Sie sind nicht angemeldet.

91

Freitag, 7. Juli 2017, 12:08



Einen solchen Taumelschlag haben im Übrigen Bremsscheiben an richtigen Autos auch. Hab also einfach abgekupfert

Na dann viel Spass beim Fahren! :D
Mit Deinen Ausführungen über den "Taumelschlag" bist wohl einer Ente aufgesessen.

"Roll Back:
Der Dichtring zwischen Bremskolben und Bremssattel soll neben der Dichtfunkion den Kolben nach einer Bremsung um einen gewissen Weg zurückziehen, um ein Lüftspiel zu realisieren, das sog. Roll Back. Dieses statische Lüftspiel wird konstruktiv eingestellt. Es wird im Wesentlichen beeinflusst durch die Geometrie der Dichtringnut und der Oberflächenbeschaffenheit von Kolben und Dichtring. Das dynamische Lüftspiel ergibt sich aus Bewegungen zwischen Bremsscheibe und Bremssattel. So werden z.B. bei hoher Querbeschleunigung die Beläge weit zurück geschoben da die Bremsscheibe in Folge von Radlagerspiel und Elastizitäten ihre Winkellage verändert. "

Quelle: Bremsenhandbuch: Grundlagen, Komponenten, Systeme, Fahrdynamik (ATZ-MTZ Fachbuch) von Breuer und Bill, Vieweg Verlag

Nichts für ungut,
Gruß Ralf

92

Freitag, 7. Juli 2017, 17:44

Hallo Ralf
, jo was den Taumelschlag angeht, hast wohl recht - zwar bezieht sich Dein Post ja mehr darauf, wie beim Auto sicher gestellt wird, dass die Bremse nicht festläuft, allerdings ist der Taumelschlag in der Tat wohl eine Ente (hab auch nochmal im Netz nachgelesen)
von daher bin ich Dir für Deinen Hinweis und die Erklärung dankbar :thumbsup:
-wird auch geändert - die bisher gefertigten Bremsscheiben werden hinten verbaut (dort werden sie anders verbaut werden, sodass ich die Bohrung dementsprechend nacharbeiten kann).
Was mich allerdings etwas nachdenklich stimmt, ist dass die Mär vom Taumelschlag von dem Mechaniker der Vertragswerkstatt kam...
Also entweder ist der gute Ahnungslos, oder aber er wollte einfach irgendwas erzählen, damit er das Tauschen der Bremsscheiben, -beläge und der Bremssättel rechtfertigen konnte.
Anyway: freut mich natürlich auch, dass Du in meinen Baubericht reingeschaut hast.
LG Martin :wink:
P.S.
hab auch das Ganze mal getestet: zwar war taumelt die Bremsscheibe nur minimal, aber die dabei entstehenden Vibrationen, die auf die Radachse wirken sind doch enorm. :!!

93

Freitag, 28. Juli 2017, 22:07

Hallo und schönen Abend zusammen :wink:
nachdem hier zeitlich bedingt in den letzten Wochen ein wenig Funkstille geherrscht hat, freut es mich nun endlich wieder einmal die erforderliche Zeit gefunden zu haben, um nicht nur ein bisschen wieter zu bauen, sondern auch darüber zu berichten.
Also- los geht´s.
Bevor ich mich nochmals an den Bremsscheiben versuche (bin da gerade am rumkniffeln, um die nötige Genauigkeit der Bohrung an der Radnabe inklusive Befestigungsnut und den Bohrungen an der Stirnseite hinzubekommen - der Kauf eines Ständers für den Dremel hat nicht den erhofften Fortschritt gebracht, weil das Ding dann doch ein wenig in der Führung schlackert :motz: , zumal wenn man versucht exakt senkrechte Bohrungen in eine Runde Oberfläche zu bekommen. Wird wohl auf die Verwendung verschiedener Schablonen und Hilfskonstruktionen herauslaufen... :S ) habe ich mich zuerst einmal dem ganzen anderen "Kleinscheiß" an der Bremse gewidmet.
Zuerst einmal habe ich am Achsträger noch einige Veränderungen vorgenommen. Zuerst einmal mussten die Endbleche an der Radseite so angepasst werden, dass noch genug Platz für die Bremsbacken zur Verfügung steht. Da ich entlang der Achse um jeden Milimeter kämpfen muss, habe ich mich dazu entschieden die Endbleche kurzerhand zu kürzen. Zuerst habe ich eine Stellprobe gemacht:

Danach angezeichnet und die Endbleche so gekappt, dass die Bremsbacken neben den Endblechen direkt auf dem Achsträger Platz finden:

Hier nochmal die beiden gekappten Endbleche, die dann auf die Achsträger montiert werden:

Als nächstes habe ich mir die Achsträger vorgeknöpft mit der Idee diese so im Inneren zurecht zu schleifen, dass der vier Milimeter breite Steg zwischen den Kugellagern auf knapp die Hälfte zurecht gestutzt wird und somit das innere Kugellager, welches also von der Chassisseite her eingebaut wird, um knapp zwei Milimeter Richtung Rad wandert, wodurch ich nochmal zwei Milimeter mehr Platz auf der Achse gewinne.
Also habe ich die Achsträger von der Innenseite her bearbeitet.... Hier ein solcher Achsträger von der Innenseite her betrachtet:

Wie auf dem Bild gut zu sehen ist, ist das man gar nichts gut sehen kann. Der Steg, dem es an den Kragen gehen soll ist kaum zu erkennen. Ich hab´s sogar schon damit versucht die Achsträger mit einer Taschenlampe auszuleuchten - gesehen hab ich auch nicht wirklich was :(
Also hab ich mal auf meine Regierung hier Zuhause gehört die meinte: warum färbst Du es nicht ein, damit du besser sehen kannst?
Gesagt getan - ich habe mir also meinen weißen Lackstift geschnappt und hurtigst den Steg eingefärbt, mit folgendem Ergebnis:

Nun, was soll ich sagen: Heureka- fiat lux- ey guckst Du - man sieht was, und folglich auch was man tut. :tanz:
Damit war das ausfräsen der Achsträger nur noch ein Kinderspiel - der böse Steg in der Mitte ist nur noch halb so breit und die inneren Kugellager sind damit um knappe 2mm nach innen gerutscht:

Und hier die beiden Achsträger mit tiefergelegten Kugellagern:

Danach habe ich die Endplatten der Achsträger (Radseite) so ausgefräst, dass die montierten Kugellager nicht an den Endplatten schleifen können:

Und danach habe ich mich endlich einmal mit den Bremssätteln beschäftigt. Dazu sei von vorne herein angemerkt, dass bisher erst ein Bremssattel soweit, wie im Folgenden gezeigt gefertigt wurde. Ich musste mir zuerst einmal klar werden, wie genau das Ganze aussehen sollte, und zudem ist die ganze Fertigung sehr zeitaufwändig. :S
Wie dem auch sei - ich habe zu allerst einmal ein Stück 20x25 mm aus dem 4mm dicken CFK Blech ausgeschnitten. Welche Maße genau das Blech haben sollte, war mir zu dem Zeitpunkt selbst noch nicht klar, aber zumindest im Groben sollte das passen:

Nach dem Ausschneiden habe ich die Schnittkanten geglättet, im Winkel gerichtet und mit einem 1,2 mm breiten und 5mm langen, mittig positionierten Ausschnitt versehen:

Danach habe ich eine Nut in die Mitte des Bleches gefeilt, welche ich mit der Dreikantfeile so geweitet habe, dass ich eine Laufschiene bekommen habe:

Die Anrisslinien oben und unten sind lediglich Hilfslinien für eine eventuelle Abschrägung der Außenkanten.
Anschließend habe ich die Bremsbacken so abgeschliffen (zuerst von Außen her mit einer normalen , danach mit einer Dreikantschlüsselfeile), dass ich einen Trapetzförmigen Zapfen in der Mitte zum Überstehen hatte:

Hier der Bremsbacken der Radinnenseite:

Die weiße Farbe dient zur Verortung der genauen Lage und Ausrichtung der Nut, oder Laufschiene wenn man so will am Bremssattel.
Zur beachtung - die Außenform der Bremsbacken ist im Moment noch nicht genau definiert, weil mir zur Führung der Bremsbacken in den Bremssätteln eine Kobination von möglichen Führungen vorschwebt. Im Moment aber geht´s nur um die zentrale Führung an der Oberseite des Bremssattels.
Danach habe ich aus diesem Trapetz an der Oberseite so Material abgeschliffen, dass ein 1 mm breiter Zapfen stehen blieb:

Wir erinnern uns- der Ausschnitt im Bremssattel ist 1,2 mm breit - ich habe also jeweils 0,1 mm pro Seite Luft, damit das Ganze laufen kann - geringere Toleranzen bekomme ich mit meinen Mitteln einfach nicht hin - sollte aber dennoch funktionieren.
Hier jetzt biede Bremsbacken von Oben betrachtet, mit beiden Führungsformen - also dem beiden Trapezseiten, welche in die Schiene im Bremssattel eingehängt werden und dem Steg in der Mitte, der in dem Ausschnitt im Bremssattel läuft.

Anschließend habe ich den Bremssattel auch von der anderen Seite entlang der Schiene mit einem 1,2mm Ausschnitt versehen, der bis auf einen Milimeter an den anderen Ausschnitt herangeführt wurde, sodass ich einen Anschlag in der Mitte des Bremssattel bekomme, über den ich definieren kann, wie weit die Bremsbacken maximal geschlossen werden können.

Das Bild ist mit Blick auf die Laufschiene im Bremssattel geschossen.
Anschließend habe ich an dem radseitigen Bremsbacken den 1 mm breiten Zapfen in der Länge ein wenig gekürzt, um den Abstand der beiden Bremsbacken bei Maximalschließung weiter zu verringern. Es wäre natürlich theoretisch auch möglich gewesen den Anschlag abzuschleifen, da dieser Anschlag aber der neuralgische Punkt der ganzen Konstruktion ist, wollte ich nicht noch mehr Material an der Stelle abschleifen. Im Moment ist der Anschlag 2mm Breit und hat eine Materialstärke von 1,5 mm. Das sollte eigentlich reichen, aber weniger wollte ich an der Stelle eben auch nicht haben.
Hier jetzt die vorläufig fertigen Bremsbacken und der Bremssattel:
Oben ist der Radseitige Bremsbacken zu sehen, unten der Bremsbacken der Chassisseite und rechts schließlich der Bremssattel:

Und hier bereits provisorisch montiert im maximal geschlossenen Zustand:

Und nochmal zum Vergleich im offenen Zustand:

Und zu guter Letzt ausgerüstet mit Federn, die sicher stellen sollen, dass sich die Bremsbacken auch ordnungsgemäß öffen:

Ich habe mich hier dafür entschieden von dem Provisorium mit den gekürzten Kulifedern abstand zu nehmen, da ich mit diesen keine gleichmäßige Federkraft sicher stellen kann und sie zudem auch beschi... ausgesehen haben.
Diese Federn habe ich mir im Netz bestellt, passend natürlich in der Größe : Innendurchmesser 1,2mm Drahtdurchmesser 0,2 mm und das wichtigste vor allem: Mit einer Federkraft von 1,12 N bei Maximalem Federweg von 2mm.
Ich hoffe es hat euch ein wenig gefallen bis hierhin - demnächst geht es dann mit der genaueren Außenform des Bremssattels weiter.
Und wie immer: Kommentare, Anmerkungen, Fragen, Kritik usw. sind herzlich willkommen.
LG und eine Gute Nacht
Euer Martin :wink:

94

Freitag, 28. Juli 2017, 22:24

Und nochmal Hallo zusammen :wink:
Einen kurzen Nachtrag habe ich noch - und der richtet sich vor allem an die Tipps von Hans Jürgen hinsichtlich der Materialauswahl: Sollte sich nämlich die Konstruktion der Bremssättel und Bremsbacken in CFK als nicht hinreichend zuverlässig erweisen, wird das Ganze dann in Alu gefertigt - ich hab mir halt die 4mm Platte vor allem dafür bestellt - wenn´s nicht klappt wird halt ausgewichen - aber wie heisst es doch so schön: Versuch macht Kluch. ;)
Schlaft gut ihr da draußen :sleeping:
LG Martin :wink:

Beiträge: 1 402

Realname: Hans Juergen

Wohnort: Bitburg

  • Nachricht senden

95

Samstag, 29. Juli 2017, 22:46

ein kompliziertes Gewusel , es fehlt mir da irgendiwe der Blick aufs Große Ganze , aber Du machts das schon :ok:

96

Sonntag, 30. Juli 2017, 10:13

Hallo Hans Jürgen, :wink:
jo das stimmt natürlich - würde auch gerne irgendwie deutlicher zeigen, wie der Zusammenhang im Auto ist- bin halt im Moment noch dabei mich Schritt für Schritt an die Bremse ranzutasten - und das geht halt nur in kleinen Schritten da ich jedes Bauteil erstmal selbst entwickeln muss. Sobald ich da ein Stückchen weiter bin zeige ich gerne mal das Ganze. Ich werde einfach mal versuchen sobald als möglich ein paar Gesamtansichten der Radaufhängung zu zeigen.
LG Martin

Beiträge: 1 915

Realname: Franz Holzhauser

Wohnort: Bad Hönningen

  • Nachricht senden

97

Sonntag, 30. Juli 2017, 11:34

Moin Martin,

Respekt vor dem was Du da machst, umsomehr weil ich 0 Ahnung
davon habe. Ich habe so ein wenig in Deinem BB geblättert und
bin wirklich platt über welches Fachwissen Du verfügst.
Hätte niemals gedacht, dass man ein Auto, solch ein Auto, scratchen
kann...
Meinen :respekt:
Keine Frage ist so dumm wie die Antwort, die ich darauf geben könnte...

der Franz :abhau:


im Bau: San Francisco II 1:90

www.holzmodelle.jimdo.com

98

Montag, 31. Juli 2017, 14:28

Hallo Martin,

mir geht es da so wie Franz und Hans Jürgen zusammen.

Viel Entwicklungsarbeit, gepaart mit handwerklichem Können und dennoch das Risiko des nicht vorhersehbaren Ausgangs.

Aber im Notfall hast Du ja Plan B.

Auf alle Fälle - niemals aufgeben!
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

99

Mittwoch, 2. August 2017, 20:13

Hallo Franz, Hallo Ray,Hallo Hans Jürgen,
freut mich natürlich, dass es euch gefällt und natürlch und besonders freut mich euer Vertrauen in mein Gewerkel ^^
UNd nachdem ich heute von einem Kurztripp aus Hamburg zurück gekommen bin, geht´s auch demnächst hier weiter und dann hoffe ich euch einen besseren Blick aufs Ganze bieten zu können und natürlich euer Vertrauen gerechtfertigen zu können.
In diesem Sinne:
schönen Abend euch Dreien :wink:
P.S. @ Ray - aufgeben gibt´s nicht. ;)

100

Samstag, 5. August 2017, 19:05

Hallo ihr da draußen :wink:
zuerst gibt´s nochmal einen kleinen Nachtrag zu meinem letzten Post - nämlich ein etwas genauerer Blick auf die Federn, welche in den Bremsbacken verbaut werden:

Für heute gibt´s nochmal ein Update über den Bremssattel und ein kleines Bild einer Stellprobe, aber dazu später mehr. ;)
Zuerst habe ich zwei Bleche 15+25 mm aus dem 4mm Starken CFK Blech herausgeschnitten und auf einer Seite so angefast, dass ich im vorderen Bereich noch einen kleinen Zapfen stehen hatte, der zur besseren Befestigung am Bremssatteloberteil (Das Ding mit der Schiene vom vorigen Post) dient, hier seht ihr gleich beide Blech zusammen:

Das Bremssatteloberteil wurde mit entsprechenden Nuten ausgestattet, in die diese Zapfen hineinpassen:

Die beiden Seitenteile wurden dann mit dem Bremssatteloberteil provisorisch verklebt:

Anschließend habe ich die Bremsbacken in das Bremssatteloberteil eingehängt und angefangen die Bremsbacken und die Seitenteile des Bremssattels aufeinander abzustimmen. Das habe ich für jede Seite einzeln gemacht und es hat sich als einfacher zu handhaben herausgestellt, für die Anpassungsarbeiten das jeweils übrige Seitenteil, welches nicht in Bearbeitung ist zu entfernen:

Und das Selbe Seitenteil ein wenig mehr entlang der Laufrichtung der Bremsbacken fotografiert. Hier ist die Laufschiene gut zu sehen, die ich in das Seitenteil eingearbeitet habe:

Und hier mal zur Probe mit eingehängten Bremsbacken:

Danach habe ich mir das zweite Seitenteil vorgeknöpft. Beide Seitenteile sind auf die selbe Weise entstanden - dokumentiert habe ich aber leider nur den Bau des zweiten Seitenteils...
Zuerst habe ich den Befestigungszapfen entfernt, weil diese Lösung (also verkleben mit Zapfen) nicht die gewünschte Stabilität erbracht hat. :motz:
Mir ist nämlich beim Wegräumen der Bremssattel auf den Boden gefallen und hat sich in seine (drei) Einzelteile aufgelöst :bang: - ergo: das ist nicht Robust genug. :(
Also habe ich die Fase komplett durch das Bauteil gemacht und bei der Gelegenheit auch gleich eine Lauffläche für die Bremsbacken in das Bauteil eingefeilt:

Und das Bauteil nochmal von einer anderen Seite:

Dann habe ich das zweite Seitenteil an das Bremssatteloberteil angeklebt:

Anschließend wurde erneut sowohl am Bremssattel , als auch an den Bremsbacken so zurechtgefeilt, dass die beiden Bremsbacken leichtgängig im Bremssattel laufen können:

Hier ein Bild der fertig angepassten Bremsbacken:

Wie man auf diesem Bild recht gut sehen kann, werden die Bremsbacken in den Bremssattel eingehängt und laufen in Führungsschienen am Oberteil und in den Seitenteilen des Bremssattels:

Hier ein Blick auf die Seite des Bremssattels. Die Bremsbacken sind in maximal geschlossener Stellung eingehängt:

Und hier nochmal ein Blick in den Bremssattel: Dieser glatte Bremsbacken wird später in Richtung des Radträgers zeigen, wir schauen also quasi in Richtung des Rades. Der Bremsbacken mit der Einfräsung (siehe oberes Bild, wird in Richtung des Rades montiert werden.

Als nächstes habe ich für die Befestigung der Seitenteile am Bremssattel (Schrauben+Verklebung) je zwei Bohrungen in jedes Seitenteil gemacht, wofür ich allerdings zuerst mit dem Zahnarztbohrer einen Ansatz in die schräg liegenden Seitenteile fräsen musste, damit die Bohrer später überhaupt ordentlich greifen konnten:

Danach wurden die Löcher soweit ausgefräst, dass ich die Schrauben darin versenken konnte:

Danach habe ich die Gewinde in die Bohrlöcher geschnitten, die Schrauben eingesetzt und der Länge nach angepasst und schließlich das Ganze fest verschraubt:

Und zum Abschluss die Stellprobe: Der Bremssattel mit eingesetzten Bremsbacken in der Felge:

Und zum Abschluss nochmal mit provisorisch darauf gelegtem Radträger:

Der Radträger muss natürlich noch an den Bremssattel angepasst werden- zudem müssen erst noch die genauen Abstände ermittelt und angepasst werden (Position der eingebauten Bremsscheibe usw.)
Ich hoffe es hat euch gefallen bis hierhin. Wie ihr seht taste mich so langsam in Richtung Funktion der Bremse heran...
Wie immer freue ich mich über Tipps, Kommentare, Kritik usw.
Wünsche euch ein schönes Wochenende.
LG Martin :wink:

Beiträge: 1 402

Realname: Hans Juergen

Wohnort: Bitburg

  • Nachricht senden

101

Dienstag, 8. August 2017, 07:56

Filigranes Schnitzwerk :ok:

102

Mittwoch, 9. August 2017, 21:09

Dank Dir Hans Jürgen - ich geb mir Mühe ;)

Beiträge: 1 402

Realname: Hans Juergen

Wohnort: Bitburg

  • Nachricht senden

103

Mittwoch, 9. August 2017, 21:50

das sieht man , und immer schön die Staubmaske tragen ;)

104

Sonntag, 13. August 2017, 13:22

Einen schönen Sonntag morgen zusammen :wink:
Heute gibt´s mal wieder ein kleines Update- allerdings wird´s nicht allzu viel zu sehen zu geben - ich hoffe ihr verzeiht. :S
@ Hans Jürgen: Kalr doch - wobei es bei der Fertigung des Bremssattels so gut wie keinen Staub gibt - hab ich alles mit der Schlüsselfeile herausgearbeitet (natürlich bis auf die Bohrungen) - da kann man dann jeden einzelnen Krümel vom Werkstück schubsen. :motz:
So nu aber weiter im Text.
Zuerst einmal: Der Bau des zweiten Bremssattels läft so weit parallell - um etwas abwechslung zu haben und um weiter zur fertigen Bremse zu kommen, habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie ich die Bremsscheiben einbaue. ?( Genauer gesagt, brauche ich einen kleinen Abstandhalter, der dafür sorgt, dass die Bremsscheiben nicht an den Radträgern schleifen, der Abstand zwischen Bremsscheiben und Radträger genau so groß ist, dass die die Bremsscheiben bei geöffneter Bremse ohne an den Bremsbelägen zu schleifen laufen und der idealerweise nicht zusätzlich beschafft werden muss. Zudem muss der Abstandhalter natürlich auch genau über die Radachse passen und darf im Aussendurchmesser nicht zu groß sein.
Also hab ich mal in der Restekiste gekramt (also den Teilen des alten Bausatzes) und habe mit den Kugellagern der Vorderräder aus dem originalen Bausatz exakt das richtige Bauteil gefunden. :grins:
Also ran an den Speck: Zuerst einmal habe ich die Kugellager auf die Achse gesteckt und die Radträger soweit zusammengebaut:

Anschließend habe ich dann mit dem weißen Lackstift die Umrisse der Kugellager auf die Radträger übertragen (genauer gesagt, auf das Abschlussblech auf der Radseite des Radträgers):

rechts mit Kugellager, links ohne - ist nochmal etwas näher fotografiert.
Danach wurde mit dem Dremel die angezeichnete Kontur ausgefräst und die Kugellager per Presspassung eingefügt:

Und hier mal von der Seite, damit man den Abstand besser sehen kann, der durch die Kugellager entsteht:

Nebenbei ging es natürlich noch an dem zweiten Bremssattel weiter:
Also zuerst mit der Schlüsselfeile eine Nut in das Blech geschliffen:

Mit der Flachfeile aufgeweitet:

Und danch mit der Dreikantschlüsselfeile den Laufkanal für die Bremsbacken gefeilt:

Und nebenbei hab ich mich auch noch an die Fertigung der neuen Bremsscheiben für Vorne gewagt.
Dafür habe ich mir zuerst Papierschablonen gefertigt:

Einmal mit der Markierung für die Bohrung der Achse, einmal ohne zur genauen Mittelpunktsbestimmung.
Danach habe ich die Schablone mit dem Mittelpunkt auf die zurechtgeschnittenen Bleche aufgelegt und den Mittelpunkt angekörnt. Dann habe ich mittels der Wasserwaagen - App meines Handys den Schraubstock exakt ausgerichtet und am Mittelpunkt eine 0,8mm Bohrung gesetzt. Hier auf dem Bild: Links Blech mit Schablone, noch ohne Bohrung, recht ist bereits gebohrt worden:

Danach habe ich mit dem Lackstift die Konturen der späteren Bremsscheiben übertragen und anschließend überschüssiges Material abzutragen begonnen:

Auf die übertragenen Konturen konnte ich dann die Schablonen aufkleben (diesmal wirklich exakt):

Wie man auf dem Bild erkennen kann, ist es mir nicht immer gelungen die Bohrung exakt Mittig aus der Schablone auszustanzen (llinks passt es, rechts nicht). Zum Ausstanzen habe ich einen normalen Locher verwendet (die Löcher haben genau 5mm Durchmesser, also genau das Maß welches ich benötige) - ging einfach und schnell, nur leider isses nicht gerade einfach genau den Mittelpunkt zu treffen. :bang:
Ist an dieser Stelle aber nicht allzu wild, da es mir wichtig war, dass die Bohrung in der Mitte exakt im Winkel und exakt mittig gesetzt wurde - die Bohrung wird später auf den erforderlichen Durchmesser aufgeweitet - und die Ausssenkanten der Bremsscheiben in der Position stimmen- das ganze war zwar etwas aufwändig, aber ich wollte schließlich sicher stellen, dass die Genauigkeit einfach gegeben ist. Ein nicht genau winkliges und nicht mittiges Bohren würde dazu führen, dass die Bremsscheibe taumelt oder unrund läuft - beides no goes :( . Kleiner Nachtrag noch zum Bohren - verwendet habe ich dazu meinen Dremel, den ich in meinen neuen Dremel-Bohrständer gespannt habe- dazu sei an dieser Stelle aber noch folgendes angemerkt:
Erstens: ich musste die Erfahrung machen, dass man zunächst alle Schrauben nochmal nachziehen muss - offensichtlich wird das Ding nur zusammengesteckt ausgeliefert - mir ist beim ersten Ausprobieren nämlich schön der Dremel entgegengefallen. :motz: Und man muss penibel darauf achten, dass der Dremel nicht in der Führung hin und her wackelt und auch hier muss man auf die Verschraubung achten - leider biedes Dinge, die nicht in der Anleitung zum Zusammenbau vermerkt sind - das ginge besser.
Soweit bis hierhin- im Moment bin ich dabei den Aussendurchmesser der Bremsscheiben auf Maß zu schleifen (mit der Feile dauert das etwas) und die Seitenteile des zweiten Bremssattels zu fertigen. Ist beides nicht allzu spektakulär, aber muss nunmal gemacht werden und dauert etwas. :S Bilder wird es von daher davon auch erst wieder geben, wenn die Teile soweit fertig sind, bzw. es an den Ausbau der Bremsscheiben geht (Belüftungslöcher, Befestigung).
So in diesem Sinne, hoffe ich dass euch mein neues Update nicht allzu sehr gelangweilt hat :huh: und ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende.
Wie immer: Tipps, Kritik, Anregungen und Kommentare usw sind herzlich willkommen.
LG Martin :wink:

Beiträge: 1 402

Realname: Hans Juergen

Wohnort: Bitburg

  • Nachricht senden

105

Sonntag, 13. August 2017, 16:23

"Kleines UPDATE" ist gut -- würde eher sagen, das ist ein Großes , kommt natürlich auf den Blickwinkel des Betrachters an :D

106

Sonntag, 20. August 2017, 17:16

Hallo Hans Jürgen - da hast natürlich recht- ist definitiv ein kleines Update, wenn man sich anschaut, wie weit ich eigentlich kommen wollte... ;(
Anyway - heute gibt´s mal wieder was neues -aber: Herzkranke sollten ihre Tropfen oder was auch immer nehmen, Zartbeseitete nicht ohne emotionalen Rückhalt (Teddy im Arm, Schokolade im Mund, Schmusedecke auf´m Schoß, oder was auch immer) weiterlesen, den, liebe Leser, Neugierige, Follower, oder auch diejenigen unter euch, die zufällig hier gelandet sind, ihr müsst heute echt stark sein, denn heute wird es schlimm: :motz: :(
Am Anfang war das Rad -oder besser gesagt, in meinem Fall - die Bremsscheibe. Mit einer zentralen Bohrung ausgestattet, mit den wichtigsten Hilfslinien ausgestattet, also alles rosa sozusagen. :D

Um mich allmählich der idealen Kreisform anzunähern, habe ich die noch zu werdende Bremsscheibe zwischen zwei 2 Euromünzen gespannt, um mich so beim Abschleifen besser orientieren zu können:

Ich habe auch immer mal wieder die Form der Bremsscheiben mit Hilfe der vorher angefertigen Schablonen Überprüft:

Und dann habe ich mich an die neue Befestigung der Bremsscheiben gewagt. Angedacht war, die Bremsscheiben mit einer entlang der Fläche und innerhalb der Bremsscheibe laufenden Schraube durch die Achse hindurch zu verschrauben. Dafür habe ich also zuerst die Bremsscheibe auf die Achse gestülpt, um dann im rechten Winkel zur Achse eine Bohrung für die Verschraubung zu setzen:

Nachdem die Bohrung auch durch die Achse geführt wurde, war das erste Etappenziel erreicht:

Allerdings hat sich hier bereits das erste Problem eingestellt: dadurch, dass die Nut in der Achse nicht zu einhundert Prozent gerade verläuft war es dementsprechend schwierig die Bremsscheibe gerade auf die Achse zu bekommen. Das hätte man auch einfacher haben können. :bang: immerhin hat die Bohrung ganz gut funktioniert. :)

Und dann nahm das Unheil leider seinen Lauf - das nun folgende lässt sich am besten unter dem Motto - "den Tag hatte schon jemand in Benutzung" umschreiben. :(
Das erste Mißgeschick hat mich beim Bohren der zweiten Bremsscheibe ereilt - Unheil Nummer eins - Bohrer abgebrochen:

Soweit so schlecht- wäre bis dahin noch zu verschmerzen gewesen 8| , wenn, ja wenn das Wörtchen wenn nicht wäre- denn jetzt ging´s wirklich los. :roll:
Zuerst ist mir beim Schneiden des Gewindes in die Achse der Gewindebohrer abgebrochen:

:bang:
Und zu allem Überfluss ist dabei ein Teil auch noch in der Achse stecken geblieben und sämmtliche Versuche das Stück Gewindebohrer aus der Achse zu fummeln sind leider im Sand, bzw im Metall der Achse verschwunden:

Im Resultat sind hierbei zwei Bohrer, der Gewindebohrer, meine Geduld, drei Kaffees und letztendlich die so schön passende Bohrung in der Achse verschütt gegangen. :motz: :cursing:
Also habe ich dem Rat meiner heimischen Regierung folgend, die Bremsscheibe Bremsscheibe sein lassen und mich etwas anderem gewidmet.
Im Nachhinein hätte ich an dem Tag besser mein Modellbauzeugs zur Seite geräumt und mit Stricken angefangen :S (nicht dass ich Stricken könnte, aber zumindest wäre dabei nix am Ferrari schief gegangen)
Nun, ja hinterher ist man immer schlauer - oder wie es mal jemand formuliert hat: Das Leben wird Rückwärts betrachtet verstanden, aber dummerweise vorwärts gerichtet gelebt. 8|
Anyway- ich habe mich dazu entschieden mich dem zweiten Paar Bremsbacken zu widmen, damit die Bremsanlage wenigstens insgesammt ein bisschen vorran kommt.
Also hab ich mal fröhlich die Maße des Oberteils des Bremssattels an die Bremsbacken übertragen und fröhlich mehrere Stunden lang auf einer Seite damit begonnen so abzuschleifen, dass eine Nut in der Mitte stehen bleibt:

Dem geneigten Leser wird allerdings beim Betrachten des Bildes etwas auffallen (vor allem wenn man diesen Baufortschritt mit der selben Bauphase des anderen Bremssattels inklusive Bremsbacken vergleicht). :wacko:
Und ja es gibt einen Fehler... zum Verdeutlichen noch ein Bild der Bremsbacken in diesem Zustand:

Ja genau - schließlich habe ich den Fehler auch gefunden. Die Nut, welche in der Führungsschiene des Bremssattels laufen soll ist überall, nur nicht in der Mitte, wo sie hingehört. :hey:
Auf dem nächsten Bild könnt ihr das ganze Ausmaß der Vollkatastrophe noch genauer in Augenschein nehmen:

Auf dem Bild sieht man ganz auch ganz genau was passiert ist - ich habe versehentlich die falsche Kante als Ausgangspunkt für das Abschleifen der Nut herangezogen. Ich habe die Position anhand der gerade nach unten abfallenden Kante bestimmt, richtig gewesen wäre allerdings die schräge Kante, damit erstens die Nut mittig sitzt und zweitens die gerade abfallende Kante auf einen Winkel von ca. 45 GRad angeschrägt werden kann.
Also nach vielen Flüchen :cursing: , Vewünschungen :motz: , und was weiss ich noch allem :bang: X( :wacko: :will: - habe ich dann ersteinmal alles in die Ecke gefeuert und beschlossen ein paar Tage gar nix am Auto zu machen. :nixweis:
Inzwischen habe ich die Außenform der Bremsbacken wieder aus einem CFK Blech geschnitten und mir neue Achsen und neue Gewindebohrer bestellt.
Immerhin sind letztere inzwischen eingetroffen:

Und auch was die Bremsscheiben angeht habe ich mich dafür entschieden den Weg ohne Nut, allerdings mit der Befestigungsschraube zu gehen.
:whistling:
So viel von mir für heute -
zu sehen gab´s heute nicht wirklich viel neues - außer jeder Menge Schrott und Scherben - da aber sicher niemand von uns vor Pannen gefeit ist, ist es vielleicht ab und an zumindest ein wenig unterhaltsam sich drüber zu freuen, dass es jedem so geht. Ich habe mich ja schließlich zwar geärgert wie Sau :cursing: aber das hindert mich natürlich nicht daran weiter zu machen. :)
Ich hoffe ich konnte euch ein wenig unterhalten - wie sagt man ja auch so schön: Schadenfreude ist die schönste Freude :abhau: ich kann auch wieder darüber lachen - also alles gut. ;)
Wünsche euch einen schönen Restsonntag und hoffe ihr hattet ein schönes Wochenende.
Und wie immer: um Tipps, Kritik, Anmerkungen bin ich sehr dankbar - und heute möchte ich das um eine Kategorie erweitern: Gelächter.
LG Martin :wink:

Beiträge: 1 402

Realname: Hans Juergen

Wohnort: Bitburg

  • Nachricht senden

107

Sonntag, 20. August 2017, 19:59

Shit happens , solange Deine FInger noch alle dran sind , ist doch nicht wirklich Schlimmes passiert. Es ist zwar schade um die Zeit, aber damit rechnen wir doch ohnehin nicht , oder ?

108

Donnerstag, 31. August 2017, 01:13

@ Hans Jürgen - hast natürlich recht sehe ich auch so- um Material und Zeit isses natürlich schade, aber es gibt schlimmeres.
@ All - erst einmal Hallo zusamme :wink: n - nach einer kleinen Pause, in der ich in erster Linie damit beschäftig war den Murks des letzten Bauabschnittes zu kitten, gibt´s huete auch mal wieder was neues, wenn auch nicht allzu viel davon.
Also nachdem ich es glorreich geschafft habe, mir das zweite Paar Bremsbacken zu versauen, war Neubau angesagt... :motz: in diesem Sinne:
Ran an den Speck:
zuerst einmal habe ich einen neuen Satz Bremsscheiben aufgezeichnet und entlang der Markierungen Bohrungen gesetzt.

Das Verfahren mit den Schablonen habe ich beibehalten:

Im Unterschied zu den bisher gefertigten Bremsscheiben, habe ich hier zwei entscheidende Maßnahmen ergriffen:
Erstens habe ich die Werkstücke und den Schraubstock mittels Wasserwage exakt ausgerichtet, somit sind im Ergebnis alle Bohrungen exakt im Winkel.
Zweitens habe ich mich dazu entschieden die Bohrung in der Mitte nicht auszufräsen, sondern auf den endgültigen Durchmesser von 5mm aufzubohren. Da es allerdings nicht möglich ist Bohrer von mehr als 3,2mm Durchmesser in den Dremel zu spannen und ich leider nicht über eine Ständerbohrmaschine verfüge musste ich kreativ werden..
Also habe ich einen Schleifaufsatz (also den Aufsatz, auf den die Schleif- und Trennscheiben aufmontiert werden) als Grundlage für einen selbstgebauten "Fräsekopf" verwendet.
Die Welle dieses Schleifaufsatzes hat praktischerweise 5 mm und zwischen Welle und Fixierschraube habe ich dann einen Schleifaufsatz gespannt und so abgefeilt, dass er in seinem Außendurchmesser dem Durchmesser der Welle entspricht.
Das Ergebnis - also mein selbsgebauter Fräsekopf:

Und die damit ausgeführten Bohrungen:

Absolut mittig und Maßhaltig. Dass es hier etwas wüst aussieht liegt daran, dass ich geschickterweise die Seite mit den Papierschablonen fotografiert habe, und beim Bohren ist das Papier natürlich ausgefranst...
Dann ging es mit der Neufertigung der Bremsbacken weiter. Da ihr das Vorgehen ja in etwa bereits kennt, gibt´s darüber heute einen Schnelldurchlauf: :rolleyes:
Also zuerst passende Bleche ausgeschnitten und auf Maß gefeilt:

Löcher für die Laufhülsen und den Bremszug gebohrt:

Die Form für die Bremsbeläge ausgefräst und die Befestigungsgewinde gebohrt und geschnitten:

Die Nut für den Bremszug auf der Außenseite des Bremsbackens gefräst:

Dann die Laufbuchsen eingesetzt und die Laufflächen geglättet und erweitert. Dafür habe ich einfach den 1,6 mm Bohrer verwendet, mit dem die Löcher für die Laufflächen gebohrt wurden. Den Schaft des Bohrers habe ich dick mit Handwaschpaste eingeschmiert und damit die Laufflächen per Hand leich abgeschliffen. Das Ergebnis: Die Bremsbacken fallen ganz leicht ineinander.
Bei der Gelegenheit habe ich auch die Laufbuchsen ein wenig (ca 2mm) in den Bremsbacken versenkt um einen weiteren Laufweg zu erhalten:

Dann mit der groben Kelle großzügig Material abgenommen, sodass - diesmal in der Mitte- genug Material für den Zapfen übrig ist, der im Bremssattel laufen soll:

Und noch einmal in der Seitenansicht:

Kanten und Flächen ein wenig versäubert und begradigt:

Danach habe ich beide Kopfstücke der Bremssättel mit Verstärkungen versehen:

Die Seitenteile für den zweiten Bremssattel vorbereitet also zurecht geschnitten:

gefeilt:

Danach habe ich die Stirnseiten weiß eingefärbt, um die Markierungen für den 45 Grad Winkel besser anzeichenen und sehen zu können:

Angezeichnet:

Und anschließend habe ich den 45 Grad Winkel auch auf die Bremsbacken übertragen- diese ausgerichtet in den Schraubstock gespannt und den Dremel um 45 Grad geschwenkt und den Winkel abgeschliffen:

Ein bisschen "Fleisch" hab ich noch daufgelassen, um mich später sorgsam an die Führungsschienen auf den Seiten der Bremsbacken heran tasten zu können.
Die Fasen der Seitenteil des Bremssattels sind auf die selbe Weise entstanden wie der Winkel der Bremsbacken (Dremel gedreht) und bereits zum Teil geschliffen.
Bilder davon gibt´s aber erst in den nächsten Tagen.
Ich hoffe es hat euch ein wenig gefallen- jetzt seid ihr wieder auf dem neuesten Stand.
Wie immer sind Anmerkungen, Tipps, Kritik usw. gerne gesehen.
Wünsche euch eine gute Nacht. :schlaf:
LG Martin :wink:

109

Donnerstag, 31. August 2017, 09:12

Hallo Martin,

Mensch, was tust Du Dir an. Das wär nun rein gar nichts für mich. Da kann ich auch überhaupt nichts zu schreiben.

Aber so hat jeder seins. Und das ist gut so. :five:

Mut nicht verlieren und durch...
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

110

Donnerstag, 31. August 2017, 15:42

Hallo Ray,
hätte ich vorletzte Woche nicht so viel Mist produziert, hätte ich mir auch das erneute Bauen der Bremsbacken sparen können, aber immerhin ist die Motivation wieder etwas gestiegen, nachdem sich die Fertigung des zweiten Bremssattels dem Ende nähert und dann gibt´s auch wieder was neues anzusehen - zumal auch endlich heute die lange bestellten neuen Vorderachsen eingetroffen sind. ^^
LG Martin

111

Freitag, 8. September 2017, 17:33

Hallo ihr alle zusammen :wink:
Es ist mal wieder Zeit für ein kleines Update - nichts spektakuläres - einfach nur notwendiges...
Also dann mal gleich los:
Nachdem ich die Seitenteile für den zweiten Bremssattel ausgeschnitten habe, wurden sie an einer Seite mit 45 Grad angefast und mit der Feile die Gleitfläche für die Bremsbacken ausgearbeitet:

Danach wurden die Gleitkufen in denen die Bremsbacken laufen sollen ausgefeilt:

Und danach wurden die Seitenteile provisorisch angeklebt und Bohrungen für die Befestigungsschrauben am Bremssatteloberteil gebohrt:

Die Bohrungen so weit versenkt, dass die Schrauben darin verschwinden und das ganze am zweiten Seitenteil ebenfalls analog gefertigt:

Anschließend habe ich die Schrauben gekürzt (ist notwendig, da für die Schrauben im Bremssatteloberteil nur sehr wenig Platz ist):

Und dann habe ich den Bremssattel zusammengebaut:

Und auch hier mit einer Verstärkung versehen:

Danach habe ich angefangen die Aussenform herauszuarbeiten:

Im nächsten Schritt habe ich die Bremsscheiben ausgeschnitten:

Grob in Form gebracht:

Und auf die Achse geschoben und angepasst und die Befestigungsbohrung gesetzt:

Zuvor musste ich allerdings die Radträger zusammenbauen, um die korrekte Position der Bremsscheiben auf der Achse zu ermitteln. Dann habe ich zuerst mit einem 0,8 mm Bohrer durch die Achse hindurch gebohrt und anschließend auf 1,6mm durchgängig aufgebohrt.
Danach wurde eine Seite der Bremsscheibe bis zum Mittelpunk und die Achse komplett auf 2mm aufgebohrt, sodass ein Sicherungsstift mit Durchmesser 2mm durch die Achse und die Bremsscheibe geschoben werden kann - und bei Bedarf durch die 1,6mm Bohrung mittels eines Stiftes herausgeschoben werden kann. Das Ganze ist eine Presspassung, sollte also dementsprechend sichern.
Die Radträger inklusive Bohrungen sahen danach so aus:

Heut war das Update mal kurz und knackig - muss jetzt auch demnächst zur Arbeit, weswegen ich gerade nicht die Zeit habe ausführlicher zu berichten. Alles in Allem sind das Arbeitsschritte, die nicht besonders spektakulär anzusehen sind, allerdings wurde das Ganze durch ständiges Ausrichten, Nachmessen und vor allem das sehr zeitraubende Bohren der Löcher in den Achsen doch sehr aufwändig.
Wünsche euch einen schönen Abend und ich hoffe es hat euch dennoch ein wenig gefallen.
Wie immer:
Komments, Tipps, Kritik usw. wie immer herzlich willkommen.
LG Martin :wink:

113

Dienstag, 12. September 2017, 16:52

Freut mich Hans Jürgen :D
P.S. Geht auch bald wieder weiter ;)

114

Mittwoch, 20. September 2017, 18:12

Hallo zusammen :wink:
und ja es gibt mal wieder was neues zu berichten...
Da sich die Phase des guten Wetters - also der Sommer mit erträglichen Temperaturen, über die Trockenphasen bereite ich besser mal den Mantel des Schweigens, so allmählich dem Ende entgegen neigt, musste ich noch eine Phase mit Formenbau zwischenschieben. Soll heißen: ich habe mich um die neue Motorabdeckung gekümmert, da sich bei Temperaturen unterhalb von 20 Grad nur noch sehr schlecht laminieren lässt. :(
Nachdem - auch unter dem Eindruck der Hinweise vor allem von Hans Jürgen- die Qualität der Oberflächen in den Blick zu nehmen, ist in mir der Entschluss gereift, dass eine neue Motorabdeckung her muss - die alte war für meine Ansprüche schlicht mies geraten...
In diesem Sinne habe ich mir dann auch zunächst die Ur- Holzform zur Brust genommen - aber keine Sorge, mit dem Bau der Bremsen ging es dennoch weiter, Bilder dazu gibt´s aber heute noch nicht.
Also auf zum Abstecher in den Formenbau:
Als erstes habe ich die Holzform der Motorabdeckung untenrum ein wenig aufbeplankt, sodass ich ein wenig mehr Spielraum beim Anpassen der Auflagekante zum Unterboden bekomme.
Also hab ich zuerst in guter Schifflebauertradition ein paar Holzleisten gewässert, zurechtgebogen und auf die Holzform gepappt:

Danach habe ich dann auch noch unter die Seitenkästen ein paar Leisten geklebt:

Dadurch kommt die ganze Motorabdeckung ca. 4 mm höher - ich habe also knapp 4mm zusätzlich zum Anpassen an den Unterboden zur Verfügung.
Anschließend habe ich die Konkave Wölbung im hinteren Bereich der Motorabdeckung mit der größten Scheibe des Dremels herausgearbeitet. Als ich die Motorabdeckung zuerst gefertigt habe, hat mir dafür das nötige Werkzeug gefehlt und ich war auf das Abschleifen mit ein paar wenigen Feilen usw. angewiesen.
Das sah dann so aus:

Anschließend habe ich die Einschnitte für die Entlüftungen der Motorabdeckung im hinteren Bereich ausgeschnitten, bzw. abgeschliffen.
Erst links:

Und danach rechts:

Hier nochmal ein Blick auf die konkaver ausgeführte Wölbung im hinteren Bereich, die Entlüftungen sind bereits ausgeschnitten:

Und nochmal ein Blick auf die Unterseite der Form, auch hier sind die Entlüftungen bereits ausgeschnitten:

Anschließend habe ich die Öffnungen für die Haifischlammellen an den Seitenkästen ausgefräst.
Erst die Umrisse (angezeichnet mittels Schablone):

Und dann schließlich auch das Material innerhalb der Umrisse:

Auf diese Vertiefungen sollen später CFK Platten montiert werden, in die vorher die Haifischlamellen geklebt wurden.
Mir ist das Fehlen dieser Haifischlamellen leider erst aufgefallen, nachdem ich die Grundformen bereits fertig hatte - in diesem Bereich waren meine Ausgangszeichnungen einfach zu ungenau... :motz:
Hier mal ein kleiner Blick auf meine einzige Vorlage für meinen Bau:

Im späteren Verlauf des Baus bin ich dann doch noch auf verwertbare Bilder im Netz gestoßen, allerdings ohne genaue Maßangaben - also war hier Hirnschmalz angesagt...
Nachdem auch die Ausschnitte für die Haifischlamellen ausgeschnitten waren, habe ich die Motorabdeckung mit Spachtelmasse eingesaut:

Abgeschliffen und geglättet:

Und Lackiert:

Und aus einer anderen Perpektive:

Nachdem der Lack getrocknet war habe ich mir ein Stück Abflussrohr aus dem Baumarkt besorgt, und mit Hilfe dieses Abflussrohres, eines Gefrierbeutels, etwas Tape und eines normalen Staubsaugers im Vakuumverfahren mit Glasfaser eine neue Negativform laminiert.
Hier das Abflussrohr mit Tape:

Die Motorabdeckung im Gefrierbeutel - die Glasfaser ist bereits aufgebracht und mit Epoxidharz getränkt und mit dem Staubsauger Luft und überschüssiges Harz abgesaugt:

Die Form härtet im Moment aus -so viel von mir für heute...
Hoffe es hat euch gefallen.
GLG
Martin :wink:

115

Donnerstag, 21. September 2017, 08:27

Guten Morgen,

das nenne ich mal Formenbau per Exellance.

Mal endlich was bei Dir, wo ich auch mitreden kann. Beim Laminieren hört es dann nämlich schon wieder auf.
:ahoi: Eisbergfreie Modellbauzeit wünscht Ray

Beiträge: 1 402

Realname: Hans Juergen

Wohnort: Bitburg

  • Nachricht senden

116

Donnerstag, 21. September 2017, 08:50

Haltbar mindestens bis 2100

117

Gestern, 00:41

Danke Ray - und ja Hans Jürgen - das ist der Plan, und nicht nur wegen des Gefrierbeutels. :D
Und ja ich habe auch ein wenig an den Pberflächen gearbeitet, bzw. gespachtelt..
@ all - Hallo erstmal :wink:
Ich habe mir nämlich bereits seit längerem überlegt, mit Hilfe des doch inzwischen angefallenen und gesammelten CFK - Staubes eine Spachtelmasse anzurühren und damit ein wenig den Unebenheiten am Chassis, dem Übergang zum Unterboden, den Flügeln und den Querlenkern zu leibe zu rücken...
Also habe ich mal eifrig den beim Schleifen und Bohren angefallenen Staub gesammelt:

Wie ja in meinem letzten Post beschrieben habe ich eine nue Motorabdeckung laminiert (oder besser gesagt bisher nur eine neue Negativform). Bei der Gelegenheit habe ich einfach ein wenig des Überschüssigen Epoxidharzes in einem kleinen Schälchen mit Kohlestaub versetzt - hatte ein bisschen was vom Anrühren von Bisquitteig :D :lol:
Mit dieser schwarzen zähen Pampe habe ich dann nach und nach die einzelnen Baustellen in Angriff genommen...
Zuerst eine Macke an der Oberseite der Nase:

Danach bin ich noch einigen Lufteinschlüssen am Hauptblatt des Frontflügels zu Leibe gerückt:

Dann dem doch auf der Oberseite arg zerklüfteten Hauptblatt des Heckflügels:

Hier hat sich die erhoffte Wirkung gezeigt: Mit der CFK Pampe läßt sich hervorragend an den Carbonteilen ausbessern - nur um das nochmla deutlich zu sagen: das hier gezeigte entspricht natürlich noch nicht dem Endzustand - aber: ich konnte mit der CFK Pampe dort ausbessern, wo sich durch Lufteinschlüße oder Ähnliches auch strukturelle Probleme an einzelnen Bauteilen hätten ergeben können. Mir geht es bei der hier gezeigten Spachtelei um das Aufarbeiten von kleineren Unebenheiten, mit einem zusatzlichen Stabilitätsgewinn. Die gesammte Oberfläche des Autos wird natürlich nochmal gespachtelt und verschliffen, bevor lackiert wird - aber ich brauche an Stellen mit Belastung eine andere Lösung als bloße Spachtelmasse - so konnte ich an neuralgischen Stellen sozusagen sorgsam Carbon "anpappen."
Und weiter im Text:
Rechte Endplatte des Frontflügels:

Zur Verdeutlichung habe ich einmal eines der Schraubenlöcher markiert:

Hier sieht man ganz gut, was ich oben versucht habe zu beschreiben: hier war genau neben der markierten Bohrung für die Schraube ein Lufteinschluss, der erst beim Bohren zu Tage getreten ist. Mit der Kohlepampe konnte ich den Lufteinschluss schließen und so der Verschraubung zusätzliche Stabilität verleihen, was mit einer eher brüchigen Spachtelmasse nicht so gut gegangen wäre.
Hier die Ausbesserungen am rechten Flap des Frontflügels:

Dann die linke Endplatte des Frontflügels:

Zur Veranschaulichung - die Schraube , die in der Endplatte eingeschraubt ist, ist eine M1 Schraube...
Und zu guter letzt ging es an di Ausbesserungen am Chassis - etwas das Du Hans Jürgen zu recht öfter angemahnt hast - wie Du siehst , ich höre durchaus auf Deine Ratschläge ;)
zuerst einige kleinere Ausbesserungen am Cockpitausschnitt:

Dann im vorderen Bereich des Cockpitausschnittes:

Dann wurden kleinere Macken im rechten Seitenkasten ausgebessert:

Das gleiche ist dann mit dem rechten unteren Querlenker passiert:

und natürlich auch links:

Und weil es so schön war kam dann auch der linke Seitenkasten zum Zuge:

Und an dieser Stelle wurde auch der Übergang zwischen Chassis und Unterboden ausgebessert:

Und natürlich habe ich mich auch dem selben Übergang auf der rechten Seite gewidmet:

Und nochmal ein Blick auf den linken unteren Querlenker mit Schubstrebe nach dem Einsauen mit der CFK Pampe:

Hier mal zum Vergleich der Bereich des unten Querlenkers vor der Ausbesserung:

Udn zu guter letzt nochmal der linke untere Querlenker im Detail:

Und noch ein kleiner Nachtrag zum letzten Post.
Ich habe da von Heifischlamellen gesprochen - auf dem folgenden Bild habe ich einmal blei das Bauteil eingekreist welches damit gemeint war:

Ferrari hat diese zusätzlichen entlüftugen auf Highspeedstrecken und bei extrem hohen Temperaturen gefahren -also immer dann, wenn extree Kühlung gefragt war. Ich möchte mir zumindest die Option offen halten mit beiden Varianten fahren zu können - mit und uach ohne Lamellen, deshalb die Vertiefung in der Motorabdeckung auf die ich dann eine Blende montieren möchte -entweder mit Lamellen, oder auch ohne.
So weit von mir bisher - die ganzen Ausbesserungen sind noch nciht verschliffen worden - das Epoxidharz bruacht einen guten Tag zum Trocknen, vollständig ausgehärtet ist die Kohlefaser erst nach eine Woche...
Dass die Oberfläche ncoh nciht perfekt ist, weiss ich selbst, aber mir ging es darum gröber Dellen usw. an strukturell beanspruchten Stellen, oder auch dort, wo ein wenig mehr Material aufzubringen war auszubessern.
Zudem wollte ich auch schlichtweg ausprobieren, ob die Pampe aus Epoxidharz und CFK Staub überhaupt als selbstgemachte Spachtelmasse taugt - und nach meinem Dafürhalten lautet die Antwort eindeutig ja. :) auch wenn natürlich zu beachten ist, dass ein Nachschleifen noch notwendig ist, aber das steht mir ja ohnehin noch bevor...
Wie immer: Kommentare, Anmerkungen, Tipps und Kritik sind wie immer willkommen.
Wünsche euch eine gute Nacht :schlaf:
LG Martin :wink:

Werbung