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  • »Dea_Fom_Woid« ist der Autor dieses Themas

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1

Freitag, 1. September 2017, 20:58

Revell Ferrari F2005 Silverstone GP

Hallo zusammen,

nachdem ich jetzt schon seit ein Paar Monaten Mitglied im Forum bin, wird es auch mal Zeit,
einen Baubericht zu verfassen.

Mein Projekt ist Revells Ferrari F2005, der leider verkorkste Bolide für die Formel-1-Saison 2005.
Hier ein Link zu einer Bausatzvorstellung mitsamt einer genauen Vorbildbeschreibung: http://www.modellversium.de/kit/artikel.php?id=1356&origin=sparte
Auf den Baubericht hier im Forum kann man leider nicht zugreifen. :nixweis:
Geplant ist, Michael Schumachers Wagen vom Freitagstraining des British GP zu bauen.
Hierzu ein Bild des Originals:


Quelle: http://c8.alamy.com/comp/AE7T76/michael-…-8-7-AE7T76.jpg

Diese spezielle Vorbildwahl hat den Hintergrund, dass mir zunächst das Marlboro-Barcode-Design sehr zusagt, es aber nur bei wenigen GPs Verwendung fand.
Zweitens hat der Grundbausatz in vielen Bereichen Unzulänglichkeiten. Beispielsweise werden nur weiße Decals für die Seitenflächen der Motorhaube zur
Verfügung gestellt, welche aber in dieser Art aber nicht verwendet wurden. Des Weiteren enthält der Bausatz nur eine Art von Kaminen, was entweder
zum Neubau oder zum Eingrenzen auf ein bestimmtes Vorbild zwingt. Ebenfalls wird die Vorbildwahl durch die vorhandenen Front- und Heckspoiler eingegrenzt.

Dieses Bild zeigt zum Einen die Strichcodemarkierung und zum Anderen die zwei Arten von Kaminen, die im Laufe der Saison Verwendung fanden.
Der in Fahrtrichtung Rechte Kamin ist die beigefügte Variante und nur ein Luftleitelement, der in Fahrtrichtung Linke wird seinem Namen gerecht und
lässt warme Luft aus dem Motorraum. Interessanterweiße zeigt dieses Bild den Wagen am Samstag, während das Obere ihn am Freitag zeigt.
Dem Ferrari hat es wohl an Kühlleistung gemangelt und wurde kurzerhand über Nacht umgebaut.


Quelle: http://c8.alamy.com/comp/AE7T55/michael-…ay-9-AE7T55.jpg

Die geplanten Umbauten sind zunächst, den kleinen Zusatzspoiler am Frontspoiler zu stutzen. Der Bausatz enthällt einen Zweiflügeligen, anders als das Original,
dessen nur noch einen Flügel hatte. Ebenfalls zu stutzen sind die Endplatten des Frontspoiler. Die Revellschen Teile besitzen außen zwei Flügelchen, die
aber auf nur eins pro Endplatten zu reduzieren sind, übrig bleiben die Vorderen. Hinzuzufügen sind zahlreiche Luftleitelemente am ganzen Wagen, das wären
die Pfeilförmigen an der Karosserie kurz vor der Vorderachse, die Flügelchen außen an den Kühleröffnungen und Lugtleitelemente an den sog. Bargeboards,
den großen weißen Platten vor den Kühlern. Die Spiegel sind auf Streben zu platzieren und dem Heckflügel fehlt es an Versteifungen auf den Flächen.
Zuguterletzt müssen am Diffusor zwei Platten erweitert werden. Dazu später im Baubericht mehr. Evtl. fallen mir noch Unstimmigkeiten auf.


Bereits erledigt ist das Kürzen der Bremsverkleidungen. OOB gebaut enden die Felgen irgendwo halbwegs auf der Achse, was so garnicht stimmt.
1997 wäre diese Fahrzeugbreite noch erlaubt gewesen, aber doch nicht 2005. Seltsamerweise sind aber andere Revellbausätze in diesem Bereich stimmig,
beispielsweise der Mclaren aus der gleichen Saison.


Quellen:
http://www.modellversium.de/galerie/img/…2005-revell.jpg
http://www.modellversium.de/galerie/img/…4-20-revell.jpg

Durch das bloße Ausschneiden von ca. 4mm an den Bauteilen wird das Ganze wieder stimmig.










Die Karosserie wurde bereits zum Großteil zusammengebaut. Leider entfällt aber nicht das altbekannte Verspachteln und Verschleifen
von Klebenähten und Sinkstellen. Letztgenannte sind für Revell untypischerweise häufig vorhanden.
Berarbeitet wurden die Sidepods an den Klebestellen, die Innenseite der Kühlerschächte und deren Klebestellen an die Karo,
die Klebenaht der Unterseite des Vorderwagens an das Hauptteil der Karo und die Übergänge von Kaminen auf die Sidepods sowie
von diesen auf die Flügelflächen vor den Hinterrädern.













Fortsetzung folgt...
"Wenn du den Baum siehst, in den du rein fährst, hast du untersteuern. Wenn du ihn nur hörst, hast du übersteuern" Walter Röhrl


Grüße aus dem schönen Bayerischen Wald

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2

Freitag, 1. September 2017, 21:09

Der erste Baubericht und schon das Kontingent gesprengt... :D

Weiter mit noch einigen Bildern:









Ebenfalls verspachtelt sind die Löcher, wo eigentlich die Spiegel anzukleben sind.
Da aber andere nötig sind, sind jene überflüssig geworden.

Nachdem das erledigt ist, geht es mit einer Grundierung und gegebenenfalls mit nochmals Spachtel und Schleifen weiter.
Vielleicht gibt es morgen schon Fortschritte zu zeigen. Ich freue mich auf Lob und Kritik.


Grüße, Sebastian :wink:
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3

Samstag, 3. Februar 2018, 19:12

Hallo allerseits,

nach knapp über 5 Monaten geht es dann doch mal wieder weiter. Wie die Zeit verfliegt...

Die Karosserie ist soweit größtenteils verspachtelt und verschliffen, es hapert aber noch bei zwei, drei kleinen Bereichen.
Die Airbox wurde angeklebt und die Löcher zur Aufnahme eines Abschleppgurtes wurden geöffnet, der Übergang
von Airbox zu Tankdeckel will aber noch überarbeitet werden, die Kanten sind da überstehend. Bereits verschlossen sind die
Löcher für die Antennen, für die dünner Draht verwendet werden wird.

Die roten Stellen stammen von einer Prüflackierung in Wagenfarbe, um zu sehen, wo noch zu Spachteln und Schleifen ist.
Nötig war das vor allem an den Kühlerverkleidungen und dort, wo Ober- und Unterschale des Vorderwagens verklebt wurden.
Nach einer Reinigung mit Spiritus sind Farbreste in kleinsten Rillen übrig geblieben, was zwar unschön aussieht, aber gefühlt
sind diese Stellen glatt. Im ersten Bild kann man auch eine unschöne Sinkstelle sehen, der geht es aber noch an den Kragen.













Der Unterboden wurde mit Revell Aqua 7 gespritzt und mit Revell Enamel 1 versiegelt.
Mit Aqua 88 Ocker und anderen Brauntönen wurde das Brett in der Mitte bepinselt und
getrockenmalt, um Holz zu imitieren. Er wartet jetzt auf Karbondecals auf der Oberseite
und eine finale Klarlackschicht. Das Milchige ist übrigens nur Staub, kein Einschluss im Lack.





Zuletzt wurde der Motor zusammengeklebt. Weil man ihn später eh nicht mehr sieht,
wird er nur schwarz gespritzt, Verfeinerungen spare ich mir.





Als Nächstes werden noch kleinere Flügelchen gescratcht und angeklebt, dann wird die Karo grundiert,
nassgeschliffen, rot lackiert, nassgeschliffen, lackiert, nassgeschliffen und letztlich geklarlackt.
Aber dazu beim nächsten Mal mehr.

Grüße, Sebastian
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4

Dienstag, 6. Februar 2018, 21:19

Hallo Sebastian - :wink:
schönes Projekt - hatte ich letztes Jahr schonmal entdeckt. Finde es schön, dass es hier weiter geht - bei Formel 1 Wagen bin ich immer interessiert, setzte mich also ganz frech mal dazu und schaue Dir über die Schulter.
LG Martin

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5

Mittwoch, 7. Februar 2018, 18:57

Hallo,

Semesterferien geben einem viel Zeit für den Modellbau, da kommt also noch einiges.

Die Karo ist jetzt grundiert und angeschliffen. Ich weiß nicht, wo das Problem liegt, aber bei mir sprotzt Revells Aqua Colour Basic,
wenn es aufgespritzt wird. Kann sein, das es durch unsachgemäße Lagerung, an der Grundierung im Allgemeinen oder an
meiner Arbeitsweise liegt. Die Folge ist, dass kleine Klümpchen in der Grundierung stecken, die man wegschleifen muss.
Ich danke für etwaiges Feedback. In den Bildern habe ich die Grundierung schon geschliffen, sie wartet jetzt auf eine zweite Schicht.
Einige Panellinien schreien aber noch nach Aufmerksamkeit.









Die hintere Aufhängung wurde ihrer Sinkstellen entledigt und wartet auf Streicheleinheiten.





Cockpit und Lenkrad sind fertig, Hauptarbe ist Anthrazit Matt 9 aus der Pistole, versiegelt mit Humbrols Clear Matt Varnish.
Letzteres ist übrigens verantwortlich für die weißen Rückstände. Ist das in der Natur von diesem Lack, oder betrifft
das nur meinen? Schon in der Flasche setzt sich eine äußerst zähflüssige Pampe ab, die sich durch schütteln verdünnt und damit
alles, was rauskommt, milchig-trüb wird. Das weiße Zeuge auf der Sitzwanne und dem Lenkrad lässt sich mit einem kaum feuchten
Pinsel einigermaßen wegwischen. Die Decals liefert der Bausatz.

Die Gurte wurden mit Feuerrot SM 330 und die Schnallen mit Aluminium 99 bepinselt. Aftermarketprodukte liefern ein realistischeres
Ergebnis, aber die Bausatzteile gefallen mir so auch.







Das Lenkradknöpfe wurden mit Roter, Schwarzer, Weißer, Blauer und Grüner Farbe betupft, in Natura erkennt man das aber besser.
Ferrarilogodecals sind zwar dabei, aber nur als schwarze Pferde, das Vorbild hatte aber das vollständige Logo drauf. Der Ferrarischriftzug
wurde mit gelber Farbe angedeutet, hier sollte laut Bauplan auch ein schwarzes Pferd hin.

Der LCD-Bildschirm wurde, anders als von der Bauanleitung vorgesehen, mit Schwarz bemalt statt mit einem silbernem Decal beklebt,
was mehr dem Original entspricht.






Quelle: https://www.flickr.com/photos/39471412@N02/17060534920

Damit ist dieses Update auch vorbei, mehr im Nächsten.

Grüße, Sebastian
"Wenn du den Baum siehst, in den du rein fährst, hast du untersteuern. Wenn du ihn nur hörst, hast du übersteuern" Walter Röhrl


Grüße aus dem schönen Bayerischen Wald

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Realname: Matthias N.

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6

Samstag, 24. Februar 2018, 21:10

Sieht echt klasse aus, habe den Bausatz auch auf Lager und bin vorwiegend im Formel 1 Bereich tätig.
Freu mich auf dein nächstes Update

7

Dienstag, 27. Februar 2018, 11:09

Ich finde die Fortschritte ebenfalls interessant und werde den BB im Blick behalten.

Was Revell Aqua Colour Basic angeht, damit habe ich seinerzeit nach meinem Wiedereinstieg mal kurz rumprobiert, hatte aber ähnliche Probleme wie Du. Woran es liegt, kann ich Dir nicht sagen. Ich habe aber auch mit anderen Revell Aqua-Farben teils das Problem der "Verklumpung" in der Airbrush. Daher fahre ich den Einsatz dieser Aqua-Farben in der Airbrush auch immer weiter zurück. Für mich gibt es seitdem als Primer eigentlich nur noch 2 Optionen. Entweder das wohlbekannte Tamyia-Dosenspray oder Zero Paints Primer/ Micro Filler. Aber das sind natürlich beides "Stinker"...
Gruß
Thomas

Zuletzt fertiggestellt:
Jaguar XJ-S V12
Corvette Roadster 1962
Nissan 240 ZG Fairlady

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