber den gibt es auch im Conrad.

Der ScaleModeller auf Youtube grundiert ja ALLES und auch sonst was ich mir so ansehe wird IMMER grundiert und dann muss das ja auch noch mal fein angeschliffen werden. Verstehe ich nicht ganz. Also ich werde wohl wirklich den Innenraum ohne Grundierung machen und die Karosserie fein anschleifen und dann einfach mal gucken wohin die Reise geht :ahoi:

Ist es richtig das ich die Airbrushgun nur mit Reiniger/Verdünner duchspritzen muss, wenn ich die Farbe wechseln möchte und am besten von hell nach dunkel gehe, oder ist komplette auseinander bauen und reinigen notwendig? Würdet ihr mir noch eine Sprühkabine empfehlen oder tut es erstmal ein aufgestellter offener Karton als Spritzschutz?

Danke! :ok:

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11

Mittwoch, 18. April 2018, 11:24



EDIT: Mir ist eben eingefallen das ich zwar ein Haufen Farbe gekauft habe, aber keine Grundierung. Meint ihr das auch ein leichtes anschleifen aussreichen würde für die Karosserie? Im Innenraum hätte ich jetzt sowieso auf Grundierung verzichtet.


Ich benutze nie Grundierung sondern schleife alle Teile immer leicht an.
Farbe hält und überlebt Maskieren.

Grundierung macht halt Fehlstellen die Nachbearbeitung benötigen leichter deutlich - aber wie gesagt, ich grundiere nie.

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Mittwoch, 18. April 2018, 15:04

Von Tamiya habe ich die Acryl Farben gekauft. Verdünner hatte ich auch vergessen :bang: aber den gibt es auch im Conrad.
Du kannst auch Isopropanol verwenden, gibt es in jeder Apotheke. Siehe auch: Farben & Verdünnung: Tamiya verdünnen
Der ScaleModeller auf Youtube grundiert ja ALLES und auch sonst was ich mir so ansehe wird IMMER grundiert und dann muss das ja auch noch mal fein angeschliffen werden. Verstehe ich nicht ganz.
Tom arbeitet arbeitet zumeist den klassischen Zero Paints-Turn ab: Primer, Basecoat, Klarlack, alles von ZP. Na ja, er verkauft das alles ja auch in seinem Online-Shop. Dann sollte er bei der Verwendung mit gutem Beispiel vorangehen. 8)
Der Primer hat die Funktion des besseren "Verankerns" der Farbpartikel auf der Plastikoberfläche. Das Anschleifen des Primers wiederum hat - neben der Beseitigung evtl. Ungleichmäßigkeiten - den Sinn, eine möglichst glatte Oberfläche für einen möglichst starken Glanz zu erzielen. Was meiner Ansicht nach bei Zero Paints widersinnig ist, weil a) die auf den Primer auflackierten Basecoats sowieso matt austrocknen und b) zumindest der 2K-Klarlack einen derart starken Glanz hat, dass es praktisch egal ist, ob sich darunter ein matter oder glänzender Basecoat befunden hat.
Würdest Du einen Primer in Verbindung mit den Tamiya-Acrylfarben verwenden, würde ich das Anschleifen des Primer für sinnvoll erachten, da die Tamiya-Farbe ja glänzend austrocknet. Alles klar? :cracy:
Ist es richtig das ich die Airbrushgun nur mit Reiniger/Verdünner duchspritzen muss, wenn ich die Farbe wechseln möchte und am besten von hell nach dunkel gehe, oder ist komplette auseinander bauen und reinigen notwendig? Würdet ihr mir noch eine Sprühkabine empfehlen oder tut es erstmal ein aufgestellter offener Karton als Spritzschutz?
Durchspritzen sollte zwischendurch reichen, Du siehst dann ja, wenn Du den Reiniger auf ein weißes Papiertuch sprühst, ob er transparent ist oder noch Partikel der vorigen Farbe enthält. Eine Absauganlage brauchst Du für die Tamiya-Acrylfarben nicht unbedingt. Bei Lösemittelfarben dann schon eher...
Gruß
Thomas

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13

Mittwoch, 18. April 2018, 15:31

Ja, macht total Sinn. Ich mag das ja wenn es spezieller wird. Ich glaube der erste Versuch ist jetzt notgedrungen: leicht anschleifen ohne Primer. Entweder es sieht schick aus und es hält... oder das ganze ist halt ein Versuch gewesen.
Danke noch mal für die ganzen Tipps! :ok:

Deine Meinung zu meinen Kompressor und der Gun Tommy?

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Mittwoch, 18. April 2018, 16:18

Bzgl. Grundierung hätte ich noch eine Anmerkung.
Oft geht es nicht nur darum, einen besseren Halt der Farbe zu erhalten, sondern auch einen Untergrund zu bekommen, der farblich homogen ist. Beispielsweise beim Ferrari 599 GTO Bausatz von Revell ist die Karosserie aus roten Kunststoff, die Motorhaube allerdings in grau. Wenn man jetzt direkt rot auftragen würde, würde man einen deutlichen Unterschied zwischen Haube und Rest erkennen. Daher würde es sich da anbieten, alles in weiß zu grundieren im später ein homogeneres Farbbild zu erhalten.
Generell ist bei den Farben rot, gelb, weiß und ggf. auch grün eine Grundierung in weiß Ratsam. Es muss aber nicht unbedingt eine spezielle Grundierung sein, oft reicht auch eine normale Farbe in weiß.

15

Mittwoch, 18. April 2018, 16:19

Deine Meinung zu meinen Kompressor und der Gun Tommy?

Das sind vernünftige Käufe nach meiner bescheidenen Meinung. Das Geld wert, kein Schrott, aber nicht zu teuer, um dann nicht doch irgendwann mal auf was anderes ausgewechselt werden zu können.
Einen ähnlichen Kompressor habe ich seit meinem Wiedereinstieg vor 2 Jahren im Einsatz, beschwerdefrei. Auch etliche andere Kollegen hier im Forum, wenn ich es richtig mitbekommen habe.
Die Airbrush kenne ich nicht, Sparmax soll aber sein Geld wert sein, gutes PLV also und Ersatzteile sind problemlos zu bekommen.
Mit der Düsenstärke von 0,35 sollte sich gut "allroundmäßig" arbeiten lassen.
Na denn, frohes Schaffen damit!

Oft geht es nicht nur darum, einen besseren Halt der Farbe zu erhalten, sondern auch einen Untergrund zu bekommen, der farblich homogen ist. Beispielsweise beim Ferrari 599 GTO Bausatz von Revell ist die Karosserie aus roten Kunststoff, die Motorhaube allerdings in grau. Wenn man jetzt direkt rot auftragen würde, würde man einen deutlichen Unterschied zwischen Haube und Rest erkennen. Daher würde es sich da anbieten, alles in weiß zu grundieren im später ein homogeneres Farbbild zu erhalten.
Generell ist bei den Farben rot, gelb, weiß und ggf. auch grün eine Grundierung in weiß Ratsam. Es muss aber nicht unbedingt eine spezielle Grundierung sein, oft reicht auch eine normale Farbe in weiß.

Da hast Du natürlich völlig Recht, Jurij! Ich habe diese Woche eine Karo in einem knalligen Orange lackiert und vorab den Fehler gemacht, grau zu grundieren. Passiert mir nicht nochmal... :wacko:
Gruß
Thomas

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16

Donnerstag, 19. April 2018, 19:34

Sämtliche Arbeitsmaterialen sind nun da. Eigentlich könnte es logehen... leider sind die über eBay gekauften Modelle noch nicht eingetroffen - hoffe das wird morgen oder Samstag noch :!!

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Freitag, 20. April 2018, 16:01

Der Kompressor wurde heute einmal "trocken" getestet... macht einen guten Eindruck, ebenso wie die Spraygun. Freue mich schon richtig das am WE oder vielleicht sogar schon heut abend auszuprobieren. Finde den Kompressor auch von der Lautstärke her völlig ok, mein Kühlschrank macht manchmal schlimmere Geräusche.

Was ist eigentlich der Vor- und Nachteil von weniger bzw. höheren Druck? Hab gehört das man mit irgendwas zw. 1,5 und 2,5 gut arbeiten kann, aber wann nehme ich 1,5 und wann 2,5 bzw. irgendwas dazwischen?

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18

Freitag, 20. April 2018, 21:02

Eine allgemeingültige Regel gibts da nicht.

Ich habe 3 Triplex mit Düsengrößen 0,55, 0,35 und 0,25 und habe einen Druck von 1,2 bis 1,3 bar für alle 3 Pistolen (mit einem Werther Sil Air 20A Kompressor)
Ich verwendete Vallejo Acrylfarben die auch immer noch etwas verdünnt werden oder Trocknungsverzögerer bekommen (Flow-Improver nennt Vallejo das)

Richtig ist der Druck wenn die Farbe noch etwas feucht auf der Oberfläche landet.

Da spielen viele Faktoren mit rein, Farbe, Pistole, Kompressor.

Da ist einfach ausprobieren angesagt.
Denke mal mit 1.3 bar anfangen ist ein brauchbarer Start, und dann mußt du sehen wo du hinregulieren mußt für einen guten Farbauftrag.
Am wichtigsten denke ich, Farbe schön dünnflüssig, man sagt gerne "wie Milch" und immer mehrere dünne Farbaufträge.

Ich hatte lange immer wieder Probleme, daß ich keine längeren Sitzungen am Stück sprayen konnte, ohne daß irgendwann die Pistole zum Spucke anfing.
Gibt haufenweise Tips zu diesem Thema, alles ausprobiert, am Ende war bei mir der Original Flow-Improver von Vallejo der Bringer.
Ich spar ja gerne mit guten Tips und laße die teureren Originalprodukte im Regal stehen - in diesem Fall kaufe ich dann aber doch die Vallejoware.

Will damit sagen, was bei dem einen funktioniert mag bei einem anderen gar nicht gut funktionieren.

Du hast dir eine große Spielwiese aufgemacht ;-)

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Sonntag, 22. April 2018, 18:55

:wink: So, die ersten Erfahrungen sind gemacht. Die Ergebnisse sind mir aus grauer Vorzeit noch bekannt. Ich weiß jetzt auch schlagartig wieder wieso ich es damals aufgegeben habe :thumbsup:

Aber ich will diesmal dran bleiben und da soll irgendwas herzeigbares rauskommen.



Also bei den ersten Teilen an der Karosserie war noch alles fein. Seltsamerweiße habe ich irgendwie Schwierigkeiten die Trennnaht sauber weg zu bekommen. Mit dem Schleifpapier bekomme ich nur schwer weg und mit dem Messer muss ich aufpassen, das ich nicht zu tief ins Plastik schneide. Generell fühlt sich das Plastik in diesem Bausatz sowieso recht "weich" an. Keine Ahnung ob das so normal ist oder wegen des Alters, der Kit hat ja auch bestimmt schon 20 Jahre auf dem Buckel.

Es geht um den Mitsubishi Lancer Evo 6 in 1:24 von Tamiya. Bauberichte zum abgucken habe ich nach einer groben Recherche leider keine gefunden.

Bin leider einige male beim Nachfahren der Gravuren über den Spalt gekommen und hab Kratzer in die Karosserie gemacht. Aber die lassen sich wegschleifen. Außer an der Motorhaube, da erkennt man beim genauen hinsehen das dort eine Kante reingekommen ist. Die Fronststoßstange hat auch noch gut gepasst, aber bei den Schwellern und den hinteren Stoßfängern war das alles nicht mehr so leicht. Ich weiß nicht, da hab ich mir von der hoch gelobten Tamiya Passgenauigkeit mehr erhofft. Den hinteren Stoßfänger musste ich etwas abschleifen und auch die Karosserierundung der Radhäuser versäubern damit der Übergang stimmt.



Der eine Schweller auf der einen Seite wollte gar nicht halten. Das sieht nun richtig kacke und unsauber aus.



Mal sehen ob da mit Schleifen noch was geht. Vielleicht hat ja jemand einen Tipp. Auch die beiden Abdeckungen für die vordernen Zusatzscheinwerfer haben eine Kante bzw. sind leicht eierig geworden, da Tamiya genau an der Kante die Teile in den Spritzling gegossen hat.




Mit Farbe und der Airbrush lege ich erst später los. Mein Ziel war es erstmal die Karosserie soweit es geht zum Anschleifen vorzubereiten. Sofern die restlichen Schönheitskorrekturen durch sind. Auch auf der Motorhabe habe ich einen schönen Klebefleck praktiziert. Ebenfalls nicht gepasst hat der Halter für den hinteren Flügel und leider habe ich dann zu viel weg geschliffen, aber mein Gott. Das sieht man ja zum Glück kaum.



EDIT: Bilder angepasst. Hui... müssen die klein sein. Da leidet die Qualität manchmal ganz schön.

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